Schwarzes Schaf für TV-Produktion gesucht

schwarzes schaf

Immer mal wieder kommen Anfragen an mich, ob ich ein „schwarzes Schaf“ kenne, das seine Geschichte für Zeitung, Radio oder TV erzählen will.

Aktuell gibt es eine Anfrage des WDR für ein bekanntes TV-Format.

Wer Lust dazu und keine Scheu hat, vor einer Fernsehkamera über sein Schicksal zu berichten, bitte eine email an mich schreiben. Ich kann dann den Kontakt herstellen.

Peter Teuschel

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43 Kommentare zu Schwarzes Schaf für TV-Produktion gesucht

  1. energiequelle sagt:

    Ja Lust hätte ich sofort…mit Bildern und Beweisen… Kinder von Großunternehmertochter müssen Bafög beantragen… Sippenhaft… und dann kann ich erst recht auswandern…ich habe hier schon Schiss das etwas durchsickert…bekannte Familie eben…die Angst vor Strafe durch noch mehr Ausgrenzung sitzt tief… und dann ginge es finanziell langsam um die nackte Existenz…manchmal wünschte ich, ich wäre ausgewandert…also geht nicht…

    • cindy sagt:

      Hallo energiequelle, mir geht es anscheinend ähnlich wie Dir – meine Ex-Eltern haben durch ihre Intrigen und Lügen fast die ganze Familie und sehr wahrscheinlich auch andere dermaßen gegen mich aufgehetzt, dass man jetzt noch nicht einmal mehr mit mir spricht, um sich meine Seite auch nur mal anzuhören… Ich möchte bei der Sendung mitmachen, auch um einiges richtigzustellen und damit meinen guten Ruf wiederherzustellen!
      Wenn Du wirklich weißt, dass Du nicht der oder die Schuldige an Deiner Situation bist, solltest Du offen damit umgehen – nur so kannst Du Dich wieder ins rechte Licht rücken und brauchst keine Angst mehr zu haben, dass man Dich noch mehr fertigmacht…!

      • cindy sagt:

        Liebe schwarze Schafe, lasst Euch bitte nur nicht von Euren boshaften Familienmitgliedern durch Geld oder andere Manipulationen unter Druck setzen – die bekommen dann nur Oberwasser und dreschen dann nur noch mehr auf Euch ein!!!!

  2. Irene sagt:

    Ich werde mir das mal ansehen. Ich denke, dass es evtl. Dir Möglichkeit gibt anonym zu bleiben. Mal sehen was passiert.

  3. Kiwi sagt:

    Lust hätte ich auch, aber die Scheu überwiegt. Ich habe den Kontakt noch nicht komplett abgebrochen. Meine Eltern sind vermögend und ich habe noch 2 Geschwister, denen ich mein Erbe (sofern ich noch nicht enterbt wurde 😉 ) nicht in den Rachen werfen mag. Finanziell bin ich auf keinen Fall abhängig, ich sehe es als Schmerzensgeld.

    • cindy sagt:

      Meine Ex-Eltern sind durch das Erbe meiner leider vor ein paar Jahren verstorbenen Omi zu Millionären geworden – zum Glück bin ich finanziell unabhängig und das wissen die…
      Weil sie mich also mit Geld auch nicht kriegen können, haben sie das Haus meiner geliebten Omi jetzt verkauft, obwohl meine Omi wollte, dass es in der Familie bleibt und es mir eigentlich auch versprochen war… Eine Therapeutin hat mir geraten, mich von dem Haus zu verabschieden, auch wenn es noch so weh tut und Omi hätte auch nicht gewollt, dass ich mich von dem Haus weiterhin unter Druck setzen lasse..!
      Wenn man sich von der bösen Verwandtschaft unter Druck setzen läßt, wird es für ein schwarzes Schaf nur noch schlimmer, denn die werden erst Ruhe geben, wenn man dann irgendwann völlig am Boden liegt und sich dann vielleicht schon bald das nächste Opfer suchen…!

      • cindy sagt:

        Übrigens gibt es beim Erben zum Glück auch noch den Pflichtteil und der kann jemanden nur aberkannt werden, wenn man dem Erblasser z.B. nachweislich nach dem Leben getrachtet hat…!

