Neues Unterforum: Schwarze Schafe als Eltern

Den Vorschlag einer Userin, ein eigenes Unterforum zum Thema „Schwarze Schafe als Eltern“ zu eröffnen, greife ich gerne auf. Hier können Erfahrungen berichtet werden, ob und wie die Rolle als schwarzes Schaf in der Herkunftsfamilie die Erziehung und den Umgang mit den eigenen Kindern beeinflusst.

Ein ziemlich buntes Schaf

Ein ziemlich buntes Schafskind

Mein bisheriger Eindruck (den ich auch im Buch geschildert habe): Schwarze Schafe sind meist sehr aufmerksame und liebevolle Eltern …

Peter Teuschel

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8 Kommentare zu Neues Unterforum: Schwarze Schafe als Eltern

  1. cindy sagt:

    Vielen Dank, Herr Teuschel!!!!

  2. Roswitha sagt:

    Hallo, das ist eine gute Idee. Zu dem Thema gibt es ein passendes Buch von Jesper Juul/ Grenzen, Nähe und Respekt.
    Liebe Grüße Roswitha

  3. Elbenfrau sagt:

    Klar, sind wir aufmerksam und liebevoll. Aber manchmal triggert es uns auch extrem, wenn unsere Kinder in eine schwarzes Schaf-Rolle reingedrückt werden. Und wenn man getriggert ist, ist man oft nicht so gut handlungsfähig. Da läuft dann der ganze alte Film ab…. man muß sich mühsam rausarbeiten. Oft ist man die „Familie Schwarzes Schaf“ in der Großfamilie. Ich finde, zu diesen Zeiten ist es total wichtig, wenn man selbst emotionale Unterstüztung zum sortieren bekommt.

    • cindy sagt:

      Hallo Elbenfrau,

      als schwarzes Schaf hat man es nicht einfach, aber der Vorteil bei einem schwarzen Schaf ohne eigene Familie besteht darin, dass man tatsächlich alleine entscheiden darf, wie man mit der Herkunftsfamilie umgeht, ob man Kontakte hält, auf Abstand geht oder Kontakte ganz abbricht…
      Leider hat der Gesetzgeber vor etlichen Jahren Kindern das Recht auf Umgang mit quasi jedermann eingeräumt, was ja im Grunde auch o.k. ist.
      Eltern jedoch, die in ihrer Herkunftsfamilie ein schwarzes Schaf sind, wird erstens ihre Entscheidungsfreiheit bezüglich dem Umgang mit der Herkunftsfamilie erheblich eingeschränkt, denn wenn man z.B. den Kontakt abbricht, beschneidet man ja z.B. das Recht der Kinder auf Umgang mit ihren Großeltern… Man muss also zwangsläufig Kontakt zu diesen Menschen aufrechterhalten und die Kinder des schwarzen Schafs werden von ihren Großeltern dann auch noch als zusätzliches Instrument benutzt, um das schwarze Schaf zu demütigen, indem die Enkelkinder manipuliert, gegen die Eltern aufgehetzt oder die Anweisungen der Eltern bezüglich ihrer Kinder schlicht übergangen werden…!
      Das Gesetz sieht einen Umgang von Großeltern mit den Enkelkind vor, WENN ES DEM WOHL DES KINDES DIENT, aber wie beweist man es, dass ein Umgang zwischen Großeltern und Enkelkindern für den Fall, dass ein Elternteil das schwarze Schaf in dieser Familie ist, garantiert nicht dem Kindeswohl dient, weil es zu Streitereien oder einem Loyalitätskonflikt beim Kind führt? Für ein schwarzes Schaf ist es schon schwer genug, selbst zu erkennen, dass es ein schwarzes Schaf ist und erst recht, das dann auch noch Außenstehenden klarzumachen…

      Gerade deshalb wünsche ich mir, dass das Thema „Schwarzes Schaf“ öffentlich wird, dass vor allem auch Familienrichter, Jugendämter, Sozialbehörden etc. für dieses Thema sensibilisiert werden, genauer auf familiäre Verhältnisse hinzusehen und nicht alles einfach nach Schema F abzuarbeiten! Nur weil ein Enkelkind ein Recht auf Umgang mit bestimmten Menschen hat, heißt das noch lange nicht, dass das dann auch zu dessem Wohl wäre…!

