Ja, is denn jetzt scho Ostern vorbei?

Dieses wunderschöne Bild einer gemischten schwarz-weißen Schafherde erreichte mich pünktlich zu Ostern. Da ich damals keine Zeit hatte, es einzustellen, möchte ich das jetzt nachholen.

Danke an Justina für das Gruppenbild!

© Justina

© Justina

Peter Teuschel

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289 Kommentare zu Ja, is denn jetzt scho Ostern vorbei?

  1. cindy sagt:

    Hat es eine Bedeutung, dass das eine kleine Schaf auf der Seite liegt?

    • Justina sagt:

      Ja, es ist vor dem Fotografieren laufend umgefallen. Und da dachte ich, daß es so Sinn macht. Es sind nicht nur die schwarzen Schafe, die Fehler machen, sondern die weißen Schafe mindestens genauso oft. Nur daß diese wegen ihrer Unzulänglichkeiten und Fehler (dies ist , wie wir alle wissen,menschlich) nicht gleich gebrandmarkt werden wie die schwarzen Schafe. Deshalb sollte dieses kleine weiße Schaf – natürlich alles symbolisch gesehen – eben mal schauen, wie es wieder auf die Beine kommt….. Justina

  2. Justina sagt:

    Oder: Das kleine Schaf ist beim Anblick der „schwarzen Invasion“ in Schockstarre gefallen….Justina

  3. Frida sagt:

    Die mir alljährlich zugesandten Ostergrüße mit Sprüchen wie „wünschen einen fleißigen Osterhasen“ und ähnlichen Formulierungen, ärgern mich jedes Jahr aufs Neue.
    Immer dann, wenn mich etwas an die Osterfeiertage erinnerte, hatte ich dieses Gefühl: bis ich das von Ihnen zugesandte Bild betrachtet habe: von dem Moment an war mir klar, dass dieses Bild einen
    wunderbaren Kontrast zu den üblichen Motiven (wie Osterhasen, Ostereier und Osterkarten) darstellt und es auch eine andere Art gibt, diese Feiertage zu betrachten.
    Sie haben die Osterhasen-, Ostereier- und anderen Osterkartenmotive einfach durch eine
    Herde weißer und schwarzer Schafe (und ihren Kindern?) ersetzt!
    Das ist ein origineller Einfall, ein fröhlicher Anblick und ein Hoffnungsschimmer dazu, nichts auf diesem Bild erinnert an Ostern, sondern daran, dass sich die weißen Schafe nicht mehr in der Überzahl befinden, denn es sind viele schwarze hinzugekommen.
    Das Bild hat mich froh gestimmt und ich sehe es in Gedanken vor mir, wenn ich mich wieder einmal über die Osterfeiertage und die dazugehörigen (unvermeidlichen) Ostergrüße ärgere. Danke für dieses Bild, das mich in Gedanken immer wieder froh stimmt, wenn ich es mir in Momenten, wo ich mich ärgere, vorstelle. Es passt besser zu einem schwarzen Schaf wie mir, als diese Ostergrüße, mit denen ich bis heute nichts anfangen kann.

    • cindy sagt:

      Für mich ist Weihnachten schlimmer, wo Erinnerungen an die Kindheit hochkommen oder man einen auf heile Familie machen soll…

  4. Justina sagt:

    Also, ich finde, daß man oft blöde Karten, unbedachte Berkungen unabhängig von Weihnachten Ostern und sonst wann bekommt. Man denke auch nur an die oberflächliche, wenig ehrliche Frage: „Wie geht es Dir?“ Und sehr viele dieser dummen Aussprüche, es sei denn sie sind gezielt in der „schwarzen“ Herkunftsfamilie abgelassen worden, haben nichts mit der Rolle und der Stellung als schwarzes Schaf zu tun. Nach meiner Beobachtung werden die lieben Mitmenschlein immer blöder und immer weniger sensibel – außer wenn es um ihr eigenes Ego geh- , immer unverschämter (man muß nur den Straßenverkehr beobachten). Ich finde, daß diese Beobachtung dazu beitragen kann, sich von der Negativfokussierung auf das SCHWARZE Schaf wegzubewegen. Vielmehr sehe ich die wachsende Positivrolle des Schwarzen Schafes, siehe mein bescheidenes, symbolischen Foto mit der Oster-Schafherde, in der eindeutig die SCHWARZEN auffallen und überwiegen. In diesem Sinne Justina

  5. maro sagt:

    Die Grußkarten haben sich mit den Jahren an die erlebten Erfahrungen angepasst. Da gibt es witzige mit Hintersinn, philosophisch angehauchte und so weiter. Sie spiegeln individuelle Erfahrungen, aber auch kollektive. Ich persönlich finde diesen Wandel gut, weil er diese gemachten Erfahrungen und damit Wirklichkeit wiedergibt. In vielen Grußkarten wird auf humorvolle Weise (nicht immer) etwas aufs Korn genommen. Von kleinen Alltäglichkeiten bis hin zum (folgenreichen) Erziehungsfehler.
    Neben den „banalen“ oder auch allgemein unverbindlich wirkenden Grußkarten besteht also auch die Möglichkeit andere Karten auszusuchen. Der Absender hat die Wahl. Karten, mit hintersinnigem Witz oder mit einem gewissen kritischen Blick. Die Wahl der Karte gibt einen Einblick auf den Absender, nicht unbedingt auf den Empfänger. Insbesondere dann, wenn ein näheres Beziehungsverhältnis zwischen Absender und Empfänger besteht.
    Ostern und seine eingefahrenen Gesten und Rituale kann für den einen genauso unangenehm oder schlimm sein wie Weihnachten für den anderen.
    Letztlich zählt die Beziehung zwischen den Beteiligten, die an Ostern oder Weihnachten oder an allen Festtagen ihre Diskrepanz besonders zeigen kann.

  6. osterhasebiene langnase sagt:

    An dieser Stelle möchte ich gerne einen Buch-Tipp anbringen, ein Buch, das mich kürzlich quasi „angesprungen“ hat, das aber schon länger unbeachtet in meinem Bücherregal stand. (Aus gutem Grund? Ich glaub halt nicht an Zufälle): „Die narzisstische Gesellschaft“ von Hans-Joachim Maaz. Darin wird formuliert, was ich ziemlich genau so beobachtet und erfahren habe: wie sehr sich SCHWARZ und WEIß gegenseitig bedingen, brauchen und stabilisieren: das Größenselbst UND das Größenklein. Beides sind Seiten der gleichen Medaille: Liebesmangel in der Kindheit (v.a. von der Mutter). Es ist ein überaus erhellendes Buch v.a. für jene, die diesen Verdacht schon länger hegen und das Rad ernsthaft verlassen wollen. Das Leben findet anderswo statt, nicht im WEIß und nicht im SCHWARZ sondern im ANDERSSEIN. Ein Aufruf, sich selbst kennenzulernen und für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzutreten, also lernen zu verhandeln.. Was andere sagen, muss nicht unbedingt so übernommen werden, es kann auch gerade das Gegenteil für einen selbst bedeuten. Was uns begegnet, ziehen wir unbewusst an, das ist das Resonanzgesetz. Nur die Botschaft oder Bedeutung, die wir daraus ziehen, bringt uns weiter oder hält uns gefangen. Das ist die eigene Entscheidung.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      PS Zu Weihnachen hat mir mal eine gute Freundin (oder eine, die ich dafür hielt) „ganz viele Packerl“ gewünscht – das fand ich hochinteressant!

    • cindy sagt:

      Über dieses Thema lese ich auch gerade ein Buch: „Mit Narzissten leben“ von Wendy Behary… Es passt gut zu meinem Ex-Vater…!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Und hier noch ein gutes Buch zum Thema Narzissmus von meiner Seite: „Wie schleichendes Gift“ – Narzisstischen Missbrauch in Beziehungen überleben und heilen von Christine Merzeder. Klasse Beschreibung der Situation! Vor allem der ausgeprägte Suchtcharakter, von Co-Abhängigen Missbrauchs-Opfern narzisstisch gestörter Menschen (wobei es den gesunden Narzissmus tatsächlich gibt (siehe Kohut), narzisstisch gestörte, aber gerade diesen „gesunden“ Narzissmus untergraben und so den „Partner“ nicht „erfolgreich“ und stark werden lassen) wird in dem Buch sehr klar geschildert. Der krankhafte Narzisst benutzt die emotionalen Wunden (aus der Kindheit ect.) des anderen als „Sesam-Öffne-Dich“, um ihn zu manipulieren und Macht auszuüben. Er saugt ihn aus und holt sich narzisstische Selbstbefriedigung. Oft bis zum totalen Zusammenbruch des Partners. Keinesfalls will er den anderen heilen oder die Wunden verbinden. Dies verursacht im Opfer extremen Dauerstress, was zur Ausschüttung entsprechender Stresshormone führt und das „Aussteigen“ so sehr erschwert bis (fast) unmöglich macht, denn dann tritt extreme Langeweile und Leere ein. Gestörten Narzissmus findet man häufig bei Lehrern, Therapeuten -sorry!- und natürlich Politikern, Schauspielern …ect. Der Ausstieg aus der Sucht gelingt am ehesten – wie bei jeder Sucht- durch totale Abstinenz vom Suchtmittel. Dann muss langsam der Selbstwert mit (zunächst) kleinen Erfolgserlebnissen wieder aufgebaut werden. Aber bitte nicht wieder auf die gleiche Masche reinfallen!!! Lernen, sich selbst zu lieben und wertzuschätzen unabhängig von anderen ist ein guter Weg aus der Sucht. Gesund ist eine Beziehung nur, wenn Geben und Nehmen ausgeglichen ist und nicht am Ende IMMER einer die A…karte hat.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Persönlicher Nachtrag: MERKE: Der gestörte Narzisst liebt Dich NICHT und wird es niemals tun. Er/sie würde Dich eiskalt vor die Hund gehen lassen und sich dafür auch noch feiern lassen. Der Wahrheit ins Auge zu schauen, ist der erste Schritt in die Selbstachtung. Wirf Dein Leben nicht weg für ihn/sie! Es lohnt sich nicht! Dazu noch ein Film-Tipp: „Masken“ von Claude Chabrol. Und versuche nicht, einen Narzissten zu therapieren. Die Empathie eines Weltmeeres reicht dafür nicht aus. Er/sie wird dich „runterziehen“ bis Du nie wieder die Kraft findest aufzustehen. Er/sie wird Dich ausbeuten bis Du zerbrichst oder bis er/sie einen neuen Diener gefunden hat. In der Bibel steht ein wahrer Satz: „Hüte Dein Herz!“

          • cindy sagt:

            Hallo osterhasebiene langnase,

            der Buchtipp hört sich auch gut an!
            Dass Narzissmus häufig unter Lehrern, Therapeuten etc. zu finden ist, glauben einem viele Leute nicht, aber ich kann das bestätigen, denn mein narzisstischer Ex-Vater ist ein pensionierter Gymnasiallehrer…!

  7. Frida sagt:

    Es gibt viele Menschen, die an Feiertagen und an Wochenenden keinen Besuch empfangen. Sie selbst verbringen diese Zeit nicht im Kreis ihrer Familie, sondern allein zu Hause. Das führt auch dazu, dass
    sie über keine gemeinsamen Erlebnisse und Zusammenkünfte mit der Familie berichten können.
    Dergleichen bleibt Nachbarn, Bekannten, Freunden und Arbeitskollegen natürlich nicht verborgen und viele Menschen schämen sich für diese Umstände und versuchen diese mit großem Aufwand zu verbergen. Es ist auch eine Frage der Verletzlichkeit und der Schuld, die ihnen meist für diese zugewiesen und gemeint wird, sie selbst hätten es in der Hand etwas daran ändern zu können. Diese Umstände (auch die damit verbundene Einsamkeit) sind ihnen einfach auferlegt worden und es braucht Zeit, bis diese Menschen sich ein neues eigenes „soziales Netzwerk“ geschaffen haben. Das geschieht oft nicht freiwillig oder aus eigener Wahl, es wird durch die Lebensumstände erforderlich, die kein Mensch wirklich selbst immer im Griff oder unter Kontrolle haben kann.
    Jeder Mensch ist auch immer abhängig von der Art, wie die anderen Menschen, die ihn umgeben ihn sehen oder wahrnehmen. Ist er ein schwarzes Schaf mit einem nicht intakten Familienleben, dann wird er vermutlich hierfür verantwortlich gemacht und es wird gemeint, mit ihm würde etwas nicht stimmen, er sei ein schlechter Mensch, hätte keinen guten Charakter und vieles mehr…

    Das sind Urteile und Umstände, die ein Mensch mit einem intakten Familienleben nicht akzeptieren und sich damit auch nicht abfinden und manchmal noch nicht einmal anhören oder sagen lassen muss. Es gehört daher viel Mut dazu, sich offen dazu bekennen und es vor sich selbst zugeben zu können. Auch ist ein solches Schicksal leichter zu ertragen, wenn es immer mehr Menschen gibt, die sich dazu bekennen und die Schuld hierfür entschieden von sich weisen.

    Wie diese Weihnachts-und Ostergrüße und viele der damit verbundenen Formulierungen bei oben genannten Menschen ankommen und wie diese Grüße sich anfühlen, dass können bestimmt viele der hier im Forum Schreibenden aus eigner Erfahrung nachfühlen und für viele von ihnen kann es sogar qualvoll sein, diese Lesen oder auch Hören zu müssen.

  8. Laemmi sagt:

    Hallo, ich bin neu hier.

    Ich hätte gerne einen Ratschlag von Euch. Weihnachten sind mein Mann und ich (aus verschiedenen Gründen) nicht zum allgemeinen Familientreffen gegangen, wir haben aber allen frohe Weihnachten gewünscht und Geschenke geschickt.
    Meine Schwester hat weder gegrüsst, noch ihrerseits Geschenke gesendet. Der Geburtstag meines Mannes (kurz nach Weihnachten) wurde auch ignoriert. Seitdem herrscht (mal wieder) Funkstille.
    Jetzt hat sie bald Geburtstag und ich fühle mich nicht danach, Ihr zu gratulieren oder etwas zu schicken. Sie ist sehr manipulativ, macht schon seit Jahren diese Spielchen.
    Wer hat einen Tipp?
    Zweite Frage; Was machen bei blöden und verletzenden Bemerkungen von Seiten eines angeheirateten Famiienmitglieds (was diese Person auch immer wieder macht)?
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Herzliche Grüsse an alle schwarzen Schafe,

    LAEMMI

    • cindy sagt:

      Schwierig zu sagen, Laemmi, dafür müsste man wissen, wie sich die Beziehungen in Eurer Familie sonst so gestalten…

    • maehmaeh sagt:

      Hallo Laemmi; ich versuche es mal mit ein paar Fragen: Was bedeutet es Dir, Deiner Schwester Geschenke zu machen; was bedeutet es Dir überhaupt, Geschenke zu machen; was fühlst Du bei dem Gedanken, Deiner Schwester einfach mal gar nicht zu gratulieren; was bedeutet Dir Deine Schwester…
      Zur zweiten Frage weiss ich nichts.
      Gruss, maehmaeh

      • LAEMMI sagt:

        Habt Ihr denn schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht (mit einem manipulativem Familienmitglied).
        Frühlingsgrüsse an Euch von LAEMMI

        • cindy sagt:

          Hallo Laemmi,

          lies dir am besten mal die aktuellen Beiträge zu narzisstischen Persönlichkeitsstörungen hier im Forum durch – da wo Narzissmus ist, sind auch Manipulationen meist nicht fern…
          Mein narzisstischer Vater hat durch jahrzehntelange Manipulation fast die ganze Familie auf seine Seite gezogen und ich wurde zum schwarzen Schaf, weil ich’s nicht mitmachen wollte…

          • Roswitha sagt:

            Hallo Laemmi, das Wichtigste was man zum Umgang mit Narzissten wissen muss. Möchte ich in ein paar Stichpunkte erklären.
            -Abstand halten
            Nähe vermeiden
            -nicht erklären was man tun möchte sondern machen ohne sich für sein Tun zu rechtfertigen. -oberflächlich bleiben
            -nicht über Gefühle sprechen selbst wenn der Narzisst danach fragt
            -auf keinen Fall seine Gefühle vor dem Narzissten zeigen
            -für das verweigern von Kontakt immer oberflächliche Gründe vorschieben Gefühle versteht er nicht und nimmt sie als Waffen gegen seine Opfer (z.B.Ich kann nicht anrufen weil das Telefon kaputt ist. Ich kann nicht kommen weil das Wetter schlecht ist. ……)
            -nicht versuchen die Wahrheit zu erklären- er verdreht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit
            -den Narzissten loben und seine Verletzung ignorieren
            -Oberflächlichkeit ist das einzige was ein Narzissten versteht
            Liebe Grüße Tschüss

            • LAEMMI sagt:

              Hallo Roswitha,

              Danke für Deinen Tipp. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass narzisstisch veranlagte Persönlichkeiten immer Dir die Schuld geben, ein NEIN nicht akzeptieren und versuchen Dir ein schlechtes Gewissen zu machen (Vorwürfe, Beschuldigungen).
              Die Schuld sucht der Narzisst grundsätzlich nicht bei sich.
              Wie seht Ihr das?
              LG, LAEMMI

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Hallo LAEMMI,

                meine Erfahrung mit Narzissten ist: Schuld wird nur oberflächlich übernommen, mit einem ganz dicken ABER („ich hab´s ja nur gut gemeint, weil ICH ein so guter Mensch bin, aber wenn du meinst…“) Sie können aufgrund ihrer narzisstischen Störung nicht selbstreflexiv sein, dies würde ihr großartiges Selbstbild zerstören. Mit echter Schuldübernahme würde ihr fragiles Selbst zerstört. Am besten ist es, sie in ihrem Größenselbst zu belassen und sich seinen Teil zu denken. Lassen und gehen (lassen)! Sich auf sich selbst besinnen und die eigenen Anteile erkennen und bearbeiten – das ist schwer genung! Viel Glück (für uns alle)!