        • maro sagt:

          Wenn ich richtig informiert bin, hat sich die Gesetzeslage hier geändert. Einen unbedingten Anspruch auf den Pflichtteil gibt es so nicht mehr. Wer den aktuellen Stand genau kennt, bitte Info.

          • cindy sagt:

            Hallo maro, habe mal im Internet nach einer Neuregelung des Pflichtteils gesucht und dabei nur eine Änderung gefunden, die seit dem 01.01.2010 gilt, aber keine grundlegende Änderung bei der Entziehung des Pflichtteilanspruchs darstellt, es gilt: „Nur wer dem Erblasser, dessen Ehegatten, Lebenspartnern oder Kindern „nach dem Leben trachtet oder ihnen gegenüber sonst eine schwere Straftat begeht“, muss damit rechnen, nach dem Tod dieser Verwandten leer auszugehen. Die Möglichkeit, den eigenen Vorfahren oder Nachkommen ihr Mindesterbe wegen eines „ehrlosen und unsittlichen Lebenswandels“ zu entziehen, ist im Zuge der letzten Erbrechtsreform hingegen entfallen. Sie erschien dem Gesetzgeber nicht mehr zeitgemäß.“
            Pflichtteilsberechtigt sind dabei die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel- und Urenkelkinder), der Ehegatte sowie die Eltern des Erblassers und mit Wirkung zum 01.08.2001 auch der überlebende Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Nicht anspruchsberechtigt sind hingegen die Geschwister des Erblassers sowie weiter entfernt Verwandte.

            • maro sagt:

              Hallo Cindy,
              vielen Dank für die Mühe mit der Recherche.
              Ich dachte, es wäre mal vor ein paar Monaten dazu etwas in den Nachrichten diskutiert worden. Zumindest wurde darüber diskutiert, ob das Erbe dem Kind zugesprochen werden soll, welches sich vor dem Tod des Elternteils/Eltern um diese gekümmert (Pflege) hatte. Und das Geschwister, das keinen Kontakt mehr zur Familie hat, keinen Erbanspruch mehr haben soll. Auch nicht auf den Pflichtteil. Allerdings weiß ich nicht, ob dies tatsächlich jetzt gesetzlich umgesetzt wurde.

              Schöne Grüße
              maro

              • cindy sagt:

                Hallo maro, seit dem 01.01.2010 haben Kinder, die ihre Eltern pflegen, tatsächlich einen höheren Anspruch auf das Erbe, aber deshalb haben die Geschwister, die sich überhaupt nicht kümmern, immer noch den Pflichtteilsanspruch… Etwas Gegenteiliges konnte ich nicht finden…

    • cindy sagt:

      Hallo Kiwi, wenn dann irgendwann herauskommt, dass man Dich trotz Deiner „Buckelei“ vor der Familie doch bereits enterbt hat, dann hast Du nicht nur das Geld, sondern auch Deinen Stolz weggegeben und bist am Ende der Verlierer!!!!

  4. osterhasebiene langnase sagt:

    Das schwarze Schaf auf dem Foto ist wirklich wunderschön… Irgendwann ist die Zeit sicherlich reif, um mit der ganzen „Wahrheit“ rauszurücken. Ich könnte (ohne mich selbst maßlos zu überschätzen) bestimmte Leute in der Familie extrem schädigen, wenn nicht sogar in den Selbstmord treiben. Vielleicht würden sie mir sogar noch aus lauter schlechtem Gewissen ihr ganzes Vermögen vermachen. Ich habe so viel nachgedacht und meine Argumentation wäre (fast) lückenlos und wasserdicht, also vermutlich glaubwürdig. Bestimmte Personen haben sogar schon freiwillig „Schmerzensgeld“ bezahlt. Aber: Was hätte ich am Ende davon? Schlechtes Karma, das wieder „erlöst“ werden muss. Ich mache mich lieber so davon und lasse andere ihre eigene Entwicklung machen. Alles Schlechte hat ja auch sein Gutes, so habe ich auf meinem Weg „wenigstens“ -was in Wahrheit das Beste überhaupt ist!!- gelernt, mich selbst zu lieben.

