Neues Unterforum „Anregungen und Vorschläge“

Angeregt durch eine off-topic-Diskussion auf der Schräglage im Kommentarbereich des letzten „Haudraufs“ habe ich ein neues Unterforum eröffnet, in dem Vorschläge und Anregungen einzelner User vorgestellt und diskutiert werden können. Das Forum ist unter „Allgemeines“ im Forenbereich zu finden.

Bitte nur ernsthafte und überlegte Vorschläge posten.
(Andere kommen eh nicht durch meinen Filter … 🙂 )

Peter Teuschel

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30 Kommentare zu Neues Unterforum „Anregungen und Vorschläge“

  1. maro sagt:

    Lieber Herr Dr. Teuschel,

    vielen Dank für die Einrichtung des Unterforums „Anregungen und Vorschläge“. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Das freut mich sehr und ist sehr freundlich von Ihnen, das Sie dies hier möglich machen. Eingebrachte Ideen können überlegt werden. Vielleicht wird das ein oder andere umgesetzt, vielleicht auch nicht. Es soll ja für die Gemeinschaft nützlich sein.
    Vielleicht habe ich etwas übersehen, als ich meinen Vorschlag posten wollte? Den Button „add topic“ habe ich nicht gefunden und daher war es nicht möglich einen Beitrag zu schreiben.

    Wenn es Ihnen wieder möglich ist und Sie die Zeit haben nachzusehen, ob noch etwas eingerichtet werden muss, oder wo der Button zu finden ist, würde ich mich über einen kurzen Hinweis freuen. Aber bitte keine Eile, alles hat seine Zeit. 🙂

    Schöne Grüße
    maro

    • Peter Teuschel sagt:

      Jetzt sollte es möglich sein …
      🙂

      • maro sagt:

        Ja. 🙂

        • Roswitha sagt:

          Hallo, hier mein Vorschlag; Wir könnten ein paar Witze über unser Problem zusammentragen. Die Beleidigungen und Vorwürfe, die ich so erlebt hab sind nämlich so absurd und lächerlich, dass man daraus ein Witze Buch schreiben könnte. Vielleicht fallen auch anderen Schwarze Schafe eib paar witzige Geschichten ein.
          Beispiel:
          Ich hab mal meiner Mutter erzählt, dass mein Mann neue Duschkopfe gekauft hat. Diese können leuchten und die Farbe je nach Wassertemperatur ändern. Bei heißem Wasser leuchten sie rot, bei warmen Wasser grün und bei kalten blau. So ist es einfacher beim Duschen der Kinder die richtige Temperatur ein zu stellen. Darauf meinte sie; „Das hat er nur gemacht, weil er zu geizig ist, zu viel Heizöl für Warmwasser zu zahlen. “ Fazit der Geschichte ist; Mein Mann und ich duschen unsere Kinder nur deshalb mit lauwarmen Wasser und nicht mit heißem, weil wir zu geizig seien.

          • maro sagt:

            Hallo Roswitha,

            für die Ideensammlung hat Herr Dr. Teuschel das Unterforum „Anregungen und Vorschläge“ eingerichtet. Aus diesem Grund habe ich hier Beiträge zur Ideensammlung eher nicht mehr vermutet.

            Es kann durchaus sein, dass Ihre Idee auf einige schwarze Schafe ansprechend wirkt und die gemachten Erfahrungen mittels Witzen der kurzweiligen Erleichterung dienen. Das entscheidet jede/r für sich selbst.
            Ich bin mir nur nicht sicher, ob eine Witze-Liste auf Dauer hilfreich ist. Und wobei es hilft. Auf mich wirkt es wie ein Gegenschlag, wenn auch nur indirekt an die betreffende Person gerichtet („wie du mir – so ich dir“). Das verstehe ich, wenn Wut durch Verletzung aufkommt. Auch wenn Ihr genanntes Beispiel nachvollziehbar ist und diese Erfahrung sicher sehr kränkend und überflüssig war, habe ich Zweifel an einer Witze-Liste als Hilfe.
            Vielleicht ist es von Ihnen anders gedacht. Einen dauerhaft hilfreichen Nutzen kann ich jedoch nicht sehen. Aber sicher gibt es hierzu unterschiedliche Standpunkte und wenn Ihr Vorschlag Zustimmung findet, wird einer Umsetzung wohl nichts im Wege stehen.

            Es tut mir sehr leid, dass Sie diese Erfahrung gemacht haben. Die Aussage Ihrer Mutter hat mit ihr zu tun, nicht mit Ihnen oder Ihrem Mann.

