Werden schwarze Schafe grau?

Eine meiner Patientinnen in fortgeschrittenem Alter hat mich vor ein paar Tagen im Spaß gefragt, ob eigentlich schwarze Schafe im Alter ergrauen.

Ich wusste es nicht.

Im engeren Praxisumfeld gab es lediglich noch Berichte über eine teilergraute Katze, die früher ein schwarzes Fell gehabt hatte.

Ich habe bisher noch nie darüber nachgedacht, finde die Frage aber spannend.

Also: Weiß das jemand, ob Schafe mit schwarzem Fell im Alter grau werden? Gibt es  vielleicht einen entsprechenden link zu einer verlässlichen Quelle?

schwarzes schaf

In jungen Jahren ist es schwarz, aber wie sieht das im Alter aus?

Peter Teuschel

Bild: ©Jens Klingebiel (fotolia.de)

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26 Kommentare zu Werden schwarze Schafe grau?

  1. Onrebus sagt:

    Die Heidschnucke wird im zweiten Lebensjahr grau.
    Das heisst, die Lämmer werden schwarz geboren, und ergrauen dann langsam.
    Es ist eine Schafsrasse, die hauptsächlich in der Lüneburger Heide gehalten und gezüchtet wird.
    Vielleicht kann der Moderator hier den Link einführen:
    Wikipedia/Heidschnucke
    Viele Grüße
    Onrebus

  2. up.and.down sagt:

    Also, ich kenne graue Schwarze Schafe.
    Sogar Glatzen können sie kriegen. Und das nicht nur nach der Schur.

    Genauso gibt es schwule Schwarze Schafe (was meines Wissens hier auch noch nicht thematisiert wurde).
    Und schwule Schwarze Schafe mit Glatze. Dr. Teuschel kann das bestätigen.

  3. cindy sagt:

    Im übertragenen Sinne glaube ich schon, dass schwarze Schafe im Alter ergrauen, wenn diejenigen, die das schwarze Schaf in seine Lage gebracht haben, irgendwann nicht mehr leben und auch deren Nachkommen sich abgewendet haben…

  4. Sabine sagt:

    Verabschiedt euch von denen, die euch das Leben schwer gemacht und euch zum schwarzen Schaf abgestempelt haben. Dann könnt ihr auch in Ruhe alt und grau werden, lach …

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Das ist wohl wahr. Lange Zeit habe ich mir die Haare gefärbt. Jetzt nicht mehr.

      • Sabine sagt:

        Das lese ich gerne, denn mir gehts genauso. Man wird so unheimlich gelassen, sobald man die hinter sich lässt, die einen dereinst zum schwarzen Schaf abgestempelt haben. Und den rebellierenden Rest lässt man am besten mit reichlich Humor an sich abtropfen. Blanker Futterneid, denn natürlich passt es nicht ins familiäre Konzept, dass man keinen mehr hat, an dem man sämtlichen Frust auslassen kann. Wie kann das schwarze Schaf es auch wagen, sich von seiner Familie zu emanzipieren und zu distanzieren? Geht ja auch gar nicht, bringt ja die ganze familiäre Ordnung ins Wanken etc. Nur zu blöd, dass es den schwarzen Schafen danach meist blendend geht, aber selten denen, die zurückbleiben. Aber die mögen sich einen Sandsack kaufen und zukünftig da drauf hauen und das meine ich ernst! Denn die Verlierer der Partie sind nicht die schwarzen Schafe, sondern die, die Euch dazu gemacht haben. In diesem Sinne wünsche ich allen einen geschmeidgen und sonnigen Nachmittag!

        • Kuckuckstochter sagt:

          Ja genau liebe Sabine, wahre Worte. Mir geht es blendend seit dem ich mit dem schwarzen Schaf sein aufgehört habe!!! 🙂

  5. cindy sagt:

    Zu schade nur, dass ich durch den Kontaktabbruch zu meiner Ursprungsfamilie nicht mehr mitbekomme, ob es denen jetzt wirklich schlechter geht – jetzt, wo sie mich nicht mehr haben, dem sie ständig den schwarzen Peter zuschieben konnten…

    • Sophie sagt:

      Hi cindy,

      das finde ich durchaus verständlich und legitim so einen Gedanken zu haben.

      Wenn dem „zu schade nur“ der echte Wunsch folgt, es möge Ihnen genauso schlecht gehen wie mir, denke ich, hat man sich nur räumlich aber noch lange nicht emotional getrennt.