                • Roswitha sagt:

                  Ihr Lieben, ich hab noch einen Buchtipp: Marianne Bunes /Mutterwut.
                  Ist eigentlich ein Thriller
                  Ehrlicherweise habe ich es selbst nicht gelesen. Aber die Buchbeschreibung klingt vielversprechend. Ich werde es kaufen. Das Buch handelt von einer Narzissmus geprägten Mutter. Ihr einziges Kind hat die Erlebnisse beschrieben.
                  Viel Spaß damit Tschüß

    • cindy sagt:

      Liebe schwarze Schafe,

      es scheint doch sehr viele unter uns zu geben, die unter dem Narzissmus zumindest eines der beiden Elternteile leiden…
      Zum Umgang mit Narzissten: Wer von Euch kennt die Tatorts aus Münster?
      Gut, es ist jetzt nur ein Krimi, aber diese Tatort-Reihe mit Kommissar Frank Thiel (Alex Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) als Gerichtsmediziner ist nicht umsonst die beliebteste in Deutschland!
      Die Münster-Tatorts sind meiner Meinung nach die humorvollsten, nicht zuletzt aber auch so beliebt wegen des Gerichtsmediziners Boerne, der für mich irgendwo ein Musterbeispiel eines Narzissten darstellt: Er ist selbstverliebt, eitel, arrogant, neidisch und versucht auch dauernd, seine Mitmenschen herabzuwerten, aber das Schöne daran ist, dass diese sich davon nicht beirren lassen, im Gegenteil: Sein durchaus gutes Fachwissen wird genutzt, ansonsten wird er sowohl von den Kommissaren als auch von der Staatsanwältin und sogar von seiner Mitarbeiterin in der Gerichtsmedizin nur belächelt und ausgenutzt – genauso sollte man mit einem Narzissten umgehen!!!!
      Wer diese Tatort-Reihe noch nicht kennt, sollte sich unbedingt mal einen davon ansehen! Es lohnt sich!!!!

      • Roswitha sagt:

        Ja, den kenne ich. Ein sehr schönes Beispiel.
        Der Unterschied ist der, wie schon von cindi gesagt, dass alle Kollegen ihn durchschauen und keiner mit seiner Wahrnehmung allein gelassen wird.

        Ein weiteres Beispiel wäre; -Eine schrecklich nette Familie
        In dieser Serie wechseln die Schwarzen Schafe ihre Rollen.
        Einmal ist der Vater der Versager. Dann wieder die Tochter das Dummchen. ….und so weiter. Alle gegen Einen und Einer gegen alle.
        Das interessante dabei ist die Art wie sie sich beleidigen. Meist benutzen sie wie auch typisch bei Narzissmus doppelbindige Aussagen.

        Tschüß

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Hallo zusammen,

          Euere o.g. Beispiele sind wirklich gut. Entscheidend ist denk ich, ob man mit seiner Wahrnehmung alleine gelassen wird und ob man dem Narzissten als primäre Bezugsperson ausgeliefert ist, also von klein an lernt zu huldigen, zu verzichten und zu dienen. Daraus entsteht die sog. erlernte Hilflosigkeit und abhängige Persönlichkeit.
          Ein weiteres Beispiel ist auch die letzte Szene aus „Das Leben des Brain“ von Monty Python. Das Ende ist ganz bezeichnend: Es wäre so einfach Brian vom Kreuz loszubinden, er bittet auch darum, doch keiner will ihn hören. Sie WOLLEN ihr Opfer und ihren Helden, der sich für sie opfert. Das erhöht den Selbstwert des Narzissten. Andere leiden lassen, weil man halt nichts machen kann (und sich insgeheim ergötzen) – auch das ist Narzissmus. Jede Form von Herr und Knecht ist im Grunde Narzissmus. Heinz – Peter Röhr erklärt das auch sehr gut am Beispiel des Märchens „Die Gänsemagd“. Sein Buch „Narzissmus“ ist wirklich lohnend.

  9. maro sagt:

    Hier sind ja schon viele interessante Beiträge, bzw. Antworten geschrieben worden zum Thema narzisstische Persönlichkeitsstörung. Narzissmus ist ein wirklich interessantes, aber auch leidvolles Thema. Kürzlich habe ich auf YouTube dazu einen spannenden Vortrag von Dr. Reinhard Haller, Gefängnispsychiater, Psychotherapeut und Leiter einer psych. Klinik in der Schweiz gehört. Er zeigt in sehr verständlicher Weise die Kennzeichen verschiedener Narzissmustypen auf, die Verhaltensweisen und gibt Tipps zum Umgang mit Narzissten. Der Vortrag ist sehr empfehlenswert, gerade wegen der guten Anschaulichkeit und nicht zuletzt auch durch seinen verschmitzten Humor, der dieses schwere Thema gut „verdaulich“ macht. Unter dem Stichwort „Narzissmus“ oder „Reinhard Haller“ dürfte der Vortrag zu finden sein.

  10. osterhasebiene langnase sagt:

    Der Vortrag von Dr. Reinhard Haller „Narzissmus“ ist – wie ich finde – wirklich sehr anschaulich, umfassend und erhellend das Thema Narzissmus betreffend. Danke für diesen Tipp! Eigentlich ist demnach dann ja auch das Schwarze-Schaf-Konstrukt (wenn ich das mal so nennen darf) eine narzisstische Angelegenheit, wenn die Kränkung der Benachteiligung und der Ausgrenzung vordergründig gesehen und kultiviert wird (was in naheliegenden Rachegedanken zu erkennen ist) . Für mich bedeutet dies jedoch, mich daraus weiterentwickeln zu wollen. Zurückzuführen ist die Schwarze-Schafrolle wohl auf narzisstischen Missbrauch naher Bezugspersonen, die selbst unter gravierenden Selbstwertproblemen leiden. Weiterentwicklung bedeutet für mich, das erlittene Trauma durch den/die Narzissten zu bearbeiten. Tatsächlich lässt sich die (Todes-)Angst und Traumablockade/-Starre nur „auftauen“, wenn diese (lebens-)bedrohlichen Gefühle wieder gefühlt werden (wenn auch nur kurz) und dann die Erfahrung gemacht werden kann, dass diese nicht lebensbedrohlich sind, weil man sich in der jetzigen Situation dagegen wehren kann, was als Kind nicht möglich war. Oft führen schon ganz einfache Dinge zu großer persönlicher Freiheit, wie z.B. der Satz, ohne Rechtfertigungszwang: „Nein, danke. Das will ich nicht!“ Ein jahrzehntelang „verbotener“ Satz kann plötzlich zu ungeahnten Entlastungen führen. Die Kränkung des Narzissten wird nicht mehr als lebensbedrohlich empfunden und löst keine unerträglichen Schuldgefühle mehr aus. Dr. Haller gibt auch einige gute Tipps, wie eben die gesunde Abgrenzung der eigenen Person (ich bin auch wertvoll, z.B. auch ohne Medizinstudium), ich habe ein Recht auf eine eigene Meinung ect. Auch Humor ist ein gutes Mittel gegen Narzissten (diesen fürchten sie wie den Teufel) und die Spiegelung, wie sie wirklich sind (dazu bedarf es etwas Mutes). Auch die „Fütterung“ des Narzissten mit Lob und Anerkennung ist ein Mittel, um an den Narzissten heranzukommen bzw. ihn zu „entschärfen“, sie sollte aber nur auf tatsächlicher Leistung beruhen. Falsches Lob fördert wiederum nur die destruktive Symbiose mit dem Narzissten, d.h. man macht sich selbst klein und zerstört das eigene Selbstbewusstsein. Findet überhaupt keine Entwicklung mit dem Narzissten statt (was meistens der Fall ist), so empfiehlt auch Dr. Haller, Distanz zu wahren und einen weiten Bogen um den Narzissten zu machen, keinesfalls soll versucht werden hier therapeutisch zu agieren.
    Andererseits ist der gesunde Narzissmus („Das will ich, weil ich mir wichtig bin“) das Gegengift für den gestörten Narzissmus. Zum Beispiel will ich nicht, dass die Welt zerstört wird und verhalte mich dementsprechend. Dem kranken Narzissten ist die Welt egal, er sieht nur seine eigene Wichtigkeit. Er stirbt lieber, als dass ihm diese genommen wird. Narzissten wissen nicht, wer sie sind und was sie wirklich wollen. (deshalb die Sucht nach Spiegelung im Außen). Daher können sie immer nur eine Rolle spielen und nie authentisch sein. Es ergibt sich für mich die logische Konsequenz, dass der einzig lohnende Weg ist, eben dies herauszufinden, wie auch immer man das anstellen mag. Lieber noch einmal durch die Hölle gehen, als in der Endlosschleife steckenzubleiben. Wichtig ist es für mich, mich gut in meinem Körper zu verankern und gut geerdet zu sein und in jeder Situation auf meine Gefühle zu achten. Eigene Interessen und Ziele zu verfolgen, auch wenn andere dies als „selbstsüchtig“ brandmarken, was nicht immer einfach ist. Wenn jeder für sich selbst auf diese Weise sorgt, entstehen viele Ichs, die eine konstruktive und gesunde Symbiose eingehen können. Das könnte am Ende sogar unsere Welt retten. Eine große Gefahr bei Narzissmus-Opfern sehe ich in der Selbst-Ideologiesierung, der Aufopferung für andere, weil man ja so ein „guter“ Mensch ist. Der Preis dafür ist sehr hoch und die Wahrheit kommt irgendwann trotzdem ans Licht. Es geht dem „Guten“ ausschließlich um sich selbst, der andere ist ihm egal.

  11. osterhasebiene langnase sagt:

    Haben Sie mich aus der Schwarzen Herde „rausgeschmissen“, Herr Teuschel?

    • Peter Teuschel sagt:

      Nein. Klappt etwas nicht?

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Alles ok, Herr Teuschel! Hat im ersten Moment nach dem Schreiben nur meinen Kommentar nicht angezeigt. Aber vielleicht bin ich auch hypersensibel, was das Rausschmeißen betrifft, denn dies wurde mir von Kind an angedroht und ist irgendwie als DIE Urangst in mir geblieben.

        • cindy sagt:

          Hallo osterhasebiene,

          das kann ich gut verstehen!!!!
          Mir wurde als Kind auch schon zu oft angedroht, mich ins Internat zu stecken oder rauszuschmeißen und als ich mit 18 meinen ersten Freund hatte, haben meine Ex-Eltern es dann tatsächlich getan…!
          Meine Omi hat mich dann zum Glück aufgenommen und ich kam endlich raus ins Leben, wo mir zum ersten Mal klar wurde, dass meine Ex-Eltern Rabeneltern sind…

  12. maro sagt:

    Lieber Herr Dr. Teuschel,
    Nach dem Absenden eines Beitrags verschwindet er, d. h. der Text ist nicht mehr sichtbar.
    Früher wurde der Text nach dem Versenden immer noch mal angezeigt. Ist das so gewollt?
    LG, maro

    • Peter Teuschel sagt:

      Hm, von mir ist das nicht gewollt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass so etwas vom Programmierer des Forum-Plugins bei einem Update umgestellt wird. Der Sinn würde sich mir aber auch nicht erschließen. Leider kann ich in dem Fall keine Abhilfe schaffen.

      • maro sagt:

        In einem solchen Fall spricht man von Verschlimmbesserung.
        Da steht der Schreiber machtlos da und blickt auf den ins Nirwana entschwundenen Text, der in seiner Unsichtbarkeit keinerlei Spuren hinterlässt. Die leichte Verunsicherung über den Verbleib der geistigen Hinterlassenschaften mündet in ein Hinnehmen eines zeitweilig hilflosen Zustandes, der nach Erscheinen des Beitrags in einer besonders wirksamen Erleichterung endet.
        Der Programmierer sorgt nicht nur für einen benutzbaren Raum. Er füllt diesen gleichzeitig mit Emotionen, aus denen dann letztlich eine Art entspanntes Glücksgefühl hervorgeht. Technik und Gefühlsleben stehen hier nah beieinander. Da kann man wirklich nicht von einer trockenen Materie sprechen.

        • Peter Teuschel sagt:

          Ist von diesem Problem nur das Forum betroffen oder die ganze website, also auch Kommentare unter den Beiträgen?

          • maro sagt:

            Also mir ist es beim Absenden meiner Kommentare aufgefallen, unabhängig vom „internen“ Forum. Z.B. mein obiger Text hier war nach dem Absenden nicht mehr zu sehen.
            Allerdings ist mir heute auch aufgefallen, dass während des Sendeprozesses ein kleines drehendes Icon erscheint. Vermutlich soll es das Senden darstellen.

  13. cindy sagt:

    Hallo osterhasebiene,

    diese Urangst kenne ich auch nur zu gut!
    Meine Ex-Eltern haben auch andauernd damit gedroht, mich rauszuschmeißen und als ich mit 18 meinen ersten Freund hatte, haben sie es auch tatsächlich getan!!!!
    Zum Glück hat meine Omi mich damals aufgenommen und durch diesen Rausschmiss kam ich endlich heraus aus dieser Familie, lernte auch mal andere Familien kennen und mir wurde zum ersten Mal klar, dass das Verhalten meiner Eltern nicht so normal und gut war, wie sie es uns Kindern gegenüber immer dargestellt haben…

    Trotzdem habe auch ich immer noch große Angst davor, wieder irgendwo abgelehnt zu werden, aber ich sage mir dann immer wieder, dass diejenigen, die mich ablehnen, mich einfach nicht verdient haben, vielleicht allgemein ein Problem damit haben, einen treuen Menschen wertzuschätzen!
    Hier in der schwarzen Herde wird niemand herausgeschmissen, es sei denn, er fängt an, andere hier im Forum zu beleidigen oder zu beschimpfen und das habe ich hier bisher noch nicht erlebt…
    Und über die Ursprungsfamilie zu schimpfen, ist hier erlaubt – dafür ist dieses Forum ja u.a. da…!

    Ganz liebe Grüße

    • Peter Teuschel sagt:

      So ist es. Ich musste bisher noch in keinem einzigen Fall jemanden wegen Beleidigungen o.ä. „rausschmeißen“. Da geht es in anderen Foren schon anders zu … 🙂

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Hallo Cindy,

      danke für Dein Verständnis. Hab im ersten Moment, als der Text verschwand, tatsächlich gedacht „jetzt hat er es endlich getan“. Weil ich das halt von meiner Doktor-Schwester so gewohnt bin. Ein bisschen darf ich ja den Affen machen, aber irgendwann ist dann Schluss. Dann bin ich soweit, dass ich nur noch „jaja“ sage und „du bist die Größte und ich der Idiot“ und dann passt es wieder. Hier schreibe ich so „Freischnauze“ und ziemlich intuitiv, was mir grade in den Sinn kommt und Rechtschreibfehler mache ich auch. Meine Schwester hätte mich schon lange „zerlegt“, na ja eher nicht, analysieren ist ja nicht so ihr Ding, sie hätte mich demoralisiert, mir das Recht auf Leben und Menschenwürde abgesprochen und gesagt, ohne ihre Hilfe gehe ich vor die Hunde, weil ich faul und dumm bin und weil mich sowieso keiner mag und einen Mann kriege ich auch nicht und einen gescheiten Beruf schon gar nicht. So war das bei uns. Und meine anderen Geschwister haben zugestimmt.
      Was mich aber interessieren würde: Wieso haben Dich Deine Eltern rausgeschmissen? Weil Du mit 18 einen Freund hattest? Sind die so konservativ? Hättest Du den gleich heiraten sollen? Das ist sehr schwer zu verstehen oder besser gar nicht.

      Liebe Grüße

      • cindy sagt:

        Hallo osterhasebiene,

        mein Ex-Vater kommt aus einer konservativen Arbeiterfamilie – für den kleinen Prinzen hat sich seine Familie krummgelegt, damit er Abitur machen und studieren konnte, während seine beiden Schwestern nur den Hauptschulabschluß und eine Lehre machen durften, da sie ja sowieso heiraten und Kinder kriegen sollten…
        Meine Ex-Mutter wurde als einziges Kind vermögender Eltern geboren und von ihrem Vater sehr verwöhnt, während ihre Mutter vergeblich versucht hat, ihre Tochter zur Eigenständigkeit zu bewegen…
        Die beiden lernten sich sehr jung kennen, mit 19 hat meine Ex-Mutter ihre Ausbildung abgebrochen, weil ich unterwegs war… Ihre Eltern haben sie finanziell unterstützt, damit sie sich um Haushalt und Kinder kümmern konnte und das war ihr sehr recht – sie ist auch später nie arbeiten gegangen… Meinem narzisstischen konservativen Ex-Vater war das auch sehr recht, denn so konnte er sein naives Hausweibchen mit den Jahren psychisch immer mehr von sich abhängig machen und wurde dann vor 6 Jahren durch den Tod seiner verhaßten Schwiegermutter wie geplant zum Millionär…!

