So wars im Nachtcafe …

Auf meinem Blog Schräglage habe ich einen kurzen Rückblick zu meiner Teilnahme am SWR Nachtcafe „Pulverfass Familie“ gepostet:

Als Psychokommentator-Sidekick im SWR Nachtcafe

 

Peter Teuschel

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267 Kommentare zu So wars im Nachtcafe …

  1. Sabine sagt:

    Unabhängig vom Inhalt liebe ich das niveauvolle Nachtcafe‘! Solch eine Qualität gibt es nur noch selten im heutigen Krawallfernsehen!

  2. cindy sagt:

    Das Schicksal der jungen Frau, die zwangsverheiratet wurde und das von dem jungen Mann, dessen Leben in seiner Herkunftsfamilie ein einziges Trauma war, haben mich sehr bewegt!
    Bei dem jungen Mann hätte mich interessiert, was aus seinen Geschwistern geworden ist, wie oder ob sie dieses Trauma überhaupt verarbeitet haben etc….

    Gut fand ich auch eine Aussage des Schlagersängers, der zugab, dass man gerade als der Ältere und Erfahrene „auch mal von seinem hohen Ross heruntersteigen“ sollte – leider musste ich schon oft die Erfahrung machen, dass sich die meisten Älteren gerade nicht klug und weise, sondern eher von stur und altersstarsinnig verhalten… Viele Ältere meinen, dass sie aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrungen mehr Rechte als die Jungen haben und sind daher auch fest davon überzeugt, dass ihr Verhalten richtig ist – meiner Meinung nach das Hauptproblem, warum viele Konflikte in Familien nicht gelöst werden können und einem schwarzen Schaf am Ende oft nur der Rückzug oder Kontaktabbruch bleibt…
    Der Schlagersänger ist für mich endlich mal einer der wenigen vernünftigen älteren Menschen und ich bin zuversichtlich, dass er seine Familie mit dieser Einstellung auch komplett wieder zusammenbringen kann!!!!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Der Schlagersänger hat mich in der Talk-Runde auch überzeugt, weil er -so scheint es- erkannt hat, dass man Menschen/Beziehungen nicht instrumentalisieren kann (ein Thema, das mich aus persönlichen Gründen besonders interessiert), man mit Demut mehr erreicht, sein Herz (nach schmerzvollen Erfahrungen/Trennungen) geöffnet hat und sein Erfolg darauf basiert, dass das er bereit ist, freiwillig Opfer zu bringen und sich in andere Menschen hineinversetzen kann. Ich glaube auch, dass diese Einstellung zum Glück führt.

      • Roswitha sagt:

        Ja, Osterhasenbiene langnase – das gefiel mir ebenfalls. Nur gab die Dame zu seiner Linken gleich den Vorwand, dass diese Demut eventuell ausgenutzt werden könnte.
        Nicht bereit – wegzusehen von der eigenen Eitelkeit – dort bleibt wohl alles beim Alten. Es wird voraussichtlich auch zu keiner Nähe kommen bei dieser Stigmatisierung der eigenen Kinder, welche sie ausschweifend erklärt und betont hatte. Anscheinend so erklärte sie, seien ihre Kinder Geldgeierig ohne gleichen. Darauf bedacht selbst als gut dazustehen und den Schwarzen Peter weiter zu geben, so sprach diese Mütter über ihre Situation. So werden diese Kinder zu zu Recht fern bleiben. Nach dem Prinzip; „Ich hasse dich, bleib bei mir. “ So funktioniert die Bindung nicht! Es geht bestimmt auch da nicht um Rache, sondern um das nach Außen sichtbar machen, was in den Emotionen im inneren der Beziehung ist. Wenn nun die wahre Natur und Seele ihrer Kinder vor dieser Mutter verborgen bleibet. Diese Erklärung der Mutter glaube ich nicht und verstehe ich nicht. Es kann doch nicht wirklich die Wahrheit sein, dass es dabei nur um Geld ging. Diese Erklärung klingt für mich zu oberflächlich.
        So sehe ich das.
        LG

        • cindy sagt:

          Roswitha, ich denke auch, dass es nicht einfach nur Geldgier ist, weshalb alle 4(!) Kinder nichts mehr mit der eigenen Mutter zu tun haben wollen – da steckt bestimmt noch etwas anderes dahinter, was die Dame wohl nicht preisgeben wollte oder konnte…
          Vielleicht ist eher sie selbst es, für die Geld das Wichtigste ist, war daher der Ansicht, viel Geld für die Kinder verdienen zu müssen und hatte deshalb keine Zeit mehr für sie… Vermutlich hat sie nicht erkannt, dass sich ihre Kinder viel eher Liebe, Verständnis und Zuneigung von ihrer Mutter gewünscht hätten…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Ja, Roswitha, da wird die Schuld für die Beziehungsstörung den Kindern in die Schuhe geschoben. Sie werden dann auch zu Recht fern bleiben. Von einer Einsicht der Dame habe ich auch nichts bemerken können. Schade. Irgendwie fast tragisch-komisch, sie bekommt genau das gespiegelt (Geldgier), was sie den Kindern vorhält. Ich glaube nicht, dass denen Geld das Wichtigste ist.
          LG

          • Roswitha sagt:

            Ja, es mag wohl stimmen, dass diese Kinder gutgläubig und mit Freuden, Geldgeschenke von der Mutter genommen haben. Welcher normale Mensch würde Geschenke von der eigenen Mutter ablehnen. Die haben nur das getan, was jeder tun würde wenn er von den eigenen Eltern Geld kriegt. Wenn sie es nicht gerne gegeben hätte, dann hätte sie es eben sein lassen sollen. Das liegt in ihrer Verantwortung! Sie muss ihre Grenzen stecken, und transparent auslegen, was sie gern gibt oder nicht. Die Kinder haben wohl nicht geahnt, dass dieses anschließend hinter ihrem Rücken zum Rufmord führt.
            Ich kann auch meinem Nachbarn Geld schenken und er würde es freudig nehmen – und ich könnte dann anschließend auch zum Fernsehen laufen und über ihn deshalb herziehen -weil er die Unverschämtheit hatte – und es angenommen habe- und ihn als Geldgierigen bezeichnen.
            Aber derjenige der soetwas nie selbst erlebt hat, erkennt die Zusammenhänge nicht.
            Alles was wir tun, sagen, annehmen usw. wird gegen uns verwendet. Man wird sozusagen selbst, als Waffe gegen sich selbst benutzt. Ebenso wurde auch mir anschließend alles zum Verhängnis, was auch ich gutgläubig angenommen hatte und dies wurde auch danach gegen mich ausgelegt.
            Ich habe gutgläubig vertrauliche Dinge an meine Mutter weiter gegeben die anschließend nicht vertraulich behandelt worden sind, und gegen mich verwendet wurden.
            Meine Geschwister hatten es auch nicht begriffen. Im Gegenteil; Sie hatten die Dogmen von meiner Mutter nach geplappert.
            „Hatte deine Mutter dir nicht dieses und jenes geholfen, getröstet, gegeben. …?“
            Ja, aber genau deshalb, weil diese Dinge mir zum Vorwurf ausgelegt werden- das ist doch der Missbrauch. Genau mit diesen Waffen werden die Autonomiebestrebungen bestraft. Selbst wenn ich mich noch tausende mal bei meinen Eltern bedankt hätte und sie gelobt hätte. Es hätte nicht gegolten. Weil es nicht sein durfte, dass ich schuldenfrei leben dürfte. Ich hatte doch nicht geahnt, dass ich diese Dinge wie einen unstillbaren Kredit zurück bezahlen muss, und deswegen der Sündenbock sein muss. Dabei ging es um Hilfe, die bei meiner Schwester Selbstverständlichkeit gegolten haben. (Auf Enkel aufpassen, beim Umzug helfen …) Mein Vertrauen ist gebrochen und dies zu Recht. Ich kann auch alle anderen verstehen, denen es genau so erging. Ich hab zwar verziehen, aber naiv möchte ich nicht wieder in die alten Muster zurück.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das freiwillig Gegebene als Bestrafung für Autonomiebestrebungen – das könnte sein. Das Gegebene wird vom Gebenden an unausgesprochen Bedingungen geknüpft. Somit ist es auch kein echtes Geschenk, sondern ein Geschäft. Als Kind durchschaut man das noch nicht. Ich finde es nicht mal verwerflich, wenn die Jungs das Geld nehmen, „danke“ sagen und ihrer Wege gehen, weil sie das Recht auf ihr eigenes Leben haben. Ich denke auch, dass diese Behandlung vielleicht für die Mutter eine gute Motivation werden könnte, um egoistischer im positiven Sinne zu werden, sich selbst besser wertzuschätzen
              und abzugrenzen. Eventuell kommen die Kinder zurück, wenn sie sehen, dass die Mutter besser für sich sorgen kann und dadurch auch selbstloser gibt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Söhne wegbleiben, weil sie große Schuldgefühle der Mutter gegenüber haben.

              • Roswitha sagt:

                Schuldgefühle, das kenne ich.
                Ich hab mich oft bedankt, umzwar für jede einzelne kleinste Gefälligkeit und in aller Form. Sogar manchmal mehrere Male, um ja sicher zu sein. So als ob man oft eine Handlung wiederholt (wie das überprüfen der Wasserhähne ob die wirklich ausgeschaltet währen) nur um wirklich sicher zu sein. Dieses Danke haben meine Eltern in diesem Moment, auch angenommen.
                Nur einen Tag später, sprechen sie mir Undank zu.
                Ich stand verwirrt da und dachte, gestern habe ich Danke gesagt und sie antworten; „Bitte, dass haben wir gerne getan. ,,
                Heute werfen sie mir Undankbarkeit vor.
                Was habe ich falsch gemacht?
                Ich fühlte mich verwirrt und schuldig.
                Da glaubte ich fast selber verrückt zu sein. Heute weiß ich, dass diese Form von Verwirrung, mit den Namen Gaslighting benannt wird.
                LG

              • cindy sagt:

                Liebe schwarze Mitschafe,

                von wegen Vorhaltung von Gefallen, die Eltern einem irgendwann mal getan haben, möchte ich hier mal einen an mich gerichteten Ausschnitt einer Mail meiner Erzeuger abdrucken, in dem ich wohl meinen Namen durch meinen Forennamen ersetzt und andere Namen abgekürzt habe. Die Mail kam von meinen Erzeugern, nachdem wir deren manipulative Anrufe an unsere Kinder unterbunden haben:

                „Damit aber nicht eine Schieflage übrigbleibt, möchte ich einige Tatsachen nicht unerwähnt lassen.
                Wir haben Cindy zweimal nach einem Streit mit D. abgeholt. Einmal vom …wohnheim und einmal von J. bei S.. Dabei fiel der Satz : Das werde ich euch nie vergessen.
                Bis zum Kennelernen von S. hast Du Deine gesamte Freizeit bei uns verbracht.
                Später haben wir Fliesen gelegt und Elektroleitungen verlegt. Dass dies eine Fehlinvestition war, konnten wir nicht wissen. Nach der Trennung haben wir viele IKEA-Möbel für Dich zusammengebaut.
                Auch dann hast Du eine Zeitlang bei uns gewohnt.
                Die kleinen finaziellen Hilfen später will ich nicht extra erwähnen.
                Zum Thema Karlshöhe : Offenbar hast Du ganz vergessen, dass wir zwei Jahre ohne Erfolg versucht
                haben, das Haus als Ferienwohnung zu vemieten. Auch die Vermietung anschließend war ein Miss-
                erfolg. Wir haben das Haus die ganze Zeit nur wegen Dir behalten.
                Ich hoffe, Ihr sagt L., dass IHR keinen Anruf unsererseits mrhr wollt.“

                Diese „Gefallen“ geschahen erst nach meiner Volljährigkeit, sind aber teilweise schon über 15(!) Jahre her… Hätte ich gewusst, das mir das alles so viele Jahre später noch auf’s Butterbrot geschmiert wird, dann hätte ich auf deren „Hilfen“ liebend gerne verzichtet und wäre damals auch nach der Trennung von meinem alkoholkranken und gewalttätigen Ehemann lieber mit meiner kleinen Tochter im Frauenhaus geblieben, als die um Hilfe zu bitten!!!!
                Man geht doch normalerweise davon aus, dass Eltern einem gerne helfen, besonders, wenn man in Not ist, aber das ist anscheinend lange nicht überall der Fall…!

                • Roswitha sagt:

                  Genau so ist es, liebe Cindy!
                  Ganz ehrlich; Wenn ich einmal in Not geraten würde, dann möchte ich lieber den grausamsten Freitod wählen- als auf verderben auf die Hilfe meiner Eltern angewiesen zu sein. Das wird aber nicht geschehen, weil ich andere Freunde hätte, die mir aus Liebe helfen würden. Meine Eltern würden mir helfen. Das ist keine Frage. Aber um welchen Preis? Und würde es dann um mich gehen oder nur um ihre Ehre? So wie es auch in der Bibel beschrieben wird “ 1Kor.13
                  …. Und wenn ich mein letztes Hemd verschenken und meinen Leib verbrennen würde, aber hätte die liebe nicht…“
                  Ich mag diese Stelle in de Bibel, weil sie das Problem genau auf den Punkt bringt.
                  Dort ist die Rede von Leuten, welche scheinbar alles richtig machen und schenken, geben, mit Engelszungen sprechen, helfen und glauben aber die Liebe nicht haben.
                  Ist dieser Paulus denn genau so verrückt wie wir? Der kritisiert diese grandiosen Menschen. Was bildet der sich ein? Was bilden wir uns ein? Haben denn nicht auch unsere Eltern so viel getan und geleistet und wir kritisieren, genau eben gleich wie dieser Paulus.
                  Und jetzt ohne Ironie;
                  Wir haben es genau gespürt, in unserem Herzen und Körper und sogar bis in die Haarspitze, was da nicht richtig lief.
                  Wir erkennen es einfach. Es ist das Selbe was auch dieser Paulus beschrieben hat und wir haben nicht Schuld daran.
                  LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Einerseits sind die Kinder die Hoffnungsträger der Eltern (und werden narzisstisch überbewertet), andererseits sollen sie ihnen eine (unausgesprochene) Last abnehmen oder einen Mangel ausgleichen – dafür bekommen sie
                  von den Eltern (fast jede) Unterstützung. Die Kinder sind aber total überfordert (weil sie gar nicht genau wissen, wie sie helfen sollen oder was die Eltern von ihnen fordern) und auf ihrem eigenen Weg behindert. Das führt zu Schuldgefühlen und Wut aufseiten der Kinder und zu Enttäuschung aufseiten der Eltern- könnte ich mir vorstellen. Die Kinder werden eher zu egoistischen Materialisten. (wie in dem Fall in der Talkrunde)
                  So passiert es, dass sie ihre Eltern im Alter und bei Krankheit nicht versorgen können oder wollen und die Gesellschaft (das überlastete Gesundheitssystem) diese Aufgabe übernehmen muss.
                  Ich habe hier aber auch schon ein paar Mal gelesen, dass Kinder eigentlich beklagen, dass die Eltern im Alter ihre Hilfe nicht annehmen wollen (weil sie eigenständig und finanziell abgesichert sind). Diese (narzisstischen?) Eltern nehmen den Kindern die Möglichkeit etwas von dem Gegebenen zurückzugeben. Das ist auch eine schlimme Zurückweisung.

  3. cindy sagt:

    Ja, Roswitha, den Korintherbrief von Paulus kenne ich sogar – ich habe ihn mal bei einer Hochzeit meines Ex-Schwagers in der Kirche vorgelesen und er ist allgemein gerade bei Hochzeiten sehr beliebt…
    Ohne Liebe zählt alles im Grunde nichts… Ein von meiner Tochter mit Liebe gemaltes Bild zählt mehr als die „Hilfe“ von Eltern, die dafür auf ewig Unterwerfung erwarten! Ich habe meine Erzeuger nicht oft um Hilfe gebeten, weil ich das irgendwo damals doch schon gespürt habe, dass die nicht aus Liebe Hilfe geben, sondern nur, weil sie dafür wieder irgendetwas von einem erwarten…

    • Roswitha sagt:

      Es gibt verschiedene Gefühlen und Erwartungen, die sich aus dem Brief deiner Eltern heraus lesen lassen, liebe Cindy.
      In intakten Beziehung gibt es zwischen den Liebenden einen Raum in dem jeder der beiden Gleichwertigen Menschen eine Toleranz verdient hat, dafür zu fühlen und zu sein und ein Recht auf Authentizität zu haben. Mit einer Selbstverständlichkei darf auch jeder der beiden Partner gekränkt sein oder seine schlechten Gefühle zeigen, falls der andere etwas unbewusst krankendes gesagt oder getan hat. Zur Empathie gehört die Toleranz für den „Kränkungsraum“ des andern, viel wichtiger als das Mitgefühl. In der Beziehung zwischen mir und meinen Eltern darf es nur meine Eltern geben, die das Recht für sich beanspruchen, einen „Krankungsraum“ zu haben.
      Dieses Vorrecht wird mit großer Gewalt verteidigt. Denn falls ich irgend welche Freiräume für mich erstreiten wollte, dann wäre dies schon eine Kränkung für meine Eltern.
      Dieses Recht haben sie mit Leistung und Aufopferung bezahlt.
      Schließlich habe ich nicht Leistung nachzuweisen. So einfach ist die ganze Logik ihres Denkens zu verstehen.
      Die Empathie und das Recht gehört in einer narzisstischen Familie demjenigen, auf wessen (vermeintlich) Hilfe/Leistung oder Wohlwollen die anderen angewiesen sind.
      LG

      • cindy sagt:

        Liebe Rosi, so ist es!
        Die Narzissten nehmen sich in der Familie Rechte heraus, die die anderen in ihren Augen nicht haben und sind der festen Überzeugung, sich diese auch „verdient“ zu haben – in meiner Herkunftsfamilie weniger aufgrund von Leistung als vielmehr durch die jahrzehntelange Unterwerfung vor meiner reichen Omi, vor der vor allem mein Erzeuger immer eine Faust in der Tasche gemacht hat, während er hinter ihrem Rücken über sie hergezogen ist… Das ist deren sogennannte „Diplomatie“, die ich natürlich nicht habe, weil ich es einfach widerlich finde, vorneherum vor Leuten Süßholz zu raspeln und denselben Leute dann hintenrum in den A…llerwertesten zu treten…! Und das alles nur wegen des lieben Geldes…
        Nach Omis Tod ist dieses ganze Geld und somit auch die Macht offiziell an meine Erzeugerin, in Wirklichkeit aber an meinen narzisstischen Erzeuger übergegangen, der sich jetzt noch umso mehr im Recht fühlt…
        Die Erwartung meines Erzeugers an die anderen Mitglieder der Familie ist klar: Seid nett zu mir, huldigt mir, klatscht zu allem, was ich tue, Beifall, denn schließlich habe ich das damals bei meiner Schwiegermutter auch so gemacht – jetzt bin ICH am Drücker, denn ICH habe jetzt die Kohle…!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Da gebe ich Euch beiden recht, so ist es leider, liebe Roswitha und cindy! Aufgrund von Opfer und Leistung die jemand (in der Familie) für irgendetwas/jemanden irgendwann erbracht hat, werden andere (in der Familie) entrechtet. Sie müssen Entschädigung „dafür“ leisten – so sehe ich das. Da könnte man tun und machen, was man will, so ist die Rolle: Das nehmen, was SIE einem zugestehen und keine eigenen Ansprüche stellen. Dieses Hierarchiegefälle ist immer da. Das ist sehr kränkend und macht krank! Ich weiß nicht, wie man da raus kommt, wie man sich Respekt verschafft, was man tun muss, um ernst genommen zu werden. Vielleicht geht es nur, wenn man das System wechselt (Menschen auf Augenhöhe findet) und Selbstachtung konsequent übt. In meiner Familie wurde ich (von drei narzisstischen Frauen) zur „Pflegerin“ bestimmt: erst die Mutter, dann die Schwiegermutter, die Kinder (was ich nicht zähle, aber auch sie werden schon als „potentielle“ Pflegerinnen gesehen, es wird noch geprüft, welche der beiden sich besser eignet), dann die älteren Schwestern, und alle die es nötig haben… – OHNE mich zu fragen, ob ich das möchte oder nicht!!! Ich bin Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und Heilpraktikerin! DIESE Zuweisung geht hauptsächlich von meiner Therapeuten-Schwester aus. Sie will mir beweisen, dass ich zu nichts anderem tauge, weil SIE das so bestimmt hat und es so für sinnvoll erachtet. Was ist das für eine Familie? Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich verrückt bin.

          PS Ich duze jetzt hier alle ausser von denen ich weiß, dass sie das nicht möchten (Herr Dr. Teuschel und maro). Das ist keine Respektlosigkeit oder Anbiederung. Ich finde es einfach angenehmer. Bitte sofort reklamieren, wenn es stört.
          LG

        • Roswitha sagt:

          Meine Eltern sind stets über alle Maßen über mich gekränkt. Sie sind gekränkt, wenn ich versuchen würde, es ihnen Recht zu machen -gleich wie ich mich auch tatsächlich kränktend verhalten würde. Es macht keinen Unterschied. Ich habe nichts zu verlieren. Ob ich nun den Kontakt abbreche oder jeden Tag Rosen vorbei bringen würde….Sie sprechen mir immer die Rolle des Sündenbocks – für ihre Sorgen zu.
          In meinem Empfinden ist ihre gerechte Gekränktheit -wergen meines Kontaktabbruches leichter zu verdauen, als ihre ungerechte Gekränktheit, über Dinge die ich an mir nicht ändern kann.
          Das bedeutet nicht, dass ich den Kontakt aus Rache abgebrochen hätte.
          In meinem Gefühl, empfinde ich ihre unbegründete chronische Gekränktheit als einen ungeheueren Schmerz, den ich nicht beschreiben kann. Wo hingegen der Schmerz ihrer Gekränktheit über meinen Kontaktabbruch für mein Rechtsempfinden vereinbar ist. Jetzt ist wenigstens ihre Gekränktheit gerecht. Manche nennen das Kontaktabbruch aus Selbstschutz vor schlechten Gefühlen. Meine Eltern selbst haben diesen Weg für sich gewählt.
          Es ist zu vergleichen, mit Menschen die unschuldig im Knast sitzen und dadurch mehr leiden – als Mensch die tatsächlich eine Tat begangen haben.
          LG

          • Roswitha sagt:

            Dabei sind meine Eltern schon darüber gekränkt, wenn ich mich nicht als ihren verlängerten Arm gebe. Sogar über ungelegte Eier wären sie gekränkt. Etwa ein Fehler meinerseits, der nur in ihrer Profezeihung vorausgesehen wird und den ich gar nicht begangen hab. (Zu vergleichen mit- gekränkten eifersüchtigen Ehemänner, welche beleidigt sind über das Fremdgehen der Frau. Obwohl die eigentlich nicht fremdgegangen ist, sondern nur mit dem Nachbarn ein aufregendes Gespräch geführt hatte)
            Mein Vater war zum Beispiel gekränkt weil er voraus profezeit hat, dass ich ihm einen Topfdeckel in meiner Schuseligkeit kaputt machen würde, obwohl der Deckel noch ganz war. Ich habe diesen Deckel lediglich benutzt. Natürlich kann dieses Verhalten bei anderen Eltern auch vorkommen. Etwa, wenn sie Angst haben, wenn die Kinder neue den Führerschein machen, dass nichts passiert. Bei meinen Eltern – ist die Besorgnis aber in übertriebener Ausprägung und entsprechend der Geschwisterhyrarchie verteilt.
            usw.
            Das Klima war stets beschattet mit ständiger, wenn auch ganz klein portionierten, Besorgnis über meine Fehler. Meine Mutter war mal darüber gekränkt, weil ich nicht empathisch auf ihre Depression eingegangen bin. Ich war im Grundschulalter, als sie ihren Zusammenbruch erlitt. Diesen Vorwurf gab sie mir erst kurz vor dem Kontaktabbruch.
            Meine Mutter war darüber gekränkt, weil ich ihr erzählt hatte, dass ich mir einen Organspendeausweis machen habe lassen. Schließlich sei es eine Frechheit, dass nicht sie als Mutter bestimmen dürfe, was mit meinen Organen, nach meinem eventuellen Tod passieren soll. Damals war ich auch schon längst volljährig.
            In ihrer gekränktheit warf sie mir auf den Kopf, dass ich diesen Ausweis aus Profitgier machen habe lassen. In Deutschland ist Organhandel verboten. Aber ihre Vorwürfe müssen nicht immer nachvollziehbar und logisch sein. Die können wahllos aus der Luft gegriffen werden. Meine Mutter ist sehr intelligent und das meine ich nicht ironisch. Sie hatte Diplomatie unter den Arbeitskollegen und wusste genau was sie zu ihrem Chef oder Kollegen sagen konnte um selbst angesehen zu sein -und als kompkompetent und kollegial zu gelten.
            Sie war auch schon einmal gekränkt, über mich; Ich hatte vorgeschlagen, dass meine Oma – für ein bis zwei Wochen in ein Krankenhaus kommen sollte. Denn es ist zu gefährlich eine Oma mit einem Knochenbruch allein in ihrer Wohnung zu lassen. Sie verdrehte meine Aussage und stellte sie so hin, als ob ich Oma zur Pflege abschieben lassen wollte.
            Sie wäre über alle meine Ideen gekränkt. Darüber könnte ich ein witziges Buch schreiben. Auf Hilfe könnte ich jedoch immer zählen. Sobald ich hilflos und frei von Stolz galt, konnte jedes Familienmitglied wie ein laufendes Uhrwerk – sein Wohlwollen beweisen. Alle würden sich vor Leistung und Behilflichkeit gegenseitig in den Schatten stellen wollen.( Weil auch dadurch die Hierarchie bestimmt wird. Dies ist zu vergleichen mit Rudelkämpfen von Wölfen) Sie hätten mir alle geholfen, wenn mein Partner mich mit einem Kind allein gelassen hätte….usw. Mit ernster Deprimiene hätte jeder mir ihr/sein letztes Hemd gegeben, darauf bedacht, dass alle anderen aus der Familie und Verwandtschaft es mitkriegen sollten
            und in der Hoffnung dadurch – selber mehr Wert zu sein -wenn man anderen hilft. Dadurch bekommt derjenige, mit einer Briefwaage fein portiertes, gewogenes Lob. Jedoch wäre in diesem Fall (wenn ich auf Hilfe angewiesen gewesen wäre), mein Kind nicht mein Kind gewesen und ich hätte es auch nicht nach meinen Ideen erziehen dürfen. Ja nicht einmal den Namen hätte ich selbst bestimmen dürfen. Sondern da hätte ich die Rolle eines Kindermädchens übernehmen müssen, die nach den Wünschen der Großeltern das Kind nur pflegen dürfte. Dieses hätte bis über sein Erwachsen werden, mit übertriebener Solidarität der Besitz der Großeltern sein müssen.
            In dieser fortlaufender Gekränkt- und Besorgtheit (Meine Mutter nannte mich sogar Sorgenkind) konnten auch Stigmatisierungen subtil vorgebracht werden. Jeder hier weiß was ich damit meine. Das brauche ich nicht zu erklären.
            … Hab wieder einmal viel geschrieben.
            Liebe Grüße

            • maro sagt:

              Das ist wirklich alles aufreibend, zermürbend und speziell als Kind dazu noch verwirrend und ängstigend. Das Stigma „schwieriges Kind“ ist eine schwere Last. Damit hat man dann lange zu kämpfen. Ich kann das alles sehr gut nachfühlen.

              • Roswitha sagt:

                Lieben Dank maro!
                Wenn man nur die äußere Schale und den reinen pragmatischen Wert meiner Eltern betrachten würde, dann wäre meine Familie ganz nett. Man müsste eigentlich „nur“ seine Emotionen und Gefühle weglassen.
                Meine Mutter hat Jahre im Berufsleben als Erzieherin gearbeitet und Methodik im Unterrichten und Erziehen erlernt. Man müsste wie schon gesagt, auf Emotionalität und die Beziehung verzichten und alles wäre perfekt. Erziehen kann sie gut aber Beziehung kann sie nicht. Ich weiß nicht, wie ich die verschiedenen Dinge zwischen ihrer Intelligenz und ihrer fehlenden Einfühlungsvermögen erklären soll.
                Zur Zeit gehe ich einmal in der Woche mit meinem Kind zur Ergo.
                Das hätte auch meine Mutter gewusst; Wie man einem Kind beibringt, einen Stift zu halten oder ein Gedicht zu lernen usw.
                Das eine funktionelle hat aber nichts mit wirklicher Nähe zu tun. Natürlich könnte sie auch in dieser Rolle, als Lehrerin nett zum Enkel sein.
                Ich habe nicht wirklich begriffen, wie ich mich, meiner Familie anpassen sollte.
                So überlegte ich, wie die Gespräche mit meinen Eltern funktionieren könnten. Würde ich mich einfach benehmen wie ein Navigationsystem und emotionslos und freundlich meinen errechneten Weg erklären und mich nicht ärgern und irritieren lassen. Ich sollte theoretisch einfach mit rurigem Ton meine Worte wiederholen und keine Wut, Scham …usw. fühlen. Das wäre doch eine Möglichkeit sich den Umständen anzupassen. Es gibt viele schlaue Menschen die Tips geben können, wie die nötige innere Distanz gelingen sollte. Kein Mensch kann mir aber erzählen, dass er selbst unkränkbar sei, im Umgang mit „Grandiosen“ und seine Emotionen absolut im Griff hätte ( wenn er ständig übergangen, zu seinem Nachteil mit anderen verglichen, ignoriert, nicht ernst genommen, belogen. ….usw. wird). Hinzu kommt noch, dass es nicht irgend welche Fremden sind, sondern die eigene Herkunft.
                „Alles ist so einfach ….. sich einfach versöhnen. …das kann doch kein Problem sein…. Deine Eltern haben so viel für dich getan. .. und was sie noch alles tun würden. .. sie sind doch so intelligent. …
                … so barmherzig, hilfsbereit…deine Eltern hatten ansehen bei Kollegen. ..wie kannst du nur so stur/kalt sein …. .“
                Diese Worte habe ich von Geschwister und Verwandtschaft gehört.
                Es ist aber auch nicht einfach – die Situation zu verstehen, wenn man nicht ähnliche Erlebnisse hatte – oder sich direkt in die Emotionen – hinein fühlen könnte.
                LG

                • maro sagt:

                  „Ich weiß nicht, wie ich die verschiedenen Dinge zwischen ihrer Intelligenz und ihrer fehlenden Einfühlungsvermögen erklären soll.“

                  Das finde ich auch schwer, Roswitha, weil es einfach nicht richtig zusammenpassen will. Ich finde es erschreckend, wenn Menschen Empathie fehlt. Sie wissen es vielleicht noch nicht mal, weil ihnen ja „offensichtlich“ nichts fehlt. Ich glaube, diese Menschen fühlen sich völlig normal. Sie sind intelligent, können ihre Fertigkeiten anwenden, haben Familie, Freunde, Einkommen. Wer nicht weiß, dass ihm etwas fehlt, wird nicht nach dem Fehlenden suchen. Denn es existiert ja nicht. Ganz im Gegenteil. Sie sehen die anderen, denen DAS nicht fehlt, als seltsam, komisch etc. an. Dann heisst es: Was haben die denn für Probleme? Warum sind die so seltsam? Was soll dieses „Theater“? usw. Dass dieses Theater eine Reaktion auf fehlende Wärme und Einfühlung in den anderen ist, ist ihnen vermutlich völlig fremd. Sie kennen das nicht. Sie besitzen keine Einfühlung in den anderen. Da ist ein „emotionales Loch“. Ein EinfühlungsUNvermögen. Rational und kalt werden verletzte Gefühle beim fühlenden Gegenüber abgehandelt. Es gibt kein MITgefühl, keine emotionale Wärme. Verletzte Gefühle kann man mit einfühlenden, wärmendem MITfühlen wieder trösten. Das ist auch körperlich spürbar. Das ist Nähe, Wärme, Liebe, Geborgenheit. Ich denke, diejenigen, denen das fehlt, können dies in der Tat nicht nachvollziehen. Es ist wie eine unsichtbare Amputation. Echte Nähe und Verbundenheit kennen sie vermutlich nicht.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Echte, ehrliche Anteilnahme und Mitgefühl sich selbst und anderen gegenüber braucht Raum (zwischen zwei Personen), einen Platz, es muss fließen und sich ausdehnen können. Der Emphatische darf selbst nicht Bettler sein. Die Person der das „Wasser bis zum Hals steht“ und die selbst ums Überleben kämpfen muss, wird dem anderen etwas nehmen (wollen). Dann wird der andere als Helfer und Retter missbraucht. Retten und helfen kann jeder nur sich selbst, auch in einer Therapie-Beziehung. Beistand hat eine ganz andere Qualität. Hier wird klar getrennt, was mein (zu mir gehörig) und dein (zu dir gehörig) ist. Keiner trägt des anderen Last, sondern der eine lernt vom anderen, wie er sich selbst helfen und verwirklichen kann. Und der wirklich emphatische Mensch freut sich über die Fortschritte des anderen, dessen Wohlbefinden und Eigenständigkeit. Er wird eine grundsätzlich optimistische Haltung einnehmen. So empfinde ich
                  Empathie. Empathie ist das Gegenteil von Projektion, sie entsteht, wenn Projektion aufgegeben wird.

                • cindy sagt:

                  Liebe Roswitha, das gleicht den Worten, die mir meine „liebe“ Kusine noch vor dem Gerichtsgang meiner Erzeuger gegen uns wegen Umgangsrecht mit meinen Kindern über Facebook geschrieben hat: „…Und ich werde auf jeden Fall zu deinen Eltern halten, denn wir wissen alle wie du bist, und ich denke deine Eltern haben nichts davon irgendwelche lügen zu erzählen.
                  Du kannst froh sein, solche Eltern zu haben, und dass deine Kinder so tolle Großeltern haben.
                  Überlege mal, was deine Eltern schon alles für dich (euch) getan haben.
                  Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man so hart sein kann, aber im Prinzip kann es mir ja auch egal sein, mir tun nur die Kinder leid, denn ich denke die leiden am meisten.“

                  Vorher habe ich mehrfach vergeblich versucht, diese Kusine telefonisch zu erreichen und alles zu erklären, denn ich war und bin mir bis heute sicher, dass meine Erzeuger den anderen in meiner Herkunftsfamilie nicht die ganze Wahrheit erzählt und dann auch noch einige Lügen dazu gedichtet haben!
                  Nach diesen netten Worten meiner Kusine war mir klar, dass diese Familie an der Wahrheit überhaupt nicht interessiert ist und habe seither nicht mehr versucht, einen Kontakt mit denen herzustellen.
                  Meiner anderen Schwarze-Schaf-Tante ist es fast 20 Jahre zuvor ähnlich ergangen, als sie nur ihren Mann verlassen hat – auch sie hat versucht, ihrer Schwester telefonisch zu erklären, was bei der Trennung wirklich abgelaufen ist und wurde von ihrer Schwester daraufhin dermaßen durch’s Telefon angebrüllt, dass sie „den Hörer 2 Meter entfernt halten musste, um keinen Hörschaden zu bekommen“…! Auch sie hat seither keinen Kontakt mehr zum Rest der Familie gesucht…

                  Die meisten Menschen in unseren Herkunftsfamilien können oder wollen die Wahrheit einfach nicht sehen – entweder, weil sie nur dem Geld hinterherlaufen oder sie sich auch mal Gedanken um sich selbst machen müssten oder auch beides… So was nennt man wohl Oberflächlichkeit und davon sind leider sehr viele Menschen betroffen…

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Da kann ich mich nur anschließen, liebe Roswitha. Diese kranke Angst, falsche Fürsorge und Hilfsbereitschaft kenne ich von meiner Therapeutenschwester zur genüge!!! Das schlimme für einen selbst ist, dass man irgendwie danach handelt (obwohl es einem immer lächerlich vorkommt), und sich tatsächlich hilflos benimmt. Vermutlich, weil man ihnen einen Gefallen tun und das eigene Gewissen beruhigen möchte: der Weg des geringsten Widerstands. Die Wahrheit ist, dass SIE es sind, die Hilfe brauchen! Meine Schwester hat mir zuletzt vorgeworfen, dass ich nicht mal für ihre Pflege tauge, weil ich ihre Bedürfnisse nicht richtig erkennen würde. Dann habe ich gesagt, ich wäre ihr gerne bei der Auswahl des Altenheims behilflich, da kenn ich mich ja schließlich aus. Als Kind und Jugendliche war ich mit ihrer Depression und den subtilen Vorwürfen (das Leben zu genießen) stets überfordert. Jetzt sucht sie den Kontakt zu meinen Kindern, immer mit der Aussicht auf große Erbschaft. Aber manchmal dämmert es ihr schon, dass hier irgendwas
              falsch gelaufen ist, vor allem, wenn nichts so funktioniert, wie sie sich das erträumt.
              Meine Lehrerin-Schwester hat mich immer ganz offen abgewertet und kritisiert und dadurch sich selbst aufgewertet nach dem Motto: Ich bin gut, du bist doof. Mein Bruder, von dem ich früher dachte, moralische Unterstützung zu bekommen, ist zum Frauen-Diener mutiert (die Mutter war vermutlich zu dominant). Lange Zeit habe ich Menschen in mein Leben gezogen, die mir ihre untertänigste Hilfe anbieten wollten (die sie aber in Wahrheit selbst benötigt hätten!!). Ich habe solche Menschen irgendwann für mich als „Hexe“ bezeichnet (wegen ihrer Fähigkeit zur Manipulation). Mittlerweile habe ich einen siebten Sinn für „Hexen“ entwickelt. Ich sehe vor allem ihre Hilfsbedürftigkeit. Die große Herausforderung ist, diese auszuhalten ohne das eigene Leben anzupassen.
              LG

              • Roswitha sagt:

                Ist wirklich interessant 🙂 liebe Osterhasenbiene langnase. Ich muss echt lachen. Das ist wirklich so, wie du es erklärst. Ich glaube das hab ich auch an mir beobachtet. Ich habe selbst eine Schuseligkeit entwickelt. Wenn nun mein Vater meint, dass ich als Teenager keinen Apfel mit dem Messer in der Helfte durchschneiden sollte, weil ich mich verletzen könnte und nicht ohne mit meiner Mutter Händchen zu halten die Straße überqueren dürfte. …usw.
                So entwickelt man irgendwie, um ihr zu gefallen oder ihr einen Gefallen zu tun – unbewusst wirklich eine Hilflosigkeit.
                Das nennt sich Rosenthaleffekt.
                Meine Mutter arbeitete in einer Einrichtung mit – geistig und körperlich behiderten Kinder und hat deren Handicap zu meiner Beschämung stets mit einer Intelligenz und Interaktion verglichen. Das nagte an meinem eigenen Selbstbewusstsein. Ich brauchte über 30 Jahre/und einen lieben Partner um da drüber zu stehen.
                LG

                • cindy sagt:

                  „Die sich selbst erfüllende Prophezeihung“ – das war es bei mir wohl auch… Vor allem meine Erzeuger haben mir immer wieder Eigenwilligkeit, Ungeschicklichkeit, Faulheit und Langsamkeit vorgeworfen – aufgrund dessen habe ich Zwangshandlungen entwickelt, die wohl versuchen sollten, meine vermeintliche Ungeschicklichkeit und Faulheit zu verbergen, denn wenn ich langsam arbeite, passiert mir kein Ungeschick und ich bin nicht faul, weil ich wenigstens etwas zustande gebracht habe… Nur wird man durch Zwangshandlungen meist noch langsamer…

              • cindy sagt:

                Zitat von Roswitha: „Ich weiß nicht, wie ich die verschiedenen Dinge zwischen ihrer Intelligenz und ihrer fehlenden Einfühlungsvermögen erklären soll.“

                Es gibt nicht nur diese allgemeinhin bekannte intellektuelle Intelligenz, sondern auch noch eine sog. „emotionale oder auch soziale Intelligenz“, von der viele „normale“ Intelligente nicht viel besitzen…
                Diesen Begriff hörte ich ausgerechnet und kurioserweise zum ersten mal aus dem Mund meiner Erzeugerin, obwohl diese sich nun überhaupt nicht so emotional oder sozial intelligent verhält…
                Wahrscheinlich liegt es daran, dass auch sie als Co-Narzisstin viel zu verblendet ist, um das mal zu erkennen – wie sonst kann ich mir und meinen Kindern erklären, dass wir auch ihr jetzt so völlig egal sind?!
                Ich glaube, dass meine Erzeugerin im Grunde gar nicht so böse ist, sie aber dermaßen im Bann ihres narzisstischen Ehemannes steht, dass sie vermutlich gar nicht mehr anders KANN…!

            • cindy sagt:

              Liebe osterhasebiene langnase, liebe Roswitha,

              im Prinzip ist die Sache klar: Wir haben nur eine Chance, aus dem Dilemma mit unseren Herkunftsfamilien herauszukommen: Abgrenzung und am besten Kontaktabbruch!
              In allen unseren Herkunftsfamilien sind Narzissten im Spiel und Narzissten brauchen Opfer, Menschen, die sie erniedrigen und auf denen sie herumhacken können! Sobald man irgendwie im Kontakt mit Narzissten steht, ist die Gefahr sofort da, in die Opferrolle hineinzufallen! An uns schwarzen Schafen selbst liegt es, ob wir diese Opferrolle weiterhin einnehmen oder uns zu unserem eigenen Wohl distanzieren – das hat mit Rache überhaupt nichts zu tun…!

