Wie geht es den schwarzen Schafen nach Weihnachten?

Manchmal zeigen Bilder wirklich deutlicher, wofür man sonst viele Worte bräuchte.

Dass gerade Weihnachten für sehr viele schwarze Schafe ein hoch problematisches Fest ist, wird jedem einleuchten: Wo sonst lastet ein größerer Druck auf allen Familien, sich zu treffen, beieinander zu sein, sich aber zumindest Rechenschaft abzulegen, wie man zu einander steht?

Ob das schwarze Schaf an den Feiertagen Kontakt zur Familie hatte oder diesen vermeiden musste/ sollte/ konnte: In jedem Fall ist es eine emotional sehr belastende Zeit, vielleicht die schlimmste im ganzen Jahr für viele Menschen, die die Erfahrung machen mussten, aus der eigenen Familie ausgegrenzt oder gar ausgestoßen zu sein.

Gerade an solchen Tagen zeigt sich, wie wichtig der Grundgedanke der schwarzen Herde ist: Gleichgesinnte an einem Ort zu wissen, an dem diese Benachteiligung allen anderen bekannt ist, man nicht viel erklären muss und man auch etwas „Dampf ablassen“ kann, wenn einem danach ist.
Manchmal reicht es aber auch schon, vorbeizuschauen, ein bisschen zu lesen, sich bestätigt und nicht mehr so alleine zu fühlen.

Hier die Aufrufstatistik der schwarzen Herde in den Tagen vor und nach Weihnachten.

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Alle schwarzen Schafe sind hier herzlich willkommen, ob vor, an oder nach Weihnachten.

Peter Teuschel

 

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25 Antworten auf Wie geht es den schwarzen Schafen nach Weihnachten?

  1. Katrin S. sagt:

    Lieber Herr Teuschel,

    vielen Dank für dieses Buch.

    Ich nehme dieses Buch als Anwalt der schwarzen Schafe wahr. Ich bin der Ansicht, dass selbst der wachste und reflektierteste Geist immer wieder an einen Punkt kommt, an dem die chemische Revolution seiner Emotionen die Oberhand gewinnt und er zu einem zuträglichen Gespräch außer Stande ist und Unterstützung braucht. Ein engagierter Anwalt kann hier nach besten Kräften für seinen Mandaten, ungebremst von Emotionen, sprechen, wohlwissend, dass es ein absolutes Recht und eine Erfolgsgarantie schlichtweg nicht gibt, aber trotz alledem inneren Frieden stiften kann.

    Ich habe es heute mit u.a. mit den folgenden Worten an meine betagten Eltern versandt:

    „… Es wäre ein Wunsch von mir, wenn Ihr die Muße und die Energie aufbringen könntet, es zu lesen. Es geht mir nicht um Schuldzuweisungen. Nichts hat meinen Weg gekreuzt, was meine Lebenswahrnehmung und Belastung zutreffender beschreibt. Mein Anliegen ist lediglich getragen von dem Wunsch, dass Ihr besser verstehen könnt, warum der Kontakt zu Euch und meinen Schwestern mir so schwer fällt und weh tut. Ich möcht keinen Unfrieden. Ich wünsche mir für meine Situation Interesse und Verständnis.
    Ihr sollt wissen nicht jede Passage des Buches beziehe ich auf mich. So kann ich Euch nur bitten es nicht empört von Euch zu weisen, wenn Ihr eine solche lest, denn es beschreibt dem Grunde nach wie es mir seit Kleinkind an erging und zum Teil noch geht. Solltet Ihr das Buch lesen, könnt Ihr gerne eventuelle Nachfragen an mich richten. …“

    Ich wünsche Ihnen und allen Mitlesern einen angenehmen Einstieg ins Jahr 2016!