    • cindy sagt:

      Hallo osterhasebiene langnase, mir geht es vor allem darum, durch das Erzählen der Wahrheit meinen eigenen Ruf zu retten, den meine Ex-Eltern ganz bewußt kaputt machen wollen!!!!

      • Hallo cindy, es ist völlig in Ordnung, wütend zu sein, sehr wütend und zornig sogar. Aber nach der großen Wut kommt meiner Erfahrung nach auch wieder was anderes, das Gefühl für die eigene Würde und Stärke und Schönheit und Überlegenheit. Und wenn ich einen Tipp geben darf: verschwende Deine Energie nicht für fremde Baustellen, sondern bleibe bei Dir. Du hast das Alleingelassenwerden „überlebt“!!Für Deinen „guten Ruf“ bekommst Du nicht das, was Du wirklich möchtest. Tu nur das, was Dir guttut und dich weiterbringt. Der „gute Ruf“ stellt sich dann von selbst ein.Überlasse die anderen ihrem eigenen Schicksal. Tu einfach mal das, was von Dir nicht erwartet wird und Du wirst staunen, wie irritiert alle plötzlich sind und wie Du langsam immer mehr an Macht gewinnst und alles anfängt, wieder Spass zu machen. Oder anders ausgedrückt: Gib den anderen für ihre „schlechten“ Taten nicht Deine Energie, sonst werden sie stärker. Du „tust“ ja nichts Böses, du lässt es einfach nur sein. „Erfolg“ ist die Folge dessen, was man tut, also was regen sie sich auf. Vielleicht denkst Du, Du bist im Familiensystem nicht wichtig und bist Deinen Eltern egal, aber das stimmt nicht. Wir Schwarzen Schafe ermöglichen den anderen erst das (Luxus-)Leben, das sie führen, sie haben ihren eigenen Schatten auf uns abgeladen und den können sie gerne wieder zurückhaben. Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, mit „seiner Geschichte“ an die Öffentlichkeit zu gehen, aber man muss sehr aufpassen, dass man nicht wieder zum Schwarzen Schaf oder zum bemitleidenswerten Opfer wird, denn das tut dem Selbstwert überhaupt nicht gut.

        • cindy sagt:

          Hallo Osterhasebiene Langnase, danke für Deine aufmunternden Worte!
          Mir geht es um meinen guten Ruf in meiner alten Heimat, denn dorthin möchte ich unbedingt wieder zurück! Meine Ex-Eltern können von mir aus von dort verschwinden und auch wenn das Haus meiner geliebten Omi nun nicht mehr für mich verfügbar ist, so werde ich mir dort etwas anderes suche… Es ist dort sehr ländlich und man kann sich vorstellen, was abgeht, wenn man da mit einem durch Lügen und Intrigen zerstörten Ruf hinzieht…

  5. energiequelle sagt:

    Pflichtteil hin oder her… es gibt ja auch die Möglichkeit rechtzeitig alles zu verschenken und dann vom Rest einen Pflichtteil zu bekommen… irgendwann mal….So ist das bei uns… alles was wir haben ist das jetzt…Es gibt so viele Facetten der Abwertung und Ausgrenzung, dass es immer schwer ist, zu sagen so oder so ist es richtig, das und das hilft weiter. Bei jedem sieht die Situation doch wieder anders aus…Jeder steht vor einem Rätsel…warum ich? warum kein Verständnis, keine Hilfe, kein Schutz, keine Wertschätzung?
    Buchtip: Kriegsenkel:von Sabine Bode: Die schwarzen Schafe der 60 Jahrgänge leben und litten unter den volltraumatisierten Eltern, die nichts aufgearbeitet haben, sondern, das Trauma der Willkür, des Ausgeliefert seins, des Totalverlustes durch Tod und Vertreibung, der immer präsenten und alles bestimmenden unermesslichen Gewalt, des Verlustes von Besitz und Würde etc. durch Flucht, Vergewaltigung etc. hat ihre Kinderjahre ( unserer Eltern) und und das Leben ihrer Eltern ( unserer Großeltern) bestimmt. Es ist ein kleiner Schlüssel zur Ursachenforschung hinsichtlich der eigenen Ausgrenzung, weil diese Generation Empathie, Schutz und Hilfe gegenüber ihren Kindern oft nicht leisten konnte, weil die eigenen Gefühle komplett abgespalten waren und das Leben sie vor die Aufgabe des nackten Überlebens stellte. Psychologie und sich selbst hinterfragen gehörte nicht dazu. Wenn wir etwas von dieser Generation gelernt haben, dann nicht in den Abgrund der eigenen, von den Eltern unaufgearbeitet an uns weitergereichten Traumatisierung ,zu schauen, sondern irgendwie zu funktionieren und unseren Weg zu gehen.
    Warum die einen Kinder besser dran sind als die anderen … diese Frage lässt sich natürlich auch mit diesem Buch nicht beantworten, vielleicht aber die emotionale Hilflosigkeit…Blindheit, Taubheit…und Gewaltbereitschaft … der Eltern wiedererkennen …. die oft schweigend auf ihrer Vergangenheit sitzen.
    Was wir tun können…bewusst machen, loslassen…das System nicht mehr durch welchen Widerstand auch immer mit Energie versorgen…nur noch das volle Ja zu sich selbst… ( Rüdiger Schache: Ja! , Hörbuch , 4 CDs …Balsam für die Seele)
    Und ja …ich übe mich täglich in gedanklicher Hygiene !