              • Roswitha sagt:

                Oooh ja!
                Weshalb meine Mutter mich zu meinem Nachteil mit ihren Schützlingen an ihrem Arbeitsplatz verglichen hatte, kann ich genau erahnen.
                In dieser Einrichtung hatten die Kinder am Vormittag Schulunterricht. Dabei bekam die Sonderschullehrerin die Gruppenleitung. Am Nachmittag durfte die Lehrerin Feierabend machen und es kam eine Kinderpflege als Unterstützung hinzu. Dann hatte meine Mutter (Erzieherin) die Gruppenleitung.
                Meine Mutter hatte den ganzen Tag die Kinder im Blick und konnte somit erklären wie sich die Kinder benehmen und entwickeln.
                Ganz zu ihrer Kränkung, durfte jedoch die Lehrerin mit den Eltern Entwicklungsgespräche führen. Mit Wut, erzählte meine Mutter – wie die Eltern der Kinder nur die Lehrerin mit Fragen und Anregungen im Fokus hatten. Sie wurde nicht um Rat gefragt. Sie durfte – obwohl sie die Kinder den ganzen Tag über hatte- bei den Gesprächen nur dabei stehen und wurde wenig ernst genommen.
                Tja – dann muss ihre Kränkung darüber irgendwie ein anderes Ventil bekommen.
                Das ist meine Vermutung
                LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  WEN oder WAS sehen sie in uns? An WAS erinnern wir sie? Mit welcher Eigenschaft von uns haben sie schon mal (in der Kindheit?) negative Erfahrung gemacht? Ist es die eigene Mutter, die ihre Bedürfnisse nicht gesehen hat, die nicht da war, die sie abgewertet hat, verachtet hat….?
                  Ich denke schon! Meine Therapeutenschwester sieht in mir DIE Mutter, die ihre Bedürfnisse jetzt erfüllen soll, weil das ihr gutes Recht ist. (das ist die Realitätsverzerrung). Meine Lehrerinschwester sieht in mir DIE Mutter, die sie abgewertet hat und nun kann sie es endlich (ganz legal) zurückgeben, mein Bruder sieht in mir DIE Mutter, die ihn nichts gelten hat lassen und zeigt mir, wie Frauen sein sollen (Prinzessin, der der Mann jeden Wunsch erfüllt und sie ist glücklich bis an ihr Ende).
                  Was habe ich real damit zu tun? NICHTS Was bin ich schuldig? NICHTS Was habe ich getan? NICHTS Was kann ich dagegen tun? NICHTS – solange nicht die Einsicht von deren Seite besteht, dass sie auf dem falschen Pfad wandeln. Ich habe nicht (mehr) vor, mich zu opfern und mich als Projektionsfläche zur Verfügung zu stellen.
                  Wahre Empathie (für sich selbst und andere) entsteht durch Selbstliebe und -fürsorge und Rachegedanken lösen sich auf.
                  LG

                • Roswitha sagt:

                  Liebe Oberhausenbiene langnase, wir sind einfach da und das ist alles. So wie auch unsere Großeltern/Eltern/Geschwister ebenfalls traumatisierende Erfahrungen machen mussten.
                  Als Erklärung hilft mir das Gleichnis von den Arbeitern am Weinberg. MATTHÄUS 20 – aus meinem schlauen Buch.
                  Da sind die Arbeiter, welche nicht nach Leistung sondern nach ihren Bedürfnissen belohnt werden.
                  Für mich gilt nicht nur die übliche Deutung aus Wikipedia, für dieses Gleichnis – sondern ich habe noch eine weitere Deutung.
                  Die Arbeiter, welche den ganzen Tag der Hitze und Anstrengung ausgesetzt wurden, sind unsere Großeltern. Sie haben die Kriegserlebnisse im vollen Umfang erlebt. Dann kamen unsere Eltern. Sie sind die Arbeiter, welche zum Mittag arbeiten mussten. Sie mussten mit ihren abwesenden traumatisierten Eltern zurecht kommen.
                  Dann kamen die Arbeiter zur letzten Stunde. Das sind wir Kriegsenkel.
                  Im Gleichnis wurden die Arbeiter gleichwertig behandelt und jeder bekam den selben Lohn. Hier kam die Bitterkeit zum Ausdruck. Die Arbeiter welche am meisten gearbeitet haben, beschwerten sich. (Da wird der emotionale Seelenraub beschrieben)
                  Die Gerechtigkeit des Weinbergbesitzers, welcher das ganze System wieder gerade rückt und diejenigen, welche nur eine Stunde arbeiten mussten wieder die Würde gibt, in dem er sie nach vorne rückt. Ich liebe dieses Gleichnis.
                  LG

                • cindy sagt:

                  Bei Psychologen, Lehrern und Erziehern ist es nicht selten so, dass sie in ihrem Beruf sogar recht erfolgreich sind, jedoch mit ihren eigenen Kindern nicht klarkommen – ich selbst war in Mathe nicht gut, obwohl mein Erzeuger Mathelehrer war und einem Kollegen meines Erzeugers erging es wohl ebenso…
                  Ich habe von Psychologen gehört, deren eigene Kinder abgedreht und auf die schiefe Bahn geraten sind oder von Schreinern, deren Holzmöbel zuhause schon seit langer Zeit dringend reparaturbedürftig sind – im Beruf geben sie oft alles, während für das Privatleben dann anscheinend nichts mehr übrigbleibt…

  4. cindy sagt:

    Meine Großmutter hat stets versucht, ihre Tochter auf eigene Beine zu bringen, hat sie für ein Jahr auf ein Internat geschickt, nach dem Abschluss der 10. Klasse kam sie auf eine Haushaltsschule, später auf eine Sprachenschule, dass sie wenigstens mal eine Berufsausbildung machen konnte, die sie dann aber wegen der Schwangerschaft mit mir abbrach… Angeblich wurde die Haushaltsführung meiner Erzeugerin auch ständig von meiner Großmutter kritisiert… Leider wurde meine bequeme Erzeugerin wiederum von ihrem Vater sehr verwöhnt…
    Mein Erzeuger wiederum hat seine Schwiegermutter gehasst, weil sie sich seiner Meinung nach zu sehr in deren Leben einmischte, denn schließlich gehörte dieses Goldvögelchen ja nun IHM… Aber wegen des Vermögens der Schwiegereltern hat er jahrzehntelang eine Faust in der Tasche gemacht…
    Und dann kam ICH, die ihrer Großmutter auch noch so ähnlich ist und damit endlich die Gelegenheit, die Faust aus der Tasche zu nehmen und die angestaute Wut an jemandem auszulassen – so einfach ist das!!!!

    • Roswitha sagt:

      Liebe cindy, ob es ums liebe Geld ging oder um Kränkung. Eines bleibt immer das Selbe; Der größte Verdruss ist die verdammte Heuchelei.
      Auch kluge Köpfe und Menschen in hohen Ämter und Lehrer, Dichter, Erzieher, Psychologen und Philosophen könnten davon betroffen sein.
      Ich will jetzt nicht nerven, wenn ich immer wieder ein bestimmtes Buch zitiere.
      Da hieß es auch irgendwie;
      „Wehe ihr …… Ihr Heuchler. ….
      Selbst Huren und Söldner werden eher ins Himmelreich kommen. …“
      Da kann man was lernen in dieser Bibel. Man könnte auch sagen; Rang und Namen, sind nicht so wichtig – wie die Liebe.
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das Gleichnis vom Weinberg, liebe Roswitha, ist wirklich sehr gut und deine Deutung find ich auch ganz treffend. Ich habe das lange nicht verstanden und fand es ungerecht. Was ist Gerechtigkeit? Es scheint so, dass immer, wenn Menschen hier mitmischen und Gerechtigkeit verlangen, alles noch schlimmer und ungerechter wird (wie im Kommunismus). Wir sollten die Gerechtigkeit wirklich höheren Mächten oder Gott überlassen und alle Menschen gleich achten. Es ist nicht wichtig, wie viel jemand arbeitet, das macht keinen moralisch besseren Menschen, der mehr Rechte als ein anderer in Anspruch nehmen darf. Leider rechnen wir uns oft gegenseitig jede kleine Gefälligkeit auf und werten den anderen ab, der scheinbar weniger leistet. Niemand soll Herrschaft aus seiner Leistung ableiten. Wenn jeder für sein Tun Verantwortung übernehmen würde und das was er tut, aus freien Stücken und ganzem Herzen tun würde, wäre dieses Problem der Herrschaft vermutlich aus der Welt geschafft. LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Die meisten Menschen hinterfragen ihre Wahrheiten nicht, sie halten ihre Illusionen/Lügen für die Wahrheit. Wir leben in Parallelwelten. Einem anderen beweisen wollen, dass er lügt, ist kaum möglich. Ich sehe nur den Weg, selbst möglichst wahrhaftig zu sein und dadurch auf andere so zu wirken, dass sie ihre Wahrheiten aus eigenem Antrieb hinterfragen. Dafür muss man sich aber erst mal trauen, anders zu sein. Einer muss den Anfang machen. LG

      • cindy sagt:

        … Und Heuchelei ist für mich das Gegenteil von Liebe, denn wo geliebt wird, darf man die Wahrheit sagen!
        Genauso zeigt sich immer wieder, dass die allgemein bekannte Intelligenz (=intellektuelles Wissen) nicht unbedingt etwas mit der emotionalen Intelligenz (=Liebe) zu tun hat und manchmal schließen sie sich sogar aus – nicht umsonst wird oft gesagt „Genie und Wahnsinn liegen oft dicht beieinander!“

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Manchmal ist es gar nicht so kompliziert, liebe cindy. Nur eingestehen möchte man sich vieles nicht, weil es einem zu banal vorkommt und man selbst gerne wichtiger sein möchte, als man tatsächlich ist. Deshalb, denke ich, erfindet die Psyche auch so viele heldenhafte Geschichten über das Ich, um es aufzuwerten. Manchmal erinnert die Nase eines Menschen einfach an einen andere unangenehme Erfahrung mit einem ganz anderen Menschen und schon wird man zum Prügelknaben gemacht. Nur als Kind bezieht man alles auf sich, fühlt sich schuldig und meint, etwas falsch gemacht zu haben.

  5. cindy sagt:

    Das Gleichnis von den Arbeitern am Weinberg mag ich – ehrlich gesagt – überhaupt nicht… Ich finde es nicht o.k., wenn z.B. Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen als Männer oder sie auch wegen der Erziehung der Kinder nur halbtags oder gar nicht arbeiten können, deshalb auch weniger Rentenansprüche haben und somit in Zukunft auch stärker von der Altersarmut betroffen sein werden als die Männer…
    Beim Frisör bezahlen Frauen oft für den gleichen Aufwand mehr, ein Frauenhemd kostet in der Reinigung mehr als ein Männerhemd usw….
    Für Ungerechtigkeiten, die Leistung und Lohn betreffen, habe ich überhaupt kein Verständnis, wogegen Liebe und Zuwendung für mich nichts mit Leistung zu tun haben… Liebe und Zuwendung sollte gerecht verteilt werden und nicht von irgendwelchen Leistungen oder Schmeicheleien abhängig gemacht werden und da genau liegt das Dilemma bei vielen schwarzen Schafen: Weil wir in den Augen der Täter nicht genug Leistung erbringen oder uns nicht genug bei ihnen einschmeicheln oder es womöglich wagen, mal Kritik zu äußern, bekommen wir von ihnen nicht das, was die anderen bekommen und werden so zu Außenseitern…

    • Roswitha sagt:

      Ich mochte das Gleichnis vom Senfkorn nicht. Aus dem sollte ein großer Baum werden. Aber dann bekam ich die Information, daß damit der Urknall gemeint war. Schon klang es wieder stimmig.
      In diesen Gleichnissen muss man in Metapher denken.
      Jesus sagte in diesem Gleichnis vom Weinberg, zu dem aufgebrachten Arbeiter:
      „Mein Lieber, ich tue dir kein Unrecht. Hatten wir uns nicht auf ein Silber geeinigt? Das hast du bekommen, und nun geh! Ich will nun hier dem Letzten hier genau so viel geben wie dir! Ist es nicht meine Sache, was ich mit meinem Eigentum mache? Oder bist du neidisch, weil ich großzügig bin? “
      Nun liebe Cindy; Jesus hat hier von Silberstucken gesprochen. Er meinte aber nicht, als er von „Sein Eigentum“ sprach, dass wir im Himmel nur eine Münze kriegen. Gott soll ja, so heißt es DIE LIEBE sein und im übertragen Sinn, sprach Jesus von seiner Großzügigkeit im verteilen der Liebe und nicht vom wörtlichen Sinn- vom Geld. Das ist das gleiche, wie auch das Senfkorn im übertragenen Sinn die zusammen gequetschte Form der Materie ist, vor dem Urknall. Das schien aber für unseren Arbeiter am Weinberg, jedoch die Hölle zu sein, weil Jesus so gerecht war. Dies ist der Beweis, dass es im Jenseits wohl doch eine Art Qualen gibt. Jedoch kein Fegefeuer, sondern eher die innere Zerrissenheit der „Grandiosen“, über ihre Gleichstellung mit der „Unterschicht“.
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Um soziale Stellung und Geld geht es ja überhaupt nicht (mir zumindest). Dieser Spruch aus dem gnostischen Evangelium sagt es:

        Wenn Du das was in Dir ist, hervorbringst, wird das, was in Dir ist, Deine Rettung sein. Wenn Du das, was in Dir ist, nicht hervorbringst, wird das, was in Dir ist, Dich vernichten. (und viel psychisches und physisches Leid verursachen)

        Persönliche Entfaltung, Potenzialentwicklung, Freude am Tun statt zwangsverordnete Sklavenarbeit, die einem aufgedrängt wird. Selbstwirksamkeit, Kreativität usw. ist Lebensqualität.
        Ich glaube überhaupt nicht , dass es unbedeutend ist, was man arbeitet, genauso wenig, wie es nicht egal ist, wen man heiratet. Freie Berufswahl und freie Entfaltung der Persönlichkeit sind sogar im Grundgesetz verankert und gelten für jeden Menschen. Diese Rechte einzuklagen ist nicht narzisstisch. Alle profitieren in der Gesellschaft von gesunden und zufriedenen Menschen.
        LG

    • Roswitha sagt:

      Das Gleichnis von den Anvertrauten Talenten, liebe ich ebenfalls. Das schreibe ich auch extra weil es sehr viel mit unserer Hoffnung oder Vergebung zu tun hat, ihr Lieben.
      Hier bekommt der erste Mensch – ganz viel Geld und geht hin und vermehrt es reich. Der zweite bekommt weniger und dieser schafft es auch, es zu vermehren. Der dritte aber bekommt das Wenigste und ist so verbittert, – auf dass er es vergräbt.
      Hier ist mit Geld ebenfalls, im übertragenen Sinn die Liebe gemeint.
      Der erste bekommt in seiner Kindheit sehr viel Zuneigung und Liebe. Er geht hin und schließt Freundschaften und liebt und vermehrt das ihm anvertraute Geschenk von Gott im eigenen Urvertrauen.
      Der zweite Mensch bekommt etwas weniger Liebe von seinem Elternhaus. Er geht hin und versucht ebenfalls das Beste daraus zu machen.
      Der dritte wächst mit sehr wenig Liebe in seiner Kindheit auf und vergräbt seine Liebe im Zorn. (Er wird zum Narzisst)
      Es ist weniger für mich interessant, was nun jeder erwirtschaftet hat, in diesem Gleichnis. Spannend ist, welches Gottesbild die Narzissten haben.
      Das richtige Erkennen, wer Gott ist – ist hätte dem Mann geholfen.
      LG

      • cindy sagt:

        Liebe Roswitha, vielleicht habe ich einfach Schwierigkeiten, Geld mit Liebe zu vergleichen, selbst in Metaphern…
        Bestimmt kennst du auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn – das ist ein Gleichnis, mit dem ich eher etwas anfangen kann!
        Hier geht es um einen Sohn, der mit seinem Erbteil von zuhause weggeht und scheitert, nachher aber trotzdem von seinem Vater wieder mit offenen Armen empfangen wird, sehr zum Ärger des älteren Sohns, der die ganze Zeit seinem Vater „treu gedient hat“… In meinen Augen hat sich der ältere Sohn nur beim Vater eingeschmeichelt, was ihm aber am Ende nichts gebracht hat…

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Weil wir in ihren Augen nicht genug Leistung erbringen, uns nicht genug anpassen und weil wir zu eigenständig sind, haben wir die A…karte bekommen. Der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben. Ich glaube aber nicht an diesen Erfolg. Er ist vordergründig. Er hinterlässt eine Blutspur auf allen Ebenen (privat, gesellschaftlich, ökologisch). Es ist eben diese Milchmädchenrechnung, die nur das eigene Wohl für die eigene Lebensspanne im Auge hat. Koste es was es wolle. Ich mag rein materialistische und negative Menschen nicht und habe für sie immer weniger Verständnis (wie schlimm ihre Kindheit auch gewesen sein mag). Ich habe immer weniger Lust, Entschuldigungen für diese Egomanen zu suchen. Irgendwie scheinen schwarze Schafe in einem Zwischenstadium zu sein: nicht mehr Dazugehören-Wollen und auch noch nicht (ganz) Angekommen-Sein. Wie sollten nach vorne schauen (statt wehmütig zurück) und unseren Plan konsequent, aber gewaltlos verwirklichen.

  6. maro sagt:

    Heute Vormittag gab es im Radio ein Interview mit einem Psychiater zum Thema Narzissmus. Das fand ich sehr interessant. Wer sich dafür interessiert, kann das Interview auf SWR1 hören, so der SWR.

    • Roswitha sagt:

      In diesem Gleichnis von den anvertrauen Talenten, ist zu lesen, was der Mann, welcher sein Talent vergrub (Der Narzisst, welcher seine Gefühle vergrub)zu Gott (die Liebe) geantwortet hatte.
      Der Narzisst sagt zur Liebe;
      „Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist. Du erntest wo du nicht gesät hast und sammelst wo du nicht ausgeteilt hast. Deshalb hatte ich Angst und habe das deine vergraben. Hier hast du es zurück.“

      Hier kam auch die Reaktion zurück.
      Jesus hat uns erzählt, wie Gott mit dem Narzisst umging.
      Gott hat ihn einfach vor die Tür gesetzt und ihn nicht zu seiner Party eingeladen. Ein wenig frische Luft und mit sich selbst allein zu sein hat dem Mann bestimmt gut geholfen.
      Was lernen wir daraus? Menschen welche ihre Gefühle vergraben, müssen wir nicht zu unserer Party eingeladen. Das Verhalten von Gott, können wir uns zum Vorbild nehmen. 🙂
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Die tüchtigen Narzissten sollten ihren eigenen Club zur gegenseitigen Beweihräucherung gründen, dort können sie mit ihrer Kompetenz prahlen und ihre Besitztümer vergleichen – wäre mein Vorschlag:) Aber das tun sie ja ohnehin.
        Wissen, das nicht geteilt und zum Wohl aller eingesetzt wird, ist totes Wissen. Der Hirnforscher Prof. Dr. Hüther sagt, dass Menschen natürlicherweise einfach nur mitmachen und gemeinsam gestalten wollen, was Lohn an sich ist. Narzissten müssen immer über andere bestimmen und besser sein (sie halten ihr Wissen zurück). Liebe dagegen ist teilen. Ist man von Narzissten umgeben, übernimmt man dieses Verhalten leicht aus Notwehr – obwohl man kein Narzisst ist und darunter leidet.

        Mir gefällt die Josef-Geschichte aus dem AT gut. Josef wird von seinen Brüdern verkauft, weil sie neidisch auf ihn sind (Geschwisterrivalität gab es wohl schon immer). Er geht in ein fremdes Land und gründet ein eigenes Volk, die Israeliten. Er hat sich nicht unterkriegen lassen. Am Ende hat er sogar seinen Brüdern vergeben und sie nicht verhungern lassen. Dadurch haben sie ihren Fehler eingesehen. LG

        • Roswitha sagt:

          Das Leben ist spannend, Oberhausenbiene Langnase.
          Ich werde über die Sache, welche du gerade erklärt hattest, selbst noch mal genauer nachforschen.
          LG

        • cindy sagt:

          Zitat osterhasebiene langnase: „Narzissten müssen immer über andere bestimmen und besser sein (sie halten ihr Wissen zurück). Liebe dagegen ist teilen. Ist man von Narzissten umgeben, übernimmt man dieses Verhalten leicht aus Notwehr – obwohl man kein Narzisst ist und darunter leidet.“

          Genau da stand ich in meiner Herkunftsfamilie auch – lieber wollte ich über andere bestimmen, als unterdrückt zu werden und wurde dafür als „Sturkopf“ bezeichnet… Wenn ich mal jemanden geliebt habe, habe ich für denjenigen alles getan und wurde dafür am Ende oft schamlos ausgenutzt, sowohl von Partnern als auch von angeblich guten Freunden…
          Wen kann man wirklich lieben, ohne am Ende wieder ausgenutzt, betrogen oder hintergangen zu werden? Das ist für mich die zur Zeit wichtigste Frage…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            liebe cindy, das ist ein Dilemma, etwas tun, das man eigentlich verachtet, hat zur Folge, dass man sich irgendwann auch selber nicht mehr mag. In meiner Ursprungsfamilie stand ich völlig neben mir. (was mir erst viel später auffiel) Ich kämpfte wie eine Verrückte. Mit meinem Mann hatte ich dieses Problem nicht, dafür fühlte mich irgendwann ausgenutzt. Als Liebe würde ich das im Nachhinein nicht bezeichnen, eher als Selbstaufgabe. Die ersten Ehejahre waren sehr harmonisch und erholsam, nach 14 Jahren war ich aber total erschöpft.
            Jetzt kümmere ich mich bewusst um mich selbst und meine Bedürfnisse/Wünsche/Pläne: erst ich, dann du, dann wir. Die Antwort auf Deine Frage ist: sich selbst=gesunder Narzissmus. Dann ändern sich auch die Menschen um einen herum, manche verschwinden (es wird einsamer), aber v.a. das Lebensgefühl wird immer positiver und insgesamt wird alles besser (keine Ängste, Depressionen, Schlafstörungen, Infekte…mehr!)

            • Roswitha sagt:

              Zu diesem Thema fällt mir Paul Watzlawik und sein Buch ein 》Wenn du mich wirklich liebetest, würdest du Knoblauch essen《
              Mit dem Thema selbst nur die Marionette eines Anderen zu sein, habe ich auch meine Erfahrung gemacht.
              LG

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Haha…nächstes Mal versuch ich´s mit Knoblauch:) „Wenn du (immer) tust, was ich möchte, dann haben wir auch kein Problem…“, sehr erfolgreiches Partnerschaftsmodell in vielerlei Hinsicht! (viele halten das für Liebe) Für alle, die Brav-Sein gelernt haben: Depression gibts zum Dessert. Ich finde es so spannend, wie Menschen ticken. LG

                • cindy sagt:

                  Ja, es gibt so viele egoistische Menschen, die sich eine „harmonische Beziehung“ wünschen, aber diese geht dann eindeutig zu Lasten des Partners!
                  Ich sehe da immer wieder als Beispiel meinen Schwiegervater, der immer den Wünschen seiner anspruchsvollen Ehefrau Folge geleistet hat, nur um Harmonie in seiner Ehe zu haben und jetzt macht er sich auch die letzten Jahre seines Lebens noch kaputt, indem er die mittlerweile stark demente Frau zuhause pflegt…
                  Harmonie: Ja – aber nicht um jeden Preis!!!!

            • cindy sagt:

              Gesunder Narzissmus ist gut, seit dem Kontaktabbruch zu meiner Herkunftsfamilie versuche ich auch, diesen zu praktizieren… Geändert hat sich seitdem um mich herum niemand, entweder gibt es Streit mit den Egoisten, die sich noch in meinem Leben befinden oder die Leute verschwinden…
              Vermutlich habe ich irgendwie einen Hang, immer wieder die falschen Leute (Egoisten) in mein Leben zu lassen und davon muss ich mich befreien!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Einen Egoisten muss man zuerst mal als solchen erkennen. Er gibt sich meist betont selbstlos, bietet Hilfe an, meint es nur gut mit einem. Er sucht sich Opfer, die selbstunsicher sind und sorgt dafür, dass das auch so bleibt. Das Opfer soll ja für ihn arbeiten und nicht seine eigenen Pläne und Ziele verfolgen. Daher wird geschickt von den Kompetenzen und Stärken des Opfers abgelenkt. Es kann z.B. so sein, dass ein akademischer Abschluss ins Lächerliche gezogen wird, eine schwere bestandene Prüfung mit einem teueren 0815-Geschenk „abgetan“ wird, während man für einen Fertig-Backmischung-Kuchen gelobt wird, als hätte man gerade das Rad neu erfunden. Das ist Manipulation erster Sahne, die dazu dient, das Opfer klein zu machen, abzuwerten und zu verunsichern. (und offen gesagt eine Sauerei!) Wenn man erkannt hat, dass man es mit einem Egoisten zu tun hat (und man merkt es an tausend Unstimmigkeiten), dann sollte man handeln, sonst kann man irgendwann sein eigenes Leben vergessen. Das Ziel für mich ist, dass der Egoist „von meinem Bildschirm verschwindet“. Das bedeutet, ihn nicht mit Energie zu versorgen. Kein Gegen-Angriff, kein Nachgeben (sonst hat er gewonnen). Nur beobachten! Ich beobachte ihn ganz genau und nehme haarscharf wahr, was Sache ist. Ich erkenne die versteckten Ziele des Egoisten (er verheddert sich tausendmal in eigenen Widersprüchen). Ich schaue es mir wie ein Theaterstück an und bleibe bei mir. Mantra-mäßig sage ich zu mir: Ich bin. Ich kann. Ich habe. Immer wieder. Ich habe nichts zu verlieren (bei einem Egoisten verliert man immer). Manche werden dann leicht mürrisch oder direkt aggressiv. Häufiger ziehen sie sich jedoch dezent zurück und wahren das Gesicht, aber Vorsicht: diese sind am gefährlichsten, denn sie warten nur auf eine schwache Stunde. Sie ändern sich nicht, sie respektieren einen auch nicht, aber anderen (normalen) Menschen fällt das veränderte Verhalten und das neue Selbstbewusstsein auf. Das ermutigt, weiterzumachen! Leicht ist dieser Weg nicht, denn er erfordert sehr viel Disziplin. Deshalb hole ich mir Kraft, indem ich eine Sache durchziehe, wie z.B. täglich Joggen ohne Ehrgeiz, aber konstant. Das schreckt Egoisten ab. Aber natürlich wollen sie einen wieder „weichklopfen“ und werten den Sport ab. Sie werten alles ab, was das Opfer stark macht. Mein Motto ist: Ich schade niemandem und
                sorge für mich. Das ist mein gutes Recht. Der Egoist sagt aber: Du sollst dich nicht um dich kümmern (das ist egoistisch), sondern um mich! Fall nicht darauf rein! Vielleicht verspricht er dir alles mögliche, fall nicht darauf rein, am Ende hast du nichts und du fühlst dich schlecht. Aber andere Menschen kommen (garantiert!), die das, was du tust/bist und kannst ehrlich/real bewundern (Lass dir nicht einreden, dass das narzisstisch ist!) und sich mit dir austauschen wollen. Denen du etwas von dir geben kannst und von denen du etwas zurückbekommst. Eben keine Kinderkacke und Ausbeutung. Dann ist das Leben wieder lebenswert.
                LG

                • Roswitha sagt:

                  Ja, so wird das gemacht -Osterhasenbiene Langnase.
                  Das sind genau die richtigen Möglichkeiten.
                  Joggen, Musik, Lesen oder Basteln Werken, Malen,… machen stark. Ich liebe Spaziergänge durch Großstädte, an alten Fachwerkhäusern vorbei gehen -und die Menschen dort wahrnehmen. Ich mag Nürnberg, Stuttgart, Regensburg und Bremerhaven. … Städtereisen. Natürlich wird das vorallem von meiner Mutter abgewertet. Meine Eltern werten meine Vorlieben so sehr ab, da könnte man meinen, dass nur die bösesten und krankesten Leute gern in der Großstadt schlendern.
                  Übrigens;
                  Ich liebe Menschen, welche es nicht „gut meinen“ mit mir. Oft steckt hinter diesem Deckmantel (sich sorgen machen und es gut meinen) eher eine Aufgeblasenenheit dahinter.
                  LG

                • cindy sagt:

                  Liebe osterhasebiene,

                  das, was du da beschreibst, ist haargenau die Masche meines narzisstischen Erzeugers – mit Zuckerbrot und einer nicht spürbaren Peitsche!
                  Genau so hat er in den Jahrzehnten meine Erzeugerin behandelt, ihre Bequemlichkeit gepflegt und sie zum Dummchen gemacht… Sie ist (oder war?) früher sehr sprachbegabt, sprach Englisch, Französisch und sogar Spanisch, aber das alles hat ihr Mann bewusst verkümmern lassen, indem er sie überredete, nicht arbeiten zu gehen (was natürlich bei ihrer Faulheit und Selbstunsicherheit nicht schwer war!) und so kam sie auch immer weniger in Kontakt mit anderen Menschen – seit sie mit ihm zusammen ist, gibt es nur noch „gemeinsame“ Bekanntschaften (Freundschaften kann man das nicht nennen), eigene Freundinnen hat sie schon lange nicht mehr und behauptet, dass sie diese auch nicht braucht, da sie ja ihren Mann hat…! Und dieser lobt sie tatsächlich für jeden Pups, den sie im Haushalt macht, obwohl sie dort tatsächlich nur das Allernötigste tut…!

                  Leider fallen oft selbst die intelligentesten Menschen auf diese Manipulationen herein, selbst welche, die man für selbstsicher hält und seien wir mal ehrlich: Wer mag es nicht gern, gelobt zu werden, auch für Dinge, die eigentlich überhaupt nicht lobenswert sind? Man fühlt sich geschmeichelt, insbesondere dann, wenn man ansonsten nie Lob zu hören bekommt!
                  Genau das nutzen Narzissten schamlos aus – sie befriedigen in diesem Moment das wichtigste Bedürfnis eines selbstunsicheren Menschen nach Lob und Anerkennung!
                  Es ist dann, als wird eine Sucht befriedigt und das Opfer ist unfähig, zu erkennen, was da wirklich abläuft und wie oder wer der manipulierende Mensch in Wirklichkeit ist!

  7. cindy sagt:

    Liebe Roswitha,

    schätze mal, dass deine Eltern selten mal aus ihrem Dorf herauskommen – das übliche Gelaber von typischen Dorfmenschen, die dazu selten die Möglichkeit oder einfach Angst vor dem Unbekannten haben, denn „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er auch nicht!“ Meiner Meinung nach steckt dahinter in Wirklichkeit Neid!

  8. osterhasebiene langnase sagt:

    Städtereisen sind klasse, liebe Roswitha. Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter. Hobbys pflegen, bis ihnen die Augen rausfallen (vor Neid und Kontrollverlust). Das Leben genießen, weil wer genießt, der ist autonom und unkontrollierbar. Übersetzt in die Sprache unserer (eingebildeten) Sklavenhalter: böse und krank. Selbstbewusstsein tanken wo immer möglich und durchstarten! LG

  9. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe cindy, natürlich ist man leicht verführbar, weil Anerkennung ein Grundbedürfnis des Menschen ist, so wie essen und schlafen. Wenn Anerkennung für echte Leistung ausbleibt, dann nimmt man sie auch fürs Kloputzen oder Blödschauen. Besser als nichts. Wer gibt den Maßstab vor? Normalerweise die Eltern/Familie. Hier schlägt die Stunde des Narzissten. Sofort weiß er, ob was zu holen ist. Bei den Selbstbewussten probiert er es erst gar nicht, da unterwirft er sich und schleimt oder macht einen großen Bogen um sie oder wertet sie hintenrum ab.
    Es ist die klassische Strategie, er macht sein Opfer klein und sichert sich narzisstische Zufuhr. Er untergräbt das Selbstbewusstsein seines Opfers: Ich groß, du klein. Manchmal geht die Rechnung auch nicht auf, der narzisstische Partner wird eiskalt im Altenheim abgeliefert und die Frau oder der Mann zahlen es auf ihre Art zurück. Ich kann mir da ein Grinsen nicht verkneifen. Weil es im Großen wie im Kleinen eine Milchmädchenrechnung bleibt, ein Surrogat für frühkindlichen Mangel, der über andere nicht kompensiert werden kann. Dieses Modell funktioniert einfach nicht nachhaltig.
    Seid wachsam und passt auf Euch auf!!! LG

    • Roswitha sagt:

      Es steckt der Neid meiner Mutter dahinter, wenn wir ( meine bessere Hälfte und ich) als Junge Familie ohne jegliche Unterstützung unseren Kredit für unser Zuhause abbezahlen können. Dies wird natürlich offenkundig abgewertet. (Wir hätten uns eine hässliche Stadt ausgesucht, für unser Zuhaus ….. Das ist zu weit von da entfernt und von dort usw.)
      Aber wenn ich mit meinen Kindern ein Bild kritzele (Eines, wie es in manchen Kindergärten oder Grundschulen zu Hauf aushängt) dann überschlagen sich alle vor heuchlerischen Begeisterung.
      Das wäre so, als ob man einen Mann dafür loben würde, dass er sich die Schuhe mit einer Schleife binden kann, aber seinen Fleiß im Job als nicht erwähnenswert abtun würde. Dieses heuchlerische Lob bedeutet im übertragenen Sinn „Wir trauen dir nicht mehr zu“ Das ist eine Art Aufgeblasen und Herablassend Lob aussprechen. Man wird für Dinge gelobt, die eigentlich ein Kindergartenkind schon kann. Manchmal frage ich mich echt ob meine Eltern hängen geblieben sind in einer bestimmten Zeit.
      Das ist genau das Selbe, wie schon von Osterhasenbiene Langnase erklärte Theater. Das kenne ich schon.
      Oder Lob wird nur in Aussicht gestellt.
      Oder Lob wird zwar gesagt, aber in einem Anderen Zusammenhang wieder ins Gegenteil gedreht. Oder das Lob mit Augenrollen und ironischen Blick.
      Wenn du dich also freust und darüber Stolz zeigst, dann wird es abgestritten. Wenn du dich über die Abwertung ärgerst, dann wird es ebenfalls abgestritten und es gilt der Zusammenhang des ausgesprochenen Lobes.
      Es ist schwierig zu erklären, denn die beiden Zusammenhänge (Lob und für die Selbe Handlung Abwertung) haben mit verschiedenen Geschichten zu tun.
      Es darf aber nicht über das Gesprochene, gesprochen werden.
      Wenn ich wieder mit meiner Familie Kontakt hätte, dann bräuchte ich einen Watzlawik zur Rechten (der aufdeckt) und einen Notar zur Linken (der alles verbrieft und festhält). Ohne die zwei Unterstützter käme ich sonst, bei weiterem Kontakt mit meinen Eltern in die Psychiatrie.
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das kann ich gut verstehen, Roswitha. Genau so ist das! Das ist der direkte Weg in die Psychiatrie. Lob und Abwertung wird gleichzeitig gegeben. Wie soll man da nicht irre werden. Oder zuerst gelobt für Nichtigkeiten und dann abgewertet, wenn es um wirklich was geht. Das bedeutet doch, dass man eigentlich Kind bleiben soll und kein eigenes Leben führen dürfte. Man dürfte eigentlich gar nicht existieren. „Heuchlerisches Lob“ das trifft es gut. Ich habe mich früher als Hausangestellte gefühlt, die die hohen Herrschaften im eigenen Haus bedient, nicht als Gastgeberin. Meine Schwester wurde immer als die große Kochkünstlerin (so vegan und kreativ!) gefeiert. Solche Leute setze ich künftig vor die Tür oder lasse sie erst gar nicht rein. So benimmt man sich nämlich nicht. Meine Tomaten waren auch immer doof, weil die blödeste Sorte, die es gibt. Meine Schwester hatte natürlich die richtige Sorte…Für Aussenstehende ist das alles wahrscheinlich urkomisch, ich finde das gar nicht lustig, sondern einfach nur behindert und kindisch, aber genau das ist ihr geistiges Niveau (wenn man bedenkt, dass es sich um die akademische Elite handelt!) Ja, und unsere letzte Wohnung war auch ganz schlechte Lage, klar. Als ich wieder in mein eigenes Haus gezogen bin, haben sie mir vorgeworfen, dass ich meine Mieterin auf die Straße gesetzt und deshalb ein ganz schlechter Mensch bin. (Natürlich steht mir mein Haus nicht zu, die arme Frau) Ich hatte gute Gründe dorthin zu ziehen und die erste Aktion war, eine dichte Hecke zu pflanzen, vor allem in eine ganz bestimmte Richtung. Mehrmals habe ich von diesem Zaun geträumt. Seit 8 Monaten habe ich meine Schwester nicht gesehen, die nur zwei Häuser weiter wohnt. Wenn ich sie irgendwo in der Ferne sehe, nehme ich den anderen Weg. Das ist nicht Flucht, sondern Sozialhygiene. Sonst labert sie mich mit ihren Gurus und Heilern voll und sagt mir, dass ich auf dem vollkommen falschen Weg bin und natürlich gehts meiner anderen Schwester gerade wieder mal gaaaaanz schlecht und wenn man dann tut, was sie will, dann geht es ihr wieder gaaaaanz gut). Ich kann einfach nicht mehr. LG

        • maro sagt:

          Das was Ihre Eltern da mit Ihnen und Ihrer Schwester gemacht haben ist Spaltung. Ich kann gut nachvollziehen, dass das sehr schwierig für Sie war und ist.

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Das war Spaltung! Zu meinen Eltern habe ich eine emotionale Bindung, zu meinen Geschwistern ein gestörtes Verhältnis. So ist das! Es ist wie mit einer unheilbaren Krankheit: nicht zu ändern.

        • Roswitha sagt:

          》Sozialhygiene 《 Ich schmeiß mich weg!
          Es ist wirklich witzig. So wird Humor gemacht. Die schrecklich nette Familie bei uns live.
          Ebenso wird bei „Die Simpsons“ auch richtig witzig und unverschleiert gezeigt wie bescheuert die Psychologie bei bestimmten Menschen funktioniert. Da wird übertrieben krass, die negativen, kranken Aktionen in der Beziehung zwischen Bad und seinem Vater dargestellt.
          Da sagt der Vater; 》Mein Sohn soll gefälligst das hassen was ich hasse – und das lieben was ich liebe. 《 Oder der Vater würgt Bad immer, wenn er sich beleidigt fühlt.
          Die Zuschauer finden das witzig und Bad leidet auch nicht wirklich daran.
          Zur Lisa hat der Vater gar keinen Draht, weil sie zu klug ist und er nichts versteht. Immer wenn sie ihm etwas erklärt, trommelt in seinem Hirn ein Batterieaffe.
          Super witzig. …
          Derjenige, welcher das Drehbuch geschrieben hat; Der hat wirklich Ahnung von den Macken und schlechtem Benehmen von bestimmten Individuen.
          Wir haben auf der Erde nicht nur ein interessantes Tierreich sondern noch die super interessanten Menschen.
          Wir könnten Strom sparen und das Theater live erleben. So bräuchten wir nicht den Fernseher einschalten. Ha ha….
          LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            …Der Clown hat das Sofa zusammengefaltet und geht von der Bühne ab. Am Boden sitzen zwei ältere Frauen und bemitleiden sich gegenseitig. Im Sandkasten baut ein Mann um die 60 an einer Sandburg. Die Frau schimpft, dass er sich schon wieder schmutzig gemacht hat. Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre das echt komisch!
            LG

            • cindy sagt:

              osterhasebiene, sind das Szenen aus den Simpsons?
              Die Serie läuft schon so lange und ich kenne auch nicht alle Folgen, aber es würde passen…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                cindy, mit den Simpsons kenne ich mich nicht so gut aus. Ich dachte eher an absurdes Theater…Samuel Beckett oder so! Meine Rolle ist die des entgeisterten Zuschauers, manchmal auch des (Aushilf)Clowns.
                Wirklich gute Rollen gibt es in dem Stück nicht. In der „Schrecklich netten Familie“ bekommen ja (wenigstens) alle ihr Fett weg – insofern eigentlich ganz human. Da wird nicht über andere, sondern über sich selbst gelacht.

          • cindy sagt:

            Stimmt, liebe Roswitha, und ich glaube, wir wären erstaunt, was da so alles hinter den geschlossenen Türen abläuft…
            In solchen Serien wird wohl auch oft übertrieben, aber es soll ja unterhaltsam sein und bei den Simpsons wird besonders der „American Way of Life“ gründlich auf die Schippe genommen! Es würde mich nicht wundern, wenn der jetzt amtierende Präsident die Serie irgendwann verbietet…!