        In diese Symbiose wurde ich böses Mädchen und 4 Jahre später meine liebe brave Schwester hineingeboren, die immer ihr Fähnchen nach dem Wind hing, während ich diesem ganzen System trotzte… Für meine Ex-Eltern war und bin ich die Vereinigung sämtlicher schlechter Charaktereigenschaften beider Familien in einer Person und da war auf einmal einer, der mich zu lieben schien – damit kamen meine Ex-Eltern überhaupt nicht klar… Entweder musste derjenige dumm oder krank sein oder – und das haben die wirklich so zu mir gesagt – „Der will dich doch nur, weil in deiner Familie Geld ist!“

        Heute weiß ich, dass mein damaliger Freund nur ein Anlass war, sich meiner endlich zu entledigen, denn einen wirklichen Grund gab es nicht – mein Freund war nicht kriminell und hat auch keine Drogen genommen und ich selbst habe trotz des Rauswurfs noch mein Abitur erfolgreich abgeschlossen!!!!

        Liebe Grüße

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Hallo Cindy,

          Verstehe…eine richtig destruktive Symbiose also, mit Folge Symbiosetrauma, Symbiosesystemtrauma (vielleicht schon über mehrere Generationen)…und und und…hier kannst Du nicht gewinnen. Komplex und verworren. Deine Aufgabe ist es definitiv nicht, diese Familie zu heilen. Alle haben einen Schaden. Leider habe ich den Glauben an gute (nicht selbst verstrickte) Psychotherapeuten in gewisser Weise verloren oder finde es zu müßig danach zu suchen…aber hilfreich wäre es schon, jemanden zu haben, der einem aus dem Labyrinth hilft, um endlich das zu tun, was die ureigene Bestimmung ist und die Kraft zurückgibt, jeglichen (emotionalen) Missbrauch sofort zu unterbinden und so der destruktiven symbiotischen Verstrickung zu entkommen. Gefährlich sind Heiler, Gurus u.ä. (hab ich auch schon probiert: Finger weg!) Die Lösung kennst nur Du selbst und keine anderer. Sie ist verschüttet und nicht verloren. Ein guter Therapeut müsste wirklich von großer Klarheit sein und seine eigenen Traumata weitgehend gelöst haben. Es gibt auch sonst so viele Ablenkungen, die nicht zum Ziel führen und die seelische Spaltung noch vergrößern wie Drogen, Medien, Kaufen, Konsumieren… Gefühle sind gute Wegweiser, aber nicht immer verlässlich. „Schuldgefühle“ sind oft ein Zeichen symbiotischer Verstrickung. Die große Aufgabe ist es, Illusion und Realität (ICH) zu unterscheiden. Selbstschutz (z.B. Abwertung anderer, Rache, Egoismus, Rollenspiel…) als Überlebensstrategie beruht auf Illusion und fordert zuletzt enorme Kosten. Auch Einsamkeit ist eine Illusion und nur im Kopf. Was auch nicht weiterbringt in Richtung Autonomie, ist das ständige Grübeln und Nachdenken ohne die gefühlte Resonanz im Körper (meine Erfahrung). Für mich ist das Bild des Drogenentzugs und Entgiftens sehr hilfreich. Es gibt Entzugserscheinungen, wenn das Gift nicht mehr konsumiert wird. Das sind (zunächst) Leere, Verlassenheitsgefühle, Angst, Panik, Unruhe, Verwirrung…usw. Aber danach (und da lege ich meine Hand ins Feuer) kommen die positiven Gefühle wie Freude und Stolz und Zufriedenheit und Sicherheit und Macht über das eigene Leben und vor allem Ruhe und Kreativität und Lebendigkeit…. Es geht auch nicht alles auf einmal. Der Fixstern ist: Was will ich wirklich? Wo will ich hin? Was will ich nicht? Was fühlt sich richtig an? Dann: Was muss ich lassen? Was kann ich tun? Finanzielle Unabhängigkeit und Selbstbestimmung wären für mich z.B. ein großes Ziel. (ist das jetzt Illusion oder Realität?)Jetzt fange ich erst mal bei der Selbstbestimmung an, denn bei genauer Betrachtung klaut Geld jeder irgendwie von jedem und gibt es auch wieder zurück. Mir ist (jetzt) wichtiger, dass der Rahmen und Umfang stimmt und wofür ich das Geld einsetze. Ganz habe ich das „Problem“ für mich aber noch nicht geklärt. Da auch in Deinem Fall Geld eine entscheidende Rolle zu spielen scheint, denke ich, kann es vielleicht helfen, Geld erst mal als das zu sehen, was es ist: ein Stück Papier. Den Spruch „Wer zahlt, schafft an.“ habe ich gestrichen. Hier beginnt die Erpressung und Sklaverei. Ganz ehrlich: manchmal könnte ich tagelang heulen über so viel vergeudete Zeit in meinem Leben…und dann bin ich wieder froh, dass ich es wenigsten erkannt habe … Irgendwas muss anders gehen…sodass mehr übrigbleibt, also sozusagen Mehrwert entsteht.

          Viele liebe Grüße

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Gerade kommt mir ein Gedanke in den Sinn: Was wäre, wenn der Mehrwert einfach nur ICH wäre. Gleich kommen mir die Tränen…wenn ich noch nicht mal irgendetwas dafür tun müsste…heul, heul, heul…

  14. cindy sagt:

    Hallo osterhasebiene,

    nein, ändern oder heilen können wir unsere Herkunftsfamilien nicht und die Hoffnung, dass von einem von denen auch nur die Spur einer Einsicht kommt, habe ich aufgegeben.
    Viele Monate nach dem Rauswurf habe ich mich, auch um Omis Willen, die nach dem Rauswurf zwischen den Stühlen auch keine gute Position hatte, wieder mit meinen Ex-Eltern vertragen, doch zu einer wirklichen Aussprache ist es nie gekommen – es wurde wieder mal so hingestellt, als war die Trennung von mir die einzig richtige Lösung, da ich ja so ein „schwieriger Mensch“ sei; der Rauswurf wird von denen quasi verharmlost und bis heute verleugnet…
    Meine Ex-Eltern rühmen sich, eine so tolle, humorvolle und kommunikationsfreudige Familie zu sein, aber wenn man sie mal auf die Wahrheit ansprach, wie sie mit mir umgegangen sind, dann kam es immer wieder zu Streits, die bei auch bei den letzten Besuchen immer heftiger und häufiger wurden… Der endgültige Bruch war da nur eine Frage der Zeit…

    Ich könnte leichter mit dem Ganzen fertigwerden, wenn ich in wenigstens in meinem Schwiegervater quasi einen verständnisvollen Ersatzvater gefunden hätte, aber anstatt mir den Rücken zu stärken, fällt er mir noch in denselben… Obwohl er die ganze Wahrheit kennt und meine Ex-Eltern mit diesem Streit ums Umgangsrecht auch seinen eigenen Sohn verklagt haben, hält er noch weiter Kontakt mit meinen Ex-Eltern, als ob nichts gewesen wäre… Mir wirft er vor, dass ich egoistisch sei, weil ich mich nicht nochmal mit denen „vertragen“ will, erzählt meiner älteren Tochter, wie lieb meine Ex-Eltern ihre beiden Enkelkinder doch hätten (obwohl die sich seit dem Rückzug des Gerichtsantrages auch bei den Kindern nicht mehr gemeldet haben!) und hat sogar schon versucht, meine ältere Tochter zu heimlichen Telefonaten mit denen zu verleiten…! Dabei hatten wir Telefonate mit den Kindern noch nicht einmal grundsätzlich verboten, wir wollten nur während solcher Telefonate anwesend sein, um weiteren Manipulationen der Kinder von deren Seite aus vorzubeugen – leider ist das nämlich in der Vergangenheit schon häufiger passiert…

    An Gerechtigkeit kann ich schon lange nicht mehr glauben – so viele Menschen hat vor allem mein Ex-Vater schon manipuliert und gegen mich aufgehetzt, dass ich manchmal glaube, den Verstand zu verlieren… Die sind doch eindeutig bösartig und doch kommen sie immer wieder damit durch, kriegen ihren Willen und genießen dabei auch noch einen tadellosen Ruf – ich könnte aus der Haut fahren, bin stinksauer und spüre nur noch Rachegedanken… Genau da ist mein Problem: Diese ständigen Grübeleien und Rachegedanken, die mir gewiss nicht guttun, die ich aber einfach nicht mehr loswerde…

  15. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Cindy,

    egoistisch bist Du gewiss nicht, das kann ich Dir mit Sicherheit sagen – eher das Gegenteil. Vielleicht solltest Du endlich egoistischer werden, im positiven Sinne an Dich selbst denken und Dir selbst wichtiger zu werden als die anderen. Illusionäre Beziehungen und (Familien)Mythen sind ein sicheres Zeichen von symbiotischer Verstrickung. Hier gibt es innerhalb des Systems keine „Guten“. Diesen Mythos würde man nur zu gerne glauben, Es gibt hier auch keine Retter – höchstens Rattenfänger. Mir geht es ähnlich mit meiner zweitälteren Schwester, die mir immer wieder Unterstützung anbietet, um am Ende doch meiner Doktor-Schwester „hörig“ zu sein und mich fallenlässt, wenn ich meine eigene Stärke einsetze, weil es ihr nämlich auch nur darum geht, mich schwach zu machen, um mich (emotional) auszunutzen. Sie machen Dich abhängig, klein und gefügig. Wenn sie nicht an der Wahrheit arbeiten wollen, solltest Du konsequent das Weite suchen und Deinen eigenen Weg finden. Das ist schwer nach so einer Gehirnwäsche. Deine Wahrnehmung IST die Wahrheit. Ich habe auch lange gedacht, dass meine Mutter zu den „Guten“ gehört, aber Pustekuchen. Es ist ein einziges Kongomerat, das Dich in die Verzweiflung stürzt. Finde das Gesunde in Dir, die vitalen Kräfte, das Schöne und Positive und stärke es solange bis es die negativen Gedanken (wie Rache) übertönt. Deine Familie lebt in ihrer eigenen Hölle/Illusion und auch der schöne Schein nach außen ändert nichts. Es gibt etwas, das viel schöner und reicher ist und das liegt in Dir. Ich denke, das Problem dieser Familienangehörigen ist, dass ihre Traumata so groß sind, dass die Überlebensanteile das Kommando übernommen haben, die alles tun, um diese Traumata zu „deckeln“. Das ist aber KEIN
    Leben. WIR zahlen deren Kosten, wenn wir ihre Illusionen nähren. Mögen auch unsere Traumata groß sein, aber nicht groß genug, um unser Leben zu verschlingen. Da ist auch noch Platz für das Schöne und Gute. Um sich seinen Traumata stellen zu können (ich nenne es meine Dämonen), brauchst Du ein gutes, abgegrenztes Körpergefühl und gute Erdung, um v.a. die Gefühle der anderen sicher von deinen eigenen unterscheiden zu können. Mentales Training wie Meditation, Yoga, Chi gong helfen, ganz bei dir zu sein. Das ist NICHT Egoismus. Manchmal laufe ich durch die Gegend und schimpfe laut vor mich hin oder ich äffe sie nach in ihrer ganzen Falschheit und Widersprüchlichkeit. Ich glaub, wenn mich da mal einer sieht, dann stecken sie mich in die Klappse.:) Aber das hilft, vor allem um nicht sinnlos auf andere loszugehen und sich noch mehr zu verstricken. Das Gift muss raus. Der „Sog“, der von diesen ach so lieben Menschen ausgeht, ist der Stolperstein. Teste sie immer wieder bewusst, um dich ganz klar ihrer Falschheit zu versichern. Stelle Fallen auf, spiel mit ihnen, bis Du genug hast und es ganz 100%ig weißt, dann kannst du gehen, ohne noch einmal zurückzuschauen…Du hast ein Recht auf ein gutes Leben. Alles Liebe.

    • Roswitha sagt:

      Hallo, ihr Lieben. Abgrenzung ist wichtig und nötig. Das kann man ganz einfach und ohne sich dafür schuldig oder mies zu fühlen. Jesus hat im Leben noch nie etwas Böses getan und er zeigt uns wie das mit dem Grenzen ziehen geht.
      Matthäus 12
      Während Jesus noch zu der Menschenmenge sprach, kamen seine Mutter und seine Brüder dazu. Sie standen vor dem Haus und wollten ihn sprechen. Einer aus der Menge sagte zu Jesus: 》Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sprechen《 Jesus antwortete ihm:》Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Brüder? 《 Dann zeigte er auf seine Jünger und sagte: 》 Hier sind meine Mutter und meine Brüder! Denn wer tut was mein Vater im Himmel will der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter. 《

      So einfach geht das. Mann darf Grenzen ziehen !
      Einfach Grenzen ziehen!
      Das ist nichts Schlimmes oder Verwerfliches egal was andere sagen. Egal was der Schwiegervater oder die Tante oder …… der Kukuk sagt oder meint.
      Tschüß

    • cindy sagt:

      Hallo osterhasebiene,

      das kenne ich, dieses ständige durch die Gegend laufen, schimpfen und nachäffen der „lieben“ Familienmitglieder… Ich hoffe immer, dass mich nie mal jemand dabei beobachtet…!
      Nach diesem Gerichtsgang und dem Kontaktabbruch mit meinen Ex-Eltern hat sich nicht nur mein Schwiegervater, sondern auch meine ehemals beste Freundin gegen mich gestellt, die meine ganzen Geschichten nicht mehr hören wollte und auch noch einen anderen Freund von mir gegen mich aufgehetzt hat… Auch die beiden werfen mir Egoismus vor, nur weil ich jetzt mal deren Unterstützung gebraucht hätte… Als es besagter Freundin damals so schlecht ging, weil sie massenhaft Probleme in ihrer neuen Wohnung hatte oder als sie sich von ihrer Lebenspartnerin getrennt hatte, da habe ich auf ihrer Seite gestanden, konnte mir stundenlang ihre Geschichten anhören und war gut genug als seelischer „Müllabladeplatz“… Zu den „Freunden“ habe ich jetzt natürlich auch den Kontakt abgebrochen…
      Damals nach meinem Rauswurf mit 18 Jahren bei meinen Ex-Eltern habe ich mich wesentlich besser gefühlt – die Familie meines damaligen Freundes stand komplett auf meiner Seite, ich hatte gute Freunde und nicht zuletzt auch meine Omi, die mich damals aufgenommen hatte…
      Heute ist meine Omi tot, gute Freunde nicht (mehr) da und mit meinem Schwiegervater möchte ich unter den Umständen auch nichts mehr zu tun haben – schwierig zu bewerkstelligen, wenn da immer noch die Verbindung über meinen Mann und die Kinder besteht…
      Nach Jahren habe ich mich jetzt dazu durchgerungen, eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, was bei unserem Versicherungsstatus sehr problematisch ist (Meine ältere Tochter und ich beihilfe- und privat und meine jüngere Tochter über meinen Mann gesetzlich versichert) und ich hoffe, dort einmal etwas zur Ruhe zu kommen und auch ein paar von Dir erwähnte mentale Trainingstechniken zu erlernen…

      Ganz liebe Grüße

  16. osterhasebiene langnase sagt:

    Hallo Cindy,

    nach allem, was Du hier schilderst, wird (für mich) deutlich, dass Du volle Breitseite auf Konfrontation mit Deiner (Ursprungs)Familie stehst. Das ist als reiner Kraftakt so dauerhaft nicht zu stemmen. Irgendwann geht Dir die Kraft aus. Daher möchte ich Dir aus meiner Erfahrung (ich bin kein Therapeut) sagen: Dies ist der Raum der Projektionen, alle Teilnehmer projizieren ihre Stärken/Schwächen auf den anderen. Da die Starken, hier die Schwachen. Deine Familie „bekämpft“ das Starke in Dir und versucht Dich „kleinzukriegen“ (Gerichte, Enterbung, ect.), weil sie sich selbst „schwach“ fühlen. Du projizierst Deine (ungelebte) Stärke in Deine Familie. Daher mein Tipp: Verlasse die Situation, was Du mit der Mutter-Kind-Kur ja schon beabsichtigst. Find ich echt super!!!!! Hier hast Du die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und Kräfte zu schöpfen. Dann nimm Deine eigenen Projektionen zurück und frage Dich: Was will ich von dieser Familie (wirklich)? Dritter Schritt: Werde Dir klar darüber, was Dir diese Familie (wirklich) geben kann und will. Und erkenne, dass Du dir selbst nur das geben kannst, was Du wirklich brauchst: Selbstachtung/Selbstliebe (sie wächst von Tag zu Tag, wenn Du den richtigen für Dich stimmigen Weg einschlägst). Von dieser Familie (die Deine Individualität nicht interessiert) bekommst Du bestenfalls die „gutgemeinte“ Projektion ihrer eigenen Wünsche. Sie wollen Dich (in diesem Fall) nicht kennenlernen, weil sie dich ausbeuten wollen. (das Tier das man kennt, isst man nicht) Deine Individualität verdrängen sie. Entscheide bewusst, was Du geben willst und was nicht! Erkenne, dass diese Menschen für Dich gefährlich sind, weil das „Raubtier“ in ihnen überwiegt. Das ist IHR Überlebenskampf (friss die „Schwachen“! Sie MACHEN Dich schwach, um Dich zu „fressen“) Gib diese Projektion zurück, packe den Rucksack (bildlich gesprochen) und stelle ihn vor deren Haustüre (oder finde eigene Bilder für diese Rückgabe). Du willst etwas ANDERES (oder liebst Du Kannibalismus?) Deine Kinder brauchen Dich ganz und Dein Leben wartet auf Dich ganz, auch wenn Du nochmal (scheinbar) bei Null anfangen musst. Das Geld ist es nicht wert. Deine Gesundheit/Leben ist es wert. Werde Dir klar, dass es eine Illusion ist, von Dieser Familie das zu bekommen, was Du brauchst (Schutz, Unterstützung, Selbstbestätigung…). Sie „benutzen“ Dich und beuten Dich aus. Stärke Dich wo immer es geht: Frage Dich: Wer bin ich, wenn ich (deren) Erwartungen NICHT erfülle (Selbsterfahrung)? Glaub mir: Du wirst NICHT daran sterben, sonst wäre ich schon lange tot:) Denke Dir: Beim Leben meiner Kinder, leckt mich am Arsch!!! Nimm Dir das Schöne und Gute OHNE schlechtes Gewissen! Es gehört Dir!!! Fang klein an. Aber verlasse diese Kinderkacke so schnell wie möglich! Du bist stark und DARFST stark sein. Wenn Du das verstanden hast mit all Deinen Sinnen, dann MUSST Du nicht mehr kämpfen. Dazwischen kommt auch eine Leidensstrecke: Die bittere Erkenntnis, dass Dich die Familie nicht geliebt hat, wie Du bist. Nicht aus Bosheit, sondern weil sie nicht konnte (Überlebenskampf: Fressen und gefressen werden). Aber es IST eine (unumstößliche) Tatsache. Sie schmerzt sehr und beschämt auch. Lasse Dir aber keine Schuldgefühle anheften. Irgendwann erkennst/fühlst Du auch, dass nicht alle Menschen auf der Welt SO ticken. Alles Liebe und Gute.