    • cindy sagt:

      Hallo Energiequelle, da ist schon was dran – heutzutage werden bei jeder Katastrophe, die passiert, direkt Seelsorger und Psychologen hinzugezogen, die die Angehörigen schnellstmöglich betreuen, aber bei unseren Vorfahren, die den oder die Weltkriege miterlebt haben, wurde nie irgendetwas aufgearbeitet – sie haben ihre Traumatisierungen teilweise in irgendeiner Form an ihre Kinder weitergegeben und bis in ihren eigenen Tod mitgenommen…
      Meine Ex-Eltern sind beide typische Nachkriegskinder, nur aus unterschiedlichen Familien stammend… Der Familie meiner Ex-Mutter ging es recht gut, daher ja auch das Millionenerbe und mein hochintelligenter Ex-Vater stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie, die sich krummgelegt hat, damit der kleine Prinz (im Gegensatz zu seinen beiden jüngeren Schwestern) auf’s Gymnasium gehen und studieren konnte… So ist es leider auch heute noch: Mein Ex-Vater darf alles, keiner tut etwas dagegen, alle „sonnen“ sich jetzt quasi in seinem Glanz…! Meine Ex-Eltern haben vor allem mich als Kind schon schwer vernachlässigt, haben mich schon als kleines Kind abends des Öfteren einfach alleingelassen, um sich zu amüsieren – die Familie meines Ex-Vaters hat’s gewusst und nichts dagegen unternommen… Einzig und allein meine Großmutter mütterlicherseits hat da schon mal mit dem Jugendamt gedroht, hat aber aufgrund der räumlichen Entfernung zu unserem damaligen Wohnort auch nicht mitbekommen, dass meine Ex-Eltern mich weiterhin abends alleingelassen haben…
      Es macht mich so wütend, dass gerade diese Leute bis heute darauf aus sind, mein Leben zu zerstören und ich kann und will mir das einfach nicht mehr länger gefallen lassen!!!!

      • maro sagt:

        Hallo Cindy,
        die Wut kann ich absolut gut verstehen. Ich finde sie berechtigt. Wichtig ist, wie es weiter geht. Bleibt die Wut, oder folgt Trauer darauf? Die Trauer hat was Erlösendes. So seltsam wie das klingen mag. Es ist sehr schwer von der Wut in die Trauer zu kommen. Wo bekommt man das gelernt? Soweit ich weiß nirgends, außer in einer guten Therapie. Mir hat das emotionale! Erkennen/Begreifen geholfen, z.B. dass ich nichts ändern kann. Das war für mich in diesen Momenten das Schrecklichste und Traurigste überhaupt. Keinerlei Wirkung hinsichtlich Veränderungen auf die Familie zu haben. Grausam. Erst das emotionale Berührt-sein und das damit verbundene allumfassende Begreifen „sitzt“ wirklich. Das ist ein schwerer und großer Schritt. Verstandesgemäß weiß man ja vieles und begreift die Sachverhalte, aber die „sitzen“ nicht wirklich. Sie wüten im Kopf, während der Bauch (Gefühl) rotiert. Deshalb ist die emotionale Erfassung des Unrechts so wichtig. Wenn das „Kartenhaus“ nur am Monitor zusammenbricht, ist es von einem weiter weg (abstrakt), als wenn man unmittelbar draussen auf der Straße steht und plötzlich bricht das „Kartenhaus“ direkt vor einem in sich zusammen. Das ist ein anderes Erleben. Das macht betroffen, man ist be-troffen. Die Gefühle sind direkt betroffen. Man erlebt unmittelbar über das in einem stattfindende Gefühl den damaligen Schmerz in gleicher Härte. Dann hat man sozusagen eine Situation wie 1 : 1 (jetzt = damals). Die damaligen Gefühle als Kind waren ja auch unmittelbar direkt, als das Unrecht damals als Kind passierte. Ich hoffe, meine Ausführungen nützen ein bisschen.
        Viel Glück,
        maro