            Ihnen alles Gute,
            maro

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Dieser Ansicht von @maro schließe ich mich ebenfalls an. Sehr schön formuliert. Das wäre im Grunde „schwarzer“ Humor, der nicht weiterhilft, weil es ja um die Heilung der Schmerzen geht.

              • Roswitha sagt:

                Hallo, die Info ist bei mir angekommen. Alles was hier rein geschrieben wird läuft unter dem Motto; Jeder darf erzählen was er möchte und keiner muss.
                Mich würden die Fallbeispiele von Zwickmühlensituationen und Mobbing interessieren, anhand von Rollenspielen oder Erzählungen. Was gab es bei anderen Schwarzen Schafen konkret für Ärgernisse? Mit Rache hat das nichts zu tun. Ob es durch Nacherzählung dem ein oder anderem Erleichterung gibt, weiß ich nicht. Ich meine nicht, dass wir uns gegenseitig unserem Ärger Luft machen sollen und uns einander bemitleiden können, als Dauerlösung. So habe ich es nicht gaz gemeint. Obwohl Ihre Empathie auch ganz gut tut und auch auf mich freundlich wirkt.
                Ich möchte auf diesem Weg erkennen, wie versteckt und unbewusst die Kränkungen passieren.
                Weshalb es nicht funktioniert, verdrehte Kommentare aufzudecken.
                Warum ist es in unserer Herkunftsfam. nicht möglich, zu sprechen wie das gesagte bei dem Anderen ankommt.
                Die Situationen die wir Schwarzen Schafe erleiden mussten waren zum Teil so abstrakt und lächerlich / unlogisch dass das ganze auch mit Humor betrachtet werden kann.
                Viele Witze in Bücher beschreiben Zwickmühlensituationen. In Komedysoaps geht es oft um Heucheleien und verdeckte Kränkungen die für die Zuschauer witzig sein sollten. Nur im echten Leben werden genau diese Kränkungen verleumdet. Kennt jeder von Ihnen, liebe Schwarze Schafe den Satz; „Das habe ich nie gesagt“ Liebe Grüße Roswitha

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Ich glaube zu verstehen, was Sie, liebe Roswitha, meinen. Es ist das nicht richtig fassen können oder festmachen können, was zur Schwarze-Schaf-Rolle führt. Sind ja alle eh so nett zueinander oder hab ich doch nicht so gemeint oder musst doch nicht alles gleich so ernst nehmen…man hat es aber so verstanden und man hat auch ganz richtig gehört und verstanden. Empathie (von außen) ist schon wichtig, aber nicht ausreichend. Es ist wichtig, seinen Empfindungen selbst Glauben zu schenken. Man hat schon ganz richtig gehört und es hat wieder mal richtig weh getan. Ich glaube, es ist vor allem entscheidend, dann sofort (meist ist man von der Situation überfahren, aber mit etwas Abstand gelingt es, sofern man das ungute Gefühl hinterfragt)die Konsequenzen zu ziehen: Stopp zu sagen, hier ist eine Grenze überschritten worden, um sich selbst zu schützen. Erst später kann man überlegen, warum der andere das überhaupt tut.

                • maro sagt:

                  „… Mich würden die Fallbeispiele von Zwickmühlensituationen und Mobbing interessieren, anhand von Rollenspielen oder Erzählungen. …
                  Ich möchte auf diesem Weg erkennen, wie versteckt und unbewusst die Kränkungen passieren.
                  Weshalb es nicht funktioniert, verdrehte Kommentare aufzudecken.“