      Dann ist man auch ganz schnell bei den nächsten Gedanken: „‚Hetzen sie immer noch über mich?‘, ‚Hassen die Idioten mich immer noch so?‘, ‚Tut denen denn gar nichts leid?‘, ‚Jetzt sehen sie endlich mal, was sie mir immer angetan haben!‘, ‚Von mir aus sollen die doch ver… !'“

      Damit geht es einem auf Dauer auch nicht besser.
      Hilfreicher nach meiner Erfahrung ist, Ihnen von Herzen das Beste zu wünschen und sie mit aller Konsequenz aus dem Leben zu verbannen – unbedingt auch aus dem Kopf!!!

      Die erlittenen Verletzungen werden immer wieder hochkommen, sie sind ein Teil des Lebens, die niemand löschen kann.
      In den wenigsten Fällen kommt man zu dem Recht oder der Gerechtigkeit, die einem (vermeintlich) zusteht und die man sich solange gewünscht hat.

      Zu lernen, damit leben zu können, ohne dass es immer wie so weh tut und die Wut und der Hass einen auffrisst, das ist wirklich eine Kunst.

      Dafür gibt es Künstler, wie Herrn Dr. Teuschel, mit deren Hilfe man von Überlebens- zum Lebenskünster werden kann. ☺

      LG Sophie

      • Sabine sagt:

        Es ist als normal und legitim zu betrachten, dass ab und zu Gedanken an die Ursprungsfamilie aufkommen. Auch durchaus mal Rachegelüste oder das Mitbekommen wollen, wie sich deren familiäre Dynamik verschiebt. Alles nur allzu menschlich. Von Manchem halte ich dennoch zuviel verlangt, denen in gedanklicher Güte, Verzeihen und Demut begegnen zu können oder zu sollen. Das braucht Jahre des Abstands und des Vergessens. Auch bei kommen manchmal fiese Gedanken auf. Nicht, dass ich denen die Pest an den Hals wünsche, aber man möchte doch schon mal Mäuschen sein und mitbekommen können, wie es denen mit der Situation geht. Menschliche Neugier sozusagen, die einem die wohltuende Bestätigung liefern würde, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat. Dass sich deren innerfamiliäre Dynamik nach dem Wegfall des Schwarzen Schafes verschieben wird, ist unstrittig. Sich innerlich etwas schadenfroh zu fragen, wer denn den Posten geerbt haben möge, halte ich für seelische Eigenfürsorge und für psyhologisch angebracht. Netten Tag für alle leuchtenden Schafe!

        • Sophie sagt:

          Fragen kann man sich alles.

          „Von Manchem halte ich dennoch zuviel verlangt, denen in gedanklicher Güte, Verzeihen und Demut begegnen zu können oder zu sollen.“

          Was macht Mancher dann?

          Einem Menschen das Beste zu wünschen, schließt weder Vergessen, Verzeihen oder Vergebung ein.

          Wie oft sagen wir: „Machs gut“ und wir oft meinen wir das auch genau so?

          Das ist schon ein wörtlicher Anfang, um sich abzugrenzen.

        • Roswitha sagt:

          Ja, das geht mir genauso. Ich glaube, dass ich immer noch als Sündenbock herhalte auch wenn ich nicht mehr anwesend bin. (Man kann auch seine Unzulänglichkeiten durch lästern über nicht Anwesende aufwerten) Nur bin ich so froh wenn meine Exfam. merkt dass sie sich mit ihren Spiel nur noch selbst verletzen können und ich durch den Abstand geschützt bin.
          Der Kontaktabbruch tut meiner Seele gut.
          Das ist mir mehr wert, als die Neugier wie es weiter gegangen wehre. Was hab ich denn Großartiges verpasst? Neue Geschichten die mich ärgern? Psychische Gewalt?
          Ich stelle fest; Ich habe mich von einer Sekte getrennt bei der es nur ums Funktionieren geht. Was werden die jetzt machen? -Meine Funktion vermissen und Ängste haben selbst nicht mehr mit Hybris gefütterte zu werden.
          Oder sich weiter gegenseitig im Karussell drehen, zwischen Idealisierung und Abwertung. Ich bin raus und das ist super spitze klasse! !!!