        • cindy sagt:

          Danke maro, dass ich meine Ex-Eltern nicht ändern kann, habe ich nur zu gut begriffen – ich könnte auch gut damit fertigwerden, wenn es nur die wären, aber ich habe oft das Gefühl, dass die mit ihren Lügen und Intrigen irgendwann die ganze Welt gegen mich aufgebracht haben… Meine Schwester, meine Tante und deren Tochter mit Familien – sogar meinen Schwiegervater haben die dermaßen gegen mich aufgehetzt, dass der sogar schon meine ältere Tochter dazu verleiten wollte, heimlich bei denen anzurufen…!
          Die Angst sitzt so tief, dass ich denke: Wen werden sie wohl als nächstes gegen mich aufhetzen? Am Ende noch meine Kinder, die für mich das Wichtigste auf der Welt sind?!
          Ich will endlich frei sein, frei von diesen schrecklichen Monstern von Ex-Eltern, die ihre Krakenarme anscheinend überall haben und jetzt mit ihren Millionen anscheinend alles können!!!!

  6. osterhasebiene langnase sagt:

    Hallo cindy, ich kenne die Angst. Auch ich hatte reiche (sehr reiche!) Schwiegereltern. Allein der Gedanke an ein spontanes Familientreffen konnte mich in schiere Panik versetzen. Geplante Familientreffen waren nicht so schlimm, weil ich mich dann innerlich „wappnen“ konnte. Dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und bin zum Gegenangriff übergegangen. Ich habe meine Schwägerin genauso öffentlich abgewertet, wie sie mich. Es war Krieg unter der Oberfläche der supertollen Familie. Ich habe die Schwächen der einzelnen Familienmitglieder ausfindig gemacht und für mich genutzt. Dann hat schließlich der Schwiegervater eingegriffen und sein Töchterchen „beschützt“, er hat mich bei einem „netten“ Essen öffentlich auf seine charmante arrogante Art und Weise abserviert. Er hatte ja so recht: Was will ich hier überhaupt. Das war für mich – nachdem ich erst mal furchtbar krank wurde – das Stichwort. Ich habe ohne Reue (bis heute nicht) die Scheidung eingereicht, auch nicht ohne vorher einen „guten“ Ehevertrag (Gütertrennung) auszuhandeln. Seitdem bin ich finanziell unabhängig. Natürlich haben die Leute zuerst geredet, sie reden immer, auch mit den Kindern war es nicht immer ganz leicht und ich beeinflusse sie auch nicht. Aber ich kann jetzt wieder nach vorne schauen und mein Leben planen. Meine Angst ist jetzt auch verschwunden oder streift mich nur noch hin und wieder.

  7. maro sagt:

    Hallo Cindy,
    das hört sich alles sehr schlimm an. Das Gefühl der Angst kann ich nachvollziehen. Für mich klingt das existenziell. Das ist sehr bedrohlich. Was macht den Familienmitgliedern so viel Angst, dass sie ihr Kind „bekämpfen“ müssen? Was für ein Familiengeheimnis gibt es? Spielt eine Erbschaft hier eine Rolle, da die Familie ja sehr vermögend ist? Ich weiss nicht um die Zusammenhänge. Vielleicht sind die Fragen nützlich für die innere Beantwortung? Manchmal kann man gedanklich nicht weiter, wenn die Angst zu sehr blockiert.