  17. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Cindy und andere schwarze Schafe,

    ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass „unser“ manipuliertes (angeheftete Schwäche), vermeintliches „Versagen“ dazu dient, die Frustrationen und Verletzungen der „weißen“ Schafe in deren Kindheit im Nachhinein zu legitimieren und zu rechtfertigen. Wären „wir“ erfolgreich, hätte sich doch deren Leiden gar nicht gelohnt (Sicht der „weißen“ Schafe). Das ist die verzerrte Weltsicht. Sie müssten sich dann eingestehen, dass großes Unrecht an ihnen selbst begangen worden ist und SIE die Opfer sind. Cooler Trick, der aber nicht immer funktioniert! Denn irgendwann erkennt jeder Sklave seine innere Freiheit, legt seine Fesseln ab und geht seiner Wege.. Ganz schön beschissen, wenn man sein Leben auf das falsche Schaf gesetzt hat…hahaha.(zur Empathie fehlt mir noch die menschliche Größe, wird irgendwann nachgereicht!)
    Zur Nichterfüllung der Erwartungen (bei „schwarzen“ Schafen) gehört natürlich spiegelverkehrt die schlechte Erwartung NICHT erfüllen: was positiv heißt: Glücklich UND erfolgreich UND unabhängig sein. NICHT: die negative Erwartung (über)erfüllen sprich selbstschädigendes Verhalten, Unterordnung, Sklavendienst, Kriminalität, Sucht, Versager sein…Alles klar?

  18. cindy sagt:

    Hallo osterhasebiene und Roswitha,

    Ihr habt sowas von recht!!!!
    Wie gerne würde ich mich von diesen Menschen trennen, die mir nicht guttun…
    Bei meinen falschen „Freunden“ war das auch kein Problem – seit über einem Jahr habe ich zu ihnen keinen Kontakt mehr und bin mit denen durch…
    Der Versuch, mich von meinen Ex-Eltern zurückzuziehen, begann schon Monate vor dem Gerichtsstreit – ständig gab es Streits, wenn wir dort zu Besuch waren und dann deren dauernde Jammerei, dass sie doch lieber in der Karibik seien, als sich diese anstrengenden Besuchstage anzutun… Meine Psychologin hatte mich schon länger vorher gefragt, warum ICH mir das antue und überhaupt noch dorthin fahre und nach unserem letzten Besuch am 01.01.2014 habe ich dann beschlossen, dass wir dort nicht mehr hinfahren und mich auch nicht mehr dort gemeldet (ich war sowieso fast immer diejenige, die angerufen hat)… Als meine Ex-Eltern dann aber übers Telefon die Kinder manipuliert haben, haben wir auch diesen Kontakt unterbunden und da wir die Kinder unter diesen Umständen verständlicherweise auch nicht für mehrere Tage allein zu denen hinschicken wollten, haben die dann einen Anwalt eingeschaltet…
    Nachdem auch die Gerichtsgeschichte überstanden war, dachte ich, dass jetzt endlich Ruhe sei und musste dann erfahren, dass mein Schwiegervater noch Kontakt mit meinen Ex-Eltern hat… Jetzt möchte ich am liebsten auch zu ihm den Kontakt abbrechen, aber da besteht eben noch die Verbindung über meinen Mann und die Kinder… Jetzt versuche ich zumindest, meinem Schwiegervater so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, habe aber auch Angst, die Kinder alleine bei ihm zu lassen (Er hat bereits versucht, meine ältere Tochter zu einem heimlichen Anruf zu meinen Ex-Eltern zu verleiten!) – er will es einfach nicht kapieren, wie manipulativ diese Leute sind!!!!
    Manchmal würde ich mir am liebsten meine Kinder schnappen und einfach abhauen, aber wenn man mich dann erwischt, komme ich noch dran wegen Kindesentziehung und verliere die beiden womöglich auch noch…
    Ich will mich einfach von diesem Bösen lösen, aber dauernd werden mir da Knüppel zwischen die Beine geworfen…!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Hallo liebe Cindy,

      diesem Weglauf-Impuls bin ich jahrzehntelang gefolgt. Daher glich mein Leben in gewisser Weise einer Odyssee. Heute glaube ich zwar, dass das Weglaufen „besser“ war, als bleiben und mich unterzuordnen und mich brechen zu lassen. Ich wäre sonst heute die Hausangestellte meiner Schwester! Auf meiner (Lebens)Reise konnte ich viele Erfahrungen sammeln und Ausbildungen machen, jedoch war ich immer auf der FLUCHT.
      Meine Lebensträume konnten sich nicht verwirklichen, ich konnte meine Potenziale nicht einbringen und weiterentwickeln (im Untergrund natürlich schon) – halt nicht offiziell. Ich war sozusagen eine Illegale. Der dumme Nebeneffekt dabei war, dass mich ständige Angst begleitet hat. Die ANGST wurde schließlich immer größer: Ich bekam Klaustrophobie, Flugangst, soziale Ängste, Angst vor Krankheiten, bis fast schon zum Verfolgungswahn…Dann habe ich irgendwann gesagt: NEIN und STOPP. Ich habe angefangen zu bleiben und mich abzugrenzen. Und habe dem „Teufel“ in die Augen geschaut. Ich habe den abgrundtiefen Hass in ihren Augen gesehen (er muss mich als kleines Kind zu Tode erschreckt haben). Diesen Hass habe ich immer in den Augen anderer Menschen gesucht und NIE gefunden. Das hat mich verwirrt. Ich weiß jetzt, wieso, es ist IHR Schicksal, nicht meins. Ich kann nichts dafür und ich MUSS nicht dafür bezahlen. Es war nicht meine Schuld. Jetzt weiche ich keinen Millimeter mehr und -siehe da- die Angst ist weg: keine Klaustrophobie, keine Flugangst, die Menschen sind keine Monster mehr (die mich fressen wollen), Krankheiten interessieren mich nicht im Übermaß…Ich lebe friedlich und zufrieden in der Nachbarschaft meiner Schwester und sie interessiert mich nicht. Ich interessiere mich nicht für ihre Gurus und Krankheiten…ES IST MIR EGAL. Auch räumlich habe ich klare Grenzen gezogen. Es gibt nur EINEN offiziellen Weg zu meiner Haustür. Meine Telefonnummer bekommt nicht jeder. Ich setze auf soziale Kontrolle (besser als jede Polizei). Und fühle mich sicher. Jetzt erst kann ich an meinem EIGENEN Leben bauen. Jetzt geht es voran und meine Mühen lohnen sich für mich. Ich habe die Verantwortung für MEIN Leben übernommen. Was ich Dir damit sagen möchte: Flucht ist keine Lösung. Verstecken ist keine Dauerlösung. Hol Dir Hilfe, jemanden, der Dir den Rücken stärkt, nimm Dich wichtig und ernst. Verteidige Dich, wenn Du angegriffen wirst, schlag zurück, zeige DEINE Grenzen. Zeige, dass man mit Dir rechnen kann, aber spiele nicht deren Spiel! Spiele DEIN Spiel! Alles Liebe.

  19. cindy sagt:

    Hallo osterhasebiene,

    da scheinst Du ja schon ein paar Stationen weiter zu sein als ich – und wahrscheinlich auch als die meisten anderen schwarzen Schafe hier…
    Ich muss Dich bewundern, dass Du es schaffst, in der Nachbarschaft Deiner fiesen Schwester zu leben und trotzdem Frieden zu haben – bei so einer Konstellation sind Streits und vor allem auch das Aufhetzen der Nachbarschaft meist vorprogrammiert… Zumindest würden meine Ex-Eltern davor nicht zurückschrecken, wenn ich in der Nähe wohnen würde, wenn sie das nicht jetzt auch bereits getan haben… Das mit der Enterbung habe ich nicht offiziell erfahren, aber ich bin mir zu 99,99% sicher, dass sie das spätestens nach dem Gerichtsgang getan haben… Mittlerweile habe ich ihr wahres Ich kennengelernt und traue denen ALLES zu, außer Dinge, die sie mit dem Gesetz in Konflikt bringen könnten, denn dazu sind die alle viel zu feige…! Und für Geld haben Menschen auch schon oft genug Gesetze gebrochen…

    Ich möchte gerne wieder in meinen Heimatort zurück, schließlich war es auch die letzte Heimat meiner Omi, aber da mein Mann noch hier berufstätig ist, ist das zur Zeit nicht möglich…
    Allerdings würde ich bestimmt nicht in die Nachbarschaft meiner Ex-Eltern ziehen, sondern ans andere Ende der Stadt, da ich einfach keine Lust mehr habe, sie überhaupt noch einmal zu sehen und zu ihrer Beerdigung möchte ich auch nicht, sofern ich davon überhaupt rechtzeitig Kenntnis erlangen würde…

    Meine andere Tante (ebenfalls vor fast 20 Jahren als schwarzes Schaf aus der Familie ausgestoßen) lebt auch im selben Ort wie die Tante und ihre Familie, die sich auf die Seite meiner Ex-Eltern geschlagen hat. Sie hat keinen Kontakt mit dem anderen Teil der Familie mehr und sich mittlerweile gut mit der Situation arrangiert, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie einen lieben Mann und in dessen Familie quasi ihre neue Familie gefunden hat! Leider habe ich dieses Glück mit meinem Mann und dessen Familie wohl nicht, aber meiner Tante gönne ich es von ganzem Herzen!!!!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Hallo liebe Cindy,

      …Deine Situation kann ich total gut verstehen…Ich habe so viele Jahre im gleichen Sumpf gewurstelt. Mein Mann hat auch nicht wirklich zu mir gehalten, meine Schwestern haben sich in seine Familie „eingeschleimt“, niemand hat mich verstanden, alle haben gesagt, dass ich einen „Schaden“ habe, weil sie mich doch soooo lieben würden. Wir haben uns gegenseitig benutzt und NICHTS aus Liebe getan…Liebe geht anders! Irgendwie hatte ich immer eine Allergie gegen diese Art von Liebe (der Stärkere frisst den Schwächen). Wie kann es Liebe sein, wenn einer die Zeche bezahlen muss (weil ich in diesem Spiel scheinbar der Schwächere war)?
      Es gibt zwei Arten von Kleber: Selbstzweifel und Schuldgefühle. Diese zwei Berge musst Du überwinden…Auf diesem Weg musst Du in die Tiefe graben, so tief es geht, nicht überfliegen (tun als ob) sondern untergraben (deaktivieren). Das heißt alle tiefen Programmierungen in Dir ausfindig machen, die Dich dazu veranlassen zu Deinen Ungunsten zu handeln. Wenn Du in der Tiefe verstanden hast, wie sehr Du Dir selbst schadest, wirst Du damit augenblicklich aufhören…es geht (letztendlich) um Sein oder Nichtsein. Ich musste dafür so eine Art „Todeserfahrung“ machen.
      Ich würde (nebenbei bemerkt) auch nicht zur Beerdigung meiner Schwestern gehen, weil ich dies als Zeitverschwendung empfinden würde. Diese Ehre haben sie nicht verdient – das sagt mein Bauchgefühl (und ihm vertraue ich). Und nur weil „man“ das halt so macht und sich das so gehört, ist für mich KEIN Grund mehr. (Im Märchen „Die Gänsemagd“ wird die „falsche“ Braut aus dem Land gejagt. Im Märchen „Aschenputtel“ werden den bösen Stiefschwester die Augen ausgepickt. Ehre nur, wem Ehre gebührt!!! Das ist hart, ja. Dafür ist jetzt die Energie da für diejenigen, die es verdient haben)
      Leider unterstützt unsere Gesellschaft das Krank-Sein und Opferdasein. Dafür werden wir gelobt und als „Helden“ gefeiert. Wem nützt es? Zum Beispiel die Mutter, die sich für die Familie aufopfert und dann an Krebs stirbt…Welche Programme und Botschaften gibt sie weiter? Ich habe gelernt, nur wenn es MIR gut geht, geht es auch anderen wirklich gut. Daher ist es eine Pflicht, dafür zu sorgen, dass es DIR gut geht. Wie auch immer! Nimm jede „echte“ Hilfe (viele bieten Hilfe an, wenn Du schwach bist, nutzen Dich aber nur aus, weil sie noch bedürftiger sind) in Anspruch, die Du kriegen kannst. Niemand kann Dir etwas tun, solange Du von Dir und Deinem Tun überzeugt bist. Deshalb: Überzeuge Dich selbst (Du bist im Recht)!! Du bist NICHT der Spielball der anderen. Was hat Dich dazu gebracht, nach deren Pfeife zu tanzen? Was haben sie Dir eingeimpft, das Dich dazu bringt gegen Deine tiefste innere Überzeugung zu handeln? Spüre dieses Gift auf und spucke es aus! Ich kann es nicht oft genug sagen: Nimm Dich wichtig! Nichts ist unwichtig, was Dich betrifft! Werde der Anwalt für Dich selbst in allem, was Du tust: entscheide ganz bewusst, was Du tust und lässt (was Du anziehst, isst, machst…und STEHE DAZU, das stärkt Dich immer mehr) ES GEHT SIE NICHTS AN! Die dauernden Herabsetzungen/Grenzüberschreitungen meiner Schwestern/meines Ehemannes/meiner Schwiegermutter/meiner Nachbarn sind mir irgendwann gar nicht mehr bewusst gewesen – DAS ist das schleichende Gift!!! Es macht Dich mit der Zeit (unbemerkt) gänzlich handlungsunfähig. Ich war in meiner tiefsten Phase sowas wie „scheintot“ (habe nur noch funktioniert und irgendwann nicht mal mehr das), bis mich eine Art Todesangst/Panik wieder aufgerüttelt hat (Danke!!!). Ich glaube heute nennt man das Burnout.
      Sie bringen Dich dazu, dass Du Dich immer mehr von Deinem innersten Wesenskern abspaltest, bis Du nicht mehr weißt, wer Du bist. Das ist ihr Ziel. Dann bist Du ihre Marionette. Und sie fühlen sich stark, weil sie IHR Ideal von Symbiose erreicht haben. Verstehst Du diesen Mechanismus? Dieser Abwehr-Impuls in Dir ist das GESUNDE. Sie überschreiten Deine Grenzen wie und wann es ihnen passt!! So lange bis Du Dich nicht mehr dagegen wehrst. Entweder Du stirbst und bekommst ein ehrenvolles Begräbnis oder Du änderst etwas um 360 Grad. Ein bisschen geht nicht…hier hilft nur Radikalität (Radix=die Wurzel).
      Heute sage ich ohne schlechtes Gewissen: Es gibt Menschen, die mag ich eindeutig nicht (weil von ihnen nur Negatives kommt)! Es gibt Menschen, die mag ich (weil sie authentisch sind und zu ihrer Meinung stehen, man kann sich ehrlich austauschen). Es gibt Menschen, die schaue ich mir an, weil sie mich interessieren und entscheide dann…

      In Deinem Fall versuchen sie Dich wohl mit ihrem Geld zu halten. Sie wollen Dir einreden, dass Du „irre“ bist – Glaube das niemals!!! Lerne Dich selbst kennen und schätzen!
      Lass ihnen ihr Geld. Der Preis für den Handel ist… Depression. Aber nimm Dir soviel Du brauchst/willst, kämpfe um Deinen Pflichtanteil/Recht, es wird Dir genügen als Startkapital. Und dann mache DEIN Ding. Du darfst das!!! Du bist niemandem Rechenschaft schuldig außer Dir selbst. In ihrer Vorstellung von Symbiose hast Du die Arschkarte. Es stimmt nicht, dass Du ohne sie nicht leben kannst. Lasse sie los, es ist IHR Leben!
      Alles Liebe.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Anmerkung: Heinz-Peter Röhr erläutert anhand des Märchens die „Die Gänsemagd“ die symbiotische Verstrickung und den emotionalen Missbrauch zwischen Mutter und Tochter sowie deren Folgen. Sehr empfehlenswert, um zu verstehen, was Menschen daran hindert in die Selbständigkeit zu gehen und erklärt, warum sie sich „freiwillig“ ausbeuten lassen. Hier sind die Gründe für Abhängigkeitsverhältnisse zu suchen. Warum kann ich nicht wirklich gehen? Warum habe ich (zuletzt) die Opferrolle? Die Ursache meiner Unfähigkeit zur wirklichen Selbständigkeit/Abgrenzung lag in der (engen) Beziehung zu meiner Mutter. Sie hat mich nicht gehen lassen (wollen). Ich war ihre Verbündete im Kampf gegen die Welt. Alle anderen Umstände haben sich später daraus ergeben. Dies war meine persönliche Schwäche (Programm: sich aus Liebe fressen lassen), die andere (noch Bedürftigere) angezogen hat. Hier liegen auch die Ursachen für Selbstzweifel und Schuldgefühl. Diese Maus muss getötet werden. Es ist das viele Gute und vermeintlich einzig Gute (im Leben), das man von dieser einen Person bekommen hat, was zu übergroßer Solidarität führt. Das wirklich Gute in meinem Leben waren aber die Herausforderungen, die ich selbständig meistern durfte (natürlich mithilfe der wertvollen Werkzeuge, die mich diese eine Person gelehrt hat) Dadurch hat sich meine Identität gebildet und gestärkt.Danke an die Freiheit, die ihr mir gelassen habt! Die „dunkle“ Seite dieser Beziehung aber hat mich straucheln lassen und mich dazu gebracht, meinen Gewinn immer wieder „freiwillig“ abzuliefern. Meine Schwestern hätten sonst bei mir gar nicht „andocken“ können. Und andere Personen hätten bei mir keine Chance gehabt. Das Gute und das Schlechte haben sich lange die Waage gehalten, aber irgendwann hat das Schlechte das Gute aus den Angeln gehoben. Diese Form von Kommunismus funktioniert eben nicht (dauerhaft) und zerstört sich irgendwann selbst, weil nichts übrigbleibt (für einen persönlich). Auf die persönliche Weiterentwicklung kommt es aber gerade an – in jeder Hinsicht.