    Katrin S. aus Berlin

  2. Roswitha sagt:

    Liebe Katrin, ein Buch der Familie schicken? Ich möchte hier nicht Besserwisser sein, aber dieses war unnötige Zeit, Energie und Geldverschwendung. Die( ihre Herkunftfam.) picken sich aus dem Buch nur das heraus was sie wollen -etwa den Teil mit der Goldmarie und Pechmarie. Ihre Peiniger werden sich bestimmt nicht wegen einem Buch aufhalten lassen.
    Ich wünsche Ihnen Liebe ohne Leiden! Es gibt diese Liebe – eben bloß wo anders.
    Tschüss 🙂

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Das Buch „Das schwarze Schaf“ wird sich wohl nur dem ganz erschließen, der eine Resonanz zu diesem Thema hat. Wem jedoch wirklich (!) an Klärung und vor allem an der Beziehung liegt, der wird es trotzdem lesen und versuchen, sich in den anderen hineinzuversetzen, um ihn zu verstehen. Meine Erfahrung ist leider, dass je mehr mir bewusst wird, warum die Verhältnisse so sind und ich dies kommunizieren möchte (meine Wirklichkeit), umso mehr nimmt das Interesse von der Gegenseite ab, denn es ist (vermutlich) zu mühsam, anstrengend und passt so gar nicht zum Selbstbild. Einfacher ist es, den anderen als „spinnert“ hinzustellen. Zu viel stünde für die anderen auf dem Spiel, wenn sie den Ausgegrenzten ernst nähmen. Die Chance zu eigener Entwicklung und Selbsterkenntnis sehen sie nicht, solange das eigene Leben irgendwie funktioniert. Einen Versuch ist es wert, doch sollte man sich nicht allzu viel erhoffen.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Am Silvesterabend fühlte ich mich in diesem Jahr so richtig alleine und verlassen – so der Gipfel von „ich bin ganz alleine in der Welt“. (Ohne dass dies auf äußere Umstände zurückzuführen wäre) Warum es dieses Jahr so krass war, kann ich nicht wirklich sagen. Vielleicht hat es aber etwas zu tun mit einem Jahr intensiver Beschäftigung mit der Rolle „Schwarzes Schaf“. Vorher war mir noch gar nicht so bewusst, dass es eine Rolle ist, die nicht wirklich was mit mir zu tun hat. Auf alle Fälle dachte ich „So kann es nicht weitergehen im nächsten Jahr“. Und dann hatte ich in der Nacht einen völlig gegenteiligen Traum voll Harmonie und Geborgenheit. So bin ich im Jahr 2016 in einer Wolke von Wohlgefühl aufgewacht. Da ist mir klar geworden, dass diese Reise im Innern stattfindet, nicht im Außen – ein Annähern an die Wirklichkeit unabhängig von äußeren Umständen. Das Außen ändert nichts am Innen, zumindest nichts Wesentliches.
        Allen „Schwarzen Schafen“ wünsche ich ein gutes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2016!

  3. cindy sagt:

    Hallo osterhasebiene,

    was das Buch „Das schwarze Schaf“ angeht, bin ich ganz Deiner Meinung – es wäre ein zu schöner Traum, wenn unsere Herkunftsfamilien wirklich Interesse an diesem Buch hätten…
    Lange Zeit bevor ich das Buch gelesen hatte und mir nicht so bewusst war, dass auch ich (wie meine Tante) ein schwarzes Schaf in meiner Herkunftsfamilie bin, habe ich immer wieder versucht, auf die Missstände, die in dieser Familie herrschen, aufmerksam zu machen, mit dem Ergebnis, dass es immer nur Streit gab – von Einsicht bei den anderen keine Spur und ich war wie immer mal wieder die Böse…
    Als die Geschichte wegen des Gerichtsganges meiner „Eltern“ eskalierte, habe ich versucht, dem Rest der Familie auch mal meine Seite darzustellen, doch das wurde überhaupt nicht mehr zugelassen, stattdessen kam eine Facebook-Nachricht meiner Cousine, in der sie mich auch noch als „krank“, sozusagen auch als „spinnert“ bezeichnet hat… An der Stelle habe ich es aufgegeben, irgendeinem von denen nochmal irgendetwas zu erklären und ich fürchte, auch dieses gute Buch würde daran nichts ändern, denn über sich selbst nachdenken ist anstrengend, man könnte sein Gesicht dabei verlieren und warum sollte man es auch tun, wenn es einem selbst (zumindest scheinbar) trotz oder vielleicht gerade wegen seines Verhaltens gut geht?!