          • cindy sagt:

            Der Kontaktabbruch mit meiner Exfamilie jährt sich im Herbst diesen Jahres – vielleicht ist es auch noch zu „frisch“, um da wirklich drüberzustehen…
            Zuviel haben sie mir in all den Jahren meines Lebens angetan und mit ihren Lügen auch noch andere Verwandte gegen mich aufgehetzt… Immer noch habe ich eine Mordswut im Bauch und werde ihnen wohl nie verzeihen können…

            • Sabine sagt:

              Liebe cindy, ja ein Jahr ist zu früh, um seine Wut zu verlieren und denen in Gedanken nicht mehr nachzuhängen. Bei mir sinds nach knapp 3 Jahren nur noch gelegentliche Gedanken. Und nach 2 Jahren hab ich der Truppe eine schriftliche Abrechnung geschickt, die sie sich kaum hinter den Spiegel gesteckt haben dürften. Reaktion offiziell Null, Intervention hintenrum reichlich. War nicht anders zu erwarten, da man seine Pappenheimer ja schliesslich kannte. Aber meine Post an die hat mir sehr gut getan. Das war ein gutes Ventil für all meine Wut und zum Teil auch Traurigkeit.

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Wut ist gut!! Sehr sehr gut. Sie gibt Ihnen die Kraft einen neuen Weg einzuschlagen. Und für die Schwarze-Schaf-Stelle findet sich bestimmt ein anderes (schwächeres) Opfer. So war es bei mir auch. Alles Gute.

              • cindy sagt:

                Danke euch, es tut gut, zu lesen, dass ich hoffentlich auf dem richtigen Weg bin und dass man doch irgendwann darüber hinwegkommt, auch wenn es dauern wird…

                • Sophie sagt:

                  Bist Du auf jeden Fall. Den ersten und wichtigsten Schritt hast Du getan; die nächsten, wenn sie am Anfang auch klein sein mögen, werden folgen.
                  Was über jahre kaputt gemacht wurde, lässt sich nicht so schnell reparieren.
                  Jeder hat sein eigenes Tempo, weil jeder andere Verletzungen und Voraussetzungen zur Verarbeitung und Heilung hat.
                  Schenke Dir selbst die Geduld, lass Dich von Zweifeln, Rückschlagen und negativen Gefühlen nicht auffressen.
                  Du schaffst das!
                  Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg.

                • maro sagt:

                  Kraft, Durchhaltevermögen und eine gute Beziehung zur helfenden Vertrauensperson, die mit durch die schweren Täler geht wünsche ich auf diesem schmerzlichen Weg.

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Im Nachhinein kommt es mir so vor, als wäre ich einer Sekte entkommen. Ich fühle mich wieder als Mensch und nicht als Tier in einer Treibjagd. Was hatte ich für Selbstzweifel…Es hat jede Mühe gelohnt. Und wenn auch spät, der Erfolg kommt. Man muss den Frosch richtig an die Wand knallen, wenn man Königin werden will. Es hat sich ausschikaniert!

                • Sabine sagt:

                  Wow, Kompliment, was für ein Kommentar. Den muss man sich ganz langsam und genussvoll auf der Zunge zergehen lassen. Man muss den Frosch richtig an die Wand knallen, wenn man Königin werden will – erste Sahne, meine Liebe. Den Spruch bewundere ich anerkennend und neidlos, supispitzenmässiggrandios!!

  6. Kiwi sagt:

    Hallo,

    ich bin ab Ende Juli im Land mit mehr Schafen als Einwohner und schau mal, ob ich ein graues entdecke 😉

  7. Sophie sagt:

    Man muss nicht umbedingt ein schwarzes Schaf sein, um sich auszugrenzen oder ausgegrenzt zu werden. Auch so kann man sehr grau werden

    http://www.focus.de/panorama/welt/tiere-verlorenes-schaf-chris-von-42-kilogramm-wolle-befreit_id_4921594.html

  8. Kiwi sagt:

    Hallo,

    leider habe ich kein graues Schaf in Neuseeland gesehen. Auf einer Schaffarm gab es neugeborene schwarze Lämmchen. Deren Eltern waren schwarz, allerdings mit braunem Fell.
    Auf Nachfrage erklärte der Farmer, dass die Sonne das Fell ausbleicht und dieses dann braun wird. Nach der Schur sind die Schafe aber wieder schwarz. Schwarze, bzw. braune Wolle ist aber nichts wert, also werden die schwarzen Schafe anderweitig verarbeitet.
    Fotografiert habe ich viele Schafe 😉

    Gruß, Kiwi

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