    • cindy sagt:

      osterhasebiene, so hat mein narzisstischer Erzeuger meine Omi behandelt, eine selbstbewusste Frau, der er sich (scheinbar) unterworfen und bei der er sich eingeschleimt hat, um letztendlich an ihr Geld zu kommen… Wenn sie dann nicht da war, hat er schlecht über sie gesprochen, sie abgewertet, mich gleichzeitig mit ihr verglichen („Du bist wie die Omi!“) und somit die Faust an mir rausgelassen, die er während ihrer Anwesenheit in seiner Tasche gemacht hat…!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        cindy, das ist das Projizieren auf mutmaßliche Feindbilder. Das macht man mehr oder weniger unbewusst, solange die Situation nicht real erfasst und analysiert ist. Meine Geschwister haben es -so wie du das beschreibst- mit meiner Mutter gemacht. Aber unschuldig war sie eben auch nicht. Doch was ist Schuld und wie frei ist der Mensch tatsächlich? Es war gemein und unfair – aus meiner Sicht. Und in gewisser Weise gebe ich es jetzt zurück, obwohl mir die Rolle gar nicht gefällt. Es klebt an einem wie Kaugummi. Der Auftrag besteht (für mich) darin, auf mich selbst acht zu geben, d.h. mich nicht ausnutzen zu lassen. Im Grunde haben sie sich gegenseitig nur benutzt, wodurch aber jeder leer ausging (in dem was wirklich wichtig ist). Von dem ganzen Reichtum bleibt am Ende nichts, denn Geld ist nicht Liebe (Zeit, Interesse, Zuwendung, gemeinsame Projekte, Austausch). Aus meiner Sicht macht auch mein Bruder den Fehler, dass er seine Frau materiell zu sehr verwöhnt, um nicht verlassen zu werden. Dahinter steckt einfach nur ganz große Verlassens-Angst.
        LG

        • Roswitha sagt:

          Liebe Cindy, die Wahrheit bahnt sich einen Weg. Ob nun in Märchen und Filmen oder auch in der Bibel. Denn so fein gesponnen wie die Lüge auch ist, dennoch bringt die Wahrheit alles ans Licht. Es ist wie der feine Tau, der ein Spinnennetz sichtbar macht. Das kann so oft verboten werden und es wird ans Licht kommen. …
          LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Die Wahrheit kommt immer ans Licht, Roswitha. Da schließe ich mich Dir vollkommen an. Wir kreieren ein Feld und dieser Satz wird unser Mantra! Vielleicht gehts dann schneller. Es gibt ein Selbstheilungsprogramm im Menschen und in der Natur, das alles Schädliche/Nichtzueinemgehörige/Behindernde abstößt, solange bis es von innen nach außen (ins Bewusstsein) kommt. Symptome erinnern daran. Die Schamanen haben oft symbolisch einen schädlichen Wurm aus den Menschen herausgezogen und dadurch geheilt. Der vergiftete Apfel wird gefunden und ausgespuckt…
            LG

          • Roswitha sagt:

            Interessant und Lehrreich – sind die Vorträge von Eugen Drewermann. Er analysiert und deutet ebenfalls Märchen.
            Drewermann verglich die Situation von Opfer Emotioner Gewalt, sowie auch Sexueller Gewalt oder Mobbing am Arbeitsplatz. …usw. mit dem Dilemma, von Hänsel und Gretel.
            Die beiden saßen im Wald und ein Elternteil zündete das Lagerfeuer an. Offiziell hieß es, die Kinder sollten es warm haben. Die versteckte Wahrheit, welche keiner benennen durfte war aber; Die Kinder wurden allein im kalten Wald gelassen.
            Offiziell hieß es; Die Kinder bekommen beide ein Brot. ..
            Inoffiziell sollten sie im Wald nie wieder von den Eltern versorgt werden. Auch diese Wahrheit durfte nicht benannt werden. Die Kinder haben die Wahrheit aber schon längst durchschaut.
            Was hätte es den Kindern eingebracht, wenn sie die Wahrheit benannt hätten? Sie hätten beim Erzählen der Leiden ihre Emotionen gespürt und wie es ihnen den Hals zuschnürt. Die Mutter oder der Vater hätte die Augen gerollt und alles abgestritten. So geht es leider vielen Vergewaltigungopfern vor Gericht. Beim Erzählen kommen die selben Emotionen hoch, wie beim Erlebnis selbst. Deshalb ist es so schwer es weiter zu versuchen, etwas zu klären und die Täter bleiben ungestraft. Denn auch bei dieser Gewalt ist das eine Erlebnis weniger schlimm als die Heuchelei darum herum.
            Im Märchen ist die Feigheit der Eltern deutlich zu erkennen. Sie hätten den Kindern beichten können, dass sie nicht anders handelt können, als dass sie alle gemeinsam verhungern müssen. Die Kinder hätten geweint und die Eltern hätten dies ertragen müssen. Genau das können sie aber nicht.
            Ich glaube dass die Kinder jedoch freiwillig im Wald sitzen geblieben wären.
            Dann ging das Märchen weiter und die Mutter taucht wieder auf – diesmal in der Gestalt einer Hexe.
            Die Kinder wurden gelockt aber nicht geliebt.
            Hänsel sollte dick werden um ihr zu schmecken. Das erinnert mich an die Rolle des Sorgenkindes. Ein Scharzes Schaf muss auch so sein wie es gerade nicht ist um der Mutter zu gefallen. Gretel sollte sich ihrem Willen beugen und brav gehorchen.
            Gretel funktionierte wie ein willenloses Uhrwerk und tat alles was die Hexe verlangte. Das erinnert mich an die Rolle vom Goldenen Schaf. Sie handelte im Namen der Hexe und fütterte ihren Bruder. Dafür hatte sie das Privileg nicht im Käfig zu sitzen und genoss ihrs Sonderstellung. Jedoch glaube ich, hat sie mindestens gleich viel gelitten wie Hänsel.
            Hänsel dürfte der Hexe nicht einmal den Finger reichen.
            Wenn er mit Stolz gezeigt hätte, was an ihm dran wäre, so hätte sie ihn gefressen.
            Demütig hielt er der Blinden nur einen Knochen hin. „Schau her – ich bin ein nichts“ – musste er lügen, ….
            Zum Schluss wurde die Hexe verbrannt und die Kinder fanden für sich einen Schatz.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Vielen lieben Dank, Roswitha, für diese erstklassige Interpretation! Wie exakt und treffend hat Eugen Drewermann die Situation anhand des Märchens erfasst und beschrieben! So viele Lügen! Ich glaube nicht mal, dass Gretel das böse Spiel rational durchschaut hat, sondern intuitiv für sich und den Bruder das richtige getan hat, nachdem beide eine ganze Weile mitgespielt und gelitten hatten. Soweit ich weiß, endet das Märchen so, dass sie mit dem Schatz zu den Eltern zurückkehren und alle glücklich zusammenleben. Also keine Rache an den Eltern nehmen, weil das Böse in Gestalt der Hexe (die egoistische Mutter/schwache Vater) erlöst wurde. Es wurde eine Lösung gefunden, jeder konnte sein Potenzial entfalten. Da sehe ich mich ganz eindeutig als Gretel, das Goldene Schaf. Eine sehr schmerzhafte und demütigende Rolle. Der Goldene Käfig (Symptom: Klaustrophobie würde auch passen. Hab ich aber komischerweise nicht mehr, seit ich so „seltsam“ geworden bin…haha) Wie leicht sagt man doch: Dann geh halt einfach! Wie hätte Gretel den Bruder zurücklassen können? Es musste erst die ausbeuterische Mutter unschädlich gemacht werden. Wie macht man eine missbrauchende Mutter unschädlich? In dem man Grenzen setzt (sich nicht mehr kommandieren oder dreinreden lässt), auch wenn das schlechte Gewissen einen schier umbringen möchte? Gretel hat die Hexe mit List (sich dumm stellen) und ihren eigenen Waffen (kommandieren) besiegt. Also hat sie die Hexen-Kunst im Positiven zur Befreiung angewandt, statt zur Versklavung anderer. Das würde bedeuten, dass man sich bewusst für das Gute entscheiden kann und nicht hilflos (dem Bösen) ausgeliefert ist.
              LG

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Die missbrauchende Mutter sagt: Das kannst du nicht. Du bist zu dumm, zu faul, zu tolpatschig…du schaffst es nie. Das Kind sagt: Dann mach ich alles alleine. Ich brauche dich nicht. (Pseudo-Autonomie) So wie Händel und Gretel glauben, dass sie schon klarkommen werden, indem Händel die Brotkrumen auslegt…dabei sind sie völlig überfordert und geraten deshalb auch in das Netz der Hexe. Die lockt mit ihrem Häuschen und die Kinder knabbern ohne sich über die Konsequenzen klar zu werden (endlich genug Nahrung !) und werden so eingesperrt und (wieder) missbraucht. Gretel schaut sich einiges von der Hexe ab, um sie dann zur Strecke zu bringen. Besteht nicht die Hexenkunst im Positiven oder der Lernweg von Gretel im Märchen darin, zu sagen: Zeig mir, wie es geht, ich kann das nicht! (als sie den Backofen anzünden muss, in dem der Hänsel gebraten werden soll) Das wäre die nicht missbrauchende Mutter: die, die dem Kind einfach ohne Wertung zeigt, wie es geht, was man tun muss, um selbständig zu werden. So wie es Tiere auch bei ihrem Nachwuchs machen. Durch diesen Satz (hier als List) hat Gretel die Hexe in sich erlöst und natürlich sagt die erwartungsgemäß: Was stellst Du dich denn schon wieder so blöd an, Du dumme Kuh! Kannst Du denn gar nichts alleine! Aber Gretel lässt sich nicht beirren (es geht um das Leben von Hänsel). Dadurch kommt sie frei und findet den Schatz (das Potenzial in sich). Einfach klasse!!
                LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Ja… und hätte die Gretel es nicht längst gekonnt (den Backofen anzünden), weil sie schon so lange bei der Hexe gearbeitet hat und das schon längst von ihr abgeguckt hatte, dann hätte sie die List gar nicht anwenden können, weil sie der Hexe geglaubt hätte, dass sie zu allem zu doof ist. Sie hätte es gar nicht erst versucht! Also hat die Hexe sie indirekt gelehrt, wie es geht und ihr in die Selbständigkeit geholfen. Deshalb haben Hexen positive und negative Eigenschaften: Sie bewirken im Negativen das Positive. Bei der guten Mutter ist es genau entgegengesetzt: sie wirkt positiv dem Negativen entgegen. Hexen verlieren dann ihre Macht, wenn man weiß, dass man es kann!!!
                  LG

        • cindy sagt:

          Mich verärgert halt, dass mein Erzeuger es bis jetzt immer wieder geschafft hat, mit seinem Verhalten direkt auch noch mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – er hat meine Erzeugerin und leider auch meine Omi regelrecht um den Finger gewickelt, die eine, um sich sein von ihm abhängiges Anhängsel heranzuziehen und die andere, um ans Geld zu kommen… Gleichzeitig hat er Omi hintenrum und mich offen abgewertet, immer und immer und immer wieder…
          Leider hat er mit seinem Verhalten auch noch Erfolg gehabt, denn er hat ja jetzt seinen Willen bekommen und mit dem geerbten Geld übt er nunmehr noch mehr Druck auf die ihn umgebenden Menschen aus…
          Es fällt mir unglaublich schwer, noch daran zu glauben, dass mein narzisstischer Erzeuger irgendwann doch noch mal sein Fett abbekommen und damit aufhören wird, denn er stößt jeden Menschen, der es auch nur wagt, die leiseste Kritik an seinem Handeln zu äußern, von sich oder wendet sich zumindest ab…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Liebe cindy, ich denke auch so oft: Warum trifft es nur immer die Falschen? Aber wir sehen nur die Oberfläche…die inneren Dämonen sehen wir nicht!
            LG

            • Roswitha sagt:

              Danke – Ihr Lieben. Die Deutung von der Geschichte von Eugen Drewermann hab ich als Inspiration genommen – um selbst über das Märchen zu schreiben. Ich hab ihn nicht genau zitiert und Dinge, die er gesagt hatte, weggelassen und dafür Aussagen aus meinem Gedanken hinzugefügt. Wer die Originale Texte von ihm hören möchte, der suche bitte selbst seine Bücher um zu Lesen.
              Dies möchte ich nur empfehlen.
              LG

            • cindy sagt:

              Stimmt osterhasebiene, aber wie soll man diese inneren Dämonen auch sehen, wenn meine Erzeuger von ihren verblendeten Anhängern vergöttert und in dem Himmel gehoben werden? In ihren 3 Wohnorten sind sie tatsächlich geachtete Leute, gleichzeitig lassen sie aber niemanden zu nahe an sich heran – zu groß ist die „Gefahr“, enttarnt und womöglich doch noch bei den Menschen in Ungnade zu fallen oder womöglich angegriffen zu werden… Ein Beweis dafür ist die Rücknahme deren Gerichtsantrags gegen mich: Es war abzusehen, dass der Richter uns Recht gegeben hätte und da hat der König lieber den Rückzug angetreten, anstatt als Verlierer dazustehen und sich womöglich noch eine Moralpredigt vom Richter anhören zu müssen…!
              Die Dämonen sind da, aber die Herrschaften konnten bis jetzt erfolgreich verhindern, dass diese ihnen gefährlich werden… Selbst meine gute und taffe Omi sagte schon des Öfteren zu mir: „Gegen die beiden kommst du nicht an!“…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Das „Böse“ in Familie hat so viele Masken und wird in verschiedenen Formen je nach historischem Kontext tradiert. Einmal ist es physische Gewalt, dann wieder mehr psychische. Es taucht auf als Geldgier/Geiz/Verarmungs-Wahn/Ehrgeiz. Es ist aber immer das selbe, hat immer die selbe ungelöste Ursache. Schwarze Schafe sind Symptome für Familien, sie zeigen oder verweisen auf Unwahrheit/Ungerechtigkeit/Falsch-heit. Deshalb haben sie das Potential, Familientraditionen aufzulösen und zu hinterfragen. Sie werden gebraucht, um das emotionale Gleichgewicht zu halten, indem ungeliebte Gefühle/Eigenschaften abgespalten und übertragen werden. Dann werden sie im anderen bestaunt: Oh, wie ist der doch aus der Art geschlagen! So anders! (dabei sehen sie sich selbst im Spiegel und können sich selbst im anderen bekämpfen) Schwarze Schafe können Ursachenforschung betreiben statt sich auf diese Scheinkämpfe einzulassen. Eine Ursache für das „Böse“ in meiner Familientradition ist -glaube ich- die Unterdrückung und Geringschätzung der Frau. Die Frauen haben sich aber indirekt ihre Macht gesichert und wiederum die Männer klein gemacht und gedemütigt. Ergreift das schwarze Schaf Partei für die Männer und wertet sie als (gleichwertige) Menschen auf, wird es als Flittchen betitelt. Nur die Frauen können es wirklich, die Männer sind (fast) unbrauchbar als Partner und werden kommandiert/benutzt, aber eben inoffiziell, sie sind die Marionetten der Frauen. Das beobachte ich über Traditionen in meiner Familie. Ein wenig, sehe ich das auch in Deiner Familie so, Cindy. Dein Vater leidet bestimmt darunter, dass die Mutter in Wahrheit das Geld hat. Und ich denke, dass er das auch sehr subtil ständig zu spüren bekommt. Er hat sich diesen Nimbus aufgebaut, um nicht dauernd verletzt zu werden. Das ist meine Vermutung.
                LG

                • cindy sagt:

                  osterhasebiene, meine Herkunftsfamilie väterlicherseits ist tatsächlich auch sehr patriarchalisch eingestellt und das zeigt sich vor allem in der Form, dass Männer dort mehr Dinge dürfen und weniger Dinge müssen, insbesondere, was die Arbeit angeht… Karriere machen dürfen Frauen dort nur dann, wenn sie alleinstehend sind, ansonsten haben sie sich gefälligst um Mann oder Kinder zu kümmern… Wenn ein Mann keinen Finger im Haushalt rührt, ist das o.k., aber wehe, eine Frau führt den Haushalt nicht ordentlich…

                  Von Emanzipation hält mein Erzeuger überhaupt nichts, Alice Schwarzer, die ganzen anderen Emanzen und die Partei „Die Grünen“ sind für ihn ein rotes Tuch… Auch ich wurde von ihm schon als „Männerhasserin“ bezeichnet, weil ich vieles ungerecht finde, was die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen angeht…

                  Ich glaube, dass mein Erzeuger sich ganz bewusst eine Frau ausgesucht hat, die aus einer reichen Familie kommt, aber noch wichtiger war für ihn, dass sie kein Selbstbewusstsein hat, denn so war es für ihn ein Kinderspiel, diese um den Finger zu wickeln…
                  Viel schlimmer war es für meinen Erzeuger wohl, dass er vor seiner selbstbewussten Schwiegermutter buckeln „musste“, damit das Geld auch sicher an seine Frau geht, die er ja voll unter Kontrolle hat…
                  Schlimm muss für ihn auch der Gedanke gewesen sein, dass Omi eventuell auch mich als ihre Lieblingsenkelin in einem Testament hätte bedenken können…

  10. cindy sagt:

    Es ist erstaunlich, was man alles in Märchen hineininterpretieren kann – die Menschen, die sie sich ausgedacht haben, hatten wahrscheinlich solche Gedanken nicht…
    Sie sind schön zu lesen, weil es in ihnen oft auch schwarze Schafe gibt, die aber am Ende erlöst werden! Das Böse wird vernichtet, das Gute erhellt alles und die meisten Märchen haben somit ein glückliches und vor allem gerechtes Ende!!!!

    • Roswitha sagt:

      Es ist erstaunlich, wie brutal Urteile der Menschen sind, die im unbewussten leben.
      Der selbe Menschen der mir im kapitalistischen Wettstreit um das Besserseins wegen – zum anspornen im Wettstreit – um die besseren Schulnoten, beim Lesenüben für jeden Fehler eine Kopfnuss erteilt hatte. Der gleiche Mensch wirft mir Kapitalismus und Habgier vor und ermahnt mich zu mehr Christlicher Liebe und weniger Gier. Und weshalb?
      Wenn ich mich freue über Dinge, die ich mir kaufen kann.
      Ha ha
      Das ist wirklich zum brüllen.
      LG

    • Roswitha sagt:

      Diese Doppelmoral verurteilt genau um Haaresbreite, die Sache, die sie selbst verkörpert. Wenn ich in diesem Nachtcaffe in der Gesprächarunde dabei gewesen wäre, dann hätte ich mir die Lippen wund gebissen – um nicht los zu schreien. Die Mutter welche des Geldes wegen so ein Theater machte …. Ich will es nicht noch mal erzählen. Ihr wisst was ich meine.

      Genau diese Situation wird ebenfalls in diesem Märchen beschrieben;
      Hans hatte nämlich verstanden, was geschehen sollte weil er den Streit zwischen den Eltern gelauscht hatte. Beim ersten Mal legte er Kieselsteine aus und die Kinder haben wieder zurück gefunden. Erst beim zweiten Ausflug hat er Brot genommen. Das Brot verschwand und sie fanden den Weg nicht zurück.
      Als sie nun beim ersten Mal zurück gefunden haben und an die Tür klopften, bekamen sie Schimpfe. „Ihr Bösen Kinder! Warum seid ihr so spät? Ihr wisst doch, dass ihr bei Anbruch der Dunkelheit daheim sein solltet. Wir haben uns wegen euch Sorgen gemacht. “
      Hier in diesem Märchen wird genau diese Emotionale Gewalt erklärt. Es wird stur an den oberflächlichen Symbolen festgehalten. Die Kinder hatten doch Wärme und Brot. Die Kinder dürfen nicht sagen; “ Ihr habt uns doch alleine gelassen! Was haben wir falsch gemacht!? “
      Das ist die Himmelschreiende Not die uns zum Abbruch treibt. So wie es in diesem Märchen beschrieben wird, so ist es in manchen realen Fällen geschehen.
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Auch die übertriebene Sorge gehört in den Katalog der missbrauchenden Mutter, die Tarnkappe der wohlmeinenden, guten Mutter. Das Kind kann es niemals recht machen und bekommt immer den schwarzen Peter zugeschoben. Das führt regelrecht zur Verzweiflung des Kindes. Es bekommt keine echte Chance, wie sehr es sich auch anstrengt. Es ist die ungelöste Verzweiflung/Not der Mutter selbst, Roswitha. In Form der Hexe zeigt sie ihr wahres Gesicht. Erst dann, in der realistischen Sichtweise, kann sie enttarnt und entlarvt werden. Die Lösung liegt darin, sich mit der Hexe anzulegen.
        LG

        • Roswitha sagt:

          Ja, macht es denn einen Sinn sich anzulegen? Es wäre als ob – du in Revision gehst vor ein Gericht, welches schon zuvor ein Urteil gesprochen hatte.
          Ein Gericht welches nur im Verborgen interagieren möchte, und Angst hätte vor der Öffentlichkeit. Ich spreche hier im Internet und das ist Offensichtlich. Meine Eltern scheuten sich mit zu einer Verhaltenatherapie zu gehen.

          Meine Schwester besprach gemeinsam mit meiner Mutter, wie sie weiter in meiner Erziehung vorfahren möchte. Als sei sie ein Lebenspartner anstelle meines Vaters. Das ist die Hölle, sowas zu erleben. Es wird so getan als ob die schwache besorgte Mutter Hilfe braucht, im wiederholen ihrer Worte. Meine Geschwister sind der Sprachverstärker meiner Mutter. Im Wortlaut wird aber so gesprochen als sei meine Mutter eine kompetente Erzieherin. Das Gesagte passt nicht zum getanen. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Meine Schwester verteidigt das Wort meiner Mutter, gleich wie ebenfalls meine anderen Geschwister nur in einer abgeschwächteren Form. Sie predigen Wasser und trinken Wein.

          In meiner eigenen Erziehung hat das eine Geschwister nicht bei der Erziehung des anderen mitzumachen. Das sind meine wichtigsten Grenzen/Prinzipien meiner eigenen Vorstellung – wie starke Eltern selbst für alle Konflikte einstehen die sie mit dem jeweiligen Kind auszutragen haben. Habe ich mit einem meiner Kinder Streit oder ein Problem, so geht dies das andere Kind nichts an. So wird das richtig gemacht und nicht anders.
          Das ist das Hauptproblem. Meine Geschwister sind wie dressierte Hunde, darauf ausgelegt ohne nachzudenken, ihr Herchen zu verteidigen. Sie sind unfähig selbst die Sinnhaftigkeit zu suchen in diesem Konflikt und das es sie nichts angeht wie ich mit meiner Mutter spreche.
          In diesem System darf es kein Individuum geben, welches mit einem anderen Individuum ein Problem hat.
          Wenn ich mit meiner Mutter ein Problem habe, dann leg ich mich mit dem totalen System an. Hierbei fragt auch keiner, welches Problem ich denn hätte, es wird nur geurteilt, dass ich nicht Recht habe in allem was ich zu sagen habe (bei dem eigentlichen keiner genau weiß, wovon gesprochen wurde/ weil keiner in der Lage ist zuzuhören und zu verstehen)

          Mein Vater stellt sich wie ein Kind solidarisch hinter die beiden Herrscher.
          Da ist also das Gericht mit Klägerin, Rechtsanwalt Schwester und willenlosen Zeugen und auf der anderen Instanz stehe ich. Das Gericht sprach schon ein Urteil über mich und daran ist nicht zu rütteln.
          LG

          • cindy sagt:

            Roswitha, „sich anlegen“ ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, man sollte es eher „widerstehen“ nennen…
            Du hast schon recht – es macht keinen Sinn, sich mit einer solchen Symbiose, wie sie in deiner Herkunftsfamilie entstanden ist, anzulegen – du würdest am Ende doch nur wieder den Kürzeren ziehen…
            Solche Symbiosen sind so voneinander abhängig, dass sie sich nur durch das Verschwinden eines Symbiosepartners lösen…

            In meiner Herkunftsfamilie gibt es solche Symbiosen auch, nur sind die Rollen der Familienmitglieder etwas anders verteilt, wie bei deiner: Die Hauptsymbiose bilden meine Erzeuger, wobei sie eher das Sprachrohr ihres Mannes ist – nach außen hin sieht es so aus, als sei sie die starke kluge Frau und habe die Hosen an, aber dass es im Grunde genau umgekehrt ist, habe ich erst in den letzten Jahren begriffen…
            Meine schwache Schwester stellt sich hinter ihre Eltern, gebraucht diese gewissermaßen auch als Schutzschild gegenüber ihrer „bösen“ Schwester und die restlichen Familienangehörigen, die sich ihnen angeschlossen haben, sagen als Zeugen gegen mich aus, um sich bei meinen Erzeugern einzuschleimen und so an deren Vermögen zu kommen! Sollte das Vermögen dann doch letztendlich bei meiner ledigen Schwester landen, wird sich dann bei ihr eingeschleimt, dass sie ja ein Testament zu deren Gunsten macht, denn sollte sie kein Testament machen, so wären nach der gesetzlichen Erbfolge ich bzw. meine Kinder die Erben…
            Es ist ein abgekartetes Spiel und für mich ist mittlerweile klar, dass man in der Familie jahrelang auf eine Gelegenheit gewartet hat, mich und meine Kinder quasi aus dem Weg zu räumen, um auf diese Weise an die Millionen zu kommen…

        • cindy sagt:

          Es gibt Mütter, die ihre Kinder absichtlich krank machen, um sie anschließend wieder gesund zu pflegen und dann als tolle Mutter dazustehen, immer und immer wieder – man spricht hier vom sog. „Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom“… Diese Mütter sind psychisch krank und wollen Aufmerksamkeit und das anscheinend um jeden Preis…

          • Roswitha sagt:

            Meine Mutter hat kein Münchhausen Stellvertreter Syndrom. Davon habe ich schon gehört. Sie ist nur Erzieherin. Das ist das Problem.
            Erzieherinnen müssen immer erziehen und können nicht damit aufhören. Erziehung hier – Erziehung da – Erziehung überhaupt – Erziehung weil sie sonst Langeweile hat – Erziehung als Gesprächsthema – Erziehung als Nachtisch – Erziehung als Gewürz in der Suppe – Erziehung als Frühstück und Erziehung beim Zähne putzen- Erziehung dreht sich wie ein Karussell um sie herum – Erziehung weil ihre Kinder keine Konflikte untereinander allein klären könnten – Erziehung weil sie die Welt nach ihrer Vorstellung/ Messlatte erziehen möchte und weil sie nicht mitbekommen hat dass ich schon über 30 bin! Alles was in unser Familie gut geklappt hat, liegt an ihrer guten Erziehung. Alles was nicht gut lief, liegt an mir. Erstrecht Erziehung- weil eben so ein Beruf wichtig ist. Wo kämen sonst alle hin wenn jeder entscheiden müsste was zu tun wäre – ohne eine Erzieherin zu fragen!? Vielleicht könnte sie einen Diktator heiraten -dann könnte sie ein Land erziehen. Sie muss dem Briefträger erzählen, dass sie eine kompetente Erzieherin ist und jedem anderen auch. Das ist eben eine wichtige Aufgabe und die muss gemacht werden. Resolut und pünktlich zur Arbeit, steht eine Erzieherin auf – zum Dienst an der Menschheit. Gott könnte getrost Urlaub machen. Wir haben ja zum Glück eine Erzieherin die unser Leben hütet. Hat irgendjemand einen Dackel – oder etwas anderes was erzogen werden sollte? Schick ihn dringend zu meiner Mutter. Da ist noch viel Energie und Potenzial in ihr um den Hund und alles andere zu erziehen, mit allen erdenklichen Mitteln und Wegen. Sie weiß wie erzogen werden muss und kennt alle Hürden und Tücken. Sie hat Erfahrung mit allem Zeug was Erziehung bracht von A wie Affe bis Z wie Zebra.
            Ich könnte es mit Humor nehmen; Wenn sie Schokoladenfabrikantin wäre. Das wäre nicht auszudenken…. wie meine Schenkel und Hüften aussehen würden.
            Da kann ich mich mit dem Problem Erziehung nicht beschweren.
            Sie könnte auch Schönheitschirurgie studiert haben -und ich sähe aus wie M. J. – Aber zum Glück ist es nicht so schlimm – und sie ist nur Erzieherin.

            Wenn nur meine Seele für sie verschlossen bleibt – weil vor lauter Erziehung die Beziehung keinen Raum hat – so ist das ganze tragisch. Die Erziehung ist das einzige was sie unter Bindung versteht. Was soll sie denn sonst mit mir anfangen ohne mich zu belehren und zu erziehen? Etwa mich kennen lernen und sich interessieren für mich? Das ist aber nicht ihr Beruf. Sie ist doch Erzieherin und Erzieherinen erziehen eben.

            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das finde ich schön gesagt, Roswitha: „Wenn vor lauter Erziehung die Beziehung keinen Raum mehr hat..“, da ist viel wahres dran. Das kenne ich auch. Da könnte man auch sagen: Erziehung ersetzt Beziehungsunfähigkeit. Beziehung fängt bei einem selbst an, da liegt das Problem: Spaltung und Projektion auf andere statt Beziehung und Integration in Bezug zu sich selbst. Meine Schwester hat versucht mich zu erziehen: einsperren, schimpfen, herabsetzen, schlechtes Gewissen machen, pauken…, weil meine Mutter in ihren Augen bei der Erziehung versagt hat oder es ihr überlassen hat. Vielleicht war es „ihre“ Art Kontakt herzustellen. Mit „sich mit der Hexe anlegen“, meine ich nicht die Person in ihrer (Mutter)Rolle (so wie sie gerne gesehen werden möchte), sondern wirklich nur das Böse/Absicht/Hinterhältige/Gemeine/Abwertende/Verletzende/Niederträchtige herausfiltern. Ob die Person das nun versteht oder akzeptiert spielt keine Rolle, das ist ihre Sache. Aber ich glaube, dass man so sich selbst „heilen“ kann, weil es einem dann erst richtig bewusst wird, man es konkret formuliert und man sich so bewusst davon distanzieren kann. Ausgesprochen und ausgespuckt- nicht impulsiv, sondern wohlüberlegt. Es ist sehr wichtig, sich über die wahren Absichten von Menschen klar zu werden! Das ist vielleicht sogar das Schwierigste daran. Da braucht man Ruhe und Stille. Deshalb meditiere ich gerne oder gehe in einen entspannten Zustand, dann tun sich Dinge oft in ihrer ganzen Komplexität von selbst auf, in aller Klarheit. Es sind ja oft so komplexe Geschichten, da ist man zunächst einfach nur sprachlos und kann es auch einem anderen gar nicht vermitteln, weil man nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll oder was Phantasie und was Realität ist. Aber Du hast schon richtig gehört/verstanden! Der erste oder zweite (nach der ersten Blendung) Eindruck ist fast immer richtig. Es darf nur nicht in Dir drin bleiben und Dich von innen zerstören.
              LG

            • cindy sagt:

              Roswitha, das, was Deine Mutter oder auch mein Erzeuger tut, nennt man nicht Erziehung, sondern Dressur! Da geht es nicht darum, ein Individuum in seinem Leben zu begleiten und zu stärken, sondern nur darum, seinen Willen zu brechen, damit es das macht, was der „Erzieher“ will!!!!
              Für eine Dressur eignet sich nicht jedes Wesen, insbesondere dann, wenn es einen zu starken eigenen Willen hat…

              Beim Hund meiner Herkunftsfamiliewar es leicht, seinen Willen zu brechen – für ein Leckerli tat er alles… „Er ist bestechlich!“ sagte mein Erzeuger oft und mit Stolz…
              Der Hund hatte es in der Familie am besten, danach kam meine Schwester und ich wurde am schlechtesten behandelt, weil ich den stärksten eigenen Willen hatte und mich nicht so leicht beeinflussen lasse…

  11. osterhasebiene langnase sagt:

    Cindy, durch meine Sozialisation und Erfahrungen bin ich mehr Pro-Männer eingestellt. Auch weil die Übermacht der Frauen in meiner Familientradition so ausgeprägt ist. Mein Vater hatte nicht viel zu sagen (gegen seine Mutter und Ehefrau), meine Mutter hat ihren zweiten Ehemann manchmal mieser behandelt als den Hund (kommandiert und nicht gewürdigt, was er eigentlich alles für uns gemacht hat), dass es schwer mit anzuschauen war. Meine Schwester hat ebenfalls kein einziges gutes Haar an ihm gelassen (ich verstand das überhaupt nicht), meine andere Schwester hat ihn nur ausgenutzt (den Kühlschrank leer gefuttert, ohne mal was reinzutun), mein Bruder wurde nicht für seine Leistungen gewürdigt (von der Mutter, den Schwestern, seiner Ehefrau), sondern immer nur belächelt und kritisiert, nie war es genug. Die Partner meiner Schwestern können einem leid tun (ich kann es gar nicht mitansehen). Der böse XY hat wieder getan…Darin bin ich tatsächlich aus der Art geschlagen. Ich hätte meinen Mann nie rumkommandieren oder so hexenhaft anfahren („Was stellst du dich so blöd an!“)und behandeln können. Das widerstrebt mir in der Seele. Ich habe vor Männer eigentlich großen Respekt und arbeite auch gerne mit ihnen zusammen. Deshalb stelle ich mich auch oft auf die Seite von Männern und möchte sie irgendwie „beschützen“ (obwohl das natürlich bescheuert ist). Es gibt wirklich auch den Macho/Patriarchen und Unsympathen wie zum Beispiel Donald Trump oder Vladimir Putin. LG

    • cindy sagt:

      Ja osterhasebiene und meinen Erzeuger könnte man direkt bei Trump und Putin mit einreihen, nur dass es die beiden anderen Herren vor lauter Machtgier vielleicht irgendwann so sehr übertreiben werden, dass das Ganze auch für sie nicht gut ausgehen wird, während es mein Erzeuger da wesentlich geschickter und subtiler anstellt: In der Öffentlichkeit ist er die Ruhe in Person und wenn man ihn so sieht und erlebt, könnte man meinen, er tut keiner Fliege etwas zuleide… Sein Königreich erweitert er durch das Kaufen von Immobilien, die nur er und seine Frau alleine bewohnen, ganz leise und heimlich… In seinen 3 Häusern kann er machen, was er will – niemand redet ihm da hinein und von seiner Frau wird er vergöttert, da sie allein nicht mehr lebensfähig ist…

      Ich fand es schon immer ungerecht, dass insbesondere in meiner Herkunftsfamilie väterlicherseits die Männer mehr durften als die Frauen und sich außer mir keine andere Frau dagegen wehrt… Auch diese ewigen Aufforderungen, dass ich mich als Mädchen doch hübsch anziehen und schminken solle, damit ich endlich auch mal einen Kerl abkriege, gingen mir so gewaltig auf den Wecker, dass ich mir früher schon des Öfteren gewünscht habe, ein Junge zu sein… Dabei bin ich doch gar nicht transsexuell – ich fühlte mich als Mädchen doch nur so unwohl, weil man in dieser Familie als männliches Mitglied einfach besser behandelt wird…!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Cindy, die Familie meines Ex-Mannes war auch sehr patriarchalisch organisiert. Es wurde darauf geachtet, dass Frauen nicht „mitmischen“ und meine Schwägerin hatte zwar das Geld aber ihr Mann das Sagen in der Firma. Meine ehemalige Schwiegermutter wurde kleingehalten und hat aber umso mehr ihren Einfluss indirekt ausgespielt. Auch meine Schwägerin hat auf boshafte Weise hinten rum agiert.
        Meine Schwester oder bereits meine Mutter haben den Spieß umgedreht und durch viel Leistung und Einsatz die Macht an sich gebracht und die Männer ausgegrenzt und abgewertet. Es wurde auf Initiative meiner Schwester ein regelrechter Frauen-Kult betrieben, Ahnenfeste (z.B. Allerheiligen), bei denen Männer nicht dabeisein sollten (ausser jene, die nicht als Männer anerkannt wurden). Sie hat Männer nicht als gleichwertige Partner akzeptiert. Das ist auch so ein Teil des sektenhaften Wesens
        meiner Familie. Mein erster Freund durfte nicht mal ins Haus. Ein andere wurde von meiner Schwester genehmigt, weil Akademiker…(aber eigentlich wollte ich den gar nicht) Das Schrecklichste an meiner Familie war, dass meine Schwester die Herrschaft übernommen hatte (alle anderen sich gebeugt haben) und alles und jedes von ihr kontrolliert/kommentiert wurde und man immer ihren „Segen“ und ihre Genehmigung einholen musste. Sie bestimmte, was jedem zusteht. Sie wollte ihre Macht auch auf die weitläufigere Verwandtschaft ausdehnen, ist dabei aber kläglich gescheitert, als man sah, wie sie mit mir in Bezug auf das „geschenkte“ Haus verfuhr. Ihre Idee war, wir kaufen uns als Familie in Stadt XY ein. Mein Mann besaß in der Stadt XY schon einige Immobilien. Sie ist eigentlich das weibliche Pendant zu Trump, nur in Kleinformat. Nichts davon hat wirklich funktioniert. Die Familie ist auseinander gebrochen. Mein Bruder hat sie früher (als er noch Kraft hatte) jahrzehntelang regelmäßig vor die Türe gesetzt, bis er schließlich selbst ins Netz gegangen ist, mit einer Frau, die es nicht viel anders macht. Daher ist eine Auseinandersetzung mit der Familie so zwingend notwendig und wichtig, denn man gerät unbewusst leicht ins gleiche Fahrwasser. Nur Flucht/Verdrängung hilft nicht, sondern portionsweise Konfrontation oder Aufarbeitung/Bewusstwerdung (was ist hier eigentlich passiert) des Geschehenen. LG

      • Roswitha sagt:

        Einer der beiden Herren Trump oder Putin hätte mir zum Valentinstag Blumen schicken sollen und eine Karte schreiben können. Darüber hätte ich mich gefreut. Jetzt hätte ich auch einen Grund sauer zu sein, weil sie das nicht taten, aber ich habe meine Enttäuschung überwunden. Jedes Volk hat das verdient was es wählt. Meine Gefühle denen gegenüber sind neutral. Ich ärgere mich nicht und freue mich auch nicht darüber. Blumen habe ich zwar nicht gekriegt aber kein Grund zur Aufregung meinerseits. Sie sind gewählt worden und das muss ich respektieren. Verstehen kann ich aber die Gründe nicht, weshalb sie dort gelandet sind. Ich muss nicht alles verstehen.
        LG

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Verstehen muss man nicht alles, da hast Du recht, Roswitha. Beim Lesen Deines Kommentars ist mit statt „dort gelandet“ „dort gestrandet“ in den Sinn gekommen. Auf Blumen solcher Herren kann man getrost verzichten. LG

        • cindy sagt:

          Nicht jeder Amerikaner hat Trump gewählt und selbst viele, die ihn gewählt haben, bereuen es jetzt schon wieder…
          In Amerika ist das passiert, was im Kleinen auch in unseren Familien passiert: Da kommt ein Narzisst, der den Leuten das sagt, was sie hören möchten, ihnen Versprechungen macht, sie einlullt und am Ende wird doch nur das getan, was seinem eigenen Wohl dient…
          Menschen wie Trump, Putin und auch Erdogan sind für mich menschenverachtende, unsoziale, macht- und geldgierige Narzissten, die nur zu ihrem eigenen Vorteil handeln und denen es im Grunde egal ist, wie es anderen Menschen dabei geht und deshalb mag ich diese Leute nicht – sie sind meinem Erzeuger so ähnlich, nur dass dieser nicht so viele Menschen beherrscht und nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht…

  12. osterhasebiene langnase sagt:

    …und ich durfte mich nicht schminken oder schöne Kleider tragen und musste die Haare lange Zeit immer kurz tragen. Sonst wurde ich in die Kategorie „Flittchen“ eingeordnet oder ausgelacht. Nur in meiner Studi-Auszeit trug ich die Haare wild und lang – fern ab – von meiner Psychoschwester. Das Frau-Sein musste ich ganz neu erfinden, denn wirklich brauchbare Vorbilder hatte ich nicht. LG

  13. cindy sagt:

    In meiner väterlichen Herkunftsfamilie gibt es meine naive und faule Erzeugerin, eine Tante, die für Geld schuftet und ackert, während sich deren Mann bedienen lässt, die andere Tante, über die andauernd hergezogen und die am Ende auch mitsamt ihren Kindern aus der Familie ausgestoßen wurde sowie meine Schwester und eine Kusine, die ihr Fähnchen nach dem Wind hängen – auch nicht wirklich brauchbare Vorbilder… Einzig meine Omi mütterlicherseits war für mich ein gutes Vorbild, aber deshalb wurde ich ja auch immer von meinen Erzeugern fertiggemacht…

    Hier zeigt sich auch wieder diese Intoleranz, die gerade in vielen Schwarze-Schaf-Familien vorherrscht: Warum darf man nicht einfach Kleider, Haare oder Schminke tragen, wie man möchte, zumindest, solange es nicht gesundheitsschädlich ist? Was ist daran so schlimm, wenn man homosexuell ist oder einfach (momentan) keinen Partner möchte? Muss man solchen Rollenklischees immer entsprechen?
    Das Schlimmste für solche Familien ist oft, dass die Leute schlecht über sie denken oder reden könnten – in wirklich gesunden Familien spielt das keine Rolle…

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Ja, das ist eine seltsame Intoleranz, nach ganz eignen, erdachten Kriterien (je nach Familie verschieden), die man gar nicht nachvollziehen kann, weder rational noch emotional oder bei denen nur bei ganz genauer Mikro-Analyse und Beschäftigung irgend ein „vernünftiger“, der inneren Logik entsprechender, Zusammenhang herzustellen ist.