  4. Justina sagt:

    Weihnachten war und ist kein Fest, nachdem ich mich sehne. Zuviel Negativ-Erinnerungen sind damit verbunden. Die einzige Ausnahme waren die Weihnachten, als unsere Kinder noch klein waren und sich freuen konnten. Beginnend mit einer Vorbereitung auf die Bescherung mit einem Weihnachtsapfelessen auf dem Schlitten im Wald etc. Danach war es nur noch durchzuhaltende Pflicht. Dieses Jahr war es besonders schlimm. Es waren keinerlei äußere Umstände, die für meinen schlechten Seelenzustand verantwortlich waren. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es die Tatsache, daß ich mich zum einen -seit ich dieses Forum kenne- mehr nach Außen öffne, weil ich hier auf Gleichgesinnte treffe. Zum anderen birgt diese Öffnung auch Angreifbarkeit, auch wenn gesagt wird, daß Adressen und damit Postings nicht weitergegeben werden.
    Ich möchte noch denen, die für eine Kontaktaufnahme mit ihrer Ursprungsfamilie plädieren, meinen Standpunkt mitteilen: Es funktioniert NICHT. Ich habe vor Jahren meinem Vater ein Buch geschickt – ich erwähnte es schon einmal in dieser Runde : „Wenn Du lächelst, bist Du schöner.“
    Die Reaktion meines Vaters war, daß wir darüber unbedingt diskutieren müssen. Wenn wir uns dann treffen, müsse ich aber auf meine Geschwister Rücksicht nehmen. Meine ältere Schwester im Gegensatz zu uns im Ruhestand, mein jüngerer Bruder, das Goldkind, redete mit aus einem nichtigen Grund, den ICH NICHT verursacht habe, seit 25 Jahren kein Wort (er hat uns nichte einmal bei der Beerdigung unserer Mutter vor ein paar Jahren gegrüßt). Also: Das alte Familienmodell frisch aufgepeppt, und mein Vater hätte als Möchte-Gern-Pascha es endlich geschafft, mich aus meinem schlechten Verhalten herauszuholenund mich in seine so toll funktionierende Familie wieder zu integrieren.
    Nach der Beerdigung meiner Mutter wollte uns mein Vater in mein altes Elternhaus einladen, die gleiche Szenerie wie gehabt. Es GEHT NICHT. Ich würde immer und immer eine Carte blanche ausgeben, ohne jemals etwas zurückzubekommen. Wir Schwarzen Schafe sind nicht dazu da, Vorleistungen zu erbringen, für die sie nichts bekommen oder dann wieder einen Arschtritt.
    Auch die Idee, der Ursprungsfamilie das Buch vo Herrn Teuschel zu schenken mit der Bitte um Rückmeldung, bringt nichts, aus oben dargelegten Gründen. Meine Erfahrung ist, daß man mit Menschen über oben angesprochene Punkte diskutieren muß, nichts aber auch gar nichts erreicht (mit Ausnahme von theoretischen wissenschaftl. Fragestellungen), und die Menschen mit denen man dies diskutieren könnte, die brauchen das gar nicht, weil sie sensibel genug sind und dies schlechten Verhaltensweisen gar nicht an den Tag legen.
    Eine Frage hätte ich momentan noch: Wie geht es den anderen schwarzen Schafen mit anderen Problemen oder anstehenden Fragestellungen? Sehen sie auch die Gefahr, daß diese Probleme unter dem Label „Schwarze Schafe subsumiert werden“ und man für diese Probleme möglicherweise nicht schlagfertig oder reaktionsschnell genug ist. Justina

  5. cindy sagt:

    Liebe Justina,

    schwarze Schafe leiden meist darunter, dass ihnen bereits als Kind nicht die Liebe und Aufmerksamkeit gegeben wurde, die sie doch so dringend gebraucht hätten! Das kann meiner Meinung nach fatale Folgen für das ganze restliche Leben haben, sofern unser inneres Kind auch später keinen Frieden findet…
    Ich frage mich, warum bei mir immer wieder Freundschaften und Beziehungen auseinandergehen und ich denke mir, dass es einfach daran liegt, dass ich mir anscheinend immer wieder die falschen Leute aussuche… Wie kann ich auch einen Menschen erkennen, der mich wirklich liebt?!