    • cindy sagt:

      Hallo maro,
      mein hochintelligenter Ex-Vater wurde von klein auf wie ein Prinz behandelt – seine Familie hat sich krummgelegt, damit er, im Gegensatz zu seinen Schwestern, auf’s Gymnasium gehen und studieren konnte… Auch heute noch sonnen sich alle in seinem Glanz und alles was er tut, ist so in Ordnung, es gibt niemanden (mehr), der es es wagt, ihm zu widersprechen… Meiner Meinung nach hat mein Ex-Vater eine narzistische Persönlichkeitsstörung entwickelt und meine naive Ex-Mutter hat sich ihm auch total angepasst…
      Menschen werden von meinen Ex-Eltern zunächst mit Worten und Geld manipuliert, wenn das nicht wirkt, wird mit dem Holzhammer draufgehauen und wenn das auch nicht funktioniert, wird sich der Sache möglichst schnell entledigt…
      Ich bin ein Mensch, der sich nicht alles gefallen läßt und seinen Mund aufmacht, wenn er etwas nicht gerecht findet und das reicht schon, um bei denen in Ungnade zu fallen…

  8. maro sagt:

    Hallo Cindy, in meiner Familie gab/gibt es ähnliche Einstellungen. Der Sohn wird als Einziger gefördert und die Schwester braucht keine Förderung, weder inhaltlich bzgl. Ausbildung, noch finanziell. Mein Bruder studierte und arbeitet in einem gesellschaftlich sehr anerkannten Beruf. Neben der familiären Hochschätzung und gesellschaftlichem Status lebt er finanziell reich und emotional nicht berührbar das Leben unserer Eltern. Nicht sein eigenes. Trotzdem schütze ich mich vor ihm, weil er mir nicht guttut. Für meine Mutter war er der Prinz bis zu ihrem Tod. Das blieb nicht folgenlos. Weder für ihn, noch für mich. Wir haben nicht dieselben Eltern und doch sind es die selben Personen. Meine Schwester wurde etwas finanziell unterstützt. Sie bekam auch ihr Studium bezahlt. Nach meiner Berufsausbildung, die mir damals das Arbeitsamt „vorschlug“, begann ich in Eigenfinanzierung den zweiten Bildungsweg bis zum Studium. Als ich mein Abitur bestand gab mir mein Vater kurz und knapp die Hand. Ich hatte den Eindruck, dass er sich als Kritisierter empfand und dass ich seine Vorstellungen von Rollenzuweisung damit sprengte. Plötzlich war da ein Bruch im System meines Vaters. Die Tochter, die sowieso als Ehefrau Karriere hätte machen sollen, machte einen Abschluss nach dem anderen. Das war ärgerlich. Auch ich habe Missstände offen gesagt. Vergeblich. Über Unrecht war auch ich wütend. Dafür drohte mir die Enterbung, die ich lieber in Kauf nahm als mich einem Familiensystem zu beugen, das ich schon als Kind für krank hielt. Ich war sehr lange wütend. Mit meiner Kreativität fiel ich aus dem Rahmen und dann noch die Benennung der Missstände. Das war nicht erwünscht. Mit Geburt als Mädchen war mein Werdegang und mein Charakter, die gesamte Person vorab festgelegt worden. Da ich aber so nicht war, störte ich mit meiner Ich-bin-anders-Persönlichkeit das starre System der Eltern. Ich wurde zum Rebell, um letztlich auch zu überleben. Die Wut hat mir ein Stück weit geholfen, aber nur ein Stück. Die Trauer war hart, half aber mir raus aus allem. Ich weiß um meine Geschichte. Das finde ich wichtig. Es ist Identität.