        PS Das Schreiben hier ist für mich persönlich Therapie und Selbstklärung. Bitte einfach ignorieren, wenn es für DICH irrelevant ist. Ich habe Dinge im Leben nur über Leiderfahrungen verstehen gelernt (mit Analysieren und Reflektieren im Nachhinein). Vielleich funktioniert das ja auch andersherum. Ich weiß es nicht, aber ich glaube fast, dass der Weg in gewisser Weise vorbestimmt ist. Man hätte sich so und so nichts ersparen können. Wer weiß?…

  20. cindy sagt:

    Liebe osterhasebiene,

    finde ich gut, dass du so über Deine Erfahrungen schreibst!
    Schuldig fühle ich mich nicht (mehr), spätestens seit dem Gerichtsgang meiner Ex-Eltern wegen des Umgangsrechts mit meinen Kindern – so etwas tun gute Eltern einfach nicht!!!! Und mein Mann hält auch nicht wirklich zu mir – klar, er ist jetzt auch sauer auf die, weil sie ja auch IHN verklagt haben, aber bei den Streits mit denen hat er sich entweder rausgehalten oder sogar auf deren Seite geschlagen und schon wieder kam ich mir so klein vor, wieder das altbekannte Spielchen „Alle gegen einen“… Wie sehr hatte ich mir schon damals gewünscht, dass er sich gegen meine Ex-Eltern vor mich stellt und zu mir sagt: „So brauchst du dich nicht behandeln zu lassen – wir packen unsere Koffer und fahren!“ Und mittlerweile rollt er die Augen, wenn ich nur mit dem Thema „Ex-Eltern“ anfange – für ihn ist die Sache abgeharkt und seine Eltern waren mehr als gut zu ihm, haben ihn verwöhnt…
    Andauernd gerate ich an Menschen, die mich nur ausnutzen wollen und mir nicht guttun, sei es Freunde oder auch Lebenspartner und frage mich, was da mit meinem Bauchgefühl nicht stimmt – warum erkenne ich diese Menschen nicht, so dass ich direkt einen großen Bogen um sie machen kann? DAS macht mir Angst, Angst vor der Zukunft – wem kann ich wirklich noch trauen? Oder wie schaffe ich es, endlich das richtige Bauchgefühl zu bekommen und mich endlich mit den richtigen Menschen zu umgeben? Oder soll ich ein Einsiedlerleben beginnen? Nur könnte ich mich niemals von meinen Kindern trennen…
    Ich habe auch schon über Hypnose nachgedacht…

  21. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Cindy,

    das Spiel „Alle gegen einen“ funktioniert nur, wenn Du Deine Grenzen nicht verteidigst. Lerne für Deine Interessen zu kämpfen. Beginne mit einfachen Dingen: Höre auf um Erlaubnis zu fragen, Dich zu rechtfertigen und entscheide bewusst eigenständig. Tue es: Aus basta! (natürlich bist Du Deinen Kindern Erklärungen schuldig, sie fühlen sich sonst von Dir verlassen) „Erahne“ aber nicht was andere wollen könnten, sondern warte/frage nach bis sie etwas klar formulieren und entscheide dann (in Deinem Tempo). Der Glaube: „Bin ich solidarisch, (müssen) es andere auch sein“ ist ein Irrglaube. Das Bauchgefühl bei der Wahl Deiner Freunde ist solange trügerisch, solange im Unterbewusstsein ein selbstschädigendes Programm läuft. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip findet der Narzisst (Prinz und Prinzessin) seinen Diener (Abhängigen). Schau Dir Deine Familie an: welches Muster wiederholst Du? Um hier einen Cut zu vollziehen, wirst Du um das Mit-Dir-Alleinsein-Können nicht ganz rumkommen. Das mit sich selbst Spaß-Haben-Können ist eine Schlüsseldisziplin. Der Schlüssel zu Freiheit. Es macht unendlich Spaß zu sehen, wie dämlich ein Narzisst schaut, wenn Du Probleme plötzlich ganz alleine löst und ohne seine „unerlässliche“ Hilfe entscheidest und zurechtkommst. Das Du erfolgreich bist, schmeckt ihm gar nicht. Das tut ihm in der Seele weh und er versucht Dich wieder unter (seine) Kontrolle zu bringen, was bei Dir (wahrscheinlich) Schuldgefühle und Angst auslöst. Er versucht Dir Angst zu machen: Was könnte nicht alles passieren…Schuld: Was hast Du ihm nicht alles zu verdanken/familiäre Bande ect….Bedenke: Das Leben ist riskant und endet IMMER tödlich! Lass Dich nicht beirren und einschüchtern. Das Prinzip der positiven Selbstverstärkung tritt nach und nach ein, obwohl es Dir zuerst schlechter geht (Schuldgefühle/Angst). Gehe immer den offiziellen Weg: Klare realistische Wunschformulierung-bewusste Entscheidung. So KANN Dir nichts passieren. Nur Selbstzweifel können Dich abbringen. Es ist wie Tauziehen. Du wirst Stück für Stück selbstbewusster, wenn Du siehst wie der Narzisst sich windet. Wie immer absurder seine Forderungen an Dich werden… Es kann sogar sein, dass er Dir (wenn er erkennt, dass Du in Wahrheit stärker bist als er/ sein Selbstbewusstsein ist nur scheinbar) nachläuft und sich Dir unterordnen möchte. Falle auch darauf nicht rein. Es ist ein Trick! So gewinnst Du Stück für Stück Deine Kraft zurück. Ruhe und Zufriedenheit machen sich breit. Du ziehst dann auch andere Menschen in Dein Leben, die Dich auf DIESEM Weg unterstützen. Sie wollen keine Abhängige. Sie wollen ein eigenständiges Gegenüber, das Grenzen setzt, kritisch ist, ehrlich spiegelt und keine, die sich über den Tisch ziehen lässt. Sie wollen Anregung und freuen sich ehrlich mit Dir über Deine schrittweise Selbstverwirklichung/Fortschritte.
    Was Du zunächst brauchst, ist ein klein wenig Mut. Du darfst auch Fehler machen, kein Problem. Du musst erst das richtige Maß rausfinden. Das mit Kanonen-Auf-Spatzen-Schießen kann leicht passieren, ist halt als Lehrgeld zu verstehen. Aber das wichtigste ist: Tue etwas, werde AKTIV!!! Schlimmer kann´s nicht werden! Lasse den Narzissten in Deinem Leben nicht mehr bestimmen, wo´s langgeht! Therapie kann bestimmt helfen, wenn der Therapeut GANZ auf Deiner Seite steht, Dein Anliegen wirklich ernst nimmt/versteht und Dir nicht in den Rücken fällt (etwas anderes einzureden versucht), indem er zu früh anfängt zu vermitteln (wenn Dein Selbstbewusstsein noch nicht stark genug ist), was bei sehr harmoniebedürftigen/selbst abhängigen Therapeuten leicht passieren kann. Das ist dann ein herber Rückschlag, der Dich stark verunsichert. Du brauchst einen echten Hardliner, keinen Warmduscher. Hier hilft nur ein „Antibiotikum“, ein Gegengift. Aber Therapeuten sind auch nur Menschen. Hypnose hat meine Selbstliebe gestärkt. Im besten Fall holst Du hier nur das aus Dir raus, was im Unterbewusstsein schummert, was Du „vergessen“ hast. Du kannst selbst bestimmen, was Du ans Licht bringen willst. Irgendwie weißt Du intuitiv am Besten, was gerade ansteht. Das was nicht zu verkraften wäre (im Moment) kommt auch nicht nach oben. Vertraue einfach. Es ist genial.
    Dieser Weg ist alles andere als leicht. Nur die wenigsten gehen ihn (konsequent). Entscheide Dich bewusst, auch abhängige Menschen sind wertvoll (aber vielleicht jetzt gerade nicht für Dich geeignet, weil Du andere Vorbilder brauchst). Das „besser“/“schlechter“-Denken in moralischen Kategorien ist sehr gefährlich (Gewalt/Mord/Krieg). Alles Liebe.

  22. cindy sagt:

    Liebe osterhasebiene,

    den ersten Schritt habe ich schon getan: Meine Ex-Eltern wohnen 200 km entfernt, daher waren wir auch nur ein paarmal im Jahr für ein paar Tage dort, aber jedesmal gab es Streitereien, u.a. auch, weil es meiner Ex-Mutter immer „zuviel“ wurde… Bei einer so großen Entfernung freuen sich Eltern normalerweise, wenn sie ihre Kinder und auch Enkelkinder zu Besuch haben, aber erwünscht kam man sich in diesem Hause nie wirklich vor und meist war auch ich diejenige, die immer bei denen anrief… Als wir nach unserem letzten Besuch am 01.01.2014 abfuhren, habe ich den Entschluss gefasst, gar nicht mehr dort hinzufahren und mich auch nicht mehr dort zu melden – ich hatte es satt, diesen Menschen, bei denen ich nicht willkommen war und die sich auch ansonsten nicht für mich interessierten, noch weiter hinterherzulaufen und mir dann auch noch diese ständigen Streits anzutun…!
    Ich denke mir, dass ihnen das schon nicht gepasst hat, denn sonst hätten sie ja nicht mehrfach versucht, die Kinder übers Telefon zu manipulieren und ihnen Dinge zu erzählen, die eigentlich für mich bestimmt waren…
    Über meine ältere Tochter ließen sie u.a. verlauten, dass sie das Haus meiner Omi, das mir versprochen war, nun doch verkaufen werden… Finanziell gesehen war dieses Haus das wertloseste Haus im Besitz meiner Ex-Eltern, jedoch hatte es für mich einen ideellen Wert, da es meiner geliebten Omi gehörte, die mich damals auch aufgenommen hatte, als meine Ex-Eltern mich damals mit 18 Jahren aus ihrem Haus rausgeschmissen hatten und es dadurch mein Zuhause wurde – bei Omi stand die Tür für mich immer offen und sie wollte auch, dass ihr Haus später nicht in fremde Hände kommt…
    Mein Ex-Vater wusste ganz genau, wie sehr ich an dem Haus gehangen habe, hat vielleicht noch gehofft, dass er mich auf diese Art und Weise weichkriegt, aber ich habe mich auch hier nicht mehr erweichen lassen, sowie wir auch wegen des Umgangsrechts mit unseren Kindern nicht bereit waren, alles den Wünschen meiner Ex-Eltern unterzuordnen und ihnen unsere Kinder regelrecht „ins Haus zu liefern“…!
    Deshalb bin ich ja jetzt für meinen narzisstischen Ex-Vater auch wertlos geworden – ich bewundere ihn nicht mehr, tue nicht mehr seinen Willen und glaube auch seinen falschen Versprechen nicht mehr, kurz: Von mir bekommt er seine narzisstisch Zufuhr nicht mehr und da meine Kinder seiner Meinung nach bestimmt auch von mir „infiziert“ sind, hat er mich und meine Familie mehr oder weniger weggeworfen wie einen alten Handschuh…!
    Auch meiner Herkunftsfamilie, die mich seit dem Gerichtsgang als „krank“ und undankbar gegenüber meinen Ex-Eltern sowie meinen ehemaligen Freunden und nicht zuletzt auch meinem Schwiegervater, die mich als egoistisch bezeichnen, laufe ich nicht mehr hinterher und gebe keine Erklärungen mehr an sie ab – auch hier bin ich standhaft geblieben – nur habe ich jetzt das Gefühl, immer einsamer zu werden…

    Ich hoffe, dass das wirklich der richtige Weg ist – an sich wollte ich nie zur Einsiedlerin werden und der Gedanke daran macht mir schon Angst…