  6. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Cindy, das ist das Problem. Ohne richtige Selbsterkenntnis gerät das Schwarze Schaf immer in den „falschen“ Film. Nach einiger Zeit (zuerst ist man ja froh überhaupt irgendwo aufgenommen zu werden) erkennt es, dass das gar nicht wirklich passt. Immer überwiegt am Anfang die Verlockung endlich dazuzugehören, aber mit dem Grundgefühl, dass man irgendwie „falsch“ ist, gerät man auch immer wieder an das Falsche. So sucht man immer weiter, doch leider zu oft im Außen statt im Innen.(Das Muster oder Gefängnis – ich nenne es „Missbrauchs-Falle“ – nimmt das schwarze Schaf überall mit hin) Ich glaube, die Wende gelingt, wenn man endlich erkennt, dass man genau richtig ist, wie man ist (innere Freiheit). Es ist wichtig, die richtige Rolle zu finden und die „falsche“ abzulegen. Ablegen heißt aber verstehen, wozu sie genutzt hat (oft, um dazuzugehören). Und dann aufhören mit dem Falschparken!

    • cindy sagt:

      Osterhasebiene, da ist was dran! Auf der einen Seite habe ich anfangs immer wieder versucht, mich anzupassen, hat aber irgendwie nicht funktioniert… Irgendwann wurde ich dann wieder rebellisch und das Rebellischsein war meine Rolle in meiner Herkunftsfamilie, anders hätte ich dort und auch woanders vermutlich überhaupt nicht überlebt…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das Rebellischsein hat in Deinem Fall mal geschützt und genutzt, ist auf Dauer aber extrem anstrengend…

        • cindy sagt:

          Osterhasebiene, das stimmt, aber wenn ich mich im Leben mal nicht gewehrt habe, wurde ich bis jetzt immer nur ausgenutzt… Mir wurde auch im späteren Leben nichts geschenkt – z.B. musste ich selbst um meine ältere Tochter zu bekommen wegen der Unfruchtbarkeit meines Mannes zig anstrengende Kinderwunschbehandlungen über mich ergehen lassen…
          Immer gerate ich an die falschen Leute und ich bin es so leid, mich ständig entweder durchsetzen zu müssen oder den Kürzeren zu ziehen…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Cindy, ich verstehe das wirklich sehr gut! Mir ging´s da nicht so viel anders. Deshalb denke ich auch, dass es Zeit ist, umzudenken…Die richtigen Leute sind da, aber man „sieht“ sie oft nicht. Die vielen freundlichen, netten und zugewandten, warum nehmen wir nicht die? Und vor allem, warum sind wir nicht nett und freundlich zu uns selbst? Der „ewige“ Widerstand hat mich nur an den Rand des Burnout geführt, mich meinem Leben und Zielen aber keinen Schritt nicht näher gebracht. Ich möchte meine Energie nicht mehr verschwenden, deshalb lasse ich die anderen einfach so wie sie sind. Sie werden auch ohne uns klarkommen.

            • cindy sagt:

              Deshalb habe ich mich mittlerweile nicht nur von meiner Herkunftsfamilie, sondern auch von anderen „Freunden“ getrennt… Ich glaube mittlerweile, dass nur noch meine Kinder wirkliche Liebe zu mir empfinden, auch wenn sie manchmal etwas zickig sind, aber das gehört wohl dazu…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Alles hat seine Zeit. Ich bin wohl auch ein paar Jährchen älter als Du, daher wage ich zu behaupten, was oft zu gern verdrängt wird (hab ich auch gemacht!): Die Kinder werden groß und selbständig (zum Glück!) und verlassen irgendwann die Familie. Sie stellen kritische Fragen, erkennen Defizite, machen Vorwürfe und (natürlich) lieben sie einen immer noch, aber nicht mehr bedingungslos. Das ist auch richtig so. Was ich damit sagen möchte: persönliche Probleme, die ein paar Jahre auf Eis lagen, kehren wieder zurück. Sie haben sich nicht in Wohlgefallen aufgelöst. Ich denke, dann beginnt erst die Zeit der echten Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit. Die Kinder wirklich gehen zu lassen und sie auf ihrem ganz eigenen Weg zu unterstützen ist eine der größten Herausforderungen im Leben. Das ist meine Erfahrung. Sie tun oft das, was man selbst nicht gewagt hat und das kann schmerzlich sein (auch wenn man unendlich stolz auf sie ist). Dann beginnt die Zeit der eigenen Neuorientierung. Mehr oder weniger wird man gezwungen nun reinen Tisch zu machen. Je früher das bewusst wird, umso leichter ist es später. Alles Gute, Cindy!