      Liebe schwarze Mitschafe,
      ich bin auf ein Buch gestoßen, indem auf 123 Seiten alles knapp und super zusammengefasst bzw. strukturiert ist, was hier in der Herde auch schon zusammengetragen wurde:

      „Leben mit narzisstischen Eltern“ – Die Entlarvung der Niedertracht von Andrea Pirringer

      Dieses Phänomen der narzisstischen Eltern/Großelten erscheint heute mehr und mehr im Bewusstsein der Menschen und wird in dem Buch tatsächlich auch hauptsächlich auf die 70-jährige nichtaufgearbeitete Kriegstraumatisierung zurückgeführt. Die Kriegsenkel und Urenkel (heute 30, 40, 50, 60-jährige) fangen an, sich nach langer Zeit der Verdrängung und materiellen Verschiebung mit den katastrophalen emotionalen Folgen des Krieges und der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Man könnte fast von einem Massenphänomen an Bewusstwerdung und Problembewusstsein sprechen. Die vielen „ungeklärten“ psychosomatischen Krankheitsfälle, Kontaktabbrüche zu Eltern/Verwandten, Scheidungen, Singles, Mobbing, freiwillig Kinderlosen, misslingender Pflege im Alter (Unzufriedenheit auf allen Seiten) haben die weitere Verdrängung und Verschleierung dieser Traumarisierung fast unmöglich gemacht. Man fängt an, Ursachenforschung zu betreiben. Vielleicht (ich hoffe es!) beginnt nun das Zeitalter der Aufarbeitung und Kommunikation. Doch bleibt bei mir auch die Angst, dass diese Aufarbeitung für viele zu mühsam sein könnte, Umdenken zu angstbesetzt ist und das gesellschaftliche/menschliche Dilemma in einer neuen Diktatur oder einem Krieg „entsorgt“ werden soll, wodurch das Drama sich einfach nur wiederholen würde. Die Amerikaner (ein Volk, dem man nachsagt, dass jeder seinen eigenen Therapeuten hat!) haben Trump gewählt. Hoffentlich hält der Widerstand, der sich in der Bevölkerung gegen seine eigenmächtigen Handlungen breitmacht, auch an. (in dem o.g. Buch wird auch das „Brav-Sein“ thematisiert, wie schwer vielen fällt, zu sagen: „wenn ich vorher gewusst hätte, welchen Charakter du hast, dann hätte ich dich nicht geheiratet“, also auch das, dem anderen mal die Meinung richtig zu sagen) Und hoffentlich kommt es nicht zu einer Mega-Allianz der beiden größenwahnsinnigen Narzissten Putin und Trump. LG

      • cindy sagt:

        Genau osterhasebiene, die mächtigsten Männer der Welt sind Narzissten und auch ich hoffe, dass die beiden sich nicht auch noch zusammentun… Zum Glück sieht’s ja zur Zeit so aus, als ob doch nichts aus dieser „Männerfreundschaft“ wird…
        Trumps Auftritte erinnern mich irgendwo immer an Hitler und ich frage mich oft, warum die Menschen immer noch viel zu wenig aus der Geschichte gelernt haben – genauso wie bei Hitler damals war eine große Unzufriedenheit im Volk und das hat Trump ausgenutzt, indem er den Amerikanern große Versprechungen gemacht hat, von denen viele nicht umgesetzt werden (können) und diejenigen, die dann doch gehalten werden, dienen nur dazu, um Trump noch reicher und mächtiger zu machen!

        • Roswitha sagt:

          Die Bedenken von euch, bezüglich der Politik unserer Freunde aus USA oder Russland kann ich nicht teilen.
          Ich will hier nicht flapbsig erscheinen mit meinem Kommentar, aber ich kann die Nachrichten des Fernseher zur Zeit einfach nicht ernst nehmen. Keine Ahnung was mit mir los ist. Es interessiert mich nicht einmal, was unsere Prominenz so für Politik treibt. Ich erlaube mir einfach das Spiel, wie die drei Affen zu spielen (Nachrichten nicht hören/ sehen/ besprechen) und glaube sogar nichts zu verpassen. Wenn ich bei Günter Jauch jetzt zwar weniger Chancen hätte, aber dies sind mir meine ersparten Nerven jetzt wert.

          Wir leben in einer Zeit, in der sich einfach jeder über das Internet mitteilen kann. Es ist einfach, sich Informationen zu holen und zu lesen was einen so interessiert. Deshalb gibt es auch viele, die über die Aufklärung, die Möglichkeit nutzen, ihre Vergangenheit zu verstehen.
          So wird es sich aufteilen, in Gruppen die auf dem Weg zur Bewältigung sind – und welche die ihr Trauma noch nicht erkannt haben. Ohne unsere Riesenbücherei im Netz ging das nicht. Von der Schriftstellerin Andrea Pirringer habe ich schon gelesen.

          Meine Großeltern waren sehr stark vom Krieg traumatisierte Opfer. Da erlebte mein lieber Opa mütterlicherseits Gefängnislager/Front und meine Oma Verschleppung. Die Oma hatte eine Autobiographie geschrieben. Sie ist sehr intelligent und fleißig. Mit 18 wurde sie verschleppt, aber zuvor wollte sie studieren und Lehrerin werden. Das Studium hätte ihr Vater aus Geiz und Frauendiskriminierung verboten. Gleich nach den Grausamkeiten des Krieges, haben meine Großeltern geheiratet und bekamen in großer Armut – als erstes Kind – meine Mutter. Meine Mutter wurde von einer sehr alten Tagesmutter betreut, weil es sich meine Oma nicht hätte leisten können, nicht zur Arbeiten zu gehen. Meine Oma mütterlicherseits ist heute noch traumatisiert. Vorallem weil sie nicht nur einen grausamen Krieg, sondern auch eine strenge ungerechte Kindheit erlebt hatte.
          Nach meiner Wahrnehmung hält meine Oma sich selbst für eine Heilige. Nur sie als „Deutsche Arierin“ hätte schlimme Dinge erleben müssen und alle Juden, welche von ihrem eigenen Schicksal sprechen täten – sein Lügner. Extreme eigene Aufwertung und gleichzeitig Fremdabwertung ist ihr ständiger Begleiter. Ausserdem stünde man laut ihrer Ansicht, auch als Christ nur dann Gott nahe, wenn man ihr Leid mitgemacht habe. Mir spricht meine Oma die Beziehung zu Jesus ab. Es scheint so, als müsst man sich die Nähe zu Gott durch Strapazen erarbeiten (die den Erlebnis im Krieg – den sie erlebt hatte- ähnlich sein). Praktisch gesagt, hätte keiner so viel Ehre verdient als nur sie selbst. Mir wollte meine Oma mit einer Bibel gefechere und hokuspokus den Teufel austreiben. Wenn nun alle meine Geschwister und meine Eltern meinen, dass was nicht mit mir stimme, dann könnte ihre aufgeblasene Hilfe wohl zu Nutze sein. Es gibt nichts tröstenderes als Kind, als wenn eine Verrückte den Teufel aus einem austreiben will. Ironie Ende!
          Wenn ich meine Oma sprechen höre und fühle, dann kann ich verstehen, weshalb meine Mutter das geworden ist – wie sie ist. Nicht einmal ansatzweise verstünde Großmutter die Einsamkeit oder Bedürfnisse anderer. Allen Anderen ginge es doch gut. Haben sie doch nicht diese Angst und diese Kälte und Hunger und Not erleben müssen, die sie selbst erlebt hatte. Ich bin wirklich nicht verbittert über meine Eltern. Es ist mir nicht mehr wichtig, dass meine Eltern mich verstehen müssen. Hauptsache ich verstehe sie.
          Mein anderer Großvater väterlicherseits erlebte eine sehr schlimme Kindheit, jedoch weniger Leid im Krieg. Er brauch den Kontakt zu seiner Mutter ab und steckte sie in ein Altenheim. Daher schieße ich, dass seine Kindheit auch kein Rosengarten war. Die Oma väterlicherseits blieb Witwe allein mit kleinen Kindern und heiratete den Opa. So wuchs mein Vater in einer Patchworkfamilie auf. Seine älteren Geschwister waren die Kinder vom gefallenen Ex und mein Vater, war das leibliche Kind vom neuen Papa. Da gab es große Bevorzugung für meinen Vater. Bei Familientreffen durfte unsere Familie am Tisch bei Opa sitzen und die Enkel, von Vaters Halbgeschwister, waren nicht eingeladen. Sie durften extra abseits mit ihren Eltern sitzen.
          Mit seinen Geschwister hat mein Vater kaum Kontakt. Seine große Schwester wurde am wenigsten traumatisiert. Sie ist als einzige normal geblieben. Sie hat Glück gehabt und durfte ihre Kleinkindheit noch in intakten Verhältnis mit ihrem leiblichen Vater Kraft tanken, bevor der Stiefvater kam. Mein Onkel väterlicherseits, hat Alkoholentzug hinter sich. Der andere Bruder verstarb an Suizit. Wobei dieser Suizit als Unfall abgetan wurde. Wenn sich aber jemand ein Elektokabel um den Arm wickelt und ins Wasser geht. …Für mich ist das kein Unfall….., wenn ein Erwachsener das macht.
          Mich wundert die Situation in der meine Eltern nun stecken nicht. Ich empfinde Mitgefühl. Mitleid kann ich nicht sagen, denn ich leide jetzt nicht. Mit Leiden habe ich abgeschlossen. Ich fühle nur noch.
          LG

          • Roswitha sagt:

            Es gibt sehr viele Dinge, die erst im Erwachsenenalter begriffen werden. Ich begreife jetzt zum Beispiel, weshalb ich für meinen Vater als faul und unaufmerksam galt.
            Wenn mein Vater sagte 》Hier zieht es《 Da meinte er; Ich sollte das Fenster schließen.
            》Das Bild müsste aufgehängt werden《 Da meinte er; Jemand sollte einen Hammer holen.
            》Die Tasche ist schwer《 Da meinte er; Bitte hilf beim Tragen.
            》Ich habe wenig Appetit《 Da meinte er; Die Suppe schmeckt nicht.
            》Das Essen bräuchte mehr Würze《 =Bitte reiche mir das Salz

            Meine Geschwister haben irgendwie die Sprache schneller begriffen und passten sich an. Ich wurden getadelt, wegen meiner geringerern Anpassung. Wie hätte ich es versuchen können alles zum Stolz und zur Zufriedenheit meines Vaters richtig zu machen? Ich hab es einfach nicht verstanden. Das ganze ist einfach nur ein Missverständnis und nicht von meinen Eltern so direkt beabsichtigt, sondern unbewusst geschehen.
            Für mich war es immer verwirrend. Weil ich diese Sprache weder verstanden habe und noch selbst sprechen konnte, deshalb galt ich als undiplomatisch.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das ist der stetige Vorwurf (an die Mutter?): Du siehst meine Bedürfnisse nicht! Sie haben nicht gelernt Bedürfnisse klar zu formulieren (weil sie dafür früher wohl bestraft oder ausgeschimpft wurden). Mit Diplomatie hat das meines Erachtens überhaupt nichts zu tun. Das würde ich eher als „Pampern“ bezeichen. Sorry! Ich weiß, dass das böse ist.
              LG

            • cindy sagt:

              Als undiplomatisch wurde ich auch bezeichnet, jedoch nur deshalb, weil ich „nicht um gut Wetter gebettelt habe wie meine Schwester“… Ich konnte nicht gut schleimen; das wurde aber von meinen Erzeugern von uns Kindern erwartet, damit wir es gut haben und später das Vermögen erben…
              Meine Schwester ist dafür umso „diplomatischer“ und deshalb wurde sie auch immer etwas besser behandelt als ich, obwohl auch sie nie großzügig von denen beschenkt wurde – getreu nach dem Motto meiner Erzeuger: „Man soll Kinder bloß nicht verwöhnen!“ (Komisch, wo sie selbst doch von deren Eltern und Schwiegereltern nach Strich und Faden verwöhnt wurden!)…!

          • osterhasebiene langnase sagt:

            So viele schreckliche Dinge, die Menschen in noch fast unmittelbarer Vergangenheit erlebt haben. Fast jeder könnte hier etwas beisteuern, die Rucksäcke sind prall gefüllt. So viele schräge Geschichten, wie die versuchte Teufelsaustreibung Deiner Oma…Religiösen Fanatismus hatte ich auch in meiner Familie vonseiten meiner Tante, der Schwester meiner Mutter. Fast ein Wunder, dass wir noch halbwegs klar denken können. Dass unsere Eltern/Familien so sind, wie sie sind (emotional unerreichbar, egozentrisch und materialistisch) kann man irgendwie verstehen. Sie haben ums Überleben gekämpft und haben auch irgendwie überlebt. Der Satz gefällt mir: „Es ist mir nicht mehr wichtig, dass meine Eltern mich verstehen müssen. Hauptsache ich verstehe sie“. Mir ist es auch wichtig zu verstehen, aber manches muss man auch einfach akzeptieren. Wichtiger ist mir jetzt ein versöhnlicherer Blick (was mir extrem schwer fällt!), nicht mehr nur Böswilligkeit und böse Absicht zu unterstellen, sondern das Ganze (soweit möglich) neutral zu betrachten. Im Übrigen nochmals herzlichen Dank für den Buch-Tipp. Eugen Drewermann „Vom Weg der Liebe“ – Aschenputtel, Schneewittchen und Marienkind tiefenpsychologisch gedeutet. Das ist phantastisch! LG

          • cindy sagt:

            Für meine Erzeuger kann ich weder Mitgefühl noch Mitleid empfinden, weil ich einfach nicht weiß wofür! Wenn ich lese, was Roswithas Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel usw. alles durchmachen mussten – könnte ich sogar Mitgefühl entwickeln…

            Meine Großeltern und mein Großonkel mussten auch eine Menge mitmachen: Mein Opa väterlicherseits war in Kriegsgefangenschaft in Kanada, dessen Bruder war in Russland Soldat, meine Oma väterlicherseits hatte eine Stiefmutter, die sie tatsächlich wie Aschenputtel behandelt haben muss, mein Opi mütterlicherseits saß unter schlimmen Bedingungen im belgischen Gefängnis, meine Omi mütterlicherseits ist beim Hamstern auf einen Zug aufgesprungen und hat dabei ihr erstes Kind verloren, beide Großeltern mütterlicherseits haben ihre ersten Ehepartner während des 2. Weltkriegs verloren und dann die ganzen schlimmen Dinge, die alle während und nach des Krieges miterleben mussten – und das sind nur die Dinge, die ich erfahren habe…
            Trotz aller schlimmen Erlebnisse sind meine Großeltern gute Menschen geblieben, die sich um ihre Kinder und Schwiegerkinder gekümmert und sie nach allen Kräften unterstützt haben – sie alle haben meinen Erzeugern ein gutes Leben ermöglicht, wirkliche Schicksalsschläge blieben denen erspart und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ICH und auch meine Schwester bisher schon mehr in unserem Leben durchmachen mussten, als unsere Erzeuger…

            Meinen erst nach dem 2. Weltkrieg geborenen Erzeugern ging es immer gut, vielleicht einfach ZU gut, sie sind viel zu sehr verwöhnt worden und das ist lediglich eine Erklärung für ihr Verhalten, keine Entschuldigung… Daher auch meine Wut – sie haben in ihrem Leben immer nur bekommen, wollten nie etwas geben, noch nicht einmal ihren eigenen Kindern, die sie auch nur bekommen haben, um von ihnen zu profitieren und sie schamlos auszunutzen…

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das ist doch genau diese kranke Egozentrik, die man nur auf dem Hintergrund schlimmer (emotionaler) Traumarisierung verstehen kann. Normalerweise geben Eltern ihren Kindern gerne und bedingungslos und möchten, dass es ihnen gut geht, dass sie das für sie Optimale aus ihrem Leben machen, sich entfalten in ihren Potenzialen, sodass sie zufrieden sind. Geiz, Neid (u.a. auf die Kinder) und nie genug haben können, gehört in die kranke Kategorie. Das sind emotional verhungerte Menschen, die nicht genug Seelennahrung bekommen haben.

              • cindy sagt:

                Meine Großeltern hatten tatsächlich schlimme traumatische Erlebnisse, aber sie haben ihren Kindern gegeben, was sie konnten, nicht nur finanziell – trotz ihrer traumatischen Erlebnisse sind sie liebevoll mit ihren Kindern umgegangen!!!! Meine Erzeugerin wurde insbesondere von ihrem Vater nach Strich und Faden verwöhnt und mein Erzeuger war der Prinz in der Familie, der alles durfte und nichts musste, insbesondere, was Hausarbeit anging…
                Ich glaube, meine Erzeuger sind so egoistisch, weil sie von klein auf sowohl finanziell als auch anderweitig viel zu sehr verwöhnt wurden – sie haben immer nur genommen und mussten nie etwas geben, sind es schlicht und einfach nicht gewohnt, selbst auch mal etwas zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten… Großzügigkeit oder jemandem etwas zu geben, einfach nur, weil dieser sich darüber freuen könnte, ist solchen Menschen fremd…! Narzissmus kann nicht nur durch narzisstische Eltern entstehen, er kann auch entstehen, wenn Kinder ZU SEHR verwöhnt werden – das übermäßige Verwöhnen ist vielleicht von den Eltern gut gemeint, schadet aber letztendlich den Kindern…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  „Zu sehr verwöhnen“ ist aber auch emotionale Vernachlässigung, Cindy. Meist ist diese (Ver)Erziehung verbunden mit double bind. Es wird in Wirklichkeit gar keine Chance zur Eigenständigkeit/Autonomie gelassen, was aber später in sadistischer Weise genau vorgehalten wird. Sehr perfide. Verweise auf das Märchen „Schneewittchen“.
                  LG

                • Roswitha sagt:

                  Ich schließe mich dem Kommentar von Osterhasenbiene langnase an. Verwöhnen ist nicht immer das gelbe vom Ei.
                  In der Erziehung muss nicht immer die Mutter oder Vater alle Steine aus dem Wege des Kindes räumen.Viel mehr hilft es dem Kind wenn es die Erfahrung machen darf, selbst die Steine wegräumen zu können. Als Mutter hat man manchmal nur die Aufgabe, das Kind zu sehen und es als Zeuge anzuerkennen, dass das Kind es mal wieder geschafft hat und ein Problem gelöst hatte. Das Kind sollte Probleme haben um zu lernen, nicht hilflos zu sein und auf das Wohlwollen des Erwachsen angewiesen zu sein. Die ganze Erziehung besteht darin, das Kind Probleme lösen zu lassen und dem Kind zu vertrauen. Es darf natürlich nicht überfordert werden – und Erfolg und kleine Niederlagen müssen sich in der Waage halten.
                  Es bereitet den Kindern doch Spaß und Selbstbewusstsein, wenn sie Steine im Wege haben. Mein Kind liebt Mathematische Rätsel. Es ist stolz wenn es sich allein helfen kann. Es gibt aber auch andere Dinge die ihm Kraft und Energie kosten, um eine Lösung zu finden. Wenn die Lösung da ist, hüpfen die Hormone vor Freude.
                  Zimmer aufräumen ist ein Problem oder andere tägliche Herausforderungen.
                  Es hilft wirklich nichts wenn dem Kind alles abgenommen wird.

                  LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Da geht es nicht mal in erster Linie ums Steine aus dem Weg räumen, also etwa
                  in Form von Schulbildung und Förderung, gesunde Ernährung, angemessene Kleidung, Unterstützung bei Konflikten…sondern um gezielte Lebensverhinderung und Klein-Haltung, Unterdrückung aller vitaler Impulse und Interessen. Meine sadistische Schwester hat mich zum Beispiel „nur zu meinem Wohle“ in den Sommerferien halbtags in ein Zimmer eingesperrt, von wo aus ich aus dem Fenster die spielenden Kinder unserer damaligen Feriengäste beobachten konnte, am Nachmittag wurde ich wieder „freigelassen“, da waren die Kinder dann mit ihren Eltern wandern oder unterwegs. Das werde ich nie verzeihen, ich war so traurig und verzweifelt, dass ich sogar mit dem Gedanken gespielt habe, aus dem Fenster zu springen. Es ist nur ein typisches Beispiel für die doppelbödige Bosheit meiner Schwester. Nach außen die Gutmeinende, Behütende, Beschützende in Wahrheit die neidische und gehässige Hexe. Diese Frau hat als Psychotherapeutin ein Vermögen gemacht! Im Grunde hat sie mich als kleines Kind und auch später immer gezwungen gegen mich und meine vitalen Interessen zu handeln. Die Doppelbotschaft: Klar darfst du studieren/glücklich sein/alles, was du möchtest, kein Thema, aber danach „ab an den Herd“, denn Studiert-Sein/Etabliert-Sein/Anerkennung-Haben das seht nur mir/uns zu, die wir „wirklich“ etwas geleistet und gearbeitet haben. So spricht der Teufel, der Diabolus. Während meiner Ehe dachte ich, dass ich es jetzt überwunden hätte. Aber mein Mann wollte das Leid des Aschenputtels nicht sehen, sondern nur die schöne Balltänzerin, die eine Seite der Medaille. Die Verzweifelte und Verlassene hat er nicht akzeptiert. Und er verstand sich ja so prächtig mit der Hexe. Ich fühlte mich einfach nur verkauft und verraten. Nun versucht sie meine Kinder zu manipulieren und möchte mich auch auf diese Weise noch einmal missbrauchen (sie konnte keine Kinder bekommen) – als reine Gebärmaschine. Ich habe viel zu lange vertraut!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Immer wieder lese ich, dass Leute als Begründung für ihre Trump-Wahl anführen, dass der Typ so „unendlich reich“ sei. Vielleicht sehen sie in ihm den American dream verwirklicht, dass jeder, der nur hart genug arbeitet, es auch zum Millionär bringen kann. Aber wozu und zu welchem Preis? Das fragt offenbar niemand.

          • cindy sagt:

            Ich glaube, die Antwort auf die Trump-Wahl ist viel banaler: Trump spricht vielen wütenden Amerikanern aus der Seele, sucht Sündenböcke und verspricht den Amerikanern das, was sie hören möchten – genauso war es damals bei Hitler auch: Vielen Deutschen ging es damals nicht gut, sie waren deshalb auch wütend und Hitler war für sie „der Führer“, der die Sündenböcke (Juden) beseitigen und die Deutschen zum Wohlstand führen wird… Hitler hat ein ganzes Volk dazu benutzt, um seine Gier nach Macht zu stillen und Trump benutzt jetzt ein noch viel größeres Volk, um seine Gier nach Geld und Macht zu stillen – die Geschichte widerholt sich…

            • Roswitha sagt:

              Ich kann nur betonen dass alles was ich hier beschreibe und erzähle nur meine Beobachtungen sind und ich möchte auch keinen meiner Familie verurteilen. Ob nun jemand böse ist oder nicht, das kann relativ sein.

              Für meinen Großvater mütterlicherseits war ich das Lieblingsenkel. Er hielt immer zu mir und gab mir einen sicheren Hafen. Ich weiß aber auch von Erzählungen, dass dieser mich liebender Opa seinen Sohn (der Bruder meiner Mutter) einmal schwer verletzte, weil er ihn verprügelte (als Strafe für Ungezogenheit) Der gleiche Mensch könnte für einen anderen – eine unsichere Bindung bedeuten und kein sicher Hafen sein.

              So kann ich jetzt meine Erfahrungen, welche ich mit Opa gemacht hatte, als Maßstab nehmen um zu richten oder urteilen? Da wäre ich nicht schlauer als meine Geschwister.
              So ist es umgekehrt auch mit denjenigen die nicht zu mir hielten. Sie könnten für mich eine unsichere Beziehung bedeuten, jedoch für meine Geschwister andere Seiten von sich wirken lassen.
              Meine Geschwister machen jedoch ihre eigenen Erfahrungen zur Messlatte.

              So relativ verhält es sich mit vielen Dingen. Alles Gute oder Böse ist relativ und hängt ab von Ort und Zeit oder der Person die sie beobachtet.
              Hier ist das Schwulsein normal und wo anders wird es bestraft uws.
              Das könnte ich endlos weiter beschreiben.
              Da wurden aus Wahn Hexen verbrannt und Kriege geführt, – bis hin zu systematischen Ausrottung von bestimmten Glaubensgemeinschaften.
              Jeder glaubte immer, dass seine Erfahrung und Urteilskraft die Richtige sei.
              L G

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Da gibt es meines Erachtens mehrere Möglichkeiten: entweder man sagt: Ich nehme das Eine, es hat mir gut getan. Und lässt den anderen das ihre, ohne zu mäkeln. Jeder hat irgendwo, von irgendwem etwas gutes bekommen – sonst hätte er nicht überleben können. Jedem das seine – und alles gut sein lassen. Oder man kann das Familiensystem als Ganzes sehen und feststellen, dass das scheinbar gute, das man von jemand einmal bekommen hat, einem zwar zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Überleben geholfen hat, aber im Ganzen betrachtet, die Entwicklung erheblich behindert hat, weil es anderen die Türe zum Missbrauch erst geöffnet hat. Oder: zur Spaltung der Familie erst die Voraussetzung geschaffen hat. Dann kann man erkennen, dass darin (im scheinbar Guten) der Hemmschuh des eigenen Lebens liegt. Ich glaube aber, dass Nummer 2 dann erst auf den Plan tritt, wenn man im Leben immer und immer wieder am selben „Thema“ gescheitert ist. So wird es irgendwann nötig das Ganze systemisch anzuschauen und neu zu bewerten. Solange es aber noch ganz gut läuft, macht man das gewöhnlich nicht freiwillig. Da ist auch Angst, schlafende Hunde zu wecken. Somit steht jeder an einem anderen Punkt im Leben. Es kann nichts von außen beschleunigt werden, es muss jeder selbst dahinter kommen, durch eigene innere Motivation. Nur möchte man manchmal gerne jemanden anstupsen und auf einen anderen Blickwinkel hinweisen. Die Interpretation von E. Drewermann zu Aschenputtel hat z.B. genau meine Vermutung bestätigt, dass das Hauptproblem von Aschenputtel in der (verstorbenen, überlasteten) Mutterfigur zu suchen ist und alle anderen Probleme sich daraus erst ergeben. Doch denkt man zuerst, dass die „gute“ Mutter es ist, die Aschenputtel zu ihrem Glück verhilft. Es ist aber gerade die Ablösung (Auflösung der Symbiose) von dieser „guten“ Mutter, die sie in die Befreiung (aus den demütigenden Verhältnissen) und ein eigenständiges Leben führt. Das ist alles sehr komplex und nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar. Ich möchte auch niemanden verurteilen oder über andere richten, sondern erkennen, was und wer für mich gut oder weniger gut bis gar nicht gut ist. Hexen muss man nicht verbrennen, man kann ihnen ausweichen oder sich wehren, wenn man sie erkennt.
                LG

                • cindy sagt:

                  Man beurteilt einen Menschen automatisch danach, wie er sich einem selbst gegenüber verhält und wenn mir ein Mensch etwas Böses tut, kommt es mir darauf an, ob er es wirklich böse gemeint hat und wenn nicht, war es ein Fehler, den man bei Einsicht des anderen auch verzeihen kann…
                  Narzisstische oder egoistische Menschen hingegen sehen ihre eigenen Fehler NIEMALS ein und dann kann ich ihnen auch nicht vergeben oder verzeihen…

              • maro sagt:

                Das ist eine wichtige Erkenntnis!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Danke!

                • maro sagt:

                  Ich finde Ihre Sicht sehr interessant, Osterhasebiene langnase.
                  Meine Antwort bezog sich jedoch auf Roswitha’s Kommentar.

                • Roswitha sagt:

                  Danke, es freut mich.
                  Um ehrlich zu sein, bietet dieses Erlebnis auch Spannung und neue Erfahrung, die ich nicht vermissen möchte.
                  Wenn die ganze Bitterkeit und das Hadern überwunden sind, kann aus diesem Umstand sogar aus Leid und Verzweiflung – ein unterhaltsames Theater werden. Ein Theater bei dem das Drehbuch durchschaut ist. Es lohnt sich, zu verzeihen.
                  Ich möchte zwar nicht mehr mit meiner Sippe Umgang haben und vermisse auch keinen, aber ich bin auch nicht mehr wütend.
                  LG

          • Roswitha sagt:

            Liebe Osterhasenbiene langnase, die Mehrheit hat nicht immer Recht. In der Geschichte gab es unzählige Beispiele, dass die Guten immer keine Anerkennung von der Mehrheit bekommen hatten – und die Bösen bekamen viel Anerkennung. Hatte man einmal eine Wahrheit entdeckt (das die Erde rund sei usw.) wurde man ermordet. In der Bibel stand darüber. 》Seit wie Kinder gegen das Böse – aber seit Erwachsene im Verstehen《
            Das ist nun mal so. Viele große Meister lebten entweder in der Einsamkeit oder wurden gekreuzigt oder defiamiert von Kirche und Inquisition. Viele Tyrannen wurden geehrte Führer.
            Es ist nun so wie in dem Gleichnis; 》Von den Ehrenplatz bei der Hochzeit.《 steht.
            Wir könnten uns freuen, wenn wir nun ganz hinten sitzen – und zu den Unbedeutenden in der Familie zählen.
            Wenn nun deine Schwester damit angibt, wieviel Anerkennung sie selbst bekommen hat, dann zählt sie zu denen, die sich an die Ehrenplätze drängeln.
            Meine Mutter hat auch nie aufgehört zu erzählen, wie beliebt und geachtet sie von ihren Kollegen und Bekannten usw. ist.
            Da könnte ich eine Strichliste führen, wenn sie von ihren Fans erzählt hatte. Natürlich kam danach die Bemerkung, dass ich keine ehrlichen Freunde hätte.
            Der Umgang mit mir sei ja so schwierig. Da braucht es mindestens so eine grandiose begabte und allseits beliebte, in der Erziehung erfahrene Mutter wie sie – um mit mir Geduld zu haben.
            Ich hätte mir gewünscht, eine Mutter zu haben, die leichter über ihre eigene Eitelkeit springen zu können.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Liebe Roswitha, mache bekommen, weil sie die falschen Bezugspersonen hatten, zur falschen Zeit und am falschen Ort geboren wurden…einfach die A…karte. Dabei wäre viele auch gar nicht so schlecht gewesen, aber das Böse ist mächtig und stark, vor allem gibt es seine Macht nicht freiwillig ab. Es ist ungerecht, böse, gemein – und die allgepriesene Chancengleichheit ist eine Farce. Da glaub ich noch eher an den Weihnachtsmann. Manche können sich anstrengen wie ein Ochse, aber wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt…das haben meine Lehrer damals in der Schule auch schon gesehen (in welch rigidem, unterdrückendem Elternhaus ich aufwuchs) und oft mit mir mitgefühlt und mich geschont. Fast alle Menschen ausserhalb der Familie waren gut zu mir, da hatte ich viel Glück. Meine Schwester konnte ihre Macken und Störungen optimal anderen unterschieben und „vermarkten“. Sie hat stets eisern „durchgehalten“ – beruflich und privat. Sie gab mir immer zu verstehen, dass ich „unter“ ihr stünde und Dienstbotenstatus hätte, weil ich ja so „faul“,…. sei. Dass ich mit 30 ihre Wäsche gebügelt habe, fand sie ganz normal, dafür bekam ich ja dann ein Haus. Weil ich nicht all mein Geld in dieses Haus steckte, das sie sich so hart „erarbeitet“ hatte – wie sie sagte, kam es zum Bruch (nicht zum ersten). Außerdem warf sie mir vor reich zu sein durch meine Heirat, was aber nur eine Form von Sklaverei war, denn Bargeld hatte ich nie und mein Mitspracherecht in allen Dingen war äußerst bescheiden. Meine Ausbildungen wurden stets als Hobby belächelt, so wie andere häkeln oder stricken. So führte ich ein Leben wie Schneewittchen bei den sieben Zwergen. Ja, Roswitha, und dann soll man erwachsen sein und verstehen. Die Bibel hat schon Recht.

              LG Osterhasebiene Langnase

            • cindy sagt:

              Ja Roswitha, dieses „runtergemacht werden“ kenne ich auch nur zu gut… So oft hatte ich schon selbst das Gefühl, dass ich ein kleiner Teufel in Menschengestalt sein muss – so komisch, eigensinnig und böse – deshalb konnte ich ja auch gar keine (echten) Freunde haben… Es rechtfertigt einfach alles, was sie mir angetan haben: mich schon als Baby nachts stundenlang alleine in der Wohnung einzuschließen, mich zu benutzen, um an Geld zu kommen, mich psychisch zu missbrauchen, mich aus dem Haus zu werfen, mich später nur als Geburts- und Pflegemaschine für ihre Enkelkinder zu benutzen usw., usw….
              Sie selbst dagegen stehen für den größten Teil der Familie und auch in der Öffentlichkeit wie DIE Helden da, sie konnten gar nicht anders handeln, als mich zu verstoßen, weil ICH ja sooooo böse bin… Manchmal glaube ich, dass man denen selbst dann noch Beifall geklatscht hätte, wenn sie mich umgebracht hätten…!

              Während meine Erzeuger in Ruhm und Geld baden, sich ein Haus nach dem anderen kaufen und es ihnen gesundheitlich so gut geht, dass sie eine teure Reise nach der anderen machen können, geht es mir psychisch wie physisch immer schlechter und die sind es auch noch schuld!!!! „Da wo ich nicht bin, da ist das Glück!“ – diesen Satz kann ich nur unterstreichen!
              Hinzu kommt die Gewissheit, dass sich daran wohl nichts ändern wird – wie soll ich da keinen Groll gegen meine Erzeuger entwickeln oder ihnen womöglich noch verzeihen können? Das wird erst möglich sein, wenn sich das Schicksal auch mal gegen meine Erzeuger wendet und sie dann gezwungen sein werden, von ihrem hohen Ross herunterzukommen…

              • Roswitha sagt:

                So extrem sehe ich das Schicksal bei mir nicht, liebe Cindy.
                Ich hab gesunde Kinder und einen lieben Ehemann. Es reicht mir auch, wenn ich nur wenige liebe Freundinnen habe. Da brauch ich nicht mehr zum Leben. Teuerste Reisen kann ich mir leider nicht leisten, aber der Park in unserer Nähe ist auch ganz erholsam.
                Außerdem macht es auch Spaß, hier bei der Schwarzen Herde Austausch zu finden.
                Was meine Eltern machen geht mich nichts an. Ich hab zwei „Erwachsene“ ihrem Schicksal überlassen und keine Kleinkinder ausgesetzt.
                Ich habe weder Bitterkeit noch Groll und auch keine Sorge oder schlechtes Gewissen wegen ihnen.
                In erster Wichtigkeit bin ich für meine Kinder und Mann/Freunde und mich zuständig.
                Sollte ich mal zusätzlich ein paar Interessante, aufregende Geschichten erleben wollen, dann kann ich immernoch bei meinen Eltern vorbei schauen. Bei meinen Eltern ist für alle etwas geboten, die doppelbodige Kommentare liebten.
                LG

                • maro sagt:

                  Das ist doch eine gesunde Haltung. Andere interessante und aufregende Geschichten gibt es auch in der Mythologie. 🙂

                • cindy sagt:

                  Gesunde Kinder habe ich (noch), aber ich habe furchtbare Angst, dass mir das womöglich auch noch genommen wird…
                  Mein Mann ist leider alles andere als ein guter Ehemann und Vater – er ist egoistisch, faul und behandelt meine ältere Tochter gegenüber der kleineren auch nicht gerecht… Ob es daran liegt, dass meine Ältere nicht sein leibliches Kind ist oder er sich mit der jüngeren eher identifiziert, weil er früher in seiner Familie auch immer der Kleine und Verwöhnte war, weiß ich nicht… Er tut nichts für mich (von so einem kleinen Blumenstrauß o.ä. kann ich nur träumen), nichts mit mir und gemeinsame Unternehmungen mit der Familie mag er schon mal gar nicht – lieber brasselt er vor oder nach Feierabend STUNDENLANG(!) an seinem PC und seiner Filmesammlung herum… Mit ihm darüber reden bringt nichts, dann wird er wütend oder streitet meine Argumente ab…

                  Mit Männern habe ich kein Glück – es ist jetzt schon der dritte und für eine weitere Trennung mit Sorgerechtskampf fehlt mir einfach die Kraft… Dabei war eine Familie immer mein größter Wunsch – schließlich wollte ich es besser machen als meine Erzeuger, die zumindest eine Super-Ehe hinbekommen haben…
                  Mit Freundinnen habe ich bis jetzt ebenfalls nur schlechte Erfahrungen gemacht – für sie war ich da, wenn sie Hilfe brauchten, aber wenn ich Hilfe brauchte, zerbrachen die Freundschaften… So wie die letzte „gute“ Freundin, der ich immer zugehört hatte, wenn sie Sorgen hatte, der aber dann mein „Gejammer“ wegen des Kontaktabbruchs mit meinen Erzeugern „zuviel“ wurde und die anschließend auch noch vor anderen über mich hergezogen ist…!