    Liebe Grüße

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Liebe Cindy,

      wenn ich Dich richtig verstehe, dann bis Du gerade mit Sack und Pack auf der FLUCHT. Deine Familie (Du nennst sie Ex-Familie) verfolgt Dich (trotz räumlicher Distanz) solange (bei mir war es ähnlich), bis Du das „Problem“ (die Verstrickung) gelöst hast. Du wirst auch „magisch“ immer wieder angezogen werden und immer wieder den Kontakt suchen (oder Ersatzfiguren für das Drama finden und dieses reinszenieren) Wie kann diese starke Bezogenheit aufgelöst werde? Wie kannst Du die Hoffnung fallenlassen, dass Du am Ende doch noch irgendwie zum (für Dich befriedigenden) Konsens mit deiner Familie findest? Das Happy End liegt (meiner Erfahrung nach) in der kompletten Desillusionierung=Verstehen auf einer höheren Ebene). Du bist tatsächlich (natürlich ist auch das eine Illusion) zunächst auf diesem Weg zur (inneren) Befreiung ganz auf Dich alleine gestellt. Niemand kann Dir diese „Arbeit“ abnehmen. Die (Lern-)Aufgabe ist, Deine eigenen Kompetenzen zu entwickeln, aus Dir quasi heraus-zu-entwickeln. Alle Lösungen liegen bereits in Dir, also kannst Du auch berechtigtes Vertrauen (in die Zukunft) haben. Von Außen muss nichts hinzugefügt werden. Auf diesem Weg wäre ein Therapeut („gute“ Eltern), der Dich begleitet, aber NIEMALS manipuliert, hilfreich, sodass Du den Mut und die Kraft findest OHNE diese (dauernde) Bezogenheit (auf Deine Familie) klar (über Dich selbst) zu denken und vor allem mutig (!) zu denken. Alle „Feinde“ sind Widersacher/Falschprogrammierungen IN DIR (so ist es auch im Märchen). Sich auf Partner/Freunde zu verlassen führt in dieser Situation meist unweigerlich zu Enttäuschungen, denn hier Solidarität (GEGEN Deine Familie) zu verlangen überfordert andere (Hat von Dir (einmal) jemand diese Solidarität gefordert?). Sie ist unrealistisch! Sie sehen Deine Familie mit anderen Augen und haben auch das Recht dazu!!! Es geht für Dich darum innere Freiheit (aus einer persönlichen Verstrickung, die nur Dich betrifft) zu gewinnen. Kann es sein, dass Frauen in Deiner Familiengeschichte als Überlebensstrategie nur dieser Weg (Vereinnahmung/Unterwerfung) zur Verfügung stand? Durften Frauen eventuell nicht (offiziell) stark sein und für ihre Interessen kämpfen? So war es z.B. bei mir: Botschaft (auch von meiner Schwester): Wenn Du unabhängig und stark bist, mag Dich niemand (kriegst Du keinen Mann) ….DAS IST NICHT WAHR. …Tja, es gibt viel zu forschen…
      Die Befreiung hat tatsächlich sehr viel zu tun mit: ÜBEN. Üben, üben, üben…Es kommt keine Fee vorbei mit dem Zauberstab, die sagt: „Huuu, jetzt bist Du frei!“ (auch im Märchen müssen Aufgaben gelöst werden…). Also fange klein an. (Jeder kleine Schritt in die richtige Richtung ist besser als keiner) Du brauchst einen Plan und konkrete Ziele. Entlarve FALSCHE Glaubenssätze über Dich!!! wie: Das kann ich nicht! Das darf ich nicht! Das dürfen nur Männer! Frauen tun das nicht! blah, blah, blah… Und finde Deine Stärken (Was hat Dir schon immer Freude gemacht? Was kannst Du gut/gelingt Dir? Wann bist Du so richtig zufrieden mit Dir?), die Du bisher vielleicht nur im Verborgen ausgelebt hast. Schreibe event. jeden Tag auf, was Dir gut gelungen ist! (z.B. gutes Essen gekocht, IKEA-Regal aufgebaut, Rasen gemäht…) Weite DEINEN Horizont täglich aus! (Was hast Du heute NEUES ausprobiert?)
      Konzentriere Dich auf DEIN Leben und versuche Deine „Probleme“ auszublenden. Sie entstehen hauptsächlich dadurch, dass Du FREMDE Erwartungen erfüllst. Erfülle Deine eigenen Erwartungen, das genügt VÖLLIG. Also begrenze Dich auf Dich selbst. Finde Deine eigenen Grenzen heraus. Dazu brauchst Du etwas Abstand und Zeit/Raum für Dich selbst. Spring nicht SOFORT, gib Dir immer eine Minute Zeit, bevor Du etwas tust, spüre das Gefühl von Unbehagen/Angst in dieser Zeit mit Lust. Dieses Üben kann Dir kein Therapeut oder Heiler abnehmen. Der Erfolg stellt sich bald ein: Du wirst auf Dich selbst STOLZ sein (das ist so ein unbeschreibliches Gefühl). Es ist viel befriedigender als jedes Lob von außen.
      Werde Dir vor allem darüber klar, dass Du einen Narzissten sowieso NIEMALS zufriedenstellen/sättigen könntest. Ihm fehlt die Fähigkeit, Glück aus sich selbst zu schöpfen (daher neidet er es Dir so sehr!). Nichts will er Dir mehr zerstören, als die „unschuldige“ Freude über Dich selbst. Er denkt, dass Du immer mehr hast als er und ihm etwas abgeben MUSST/SCHULDIG bist. Er ist (wirklich) nicht satt geworden, nur ist das NICHT Dein Problem und Deine Schuld! Traue Dich das Glück zu genießen! (Der Narzisst wird dich hassen!) Genieße den Horror der in Dir entsteht, wenn Du Dich verweigerst.
      Du wirst nicht einsam und allein sein, das verspreche ich Dir! (Das redet Dir auch der Narzisst/Abhängige ein) Wenn andere Menschen sehen, dass Du anfängst/dich bemühst Realität und Illusion zu unterscheiden, also REAL das Leben mitgestaltest, fangen sie auch an Dir zu vertrauen…Dann bist Du auf dem Weg „richtige“ Freunde zu finden. Andernfalls baust Du Luftschlösser und „falsche“ Freunde unterstützen Dich dabei, weil sie sich einen Gewinn erhoffen. Und am Ende fühlst Du Dich ausgenutzt. Es gibt KEINE Feinde im Außen, solange Du frei entscheiden kannst. Ganz, ganz irgendwann (vielleicht auch nie) kannst Du sehen, dass alle Beteiligten Opfer sind. (Soweit bin ich auch nur „im Kopf“) Denke zunächst NUR an Dich! Vorschnelle Vergebung ist schlimmer als offener Krieg. Es gibt (leider) keine Abkürzung. Alles Liebe.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Korrektur: Da bin ich mir doch wieder selbst auf den Leim gegangen: Es muss in meinem Tagebuch natürlich heißen: Heute KEIN Essen gekocht oder NUR FÜR MICH/KINDER gutes Essen gekocht, IKEA-Regal zum Restmüll gebracht oder zurückgeschickt, Rasenmähen auf nächste Woche verschoben (oh, Nachbarin guckt schon)…Man fällt zu schnell ins alte Programm zurück!!! Aber sonst geht´s mir gut. Hauptsache man merkt´s noch früh genug: An diesen Programmen ist echt der Superkleber dran.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Liebe Cindy,

      …zum Haus Deiner Omi möchte ich noch sagen: Was nützt Dir das Haus (von dem Du im Augenblich eh nur träumen kannst), wenn Du dann mit einem Narzissten darin wohnen (musst). Mein Bruder hat unsere Mühle bekommen (und viel Arbeit reingesteckt), aber eine Frau dazu, die genauso dominant wie unsere Mutter ist.
      Liebe Grüße

      • cindy sagt:

        Hallo osterhasebiene,

        kurz nachdem meine Ex-Eltern über meine Tochter bekanntgegeben hatten, Omis Haus zu verkaufen, kam ein Brief mit der Aufforderung, meine letzten Sachen dort abzuholen und anschließend den Schlüssel, den ich damals von Omi bekommen hatte, meinen Ex-Eltern zurückzugeben.
        Schon immer hatte ich vor, später wieder in die Eifel zurückzukehren und meinen Lebensabend in diesem Haus zu verbringen, auch als ich meinen jetzigen Mann noch nicht kannte…
        Das Haus wurde mir für später versprochen und auch nach Omis Tod „nur wegen mir gehalten“ – heute ist mir klar geworden, dass meine Ex-Eltern das Haus nur gehalten haben, um mich unter Druck zu setzen, denn wie ich ihnen dann nicht wie gewünscht meine Kinder geliefert habe, hat das Haus für sie seinen Zweck verloren und sie haben’s tatsächlich verkauft… Wahrscheinlich hätte ich das Haus sowieso NIE von denen bekommen, genau wie so viele andere Versprechen, die von meinen Ex-Eltern nicht eingehalten worden sind, sei es die Überschreibung eines kleinen Firmenanteils an uns Kinder oder die Finanzierung einer Privatschule für die Enkelkinder…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Hallo Cindy,

          das glaube ich auch, dass Du das Haus nie einfach so bekommen hättest! Es war nur ein Druckmittel und Köder. Keine Geschenke. Meine Schwester hat mir auch ein Haus „geschenkt“, mit der Auflage, später ihre Altenpflegerin zu werden. Sie hat mich dann dauernd erpresst und moralisch unter Druck gesetzt, sodass ich ihr das „Geschenk“ wieder zurückgegeben habe.

  23. osterhasebiene langnase sagt:

    Manchmal habe ich eine schwache Stunde. Dann lade ich meine Schwester(n) zum Kaffee ein. Sie kommt(en) jedes Mal. Lächelnd, aber stets leicht unterkühlt, streckt sie mir die Hand zum Gruß entgegen. Ihr Blick sagt: Na endlich, ist ja auch Zeit geworden. Seltsam resigniert, vorwurfsvoll und beinahe ungläubig bemerkt sie: Schön hast du den Rasen gemäht. In diesem einen Satz liegt der ganze Schmerz der Welt verborgen. Die Ursache für alle Probleme. Ich wehre ab, na ja es ist doch nur…Nein, keine Erklärung kann den tiefen Schmerz mildern. Dann kommt auch noch die Nachbarin daher. Sie meint der Mann müsse heute früher nach Hause kommen. Der Rasen muss noch gemäht werden. Schon liegt es mir auf der Zunge: Du…das ist ganz einfach…Ihr Blick sagt: Schweig. Ich schlucke es runter. Was geht hier ab. Später schaut der Nachbar rüber, ein wenig beleidigt aber anerkennend sagt er: Sauber. Schon komisch.

  24. cindy sagt:

    Liebe osterhasebiene,

    sicher hast Du recht, dass ich mich mehr auf mich selbst konzentrieren muss und ich ahne auch schon, dass das ein schwieriger und langwieriger Prozess sein wird…

    Ich fühle mich nicht so, als ob ich auf der Flucht vor meinen Ex-Eltern bin, ganz im Gegenteil: Der vor 2 Jahren von denen angetriebene Gerichtsgang war eigentlich ein Segen für mich – er hat mir endgültig die Augen geöffnet, wer oder was diese Familie wirklich ist, nämlich patriarchisch konservativ und zudem noch geldgierige!!!! Vor dem Gerichtsgang habe ich immer noch geglaubt, die wären gute Menschen und ich die Böse, ganz so, wie man es mir immer und immer wieder eingeredet hat, aber ich hatte jetzt über 2 Jahre Zeit, um den wahren Charakter dieser Leute zu erkennen…
    Auch das negative Frauenbild in dieser Familie ist mir nie so aufgefallen, aber Frauen haben in dieser Familie im Grunde nichts zu wollen und dürfen auch lange nicht alles, was Männer dürfen – so ist mir klargeworden, dass nicht meine Ex-Mutter, sondern in Wirklichkeit mein Ex-Vater die Hosen anhat, meine Schulnoten und Talente dort bedeutungslos waren, und mich alle ständig dazu bringen wollten „etwas aus mir zu machen“, womit aber nicht meine Leistungen gemeint waren, sondern mein Aussehen, was ja wichtig war, um „endlich“ einen Kerl abzubekommen…! Mit 18 hatte ich ja dann auch meinen ersten Freund, aber als meine Ex-Eltern mich dann rausgeworfen haben, habe ich es zunächst nicht verstanden, wo ich doch jetzt „endlich“ einen hatte, aber einer, der MICH will, musste für die entweder einen Dachschaden haben oder, wie sie damals auch schon gesagt haben: „Der will dich doch nur, weil in deiner Familie Geld ist!“
    Mich hat mein Ex-Vater schon einmal als „Männerhasserin“ bezeichnet, weil ich mich über Ungerechtigkeiten, die immer noch in der Behandlung der Geschlechter bestehen, aufgeregt habe – es steht einer Frau dort einfach nicht zu, sich über solche Ungerechtigkeiten zu beklagen oder gar dagegen anzugehen, so wie die Schulausbildung bei Mädchen nicht so wichtig ist, da sie ja später sowieso heiraten und Kinder kriegen… Wenn Jungs oder Männer im Haushalt nichts tun, dann ist das in dieser Familie o.k., aber Mädchen oder Frauen, die den Haushalt nicht schmeißen, sind faul, auch wenn sie so ganz nebenher noch arbeiten gehen… Aber verheiratete Frauen sollen sowieso am besten komplett zu Hause bleiben, damit die (O-Ton meines Ex-Vaters!) „den ganzen Familienvätern nicht immer die Arbeitsplätze wegnehmen“ Und „Sich-selbst-verwirklichen“ sollen Frauen laut meinem Ex-Vater schon mal gar nicht…!

    Das Wort „Ex-Eltern“ benutze ich ganz bewusst, weil Eltern, die sich so verhalten wie die, es nicht verdient haben, Eltern zu sein oder „Mutter und „Vater“ genannt zu werden! Mit solchen Menschen und auch deren Anhänger möchte ich einfach nichts mehr zu tun haben und meine Kinder lasse ich mir durch solche Menschen schon einmal gar nicht gegen mich aufhetzen!!!! Mein Ex-Vater hat es (vor allem jetzt mithilfe seines Vermögens) geschafft, eine Tante mitsamt deren Familie und meine einzige Schwester gegen mich aufzubringen und wer schon erwachsene Menschen so manipulieren kann, was kann derjenige dann erst mit Kindern?! Ich muss nicht nur mich schützen, sondern auch meine Kinder…
    Die Gefahr, „rückfällig“ zu werden und wieder zu denen zurückzukehren, ist so gering wie nie zuvor – eine Oma, die wieder wie damals nach dem Rauswurf vermitteln könnte, gibt’s nicht mehr und ich werde mich nicht noch ein drittes Mal von denen wegstoßen lassen (denn das wäre nach einer weiteren „Versöhnung“ so sicher wie das „Amen“ in der Kirche!)!!!!

    Ich hatte schon vor Jahren eine Psychotherapie und mittlerweile wurde wieder eine neue genehmigt; in ein paar Tagen fahre ich mit meinen Kindern in die Kur und hoffe, dass ich dort mal etwas zu mir finden kann…

    Liebe Grüße

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Liebe Cindy,

      …das ist der Wahnsinn der Welt, regiert von schreienden, zu kurz gekommenen, immer hungrigen Babys, in der Gestalt von erwachsenen Menschen. Meine Schwester hat gerade noch den evolutionären Schritt von der Aristokratie (dort war meine Mutter beheimatet) zum Kommunismus (Gleichberechtigung der Geschlechter) geschafft. Als Funktionärin im mühevollen Kampf um (den Terror der) Gerechtigkeit/Gleichheit hat sie natürlich auch Anspruch auf mehr als das „gewöhnliche“ Volk, ist doch logisch…bei dem Arbeits-Einsatz. (Im Nationalsozialismus wäre sie die Idealbesetzung für´s Propagandaministerium gewesen.) „Abgabe“ lautete die Parole. Und wie im richtigen Leben erfordert dies natürlich ein ausgeklügeltes Überwachungssystem. (Spitzel in der Familie, Verhörtechnik…)
      Irgendwie bin ich als Krümel durch die Maschen der Macht gefallen. Erst später wurde mein Verschwinden bemerkt und alles versucht, um mich „zurück ins Reich“ zu holen. Aber zu spät: Ich war schon infiziert mit dem Glauben an mich selbst. Böse. Böse. Böse. Seitdem ist mir diese Bosheit einfach nicht mehr auszutreiben. Um von meiner Fährte abzulenken, habe ich sie verarscht nach Stich und Faden (das war wirklich böse). Es tut mir leid, aber es ging nicht anders…Ich wusste nicht welcher Teufel hinter mir her ist. Es hat mich gerettet.
      Liebe Grüße

      • Roswitha sagt:

        Hallo liebe Schwarze Schafe,
        Osterhasenbiene langnase hat hier ein Thema angesprochen, umzwar über die Wichtigkeit der Solidarität von Therapeuten. Ich möchte dieses Thema noch einmal aufgreifen weil es von Bedeutung ist. Mann begibt sich in seiner Verzweiflung vertrauensvoll in die Hände eines Fremden und ist fast schon wie ein Kind in seiner Depression auf Liebe und Verständnis angewiesen. Wir Schwarze könnten aber hierbei in Gefahr geraten. Wir schütten unser Herz aus bei eventuell Personen die 》 Kinder die Wut gegen ihre Eltern haben《 nicht tolerieren. Unser Herz könnte wieder in Gefahr geraten – gegen die Wand geklatscht zu werden. Dies könnte bei der Therapie mit anderen Patienten, mit anderen Problemen(meiner Meinung nach) unvorstellbar sein. Bei uns Schwarze Schafe muß man leider damit rechnen und gewarnt sein.
        Man stelle sich vor; Eine Frau käme zur Therapie und ist Traurig darüber weil sie von ihrem Mann betrogen wurde. ->Der Therapeut darauf; „Reden Sie mit Ihrem Mann! Bestimmt tut es ihm leid und Sie werden sich versöhnen und in Harmonie zusammen alt werden.“
        Oder ein anderes Beispiel. Jemand kommt zerschlagen zur Therapie wegen einer überfahrenen Katze.-> Der Therapeut antwortet; „Jetzt tut Ihnen die Katze leid aber bald werden Sie alles vergessen und es wird Ihnen nichts mehr ausmachen oder sogar gleichgültig sein. “

        Ich möchte das nur so ausführlich erläutern weil alle Schwarze Schafe sich zuvor gefasst machen müssen, worauf man sich in der Therapie einlassen könnte und was zu erwarten sein könnte.

        Ein weiteres Beispiel. Eine Frau kommt zum Therapeuten und beklagt sich, von Ihrem Mann geschlagen worden zu sein. -> Seine Meinung; „Vielleicht vermuten Sie, dass Ihr Mann etwas gegen Sie hat oder Sie nicht mögen würde. Sie haben mir doch selbst erzählt, dass er sich jedesmal entschuldigt habe und Rosen mitgebracht hatte. Jeder hat auch seine Guten Seiten und Ihr Mann sicher auch. Zum Streit gehören ja schließlich immer zwei. Ihr armer Mann hatte es auch nicht leicht.“
        Diese Antworten klingen etwas ulkig, währen jedoch bei uns Schwarze Schafe möglich und dann würden sie für uns nicht lustig klingen.
        Viel zu vorschnell werden die Eltern in Schutz genommen und das Verhalten der Kinder verurteilt. Das ist in der Gesellschaft so und leider auch in Bereichen wo es nicht sein dürfte. Es könnte auch von Seiten des Therapeuten das Argument vorgebracht werden; „Sie trennen sich im Streit von ihren Eltern. Das könnten Sie jedoch bereuen – vorallem wenn Ihre Eltern dann sterben und Sie nicht die Gelegenheit hätten sich zu versöhnen. Also geben Sie sich einfach einen Ruck….“
        Wie schon gesagt; Bei Therapien mit anderen menschlichen Problemen, ist die Möglichkeit des nicht solidarischen Umgangs aus meiner Sicht undenkbar. Wir Schwarze Schafe werden aber selbst in der Therapie womöglich nicht ernst genommen. Ich will keinem abraten eine Therapie zu machen!!! Wie wir erkennen gibt es wirklich auch kompetente Therapeuten. Ich rate nur zur Vorsicht.

        Tschüss

        • Peter Teuschel sagt:

          Aus meiner Sicht wären die jeweiligen Antworten dieser Therapeuten wirklich schrecklich. Da würde ich direkt zum Wechsel des Therapeuten raten, falls solche Sätze fallen, die jegliche Empathie vermissen lassen. Das hat nichts damit zu tun, dass man natürlich als Therapeut auch kritisch die Einstellung des Patienten kommentieren können muss. Das kann jedoch niemals auf eine so plumpe und unsensible Weise geschehen.
          Prinzipiell wäre ich schon skeptisch, wenn der Therapeut dem Patienten sagt, was er tun soll („Reden Sie mit Ihrem Mann“). So etwas sollte man immer in eine Frage einpacken, durch die sich ein Dialog entwickelt („Wäre es eine Option, mit Ihrem Mann zu reden oder geht das jetzt für Sie gar nicht?“).
          Der Rat zur Vorsicht bei Therapeuten ist ein guter Rat.