                • cindy sagt:

                  @osterhasebiene: Ich bin 45 Jahre alt und habe bereits eine Menge mitgemacht, auch nach meinen ersten Rausschmiss aus meinem „Elternhaus“ – Abitur trotzdem geschafft, Beamtenprüfung geschafft, Mobbing überlebt, zahlreiche Kinderwunschbehandlungen überstanden, 2x geschieden und mit Männern habe ich bis jetzt nur Pech gehabt… Bedingungslose Liebe kenne ich nicht und habe sie auch nie erwartet – für mich besteht echte Liebe aus gegenseitigem Geben und Nehmen, nur dass ich bei den Männern bis jetzt immer nur gegeben habe… Meine Kinder sind die einzigen, wo auch mal etwas zurückkommt und das genügt mir… Ebenso möchte ich mich auch nicht wie meine „Mutter“ total abhängig von einem Mann machen, denn auch der kann ganz schnell weg sein, ob durch Trennung oder Tod…

    • Roswitha sagt:

      Hallo liebe Schwarze Schafe. Die Eigenschaften von uns sind eigentlich nur erlernte Fähigkeiten um in einem Verkorksten Familien Wahnsinn uberleben zu können.
      Meine erlernte Fähigkeiten ist zum Beispiel;
      Ich kann wählen zwischen Antribslosogkeit – oder Selbstwirksamkeit
      In meiner Herkunftsfam wurde Selbstwirksamkeit als Waffe gegen mich selbst angewendet. Ihr kennt die Situationen doch auch- in denen ihr für Leistung oder Ideen und der Gleichen geschitstormt worden seid.
      In meiner Arbeitsstelle wurden aber meine Ideen oder kreative Anregungen verlangt.
      Was soll ich nun machen?
      Ich kann selbst entscheiden welche Fähigkeiten ich in welchem Umfeld nutzen kann.
      Liebe Schwarze Schafe erkennt doch eure Fähigkeiten die ihr erlernt habt nicht als Lasten sondern als eine Option.
      Tschüss

  7. maro sagt:

    Weihnachten ist eine besondere Zeit. Ganz sicher.
    Vor den Feiertagen bricht eine großstädtische Hektik aus. Geschenke kaufen, die letzten, oder doch noch einige mehr? Same procedure as every year …
    Die Noch-vor-Weihnachten-Pflichttermine werden in die unentspannte Atmosphäre gequetscht. Der Glühwein bei warmen Temperaturen und aufgegangenen Kirschblüten passt so gar nicht ins klassische Bild der Weihnachtszeit, das längst der Vergangenheit angehört. Trotzdem. Es gibt ihn. Egal wie warm es ist. Sentimentale Erinnerungen? Oder der Wunsch nach einem Glück, das es nur in weihnachtlichen und anderen Geschichten gibt?
    In den U-Bahnen stauen sich die Massen. Ungeduldiges heraus und herein an den Türen. Nichts besonderes. Es ist wie immer. An den Gesichtern hat sich auch nichts geändert. Ich suche nach den glänzenden Augen. Bei einem Hund habe ich sie gefunden. Selbst die Kinder liegen mit geschlossenen Augen im Kinderwagen, so reglos.
    Dann wird es stiller in den Straßen. Der 24. gehört jetzt denen, die kein Weihnachten feiern. Jedenfalls nicht an diesem Tag. Sie schlendern gelassen durch die leer gewordenen Straßen. Es gibt viel Platz. Sehr viel Platz. Schöne Momente, die auch ich geniesse.
    Blickwechsel.
    Das fehlende Weihnachten, ein Tag wie jeder andere. Die Stadt ist ausverkauft, die Menschen gegangen, die Papierkörbe voll. Ich „rieche den Braten“ hinter den geschlossenen Fenstern und freue mich hier zu sein, ohne ihn. Die Tage sind jetzt stiller. Im Wald ist es ruhig. Eine Begegnung. Er lächelt freundlich. Wir wissen um diese besondere Zeit.
    Ich bette die kostbaren Augenblicke in meine Gedanken ein, die lange bleiben werden. Das ist Weihnachten, jetzt und danach.