                  Ein ganz sicher wichtiges Thema!
                  Die Beschreibung und damit eine eventuelle Beantwortung von solchen Fallbeispielen ist äußerst komplex. Gerade die nonverbalen Aspekte, z.B. in Mobbingsituationen, halte ich für einen wesentlichen Teil des Geschehens und bilden m.E.n. einen destruktiven gruppendynamischen, Prozess. Solche Berichte sind dann, je detailgenauer beobachtet, sehr umfassend. Manche unausgesprochenen Feindseligkeiten können unter Umständen äußerst schwer beschreibbar sein, was nicht bedeutet, es nicht zu versuchen.
                  Rollenspiele passen vielleicht eher ins reale Leben mit einem „echten“ Gegenüber. Da kommen ja auch Tonfall, Mimik etc. mit hinein und damit eine zusätzliche Wirkung.
                  Wie versteckt und unbewusst Kränkungen passieren ist aus meiner Sicht ganz wesentlich die individuelle Beziehungsebene zwischen den Beteiligten. Die Beziehung entwickelt sich, die Beteiligten kennen einander immer besser und damit auch die Verletzlichkeit des anderen. Dies gilt für mich ganz besonders in Mutter/Kind-Beziehungen, bei der die Mutter das kindliche Empfinden/sich Äußern wahrnimmt. Hinzu kommt m.M.n., dass die eigene Wahrnehmung, Erfahrung, die unverarbeitete eigene Geschichte unbewusst ins Gegenüber projeziert wird. Das Trennen des Eigenen vom Anderen wird ja in der therapeutischen Situation erarbeitet und durch das Erkennen und emotionale Wiedererleben der ursächlichen Situation besteht die Möglichkeit die Kränkung dem Gegenüber nicht aufzubürden. Beispiel: eine Mutter erkennt nicht, dass ihr Baby vor Hunger schreit, sondern fühlt sich vom Baby! drangsaliert. Schlüsselfrage: Wann/wobei fühlte sich die Mutter früher drangsaliert? Solche Erfahrungen sind übertragbar auf spätere Situationen. Ich denke, die Ursache von Verletzung ist immer individuell zu betrachten.
                  In manchen Berichten gibt es eine Wiedererkennung, die dann vielleicht (weiter-) hilft. Insofern eine gute Idee.

                • cindy sagt:

                  Finde die Idee mit den Fallbeispielen nicht schlecht – man erzählt einfach eine Begebenheit und jedes schwarze Schaf kann dann sofort erkennen, wo die Ironie dieser Situation liegt…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Die Problematik, solche „Witze“ hier zu posten, sehe ich v.a. darin, dass der große Kontext fehlt und damit auch die (emotionale) Bedeutung verzerrt und verfälscht oder verharmlost wird.

  2. maro sagt:

    Eine Buchempfehlung für Interessierte:

    Susan Forward und Donna Frazier Glynn
    „Wenn Mütter nicht lieben – Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen“
    Goldmann Verlag

    Ausschnitte dem Inhaltsverzeichnis:
    – Die Verletzung durch die Mutter erkennen
    – Die hochgradig narzisstische Mutter
    – Die Mutter, die sich überall einmischt
    – Die kontrollsüchtige Mutter
    – Die Weisheit von Wut und Trauer nutzen
    – Grenzen setzen
    – Die allerschwierigste Entscheidung (Thema Kontaktabbruch: ja/nein)
    – Eine Verbindung zur „Guten Mutter“ herstellen (gemeint ist die eigene innere gute Mutter)

    Dr. Susan Forward (Therapeutin) spricht eine eindeutige, klare und transparente Sprache.
    Sie zeichnet ein klares, sehr gut verständliches Bild der verschiedenen Muttertypen.
    Es sind viele Praxisbeispiele/Gespräche aus ihrer therapeutischen Arbeit aufgeführt.
    Sie zeigt mehrere Entscheidungsmöglichkeiten bzgl. Kontakt zur Mutter auf und begründet diese.
    Sie gibt konkrete (praktische) Handlungsempfehlungen.
    Und die von ihr erstellte „Freiheitsurkunde“ finde ich eine super Idee, die in schlechten Zeiten helfen kann.

    Für mich ein sehr starkes, berührendes und überzeugendes Buch.

  3. osterhasebiene langnase sagt:

    Danke für den Buch-Tipp @maro, das klingt hilfreich (Inhalt) und kommt mir auch recht bekannt vor. Die Therapeutin Dr. Susan Forward viel mir im Psychologie Heute – Heft schon positiv auf, v.a. wegen der einfachen und klaren Sprache und auch wegen dem Inhalt (praxisorientiert). Wenn in meinem Fall auch mehr auf die „große“ Schwester als auf die Mutter zutreffend – doch das spielt keine große Rolle. Intuitiv tut man meistens auch schon das Richtige, um sich zu schützen (Nein sagen lernen) und zu heilen (die innere gute Mutter), fällt mir beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses auf. Das Buch ist bestimmt überaus lesenswert. Das „Ziel“ ist, sich die Freiheit von überzogenen Forderungen zu nehmen, die jeder realen Grundlage entbehren. Das erfordert Stärke und ist nicht einfach. Weglaufen ist hier nicht der Weisheit letzter Schluss.