  9. cindy sagt:

    Hallo maro,

    wenn ich richtig sehe, sind Sie also auch eine Frau, wie ich…
    Jaja, diese konservative Einstellung von Familien – von meinem Ex-Vater wurde ich sogar schon als „Männerhasserin“ bezeichnet, nur weil ich finde, dass Frauen heutzutage trotz Emanzipation immer noch zu oft benachteiligt werden…
    Mein Ex-Vater ist sowas von stockkonservativ, dass er sich ganz bewusst eine Frau mit wenig Selbstbewusstsein (meine Ex-Mutter) angeschafft hat, noch dazu die einzige Tochter aus wohlhabendem Hause… Die Mutter meiner Ex-Mutter (meine Lieblingsomi) war mir sehr ähnlich, was meine Ex-Eltern auch immer an mir verurteilt haben… Aber mein Ex-Vater hat immer die Füße stillgehalten, angeblich damit es keinen Krach gibt – heute weiß ich, dass er das nur getan hat, damit die schön ihr ganzes Erbe bekommen! Hat ja dann auch geklappt…

    Das andere schwarze Schaf in der Generation über mir ist die jüngste Schwester meines Ex-Vaters, die übrigens u.a. auch wegen ihrer Gelassenheit und ihrer künstlerischen Ader (sie hat früher wunderschöne Keraminbilder bemalt) auch schon vor ihrem endgültigen Verstoß aus der Familie als schwarzes Schaf abgestempelt war…
    Mit ihr habe ich jetzt wieder Kontakt aufgenommen und da meine geliebte Omi mütterlicherseits ja nun schon seit einigen Jahren verstorben ist, habe ich in ihr nun endlich wieder eine vernünftige Person in dieser Familie gefunden!

  10. maro sagt:

    Wenn die Wut bleibt, ist man wie ein an die Wand springender Squash-Ball. Fremdgesteuert durch die Schläger der beiden Squash-Spieler. Nur mit dem Unterschied, dass diese bereits den Raum verlassen haben.

    • cindy sagt:

      Ja, alles nicht so einfach mit der Wut… Aber irgendwo muss sie schließlich hin und da es kein Perpetuum-Mobile gibt, bleibt auch der Squash Ball irgendwann mal liegen…

  11. maro sagt:

    Das stimmt, es ist wirklich nicht einfach. Da hat jeder seinen eigenen individuellen Weg und jeder braucht seine eigene Zeit dafür. Ich wünsche Ihnen die Kraft dazu.

    • cindy sagt:

      Danke maro, das wünsche ich Ihnen auch und auch allen anderen schwarzen Schafen, denn irgendwo macht es doch jeden wütend, wenn er ohne wirklich schwerwiegenden Grund aus einer Gemeinschaft (Familie) ausgegrenzt wird…!

  12. maro sagt:

    Ich erinnere mich an meine damalige Wut und an die darauffolgende Zeit der Trauer. Die Wut liegt inzwischen lange in der Vergangenheit. An dieser Stelle stehen eine tiefere Erkenntnis über die familiären Zusammenhänge und mich selbst, Wissen, errungene Kraft, Entscheidungen. Mit der Trauer begann damals ein neuer Abschnitt, bei dem ich die Wut verlassen konnte. Die Trauer ist ein ganz wesentlicher Teil für die wirkliche Verarbeitung und Loslösung. Sie ist der Schlüssel, der die Tür öffnet. Dahinter ist ein neues, ungeahntes und offenes Terrain, das ich seinerzeit mit Freude gestaltet hatte. Ich hatte mein Leben in die eigenen Hände genommen. Das war in der Zeit der Wut alles nicht möglich gewesen. Deshalb halte ich echte Trauer für so bedeutsam. Der Schritt danach ist ein freier. Es ist ein wirklich selbstbestimmter. Mit der Zeit öffnet sich der Blick auf die Wunden der Familienmitglieder. Ich kann die Verletzungen meiner Geschwister ANDERS sehen. Selbst die Verletzungen meiner Eltern haben sich für mich gewandelt. Das bedeutet nicht, diese aus der Verantwortung zu nehmen. Aber ich kann sie auch als ehemalig gewesenes Opfer erkennen. Das ist kein rein verkopftes Erkennen, es ist ein tieferes Be-Greifen und impliziert die dazugehörigen Gefühle. Diese Form der Bewältigung ist ein umfassenderes Verstehen und schafft Distanz zu den eigenen Verletzungen.