    Anderthalb Tage später wuselt es wieder in der Stadt.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      So ist es für die, die alte Rollen abgelegt haben, weil sie sehen, was (damals in der Kindheit) nicht gestimmt hat an Weihnachten und die Konsequenzen gezogen haben. Im Dazwischen blitzt oft auf, was sich „richtig“ anfühlt, das sind kostbare Momente…Worauf freuen wir uns noch wirklich? Wo sind wir zuhause? Oft fühlt es sich in der Familie gerade an Weihnachten so fremd an, wenn wieder mal alles nach Programm läuft, die Gefühle auf Nett-Sein programmiert sind…. Vielleicht sollten wir uns öfter den Luxus des Ausbrechens gönnen – auch wenn Tradition schön sein kann. Und da habe ich wirklich ganz wunderbare Erinnerungen (wir hatten tolle Weihnachten:))…trotz allem und vielleicht auch deshalb „muss“ es nicht endlos reproduziert werden und ist somit auch eine Folge des Erwachsen-Werdens, so dass Neues (und Nachhaltigeres) entstehen kann. Denn auch damals war Weihnachten nur eine kleine Auszeit vom unterschwelligen „Verdrängungs-Kampf“ in der Familie – eine kurzzeitige Familienzusammenführung. Diese Sentimentalitäten können einem lange nachhängen…

      • cindy sagt:

        Sobald solche sentimentale Erinnerungen an Weihnachten oder sonstige Familientreffen hochkommen, denke ich dann auch wieder an die Streits, die es dann auch immer wieder gab… Das macht es mir leichter, über die Trennung von der Herkunftsfamilie hinwegzukommen!!!!
        Immer wieder höre ich, dass es gerade an diesen Feiertagen doch besonders viele Streits gibt, da hockt man zusammen und Konflikte, die vorher bereits unterschwellig vorhanden waren, werden dann ausgetragen…

  8. maro sagt:

    Eine andere Weihnachtsgeschichte

    Es war ein weißes Weihnachten. So schön weiß. Der Schnee erstickte die lauten Geräusche, das Quietschen der Raser versickerte in der dicken Schicht. Lautlose Flocken glitzerten auf und purzelten zu den vielen anderen, die sich schon aneinander gekuschelt hatten. Der Tag endete und der Abend holte seine schönsten Sterne hervor. So schimmerten sie um die Wette mit dem Weiß zu meinen Füßen.
    Zwischen der Küchentür entwischte der Duft des Essens und verführte die Nase und den Kerzenschein, der tangogleiche Figuren vollzog. Ein Weihnachtstanz. Lächeln. Es war soweit. Jetzt nur noch alles auf den Tisch. Großes Lächeln. Genießen. Ganz langsam und lange. Ein Fest für ein schwarzes Schaf in bester Gesellschaft. Die Wolle glänzte und die Locken kringelten sich ineinander. Es war warm und das Holz knackte im Ofen. Gemütlich vergingen zeitlose Stunden eines nicht endenden Friedens. Heute hatte ich sorgenfrei. Ich öffnete die Tür für alles Wärmende. In dieser Nacht war alles richtig.
    Die Sterne winkten noch ein letztes Mal vor dem Schlafen gehen. Der Mond wollte sie in der nächsten Nacht wieder wecken.
    Und mich die Sonne.

  9. Sabine Q. sagt:

    Das Buch vom schwarzen Schaf zu versenden, wär natürlich auch einegute Idee. Meine Familie kriegt von mir aber die Lebensgeschichte eines Kuckuckskindes zugeschickt. Weil ich es mit korrigiert habe, weil ich selber ein KK bin und damit die wenigstens mal ansatzweise erfahren, wie man sich als Aussätziger fühlt. Und wenn sie es nicht begreifen, dann hab ich wenigstens versucht, ihnen meine innere Lage mal zu vermitteln. Alles wird gut, denn wir arbeiten daran, lach …

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