  4. Frida sagt:

    @Roswitha
    Als ich Ihre Beschreibungen gelesen habe, da musste ich gleich daran denken, dass es für schwarze Schafe oft keinen anderen Ausweg gibt als den, sich innerlich bei jeder Begegnung mit Eltern und Geschwistern auf deren Beleidigungen, Angriffe und höhnische Bemerkungen gefasst zu machen.
    Meist trifft das auch auf die anwesenden Freunde und Bekannten zu, die bei Familienfeiern zugegen sind und sich oftmals an deren Beleidigungen, Angriffen und höhnischen Bemerkungen beteiligen.
    Mit den Jahren bleibt einem schwarzen Schaf oft keine andere Wahl als die, hart im Nehmen zu werden.
    Das ist sehr schmerzhaft und man muss es selbst erfahren haben, um es nachempfinden zu können.
    Deshalb ist es umso wichtiger, dass schwarze Schafe es schaffen, sich andere gute Beziehungen zu Menschen aufzubauen, Menschen die sie wertschätzen und achten können. Wertschätzung, Respekt und die Achtung der Würde des schwarzen Schafes sind die wirksamsten Mittel durch solche, und
    ähnlich schmerzhafte Erfahrungen, nicht abzustumpfen und sich die Hoffnung bewahren zu können, dass es noch etwas anderes gibt als das, was Sie in Ihrem Kommentar beschrieben haben. Lassen Sie
    sich diese Hoffnung (dass jemand Sie wertschätzen, respektieren, ihre Würde achten und auch Zuneigung für Sie hegen kann) von Ihrer Mutter nicht nehmen.

    • Roswitha sagt:

      Danke Frida!
      Bei mir war es eher so, dass die Angriffe nicht statt gefunden haben, wenn fremde Gäste/Verwandtschaft zu Besuch kamen. Plötzlich durfte ich auch (wenn auch nur sporadisch) dazu gehören. Manchmal sogar einen Witz erzählen oder mit meiner Tante reden.
      Selbstwirksamkeit durfte ich im geschlossenen Familienkreis nicht erfahren. Für Aufgeschlossenheit wurde man bestraft, durch Ignoranz oder Beleidigung.
      Ich durfte auch eine eigene Meinung haben. – 》Solange meine Meinung, der Meinung meiner Schwester (das Goldene Schaf) greich war.
      Kennen Sie das auch? Ich zitiere; „Wenn der/die. ….das sagt, dann wirst du wohl Recht haben.“
      Die Idee oder Meinung darf nur gesagt werden, wenn sie vom Goldenen Schaf kommt. Das ist eine Familienregel.
      Im Zweifel wird sie beim Schwarzen Schaf ignoriert, -vom Goldenen Schaf noch mal aufgegriffen und dann erst als Richtig angesehen.
      Was kommt dann? „Danke liebes Goldenes Schaf, das war eine gute Idee!“
      Das ist der sogenannte Fremde Feder klau. Dieser funktioniert immer in kranken Familienbanden.
      Liebe grüße euch Schwarze Schafe

  5. Frida sagt:

    @Roswitha
    Sie haben sich trotz aller Schwierigkeiten die Sie in Ihrer Familie erfahren haben und hier schildern gut behaupten und sich Ihren Sinn für Humor bewahren können, das ist jedenfalls mein Eindruck.
    Für Aufgeschlossenheit müssen viele schwarze Schafe mehr Mut aufbringen, als Menschen, die in ihren Familien ihre Meinung und ihre Wahrnehmungen offen äußern durften, ohne dafür bestraft
    zu werden. Sie haben diesen Mut und es gehört auch Mut dazu, eine Familienregel zu brechen, die
    über Jahre hinweg, (wie von Ihnen beschrieben), eingehalten werden musste. Es ist unfair von Ihrer
    Schwester und Ihrer Familie gewesen, sich auf Ihre Kosten mit fremden Federn zu schmücken und
    Ihre guten Ideen als die eigenen auszugeben. Heute müssen Sie sich das nicht mehr gefallen lassen und können Ihre Klugheit für sich selbst nutzen. Dann merken auch andere die mit Ihrer Schwester, Ihrer Familie und Ihnen zu tun haben, langsam den Betrug.