                  Immer wieder gerate ich an Männer und Freunde, bei denen ich mich tatsächlich „wie zuhause“ fühle – ich soll ihnen immer dienen, aber wenn ich selbst mal etwas brauche, dann wollen sie nichts mehr mit mir zu tun haben…!
                  Mit Glück hat das alles irgendwie nicht viel zu tun…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Diese Wut kann ich nur zu gut verstehen, cindy. Oft wünsche ich meinen Geschwistern die Pest an den Hals, male mir aus wie ich einmal ihr Grab schänden werde…und lauter furchtbare Dinge. Dann schlägt die Wut wieder um in Selbstvernichtungswünsche…auch nicht gut. Bedenke aber: Da, wo du bist, ist das Glück!!! Nur da! Wir müssen das Ganze systemisch betrachten, wenn wir uns selbst befreien wollen. Deine Eltern wurden von ihren Eltern misshandelt und haben das an dicht weitergeleitet. Niemals kommt nichts von nichts! Niemals! Es ist sowas wie das Energieerhaltungsgesetz. Der Mensch ist im Grunde
                nicht böse, er wird nur böse gemacht.
                Daher habe ich mich auch innerlich von meiner Mutter distanziert…der wichtigste Schritt in meinem Leben. Die innere emotionale Vergiftung (vergiftete Apfel) muss nach und nach ausgespien werden (vergiftete Sätze, Verurteilungen, Verbote…), dann wird’s besser, dann öffnet sich langsam der Glassarg. Man darf ihn aber nicht mit Gewalt öffnen, sondern nur mit Bewusstsein. Natürlich bekommst du auch immer „scheintote“ Freunde, logisch, weil du sie anziehst (Gleiches zieht Gleiches an) So wie ich damals meinen Ehemann, der von seiner Mutter emotional vergiftet war. Wir waren beide „Scheintote“ und jeder hat nur auf die Gelegenheit gewartet, auszubrechen, raus aus dem Gefängnis. Wir haben uns beide zusammengetan, um zu entkommen. Wir wollten raus. Das war machmal schon ganz witzig und absurd, wenn wir z.B. beide die gleiche Idee hatten, z.B. aus einer Luxushotelanlage zu „fliehen“. Dann haben wir uns auf den Weg in die „Wildnis“ gemacht, z.B. in Tunesien. Durch Disteln und Dornen haben wir uns geschlagen, heldenhaft, auf der Flucht, das war Abenteuer pur und für mich heute so symptomatisch. Für diese Gemeinsamkeit habe ich meinen Mann geliebt, wie Brüderchen und Schwesterchen. Aber der Sarg blieb kleben – an uns beiden und verschlossen. Viele Dinge kommen mir jetzt im Nachhinein erst in den Sinn: das Blaubart-Lachen ganz am Anfang, das mich so irritiert hat, die sinnlose Zerstörungswut meines Mannes (was er in die Finger bekam, war irgendwann kaputt) Bei der Hochzeit trug ich schwarz (also tiefes dunkelblau) wie eine Witwe und war so krank, dass ich das Ja-Wort zwischen husten und schniefen kaum herausbrachte, der Pfarrer, der uns traute, hat sich kürzlich erhängt…meine Schwiegermutter (die Allmächtige) wurde gaga und ist jetzt im Heim. Es passieren dauernd so viele Dinge, die man aber verdrängt und nicht wahrhaben will oder falsch interpretiert.
                Bei mir öffnet sich der Sarg gerade ein wenig… seit einiger Zeit, habe ich zum ersten Mal eine Ahnung davon, dass die Welt „wirklich“ ist und dass ich mir auch keine Sorgen um Geld machen muss (interessiert mich nicht mehr so), auch wenn ich es nicht im Überfluss habe. Es liegt nur an diesem gläsernen Sarg, den du mit dir rumschleppst!!! Kennst du den Film: The True Man Story? Genau so war/ist das auch bei mir.
                LG

                • cindy sagt:

                  Ist das der Film, in dem eine Produktionsfirma für Filme extra eine Scheinwelt für ein Baby erschafft, in der das Baby zunächst nichtsahnend heranwächst?
                  Ähnlich wie bei „Big Brother“ wird diese Serie tatsächlich jahrelang von den Zuschauern verfolgt, ohne dass die Hauptperson selbst etwas weiß, bis es jedoch irgendwann auffliegt…
                  Schaurig, so ein Gedanke – vielleicht bin ich selbst auch so ein „Truman“ und komme bald endlich aus diesem Albtraum heraus…

          • Roswitha sagt:

            Das Ganze zusammengefasst beschrieben, geht alles auf nur ein Ziel hinaus. Jede Handlung und jedes Wort von meinen Eltern hat nur einen Zweck. Es soll beweisen und betonen – wie viel sie von sich selbst halten und wie wenig sie von mir halten. Es soll ebenfalls auch beweisen und betonen wie beliebt und bewundert sie von anderen Leuten sind. Es soll ebenfalls beweisen wie wenig Geltung mir beigemessen wird von der Umwelt. Es ist für sie ein Maßstab dafür wie wertvoll aus ihrer Sicht betrachtet, ein Mensch ist. In meiner Herkunftfamilie ist jeder nur so viel wert, als wieviel er geehrter ist als ein anderer.
            Es gibt keine andere Aufgabe für sie, als nur sich selbst auszuwerten. Die ganzen Geschichten gehen doch nur auf dieses Ziel hinaus.
            Es kränkt mich nicht und ich fühlte schon instinktiv sehr früh, dass ich nicht alles nahe an mich heran lassen sollte, was sie sagen und tun.
            Es ist nur wahnsinnig nervig. Gibt es denn nichts anderes als nur ihre eigene Wichtigkeit.
            LG

  14. osterhasebiene langnase sagt:

    The truman show – heißt der Film, den ich hier nur wärmstens empfehlen kann. Echt gut!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Genau…das ist der Film, in dem eine Filmproduktionsfirma eine künstliche Welt erschafft, in der Trueman seit er ein Baby ist, lebt und wie bei Big Brother von seinen Fans beobachtet wird. Sehr witzig gemacht (total überzogen), aber wenn man wie Trueman nie was anderes gesehen hat, wie soll man da auch Verdacht schöpfen. (Wem von uns ging es nicht so!) Bis er eines Tages in der Bibliothek das Mädchen trifft, die ihm den Tipp gibt. Sie sagt ihm, dass er in großer Gefahr sei und fliehen müsse und dass er sie „draußen“ suchen solle. Von da an fängt er an, immer mehr „seine“ Welt zu hinterfragen… Der Schluss gefällt mir auch sehr gut, denn typischerweise macht die „Firma“ Druck und will ihn am Gehen hindern. Kann sie aber nicht, denn Trueman ist ein freier Mann. Sie versuchen deshalb, ihm Angst zu machen und sagen, dass er jede Sicherheit aufgebe und nun ganz allein für sich sorgen müsse (ein bisschen wie die Vertreibung aus dem Paradies) und nun völlig schutzlos auf sich gestellt sei und dass er es hier doch so gut habe. Aber Trueman sagt NEIN, er hat Feuer gefangen. Er will sein Mädchen wieder finden und geht, ohne sich noch einmal umzudrehen…Steckt viel Wahrheit drin in diesem Film!
      Zum Gehen und sich-auf-den-Weg-machen, braucht man diese besondere Kraft (von innen oder außen) oder einen „Ruf“, der über das individuelle Ich hinausgeht, der das andere, das Du oder vielleicht sogar Gott finden will oder eine Passion, die wichtiger als das ich ist, für die man brennt…das ist nicht Mythologie/Märchen, sondern Realität und kollektives Unbewusstes!!! Cindy, das Dilemma ist, dass du einen Menschen bräuchtest, der 100% ig hinter dir steht, der dich annimmt mit aller Wut und allem Unglück (Unglück ist nur das Gegenteil von Glück, also praktisch das Gleiche mit anderem Vorzeichen, und deshalb ein Potenzial), solange es eben dauert, aber 100%ige gibt es so selten, schon gar nicht unter den Psychotherapeuten (sie brauchen „ihre“ Erfolgserlebnisse, wie Lehrer oder andere). Daher wäre es ein großer Fehler, jemandem blind zu vertrauen. Es kommt darauf an, Kraft zu sammeln, statt sich sinnlos zu verausgaben. Das Ziel wäre, das zu tun, was man möchte und daran zu glauben, dass man es kann und darf. Es geht um „Erlaubnis“, nicht um „Verurteilung“. Wir machen alle Fehler, aber grade zu dieser Heilung ist es nötig, sich seine Fehler nicht dauernd vorzuhalten (bei Gott sind wir sündenfrei), denn sonst beginnt ein nie endender Kreislauf. Daher ist es absolut zu meiden, sich selbst zu beschuldigen! Ob Trennung oder nicht, wichtig ist es, nicht stetig Kraft in etwas Sinnloses zu investieren und dabei immer schwächer zu werden. Man merkt diesen Kräfteverlust (man fühlt sich auch kurz vor dem Zusammenbruch subjektiv noch recht gut) erst sehr spät oder zu spät, das weiß man auch vom Burn-out. Und es ist so, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ein Anfang wäre vielleicht auch, immer öfter kleine Dinge zu tun, ohne um „Erlaubnis“ zu fragen. Etwas tun, das einem selbst Freude macht, dann soll er halt vor seinem PC versauern…Liebe Grüße

      • Roswitha sagt:

        „Sie (Die Redaktion in dem Film) versuchten The truman Angst zu machen und drohten ihm, dass er jegliche Sicherheit verlieren würde.“
        Durch diese Drohung wollten sie Macht über ihn gewinnen und ihm seinen Willen brechen. Wie sollte es denn funktionieren wenn nun keine körperliche Gewalt ins Spiel kommen dürfte. Da kann nur durch Lüge und fein ausgeklügelte Manipulation gearbeitet werden. Solange jemand nun Macht über sein Gegenüber gewinnen möchte, ist das Gespür für dessen Bedürfnisse jedoch bei Null. Stattdessen werden dem anderen scheinbare Bedürfnisse sugestiert, die in Wirklichkeit nicht realistisch wären. Er wäre nicht in schutzloser Gefahr. Er sollte sein reales Bedürfnis (sich selbst kennen lernen und dern Scheinwerfer entfliehen). verdrängen und den Aggressoren glauben.
        Es ist ratsam nicht alles zu glauben was andere sagen.

        Meine Therapeutin hat so reagiert, als ob Misstrauen eine Krankheit sei. Es ist nur eine natürliche Konsequenz zu dem, was geschehen ist, wenn nun nicht jegliche Lüge geglaubt wird.
        LG

        • cindy sagt:

          Roswitha, genau so manipulativ verfahren Narzissten und eine Therapeutin, die Misstrauen für eine Krankheit hält, hat anscheinend noch nicht viele Erfahrungen mit Narzissten gemacht (Auch erfahrene Therapeuten arbeiten sehr ungern mit Narzissten)…

      • cindy sagt:

        Liebe osterhasebiene, das versuche ich auch, d.h. soweit das eben zur Zeit mit 2 schulpflichtigen Kindern möglich ist… Unter den Umständen kann und will ich beide auch nicht viel mit meinem Mann alleine lassen…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Liebe cindy, wie ich sehe, scheinst du deinem Mann nicht mehr sehr zu vertrauen – das kann ich gut nachvollziehen, denn mir ging es einmal ähnlich. Dieses ständige Misstrauen ist (meiner Erfahrung nach) aber einer der schlimmsten Energieräuber überhaupt, deshalb rate ich dir dringend, hier für Klarheit zu sorgen und gegebenenfalls deinen Mann direkt (mit Versäumnissen bezüglich der Kinder) zu konfrontieren. Auch auf die Gefahr hin, dass er dann ausflippt!!! So hast du wenigstens was Handfestes als Beweis. Solches Misstrauen kann nämlich leicht irrationale Formen annehmen und in eine Art „Paranoia“ führen. Leider kann ich ein Lied davon singen. Ich hatte irgendwann direkt Angst vor meinem Mann und konnte z.B. nicht mehr (ohne innere Panik) mit ihm Autofahren, weil ich „dachte“ er fährt vielleicht absichtlich/“unbewusst“ mit mir und den Kindern gegen einen Baum. Jetzt habe ich zum Glück diesen „Wahnsinn“ wieder überwunden, obwohl er wirklich dauernd mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist. Klar wäre es mir viel lieber, wenn er weniger aufs Gas treten würde (wenigstens musste er kürzlich mal den Führerschein vorübergehend abgeben). Das Irrationale aber entsteht in erster Linie durch das Nicht-Ausgesprochene (es reicht nicht, zu meckern „fahr doch mal langsam“, sondern zu verdeutlichen, wie du dich dabei fühlst). Ich hatte sogar das irgendwann das Gefühl, mit einem „Feind“ im Haus zu leben, der mir alles mit böser Absicht antut (z.B. meine Sachen kaputtmachen). Bei meinem Ex-Mann ist auch Besserung in Sicht, er hat meinen Töchtern eine ADAC-Karte geschenkt und ihnen ein Gefahren-Training fürs Autofahren finanziert. Es gibt also Hoffnung. Im übrigen kümmert er sich seit der Trennung viel besser um seine Kinder, was mich sehr freut. Vorher war er nämlich in seiner Vaterrolle kaum präsent und versackte, wie du das auch beschreibst, vor Fernseher und PC. Wenn ich gemeckert habe, dann wurde er aggressiv und hat gesagt, ich würde ihn halt zu wenig unterhalten können. Haha! Ich dachte tatsächlich, was bin ich nur für eine schlechte Ehefrau, die ihren Mann nicht bei Laune halten kann! Das ist Blödsinn!!! Jeder ist für seine Laune selbst verantwortlich. Wir sind irgendwann ins Irrationale (du bist für meine Bedürfnisse verantwortlich) abgeglitten, haben nicht darüber reden können und es passierten tatsächlich lauter ungute Dinge: depressionsartige Verstimmung, Schlafstörung, Angst, gegenseitige „Rache“…usw. Bestimmt kennst du den Film „Rosenkrieg“, so ähnlich war das…Jedenfalls kein konstruktives, gemeinsames Miteinander. Er wollte immer das Gegenteil von mir, so schien es. Ich könnte hier viele skurrile Geschichten aus meiner Ehe erzählen. Was war also das „wirkliche“ Problem? Zwei Menschen erwarten voneinander gegenseitige „Erlösung“ von ihrem Problem der Uneigenständigkeit und Selbst-Verantwortlichkeitslosigkeit. Wir waren beide gefangen in den Erwartungen/Forderungen der Mutter/Schwester. Solange wir unsere gegenseitigen Dienste/Forderungen erfüllten, schien alles gut zu laufen: Du übernimmst die Mutter und dafür übernehme ich die Schwester – und halte sie mir/dir vom Leib. Warum tut man das nicht selbst und braucht dafür jemanden, an den man diese „Arbeit“ delegieren kann? Weil man Angst hat, sogar Todesangst, weil es subjektiv zu gefährlich erscheint, denn DAS ist das „kranke“ Muster: Wenn du mich verlässt, dann muss ich sterben und dann stirbst du auch oder wirst verstoßen! Und das ist die (eingebildete) Katastrophe.
          Ein gutes Leben fängt damit an, dass du dir ganz klar darüber wird, welche Werte dir wichtig sind und dass diese Werte nicht!!! zur Diskussion stehen. Dann wächst der Selbstwert und damit das Glück ständig. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Niemand kann dir was. Alles Liebe.

          • cindy sagt:

            Ja osterhasebiene, meinem Mann kann ich schon lange nicht mehr vertrauen, aber das hat gute Gründe: Mir ist mittlerweile klar geworden, warum mein Mann so ist, wie er ist – ich habe seine Eltern und vor allem die Art kennengelernt, wie sein Vater mit Konflikten umgeht, nämlich gar nicht! Er vermeidet sie, selbst wenn er sich selbst dafür zum Idioten macht…
            Ich konnte das schon an verschiedenen Dingen beobachten, zum einen daran, wie er mit meinen Kindern umgeht: Es gab mal eine Situation in einem Restaurant, als meine jüngere Tochter noch nicht einmal ein Viertel des von ihr bestellten Essens aufgegessen hatte und wir ihr dann den Nachtisch verweigerten – deswegen fing die Kleine an zu heulen und mein Schwiegervater wurde richtig nervös und als wir seiner Aufforderung nicht nachkamen, ihr den Nachtisch doch zu geben, wurde er so wütend, dass er uns Eltern sogar als „Kinderquäler“ bezeichnete…!
            An verschiedenen Aussagen meines Schwiegervaters habe ich auch erkannt, dass es in der Ehe meiner Schwiegereltern immer nach der Nase meiner Schwiegermutter ging – da wurde nach ihrem Willen eine Eigentumswohnung auf dem Land gekauft, mit der beide jetzt nichts mehr anfangen und obwohl mein Schwiegervater viel für das Geld arbeiten musste, wurde für ihre Eitelkeit jede Menge Geld ausgegeben – wöchentliche(!) Friseurbesuche, teure Kosmetik und Klamotten usw….
            Mein Schwiegervater hat eine eigene kleine Firma aufgebaut, um seine Familie verwöhnen zu können und er hat mir mal erzählt, dass er seiner Frau nicht mal sagen durfte, wenn er mal eine Kundin nach Hause gefahren hat, weil sie ihm sonst eine Szene gemacht hätte… Ihre krankhafte Eifersucht ging so weit, dass er am Ende noch nicht einmal mehr mit gemeinsamen weiblichen Bekannten telefonieren durfte…!
            Mein Schwiegervater tut wirklich alles, um Konflikten jeglicher Art aus dem Weg zu gehen – mittlerweile ist meine Schwiegermutter stark dement und pflegebedürftig, aber er meint immer noch, sie mit seinen mittlerweile 78(!) Jahren noch immer zu Hause pflegen zu müssen, weil SIE ja nicht ins Heim will…!
            Im Prinzip kann es mir ja egal sein, was meine Schwiegereltern machen – soll er sich meinetwegen für seine Frau zu Tode schuften, aber ich habe einfach entschieden etwas dagegen, wenn von mir tatsächlich erwartet wird, dass ich mich wie mein Schwiegervater verhalte! Ich habe den Kontakt zu meinen Erzeugern abgebrochen, weil ich mich nicht weiter von denen kaputtmachen lassen möchte und werde von meinem Schwiegervater deshalb tatsächlich noch als „Egoist“ bezeichnet!!!!

            Mein Mann hat in der Vergangenheit schon mehrfach behauptet, er wolle „nicht so ein Wackeldackel werden wie sein Vater“, aber stattdessen will er den Spieß lieber um 180 Grad umdrehen und nimmt in unserer Familie das pingelige, fordernde und oft auch aggressive Verhalten seiner Mutter an, worunter vor allem meine ältere Tochter und ich leiden!
            Schon öfter habe ich versucht, ihn darauf anzusprechen, aber dann wird er nur wütend und streitet alles ab – den Satz mit dem Wackeldackel hat er angeblich NIE gesagt, er sitzt nicht stundenlang vor dem PC und im übrigen sei ich ja nicht seine Mutter und dürfe ihm daher auch keine Vorschriften machen… Aber er darf Forderungen stellen und herumbrüllen, wenn diese nicht nach seinem Gusto erfüllt werden – wenn ich ihm dann sage, dass ich das ungerecht finde, zieht er sich beleidigt ins Schlafzimmer zurück und schließt sich ein, wenn ich ihm nachkommen will und das war’s dann…

            Damit mein Mann mit seiner Faulheit in einem guten Licht dasteht, wird alles, was ich mache, abgewertet und alles, was ich sage und ihm unangenehm ist, wird grundsätzlich abgestritten – schließlich habe ich ICH ja mal wieder KEINE Ahnung…!
            Manchmal ist mein Mann sogar schon so weit gegangen, dass er behauptet hat, ich habe ihm gewisse Schimpfwörter an den Kopf geworfen, was aber überhaupt nicht stimmt – wie soll ich diesem uneinsichtigen Lügner vertrauen können?!

            Mein Mann will in seiner eigenen Familie die Rolle seiner Mutter übernehmen und ICH soll mal wieder die Wackeldackel-Rolle seines Vaters übernehmen und dann kehrt auch die gewünschte Harmonie ein und das alles dann mal wieder auf meine Kosten – schon fühle ich mich wieder wie in meiner Herkunftsfamilie und wollte da doch eigentlich raus…

            • maro sagt:

              Liebe Cindy, das klingt nicht nur anstrengend, sondern auch furchtbar. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie ohne Vertrauen eine Ehe erhalten bleibt. Das muss doch sehr zermürbend und energieraubend sein. Man sieht sich täglich, teilt das Private, teilt das Intimste vielleicht noch und ständig schwebt diese Kluft zwischen ihnen beiden. Ist das auf Dauer auszuhalten? Wie schaffen Sie das?

              Beste Grüße
              maro

              • Roswitha sagt:

                Liebe Cindy, das kann ich verstehen.
                Versuche einfach alles zu tun, um stark zu bleiben. In der Meditation kannst du in dich gehen- und erkennen welchen Weg du wählen möchtest.
                Das ganze Leben ist eine Wahl.
                Entscheide selbst wie du wählen möchtest. Möchtest du bewusst wählen -oder unbewusst?
                Wählen musst du sowieso. Da kommst du nicht daran vorbei. Die Frage ist wirklich ausschließlich nur, ob bewusst oder unbewusst gewählt werden sollte. Solltest du unbewusst eine Wahl getroffen haben, dann wundere dich bitte nicht über das Ergebnis. Wie soll die Zukunft für dich sein?
                Für mich gilt der Grundsatz;
                Wer nicht in sich selbst geht, der geht leer aus.
                Die Lösung liegt immer in einem selbst.
                Wenn nun viele wüssten wieviel Ressourcen in einem selbst liegen. Im Außen gibt es keine Lösung.
                LG

                • cindy sagt:

                  Schon oft habe ich an Trennung gedacht, aber wäre ich meinen Mann dann wirklich los?

                  Selbst wenn die Kleine im günstigsten Fall bei mir leben würde, so würde ich wegen der gemeinsamen Sorge doch wieder vom Jugendamt dazu gezwungen, mich mit diesem Egoisten „an einen Tisch zu setzen“ – so sind die „pro Papa“ eingestellten Regeln heutzutage leider… Familiengerichte und Jugendämter scheinen heute all zu gern zu vergessen, dass gerade Frauen ihre Männer meist nicht ohne guten Grund verlassen…

                  Leider habe ich auch ein etwas größeres Einkommen als mein Mann und der wiederum ist ein Faulpelz, der alle Mittel in Bewegung setzen wird, um auch weiterhin auf meine Kosten zu leben – so wird er auf jeden Fall versuchen, die Kleine zu sich zu nehmen, um von mir deren Unterhalt zu kassieren!
                  Mit der Begründung, dass er sich ja sonst nicht um seine Tochter kümmern könne, wird er am Ende auch noch seinen Schichtdienst-Job kündigen um dann zusätzlich noch Unterhalt von mir für sich selbst zu kassieren – dann könnten meine ältere Tochter und ich am Existenzminimum leben, denn so groß ist mein Einkommen nun auch wieder nicht…
                  Meine Kinder sind alles, was mir noch geblieben ist und eine Trennung von auch nur einem von ihnen würde mir auf jeden Fall das Herz endgültig brechen…

                  Wenn ich nach einer Trennung wirklich in Ruhe und Frieden mit meinen beiden Kindern zusammenleben dürfte und wir alle dann nichts mehr von meinem Mann hören und sehen müssten, dann hätte ich mich schon längst von ihm getrennt!!!!
                  Ich habe zwar kein großes Einkommen, aber da ich ein sparsamer Mensch bin, würde es für meine beiden Kinder und mich reichen, selbst wenn er an niemanden von uns Unterhalt zahlen würde…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Cindy, man tut sich selbst und anderen v.a. auf längere Sicht keinen Gefallen, wenn man immer nachgibt (um der lieben Harmonie willen). Das kannst du zwar in Ausnahmefällen mal machen, es muss aber dann auch ausdrücklich formuliert werden. Etwa so: „Gut, ich mache das jetzt, weil du das möchtest, es entspricht aber nicht meiner Überzeugung. Es ist ein „Geschenk“ an dich“. – dann finde ich es ok und es hinterlässt keinen Groll, wenn der andere das Geschenk zu würdigen weiß und es nicht als selbstverständlich nimmt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du dich selbst irgendwann im anderen „auflöst“ und nicht mehr unterscheiden kannst, was du eigentlich für dich möchtest und brauchst.
                Liebe Grüße

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Liebe cindy, im übrigen denke ich, dass dein Vater ein sehr kluger Mann ist, der genau weiß, dass er dich nicht „kaufen“ kann (deshalb versucht er es auch gar nicht). Das ist doch schon mal ein Riesen-Kompliment an dich und für die gegebenen Verhältnisse eine hohe Auszeichnung! Vermutlich bewundert dich dein Vater dafür sogar heimlich. Meine Schwester dagegen hatte sich in mir komplett getäuscht, weil sie fest davon ausging, mich „kaufen“ zu können. Und ich muss gestehen, beinahe wäre ich der Versuchung erlegen. Aber irgend ein Überlebensmechanismus hat sich dann gemeldet und Symptome, die ich zum Glück sehr ernst genommen habe. Vielleicht war es aber auch die Wiedererweckung der Erinnerung an meinen Vater, die mir die Kraft gab, den Kampf um mein eigenes Leben wieder aufzunehmen. Ich habe den Verdacht, dass du all deine Probleme lösen kannst, wenn du mit deinem Vater ins Reine kommen würdest. Väter sind sehr wichtig, vor allem für die gelungene Ablösung von der Mutter und für die Verwirklichung der eigenen Lebensziele, für die Eigenständigkeit und für ein erfülltes, zufriedenes Leben.

                • cindy sagt:

                  Mein Erzeuger ist ein hochintelligenter Mann – da hast du recht osterhasebiene! Er hat schnell begriffen, dass mich, im Gegensatz zu den meisten anderen in der Familie, deren Vermögen nicht beeindruckt und hat mir deshalb ja auch jahrelang versprochen, dass ich das Haus meiner verstorbenen Omi „irgendwann“ bekommen soll…
                  Meine Omi hat mich nach meinem Rausschmiss mit 18 Jahren von meinen Erzeugern bei sich in diesem Haus aufgenommen und mir gesagt, dass ich bei ihr immer willkommen bin, ihre Tür für mich immer offen sei und gab mir auch einen Schlüssel zu diesem Haus, den ich auch nach ihrem Tod noch besessen hatte – so etwas kannte ich von meinen Erzeugern her nicht, wo ich auch früher schon ständig den Eindruck hatte, dass die einen eigentlich gar nicht dahaben wollten…
                  Mein Erzeuger wusste ganz genau, dass ich deshalb sehr an diesem Haus hing und hat es ganz bewusst als Druckmittel gegen mich eingesetzt – zu der Zeit besaßen meine Erzeuger insgesamt 4(!) Häuser und dieses war das mit dem bei weitem geringsten Geldwert, aber es war das einzige Zuhause, das ich je hatte…
                  Kurz vor deren Gerichtsgang forderten mich meine Erzeuger auf, ihnen den Schlüssel des Hauses auszuhändigen, damit sie es jetzt endlich verkaufen können und als er gemerkt hat, dass ich auch unter diesem Druck nicht nachgebe und denen meine Kinder nicht wie gewünscht überlasse, war es dann ein paar Monate später tatsächlich verkauft…

                  Mein Erzeuger ist der Haupttäter in dieser Familie und wird niemals einsichtig werden – warum auch, da er doch seine Ziele jetzt erreicht hat…
                  Das Einzige, was ich mir noch vorstellen könnte, ist, dass meine Erzeugerin nach dem Tod ihres narzisstischen Ehemannes endlich aufwacht und erwachsen wird – dann wäre da vielleicht eine Chance, dass sie endlich einsieht, was die beiden falsch gemacht haben… Leider glaube ich eher, dass sie dann von der geldgierigen Verwandtschaft oder einem Heiratsschwindler unter die Fittiche genommen wird…

              • cindy sagt:

                maro, das weiß ich manchmal auch nicht mehr…
                In meinem Leben musste ich schon so vieles durchmachen, auch nach dem Rausschmiss von meinen Erzeugern – vielleicht hätte ich so manches davon nicht überlebt, wenn ich nicht das Durchhaltevermögen und die Kraft meiner geliebten Omi geerbt hätte…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Cindy, was du nicht selbst entscheidest, werden andere für dich entscheiden…was du meines Erachtens bräuchtest, ist die väterliche Kraft, vielleicht Entschluss-Kraft, der Rückhalt. Die Dinge werden sich so und so entwickeln. Es wäre eine große Chance, wenigstens zu versuchen zu verstehen, in welcher Lage sich dein Vater zwischen Ehefrau und Schwiegermutter befunden hat oder befindet (Tote können auch zwischen Menschen stehen) und welche Optionen und Motivationen er tatsächlich hat/hatte. Ich glaube nicht, dass er -wenn auch mit vielen Eitelkeiten behaftet- ein böser Mensch ist, der dir schaden will. Dein Ehemann wird dagegen der Nutznießer dieses Zwistes sein und nehmen, was er kriegen kann. Die Sache mit dem Unterhalt ist zwar ein großes Problem, aber vielleicht lösbar. Gemeinsames Sorgerecht für die Kinder müsste ausgehandelt werden.
                  Es gehr nicht ums Durchhalten, das rächt sich später sehr böse…sondern ums leben. Die Kinder profitieren am meisten von einer glücklichen mit sich selbst zufriedenen Mutter. Wie schwer du es hattest und wie lang du durchgehalten hast, spielt später keine Rolle für die Kinder. Auch wenn du davon nichts wissen willst (vielleicht weil du sehr verletzt bist): deine Oma hat einen Keil zwischen dich und deinen Vater getrieben, den du dir mal genauer anschauen solltest (vielleicht in der Therapie). Sie hat auch deine Mutter nicht „freigegeben“ und dein Vater hatte nie eine echte Chance. Er muss das überspielen (den Macker raushängen lassen), um nicht völlig blöd dazustehen.
                  Das ist ein so geschwächter Mann -in meinen Augen- dass es sich auf keinen Fall einen Misserfolg leisten kann. Es ist meine Meinung und natürlich ist es dein Leben und du kannst und musst tun, was du für richtig hältst.
                  Alles Gute
                  Osterhasebiene

                • maro sagt:

                  Cindy, das ist ein riesiges schweres Paket, das Sie mit sich herum tragen.

                  Alles Gute!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Anmerkung: Fasziniert bin ich immer wieder, wie einfallsreich die
          Psyche ist. Bei diesem „Partnerschaftsmodell“, das ich oben zu beschreiben versuchte, ist, der „Vorteil“ (für beide Partner), dass die Mutter nicht verlassen werden muss, sondern eine Aufspaltung stattfindet. Die Mutter kann die „Gute“ bleiben und der Partner bekommt den Part der „bösen“ Mutter. Das kann natürlich nie wirklich funktionieren – ist meine Erkenntnis. Jeder der Partner merkt irgendwann (wenn die Romantik verflogen ist), dass er den schwarzen Peter zugeschoben bekommt. Dann fängt der heimliche Krieg an, dagegen will man sich natürlich wehren. Daher führt der Weg nur über die komplette Eigenverantwortung, wodurch erst eine befriedigende Partnerschaft entstehen kann.

          • cindy sagt:

            Danke maro!!!!

          • cindy sagt:

            @osterhasebiene, meine Omi hat garantiert nicht versucht, einen Keil zwischen mir und meinen Vater zu treiben, im Gegenteil…

            Von meiner anderen Schwarze-Schaf-Tante weiß ich mittlerweile vieles, u.a. wurden mir auch meine Erinnerungen bestätigt, dass mich meine Erzeuger mehr als stark vernachlässigt haben – so haben sie mich z.B. schon als Baby abends einfach stundenlang allein in der Wohnung eingeschlossen, um sich woanders zu amüsieren… Meine Omi, die das nur mal zufällig mitbekommen hatte, da sie mehrere Hundert Kilometer entfernt wohnte, hat damals gedroht, darüber das Jugendamt zu informieren, aber da haben meine Erzeuger wohl Besserung gelobt und Omi hat’s dann doch nicht getan, obwohl es besser gewesen wäre, wenn sie es getan hätte!!!!
            Aufgehört haben meine Erzeuger damit aber doch nicht, denn ich kann mich selbst noch dunkel an eine Situation erinnern, als ich noch keine 4 Jahre alt war und bei einer solchen Gelegenheit den Inhalt einer Cremedose auf mich und innerhalb der Wohnung verteilt habe… Das Unfassbare daran ist, dass mir meine Erzeuger von dieser Geschichte sogar selbst schon ungeniert erzählt haben und „… Ich war drauf und dran, dir die Haare abzuschneiden, weil ich diese Penaten-Creme nicht mehr herausbekommen habe!“ Warum sie mich als so kleines Kind abends so lange in der Wohnung alleingelassen haben? „Das war damals so üblich, das machte man so!“
            Beide Familien haben die Augen zugemacht – die konnten mit uns Kindern tatsächlich machen, was sie wollten, niemand hat wirklich mal etwas unternommen…
            Wenn man den Reden meines narzisstischen Erzeugers Glauben schenkt, hat sich Omi angeblich andauernd in die Erziehung eingemischt… Auch meine Schwarze-Schaf-Tante ist der Meinung, dass sich meine Omi damals besser mal wirklich hätte einmischen und mich am besten hätte adoptieren sollen!!!!

            Omi hat mich nach meinem Rausschmiss von meinen Erzeugern bei sich aufgenommen und später zwischen uns vermittelt, so dass ich mich wieder mit meinen Erzeugern „vertragen“ habe – das hätte sie doch nicht getan, wenn sie einen Keil zwischen uns hätte treiben wollen…!

            Früher dachte ich immer, dass in der Beziehung meiner Erzeuger sie „die Hosen an“ hätte und mein Erzeuger lässt es nach außen hin auch tatsächlich so aussehen – sie wird für jeden Furz gelobt, mit Blumen beschenkt, sie kocht ja so gut, sie sieht ja so gut aus usw., usw. und wenn sie heult (besonders, wenn sie mit mir Streit hatte), kommt ihr Mann sofort gerannt und regelt alles zu ihrer Zufriedenheit…
            Das, was in den letzten Jahren passiert ist und vor allem der Spruch meines Erzeugers „Ich bringe andere Menschen dazu, das zu wollen, was ich will, ohne dass die es merken!“ haben mir die Augen geöffnet und ich habe erkannt, dass mein Erzeuger der böse Narzisst ist, der die Menschen, die um ihn herum sind, manipuliert, auch Omi und mich…!
            Meine Schwarze-Schaf-Tante und ich sind die einzigen aus dieser Familie, die sich nicht (mehr) manipulieren lassen und solche Leute werden von meinem Erzeuger gnadenlos aus dessen und dem Leben seiner „Untertanen“ verbannt…!

            Liebe osterhasebiene, in deiner Herkunftsfamilie scheinen tatsächlich eher die Frauen das Sagen zu haben, aber meine väterliche Herkunftsfamilie ist patriarchalisch eingestellt – die weiblichen Familienmitglieder sind zum Arbeiten und für die familiären Streitigkeiten da, während die männlichen ein faules Dasein als Pascha genießen und sich ansonsten aus allem raushalten dürfen – man kann sich das so in etwa wie bei einem Löwenrudel vorstellen…!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              liebe cindy- das erinnert mich alles so sehr an meine erweiterte/angeheiratete Familie: meine Schwiegermutter hat ihrer Tochter auch immer vorgehalten, dass sie ihre Kinder vernachlässigt (sie schreien lässt, … usw.) doch SIE war es, die ihre Tochter zu der machte, die sie geworden ist (ohne Ausbildung und Beruf oder Engagement fürs eigene Leben, immer von der Familie/Firma abhängig,…)Deshalb glaube ich, dass hier eine erweiterte Sichtweise nötig ist. Aber im Prinzip geht mich das alles auch überhaupt nichts an!!
              Ich denke, dass Schuldzuweisungen generell zu einem nie endenden Kreislauf führen. Man müsste in das Ganze eine Struktur bringen, um sowas wie Anfang und Ende (Lösung) zu finden, also eine Geschichte daraus machen –
              falls man da überhaupt wirklich raus will. Ich will jedenfalls raus, meine Schwägerin hat sich
              dagegen gut eingerichtet und das Problem weitergereicht. Kann man auch machen. Es kommt darauf an, was man eigentlich möchte: raus oder seinen „Platz“ innerhalb optimieren. Ich werde jedenfalls nicht aufgeben, bis ich eine stimmige Geschichte oder Wahrheit gefunden habe, in der es weder NUR Gute oder NUR Böse gibt.

              • cindy sagt:

                Liebe osterhasebiene, wenn jemand meine Erzeugerin nicht losgelassen hat, dann war es hier eher ihr Vater, der seine einzige Tochter wie eine kleine Prinzessin verwöhnte, sie überall hin kutschierte usw….
                Meine Omi hat eher dagegen gearbeitet, hat alles versucht, um aus ihrer Tochter eine selbstständige Frau zu machen, hat sie in der 7. Klasse auf ein Internat gesteckt, wo Madame es aber vor lauter Heimweh nur ein Jahr lang ausgehalten hat… Nach der mittleren Reife hat sie sie auf eine Haushaltsschule geschickt und nachher sollte sie dann eine Ausbildung auf einer Hunderte von Kilometer entfernten Sprachenschule machen, die sie dann aber wegen der Schwangerschaft mit mir abgebrochen hat…
                Daher haben meine Erzeuger Omi mir gegenüber immer als streng und böse dargestellt, während Opi immer der Liebe und Gutmütige war – leider eben ZU gutmütig…
                Man kann darüber streiten, ob Omi damit wirklich das Richtige getan hat, aber sie hat wenigstens versucht, ihre Tochter in ein selbständiges Leben zu führen, was dann aber leider auch von meinem narzisstischen Erzeuger gründlich vermasselt wurde…

                Es muss tatsächlich des Öfteren vorgekommen sein, dass meine Erzeuger mich und später sogar auch meine 4 Jahre jüngere Schwester als Babys bzw. kleine Kinder abends stundenlang alleine gelassen haben, nur um sich zu amüsieren und das haben die noch nicht einmal abgestritten!!!! Das ist etwas anderes als ein Kind, das mal schreit oder ein Klaps auf den Po – das nennt man Vernachlässigung der Aufsichts- und Fürsorgepflicht!!!! Hätte ich das Gleiche hier und heute mit meinen Kindern gemacht und jemand hätte das dann dem Jugendamt gemeldet, so hätten die hier sofort auf der Matte gestanden – zu Recht!!!!
                Man kann es drehen und wenden, wie man will – meine Erzeuger sind wahre Rabeneltern (deshalb kann ich sie einfach nicht mehr „Eltern“ nennen!) und mein narzisstischer Erzeuger hat es geschafft, seiner Frau sogar den Mutterinstinkt auszutreiben, denn sonst hätte wenigstens sie sich vielleicht doch mal hier gemeldet…
                Andere Menschen sind meinen Erzeugern im Grunde völlig gleichgültig, auch ihre eigenen Kinder und Enkel und es schmerzt so sehr, von solchen Menschen auf die Welt gebracht worden zu sein!!!!
                Ich weiß, dass die sich nicht ändern werden und ich möchte mit denen auch keinen Kontakt mehr, aber ich wünsche mir so sehr, das das Schicksal endlich auch mal bei denen zuschlägt und ihnen ihr Luxusleben zerstört, anstatt immer nur bei mir!!!!

                • maro sagt:

                  Den Klaps auf den Po beim Kind sehe ich bereits als Grenzverletzung und als Gewalt.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  liebe cindy, das sind alles sehr schlimme Erfahrungen, die sich tief in die Seele eingebrannt haben – und wer hätte die nicht! Die Wenigsten von uns, nehme ich mal an! Das ist auch nicht zu leugnen oder wegzudiskutieren. Die Frage ist nur: Was macht man damit? Wie integriert man das und macht vielleicht sogar was Positives draus?
                  Das interessiert mich.
                  Der Rachegedanke ist noch nicht das Ende, da geht es noch weiter. Irgendwann kommt das Egal-Gefühl und dann vielleicht sogar das Mitgefühl. Dann hat sich das Blatt gewendet, das Positive hat gesiegt. Die innere Last ist dann weg. Nur darf
                  man wirklich nichts überstürzen, aber auch nicht passiv sein. Um „böse Dämonen“ loszuwerden, muss man sehr viel Disziplin
                  (Verhaltensweisen immer wieder prüfen) und Glauben an das Gute aufbringen.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Manchmal sind Worte viel schlimmer als ein Klaps auf den Po. Vor allem scheinheilige und Double-bind, das ist es nämlich, was Menschen „verrückt“ macht. Es erzeugt Stillstand und Überhaupt-nichts-mehr-richtig-machen-können. Psychische Quälerei ist nachhaltiger als Schläge. Natürlich ist beides höchst verwerflich.

                • cindy sagt:

                  Liebe maro, liebe osterhasebiene,

                  wenn jeder, der in unserer Generation mal eine Ohrfeige bekommen hätte, psychisch krank wäre, dann wäre wohl fast jeder von uns krank…
                  Ohrfeigen gab es bei uns auch mal ab und zu, aber die habe ich selbst nie als so schlimm empfunden wie den psychischen Missbrauch durch meine Erzeuger, dieses Gefühl, nur benutzt und trotzdem als das schlechteste Wesen hingestellt worden zu sein, das es auf dieser Erde gibt!!!! Ich wurde als ein Mensch hingestellt, der sämtliche schlechte Eigenschaften von Familienmitgliedern in sich vereint trug: die Sturheit meiner Omi mütterlicherseits, die Faulheit von meiner Schwarze-Schaf-Tante, den Perfektionismus und den Jähzorn meines Großvaters väterlicherseits, das „Schandmaul“ irgendeiner Großtante usw., usw. – wie konnte ich da noch so etwas wie Selbstbewusstsein entwickeln? Ich dachte tatsächlich, dass ich es nicht wert bin, geliebt zu werden und war schon froh und glücklich, wenn mich jemand nur mal angeschaut hat – so gerät man aber leider auch schnell an Menschen, die einen nur ausnutzen…
                  Bevor ich mit 18 meinen ersten Freund hatte, habe ich schon geahnt, dass es unmöglich ist, dass meine Erzeuger auch den Menschen, der MICH mag, akzeptieren – so jemand kann nur verrückt sein oder, wie sie es ja dann auch tatsächlich von sich gegeben haben: „Der will dich ja nur, weil in deiner Familie Geld ist!“… Man konnte mich überhaupt nicht wirklich lieben, weil ich ja so böse bin…!

            • maro sagt:

              Cindy, was können Sie für sich hilfreiches tun? Was könnte Ihnen helfen Ihre Geschichte zu ertragen? In Ihren Beiträgen ist so viel Wut und Hass, verständlicherweise. Sie wissen, dass Ihre „Erzeuger“ sich nicht ändern. Wäre es denkbar, dass sie es gar nicht können, weil ihnen Schuldbewusstsein und Einsichtsfähigkeit fehlen? Vielleicht fehlen ihnen ganz grundsätzliche Gefühle? Wie z. B. emotionale Wärme und Mitgefühl. Falls das so ist, dann werden sie Ihr Leid nicht nachvollziehen können, weil die dafür notwendigen Gefühle eben fehlen. Bildlich gesagt ist das wie wenn Sie einem Ochsen ins Horn petzen. Der Ochse fühlt nichts. So kann er nicht mitfühlen. Das ist für Sie bitter und ich kann Ihre Gefühle wirklich gut nachvollziehen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie für sich einen Weg daraus finden. Auch Ihrer Kinder wegen. Sonst bleiben Sie im Kampf, der Ihnen auf Dauer schadet.

              • cindy sagt:

                Bei meinem narzisstischen Erzeuger ist der Fall klar: Er wird nie Mitgefühl oder sonstige positive Emotionen entwickeln, denn Menschen hat er sein ganzes Leben lang nur benutzt und sein Erfolg gibt ihm jetzt ja auch noch Recht!!!! Das ist auch der Grund, warum sich insbesondere Narzissten nicht in eine Therapie begeben – wenn überhaupt gehen Narzissten meist wegen anderer Probleme, wie z.B. Suchterkrankungen oder Depressionen, die aufgrund ihres Verhaltens auftreten, in Behandlung und die Schuld dafür schieben sie natürlich nur auf die anderen…!

                Für meine Erzeugerin wird eine Welt zusammenbrechen, falls ihr Mann vor ihr sterben sollte, denn alleine ist sie wie ein Kind nicht lebens- und handlungsfähig und braucht dringend jemanden, der sie an die Hand nimmt… Da meine alleinstehende Schwester selbst auch nur eine schwache Persönlichkeit ist, wird genau dann meine geldgierige Tante bzw. ihr geldgieriger Clan zur Stelle sein! Die haben doch schon Jahre vor meinem Krach mit meinen Erzeugern nur auf eine Gelegenheit gewartet, mich endgültig aus der Familie zu kicken: Seit dem Gerichtsgang meiner Erzeuger will auch von denen keiner mehr Kontakt mit mir und meinen Kindern haben und meine „liebe“ Cousine hat mir in ihrer letzten Facebook-Nachricht an mich auch ganz klar geschrieben, dass sie „auf jeden Fall zu meinen Eltern halten“ würde, obwohl sie in der Sache nie mal mit mir selbst gesprochen hat!!!! Zusätzlich haben sie diese Gelegenheit genutzt, um sich jetzt erst recht bei meinen Erzeugern einzuschleimen und so den Millionen näher zu kommen, die dann zu guter Letzt bei meiner Schwester landen werden, falls da nicht vorher schon etliche „Geschenke“ laufen…! Dann müssen die nur noch meine schwache Schwester bequatschen, dass diese ein Testament zu deren Gunsten macht und schon gehen ich bzw. meine Kinder ohne Pflichtteilsanspruch völlig leer aus!!!!
                Das Ganze ist eine Intrige, gespannt von Menschen, die nicht von Gefühlen, sondern von ihrer Geldgier geleitet werden!