          • cindy sagt:

            Liebe schwarze Schafe, lieber Herr Teuschel,

            zum Glück habe ich da bei meiner jetzigen Therapeutin sehr gute Erfahrungen gemacht – wenn ich ihr vor Jahren von meinen dauernden Streits bei Besuchen bei meinen Ex-Eltern berichtet hatte, dann fragte sie mich, warum ich denn überhaupt noch dorthin fahre und riet mir sogar, den Kontakt zumindest einzuschränken… Damals war der Kontakt noch nicht abgebrochen, meine Ex-Eltern hatten mich noch nicht wegen des Umgangsrechts mit meinen Kindern verklagt und mir war auch noch nicht so bewusst, dass ich ein schwarzes Schaf bin, geschweige denn, dass ich Herrn Teuschels Buch gelesen und diese Seite kennengelernt hätte…
            Als dann der erste Brief vom Anwalt meiner Ex-Eltern kam, hat mir meine Therapeutin sogar den Tipp gegeben, mich diesbezüglich von der städtischen Erziehungsberatungsstelle beraten zu lassen und mir aus taktischen Gründen geraten, nicht auf deren Forderung einzugehen, denen meine Kinder für mehrere Tage zu überlassen, sondern vor Gericht vorzuschlagen, dass die Großeltern ihre Enkel zu Tagesbesuchen abholen dürfen… Meine Therapeutin kannte meine Ex-Eltern aus meinen Gesprächen heraus gut und ahnte, dass denen bereits diese Tagesbesuche „zuviel“ sind, obwohl sie erst Mitte 60 und gesund und auch jeder von ihnen ein Auto besitzt, sie also auch mobil sind… Und Zeit und Geld haben sie ja sowieso genug – es gab also keinen wirklichen Grund, der gegen die Tagesbesuche sprach – und sie haben diese Art des Umgangs dann auch tatsächlich abgelehnt!!!! Gerade anhand dieser Geschichte wurde mir umso bewusster, wie kompromisslos diese Menschen sind (und mir wurde von denen ständig vorgehalten, ICH sei dickköpfig und würde keine Kompromisse kennen!)…!

            Es gibt gute Therapeuten, man muss sie nur finden und dazu sind ja die ersten probatorischen Sitzungen da…

      • Roswitha sagt:

        Liebe Osterhasenbienelangnase zum Böse böse böse möchte ich noch gratulieren.
        Die Freiheit im Geist hat gesiegt.
        Bitte bleibe so! Ich finde es super.
        Wir sollen alle böse böse böse sein – umzwar gegen die Lüge und böse böse böse gegen die Heuchelei und böse böse böse gegen die Intrigen. Außerdem sollten wir auch böse böse böse sein gegen die Übergriffe und Emotionale Erpressung. Es spricht nichts dagegen böse böse böse zu sein gegen die Ungerechtigkeit.
        Mir würden viele Gründe einfallen böse sein zu dürfen.
        Nochmal herzlichen Glückwunsch!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Danke liebe Roswitha, ich bin deswegen auch ein wenig stolz auf mich, weil ich trotz allem so lange widerstanden habe. Aber jetzt muss der aktive Widerstand übergehen in den passiven, sodass auch die Lebensqualität wieder steigen kann. Und ich alles nur noch wie einen bösen Albtraum abschütteln kann – also gänzlich von mir selbst getrennt anschauen und mir die Augen reiben kann. Ich bin des Kampfes müde. Es geht mir nur noch um das Gute (bei mir und anderen). Liebe Grüße

          • Roswitha sagt:

            Herr Teuschel – zu einem Psychologen würde ich ganz bestimmt nicht mehr hin wollen. Die gute Nachricht ist aber, dass es noch viele andere Alternativen gibt.
            Die sind:
            -Familienberatungsstellen die gibt es kostenlos in jeder größeren Stadt (Da arbeiten zwar auch Psychologen, aber das gute daran ist; Da braucht man keine Symptome oder Diagnostik. Die rechnen nicht über die Krankenkasse ab und müssen somit keinem beweisen dass der Patient eine Störung hat.)
            -Vom Jugendamt gibt es freiwillige Kurse im Angebot (Da kann man sich Anregungen holen und etwas über Erziehung lernen.)
            -Manchmal gibt es auch über die Schule oder Kindergärten die Möglichkeit eine Fortbildung zu machen (Zum Beispiel; In unserer Schule gab es einen Aushang für einen Vortrag über Gewaltfrei Kommunikation)
            -Da gibt es auch noch eine gute Freundin die hilft und mit der ich jeder Zeit und ohne Termin über das Thema sprechen kann -> ich hoffe jemand ganz bestimmtes fühlt sich hier angesprochen♡
            – Mein Mann steht hinter mir aber er hat fur’s Thema Schwarze Schafe und ihre Probleme nicht immer Zeit (Für Ausenstehende ist das Thema mit der Zeit auch nervig – deshalb spreche ich mit ganz bestimmten Freundinnen nicht oder nur oberflächlich darüber, wobei diejenigen mit denen ich nicht darüber sprechen will sind nur Bekannte und nicht direkt Freunde)
            -Eine Freundin habe ich noch, die selbst in einer Ausbildung steckt zur Therapeutin. Ihr hab ich mich mal anvertraut und sie hat mich verstanden und zu mir gehalten.
            -Natürlich gibt es noch diese Seite im Internet Schwarze Herde -> die tröstet
            -Und es gibt Bücher – die helfen
            Tschüß

        • cindy sagt:

          Liebe osterhasebiene,

          auch ich möchte Dir „böses Mädchen“ von ganzem Herzen gratulieren! Sich zu wehren, ist beileibe nicht böse, nur in den Augen derer, gegen die Du Dich wehrst…

          Wenn ich als Kind mal wieder Streit mit meinen Ex-Eltern hatte und ich daraufhin erwähnt hatte „Ich muss mich doch verteidigen!“, dann wurde dieser Satz von meinem Ex-Vater noch nachgeäfft(!)… Und sowas war Lehrer!!!!

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Liebe Cindy,
            danke! Die Krux ist nur, solange Du die „Böse“ bist, solange bist Du auch symbiotisch verstrickt. Eigentlich bin ich ja eine ganz andere. Die Überlebensstrategien anderer gehen mich gar nichts an. Die da lauten: andere zu Untertanen machen und darin kompromisslos sein. Und ganz am Grunde steht immer: diene mir oder sei tot. Das ist der sinnlose Kampf mit diesen Menschen. Sie fühlen sich wahrscheinlich innerlich so ohnmächtig, dass sie sich nur wertvoll fühlen, wenn im Außen alles nach ihrem Willen geschieht, koste es was es wolle. Auf dieser Ebene kann viel geschehen: Mord, Familiendramen, Unfälle, Krieg ect….Aus dem Rad auszusteigen und die Andere zu suchen und zu kultivieren, das habe ich mir für den Rest meines Leben vorgenommen, koste es was es wolle. Es gibt gute Therapeuten, die zu Anwälten Deines Anliegens werden können ohne Dich symbiotisch zu verstricken in ihre eigenen Überlebensanteile.(z.B. “ Wenn Du das nicht tust, dann mag Dich keiner mehr“ ect….) Darauf sollte man achten.

            • cindy sagt:

              Hallo osterhasebiene,

              „Und ganz am Grunde steht immer: diene mir oder sei tot. Das ist der sinnlose Kampf mit diesen Menschen. Sie fühlen sich wahrscheinlich innerlich so ohnmächtig, dass sie sich nur wertvoll fühlen, wenn im Außen alles nach ihrem Willen geschieht, koste es was es wolle.“
              Dieses Zitat von Dir beschreibt ganz klar das Verhalten von Narzissten! Wer sich dem nicht unterwirft oder mitmacht, wird für solche Menschen immer der oder die Böse bleiben, selbst wenn man zum Papst aufsteigen würde…!
              Die Kunst des (Über)lebens liegt für mich darin, das zu akzeptieren und mich mit solchen Menschen nach Möglichkeit nicht mehr abzugeben, denn sie nehmen nur, geben nichts und ekeln mich einfach nur an…
              Einfach „Nein“ zu sagen – in der Kur habe ich gelernt, dass man das wohl „Abgrenzung“ nennt und das ist oft gar nicht so einfach…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Cindy, ja genau so ist es! Deshalb absolute Zustimmung: „Abgrenzung“ ist das Zauberwort, Autonomie steht auf dem Plan…von „einfach“ war nie die Rede. Stimmt, da hätte auch der Dr.Dr.Prof. nichts genutzt, rausgekommen wäre immer die Putzfrau. Das Leben ist anderswo…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                PS Ich bin auf ein Trauma-Heilungsverfahren gestoßen, das scheint mir vielversprechend zu sein: Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM. Hiermit werden Heilungskreisläufe angeregt. Das Buch dazu von Laurence Heller/Aline Lapierre „Entwicklungstrauma heilen“. Es ist ein mühsamer und langer Weg, um das Eis wieder zu tauen und zur einstigen Lebendigkeit zurückzufinden. Aber es geht.

                • cindy sagt:

                  Irgendwer hat hier auch mal einen Buchtipp zum Thema Narzissmus „Wie schleichendes Gift“ von Christine Merzeder gegeben – ich hab’s jetzt selbst gelesen und finde es sehr gut! Die Autorin war selbst viele Jahre mit einem Narzissten zusammen und beschreibt eine solche Beziehung sehr treffend… Ebenso zeigt sie Auswege aus dieser Situation, u.a. auch eine von der US-Amerikanerin Francine Shapiro für traumatisierte Menschen entwickelte Therapiemöglichkeit namens „EMDR-Methode“ (Eye Movement Desensitization and Reprozessing/Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung).
                  Schwarze Schafe sind meiner Meinung nach oft traumatisierte Opfer der Narzissten in ihrer Herkunftsfamilie und sollten vielleicht auch als solche erkannt und behandelt werden…

  25. osterhasebiene langnase sagt:

    Jip. Einmal in den sauren Apfel gebissen (sprich Medizinstudium) und narzisstische Befriedigung bis zur Pensionierung (im Altenheim funktioniert´s nicht mehr) garantiert und von der öffentlichen Kasse bezahlt. Mit Doktortitel wird man nicht so leicht in Frage gestellt. Perfekte Tarnung. Das sind die echten „schwarzen Schafe“ unserer Gesellschaft. Zum Glück gibt´s aber auch wie überall die anderen. Wenn ich nochmal anfangen könnte, würde ich unbedingt den Doktor machen, dann könnte ich es mir aussuchen…Eine Psychologin sagte mir mal ich würde ihr die Worte aus dem Mund nehmen, hätte aber nur Halbwissen als HP. Mag sein, aber das ist wenigsten empirisch erarbeitet und geprüft.

  26. osterhasebiene langnase sagt:

    Hallo, fasse kurz zusammen: Die Tätersuche verlief bislang erfolgreich. Dank des erhellenden Buches „Das schwarze Schaf“ von Dr. Peter Teuschel konnte der mutmaßliche Täterkreis erheblich eingegrenzt werde, was zunächst zu großer Entlastung und Erleichterung vonseiten des Opfers führte. Als Täterprofil trat der narzisstische Typus in den Vordergrund, charakterisiert durch ausgeprägte Egozentrik mit Hang zum Sadismus, nicht selten mit der Identität des „falschen Selbst“ behaftet. Seine bevorzugte Vorgehensweise: Manipulation. Die Identifizierung des Täters führte zu folgenden Überlegungen: 1. Mord scheidet aus 2. der Rechtsweg ebenfalls, es handelt sich häufig um gesellschaftlich respektable Persönlichkeiten, die sich keiner Gesetzesübertretung schuldig gemacht haben 3. Abhängigkeiten zwischen Opfer und Täter aufgrund oft jahrzehntelang bestehender Gehirnwäsche müssen aufgelöst werden 4. die Opfer wurden zu Außenseitern gemacht oder werden dahingehend unter Druck gesetzt, daher 5. Meidung oder Reduzierung des Täterkontakts 6. Traumatherapie zu Bewältigung und Wiederherstellung der eigenen Identität und Loslösung 7. Heilung und Neuorganisation. Alles Gute und viele Grüße von Miss Marple Black Sheep. Oh…und das geschieht mit den Tätern: Nichts. Sie bleiben in der Hölle, die sie sich selbst machen …

    • Roswitha sagt:

      Miss.Marple
      Sie müssen in ihren Ermittlungen berücksichtigen.
      1. Die Täter suchen sich unwissende Komplizen um gegen die Opfer vorzugehen
      2. Sie suchen sich neue Opfer, wenn ihnen das erste aus ihrem Spinnennetz entwischt
      Liebe grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das tun sie, liebe Roswitha, ohne Zweifel. Vampire können nicht ohne Blut leben. Sie sind aber leider nicht haftbar zu machen. Sonst gäbe es auch schon lange keine Sekten mehr- läuft alles unter „Freiwilligkeit“.

        • cindy sagt:

          Hallo Miss Marple und Roswitha,

          dem Täterprofil können wir also noch einen Punkt hinzufügen: Bei Narzissten handelt es sich zumeist um Serientäter! Sie suchen sich immer wieder neue Opfer und haben oft auch mehrere Opfer zugleich… In etlichen Familien gibt es nicht nur ein schwarzes Schaf, meist eins pro Generation…
          Die jüngste Schwester meines Ex-Vaters ist auch vor 20 Jahren ohne wirklichen Grund aus der Familie verstoßen worden, nur weil sie „anders“ als die anderen ist, sich nicht den in der Familie herrschenden Regeln angepasst hat… Ich stelle schon Vermutungen an, wer wohl das schwarze Schaf der Generation nach mir sein wird – viele sind in der Familie jetzt nicht mehr übrig, einzig noch die beiden Kinder meiner tollen Cousine, ein Junge und ein Mädchen… Ich wage, zu behaupten, dass es in dieser patriarchisch eingestellten Familie dann wohl das Mädel sein wird, denn der Junge wurde von seiner Oma bereits jetzt schon zum Supermann erklärt…!

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Bingo. Und du musst nicht mal anders sein, sondern Du bist einfach da und in irgend einer Form in einer Schwächeposition. Bei mir war es der große Altersunterschied zum einen und zum anderen die symbiotische enge Verbindung zu meiner Mutter (also ein wenig Partnerersatz, weil mein Vater gestorben ist als ich dreieinhalb war) sodass ich mich wahrscheinlich für die „Sünden“ meiner Mutter (was sie meinen Geschwistern angetan hat) schuldig fühlte. Ich habe mich quasi „freiwillig“ zur Verfügung gestellt. So konnten sie ihr Scheinleben führen und gleichzeitig ihren abgespaltenen Hass abladen. Tja, und beinahe wäre meine jüngere Tochter wieder in die Schwarze-Schaf-Rolle gerutscht. Gerade noch rechtzeitig erkannt, dank dank dank Dr. Peter Teuschel mit seinen Büchern, auch dem „Ahnenfaktor“!!! Herzliche Grüße

            • cindy sagt:

              Zum „Anderssein“ oder anders gesagt „Falschsein“ gehört in solch intoleranten Familien nicht viel – da reicht das falsche Geschlecht, das falsche Alter, kurz gesagt: Man ist zur falschen Zeit am falschen Ort…

    • Roswitha sagt:

      Zu Punkt 6; Traumatherapie hilft auch, das Erlebnis zu verarbeiten. Mir hat es geholfen, die von der Therapeutin in den Raum geworfenen Fachbegriffe im Internet zu suchen und Bücher darüber zu kaufen. Einige Mißbrauchgeschichten habe ich erzählt und es kam auch Empathie von ihr auf mich zurück. Aber wie schon in einem früheren Kommentar beschrieben, habe ich nicht vollkommene Solidarität bekommen und dies macht das zuvor erlebte Schöne etwas kaputt.
      Mann kann nicht erst Verständnis habn und dann in den Rücken fallen.
      Ich bereue die Therapie nicht. Es war ein interessantes Erlebnis. Aber ein weiteres mal wird es nicht geben.
      Wenn meine Therapeutin einen Patienten mit labilenren Zustand gehabt hätte – wäre die Therapie tödlich ausgegangen.
      Tschüß

  27. Roswitha sagt:

    Der Begriff Sekte ist mir auch schon oft durch meine Gedanken gekreist.

    In einem anderen Forum haben sich verlassene Eltern zu Wort gemeldet;》“Ich weiß nicht was wir/ich falsch gemacht haben. Vielleicht haben wir zum falschen Zeitpunkt geatmet. „《
    NEIN – Ich kann alle verlassenen Eltern beruhigen. Sie haben nicht falsch geatmet, sondern lediglich schlechtes Benehmen und keinen Respekt…..Liebe
    Aber irren ist menschlich
    Ich habe meiner Mutter erklärt, dass in unserer Familie an Respekt fehlt im Umgang miteinander.
    Ihre Antwort: 》“Natürlich gibt es in unserer Familie Respekt. Ein jeder so viel wie es ihm zusteht. „《
    Ooohhhhh…. Super da bin ich aber beruhigt.