  6. osterhasebiene langnase sagt:

    Das kenne ich ebenfalls gut, was Sie Roswitha, hier beschreiben. Die Botschaft lautet: Du hast hier (in dieser Familie) keine Chance, niemals nie – und wenn du tausendmal recht hättest. Wer ist hier der Therapeut? Die Empfehlung von Frieda, sich die Wertschätzung woanders zu holen, funktioniert zwar, aber nur bedingt. Eine Wertschätzung der Familie wiegt so viel wie tausend Wertschätzungen von außen. Das ist meine Erfahrung. Der Wert muss aus dem eigenen Inneren kommen, aus sich selbst, aus Liebe zu sich selbst. Dazu ist die Konfrontation oder Beschäftigung mit der Familie nötig. Hier kann diese tiefe Überzeugung gewonnen werden, dass man selbst richtig ist. Ansonsten ist die Gefahr groß, sein Leben lang der Wertschätzung durch andere hinterherzulaufen. Sie aber immer nur kurz zu erhascht, um sich dann nur noch mehr anzustrengen. Wir (schwarzen Schafe) müssen uns und nicht anstrengen, um geliebt zu werden. Die Gefahr emotional ausgebeutet zu werden, ist dabei sehr groß. Ich habe beschlossen, mir meinen Platz in der Familie/Welt nicht nehmen zu lassen. Es wird den großen „Zweikampf“ geben, indem ich ganz schlicht und einfach die Wahrheit sage und zwar so, dass es jeder hört, der es hören will – ohne Schonung.

    • Roswitha sagt:

      Hallo, Schwarze Herde.
      Was mir gut hilft – ist Humor. Was nützt es, wenn ich nur grübeln oder weinen würde? Deshalb habe ich auch für Sie einen Schwarze – Schafe – Witz;

      Da sagte eine Mutter zu ihrem Mann. „Liebling ich glaube du behandelst unsere Kinder ungerecht. “ Sagt der Gatte. “ Nein Unsinn! Wen sollte ich deiner Meinung nach ungerecht behandeln? Den Friedrich, den Tom oder den dicken Tollpatsch? “

      Nun gibt es eine Sache, die ich gerne wissen möchte. Handeln die Eltern wirklich unbewusst?
      Jeder der von Außen den Witz liest versteht die Ironie und lacht darüber. Nur dieser Vater tapt im Dunkeln über seine eigenen Gefühle.

      Das zweite Problem, welches wir Schwarze Schafe haben ist, dass wir es keinem Recht machen. Über dieses Problem kenne ich auch einen Witz.

      Da schenkt eine Frau ihrem Freund zwei Krawatten. Die Eine ist grün und die Andere rot. Am nächsten Tag trägt er die rote Krawatte. Plötzlich schmollt sie ihn an, weshalb er die grüne nicht trägt. Ob ihm wohl die grüne Krawatte nicht gut genug sei.

      Liebe osterhasenbiene Langnase bleiben Sie genau so wie Sie sind.

      In der Gesellschaft findet man nette Menschen denen man vertraut und die man lieb ehrt. Mich hat die mütterliche Art der Erzieherin meines Sohnes im Kindergarten zu Tränen gerührt, als sie mich mal in den Arm nahm und drückte. In solchen Situationen geschieht eine Umwandlung. Mit langsamen Schritt fängt ein neues Leben an. Das Leben welches man früher leben musste, war nur das Vorspiel.
      Jetzt fängt der richtige Spaß erst an. Wir sind frei und brauchen die Zuneigung unserer Eltern nicht zum Leben.
      Ich habe das Gefühl, nicht mehr weinen zu müssen.
      Mit großer Verblüffung stelle ich fest, dass ich manchmal vor Entscheidungen stehe, die ich treffen darf und die respektiert werden müssen von Anderen. Diese Durchsetzung, ist mir schwer gefallen zu lernen, in Beruf und Erziehung. Wie soll man im Beruf frei entscheiden wenn es in der Familie verboten ist? Wie soll man seinen Kindern Grenzen setzen, wenn man in der eigenen Herkunft keine haben durfte?
      Aber man kann alles lernen.
      Vor allem kann man lernen Authentisch zu sein. Die Zeiten bei denen man Ängste ….. sind vorbei.
      Danke Frida und liebe Grüße an Sie und alle anderen Schwarzen Schafe.

  7. osterhasebiene langnase sagt:

    Vielen herzlichen Dank, liebe Roswitha. So ist es.