                Meine Schwarze-Schaf-Tante hat mir gesagt, dass ihre ältere Schwester schon immer „die Dollarzeichen in ihren Augen stehen hatte“ und diese Tante hat auch ihre Kinder entsprechend angestachelt – die halten also gegen mich zusammen und werden sich auch nicht ändern… Und meine Erzeugerin bzw. meine Schwester haben sie ja auch schon auf ihre Seite gezogen, denn die wollen ja auch nichts mehr mit mir oder meinen Kindern zu tun haben!!!!

                Meine Erzeugerin könnte theoretisch nach dem Tod ihres Mannes zur Besinnung kommen, aber der Clan meiner geldgierigen Tante wird schon dafür sorgen, dass sie keinen Kontakt mehr mit uns aufnehmen wird und genauso werden die es dann auch mit meiner Schwester machen… Vielleicht werde ich es noch nicht einmal mehr erfahren, wenn einer meiner Erzeuger stirbt, nur weil die uns von der Kohle fernhalten wollen…

                Etwas Anderes als meinen Pflichtanteil erwarte ich von meinen Erzeugern schon lange nicht mehr und da kann ich die 4 Kinder, die alle nichts mehr mit ihrer Mutter aus dem „Nachtcafe“ zu tun haben wollen, irgendwo verstehen – wenn eine Mutter ihren Kindern das ganze Leben lang nur Geld oder irgendwelche Dinge gibt, erwarten die Kinder von ihr irgendwann auch nichts anderes mehr als Geld…!

                • maro sagt:

                  Jeder, der hier mehr oder weniger regelmäßig mitliest, kennt vermutlich Ihre Schilderungen aus Ihrer Geschichte. So auch ich. Aber was können Sie für sich tun, damit es Ihnen besser geht? Ich habe den Eindruck, Sie drehen sich in einer Schleife aus Wut. Das ist nicht als Vorwurf gemeint. Sie können auch mitteilen, wenn das für Sie anders ist. Es ist schwierig, unbestritten, da heraus zu finden. Das bedauerliche dabei ist, dass Sie Energie und Kraft verlieren. Und ein Gefühl von Zerrissenheit könnte bleiben.

                • cindy sagt:

                  In Sachen Herkunftsfamilie ist das Einzige, was ich tun kann, abwarten – entweder darauf, dass das Schicksal auch bei denen mal unbarmherzig zuschlägt oder auf die Zeiten, wann ich endlich meinen Pflichtteilsanspruch geltend machen kann… Der Clan meiner geldgierigen Tante soll so wenig wie möglich von Omis Vermögen abbekommen und Omi würde da auch voll hinter mir stehen, wenn sie das alles noch hätte mitbekommen müssen!
                  Retten, was noch zu retten ist – Omis Haus (mein Zuhause) ist schließlich schon verloren und die Firmenanteile werde ich wohl auch nicht mehr retten können…
                  Hoffe, dass ich mir von dem Geld dann wenigstens eine kleine Eigentumswohnung in meiner Heimat erwerben und auch die Zukunft meiner Kinder sichern kann…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Mir drängt sich jetzt nur die Frage auf, warum die Oma nicht zu Lebzeiten alles geregelt hat, was ihr Erbe betrifft, und ihre Lieblingsenkelin noch vor dem Tod mit Haus und Geld bedacht hat. Dann wäre jetzt alles geregelt. Man sollte Illusionen nicht zu lange nachhängen – denke ich.
                  Alles Gute

                • maro sagt:

                  Cindy, das Warten auf den Schicksalsschlag bei den Eltern oder die Auszahlung des Erbes ist m. M. n. eine kurzfristige Befriedigung, die nicht in die ersehnte innere Ruhe und nicht in ein Gefühl des mit-sich-eins-sein führt. Das Hadern, die Wut, die Ablehnung bleiben und wirken sich auf Jahre aus. Auch auf die Kinder. Sie erleben eine andere Mutter als eine, die aus tiefem inneren Frieden schöpft. Diese Wirkung gestaltet die Beziehung zu den Kindern (und anderen Menschen). Dabei besteht die Gefahr, dass ein Mutter-Kind-Verhältnis sich zum Nachteil entwickelt, im schlechtesten Fall zerfällt. Damit soll nicht gesagt sein, dass dies so ist, aber es kann eine mögliche Entwicklung sein/werden.
                  Meine Frage was Sie für sich tun können, bezog sich auf Möglichkeiten eigener Ressourcen, die Ihr Leben mit Ihrer Geschichte erträglicher machen. Freude an etwas, helfende Rituale usw.

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Den Gedanken hatte ich jetzt auch, dass du dich in einem nicht endenden Wutkreislauf befindest, Cindy, und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst.
                Du bist wertvoll – auch und vor allem ohne das Geld! „Sie“ brauchen das Geld, um sich wertvoll zu fühlen, deshalb quälen sie dich damit. Sie decken damit ihre Mängel zu (Partnerschaften nicht auf Augenhöhe), weil sie anders scheinbar ihre Probleme nicht lösen können. An dir wird exerziert, wie es wäre, wenn man das Geld nicht hätte…dann müsste man Probleme lösen und Entwicklungsdefizite aufarbeiten. Sie sagen: haha..wir müssen uns nicht abrackern, weil wir Geld haben, wenn du uns anerkennst und positiv bestätigst (so tust, als wären wir erwachsen), dann kriegst du auch was. Sie spielen Rollen (sind nicht authentisch) und sie spielen mit dir Katz und Maus. Wenn man immer nur Geld bekommen hat (statt Zuwendung), dann verlangt man immer mehr davon, dann wird man vielleicht geldgierig. Das Thema -glaube ich- ist Selbstwert. Sie beziehen Energie daraus, dass du dich ärgerst, damit schenkst du ihnen Bedeutung. Und Bedeutung ernährt sie, weil sie sich bedeutungslos fühlen. Sie ergötzen sich daran, wie es jemandem geht, der dieses Geld nicht hat. Dein Vater sagt: Ich bin bedeutend, weil ich dir etwas versagen kann, was du möchtest. Spiel nicht ihr Spiel mit! Natürlich ist es schön Geld zu haben – aber nicht um den Preis der Erpressung und Erniedrigung, das ist es die Sache nicht wert! Du machst dich zum Rumpelstilzchen und reißt dich vor Wut und Hass am Ende selbst auseinander. Die Wut ist nur nützlich, wenn sie ein positives Ziel anvisiert. „Schluss mit Psychospielchen“ von Cornelia und Stefan Schwarz ist ein Buch, das sehr hilfreich ist und zeigt, wie man aussteigen kann. Psychospiele haben immer drei Komponenten: Opfer, Retter und Verfolger. Psychospieler spielen Rollen, weil sie weder ihr inneres Kind (Freude, Kreativität, Spass) noch ihr erwachsenes Ich (Problemlösung, Analyse, rationales Denken, Zielorientierung) entwickeln konnten. Sie kosten nur Energie führen nie zur Kooperation.
                Liebe Grüße

                • cindy sagt:

                  osterhasebiene, deshalb war der Kontaktabbruch zu meinen Erzeugern, meiner Schwester und dem Clan meiner älteren Tante das Beste, was ich auch von meiner Seite aus tun konnte: Als meine Kusine mir geschrieben hatte, dass sie auf jeden Fall zu meinen Eltern halten würde, ohne sich auch mal meine Seite der Geschichte anzuhören, habe ich mich bei ihr bis heute nicht mehr gemeldet, genauso wie ich meiner Schwester dann auch nicht mehr hinterhergelaufen bin… Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass es keinen Sinn macht, sich weiterhin bei denen allen rechtfertigen zu wollen – ich bin und bleibe bei diesem Spiel die Dumme, egal was ich mache und wie ich mich drehe und wende…
                  Ich möchte auch gar nicht, dass die erfahren, wie es mir oder meinen Kindern geht, eben gerade deshalb, weil ich denen diesen Triumph nicht gönne… Ich habe aber die Befürchtung, dass mein dämlicher Schwiegervater, der noch immer Kontakt mit meinen Erzeugern hat (warum auch immer), denen womöglich doch noch über uns berichtet, aber von ihm halte ich mich auch schon fern, so gut es möglich ist…
                  Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen soll, um mich endgültig vor diesem Pack abzuschotten – selbst bei einer Trennung von meinem Mann kann mein Schwiegervater denen immer noch als Spion dienen…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Liebe cindy,
                  es ist nicht einfach, sich manchen Leuten zu stellen, aber oft (wie auch in dem o.g. Buch empfohlen) die wirksamste Methode, um Leute loszuwerden. Sich mit selbstbewusster Körperhaltung hinzustellen und ganz ruhig zu sagen, ich will nicht, dass du weiterhin Dinge aus unserer Familie mit xy besprichst…(zum Beispiel). In dem Buch werden buddhistische Praktiken zur Selbststärkung verbunden mit psychologischem Wissen (Bedürfnisse, Kommunikation…) empfohlen. Scheint mir lohnenswert. Wenn man es schafft, für sich ein lebenswertes Leben aufzubauen, dann verlieren solche Leute das Interesse an einem, weil man sich nicht mehr als „Futter“ eignet. Es interessiert nur das Rollenspiel. Der Schwiegervater ist ein gutes Übungsobjekt dafür. Sie tun es nicht mehr bei jemandem, der klare Grenzen zieht. Ich denke, der Selbstzweifel ist die größte Crux, daran muss man arbeiten. Ich spreche aus eigener Erfahrung! Die Leute fallen von einem ab, wie vollgesogene Zecken, weil es keine emotionale Nahrung mehr für sie gibt.
                  Ein klares Wertesystem (ich bin z.B. aus wichtigen Gründen aus der Kirche ausgetreten, dazu stehe ich), das man selbst befolgt, hilft, innerlich stabil zu werden – statt sich stets zu fragen, wie das jetzt wohl bei anderen ankommt, was sie wohl sagen werden. Alleine z.B., dass ich jeden Tag, bei jedem Wetter meine Runde jogge, irritiert Leute – und es kommen schräge Bemerkungen, die ich einfach wegwischen kann, weil ich Tatsachen schaffe. Punkt. Es sind oft kleine Sachen mit großer Wirkung. So stärkt man seinen Selbstwert Stück für Stück und erobert sich die verloren gegangene Autonomie zurück. Das ist die wirkliche Freude. Es ist Kleinarbeit und es sind nicht die großen
                  Pläne. Wer weiß schon, was in zehn Jahren ist. Böse Menschen sterben nicht – ist meine Erfahrung. Meine Schwester – um deren Leben man stets bangte – ist jetzt wieder wohlauf, hat sich eine behindertengerechte Wohnung neben dem Altenheim gekauft und versucht meine volljährige Tochter mit Geld und Freundlichkeit zu umgarnen. Ich sage dazu gar nichts mehr. (Sie weiß wie ich zu meiner Schwester stehe) Ich vertraue darauf, dass sie das Spiel durchschaut und wenn nicht, dann muss sie aus Erfahrung lernen. Sie macht das schon.

                • cindy sagt:

                  maro, für mich ist Gerechtigkeit ein wichtiges Gut!
                  Ein Schicksalsschlag bei meinen Erzeugern würde mir zeigen, dass andere in meiner Herkunftsfamilie auch mal Pech haben und der Kampf um meine Pflichtanteile ist auch ein Kampf gegen den Willen meines Erzeugers, der schon des Öfteren seinen Hass auf diese Regelung kundgetan hat! Irgendwo verständlich, denn diese Regelung nimmt ihm Macht weg, denn aufgrund dieser Regelung kann er aus seiner Sicht zumindest auf seine Kinder und Enkel nicht so einen großen Druck ausüben, wie z.B. auf seine Schwester und deren Nachkommen, die ja gegenüber seinem Vermögen nicht pflichtteilsberechtigt sind…
                  Vermögende ältere Menschen drohen gerne mit Enterbung, wenn sie ihren Willen nicht bekommen, aber genau aus diesem Grund wurde in Deutschland die Pflichtteilsregelung eingeführt, um wenigstens etwas Druck aus der Sache herauszunehmen…

                • cindy sagt:

                  Liebe osterhasebiene, die Frage, warum meine Omi mich nicht schon zu Lebzeiten bedacht hat, ist berechtigt! Dafür gibt es wohl mehrere Gründe:

                  Meine Großeltern sind schlicht und einfach davon ausgegangen, dass meine Erzeuger ihre Kinder genauso großzügig bedenken, wie auch sie ihre einzige Tochter und den Schwiegersohn großzügig bedacht haben: Im Gegensatz zu uns Kindern bekamen die beiden bereits zu ihrer Hochzeit kleine Firmenanteile überschrieben, finanziell wurden meine Erzeuger so gut von meinen Großeltern unterstützt, dass meine Erzeugerin nach meiner Geburt noch nicht einmal arbeiten gehen musste, obwohl mein Erzeuger die erste Zeit auch noch am Studieren war (!), mein Erzeuger bekam von seinem Schwiegervater ein Grundstück geschenkt, später gab meine Omi denen das Geld für eine Zweitwohnung und das sind nur die Dinge, die mir bekannt sind…

                  Obwohl meine Omi eine starke Frau war, hat auch sie sich leider von ihrem Schwiegersohn Honig um’s Maul schmieren lassen – wenn sie z.B. wollte, dass er etwas am Haus erledigen sollte, ist er gesprungen, um dann hinterher bei sich zuhause wie ein Rohrspatz über sie zu schimpfen…

                  Obwohl Omi eigentlich immer wollte, dass das Haus später mir gehört, wurde es noch zu Omis Lebzeiten auf ihre Tochter überschrieben, das war damals angeblich steuerlich günstiger, als den Erbfall abzuwarten…

                  Die letzten Jahre ihres Lebens war Omi auch dement, hatte nur die einzige Tochter, mein Großvater und sie selber hatten auch keine Geschwister und so wurde die Verwaltung ihres Vermögens auch immer mehr an meinen Erzeuger abgegeben – ich möchte nicht wissen, wieviel meine Schwester und ich vielleicht nach Omis Willen bekommen sollten, aber niemals erhalten haben – leere Versprechungen waren bei meinen Erzeugern schließlich an der Tagesordnung!!!!

                • cindy sagt:

                  osterhasebiene, als mein Schwiegervater schon mal versucht hat, meine ältere Tochter heimlich bei meinen Erzeugern anrufen zu lassen, als sie alleine bei ihm zu Besuch war, haben wir ihm ganz klar und deutlich gesagt, dass er unseretwegen mit meinen Erzeugern Kontakt halten kann, wenn er es so unbedingt will, dass er aber uns und die Kinder da raushalten und auch nicht über uns berichten soll – wenn die etwas von uns wollen, dann sollen sie sich gefälligst bei uns melden (dazu sind die aber zu feige!)… Leider hat er dann trotzdem nochmal einen Versuch gemacht, einen Kontakt zwischen meiner Tochter und meinen Erzeugern herzustellen und ich hoffe jetzt, dass es nach der zweiten Ansage endlich gefruchtet hat, aber bei einem sturen alten Mann, der schon seit Jahren mit seiner demenzkranken Frau zusammenlebt, ist das gar nicht so einfach…
                  Ich kann meinem Schwiegervater nicht mehr vertrauen, lasse ihn aber meine Tochter trotzdem noch besuchen, weil sie meinen Schwiegervater liebt und ich ihr im Gegensatz zu ihm vertrauen kann!!!!

  15. Frida sagt:

    @t cindy
    Es ist verständlich das Sie so leiden, Sie haben ein schreckliches Schicksal und es trotzdem erreicht, sich aus diesem zu befreien und sich ein eigenes Leben aufgebaut. Das ist für einen Menschen mit
    einem solchen schweren Schicksal wie das Ihre keine Selbstverständlichkeit. Es ist auch wichtig, dass
    Sie das nicht vergessen und ich glaube, viele Menschen, die Sie kennen, würdigen das nicht genug.
    Selbstverständlich haben Sie mit vielen Problemen im Alltag zu kämpfen und es fällt Ihnen schwerer, damit umzugehen, weil Sie diese zusätzlich zu Ihrem harten Schicksal, noch bewältigen müssen, das
    ist etwas, womit viele Menschen, die ein ähnliches Schicksal wie das Ihre haben, kämpfen müssen. Menschen, die so aufwachsen mussten wie Sie es auch erlebt haben, müssen viele Verhaltensstrategien im Alltag umlernen bzw. neu erlernen, denn die damaligen Überlebensstrategien Ihrer Kindheit können dabei eine sehr große Belastung für Sie sein. Die damit verbundenen Gefühle
    und Erfahrungen empfinden Sie im Alltag immer wieder, es ist wie ein Sumpf, aus dem Sie sich immer wieder selbst herausarbeiten müssen. Haben Sie Geduld mit sich und muten Sie sich nicht immer zu viel zu. Das was Sie schon erreicht haben, hätte ein anderer Mensch vielleicht nicht zu erreichen vermocht.

  16. osterhasebiene langnase sagt:

    @an mich selbst: die Therapeuten-S… hat ihre kleine Schwester mithilfe ihrer fetten Lehrerin-Komplizin auf den Strich geschickt, um „ihren“ Männer-Hass zu befriedigen. Steile These, ich weiß, und doch zu wahr. Wer weiß, wieviele vertrauenselige Menschen sie noch ins Unglück geredet hat…! Ich hab es nicht gecheckt und mein Ehemann hat es eiskalt ausgenutzt, clever wie er ist. Jetzt weiß ich, warum ich mich immer so seltsam geschämt habe. HaHa. Ich werde mal einen Rundbrief (oder vorgezogener Nachruf) an die liebe Verwandtschaft schicken und mein jahrelanges Fernbleiben erklären. Ich habe nämlich echt nette Cousinen. Und wer den Roman „Untergang der Stadt Passau“ von J. Amery noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt unverzüglich nachholen! Vielen Dank!
    Osterhasebiene Langnase

  17. osterhasebiene langnase sagt:

    Ich glaube: Unsere klammernden/verstoßenden (verstoßen ist nur die Abwehr von Verlassenheitsangst, also im Grunde das gleiche wie klammern) Familien/Anverwandten sind in Wirklichkeit sehr sehr einfach gestrickt. Sie interpretieren alles, was andere tun auf dem Hintergrund „Er/Sie will mich (möglicherweise) verlassen, dann werde ich sterben. Ich muss was dagegen tun!“ Hast du ein schönes Kleid an, klingeln die Alarmglocken
    „Sie wird mich verlassen! Ich muss was dagegen unternehmen!“, Machst du Karriere und hast Erfolg, denken sie sofort „Jetzt werde ich verlassen! Ich muss es verhindern!“, gibst du deinem Baby Brei xy und nicht Brei z, dann denken sie, das ist Meuterei, sie will mich verlassen. Ich muss dringend handeln und durchgreifen! Hast du einen Freund, denken sie „Jetzt werden wir endgültig verlassen! Alarmstufe 3, dringender Handlungsbedarf….usw. Unsere Angehörigen wurden sehr wahrscheinlich als Babys extrem existentiell verunsichert. Daraus ergeben sich all die irren Verwicklungen. Und dann kommen noch die vielen narzisstischen Kränkungen dazu (du hast meinen Blei abgelehnt, mein Geschenk nicht gewürdigt und auch das Verlassen an sich wird als narzisstische Kränkung empfunden…so kann man vielleicht auch Geldgier erklären) Es beruht auf reptiliengehirn-gesteuerten Aktionen, statt auf ausgeklügelten und zielorientierten Denkleistungen. Die „raffinierten“, manipulativen Handlungen, die sich daraus ergeben, werden von der Psyche unbewusst kreiert (um die als real erlebte Todes-Gefahr abzuwenden) und von uns „Normalos“ (Überlebende, ohne diese extreme Verlassensangst) als „Bosheit“ interpretiert. (was es objektiv ja auch zu sein scheint) Aber auch sie denken, dass wir „böse“ sind, weil wir ihre Aktionen rational hinterfragen. Da liegt ein großes „Missverständnis“ vor. (du siehst nicht, wie ich mich fühle: ein Baby, das verlassen wurde)

    Vielleicht wäre die Lösung einfach, indem man sagt: „Ich gehe jetzt. Ich sterbe nicht daran und du stirbst auch nicht daran. Ich bin nicht aus der Welt. Wenn du ein größeres Problem damit hast, dann suche bitte einen Psychiater auf. Wir werden beide überleben. Ab sofort werde ich keine Verantwortung mehr für deinen „Wahnsinn“ übernehmen. Ich sehe, du leidest, aber ich bin nicht schuld daran. Es ist eine irrationale Sache, die mit mir nichts zu tun hat.“

    Schlimm wird es, wenn man nicht mehr aus diesem Kreislauf aussteigen zu können meint. Deshalb, stell dir immer das verängstigte Baby hinter der Fassade vor!!!
    Vieles in meinem Leben lief so wie in der Truman-Show: Schein-Diskussionen in der Familie bis zum Erbrechen, aber nie ging es darum, was einem wirklich was bedeutet (meine Schwestern fühlten sich dann besonders moralisch überlegen), Überwachungs-System in der Ehe (nie konnten wir wirklich alleine sein). Ich glaube, mein Mann „durfte“ nicht mit mir sprechen (daher dauernde TV-Berieselung). Es war absolut verboten, sonst hätte er womöglich seinen Clan/Mutter verlassen und was eigenes (mit mir zusammen) gemacht. Meine Schwiegermutter hat mir dauernd gezeigt, dass ich nur eine Spielfigur bin (sie schickte mir manchmal ungefragt eine Putzfrau ins Haus. „Hallo, ich soll heute Ihr Haus durchputzen!“ -„Aha!“) Traf ich eigenständig eine Entscheidung, dann war meine Schwester sofort zur Stelle (gutes Informationsmanagement… haha!) und hat mich „verhört“. Alles völlig absurd! Wie habe ich es nur geschafft, nicht im Irrenhaus zu landen, bzw. in der Psychiatrie? Ich glaube, es war die Möglichkeit immer wieder zu „fliehen“ (vor allem als kleines Kind, weil meine Schwester nur selten zu Hause war, meine Mutter hat mich darin unterstützt, sie fand das gut) und Bildung ganz bestimmt auch und viel viel Zeit zum Nachdenken. Die Natur war für mich auch immer ein Raum „ausserhalb“ (wo sie keine Macht hatten).
    LG

    • Roswitha sagt:

      Jetzt freuen sich alle die Verlassenen; „Siehst‘ e hab ich Recht gehabt
      denn sie hat uns jetzt wirklich verlassen. “
      Alle nicken zustimmend; „Damit hätte ich gerechnet, denn sie ist krank“
      Wieder nicken alle zustimmend. …..
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Die selbsterfüllende Prophezeiung eben…Was man am meisten fürchtet und am meisten zu vermeiden sucht, ereilt einen am häufigsten mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit – möchte ich mal behaupten! Ich sage Dir, diese Generation ist eine gottverlassene (und von allen guten Geistern verlassene). Sie haben es nur nicht bemerkt, weil man ihnen zu viele „Geschenke“ (von Seiten des Staates und der Gesellschaft) gemacht hat…
        Liebe Grüße

        • Roswitha sagt:

          Selbsterfüllende Profezeihung -> jaaaaaaa Osterhasenbiene langnase
          Sie funktioniert – diese Energie des Herzens!
          Wir kommen dem Geheimnis schon näher.
          Diese Trennung von du und ich und die Welt / oder Gut und Böse; Das ist doch alles nur eine Illusion. Ich glaube an Quantenphysik. In der Quantenphysik ist keiner getrennt vom Nächsten, – selbst wenn wir hunderte Kilometer entfernt leben.

          Es erstaunt mich nur, wovor meine Eltern alles Angst haben. Da kann sich viel erfüllen, bis sie weiter kommen. Sie befürchten sogar, dass bestimmte Musik, Vorlieben oder Orte teuflisch sind.
          Angst ist die Enge die zusammenzieht. Liebe ist die Weite die sich entfaltet und ausdehnt.
          Was hab ich das nicht verstanden, wenn mein Vater mich wegen einer bestimmten Musikrichtung verurteilt hatte. Ich hab als Kind so viel geweint deswegen, weil er mich als böse bezeichnet hatte, weil ich nicht Volkstümliche Schlager wollte. Viele Teenager wünschen sich von ihren Eltern Klamotten oder Taschengeld. Ganz ehrlich; Mein Herzenswunsch wäre gewesen, dass er ohne Furcht die Dinge toleriert und segnet. Ich wollte ihm Texte übersetzen und erzählen was sie bedeuten. Er konnte/ wollte nicht zuhören und schrie und flippte aus, wenn ich sprechen wollte. Das schreien dauerte, so lange ich versuchte, mit ihm zu reden. Er sollte segnen anstatt verurteilen. Er muss es ja nicht selbst mögen, sondern einfach entspannt bleiben. Ich kann gar nicht beschreiben, wie oft ich bitter geweint hatte. Jetzt verstehe ich, dass er mich mit seiner Engstirnigkeit beschützen wollte vom „teuflischen Jackson oder Metallica“. Wenigstens verstehe ich es jetzt. Diese Generation hat echt ein Brett vorm Kopf und so viele Ängste. Wie jemand wegen soetwas ausrasten kann. Das glaubt keiner, der es nicht erlebt hat. Da hilft für mich nur Resignation und Warten. Für mich ist der Kontaktabbruch wirklich nur ein Warten und sonst nichts. Was soll ich denn noch versuchen?
          Ich sag; Die Angst ist das Gegenteil der Liebe und Einheit und Toleranz.
          Wer Angst hat, der braucht noch lange, bis zur Einheit.
          In jedem Menschen steckt alles drin.
          Die Indianer beschreiben die beiden Gefühle von Angst und Liebe symbolisiert – in Form von zwei Wölfen. Der Wolf, welcher stärker gefüttert wird, hat mehr Kraft.
          In der Bibel gibt es ein Jesus und Herodes. Jesus ist das Symbol der Liebe und Herodes die Angst vor dem Verlust seiner Macht – die sich bedroht fühlt – von dem Kinde. Ich finde aber die indianische Version plausibeler zu verstehen und näher.
          Lg

          • Roswitha sagt:

            Bei genauerem Hinsehen, hab ich nicht meine Eltern verlassen. Sie haben mich verlassen.
            Ich hab nur räumlich, die Sache sichtbar gemacht, welche in der Beziehung schon lange zuvor getrennt waren. So ist es eigentlich lange vorher beziehungslos gewesen, bevor es zum Abbruch gekommen war.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Ja, Roswitha, genauso ist es – und das ist eine gesunde Ausgangsbasis für alles weitere ohne
              Lügen und tun-als-ob. Man bestätigt nicht mehr eine Schein-Beziehung (kranke Beziehungsstrukturen) und verhindert dadurch die wichtige Beziehung zu sich selbst durch Ablenkung. Mir schien, die Beziehung hätte nur den einen „wahren“ Grund: von der echten Beziehung abzulenken. Das Aufrechterhalten eines Scheins höhlt Menschen aus, entkräftet sie und macht zuletzt krank. Man „füttert“ den falschen Wolf und lässt den guten Wolf verhungern. Ich habe auch beschlossen, das aufzugeben und mir geht es gut dabei. Die Einsamkeit manchmal ist ein auszuhaltender, vorübergehender Zustand. Verstehen ist aber eine wichtige Sache, es dient der Selbsterkenntnis und Beziehungsfähigkeit.
              LG

              • Roswitha sagt:

                Da gab es eine Geschichte, die ich gelesen hatte (vielleicht gelingt es mir, den Titel und Autor hier nachträglich Preis zu geben, wenn ich das Buch wieder fände).
                Da gab es Mutter und Tochter in der Geschichte. Sie sind beide im Schlaf gewandelt, und begegneten sich im Unbewustsein ihres Schlafes, im Zimmer. Das Kind beschimpfte die alte Hutschachtel aufs übelste. Die Mutter beschimpfte das lästige Balg aufs übelste. Da wachten beide auf. Die Mutter im wachen Zustand; ,, Bist du es Liebling?“ Das Kind im wachen Zustand; ,, Ja liebste Mutter. “
                Ha ha ha ha 🙂

                Wir haben zwar keinen Kontakt mehr zu unseren Eltern, – aber das – was wir tun ist nicht so heuchlerisch, wie die – in dieser Geschichte dargestellte Krankheit. Ich bezeichne dieses Verhalten dieser beiden Heuchlerinen als krank. Diesen Ausdruck konnte ich mir nicht ersparen. Schließlich musste ich mir diese Beschimpfung, auch oft über mich ergehen lassen. Da darf ich es auch mal sagen – zu anderen.

                Da meinte Jesus, als er sagte, dass er nicht gekommen sei um Frieden zu bringen. Es soll entzweit werden, alles was nicht echter Frieden ist. Er betonte ganz oft, dass das Aussen rein sei und das Innere voller Unrat, bei den Heuchlern. Es ist aber für die meisten Menschen einfacher nur auf Materie zu schauen – und das Aussen zu beurteilen. Die Seele eines Menschen können nur wenige ergründen.
                Das Aussen sollte aber widerspiegeln was im Inneren da ist. Oder das Innere sollte reiner sein als das Aussen So könnte jemand leichter aus einer Schüssel essen oder Glas trinken, welches innen sauber gereinigt ist und dafür ausschließlich unsauber wirkt. Wenn ich mir vorstellen müsst, aus einer Schüssel essen zu müssen, welche nur ausschließlich sauber ist und innerlich schmutzig wäre, dann wäre das doch ekelhafter.
                LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Jesus ist nicht gekommen, um Frieden zu stiften. Danke, Jesus, tausendmal…von der Pampe haben wir nämlich mehr als genug…!!!Er war ein großer Trenner oder Trennender und dadurch ein echtes Vater-Vorbild.
                  LG

          • cindy sagt:

            Roswitha, da merkt man den Altersunterschied schon – deine Eltern sind im Schnitt mindestens 10 Jahre älter als meine Erzeuger, die ihre Jugendzeit in den 60er Jahren verbracht haben, die sog. „Hippie-Zeit“, wo ja alle so frei sein wollten…
            Meine Erzeuger haben nie gegen meinen Musikgeschmack gewettert, meine Klamotten fanden sie bieder und altmodisch… Sie brüsteten sich stolz, dass sie ja so tolerant und freizügig seien, weil sie sich ja auch nackt vor uns zeigen, was ja all diese „älteren“ Eltern nicht tun würden, verstanden aber dafür überhaupt nicht, dass ICH mich als Teenager nicht gerne nackt zeigen wollte…
            Homosexualität dagegen gilt bei meinen Erzeugern als Krankheit(!), die man behandeln sollte…

            Toleranz ist die Eigenschaft, die die meisten unserer Eltern nicht besitzen und dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Musik- oder Klamottengeschmack oder eben um die Meinung, Einstellung, Religion oder sexuelle Ausrichtung eines Menschen geht…
            Toleranz bedeutet das Akzeptieren eines anderen Menschen, auch wenn dieser andere Meinungen und Einstellungen als man selbst hat!!!!

            • maro sagt:

              Toleranz ist sehr sehr wichtig. Manch einer glaubt tolerant zu sein und bemerkt dabei nicht, dass er nur das toleriert was für ihn selbst verständlich ist. Toleranz ist mehr. Sie umfasst auch das Nicht-Verstehen des anderen. Dieses Fremde zu akzeptieren und zu tolerieren zeigt die eigentliche Toleranz.

              • Roswitha sagt:

                Ja, liebe Freunde,
                die Liebe sucht nicht seinesgleichen. Wenn nun das gute Benehmen nicht da ist, findet doch jeder bei jedem einen Grund, diesen Mitmenschen zu negieren.
                Man muss nur gründlich genug suchen. Sei es auch nur, wie der andere atmet.
                Finden lässt sich immer was.
                LG

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Es ist mir nur leider sehr wichtig, den anderen zu verstehen, weil das die Basis von Kommunikation, Sinn und Bindung ist…auch wenn es nicht gelingt ist es für mich das Wichtigste überhaupt. „Jeder kann doch sein wie er mag“ eines der Lieblingszitate meiner Therapeutenschwester oder „Jeder spinnt anders“ Zitat meiner Mutter. Sehr tolerante Einstellung. Meines Erachtens auch sehr autistisch. Gut, wozu dann überhaupt noch miteinander sprechen, kann doch jeder spinnen, wie er mag.

                • Roswitha sagt:

                  Wie nun jemand tatsächlich ist und als was nun derjenige gesehen wird, im inneren des Herzens des Anderen, -kann sehr gegenteilig sein. So wie nun unsere Eltern wissen, daß nun alles Unrecht sei was wir sagen oder tun, obwohl sie nicht erkennen wer wir sind und was wir tun. Sie wissen einfach immer, daß es falsch sei. So gibt es im Gegenteil die Kehrseite. Alles was nun das Goldene Schaf sagt, sei gut und richtig obwohl unsere Eltern dort ebenso nie mitkriegen was Sache ist. Da gibt es die Geschichte vom schönen Narziss, die jeder kennt. Die Geschichte „Von der klugen Else“ erzählt einen ähnlichen Fall. Diese Geschichte erzähle ich euch.
                  Die kluge Else (Goldenes Schaf) lebte mit ihren Eltern. Als sie alt genug geworden war, heiraten zu konnen, überlegten sie ob nicht ein Mann zum Heiraten für sie in Frage käme. Da kam der Hans Aber er wollte Else nur heiraten, wenn sie auch wirklich klug sei. Der Vater meinte. „Unsere Else ist wirklich sehr klug“ Am selben Abend saß nun Else mit ihren Eltern bei Tisch. Der Vater schickte sie um Wein aus dem Keller zu holen. Else ging in den Keller und weil sie so klug war, nahm sie den Stuhl mit um vor dem Weinfass zu sitzen und sich nicht bücken zu müssen. Als sie nun zapfte, wanderte ihr Blick zur Decke. Dort oben lag eine Axt, welche die Bauarbeiter im Fachwerk vergessen hatten. Da überlegte die Else. Wenn sie den Mann heiratet und sie bekämen ein Kind. Dieses würde geschickt werden, zum Weinholen und die Axt viele auf es. Sie weinte. Die Eltern wunderten sich über ihr Fernbleiben. Sie schickten die Magd. Die Magd ging in den Keller. „Else warum weinst du?“ Die Else antwortet; „Wenn ich heiratete und wir bekämen ein Kind. …. Das arme Kinde wird von dieser Axt erschlagen. Wie sollte ich da nicht weinen“
                  Die Magd setzte sich verständnisvoll hin und weinte auch. Da schickten die Eltern den Diener. Der Diener ging ebenfalls in den Keller. „Warum weint ihr? “
                  Die Else antwortete. … „““
                  Der Diener weinte mit.
                  Da ging die Mutter in den Keller.
                  Das gleiche Schauspiel nochmal. Da ging der Vater in den Keller und weinte ebenfalls. „Was ist sie nur eine Kluge Else“ Sagten alle mit Tränen im Gesicht, weil nun die Axt auf Elses Kind fallen könnte
                  und Else hat die Gefahr erkannt, weil sie so klug ist. Da hat nun die Else den Hans geheiratet. Der ging zur Arbeit und beauftragte der Else inzwischen das Korn zu ernten. Da saß die kluge Else und überlegte „Esse ich Korn oder ernte ich Korn?“ Da viel ihr eine kluge Idee ein und sie wusste, dass alles was ihr einfiel klug sei. Sie aß Korn. Da überlegt sie. „Schlaf ich im Korn oder ernte ich es“ wieder viel ihr eine kluge Idee ein, und sie wusste, dass es nie falsch sein könnte, was ihr einfällt.
                  Sie schlief im Korn.
                  Da kam ihr Gemahl zurück. Er sah die Else und hengte der schlafenden, klugen Else ein kleines Glöckchen um den Hals. Da erwacht sie.
                  „Nanu, was hörte ich mich nicht an, wie die kluge Else?!“ Sprach sie irritiert. „Bin ich es oder nicht? “
                  Um zu prüfen, ob sie es sei, ging sie, die Kluge zum Fenster und klopfte daran. „Hans, ist die Else bei dir?“ Rief sie hinauf.
                  Hans antwortete: „Die Else ist bei mir“
                  Die Else dachte traurig. „Ich bin es nicht. “
                  Sie lief weg und keiner hat sie mehr gesehen.
                  LG

                • cindy sagt:

                  Allein in dem Zitat deiner Mutter „Jeder spinnt anders“ steckt durch das Wort „spinnen“ wieder eine Abwertung drin! Abwertung hat aber mit Toleranz nichts zu tun, es ist eher das Gegenteil…
                  „Jeder kann doch sein wie er mag“ – das Zitat deiner Schwester drückt auch keine Toleranz aus, denn ein toleranter Mensch würde sagen „Jeder DARF doch sein wie er mag“…!

                  Intolerante Menschen haben einen Hang dazu, alle Menschen abzuwerten, die nicht so denken und handeln, wie SIE es für richtig halten – besonders gerne werden diese Menschen dann auch als „krank“ abgestempelt, so wie meine Erzeuger dies mit Homosexuellen tun oder meine Kusine mich in einer ihrer letzten Nachrichten auch als „krank“ bezeichnet hat…
                  Andere als psychisch krank hinzustellen hat einen großen Vorteil: Die Mitmenschen können nichts dafür oder dagegen tun und man verschleiert die eigene Unfähigkeit, auch mal hinter die Kulissen zu schauen…!

                • Roswitha sagt:

                  Hinter jeder Kommunikation steckt ein Gedanke. Dieser Gedanke hat immer einen Gedanken hinter dem Gedanken. Das Bewusstsein hat zur Erschaffung von sich selbst ein Unterbewusstsein. Hinter dem Gedanken (dem Wort) liegt ein erschaffender Gedanke und wiederum ein Gedanke der den erschaffenden Gedanken erzeugt. Das ist die Seele hinter dem Unbewussten. Das ist ziemlich kompliziert. Mann könnte sagen Körper/Geist/Seele oder Ich /Überich/ Unterich usw.
                  Wenn nun niemals über den Gedanken hinter dem Gedanken nachgedacht und gesprochen werden darf. Das ist der Fall, wenn nun das Gesage vom Schwarzen Schaf grundsätzlich falsch ist, ohne zu überlegen was der Gedanke hinter dem Gesagten wäre. Oder das Gesagte vom Goldenen Schaf grundsätzlich richtig wäre, ohne zu überlegen was der Gedanke hinter dem Gesagten wäre. Sie kommen nicht einmal auf die Idee, dass sich hinter dem Gedanken, noch ein Gedanke verstecken könnte.
                  So kann auch niemals erfahrungsgemäß erlebt werden wer wir selbst sind. Wenn wir sogar über den Gedanken hinter dem Gedanken- hinter dem Gedanken nachdenken, (die Seele erkennen) dann würden wir uns selbst in der Erfahrung kennen lernen und zusätzlich auch nicht verurteilen, welchen Weg wir gewählt hatten um uns selbst kennen zu lernen. Im Grunde ist der Gedanke der Seele nichts anderes, als das Verlangen, sich erfahrungsgemäß kennen zu lernen. Dieses Kennenlernen funktioniert nur, wenn wir bestimmte Umstände wählen. Es ist sehr schwierig zu glauben, dass diese Umstände von uns gewollt sein sollten. Diese Nachricht könnte alles auf den Kopf stellen. Jeder kann glauben, was ihm beliebt.
                  Es wäre nur zu erwähnen; Wenn es so wäre, dass wir die Umstände selbst in der Seele heraufbeschworen hätten,(die Umstände die uns zu dem machen, als was wir uns in der Erfahrung, kennen lernen wollten) um uns selbst nicht nur zu wissen, sondern auch erfahren – so würden wir uns selbst verurteilen, wenn wir den Weg, welchen wir gehen, verurteilen würden. Es klingt verrückt zu behaupten, daß unsere eigene Seele diese Umstände freiwillig erleben wollte. Aber nur weil es verrückt klingt, könnte es doch nicht unmöglich wahr sein.
                  LG

  18. osterhasebiene langnase sagt:

    Die Eltern werden sich nicht mehr grundlegend ändern – cindy- das kann ich mir nicht vorstellen. Ein perfektes Schein-Leben und die perfekte „heile“ Welt (ähnlich wie bei meinen Schwiegereltern, meine Schwiegermutter ist jetzt aber dauernd in der Psychiatrie im hohen Alter). Es ist umso wichtiger für mich, hinter die Kulissen zu schauen und die Machtverhältnisse genau zu analysieren und nachzuvollziehen.

    Frauen brauchen einen „guten“ Vater, von dem sie sich geliebt und beschützt fühlen, sonst bekommen sie leicht unpassende, ausnutzende, missbrauchende Partner (weil sie nicht für sich einstehen können und zu wenig Selbstbewusstsein haben, sie denken, dass sie einen guten Partner nicht verdient haben…). Da ich davon ausgehe, dass jeder Mensch im Grunde gut ist, muss auch jeder Vater gut sein. Man kann das, was einem geschadet hat auch als Schwäche deuten statt als böse Absicht – verstehst du! Ich würde die Geschichte so lange hinterfragen (Therapie?), bis ich zu diesem Ergebnis kommen würde, weil nur das jetzt hilfreich ist! Abgrenzung in der Beziehung (lernt man vom Vater) Jeder Hass auf den Vater (Prinzip der Trennung) ist deshalb kontraproduktiv und wird von anderen ausgenutzt. Oder glaubst du, dass dir das deine Mutter lernen kann?