  13. cindy sagt:

    Ach maro, das hört sich ja wirklich so an, als sind Sie schon sehr weit in der Bewältigung des Problems vorangeschritten… Haben Sie den Kontakt zu den betreffenden Familienmitgliedern abgebrochen und wenn ja, wie lange schon?
    Bei mir ist das alles noch so frisch und gerade im letzten Jahr durch den Gerichtsgang meiner Ex-Eltern und das Aufhetzen der Verwandtschaft gegen mich ist mir klargeworden, dass ich eigentlich schon fast mein ganzes Leben ein schwarzes Schaf dieser Familie bin, genau wie die eine Tante von mir auch…
    Den Kontaktabbruch mit meinen Ex-Eltern kann ich verschmerzen, aber dass auch all die anderen jetzt nichts mehr von mir wissen wollen, obwohl ich denen nun wirklich nichts getan habe, kann ich mir nur durch deren Geld erklären, an dem die sich alle festhalten, in der Hoffnung, dass dann auch etwas von dem Geldsegen mal auf sie herabfällt…!
    Geld scheint wohl wirklich Welt zu regieren und das ist es, was mich als Mensch mit Sinn für Gerechtigkeit einfach wütend macht!!!!

    • maro sagt:

      Geld spielt oft eine überschätzte Rolle. Manchmal dient es als Ersatz für unerfüllte Gefühle. An sich äußerst traurig, da mit der Mehrung des Geldes das unerfüllte Gefühl bleibt. Es entsteht ein Teufelskreis für den Suchenden. Liebe findet sich ja in immateriellen Dingen. Ich denke die Welt wird von tiefen Verletzungen regiert. Macht und Geld sind m. E. ein Ersatz. Meine Klärungen mit meiner Familie liegen schon lange zurück. Ich bin einfach froh auf andere schwarze Schafe gestossen zu sein.

      • cindy sagt:

        Hallo maro,
        demnach muss es ja in meiner Ursprungsfamilie eine Menge Verletzte und unerfüllte Träume geben, aber insbesondere mein Ex-Vater ist ja der Ansicht, dass man sich die unerfüllten Träume, wie auch alles andere durch Geld erkaufen kann, was sich anhand seiner Äußerungen erkennen lässt („Wir brauchen uns im Supermarkt nicht mehr nach den billigen Waren zu bücken!“, „Wir haben jetzt eine Putzfrau, wir können es uns ja leisten!“ usw.) Teilweise stimmt es ja auch, sogar Gesundheit muss heutzutage oft schon mit Geld erkauft werden…
        Er und die meisten anderen in dieser Familie haben es halt bis heute nicht begriffen, dass man sich mit Geld doch nicht alles kaufen kann, auch nicht die Zuneigung seiner eigenwilligen Tochter und deren Familie… Es ist ja auch nicht zur Gerichtsverhandlung gekommen – meine Ex-Eltern haben den Antrag auf Regelung des Umgangsrechts mit meinen Kindern zurückgezogen, weil das Gericht unserem Kompromißvorschlag diesbezüglich sehr wahrscheinlich gefolgt wäre und die ihren Willen dann doch nicht bekommen hätten…

  14. cindy sagt:

    Über die angeblich vielen Gefallen, die mir meine Ex-Eltern vor vielen Jahren mal getan haben, habe ich eine Auflistung von einer halben DINA4-Seite erhalten, in der auch die Rede von einer „Fehlinvestition“ ist…
    Seit der Einstellung des Gerichtsverfahrens melden die sich nicht mehr bei mir, auch nicht bei meinen Kindern – wahrscheinlich ist meine Familie von denen jetzt komplett als „Fehlinvestition“ abgeschrieben worden…

    • maro sagt:

      Sie sind sehr enttäuscht, vielleicht sogar verbittert. Das verstehe ich.
      Werden Sie das alles ohne psychotherapeutische Hilfe schaffen?

      • cindy sagt:

        Hallo maro,
        ich bin bereits bei einer Therapeutin, aber in einer solchen Familie, insbesondere mit einem so narzistischem Vater aufgewachsen zu sein, das streift man nicht so einfach ab wie einen alten Mantel…
        Worauf ich hoffe, ist, dass die alle irgendwann einmal ihr Fett abbekommen werden, für das, wie sie mich und auch meine andere Tante behandeln…!

  15. keinekraft sagt:

    Gibt es schon einen Sendetermin?

    • Peter Teuschel sagt:

      Nein, ich habe auch schon lange nichts mehr von dem Vorhaben gehört und weiß gar nicht, ob das noch aktuell ist.

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