  8. Frida sagt:

    @Osterhasebiene Langnase
    Es ist sehr wichtig, was Sie über die Wertschätzung von Ihrer Familie geschrieben haben. Dieser wird oft eine sehr hohe Bedeutung beigemessen und die Sehnsucht danach, um jeden Preis anerkannt und wertgeschätzt zu werden, kann auch unbewusst auf andere Menschen übertragen werden (wie
    z.B. Arbeitskollegen). Herr Teuschel schreibt hierzu: “Nicht jedes Schulterklopfen dient aber nur dem Zweck von Bestätigung und Lob.“ (Seite 232)
    Wenn man sich vorstellt, dass viele schwarze Schafe ohne solche Gesten der Bestätigung und des Lobes in ihren Familien auskommen mussten, dann ist es verständlich, wenn sie der Bestätigung
    und den Loben anderer Menschen (wie Arbeitskollegen) so große Bedeutung beimessen. Dazu schreibt Herr Teuschel: “Oft lautet die unausgesprochene Botschaft: Super, dein Engagement! Solche fleißigen Mitarbeiter, die für uns andere mitarbeiten haben wir hier sehr gerne. Das ist der Speck in der Mausefalle des Ausgenutzt- Werdens.“ (Seite 232)
    Es ist daher sehr wichtig, dass schwarze Schafe sich diese Tatsache bewusst machen und es lernen, mit sich selbst achtsamer und aufmerksamer umzugehen, eben auf sich selbst aufzupassen, das es ihnen gut geht und sie nicht in die Falle der Selbstausbeutung tappen. Dazu schreibt Herr Teuschel: “Und nachdem es allemal energiesparender ist, Beifall zu spenden als selbst Hand anzulegen, werden sich immer genügend Kollegen finden, die das schwarze Schaf darin ermuntern, weiter in Richtung Selbstausbeutung aktiv zu sein.“ (Seite 233).
    Dabei sollte man nicht vergessen, wie selbstschädigend diese Form der Selbstausbeutung und Selbst-
    überforderung sein und wo sie hinführen kann. Dazu schreibt Herr Teuschel: “Wer gestern noch hochgelobt wurde, weil er so perfekt „funktioniert“ hat, ist bei den ersten Anzeichen nachlassender
    Arbeitsleistung „unten durch“. “Er hätte besser auf sich achten sollen“, heißt es dann in der Kaffee-
    pause, “kein Wunder, dass er ausgebrannt ist, so wie der hier immer Gas gegeben hat“. (Seite 233)
    Das Zitat einer Patientin von Herrn Teuschel bringt diese Wahrheit auf den Punkt: “Ich bin nur solange für die anderen interessant, wie ich mich für sie aufopfere.“ (Seite 233)

  9. maro sagt:

    Dem Kommentar von Frida und die Textbezüge von Herrn Dr. Teuschel schließe ich mich an. Ganz richtig! Der fleißige Kollege wird „gelobt“ und gleichzeitig ausgelacht. Von den eigenen Kollegen, die es sich stillschweigend nett eingerichtet haben. Hinter dem Rücken wird elegant gegrinst, getuschelt und beim Erscheinen des Betroffenen gelächelt und kollektiv geschwiegen. Da aber Jeder, auch der Betroffene um dieses fiese „Spiel“ weiß, entsteht eine der Situation typische nonverbale Atmosphäre, deren unausgesprochene Antwort JEDER kennt. Und genau dies ist der Punkt, der m.E.n. den gruppendynamischen Prozess bis zur Zerreißprobe anheizt. Dann ist die Frage wer die stärksten Nerven hat. An diesem Punkt formiert sich eine Gruppe enger zusammen, da ihr nicht entgeht, dass sie entlarvt wurde. Der Betroffene war die ganze Zeit allein, nur mit dem Unterschied, dass es jetzt allen klar ist. Die Spannung steigt, die Beobachtungen werden präziser und die Luft „dünner“. Hier kann es zu einer Wende kommen. Der Betroffene kapituliert und die Gruppe „siegt“. Den Sieg, wie ich ihn mal hier nenne, hat Herr Dr. Teuschel sehr gut beschrieben, wie von Frida zitiert. Die andere mögliche Wende könnte sein, dass der Betroffene das Spiel weiter beobachtet und in den richtigen Momenten reagiert. Das erfordert Nervenstärke bei klarem Kopf und die Überwindung eigener Angst. Und DAS ist wahrhaftig m.E.n. der schwerste Teil. In dieser Zeit ist man m.E.n. existenziell allein. Das ist bedrohlich. Aber überlebbar. Mobbing ist aus meiner Sicht eine extrem existentielle und gewalttätige Erfahrung.