    Es gibt andererseits Wut, die stärkt, wie z.B. die auf die Mutter, weil sie einen nicht losgelassen und für die eigenen Bedürfnisse missbraucht hat (vereinnahmende Mutter), man sich daher schlecht durchsetzen kann. Diese Wut hilft, die Mutter zu verlassen. Das ist gut. Der Vater hätte einen eigentlich von der Mutter trennen sollen, aber wenn der genauso bedürftig ist/war und nicht loslassen kann (missbrauchende Väter), dann hat man schlechte Karten gehabt und einen schwachen Vater, aber keinen bösen. Hier sehe ich zwar, dass dein Vater versuchte dich von der Oma loszueisen, dich aber auch zu sehr für sich vereinnahmen wollte (Rauswurf wegen Freund)…so konntest du nur zwischen Teufel und Belzebub wählen…und kamst tatsächlich immer vom Regen in die Traufe. (ist alles meine subjektive Ansicht) Die Oma hat dich zwar vor deinem vereinnahmenden Vater gerettet, dich dann aber selbst vereinnahmt…wie die Tochter. Aber vor allem scheint dir zu Hause die Nestwärme gefehlt zu haben.

    Ich hatte überwiegend bedürftige weibliche Bezugspersonen und mein Vater ist viel zu früh gestorben. Diese Frauen haben mich nicht beschützt, sondern schlecht beraten, ja sogar an einen reichen Mann „verkauft“ (sie gaben mir das Gefühl jetzt endlich eine gute und brave Tochter zu sein und dazuzugehören). Ich habe aber nie aufgehört, an meinen Vater (und an die große Liebe) zu glauben, daher haben sie mich nie wirklich „gekriegt“. Ich habe nur mitgespielt. Ich wusste immer, dass es irgendwo ein anderes, wahres Leben gibt, in dem man das verwirklichen kann, was man wirklich möchte. (daher vielleicht meine „Flucht“ in die Literatur) Meine Schwester wollte mir „diese“ Flausen mit Zuckerbrot und Peitsche austreiben, weil sie keinen Glauben an ein selbstverwirklichtes Leben hat. Für mich ist das materialistisch und seelenlos. Für sie ist es unrealistisch und verrückt. Aber wenn ich mir meine Frauen-Vorbilder so anschaue, dann möchte ich niemals so enden wie sie.
    Wichtige Fragen sind: Wo will ich hin? Was brauche ich dafür? Was/wer hilft mir? Was muss ich meiden?
    LG
    Osterhasebiene

  19. osterhasebiene langnase sagt:

    liebe Schafe,

    ganz richtig, cindy, in den Aussagen meiner Mutter und Schwester steckt in Wirklichkeit kein Funken Toleranz drin – es soll höchstens ihr eigenes So-Sein rechtfertigen und das soll möglichst nicht hinterfragt und in Zweifel gezogen werden. Und Abwertung anderer steckt da auch drin, sowie Ablehnung, sich überhaupt mit dem Anderssein anderer zu beschäftigen, man kann auch sagen Desinteresse oder Ignoranz.

    Ich glaube nicht, dass ich besonders klug bin oder immer richtig liege, aber ich ich suche mit aller Kraft und all meinem Wissen, das für mich nur Werkzeug ist, danach, etwas in einen vernünftigen, nachvollziehbaren Zusammenhang zu bringen. Ich mache Entwürfe, die man verwerfen, vervollständigen, ergänzen, annehmen oder ablehnen kann. Ich suche nach Mustern, um zu verstehen, weil ich Zusammenhänge begreifen will und weil ich nicht glauben kann, dass alles nichts zu bedeuten hat, nicht interpretierbar ist – ganz im Gegenteil. Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist universal, deshalb muss alles auch verstehbar und lösbar sein – theoretisch.

    An der Theorie, dass man sich alle Umstände selbst wählt, um bestimmte Probleme zu lösen, die vielleicht schon xig Inkarnationen/Generationen bestehen, ist bestimmt was dran. Dabei ist man vermutlich schon öfter in der Täter und auch Opferrolle gewesen. Vielleicht ist jetzt die Zeit, das zu lösen und nicht wieder unbewusst weiterzugeben. Dieser Gedanke macht sehr viel Hoffnung, weil dann alles einen Sinn hätte.

    Diese Projektion aller schlechten Eigenschaften auf das Schwarze Schaf ist objektiv betrachtet einfach nur absurd: Hier sind viele Spaltungen von gut und böse geschehen. Um eine Person, die natürlich nicht nur gut ist, als nur gut wahrzunehmen, muss ein anderer alles Negative dieser Person auf sich nehmen. Ziemlich simpel! Das packt man demjenigen auf, der es ertragen kann/will, weil er stabil genug ist, denke ich. Da kann man auch wieder sagen, derjenige hat es unbewusst freiwillig auf sich genommen, um den zugrundeliegenden Konflikt in der Familie zu lösen. Diese zugrundeliegenden Konflikte sind nach meinem Erkenntnisstand immer energetische/emotionale Bindungen (Verwünschungen, Versprechungen, Liebesschwüre, Geflüster, Flüche…) – also karmische Verstrickungen, die immens viel Kraft abziehen. Die Erlösung wäre, diese in bedingungslose Liebe (Freiwilligkeit) zu transformieren. Das heißt aber erst mal Los-Sagen, Los-Lassen, Entlassen, Frei-Geben. Dafür gibt es Rituale und Gebete zur Unterstützung. Dann kann man sich auch selbst stärken, um den Dämonen den Nährboden zu entziehen. Das sind mentale Praktiken (Yoga, Meditation, Interpretation, Nachdenken, aber nicht zu angestrengt, Wahrhaftigkeit…) und physische wie vitale Ernährung, Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Drogen, Sport, frische Luft, Kontakt zu Mensch und Tier, Natur, Verbundenheitserlebnisse…
    Ich finde auch die Bedürfnispyramide immer hilfreich. Aber die „alten“, masochistischen Bindungen sollen erst mal gekappt werden, sonst wird dauernd zu viel Kraft abgezogen. Der Seelenvampierismus muss unterbunden werden. Das ist erst mal ein Schritt ins Ungewisse.
    Es kann auch heißen: „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung“

    Und dann denke ich auch, dass maro recht hat: Auf Einsicht der „Erzeuger“ sollte man nicht hoffen.
    Sie haben diesen Weg der Täterschaft gewählt. Vielleicht waren sie auch in früheren Inkarnationen bereits in der Opferrolle. Das Thema -glaube ich- ist immer emotionale Los-Lösung aus Verstrickungen (die immer schädlich sind). Danach kommt bedingungslose Liebe und die schließt alle wieder ein – wenn man soweit aufsteigt.

    cindy, ich kann nicht oft genug sagen, wie sehr ich deinen Hass verstehen kann!!! Die Falschheit und Scheinheiligkeit ist unerträglich. In diesem Hass liegt ein großes Potential, wenn er nicht destruktiv eingesetzt wird. Er soll dich wegtreiben, nicht Hin-Zu.
    Ich habe jetzt gerade wieder eine große Wegwerf-Aktion gestartet und mich von viele Erbstücken meiner Mutter getrennt, weil ich das Gefühl habe, diese Dinge nicht mehr zu brauchen und weil sie mich negativ beeinflussen.

    Liebe Grüße

    • Roswitha sagt:

      Die Wut von dir, Cindy kann ich verstehen. Es ist an der Zeit mit den Gefühlen das zu machen was zu tun ist. Was zu tun ist steckt schon im Wort selbst; Gehe Fühle. Wenn wir aufgefordert wären nicht wütend sein zu dürfen, dann müsste es Laufwegfühle heißen und nicht Gefühle.
      Wir müssen nur bedenken, dass Wut an sich ein sogenannter Platzhalter ist für andere Gefühle. So wie Grün eigentlich keine primäre Farbe ist, sondern nur eine Mischung aus Blau und Gelb. So ähnlich ist die Wut nicht primär. Hinter diesem Gefühl stehen andere primäre Gefühle wie zum Beispiel Trauer, oder Kummer. Wenn du diese Gefühle, hinter der Wut gefunden hast und gespürt, dann verschwindet die Wut, liebe Cindy.
      LG

  20. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe cindy, schade, dass deine Oma das Spiel nicht zu Lebzeiten durchschaut hat, zu wenig Distanz und Willenskraft hatte und nicht entsprechend handeln konnte. Dazu passt meiner Ansicht nach das Märchen „Die Gänsemagd“: Die Tochter wird von ihrer Dienerin, die ihr von der Mutter mit auf den Weg gegeben wird, entmachtet und muss alle ihre mitgegebenen Brautgeschenke, an sie abgeben. Am Ende heiratet die Dienerin sogar den Prinz, der eigentlich für die Tochter vorgesehen ist – natürlich aufgrund von Lug und Trug. Immer wieder klagt sie deshalb: „Wenn das nur meine Mutter wüsste. Sie würde sich im Grab umdrehen!“ Das Märchen wurde psychoanalytisch gedeutet von Heinz-Peter Röhr, einem Narzissmus-Experten. Er arbeitete heraus, dass die Mutter zwei Gesichter hat: die selbstlos Gebende und die Narzisstin. Die Dienerin (die der Tochter wieder alle Geschenke von der Mutter wegnimmt) ist in Wahrheit ein Aspekt der Mutter selbst. Sehr interessant. Befreien kann sich die Tochter von ihrem Schicksal dadurch, dass sie die Wahrheit erkennt und laut vor Zeugen ausspricht. Dazu muss sie in einen Eisenofen kriechen (dort ist sie scheinbar ganz allein), doch der König (Therapeut?) belauscht sie und erfährt so die ganze Wahrheit. Dadurch bekommt sie ihre eigene Handlungs-Macht und Autorität zurück. Sie traut sich nun, für sich selbst einzustehen und sich das, was ihr zusteht, wieder zurückzuholen. Die Interpretation ist absolut lesenswert! In Wahrheit zählen nur Fakten und Taten. Unterm Strich blieben mir von meiner Mutter auch nur leere Versprechungen. Was ich bekam, musste ich später wieder abliefern. So geht das Spiel der Narzissten! Liebe Grüße

    • maro sagt:

      Laut dieser Märcheninterpretation hat der Prinz selbst kein Mitspracherecht an seinem Glück?! Wo auf der einen Seite die Fäden gesponnen werden, sollte auf der anderen Seite das Sich-einspinnen-lassen enttarnt und gelöst werden. Demzufolge muss der Prinz eine Entscheidung treffen, wen er heiraten will und seine Angebetene fragen. Das Zauberwort heißt „Opferrolle-verlassen“. Auch wenn der Prinz schwul ist und keine von ihnen will. Er übernimmt Verantwortung für sich. Das gilt natürlich auch für Prinzessinen. 😉

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Stimmt, maro, auch der Prinz muss eine Entwicklung machen und sich von der Autorität befreien und lernen eigene Entscheidungen zu treffen. Er muss ebenso die passive Opferrolle verlassen.
        Ist in Märchen übrigens immer so, dass beide, Prinz und Prinzessin sich entwickeln müssen, um einander zu finden…deshalb auch so schön – finde ich.

      • maro sagt:

        PS: Das gilt natürlich auch für Schafe, egal welcher Coleur.
        Die eigene Opferrolle erkennen UND verlassen bedeutet Verantwortung für sich zu übernehmen. Da ist jede/r gefordert! Damit enden auch Anklagen! Ein Verharren in der Opferhaltung führt in die Täterrolle anderen gegenüber.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Ja, genau: 1. erkennen (was z.B. für gestörte Narzissten nicht möglich ist, weil das vermutlich zu sehr am Ego kratzen würde) 2. verlassen (der etwas schwierigere Teil, da vieles (Selbstbewusstsein, Vertrauen, Zuversicht…) neu gelernt oder wiederentdeckt werden müssen. Als Opfer hat man das Gefühl, auf nichts bauen zu können. Ein Professor sagte mal zu mir: „Sie müssen die Welt nicht neu erfinden…es gab auch schon vor Ihnen Menschen.“ Täter erkennen und meiden – würde ich auch noch hinzufügen.

    • cindy sagt:

      Da meine Omi leider vor 7 Jahren nach jahrelanger Demenz verstorben ist, ist es für die Erkenntnis leider zu spät – hätte wenigstens eine von uns beiden das böse Spiel meines narzisstischen Erzeugers durchschaut, hätten wir ihm Grenzen setzen und uns schützen können…
      Ich kann nur jedem schwarzen Schaf raten, trotz aller familiären Schwierigkeiten seine Rechte, insbesondere was das Finanzielle angeht, frühzeitig durchzusetzen, auch auf die Gefahr hin, dass man dann womöglich noch als geldgierig bezeichnet wird – in der Herkunftsfamilie lästern sie sowieso, was das Zeug hält und darauf kommt’s dann auch nicht mehr an… Und wer die wahren Geldgeier sind, wissen wir schwarzen Schafe im Grunde doch!!!!

      • maro sagt:

        Für Sie muss es nicht zu spät sein die Opferrolle zu verlassen und die Täterrolle zu vermeiden. Mit Materiellem hat dies nichts zu tun. Solange Sie im Vorwurf verharren, bleiben Sie in Ihrer Falle gefangen und drehen sich im Kreis.

        • cindy sagt:

          Liebe maro, genau deshalb ist es für mich so wichtig, um meinen Pflichtanteil, der mein gutes Recht ist, zu kämpfen!
          Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich endlich mal etwas von meinen Erzeugern bekommen, ohne dafür vor denen zu Kreuze kriechen zu müssen oder dass es wieder einmal auf deren „Schau mal, was wir schon alles für dich getan haben“-Liste gesetzt wird!!!! Und kriminell muss ich dafür auch nicht werden…
          Für mich ist das ein Kampf um Gerechtigkeit für mich und auch für meine Kinder!

          • maro sagt:

            Liebe Cindy, Ihre Argumente kann ich gut nachvollziehen! Auch wenn Sie Ihren Pflichtanteil bekommen werden (der Ihnen gesetzlich zusteht), wird es Ihnen aller Voraussicht nach nicht auf Dauer mit dem lang ersehnten Erbteil WIRKLICH gut gehen. Sie sind so verletzt, was ich absolut verstehen kann. Gerechtigkeit gibt es nicht im Leben. Der Erbteil wird Ihre Wunden nicht heilen können. Vernachlässigung und emotionale Entbehrung sind mit Geld (egal wie viel) nicht zu heilen. Damit will ich nicht sagen, dass Sie auf das Erbe verzichten sollten. Versprechen Sie sich jedoch nicht zuviel davon. Der eigentliche Schmerz bleibt und eine emotionale Veränderung entsteht erst nach dem emotionalen Trauern. Da durch zu gehen ist sehr schwer. Nicht jeder durchlebt diesen wichtigen Prozess und verbleibt in der Wut und Ablehnung, die sich dann gegen einen selbst richten. Diese Menschen sind nicht eins mit sich selbst, der innere Kampf blockiert die positiven Anteile. Sichtbar bleiben Hass, Wut, Ablehnung, Misstrauen etc. Die Gefahr, dass die eigenen Kinder eines Tages sich abwenden ist dabei gegeben.

            • cindy sagt:

              Liebe maro, ich erwarte nicht, dass mit dem Pflichtteil alles gelöst ist und auch wenn es die absolute Gerechtigkeit im Leben nicht gibt, so doch wenigstens ein bisschen davon…

              Da ich auch von meinem Mann keine emotionale Zuwendung bekomme, werde ich mich von ihm trennen, sobald meine Jüngste volljährig ist – solange werde ich eben Geduld haben müssen und mir meine Bedürfnisse woanders befriedigen müssen…
              Ich liebe meine Kinder über alles und tue für sie, was ich kann – meine Kinder und die Aussicht auf eine Zukunft, in der ich mir nehmen darf, was ich wirklich brauche, halten mich aufrecht und dabei wird mir der Pflichtteil eine Hilfe sein…

              Wenn sich Kinder von den Eltern abwenden, liegt das nicht immer an den Eltern – hätten meine Kinder z.B. weiterhin Kontakt zu meinen Erzeugern, dann hätten sie sich früher oder später garantiert von mir abgewendet – schließlich haben sie schon versucht, vor allem meine ältere Tochter von klein auf zu manipulieren und gegen mich aufzuhetzen, aber zum Glück können sie das jetzt nicht mehr…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Die typische Narzissten-Kombi: „Was haben wir „Guten“ nicht alles (für dich) getan und du bist trotzdem ein Verlierer.“ Klassische Doppelbotschaft (wage es nicht gut zu sein!): Die Rollenverteilung ist klar und genau so gewollt. Da lacht das Narzissten-Herz! So ist das in dysfunktionen Familien und Gemeinschaften. Glaubst du wirklich, dass sie wollten, dass du Erfolg hast und deine Ziele erreichst? Du hast ihre marode Selbststruktur stabilisiert und den Preis bezahlt. Nichts weiter. In diesen Systemen gibt es keine Gerechtigkeit, nur scheinheilige Selbstgerechtigkeit.

            • cindy sagt:

              Nein osterhasebiene, meine Erzeuger wollten garantiert nie, dass ich ein gutes und erfolgreiches Leben habe und solange ich den Kontakt mit denen aufrecht erhalten habe, habe ich dieses falsche System quasi genährt…
              Ich habe auch ihren falschen Versprechungen geglaubt und mich u.a. auch durch das versprochene Haus meiner Omi hinhalten lassen – wie der Esel am Karren, der der vom Kutscher auf dem Bock an einem Stock hingehaltenen Mohrrübe folgt, diese aber niemals erreichen KANN…
              Nach dem Kontaktabbruch haben sie mir mit dem Verkauf des geliebten Hauses gedroht und vielleicht gehofft, dass ich dann wieder auf Knien angekrochen komme, aber diesen Gefallen habe ich ihnen nicht getan, auch wenn mir der Verlust des Hauses bis heute in der Seele wehtut!
              All das ist mir leider erst in den letzten Jahren so richtig klargeworden…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Dem kann ich nur beipflichten. Doch sollte man auch abgewägen (wenn möglich), inwieweit sich der damit verbundene Ärger und Stress lohnt. Manchmal kann es -vor allem in jungen Jahren (falls man das narzisstische Schauspiel schon durchschaut) besser sein, ohne alles zu gehen und ein eigenes Leben quasi von 0 aufbauen. Meist ist man aber so verstrickt in das narzisstische Gesamtsystem, dass dies nicht gelingt. Man kämpft zu lange mit allen (auch selbstschädigenden) Mitteln, um (irgend)was vom Kuchen abzubekommen. Später kann man mit mehr Distanz, Lebenserfahrung und Durchblick, schauen, was man aus der „Beute“ noch machen kann. Besser spät als nie. Der Ausstieg und die Aufarbeitung lohnen sich in jedem Fall! Da hab ich noch mal einen guten Buchtipp: „Werde ich jemals gut genug sein“ – Heilung für Töchter narzisstischer Mütter von Karyl McBride. Liebe Grüße

        • cindy sagt:

          Ja osterhasebiene, der Kontaktabbruch war ja nach meinem Rausschmiss mit 18 Jahren schon mal da und es wäre schon damals wirklich das Beste gewesen, es wäre auch dabei geblieben…
          Der jetzige Kontaktabbruch wird sehr wahrscheinlich endgültig sein und für die Durchsetzung meines Pflichtanteils brauche ich keinen erneuten Kontakt mehr zu denen, das können Anwälte erledigen…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Cindy, ich finde es ganz in Ordnung und gerechtfertigt, dass du -auch wegen der Kinder- um den Pflichtanteil (der dir auf alle Fälle zusteht!!!) kämpfst.

            Danach beginnt aber noch mal eine andere große Herausforderung: die „Beute“ auch gewinnbringend zu nutzen und sich den „Schatz“ nicht wieder abjagen zu lassen. Das war mein größtes Problem im Leben! Nicht das Erreichen eines Ziels, sondern die konsequente Verteidigung und Nutzung zum eigenen Vorteil, weil man in solchen (narzisstisch-konkurrierenden) Familienstrukturen nicht gelernt hat, dass einem etwas (eigenes) zusteht, dass man etwas aus seinem Leben machen darf und dabei womöglich noch andere Familienmitglieder in den Schatten stellt, besser ist (was ja immer subjektiv ist), mehr Glück hat…usw.. Das kann schon mit ganz einfachen Dingen passieren, z.B. einem schönen Auto…u.ä. Der Neid folgt auf den Fuß. Bei mir hat sich chronisches Understatement ausgebildet, wobei ich sofort reflexhaft alles Positive zu verstecken suche (weil, sonst meine Schwester im Geiste da ist und mit Grabesstimme sagt: Nein! DU nicht! Leg das mal schön wieder weg!) Dieses verdammte Muster wegzukriegen, das ist die eigentliche Lebensaufgabe. Ich ziehe die Leute, die bei mir absahnen wollen, an wie Mücken das Licht, gebe dies ab, opfere das, nur um nicht vor Gewissensbisse zu sterben. Dabei ginge es ihr keinen Deut besser, wenn es mit gut geht- real betrachtet.
            Das ist richtig irre, dass man sein Leben nicht offen geniessen darf. Wenn ich an meine verbietende Schwester nur denke, bekomme ich schon einen Panikanfall…Das führt dazu, dass ich alle meine Schätze vergrabe und immer wieder von vorne anfangen muss – mit nichts. „Was willst du denn sonst machen, ausser Altenpflege?“ – hallt mir ewig in den Ohren. Der Narzisst braucht sein Gegenstück – den Versager, sonst glaubt er nicht an seinen Erfolg, weil er im Grunde nicht an sich selbst glaubt, sich nur von außen über andere definiert.
            Sie werden versuchen, dir das Geld wieder abzujagen, nur um ihr narzisstisch-fragmentarisches Selbst zu stabilisieren – darauf muss man vorbereitet sein.

            Das Geld alleine löst die Probleme noch nicht, das wollte ich damit ausdrücken, cindy. Es sind die falschen, destruktiven Muster, die in solchen Familienstrukturen vermittelt und erlernt werden. Deshalb muss man darauf konsequent achtgeben und am eigenen Selbstwert!!! arbeiten.

            • cindy sagt:

              Osterhasebiene, so seltsam das jetzt klingt, aber ich gehe davon aus, dass mein narzisstischer Erzeuger wahrscheinlich eher als meine Erzeugerin sterben wird, einfach wegen der genetisch bedingten körperlichen Konstitutionen in den Familien… In meiner mütterlichen Herkunftsfamilie gab es etliche, die über 90 Jahre alt wurden (meine Omi wurde auch 95), während viele Mitglieder meiner väterlichen Herkunftsfamilie gesundheitlich schon recht früh Probleme hatten und auch nicht sehr alt geworden sind – so starb meine Oma väterlicherseits mit gerade mal 52 Jahren und ihr Mann hat auch das 80. Lebensjahr nicht erreicht…
              Sollte es also so kommen, dann ist der Hauptnarzisst der Familie nicht mehr da und wer soll mir dann noch in die Quere kommen? Bestimmt nicht meine naive Erzeugerin oder meine schwache Schwester! Und in der Sippe meiner ältereren Tante gibt es auch nur dumme Feiglinge und Faulpelze, die können mir also auch nicht das Wasser reichen…!
              Außerdem liegen da ja auch noch einige hundert km zwischen uns, d.h. die werden auch gar nicht mitbekommen, was ich so mache…

  21. Roswitha sagt:

    Die Bücher zu diesem Thema wachsen wie Pilze aus dem Boden. Da haben wir noch einen Tipp bekommen. Danke, Osterhasenbiene – sehr interessant. LG

  22. Roswitha sagt:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es in diesem Buch „Werde ich jemals gut genug sein“
    um einen Neuanfang. Wir sollten sozusagen aussortieren, welche Grundsätze wir behalten wollen und welche nicht. Wir sind dabei uns neu zu erschaffen und unsere Eltern haben hier bei unserer wichtigsten Aufgabe keine Präferenzenn mehr.
    Das ist ein großartiger Plan. Die Beziehungen aus dem Jetzt und aus der Vergangenheit, die wir erlebten, helfen uns zu erkennen und zu entscheiden, wer wir sein oder nicht sein wollen. Entscheidend ist nur dass die Beziehungen uns eine Chance geben es auch zu erfühlen. So bin ich dankbar, dass ich an meinen Eltern sehr viel erkennen konnte, wer ich nicht selbst sein möchte. 🙂 Diese Bemerkung konnte ich mir nicht verkneifen. Wie hätte ich es auch anders erfahren sollen als durch meine Erlebnissee und das Gefühl. Es könnte ja möglich sein, dass wir ohne diese Erfahrungen nicht heiß oder kalt sein könnten – und nur als lauwarme Lemminge im Klang der Masse mitschwingen würden.
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Ja, Roswitha, die Botschaft des Buches ist, dass die Eltern – nach der Heilung- nicht mehr verantwortlich gemacht werden und es sogar gelingt, dankbar für alles Gegebene zu sein. Es soll dann nichts Unrealistisches mehr von ihnen erwartet werden und das Gute kann ins eigene Leben integriert werden. Das Erkennen und Umfunktionieren der schädlichen und blockierenden Muster gehört zum Heilungsprozess. Und die Trauer gehört auch dazu. Traumatisierte haben die Chance zur „posttraumatischen Reifung“ (Gefühlstiefe), was man auch als Geschenk ansehen kann. Das allgemeine Interesse für die Thematik steigt ganz eindeutig. Liebe Grüße

      • cindy sagt:

        So gesehen kann ich meinen Erzeugern tatsächlich noch für etwas dankbar sein:
        Dadurch, dass sie so geizig sind, sowohl was Zuwendung als auch Finanzielles angeht, musste ich von klein auf lernen, mit wenig auszukommen. Und durch ihre ständigen Demütigungen mir gegenüber wurde ich stark für’s Leben, denn trotz vieler Schicksalsschläge habe ich es bisher immer wieder geschafft, zu überleben, auf eigenen Beinen zu stehen und von niemandem abhängig zu sein!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Schon irgendwie witzig, dass viele Leute mit sehr viel Geld so extrem geizig sind. Also hat Geld doch mehr mit Psychologie zu tun als es auf den ersten Blick scheint. Ich denke, dass Geld für sie nicht Mittel zum Zweck ist, sondern dass sie an ihrem Kontostand ihren Selbstwert festmachen. Narzissten können nichts geben, weder emotional noch materiell, nur horten. Mein Ex-Mann war eben von dieser Sorte, wie meine Schwester auch.

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Wobei Menschen nicht grundsätzlich Entwicklungsunfähigkeit unterstellt werden darf. Entwicklung geschieht aber nur durch Hindernisse/Behinderungen. Mein Ex-Mann ist nicht verloren, bei meiner Schwester habe ich weniger Hoffnung, da sie jegliche Veränderungen und Hindernisse notorisch meidet – und das Geld ihr dabei hilft. Hindernisse jeglicher Art versucht sie geflissentlich zu ignorieren oder sich schönzureden. So wird das nichts. So gesehen haben schwarze Schafe die besten Entwicklungschancen. Dafür kann man wirklich dankbar sein.

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Der Unterschied besteht v.a. darin, ob jemand in der freien Wirtschaft tätig ist oder Beamter bzw. vom Sozialsystem (Krankenkasse…ect.) profitiert. Da ist Engagement und Flexibilität wenig nötig. Kann man auf freiwilliger Basis, muss man aber nicht. Es reicht schon Nett-Sein und Kunden nicht verprellen, keine groben Fehler machen…die „inoffizielle“ (Kehr)Seite der Persönlichkeit bekommen andere zu spüren. Letztlich ist alles nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch ein gesellschaftliches.

            • cindy sagt:

              So ist das auch bei meinen Erzeugern – solange es ihnen gelingt, ihre Probleme mit Geld zu lösen oder zu ignorieren, gibt es für sie nur Stillstand und keine Entwicklung…

          • cindy sagt:

            Ein wenig geizig müssen Leute mit viel Geld schon sein, denn wenn sie es verschleudern, dann haben sie nicht lange etwas von ihrem Reichtum… So erging es der Schwester meiner Schwiegermutter, denen über die Familie ihres Ehemannes ein riesiges Vermögen, u.a. auch etliche vermietete Immobilien vererbt wurde: Die haben das Geld dermaßen zum Fenster hinausgeworfen, viele teure Urlaube, sich alle 2 Wochen ein neues Auto gekauft usw. – am Ende mussten sie von Hartz 4 leben, der Ehemann und der Sohn sind früh verstorben und die Tochter hat (vielleicht aus gutem Grund?) schon lange den Kontakt zu den Eltern abgebrochen, so dass die Schwester meiner Schwiegermutter jetzt ganz alleine von Hartz 4 leben muss…

            Wie bei allem ist auch beim Thema Geld das richtige Maß entscheidend: Ist man zu großzügig zu seinen Kindern, wird man entweder ausgenutzt oder sie kommen später im Leben nicht klar, weil sie nicht gelernt haben, mit Geld umzugehen, ist man zu geizig, werden sie psychisch krank oder wenden sich ab…

            Meine Erzeuger sind geizig zu anderen, weil für sie Geld Macht bedeutet – mit Geld kann man andere unter Druck setzen, unangenehme Arbeiten von anderen erledigen lassen und sich fast alles kaufen, was man will, heutzutage leider teilweise auch Gesundheit…
            Früher war mir gar nicht so klar, wie geizig meine Erzeuger eigentlich sind, bis ich immer öfter mitbekommen habe, wie andere Eltern zu ihren Kindern sind: Obwohl sie wesentlich weniger Zeit, Kraft oder auch Geld zur Verfügung haben, geben und tun sie viel mehr für ihre Kinder und Enkel, als meine Erzeuger, reißen sich für sie oft noch den A…llerwertesten auf!
            Es ist schon paradox, wenn man z.B. weiß, dass sich die eigenen Eltern drei Häuser leisten, nur um sie selbst zu bewohnen, während man selber und auch seine Schwester einen Bankkredit nehmen muss, um die selbst bewohnte Immobilie bezahlen zu können… Ich könnte es ja noch verstehen, wenn eine von uns eine Verschwenderin wäre und Schulden ohne Ende machen würde, aber dem ist überhaupt nicht so und deshalb habe ich für diesen Geiz auch überhaupt kein Verständnis!!!!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das kennt man ja auch von Lottogewinnern. Sie sind sehr oft in Kürze pleite. Umgang mit Geld will gelernt sein. Zuviel Geiz ist genauso schädlich wie zu lockerer Umgang.

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Hinter diesem Geld=Macht-Gefühl steckt aber ein großes Ohnmachts-Gefühl – könnte ich mir vorstellen, cindy. Ich glaube, dass diese Leute in ihrem tiefsten Innern sich für nicht liebenswert halten und dann andere auf diese schräge Erpressungsart dazu bewegen möchten, sie zu lieben…könnte doch möglich sein. Eigentlich wollen sie geliebt werden, können sich aber nicht eingestehen, dass sie es gar nicht für möglich halten von jemandem geliebt zu werden, deshalb machen sie von vornherein Druck und wollen es mit Gewalt erzwingen…was natürlich erst recht nicht zum Ziel führt, wie man an unseren Reaktionen sehen kann. Deshalb kann man sagen, dass Geld und Liebe sehr schlechte Partner sind und das eine mit dem anderen nicht zu erreichen ist, wobei man mit Geld schon seine Liebe ausdrücken kann, wenn man es gerecht teilt und dem anderen eine Freude macht, ihm das Leben erleichtert usw., es aber niemals als Druckmittel und Drohung benutzt.

              • cindy sagt:

                Da könnte was dran sein, osterhasebiene, wobei ich denke, dass meine Erzeuger von anderen nicht geliebt, sondern eher bewundert werden wollen, was ja auch typisch für einen Narzissten ist…

                Echte Freunde haben meine Erzeuger nicht, eher nur gemeinsame Bekannte und insbesondere meine Erzeugerin hat überhaupt keine eigenen Freundinnen – sie sagt, sie brauche das auch nicht, da sie ja ihren Mann habe…
                Nach außen hin prahlen meine Erzeuger immer mit ihrer „perfekten“ Ehe und rümpfen die Nase über alle anderen, wo es nicht so gut läuft oder die sich gar scheiden lassen – das könne IHNEN ja überhaupt nicht passieren, weil sie ja im Gegensatz zu den anderen so viel miteinander reden würden… Dass diese Gespräche im Grunde nur eine Farce sind, ist mir auch erst in den letzten Jahren klargeworden…
                Meine Psychologin nennt die Beziehung meiner Erzeuger eine Symbiose, wo einer vom anderen total abhängig ist, wobei die Abhängigkeit auf der Seite meiner Erzeugerin stärker ausgeprägt ist, als auf der Seite meines Erzeugers – er regelt alles in deren Leben, gibt ihr Sicherheit und bekommt dafür von ihr Geld und absolute Bewunderung… Man soll niemals „nie“ sagen, aber bei den beiden bin ich davon überzeugt, dass die sich NIE scheiden lassen werden, dafür sind sie einfach viel zu abhängig voneinander…!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Symbiose in Beziehung ist bis zu einem bestimmten Grad bestimmt wichtig, damit Bindung überhaupt stattfinden kann, denke ich. Sonst hätte Beziehung ja auch gar keinen Sinn, aber es gehört eben auch ein gewisses Maß an Freiheit dazu, denn sonst verliert die Freiwilligkeit, das Besondere, weshalb man gerade die eine Person ausgewählt hat, wiederum seinen Sinn. Es kommt zum Funktionalisieren der Person, was ich als menschenunwürdig und nicht erstrebenswert empfinde. Es gibt gerade in der Nachkriegsgeneration sehr viele dieser reinen Symbiose-Ehen. Ich glaube, dass dies die Folge eines grundsätzlich unsicheren Bindungsmusters ist. Es sollte der Partner durch Abhängigkeit sicher (für immer und ewig) gebunden werden. Das ist ein künstliches Konstrukt, das am Leben und an den menschlichen Bedürfnissen jedoch völlig vorbeigeht und auf Dauer bestimmt nicht glücklich macht. Es ist auch das „ideale“ Lebensmodell meiner Schwester. Das kann man natürlich idealisieren und schönreden als paradiesische Harmonie…In vielen Kitsch-Liebes-Filmen wird es so dargestellt.
                  Vielleicht sind wir ja doch einigermaßen „sicher gebunden“, sodass wir auch unsere Freiheit und Ungebundenheit genießen können und wollen. Schon wieder eine Ressource, Cindy! Ich denke, dass dieses Beziehungsmodell ein großer Killer von Selbstwirksamkeit ist, d.h. die Freude am eigenen Tun und Erfolg im Keim erstickt und zur Passivität (oder „Faulheit“) ect. führt, weil der Partner Eigenständigkeit gar nicht ohne große Verlustängste ertragen kann. Ich beobachte viele Paare dieser Generation, die derart aneinander kleben, aber sich für diese Abhängigkeit auch unterschwellig hassen und verachten. Sehr ambivalent, würde ich sagen, sehr problematisch!

                • Roswitha sagt:

                  Ja, ihr Lieben – das Geld ist auch ein Thema, welches hierher gehört. Eigentlich ist Geld aus Physikalischer Quantentheorie betrachtet, nichts weiter als Energie, welche Material entstehen ließ und diesem Material wird von uns großen Tauschwert zugesprochen. Wogegen Zuneigung eine Form von Energie ist, die nicht die Gestalt von Materie hat und unmittelbar erschaffen wird. In vielen Religionen heißt es, dass das eine das Böse und das andere das Gute sei. Ich persönlich urteile jedoch nicht, ob nun etwas an dem einen schlecht ist – oder am anderen gut ist.
                  Ich betrachte nur, (so wie auch ihr das tut,) was Menschen nun mit dieser Energie anstellen und wie sie damit umgehen.
                  Es gibt allen Menschen ein gutes Gefühl Energie an andere zu geben. Das spreche ich allen Menschen zu (auch meinen Eltern)
                  Der Grund weshalb es Spaß bereitet Energie zu verschenken ist, weil wir alle im Grunde gut sein wollen.
                  Warum wollen aber einige Menschen viel geben und andere weniger? Die Antwort auf diese Frage lautet „Mangelbewusstsein“.
                  Aus diesem Bewusstsein heraus, haben unsere Eltern Angst. Wenn sie nämlich zu viel geben an Zuneigung, Lob, Geld usw. könnte ja weniger da sein. Wenn der Andere dann mehr hat, dann ist der nicht mehr angewiesen etwas zu Bekommen. Somit würden die Gebenden sich selbst überflüssig machen und ihre Macht verlieren. Genau darin steckt die Angst unserer Eltern. Unbewusst wollen sie alles tun um den Anderen in der Abhängigkeit zu wiegen und ihn bedürftig zu lassen – um selbst der Gebrauchte und Gebende zu sein. Das bestimmt ihr Selbstwertgefühl. Sie bestimmen ihren Wert in dem sie grandios gebend sein wollen, aber in einem Maß, in dem die weitere Abhängigkeit des Schwachen Abhängigen garantiert ist. Das habt ihr ebenfalls erkannt und bereits in euren Worten schön erklärt.
                  Der optimale Kompromiss wäre, dem Anderen die Ehre des Gebens zu gönnen und sich selbst dafür zu genügen der Nehmer zu sein ohne sich schuldig zu fühlen. Gleichzeitig jedoch selbst in den Genuss zu kommen der Gebende zu sein. In vielen Religion wird nur gelehrt, dass es heilig sei zu geben. Der Nehmende sollte sich selbst nicht als heilig betrachten dürfen. Deshalb wird hier die Rolle des Gebenden, von unseren Eltern angestrebt. Genau hierin liegt die angestrebte Sucht, dieses Gefühl des überlegenen Seins erfahren zu wollen, in unseren Eltern.
                  Mir gefällt jedoch dieses Gleichnis, wo Jesus einer Hure die Ehre gab, ihm etwas schenken zu dürfen. Er hat dieses Geschenk gefeiert und angeangenommen. Ein Jünger war jedoch ein Heuchler und missfiel die Tatsache, dass nun diese primitive Frau hier eines auf dicke Hose machte. „Sie verschwende dieses teure Öl welches für die Armen sei“; empörte der Jünger sich.
                  In diesem Beispiel wird genau gezeigt, wie es darauf ankommt in allem Nehmen oder Geben, das Motiv der Liebe zu betrachten. Dabei ist es hier nicht immer klar ob nun der Nehmer oder der Geber der offensichtliche Diener ist. Manchmal könnte auch der Nehmer der Energie – der Diener sein. Manchmal könnte auch der Geber der Energie Geld, Lob. ..usw. der Diener sein.
                  LG

                • Roswitha sagt:

                  Zu Symbiosebeziehung fällt mir ein Bild ein. Ich stelle mir eine Säule vor – aus dem Barock, die aussieht als ob zwei dünnere Säulen verschlungen ineinander festsitzen. Manchmal gibt es auch Säulen, die aussehen als ob in der Mitte eine dicke Säule stünde und eine schwächere würde sich wie eine Kletterpflanze daran fest umklammern. Dabei muss viel Anpassung und Frustration in Kauf genommen werden um perfekt harmonisch miteinander zu bleiben. Eine einzelne Säule kann kein Dach tragen.(Zwei frei stehende “ jedoch schon) Sie können nicht eine Entwicklung /Erfahrung durchleben die beide individuell aufbauen/ eigene Ansichten haben und diese nach eigenem Ermessen wieder verwerfen oder behalten. Dies geht nur, wenn beide mit der Anschauung überein stünden. Deshalb werden Themen die zwei verschiedene Meinungen ermöglichen in diesen Beziehungen vermieden. Typisch zu beobachten ist auch, daß nicht in der ich Form gesprochen wird sondern immer „Wir sind der Meinung“ gesagt wird. Dieses Muster bedeutet nicht, dass nicht oder weniger gesprochen werden darf. Im Gegenteil! Da wird geplappert im Übermaß. Es darf halt nur nicht unterschiedliche Ansichten geben, von der einen Sache. Vorallem kann die andere Person, auch niemals sein Gegenüber der da ist, von einer Perspektive betrachten, in der er in der Ganzheit zu sehen wäre. Diesen Stillstand kann man auch in Sekten beobachten. Hier dürfen nur festgelegte Dogmen besprochen werden. Keiner darf sich Informationen von anderen Büchern einholen oder gar die Enge beklagen. Es wird die Gemeinde gepriesen und ihre Vorteile nach Aussen zur Schau gestellt. Am öftesten wird die Hilfsbereitschaft untereinander gepriesen.
                  Natürlich sind viele
                  Schwarze Schafe die in der Gemeinde sind, auch diejenigen, welche sich nicht an die Gesetze (dieser Wahrheit/ der Vorgesetzten) gehalten hätten. Einige haben das Tabu, über Dinge die nicht gesprochen werden durfte gebrochen. Deshalb müssen diejenigen mit dem ewigen Hollenfeuer rechnen, wenn sie die Sekte/Familie verlassen. Diesen Scherz konnte ich mir nicht verkneifen. Viele haben herausgefunden, (zum Leidwesen unserer Alten) dass Macht nicht gleich Recht bedeutet. Diese Erkenntnis macht jeden zur eigenen Säule
                  und doch sind alle Menschen eine Gemeinschaft.
                  LG

                • cindy sagt:

                  Mein narzisstischer patriarchisch eingestellter Erzeuger hat eine ganz typische Erklärung, warum Ehen heutzutage nicht mehr so wie früher „funktionieren“: Schuld daran ist (natürlich!) die Emanzipation, welche die Frauen dazu bringt, „sich selbst zu verwirklichen“ (die Bösen, wie können sie nur…!)…!
                  In meiner väterlichen Herkunftsfamilie haben Frauen nicht wirklich etwas zu sagen, dürfen nicht selbstständig sein und haben sich deshalb gefälligst in die Abhängigkeit von Männern zu begeben – ich wurde zum schwarzen Schaf, weil ich da nicht mitspiele…!