      • Elbenfrau sagt:

        Hey Cindy, ich habe den Kontakt zu meinem Vater eingige Jahre nach dem Tod meiner Mutter dann abgebrochen, weil ich seine süffisanten Bemerkungen zu meiner Kindererziehung nicht mehr ertragen habe. Meine Kinder hatten daduch schon eitwas Nachteile…allerdings denke ich, mehr Vorteile, weil ich immerzu depressive Phasen um Weihnachten und meinen Geburtstag herum gekriegt habe (die Zeit in der ich mich mit ihm auseinandersetzen musste, bzw. mit dem Aufrechterhalten einer Fassade, in der keine Wärme drin war und nur Kritik). Es ist so, daß ich echt immer wieder emotional mit einem schlechten Gewissen kämpfe, obwohl er zu meinen Schwestern gesagt hat, er hätte auch keine Lust auf mich.. Ich glaube daß man es einfach auch aktzeptieren muß, daß das immer wieder weh tut und innerlich „Löcher“ hinterlässt, wenn eine Beziehung nicht geglückt ist. Überlegst du, es zu tun? Ich habe damals erst gesagt(und auch wirklich gedacht) ich möchte einfach aus psychischen Gründen eine Zeitlang keinen Kontakt… aber dann war ich natürlich wieder schuldig, blöd, primitiv und undankbar……. und so kam es dazu, da ich jetzt den Kontakt eben ganz abgebrochen habe…mit der Option, wenn er meine Schwester, die bei ihm im Haus wohnt, merkt, er würde traurig werden und sich nach Versöhnung sehnen, würde sie es mir sagen. Die Kinder haben übrigens kein Interesse, obwohl sie wissen, daß sie von sich aus auf jeden Fall Kontakt aufnehmen dürfen, ohne dass ich damit ein Problem hätte. Aber sie sagen, wenn der Opa dich nicht leiden kann, dann mag ich ihn auch nicht Das ist fast ein bißchen hart, ich sage ihnen dann, er war in einer schwierigen Situation……

        • cindy sagt:

          Hallo Elbenfrau,

          weil meine Erzeuger 200 km weit weg von uns wohnen, haben wir sie auch nur ein paarmal im Jahr besucht, dann aber aufgrund der Entfernung direkt für ein paar Tage am Stück (meist Ostern, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam inclusive Brückentag und Weihnachten)…
          Normalerweise erwartet man, dass Eltern, die ihre Kinder und Enkel nur so selten sehen, sich freuen, wenn die dann mal da sind, aber das machte so gar nicht den Eindruck – ständig nörgelten sie herum, sie wären im nächsten Jahr doch lieber in der Karibik usw., usw. und dann immer diese ständigen Streits…
          Ich hatte schon längere Zeit keine Lust mehr, dort noch hinzufahren und mir das weiterhin antun zu müssen und auch meine Psychologin riet mir, auf Abstand zu gehen… Beim letzten Besuch war das Maß dann endgültig voll – als wir am 01.01.2014 wieder zurück fuhren, sagte ich zu meinem Mann, dass ich dort nicht mehr hin möchte, da ich mich dort auch nicht mehr willkommen fühle!
          Seit diesem Tag habe ich dann auch nicht mehr bei meinen Erzeugern angerufen (meist war sowieso immer nur ich diejenige, die anrief), sagte dies jedoch meiner Schwester, zu der ich dann noch ein paar Monate Kontakt hatte…
          Per Mail kam schließlich eine Aufforderung, dass meine Erzeuger ihre Enkelkinder in den Ferien für eine komplette Woche „haben“ wollten und als wir darauf nicht eingingen, kam Post von deren Anwalt, in der uns Eltern angedroht wurde, dass man das Umgangsrecht mit den Enkeln gerichtlich durchsetzen würde, falls nicht auf deren Forderungen eingegangen würde…
          Um weiteren Manipulationen unserer Kinder, vor allem auch gegen uns, vorzubeugen, machten wir über unseren Anwalt den Vorschlag, dass meine Erzeuger ihre Enkel z.B. an einem Samstag zu einem Tagesausflug abholen könnten, aber das interessierte die Herrschaften nicht, da dies ja nicht nach deren Kopf ging!
          Da wir also weiterhin auf ihre Forderungen nicht eingingen, reichten meine Erzeuger tatsächlich Klage auf Umgangsrecht mit den Enkeln bei Gericht ein – es folgten Befragungen der Kinder ohne uns durch einen Verfahrensbeistand, dem Jugendamt und auch dem Richter und mein Exmann (wegen meiner älteren Tochter), die Großeltern und wir selbst wurden auch nochmal vom Verfahrensbeistand und dem Jugendamt befragt… Aufgrund der gefertigten Protokolle war wohl ersichtlich, dass der Richter unserem Vorschlag gefolgt wäre, aber da dies den Herrschaften nicht passte, haben sie den Antrag kurz vor dem anberaumten Gerichtstermin zurückgezogen… Seither herrscht Funkstille…

  4. Elbenfrau sagt:

    ich weiß nicht, ob mein Kommentar abgeschickt wurde… ich warte ein bißchen, und evt. schreib ich ihn dann nochmal. 🙂

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