    • maro sagt:

      PS: Mobbing wird m. E. schwer erkannt, ungern thematisiert und verschwiegen, weil die Komplexität der Kommunikationsformen und -wege sich gruppendynamisch potenzieren und damit sich eine Unübersichtlichkeit des Gesamtgeschehens für Außenstehende, wie z. B. Personalabteilung, Vorgesetze oder andere in der Verpflichtung Stehende, darstellt. Die damit einhergehende Hilflosigkeit und Überforderung führt zu passivem Unterlassen von Klärungen und Entscheidungen seitens der befugten Stellen.
      Tiefer liegend sehe ich allerdings die eigene Betroffenheit der Inhaber der befugten Stellen, die sich mittels mobbing-typischer Verhaltensweisen selbst bedienen. Eine Konfrontation damit bedeutet auch eine Konfrontation mit dem eigenen Inneren. Um diesen inneren Konflikt zu vermeiden, schwächen, ignorieren und leugnen die befugten Kräfte Mobbing, ob bewusst oder unbewusst. Dieser Kreislauf wird m. E. wohl erst näher betrachtet, wenn Mobbing noch stärker auftritt und noch verschärfter wird, so dass ein kollektives Wegsehen, wie in der NS-Zeit, immer schwieriger wird.

  10. osterhasebiene langnase sagt:

    Ja, @frieda, wir sind sehr leistungsfähig, doch nicht immer für die eigene Sache und den Gewinn kassieren am Ende oft andere. Daher ist Bewusstheit in diesem Punkt so wichtig. Schwarze Schafe werden leicht zu Opfern der Ausbeutung. Das perfide ist, dass die Ausbeuter oder Seelenvampire diesen Mechanismus ( Anerkennung geben/nehmen oder auch emotionale Erpressung) perfekt beherrschen und gezielt für ihre Interessen einsetzen. Gut, wenn dieser Mechanismus durchschaut wird, dann ist es möglich, die Energie in die eigenen Ziele zu investieren und zu kanalisieren. Im Hintergrund muss auch das Geflecht von moralischer Verpflichtung und Schuldigkeit gelichtet werden, sonst bleibt die ganze Übung reine Verhaltenstherapie und verschlingt wiederum viel Energie. Ein grundsätzliches, generelles LOSLASSEN ist meiner Erfahrung nach der beste Weg. Oder salopp gesprochen: Ein Leck-mich-am-A…-Gefühl, denjenigen gegenüber, die meinen, einen Anspruch auf (ständige) Versorgung und Leistung zu haben. Man muss sich selbst die Erlaubnis geben, seine Energie zu 100% für das eigene Leben verwenden zu DÜRFEN. Erst dann ist auch echte Beziehung und Austausch möglich, wovon ALLE profitieren. Vielleicht muss der eine oder andere lernen selbständig zu werden oder sich eben ein neues Opfer suchen. Ich denke, es ist wichtig, Opfer-Beziehungen rasch zu erkennen, indem man eine Einnahme-Ausgabe-Bilanz erstellt und klare Grenzen setzt. Wichtige Voraussetzung ist die Erkenntnis, dass man selbst für das eigene Glück verantwortlich ist und ein andere dies niemals für einen tun kann

  11. maro sagt:

    Ein Kollege von mir hatte nach der „gewohnten“ 65-Std.-Woche einen 7-monatigen Kuraufenthalt. Danach hatte er seinen Wunsch nach geänderten Arbeitsbedingungen offiziell eingeleitet.
    Fazit: Er arbeitet jetzt „nur noch“ 40 Std. Verstanden wurde er von seinen Kollegen aber NICHT !
    WAS MUSS PASSIEREN, DAMIT MENSCHEN BEGREIFEN ?! SIND WIR EIN SO EMPHATIELOSES VOLK ?!

  12. osterhasebiene langnase sagt:

    Tatsächlich kenne ich in meinem Umfeld nur wenig Menschen, die nicht in irgend einer Weise von Burnout betroffen oder bedroht sind. Solange Menschen nicht sich selbst gegenüber emphatisch werden und sich die Frage stellen: Warum tue ICH mir das an? wird sich an dem System m.E. nicht viel ändern. Ich glaube, es erfordert den Mut des Einzelnen, auszusteigen und Alternativen zu suchen, es geht um seine Gesundheit und sein Leben. Man hat ja in der Geschichte gesehen, dass Gewerkschaften zwar einiges an Verbesserung der Arbeitsbedingungen geschafft haben, aber das System (v.a. durch die Globalisierung) Menschen weiterhin verschleißt. Somit bin ich wieder beim Thema: Ressourcennutzung versus Potentialentfaltung und verweise auf Prof. Dr. Gerald Hüther, der u.a. ein neues Erziehungs- und Schulsystem fordert, denn hier werden wir bereits für dieses (ausbeuterische) Wirtschaftssystem konditioniert.