  23. Roswitha sagt:

    Auch Buddha hat die Erleuchtung und betrachtet jede Nervensäge als Meister. Ein Meister, lehrt uns Geduld zu haben und Mitgefühl.
    Ja wenn wir das so betrachten, dann gibt es viele Meister in unserer Herkunftsfamilie. 🙂 LG

  24. cindy sagt:

    Wünsche allen hier schwarzschafige Ostertage!!!!

  25. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Roswitha, ich kann Dir in Deinen o.g. Ausführungen nur beipflichten. Danke!
    Im „Mangelbewussstsein“ und Geld spiegelt sich der Umgang (mit Ressourcen generell) so wie das Konsumverhalten, Sucht, Eifersucht, und vieles mehr … Ein sehr passendes Erklärungsmodell. Symbiose, die das Andere gleichzumachen oder auszuschalten sucht, ist ein typisches Kennzeichen von Sekten und vielen Schwarze-Schaf-Familien. Auch in Sekten gibt es den „Anführer“, der sich die Unterwürfigkeit und Abhängigkeit der Mitglieder persönlich zunutze machen möchte, narzisstischen Gewinn daraus bezieht. Eigenständigkeit und eigenes Denken wir verteufelt und mit „Todesstrafe“=Beziehungsabbruch geahndet. Eine sehr pathologische und krankmachende Beziehungsstruktur. In der Bibel heiß es irgendwo sinngemäß: Entlasse alle Sklaven aus deinen Diensten… Aus diesen Strukturen sollte man sich unbedingt lösen. Lösen kann man sich nicht, indem man etwas negiert und ausklammert, sondern akzeptiert, dass es da ist (weil es nun ja schon mal existiert). Es muss transformiert werden. Aber fragt mich nicht, wie das geht…! Ich vermute, die Transformation funktioniert über VERSTEHEN=Liebe.
    Liebe Grüße

    • Roswitha sagt:

      Ja- die Religion hat schon viel Leid,Angst und Abhängigkeit bei den Menschen ausgelöst. Religion müsste abgeschafft werden. Viel wichtiger als Religion wäre da eine freie Gottesbeziehung und Liebe und persönliches Bewusstsein zwischen den Menschen und der Zugehörigkeit zu Gott. (Nicht getrennt sein) Religion vermittelt genau das Gegenteil. Religion lügt den Menschen vor, dass Gott durch richtiges Verhalten und Denken manipulierbar sei. Heuchler machen das Gotteesbild zum Heuchler. Meine Eltern sind religiöse Eiferer, die nur Schuld und Demut und „nicht gut genug/ nicht treu genug/ nicht oft genug beten“ usw. vermittelt hatten. Sie benutzten die Autorität Gottes, um mir ihren Willen und ihre Urteile, über mich und die Welt aufzuzeigen. Gott war so zusagen nur ihr Sprachverstärker – ihrer eigenen verletzenden Verurteilung über alles.
      Wie die Pharisäer drohen sie mit erhobenen Zeigefinger ihre Erwartungen und Regeln, die sich täglich ändern und an welche sie sich selbst nicht hielten. Ich hätte mich liebend gerne an Regeln gehalten, wenn ich sie nur verstehen hätte könne. An einem Tag wurde eine Handlung gut geheißen und am nächsten Tag wurde das Gleiche Handeln kritisiert. Ich wusste nie ob ich nun richtig oder falsch handelte. Je nach Laune der Eltern, könnte es falsch oder richtig sein. Alles ist ein ständiger Widerspruch.
      Sie benutzen aus dem Zusammenhang gerissene Sprüche aus der Bibel um zu lehren. Diese Sprüche vermitteln, wenn sie nicht aus dem Zusammenhang gerissen wären Toleranz und nicht Verurteilung.
      Jesus hatte da Recht, als er sagte, dass Huren und Söldner da liebender sein, als die scheinheiligen Heuchler.
      Ich verlasse mich nicht an die Lehren von so genannten heiligen Autoritäten (Selbst die Bibel ist für mich nicht die ultimative Quelle der Erfahrung um Gott kennen zu lernen). Mein Gefühl sagt mir ob etwas im Verhältnis zu etwas Anderem Recht oder Unrecht ist.
      So würde ich es auch meinen Kindern vermittelt. Warum kann nicht ein Elternteil einfach nur die Fakten und Entscheidungen dem Kind erklären? Das Kind kann dann selbst urteilen ob es diese Lösungsansätze selbst übernehmen möchte oder andere Entscheidungen treffen könnte. Die Erfahrungen und Ideen der Kinder dürfen aber nicht sein in diesen Kreisen der Familie. Sie werden entweder verleugnet oder Verurteilt. Jedenfalls sind sie niemals richtig. Sie können gar nicht richtig sein, weil sie nicht die gleichen Erfahrungen der Eltern sind.
      Ein ewiger Stillstand und das Kreisen um immer die gleichen Probleme ist die Folge.
      Sie lieben nämlich nur sich selbst in der Widerspiegelung ihrer Kinder und nicht ihr Kind. Ums Kind ging es nie.
      LG

      • maro sagt:

        Ethik ist für mich wichtig, Religion und Glaube nicht. Ethik verbindet unabhängig von Religion und Glaube. Toleranz gegenüber anders Denkenden und Fühlenden finde ich ebenfalls wichtig.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Für mich ist Glaube (dass alles gut wird und im Grunde gut ist, Transzendenz) das Wichtigste im Leben, auch der Glaube an meine eigene Kraft, der Glaube an andere Menschen ist etwas beschädigt (zugegebenermaßen und traumbedingt!-leider). Ethik und Toleranz ergeben sich sekundär daraus, abgeleitet quasi.

          Schöne (nicht allzu schwarzschafige) Osterfeiertage!
          Liebe Grüße, Osterhasebiene

        • Roswitha sagt:

          Ethik verbindet! Das ist richtig. Dieses Gefühl verbunden zu sein setzt auch einen Glauben voraus – eben den Glauben verbunden zu sein. So gesehen ist alles was uns in Liebe vereint Glaube. Es gibt keinen Menschen der nicht Glauben hat. Der Glaube steckt in unserer Natur. So wie die Vögel aus Instinkt ihre Nester bauen oder die Fische schwimmen können usw.
          Es muss keiner dem Nächsten den Glauben beibringen oder im Glauben erziehen. Er steckt in den Kleinsten unter uns, im Kindergarten noch mehr als in den Gelehrten. Wir glauben einfach, dass andere genau wie wir glücklich sein möchten und kein Leid erleben wollen.
          Es steckt einfach in unserem Gefühl drinnen. Der Glaube kann aber mit falschen Moralvorstellungen und Urteile über sich und die anderen überdeckt werden und somit zur Zwietracht führen. Ob wir diese Verbundenheit nun Gott nennen oder Ethik oder Manitu / Alah usw. – spielt keine Rolle.
          Frohe Ostern

      • cindy sagt:

        Die Religionen an sich sind meiner Meinung nach nicht das Problem, sondern deren unterschiedliche Auslegungen durch die Menschen, die ihnen angehören…
        Bei der christliche Religion ist man da meiner Meinung nach noch relativ human – immerhin sind hier alle Menschen gleich, sie sind alle Geschöpfe Gottes und keiner darf aufgrund seiner Rasse, seines Geschlechts, seines Aussehens etc. geächtet oder ihm weniger Rechte zugestanden werden…
        Der Islam wird dagegen oft so ausgelegt, dass z.B. Frauen weniger Rechte haben als Männer und sie deshalb ihren Vätern bzw. ihren Ehemännern gehorchen und Misshandlungen erdulden müssen, obwohl das so wohl nicht im Koran steht – eben alles Auslegungssache…

  26. Roswitha sagt:

    Dieses Verständnis welches du meinst, liebe Osterhasebiene langnase setzt das Hören und Sehen voraus. Die Liebe hört alles, sieht alles usw.
    Dieses gehört eigentlich alles in die Kategorie Gutes Benehmen.
    Der Typ aus der Bibel, welcher vom Pferd gefallen ist, dieser Paul, hat das gesagt.
    Da muss mann also erst vom hohen Ross fallen um zu dieser Weisheit zu gelangen. Hahaha
    Man sollte Abstand zu Menschen mit schlechtem Benehmen haben. Das hat er auch gesagt.
    Meine Eltern nahmen diesen Spruch „Schlechter Umgang verdirbt den Charakter“ aus dem Zusammenhang den Paul geschrieben hatte. Mit guten Umgang meinte er diejenigen die zuhören usw.
    Sie setzen einfach eine anderen Zusammenhang in die Welt. Ihrer Meinung nach, haben alle Menschen ein schlechtes Benehmen, die eine andere Meinung hätten als sie, oder andere Musik / Vorlieben usw.
    Schon kann eine tolle Bibelstelle zum Schwert gegen Andere gemacht werden. So einfach geht das Verdrehen
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      🙂
      Liebe Grüße

    • cindy sagt:

      Jeder, der unsere Meinung nicht teilt, ist schlecht – ein Muster, dass sich wie ein roter Faden durch alle Schwarze-Schaf-Familien zieht…

      • Roswitha sagt:

        Ja – die Religion ist mit Achtsamkeit zu beobachten.
        Ich erkläre das ganze System mit einem Vergleich;
        Wenn ich zum Beispiel viel Geld zum investieren hätte – da käme zu mir ein Investitionsberater. Der setzt sich erst mit seiner Rolex und seiner Krawatte auf mein Sofa und erklärt mir, dass nur er wüsste wie es gemacht wird und wie die Rendite funktionieren würde.
        Wenn ich Pech habe, dann investiere ich meine Kohle und er fliegt damit in den Urlaub weg. Er könnte sich auch nur einen Teil Provision abzweigen und ich gehe zwar mit keinem Verlust aber auch mit keinem Gewinn aus der Investition.
        Wenn ich jedoch Glück hab, dann springt für mich ein kleiner Vorteil heraus.
        Das Dilemma könnte auch mit meiner Spiritualität passieren.
        Da kommt erst einmal ein Geistlicher Pharisäer zu mir und erklärt mir, dass ich ein armer Sünder/unwürdig sei und dass er wüsste wie ich mit Gott zurecht kommen würde. Wenn ich Pech habe gewinnt er meine Liebe zu Gott für seine Ziele und Zwecke. Die abgeschwächte Form gibt es auch; Dabei gewinnt die Religion nur einen Teil der Macht über seine Gläubigen. Je nachdem, ob ich zu einer Sekte oder zu irgend welchen anderen Geistlichen in die Fänge gerate, kann ich Glück oder Pech haben. Jesus hat diese Blutsauger kritisiert. Er stellte fest, dass sie an den Ehrenplatzen sitzen wollten und zuerst gegrüßt werden sollten. Ihnen – den Betrügern ging es nicht darum den Menschen die Würde zu geben. Sie wollten die Achtung und Ehre für sich und ihren hokus pokus. Diese Quacksalber bewirkten damals wie heute, dass die Menschen nicht zu Gott finden. Sogar die Hunde haben mehr Nähe zu Gott, als diese Heuchler.
        Am einfachsten wäre es, wenn ich meine Investitionen keinem Fremden anvertrauen würde, sondern selbst mein Geld verwalten würde.
        Das gleiche gilt auch für die Spiritualität.
        So bleibt zwar die ganze Verantwortung und Arbeit bei einem selbst, aber es könnte sich lohnen. Jeder müsste selbst überlegen, was gemacht werden soll. Da muss jeder selbst fühlen und selbst denken und selbst erleben.
        Das bedeutet nicht, dass ich keinem Geistlichen zuhören würde. Ich höre jedem zu. Jedoch entscheiden nur meine inneren Gefühle ob dies die Wahrheit ist. Am einfachsten erkennt man die Lügner wenn die unbedingt Recht haben wollen und ihre Kritiker mit herablassender Einschüchterung begegnen.
        LG

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Eigenverantwortung für alle Belange des Lebens selbst übernehmen, liebe Roswitha! Am Ende bezahlt man für jeden Irrtum selbst, manchmal lernt man was daraus…Niemand übernimmt die Verantwortung für dein Leben, auch wenn es oft so rüber kommt…Das wäre auch viel zu schwer und belastend für den Anderen. Es reicht, das eigene Leben stimmig hinzukriegen. (Schau dir an, wie sie ihr eigenes Leben leben!) Deshalb kann man gar nicht genug Grenzen setzen, weil Grenzen ja auch wieder aufhebbar sind. Die Energie-Vampire lauern wirklich überall, sie suchen vor allem das Negative, damit binden sie Schwache und Unsichere (wobei das nichts mit positivem Denken zu tun hat oder Realitätsverleugnung). Keine Grenzen setzen heißt im schlimmsten Fall Psychose. Deshalb ist -meiner Ansicht nach- der gesunde Narzissmus=gutes Selbstwergefühl, der einem von solchen Vampiren gerne vorgehalten wird, (z.B. von der Kirche: „Eitelkeit“, „Selbstsucht“…) so enorm wichtig. Hier setzen sie oft an. Dadurch werden Schuld/Schamgefühle erzeugt und der Mensch in Abhängigkeit gebracht und klein gemacht. Ich plädiere deshalb absolut für gesunden Narzissmus! Was gut oder schlecht ist, soll jeder für sich selbst entscheiden dürfen und sogar müssen – immer. Auf der Basis entsteht erst echte Kommunikation.
          Liebe Grüße

          • cindy sagt:

            Menschen, die sich selbst andauernd ausnutzen lassen, werfen einem auch gerne vor, dass man ein Narzisst sei, obwohl man lediglich sich selbst schützt, versucht, ein eigenes Selbstbewusstsein aufzubauen und Grenzen setzt (=gesunder Narzissmus!)… So macht es mein Schwiegervater: Bis zum heutigen Tag hat er sich sein Leben lang ausnutzen lassen und für mich, die ich Grenzen setze und den Kontakt zu meinen Erzeugern abgebrochen habe, absolut kein Verständnis – dabei hatte ich eigentlich gedacht, dass gerade er, der doch allen immer nur Gutes tun will und auch alles für seine Kinder gegeben hat, solche egoistischen Menschen wie meine Erzeuger verachtet und auf meiner Seite steht…
            Könnte es vielleicht Neid sein, weil ich es im Gegensatz zu ihm schaffe, Egoisten Grenzen zu setzen, während er dazu anscheinend absolut unfähig ist????

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Wer sich dauernd ausnutzen lässt, cindy, der hat ein großes Problem, denke ich. Ich halte das nicht für eine positive Eigenschaft, kontrolliertes Ausnutzen-Lassen (Geben und Nehmen) dagegen schon. Für das Positive bin ich jederzeit offen. Wer jedoch nicht auf sich selbst und seine Energie achtet, nützt anderen nicht wirklich, sondern wird irgendwann zur Belastung für andere (oder ist es schon immer, weil er unterschwellig ständig Schuldgefühle macht). So ein Mensch zerstört (oft still und leise) sein ganzes Umfeld aufgrund des energetischen Ungleichgewichts. Oft werden so (selbstlose -im wahrsten Sinne des Wortes) Narzissten „gefüttert“ und an der Macht gehalten. Wenn es auch aufgrund innerer Prägungen oder Dispositionen manchmal schier unmöglich scheint, diesen Menschen klare Grenzen zu setzen, so ist es doch ein großer persönlicher Wachstumsschritt, den eigenen Schatten zu überwinden und diese Grenzen zu setzen. Somit „heilt“ man beide Seiten. Diese Energie-Vampiere oder Narzissten (Defizit-Menschen) zieht man oft in sein Leben, weil man in Resonanz mit der Defizit-Energie steht, also selbst mit einem sog. „Mangelbewusstsein“ rumläuft. Das ist alles eine Illusion. Dies zu Erkennen, ist schon (fast) der Beweis, dass man auch die innere Kraft besitzt, solche Co-Abhängigkeiten zu beenden. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen: es ist der Weg zum inneren Frieden und Glück. Und es wirkt sich insgesamt heilsam auf das gesamte Umfeld aus. Was dann passiert, kann man nur mit staunenden Augen verfolgen…

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Der „Selbstlose“ und der Narzisst bilden ein ideales Paar nach dem Schema „gesucht-und-gefunden“. Sie sind beide selbst-los, nur dass sie die Selbst-losigkeit verschieden und entgegengesetzt ausleben. Da ist eigentlich kein fester Kern oder Bewusstsein eines Ich, nur gegenseitige Bespiegelung und Projektion (Ich bin, was du in mir sieht… und Schuldzuweisung…). Eine große Quelle von Unglück und Leid! Erst wenn man merkt, dass das Glück nicht von äußeren Dingen und Menschen abhängt, hat man dieses Stadium überwunden (ein wichtiges kindliches Entwicklungsstadium), dann kann die Reise losgehen… Der andere ist nicht für das eigene Glück verantwortlich. Ich glaube tatsächlich, dass wir unsere eigenen Schöpfer sind und das ist nicht Hokuspokus.
              LG

        • cindy sagt:

          Genau da liegt die Freiheit in der christlichen Religion: Ich war jetzt mit meinen Tochter in den Gottesdiensten an Karfreitag und Ostersonntag und hatte nie das Gefühl, bevormundet zu werden – ich bin freiwillig dorthin gegangen und genauso entscheide ich nach freiem Willen, was ich von dort für mich mitnehme und was nicht!
          Vielen Frauen aus dem Islam geht es da nicht so gut: Sie haben der Religionsauslegung ihrer Prediger, Väter, Ehemänner oder oft auch ihrer Brüder Folge zu leisten und so manche musste für ihren Widerstand schon mit ihrem Leben bezahlen…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Zudem geht es oft in Schwarze-Schaf-Familien nicht nur um Macht und ums Rechthaben, sondern auch um die (ungerechte) Verteilung von Ressourcen – sprich Geld oder Bildung…ect. und das wiederum entspringt -meiner Ansicht nach- einem großen menschlichen Defizit, der irgendwann zu kurz gekommen Familienmitglieder. Daraus wird subjektiv abgeleitet, dass man das Recht hätte, mehr zu beanspruchen als andere. Aus „ihrer“ subjektiven, verzerrten Sicht fühlt sich das dann auch super gerecht an, weil ein Mangel ausgeglichen werden soll. Somit sind sie auch selten einsichtsfähig. Eigentlich ist das ganz spiegelbildlich zu weltpolitischen Interessen, zum Kampf um Ressourcen. Es geht in diesen Familien nicht darum, etwas zu teilen und eine Verbindung herzustellen, sondern ums reine Überleben (was subjektiv und unabhängig vom tatsächlichen Reichtum ist) Deshalb ist das Geschwafel von Liebe und Moral in diesen Familien auch so unerträglich „falsch“. Schwarze Schafe hatten einfach Pech und sollten am besten diesen Nachteil zu ihrer größten Chance machen, statt sich ein Leben lang zu grämen. Sie haben keine Schuld daran, benachteiligt worden zu sein.

        • cindy sagt:

          Da könnte man tatsächlich eine einfache Formel für die Täter in Schwarze-Schaf-Familien ableiten: Bildung = Geld = Macht = Recht
          Ohne Bildung keine anständige Ausbildung und somit kann man nicht viel Geld verdienen, ohne Geld keine Macht, andere dazu zu bringen, nach dem Willen bestimmter Personen zu handeln und ohne Macht bekommt man auch kein Recht!!!!
          Für die narzisstischen Täter in unseren Herkunftsfamilien gelten wir daher als rechtlos, sobald wir uns nicht deren Ansichten beugen und deshalb ist für uns der Abstand so wichtig!!!!

          • Roswitha sagt:

            Bei Bildung bin ich nicht ganz einverstanden, liebe Cindy. Das ist nicht besonders typisch für Schwarze -Schafe – Familien. Wenn hätte uns denn jemals jemand verboten ein Buch zu lesen? Manchmal besteht gerade der Fokus auf Bildung und nicht auf Wärme, in solchen Fällen. Eine 1 ist nicht gut genug solange sie nicht eine 1 mit Stern ist usw. Dieses Argument sage ich, weil ich das Ganze genauer beleuchten möchte.

            Das Dilemma beseht darin, dass die ganze Kraft und Gedankenkreise bei Schwarze Schafe – in die endlosen Verstrickungen der Lügen und Verdrehungen der Eltern fließt. Aus dieser Perspektive betrachtet haben Schwarze Schafe härtere Bedingungen vorwärts zu kommen.

            Ich kenne einen Fall, den ich hier nicht namentlich Preis geben möchte. Da wird der 3 Kassler Junge wegen frech sein vom Vater geschlagen. Ein Grund als Beispiel; Der Junge hat sich beim Vater beschwert weil er angeschrien wurde. Diese Beschwerde empfand der Vater als zu frech – und so verpasste er seinem Jungen eine Backpfeife.
            Der Junge muss Tabletten nehmen, weil die Ärzte glauben dass mit ihm etwas nicht stimmt.
            Er kann sich bei den Schulaufgaben nicht konzentrieren und schreibt schlechte Noten obwohl die Mutter versicherte, dass das Kind beim IQ Test hohe Werte schaffte.
            Er ist also nicht dumm, kann sich aber trotzdem nicht konzentrieren. Er wird in seiner Klasse gehänselt.
            So viel zu den Bildungsbedingungen

            Da gebe ich nicht einmal den Eltern die Schuld. Die Eltern geben einfach das, was sie selbst nicht besser können. Die Schule müsste diese Kinder emotional besser behandeln. Es müsste in der Schule eine sichere Insel für diese Kinder gegeben werden. Stattdessen sehen die Lehrer weg und trinken in den Pausen ihren Kaffe und tratschen – während sich bei den Kindern Dramen abspielen.
            Wenn die Kinder dann zu den Lehrern gehen, heißt es nur. “ Setzt euch, wir wollen mit dem Unterricht vorfahren! “
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Mit Bildung wird viel Schindluder betrieben, das sehe ich auch so. Trotzdem glaube ich, ohne mein Studium hätte ich den heutigen Bewusstseinsstand nicht erreicht. Da gab es -schon in der Schule- Lehrer, die mich „angefleht“ haben, nicht aufzugeben. Denen bin ich bis heute zutiefst dankbar. Bei uns zu Hause stimmte genau diese Formel: Bildung=Macht=Geld. Punkt. Nur meine Mutter hat mich unterstützt, einen „Schmarrn“ zu studieren, vermutlich, weil sie es gar nicht gecheckt hat (für sie war Studium=Studium). Das war aber schon der Beginn der Revolte gegen die o.g. Gleichung. Kann ich nur weiterempfehlen, seinen persönlichen Neigungen zu folgen…Manchmal denke ich schon, na schön blöd gewesen, wärst jetzt Gymnasiallehrerin (habe 2x ein Lehramt-Studium abgebrochen), weil ich dieses Schul-/Zwangssystem nicht unterstützen kann. Was mich aber am meisten freut, ist, dass meine Kinder heute ganz anders denken und das lässt mich für die Zukunft hoffen.
              Liebe Grüße

  27. Roswitha sagt:

    In unseren Schulen müsste ein liebevolleres System geschaffen werden. Für die Kinder, welche von ihren Eltern geliebt werden, scheint das Schulsysten ja gut genug zu sein. Aber die Schwarze Schafe bräuchten mehr Wärme und Liebe von den Pädagogen unserer Gesellschaft. Natürlich gibt es außerhalb des Schulsystems und außerhalb den Familien, die Ärzte und die Psychotherapie. Selbst diese sind aber nicht alle geschult genug um zu verstehen. Manchmal sind sie nichts weiter als nur Marionetten und Sprachverstarker der Eltern. Psychotherapie müsste mit dem Schulalltag verbunden werden.
    Das hilft nicht wirklich den Kindern, wenn nur sie gesondert, einmal die Woche therapiert werden. Therapie sollte ins Klassnklima einfließen. Die Kinder gehen einmal in der Woche zu diesem Termin und im Alltag müssen sie wieder in ihr Elternhaus und zur Schule. Damit sie die Woche dann Symptomfrei überstehen, gibt es Pillen. Ich weiß nicht, wie es wohl unsere Nachbarländer machen? Auf unserem Planeten gibt es Krieg. Irgendwie scheinen wir Menschen etwas nicht kapiert zu haben – sonst sähe die Welt anders aus.
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Da gibt es Krieg, Umweltzerstörung, Hunger, Not…und ein paar Inseln des Überflusses -noch, aber wie lange noch! Ich kann mich nur Vordenkern wie Dr. Gerald Hüther oder Dr. Nico Piech u.a. anschließen, die das, was sie sagen, auch wirklich leben und umsetzen. Das große menschliche Problem ist -glaube ich- dass wir alle kollektiv TRÄUMEN.
      LG

  28. Roswitha sagt:

    Auf deinen Kommentar bin ich nicht eingegangen, liebe Osterhasnbiene. Das liegt daran, weil er zeitverzögert frei geschaltet wurde. Jetzt kann ich ihn erst lesen.
    Zugegeben, hab ich etwas übertrieben. Es gibt freilich auch Lehrer die unterstützen und Mut machen.
    Diese müssen jedoch mit der Lupe gefunden werden. Die Lehrer werden erst aufmerksam, wenn die Kinder stören und auffällig werden. Es gibt so viele Kinder und Jugendliche mit Depressionen. In jedem Klassenzimmer befindet sich mindestens einer oder zwei, Kinder mit Todessehnsucht, innerer Unruhe, Niedergeschlagenheit usw.
    Es ist die Hölle!
    Da läuft was schief in unserem Land. Es wird kaum in der Öffentlichkeit erwähnt, wieviele gescheiterten perspektivlose Existenzen in den Jugendzimmern vorm PC hängen. Du hast es trotz widerlichen Umständen geschafft und fleißig die Karriere gemacht. Viele fallen leider durch das Raster und haben weniger Kraft.
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Es stimmt schon, liebe Roswitha. Das Schulsystem ist nicht geeignet für Individualisten. Ich empfand es als sehr schlimm und ohne Unterstützung von ein paar wirklich einfühlsamen Lehrern hätte ich die Schule wahrscheinlich auch geschmissen. Ohne große Unterstützung von außen geht es gar nicht. Für schwarze Schafe ist es eine zusätzliche Herausforderung
      dort zu bestehen. Da habe ich viel Glück gehabt. Es muss sich aber dringend etwas am Leistung- und Konkurrenzdruck ändern, wenn wir nicht so viele „Schulversager“ produzieren wollen, da stimme ich völlig mit dir überein. Es dürfte eigentlich überhaupt keine geben.
      LG

  29. Roswitha sagt:

    Am Konkurrenzdruck könnte es liegen? Könnte sein!
    Da bin ich mir jedoch nicht so sicher, ob dies der Grund ist. Ob wir da nicht das Kind mit dem Badewasser auskippen. Konkurrenz ist meiner Meinung nach, etwas natürliches. Ohne Konkurrenzdenken könnte ein Kleinkind nicht versuchen, genau so gut laufen zu können wie die Großen.
    Ich glaube, dass es eher daran liegt, weil alle Kinder in der Schule in allen Fächern gleich gut sein müssen. Die werden in eine Form gepresst.
    Wenn wir Kinder zum Gleichnis mit Tieren verglichen; Da ist ein Kind eine Ente, das nächste ein Känguru, das andere ein Fuchs und wieder ein anderes ein Eichhörnchen.
    Alle sollten jedoch in ihrer Schule gleich schnell laufen und gleich schnell klettern und gleich gut schwimmen, und gleich gut hüpfen können.
    Sie werden dressiert und da wird nicht auf die Stärken geachtet.
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Der Stoff in den verschiedenen Fächer in der Schule wäre sogar ziemlich spannend, aber die Darreichungsform gleicht eher einer Zwangsfütterung so wie Gänsestopfen. Das ist schade und auch brutal. Man muss sich fast verweigern, wenn man seine Freiheit und Würde behalten will. Konkurrenz könnte auch als natürlicher Wettstreit gesehen werden, aber in der Schule bekommt das alles so schnell existenzielle Ausmaße, weil man ohne Einser vor dem Komma beim Abi ziemlich schlechte Karten hat und überhaupt blöd dasteht, wenn man schlechte Noten hat. Das spielerische Lernen fehlt weitgehend. Das extreme Aussieben dient bestimmt auch nicht der allgemeinen Bildung und Persönlichkeitsentfaltung. Ich kenne einige, die wirklich mit dem Tod durch Selbstmord oder Drogenabsturz bezahlen mussten, oft mitverschuldet durch überehrgeizige Eltern. Kein sehr humanes System. Dressur trifft es gut, Entfaltung kann bei genügend Zeit vielleicht ausserhalb der Schule stattfinden, aber meistens wird da nur Stress abgebaut durch Alkohol und Feiern. Ich musste mich dem verweigern. Faulheit war es nicht und Desinteresse auch nicht, weil mich eigentlich fast alles interessiert und ich autodidaktisch oder in anderen Gruppen unglaublich viel lernen kann. Spass hatte ich in der Schule nicht, sondern ständig Angst, ausgefragt zu werden. Hausaufgaben habe ich auch selten (vollständig) gemacht und irgendwie habe ich mich so durchphantasiert oder durchspekuliert, aber mit ungeheuer viel Angst im Bauch. Gemobbt wurde ich zum Glück nie. Aber dennoch ein dunkles Kapitel und Abi mit 2,5 – immerhin. Neulich war ich bei einem Klassentreffen und da kam alles wieder hoch – so wie ich mich damals gefühlt habe. Ich hätte nicht gedacht, dass Gefühle so konservierbar sind, sehr interessant. Karriere habe ich bestimmt nicht gemacht im klassischen Sinn.
      LG Osterhasebiene

  30. Roswitha sagt:

    Das ist interessant zu hören.
    Diejenigen, welche dem Alkohol und den Drogen verfallen, können sich noch glücklich schätzen. Sie haben wenigstens noch ihre Gefühle.
    Alles hat zwei Seiten auf der Medaille. Wiederum andere, welche scheinbar „normal“ Karriere machen, sind möglicherweise die Unglücklichen, welche dann ihre Gefühle vergraben.
    LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Die Gefühle sind mit das Wichtigste beim Lernen. Ohne Gefühle kann man gar nicht entscheiden, was sinnvoll ist und ob etwas von allgemeinem und nachhaltigem Nutzen ist oder ob es für die Welt insgesamt förderlich ist. Ohne Gefühle ist der Mensch von sich abgetrennt, ohne Wurzeln. Das Schulsystem fördert diese Spaltung. Begründen lässt sich rational zwar alles, aber deswegen ist es noch lange nicht sinnvoll. Gefühle verbinden Menschen miteinander und fördern die Zusammenarbeit so dass etwas für alle Gutes entstehen kann. Die Schule fördert aber das Einzelkämpfertum, zumindest war das zu meiner Zeit noch so. LG

  31. BefreiterSchmetterling sagt:

    Hallo ihr interessanten Damen mit euren gruseligen Schwarze-Schaf-Geschichten!

    Auch ich wünsche nachträglich frohes Osterfest – steht immerhin für Frühling, Auferstehung, Neubeginn, Aufbruch …

    Die von euch geschilderten Stories könnten fast 1:1 meine sein. Narzisstische Mutter, zu schwacher Vater, der vor 3 Monaten an Krebs verstorben ist. Leider auch meine einzige Tochter und erst 5,5-monatige alte Tochter im Bann der narzisstischen Oma, jetzt Witwe, sowie mein zu schwacher, 11 Jahre jüngerer Bruder samt Familie (Lebensgefährtin mit 2 kleinen Söhnen).

    Ich bin der Typ weiß-glänzendes (schwarzes) Schaf – war immer zu begabt, zu intelligent, zu erfolgreich, zu hübsch, teilweise zu beliebt (bei Lehrern, Männern – obwohl mich viele ganz im Sinne meiner beiden Erzeuger ausnutzten und missbrauchten) … Solange ich nach der Pfeife meiner Mutter tanzte, war ich ihre brave, tolle Tochter mit den 1A-Noten – war ja schließlich ihr Verdienst aber auch ihr Sorgenkind (sie die Arme), denn ich war ja so oft krank (Kunststück – sie hat mich fast bis auf den letzten Blutstropfen ausgesaugt).

    Als ich mich 2 x (bedingt durch Partnerschaften, Freundschaften und Therapien, die sie immer wieder mehr oder weniger erfolgreich sabotierte – auch meine Universitätsstudien) mehrere Jahre lang total entfernte, sprangen andere für mich ein – mein Bruder, leider auch meine Tochter, die von ihrem Vater (von dem ich mich vor über 20 Jahren trennte) zusätzlich aufgehetzt wird, aus der zersplitterten Familie ihrer Mutter möglichst viel finanziell rauszuschlagen (Geldgier pur).

    Was ich mir alles in dieser fürchterlichen Familie gefallen ließ, würde Bände füllen (Hintergehen, Intrigen, Beschimpfen, physische Gewalt, fast sexueller Missbrauch, Lügen, finanzielle und soziale Gewalt, auf mich Draufsteigen, wenn ich am Boden war, Verleumdung, mich als krank abstempeln, jeden gegen jeden Aufhetzen – ganz nach Marc Aurels Motto: Teile und herrsche! …….). Meinem Vater zuliebe stellte ich vor gut 2 Jahren wieder distanzierten Kontakt her. War auch sehr schön: Er hat sich bei mir für Diverses entschuldigt, u.a. dass ich unter meiner letzten 10-jährigen Beziehung zu einem schizophrenen, gewalttätigen Mann leiden musste. Ich lernte meine kleinen Neffen kennen und lieben und bekam schließlich ein Enkeltöchterchen. Doch jetzt, da mein Vater gestorben ist, der die Familie irgendwie noch durch seinen Sanftmut, seine Wärme und seinen Sinn für Fairness zusammenhielt, kommen die alten grausamen Muster wieder volle Tube hoch. Da zu Lebzeiten die Erbschaft so geregelt wurde, dass meine Mutter Alleinerbin ist (Berliner Testament) stehen meinem Bruder und mir nur ein Sechstel Pflichtteil zu. Meine Mutter, der Duce, der Diktator, die narzisstische Furie und Hexe par excellence verlangt von uns beiden, ihr eine Blanko-Vollmacht zu unterschreiben. Dann würden wir beide, mein Bruder und ich, je eine Haushälfte erhalten. Sie ging allein zum Notar, wir waren nicht erwünscht. Mein Bruder unterschrieb. Ich verweigerte. Jetzt ist die Hölle los. Vielmehr die Eiseskälte ist ausgebrochen, die ich meiner Mutter gegenüber sowieso schon seit Jahren-Jahrzehnten (ich werde demnächst 51) verspüre, habe ihr auch nie was vorgespielt und bin total kongruent geblieben, d.h. habe mich nicht eingeschleimt oder Sonstiges). Zu meinem Vater hingegen hat sich glücklicherweise noch ein sehr schönes, verzeihendes Verhältnis vor seinem Tod entwickelt. Irgendwie spürte ich das und das war mir wichtig. Ich bin eigentlich nur ihm zuliebe ein Mal pro Woche in mein Elternhaus gekommen. Auf sie hätte ich stets liebend verzichten können.

    Das Gericht ist nun für mich eingeschritten und ein Notar hat für mich die Schätzung und Inventarisierung durchgeführt (ganz im Sinne eurer Schilderungen hier: rechtzeitig seine Rechte einfordern). Dadurch solidarisierte sich jetzt über Nacht meine Tochter total mit der Oma (meiner Hexen-Mutter) und brach jeglichen Kontakt zu mir ab (Telefon, SMS, direkt), obwohl ich ihr noch wärmstens versicherte, ich würde gerne mit ihr alles bereden und ich sei für sie und die Kleine da, wenn sie mich brauche. Ich hatte schon immer den Verdacht, sie war scharf auf meine Elternhaushälfte … da schob mein Vater, als er noch lebte, einen Riegel vor. Doch jetzt schleimt sie genau wie mein Bruder meiner Mutter zu nur wegen dem Erbe. Das Schlimmste für mich dabei ist nicht so sehr das Geld (obwohl auch das schmerzt, dass einem Eltern bewusst so wenig wie möglich zukommen lassen wollen), sondern dass mir meine Tochter ganz grausam den Kontakt zu meiner süßen, über alles geliebten Baby-Enkeltochter, die ich in den letzten Monaten mindestens 1 x pro Woche besuchte und betreute (worüber meine Tochter auch sehr froh war, da es sie entlastete und wir einander über ihre Mutterschaft noch sehr viel näher kamen), entzog.

    D.h. meine Hexen-Mutter hat es geschafft, mir alle engen Familienbeziehungen wegzunehmen. Sie hat sich auch mit meinem Ex solidarisiert, um mir meine Tochter zu entfremden. Das tut schrecklich weh, und jetzt wird das alten Kindheitsmuster meiner gestörten, sadistischen Mutter erneut auf mich, meine Tochter und meine Enkeltochter projiziert – es läuft jetzt alles über die Kinder und das Erbe. Außerdem sucht sie laut meinem Bruder zwanghaft nach einem Ausweg über eine Schenkung an meine Tochter, damit mein Pflichtteil mütterlicherseits so gering wie möglich ausfällt und ich an ihr Vermögen möglichst nicht rankomme. Sie wollte mir auch verbieten, an das Sterbebett meines Vaters zu kommen, was ich jedoch durchsetzte, und beim Begräbnis, zu dem sie alle Verwandten auslud, ein selbstgeschriebenes Abschiedsgedicht zu lesen, was ich ebenfalls durchsetzte – ich schloss mich mit dem Bestatter kurz und ignorierte sie einfach. Hinzu kommt die Dreistigkeit meinem Bruder und mir eine gelbe Rose auszuhändigen (für das Grab), sich selber eine rote und meiner Tochter eine weiße. Wer die Symbolik kennt, wird staunen über so viel Frechheit … Am liebsten hätte ich ihr die Rose um die Ohren geschlagen – sie schlug mich als Kind fast täglich mit dem Holzkochlöffel auf den Po – aus Pietät meinem Vater gegenüber tat ich es nicht.

    Was mich entsetzt ist die Geldgier und manipulative Technik meiner Tochter, die ich immer wieder vor der Großmutter warnte … Ich bin nahe daran, meine Tochter vollständig zu enterben, da sie von mir genügend Vermögen erhält, indem hier ungerechterweise eine Generation übersprungen wird. Mein Bruder erhält anscheinend seine Haushälfte, wenn er brav pariert und die Enkelsöhne vorbeibringt und schön tut, was Mami, der Duce, diktiert.

    Mein Vater hat zwar in vielem mitgespielt, wusste aber vieles nicht, und würde sich im Grab umdrehen, wenn er nicht verbrannt worden wäre. Er war ein super Opa, und wäre ein toller Uropa. Er würde vielleicht für mich einschreiten … ich weiß es nicht. Meist war er zu schwach als Vater. Jeden Tag versäume ich von der so raschen Entwicklung meiner Enkelin, wir hatten so viel Spaß, lachten und spielten, sie juchzte, wenn sie mich sah. Noch dazu sieht sie mir ähnlich und ist sehr intelligent und vif, das merkt man schon. Ich habe meine Tochter beschenkt und ihr geholfen, wo es ging … Die Frage, die ich mir stelle, ist, geht sie meiner Mutter auf den Leim oder spielt sie dieses grausame, verrückte Spiel mit, um sich an mir zu rächen und das finanziell möglichst viel rauszuholen. Ich bin erschüttert, wenn ich auch immer noch fest am Boden stehe und mein Leben gut meistere. Zum Glück habe ich viele andere Säulen, u.a. eine neue Partnerschaft mit zwei kleinen Kindern. Ersatz?

    Mit viel Mitgefühl, Herzschmerz, aber auch distanzierter Kälte meiner Mutter, meinem Bruder und auch (leider vermehrt) meiner Tochter gegenüber

    verbleibe ich

    Befreiter Schmetterling

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Willkommen im Club, Befreiter Schmetterling!

      Hexen ändern sich nicht, aber wir müssen das Spiel nicht in ihrem Sinne fortführen. Schneewittchen hatte einen langen Weg und lag zuletzt vergiftet im Glassarg. Aber dann hat sie das Gift der Narzisstin ausgespuckt und ist ins Leben zurückgekehrt.
      In diesem Sinne,
      liebe Grüße
      Osterhasebiene

      • BefreiterSchmetterling sagt:

        Habe die Ehre, Osterhasebiene langnase! Vielen Dank! Ja, Du hast ganz recht – wir müssen nicht mitspielen. Der Vergleich mit Schneewittchen gefällt mir – ich liebe Märchen, war auch immer eines meiner Lieblingsmärchen in der Kindheit … das ist doch die Stiefmutter, dachte ich immer, die Gute ist doch die verstorbene Mutter – aber, oh Schreck, bei mir war es die eigene Mutter – deren Fleisch und Blut ich bin. ): (kindliche Gefühle der Ohnmacht, des Nicht-Wahr-H.aben-Wollens).

        Dir auch schönen Frühlingsbeginn, wenn auch noch etwas fröstelnd!

        Befreiter Schmetterling

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Danke, Befreiter Schmetterling (schöner Name übrigens!)

          Die Stiefmutter – die „Böse“ und die leibliche Mutter -die „Gute“ sind übrigens zwei „Gesichter“ ein und derselben Person. Das Märchen wurde sehr treffend interpretiert von Eugen Drewermann.

          Schönen Frühlingsbeginn auch Dir

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