  13. maro sagt:

    Ist es für eine Alleinerziehende mit mehreren Kindern und geringem Lohn, für einen schlecht ausgebildeten Arbeitnehmer mit hohen Schulden, für einem Drogenabhängigen mit Minijobs, für einen psychisch Erkrankten als Hilfskraft, für einen älteren Berufstätigen ohne Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder für einen hoffnungslosen Arbeitslosen möglich sich die Frage zu stellen: „Warum tue ich mir das an?“
    Eine Mittelschichtsfrage für schwierige Lebenslagen?

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Es ist grundsätzlich für jeden möglich, die Frage zu stellen: Warum tue ich mir das an? Ein anderer wird es nicht für einen selbst tun. Für Leiden gibt es keine Belohnung und fürs Durchhalten kein Schulterklopfen. Jeder entscheidet, wann es reicht oder er kokettiert
      weiter mit der Macht und hofft auf Erlösung (doch wodurch?) Ich appelliere an die eigene Kraft, die da ist, wenn sie gelebt werden darf. Was wäre die Alternative? Strikte Reglementierung von „oben“. Es ist keine Mittelschichtsfrage. Es ist eine Frage von Anspruch und Wirklichkeit, der man sich zu stellen hat. Unsere Gesellschaft macht die Schwachen noch schwächer und die Starken noch stärker. Die Kluft wird immer größer.

      • maro sagt:

        Bei der Frage um Emphatie geht es mir nicht nur um die Situation des erwähnten Kollegen. Es war ein Beispiel für das fehlende Verständnis der seiner Kollegen. Das fehlende Verständnis und damit auch das fehlende Einfühlen, das ja ein aktives Empfinden ist, besteht in vielfältigen Lebenssituationen. Verantwortung für sein Leben kann nur der übernehmen, der gesund ist. Wahlmöglichkeiten haben diejenigen, die tatsächlich noch einen „Puffer“ haben. Welche Wahl bleibt Verzweifelten, die dem Suizid nah sind? Die Gedanken und Gefühle dieser Menschen sind auf die empfundene Ausweglosigkeit gerichtet. Die Verzweiflung lässt nichts anderes mehr zu. Es geht um Mitgefühl, nicht um rationale Logik. Die Logik der Gefühle ist eine andere. Sie ist tiefer und komplexer begründet und dadurch nicht so einfach erkennbar. Nach dieser Logik „funktionieren“ m. M. n. Menschen. Das Einlassen auf die Lebensumstände und die damit verbundenen Gefühle anderer und das emphatische Nachvollziehen ist m.E. Mitgefühl. Das finde ich wichtiger, als reine Rationalität.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Mitgefühl ist die „ursprüngliche“ und spontane Reaktion auf Leid. Das ist zu aller erst wichtiger als rationalisieren. Um Verbesserungen der Lebensqualität oder Heilung von Kranken/Schwachen herbeizuführen, reicht m.E. Empathie aber nicht aus. Hier muss ein „Gesunder“ klaren Kopf bewahren und Perspektiven eröffnen können, denn zwei Ertrinkende können sich nicht gegenseitig retten. Helfen, das nachhaltig ist, muss m.E. immer Hilfe zur Selbsthilfe sein, d.h. die Eigenkräfte(-Ressourcen) ankurbeln. Oft fehlt gerade diesen „kranken“ Menschen die Empathie für sich selbst, sie sind so sehr sich selbst entfremdet. Die Grenze zu Missbrauch (Ausnutzung von Schwächeren für eigene Interessen) ist ein schmaler Grad. Gefühle haben ihre eigene Logik, deshalb ist es wichtig wachsam zu sein, um die eigene „Geschichte“ nicht mit der fremden „Geschichte“ zu vermischen, also in den anderen zu projizieren. Das ist nämlich gerade nicht helfen. Hilfe impliziert also, dass der andere frei wird und seinen eigenen Weg findet und geht, auch wenn das nicht im Sinne des Helfers ist. Das ist im wahrsten Sinne ein Akt der Liebe und nur dann kann von Erfolg gesprochen werden.

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