    Und Empathie muss auch erst auf den Gramm genau gemessen werden, damit man ja nicht aus versehen dem Kind zu viel gibt.
    Natürlich wird Lob auch sparsam eingeteilt, damit unsere Eltern ja nicht zu viel Selbstwertgefühl bei ihren Kindern anrichten.
    Es ist so als standen sie mit einer Briefwage in den Händen aus Angst zu verschwenderisch zu sein – mit ihrer Liebe.
    Und natürlich auch mit einer Angst, dass ihre Heuchelei auffliegt.
    Das wird wohl ziemlich anstrengend gewesen seinn für sie und für mich.
    Tschüß

    • cindy sagt:

      Anderen gegenüber gehen meine Ex-Eltern mit vielem sparsam um – mit Empathie, Mitgefühl, Verständnis, Lob, Hilfsbereitschaft und natürlich auch mit ihrem Geld…
      Womit anderen gegenüber nicht gespart wird, ist vor allem Kritik, sehr gerne auch hinter dem Rücken der anderen (auch derjenigen, die in der Familie bleiben „dürfen“)…!

  28. osterhasebiene langnase sagt:

    @Herr Teuschel: Das war jetzt wohl zu viel an Wahrheit und hätte den Mythos „schwarzes Schaf“ gar zu arg gebeutelt. Also immer schön schwarzes Schaf bleiben! Ein bisschen klug ist gut – zu viel davon ist „böse“. (ist ok, kenn ich schon!) Na ja, vielleicht trennen sich hier ja unsere Wege. Trotzdem ein herzliches Dankeschön. Ich weiß, dass ich jetzt auf dem richtigen Dampfer bin, dank der vielen Anregungen von Ihnen. Diese Wendung in meinem Bewusstsein, die mich quasi über Nacht angeflogen hat (auch dank anderer Literatur über Beziehungstrauma), ist der Weg in mein „richtiges“ Leben. Nur wer sich selbst als Akteur erkennt, kann sich aus seiner Lage auch befreien (ein anderer kann es sowieso nicht). Aber das wissen Sie ja ebenso gut wie ich. Ich war ein Opfer und jetzt weiß ich wie ich mich befreien kann und dadurch auch andere nicht mehr zu Opfer machen muss. Und es bestätigt sich immer wieder, dass alle Lösungen bereits in einem selbst vorhanden sind, man wagt es nur nicht sie hervorzuholen. Die anderen „schwarzen Schafe“ hier hätten meinen Lösungsansatz sicher auch nicht verstanden, es ist alles eine Frage der Zeit und der Umstände, bis man seinem eigenen Rätsel auf die Spur kommt…

    • Peter Teuschel sagt:

      @osterhasebiene langnase: ? Ich steh etwas auf dem Schlauch und verstehe gerade nur Bahnhof …
      Wieso zu böse? Warum trennen sich die Wege? Warum verstehen andere schwarze Schafe nicht Ihren Lösungsansatz?
      Wobei es mich freut, wenn Sie „auf Ihrem Dampfer“ gelandet sind.
      🙂

      • Roswitha sagt:

        Ich möchte auch nicht dass sich die Wege trennen. Viel lieber möchte ich auf dem gleichen Dampfer mitgenommen werden Osterhasenbiene langnase.
        Die Situation „Schwarze Schafe“ ist an sich verwirrend. Neulich habe ich mit meiner Tante telefonisch gesprochen. Für sie ist das geschehene unbegreiflich. Sie stellt sich eine Versöhnung so einfach vor und versteht nicht weshalb sich unser Streit nicht klären lässt. Ich habe – so gut es ging erklärt – was schief gelaufen ist und was mich stört. Sie antwortete 》“Das habe ich verstanden. Ich kann gut nachvollziehen wie es dir geht. Aber warum erklärst du es nicht deinen Eltern. Sie werden es bestimmt auch verstehen – wenn du mit ihnen sprichst. „《
        Das Problem wird nur von denen verstanden die dieses Problem selbst erdulden mussten, oder von Menschen welche sehr viel Einfühlungsvermögen besitzen.
        Weshalb lässt sich das Problem nicht klären mit den Eltern? . Um auf die Antwort zu kommen muss vorher ganz viel verstanden werden.
        Aber wenn ich das ganze Geschehen von der Distanz betrachte – stelle ich fest – dass meine Erfahrungen mit meinen Eltern auch spannend und teilweise sogar witzig und interessant sind. Absurdität und Intrigen werden zum Beispiel auch zur Unterhaltung imFernsehen gezeigt.
        Ich habe es mir abgewöhnt zu weinen.
        Ich habe früher viel geweint. Jetzt laufen die Tränen nur beim Zwiebel schneiden. 🙂
        Ich möchte zu keinem Schwarzen Schaf sagen; 》“Ist nicht so schlimm. Es soll keiner weinen“《
        Ich meine eher; 》“ Es ist schlimm. Weil es so schlimm ist muss jeder einen Weg für sich finden um Linderung zu finden. „《
        Ich fühle mich auch auf dem richtigen Dampfer.
        Liebe Grüße Osterhasenbiene lamgnase

      • osterhasebiene langnase sagt:

        @Herr Teuschel: Oh…! Passt schon. Ich dachte nur, es passt nicht so gut ins Konzept, wenn man wirklich eine Lösung findet/sucht, um der Schwarze-Schaf-Rolle zu entkommen. Bin ich halt so gewohnt, weil meine Familienangehörigen natürlich mit allen Mittel versuchen mir das auszureden. Meine jüngere Schwester meinte, ich solle doch einfach mehr beten und glauben. Tut ihnen eben gut, wenn sie ihren Müll bei jemandem abladen können und sich nicht damit beschäftigen müssen. Aber ich bin wirklich entschlossen und auch zu jeder Trennung bereit, wenn´s sein muss. Na ja, wenn ich die These hier aufstelle, dass jedes Schwarze Schaf „freiwillig“ diese Rolle einnimmt und „nur“ rausfinden muss, wieso es das tut, dann muss ich mich wohl ein wenig auf Dresche einstellen, oder? Mein Forschergeist ist enorm erwacht. Tut mir leid, Herr Teuschel, ich verkenne Sie, weil ich in Ihnen immer wieder meine Schwester sehe, also die Psychotherapeutenfront (mit der Schranke vom Hirn), die mir mein Recht auf ein eigenes Leben abspricht und die mich dauernd schuldig sprechen will (wobei ich das natürlich selber tue und nicht sie). Aber sie nutzen es erbarmungslos aus.

        • Roswitha sagt:

          Hallo, Schwarze Herde!
          Die Frage nach dem Warum und dem Wieso lässt Rätsel offen. Kann sein dass wir uns diese Rolle unbewusst selbst auferlegt haben. Es tut weh wenn man nicht mitspielen darf und außen vor stehen muss. Um diese Schmerzen ertragen zu können gibt es unbewusste Lösungsansätze die man sich selbst einredet. Entweder man überlegt sich nicht wertvoll zu sein. Dann findet man es logisch nicht dazu zu gehören. Alles was logisch ist und einen Sinn macht, kann man besser aushalten. Die andere Möglichkeit wäre zu glauben; Alle anderen sind doof und es ist besser zu dieser Gruppe nicht dazu zuggehören. Beide Gedanken verschaffen Linderung der Wehmut.
          Ich wählte vorerst die erste Variante und stellte später fest, dass diese Möglichkeit nicht stimmig ist. Denn es widersprach sich mit meinen Erfahrungen die ich mit lieben Menschen gemacht habe. Bei den Freunden fand ich Liebe und wunderte mich über ihr gutes Benehmen. Am meisten wunderte ich mich darüber weil die mir zuhörten. Es gibt noch viele andere Dinge über die ich mich wunderte und die in unserer Gesellschaft manchmal anders sind als im System meiner Familie. Zum Beispiel; Respekt gilt für alle gleich oder die Ideen und Meinungen von anderen werden toleriert. In unserer Familie galt die Toleranz und Empathie und der Respekt nur dem Obersten.
          Ich konnte also nicht mehr glauben, dass ich nicht wertvoll bin und ich deshalb nicht zu meiner Herkunftsfamilie dazu gehören soll.
          Also wählte ich die zweite Möglichkeit, nämlich – zu glauben die Anderen sind doof.
          Diese zweite Möglichkeit grenzte mich ganz ab zu meiner Familie.
          Wenn jemand einen Vorschlag hätte ob es noch eine dritte Möglichkeit gäbe, dann würde sie mich sehr gerne interessieren. Wie sollte man das Dilemma ohne Kontaktabbruch ertragen?
          Was kann man tun, damit das Schwarze Schaf Dasein und das nicht mitspielen zu dürfen – nicht weh tut. Ich glaube es gibt keine Lösung sonst hätten wir sie schon längst gefunden.
          Mittlerweile ziehe ich nur meine Grenzen um mich und höre auf zu überlegen weshalb und weswegen oder wer oder was daran schuld hat. Es muss auch nicht immer jemand schuld sein. Diese Dinge passieren unserer Familie und uns einfach im Schicksal. Für mich gibt es nichts mehr zu klären mit meinen Eltern. Was bis jetzt nicht geklärt wurde -wird für die Ewigkeit nicht mehr geklärt werden.
          Tschüß

          • cindy sagt:

            Liebe schwarze Schafe,

            denjenigen von uns, die narzisstische Eltern haben (und das scheinen doch recht viele zu sein) kann ich nur eins sagen: Menschen kann man nicht ändern, Narzissten schon mal überhaupt nicht!
            Wenn sich ein Narzisst tatsächlich doch mal in eine Therapie begibt, dann meist wegen Folgeerscheinungen wie Suchtproblemen oder Depressionen, was dann der Fall ist, wenn dem Narzissten die Opfer fehlen und er auch keine neuen mehr findet… Die Schuld dafür gibt er natürlich nicht sich sondern wie immer den anderen… Leider durchschaut auch nicht jeder Therapeut dieses Spiel…

            Kinder von Narzissten haben daher genau 3 Möglichkeiten, zwei davon hat Roswitha ja schon genannt: Man ordnet sich unter und lässt sich klein- oder am Ende sogar kaputtmachen oder man zieht Grenzen, trennt sich von diesen Leuten.
            Die dritte Möglichkeit wäre: Das Kind tut alles, um es seinen Eltern rechtzumachen, ihnen ebenbürtig zu sein und wird am Ende selbst zum Narzisst! Aber ich glaube, dass das keiner von uns hier möchte…

            Ich selbst habe mich, wie Roswitha auch, für die zweite Möglichkeit entschieden – seit über zwei Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu meinem narzisstischen Ex-Vater und dessen „Anhängern“…

        • Peter Teuschel sagt:

          Tja, ich bin es natürlich aus dem „real life“ (= real therapy) gewohnt, im Sinne einer Übertragung als Projektionsfläche zur Verfügung zu stehen. Insofern stimmt „passt schon“ ganz gut!
          🙂
          Ganz prinzipiell fände ich es wunderbar, wenn die schwarze Herde sowohl für Neuankömmlinge im Thema als auch für „alte Hasen“ oder gar schwarze Schafe, die es „geschafft haben“, ein Forum und eine Diskussionsplattform darstellen könnte.
          Mein Ziel als Arzt und als Autor des „schwarzen Schafes“ ist, dass es meinen Patienten wie meinen Lesern immer besser geht, dass sie voran kommen, zu sich stehen, nicht verzweifeln, sich wehren, sich lossagen von alten und überkommenen Überzeugungen, sich neu entdecken als die, die sie sind.

  29. osterhasebiene langnase sagt:

    Meine Meinung ist: Das „schwarze Schaf“ ist eine Projektion (von Seiten der Leser sowie von Seiten des Autors), es ist das Bild einer Projektion. Es gibt ein Foto von Herrn Teuschel bei einen Vortrag in Augsburg, wo er neben der Leinwand steht, auf die das schwarze Schaf projiziert wird: genau so ist es! Herr Teuschel steht abseits und ein Mann spricht am Rednerpult. Das ist die Konstellation vom Schwarzen Schaf, eine Aufstellung der Thematik. Ein Dritter ist im Bunde! Was sich dahinter verbirgt ist ein ganz reales Beziehungstrauma, eine traumatische Erfahrung der Nicht-Einstimmung, die dazu geführt hat, im Leben eine bestimmte Rolle zu erfüllen, weil die betroffene Person nichts anderes kennt. Eine frühe Prägung also. Ich denke, auch mit Entwicklungstrauma kann hier viel erklärt werden. z.B. mit nicht bewältigter ödipaler Phase, fehlender Ablösung von einem Elternteil, nicht integriertem „Vatergesetz“, unaufgelöster Mutter-Kind-Dyade ect. Das „Schwarze Schaf“ ist ein Mythos, ein Märchen: und alle Beteiligten sind Aspekte des heutigen „Ich“ und wollen „nur“ integriert werden. Und jeder „Glaube“ an das „schwarze Schaf“ (also die Konzentration auf einen einzigen Aspekt) verfestigt und manifestiert das Leid. Manche Menschen können sich ihr Leben so gut in dieser Rolle/Prägung einrichten, sie spüren kaum, dass es nicht ihr „wahres“ Leben ist. Ich halte den Autor des Buches nicht für „weiter“ als andere, sondern ebenfalls als Suchenden. Vielleicht einfach nur für angepasster. So lange es nicht stört ist es ja in Ordnung. Nur denke ich, dass es sowas wie eine „Pflicht“ für jeden Menschen ist, sich selbst zu erkennen, um andere, die schwächer sind, nicht zu Opfern zu machen.
    Und mit Menschen, die doof sind, muss man ja nicht unbedingt befreundet sein. Sie sind eben so, da muss man nur drauf reagieren, wenn sie die eigenen Grenzen überschreiten. Die Vergangenheit kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, es kann mit Distanz aber erkannt werden, welche beschränkte Rolle man darin gespielt hat und wieviel Zeit das Ganze Spiel gekostet hat. Das ist bitter und traurig, aber auch interessant und spannend, weil der Film weiterläuft und noch nicht zu Ende ist. Eine Person (das angebliche schwarze Schaf) im Film hält sich nicht mehr an das vorgegebene Drehbuch. Das ist schon spannend, was das auch mit der ganzen Geschichte macht…so kann auch der Schmerz irgendwann überwunden werden, denke ich. Es ist wie ein spannendes Experiment. Viele Grüße.

    • Roswitha sagt:

      Liebe Schwarze Schafe, liebe Osterhasembiene langnase „Das verborgene Drehbuch“ gibt es. Leider habe ich den Eindruck, als ob meine Herkunftsfilie dieses Drehbuch unterbewusst schreibt und nicht weiß dass es existiert. Ich weiß zwar von der Existenz aber für mich kommen die einzelnen Geschichten die im Drehbuch geschrieben stehen ungewiß.
      Die gesamte Situation ist wie eine in sich selbst erfüllende Profezeihung.
      Wir können uns mal verschiedene schwangere Frauen vorstellen. Diese fragen wir unabhängig voneinander wie es ihnen geht.
      Die eine meint; Schwangerschaft erfüllt mich mit Stolz. Da ist man erst stolz auf den Bauch – dann auf das Neugeborene- dann wenn die Zähne kommen – dann wenn es laufen lernt. …
      Das ist ein Segen der sich von der Schwangeren auf das Kind überträgt und die Mutter sucht unbewusst nach Indizien die ihr Recht geben in ihrer Einstellung
      und wer sucht der findet.
      Eine andere Schangere antwortet anders;
      Schwangerschaft bedeutet Sorge. Zuerst macht man sich Sorgen ob das Kind gesund zur Welt kommt – dann wegen der Zähne und ob es gesund bleibt -dann ob es gut in der Schule ist – weiter macht man sich sorgen ob es einen guten Job kriegen wird und ob es Enkel geben wird und und und. .
      Wieder eine andere Schwangere sagt, dass das gebären von Kindern Aufopferung bedeutet und viel Entbehrungen…
      Jetzt ist das Baby gar noch nicht einmal geboren und alle werdenden Mütter wissen schon wie es sein wird und sie werden wohl mit ihrem Denken voraussichtlich im Recht bleiben.
      Die beiden zweiten Grundeinstellungem sind wie ein Fluch der schon ab der Schwangerschaft auf das Kind drückt.
      Dann gibt es noch andere Grundgedanken.
      Zum Beispiel.
      -Das Kind hätte ein Mädchen/Junge sein sollen
      – Es ist kein Wunschkind
      – Vom verkehrten Partner ..
      Das sind aber keine geistigen Gedanken der Mutter über ihr Kind sondern äußerliche Tatsachen die zu Gedanken führen.
      Im Grunde handelt es sich bei allen belastenden Einstellungen um fest verankerten Ideen, das ganze Kind nicht im „Ist -Zustand“ zu lieben Die Eltern sind in der verrückten Überzeugung dass Kind in einen „Soll -Zustand“ bringen zu müssen. In diesem Sinne wird das Drehbuch unterbewusst geschrieben. Egal ob es Kraft und Sorge und Arbeit kostet.
      Diese Eltern nehmen alles in Kauf um ihre selbst erdachten Ziele zu vervollständigen. Bei mir hatte ich den Eindruck, als ob der Schwerpunkt bei meiner Förderung und bei meiner äußerlichen Pflege in der Kindheit lag.
      Das hört sich ja erst mal positiv an wenn es da nicht auch mich gegeben hätte mit meinen emotionalen Bedürfnissen.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ja, Roswitha, Du hast die Entstehung dieses Drehbuchs ganz wunderbar beschrieben! Das Nichtbeachten der emotionalen Bedürfnisse ist das Beziehungstrauma, die Nichteinstimmung auf die wirklichen Bedürfnisse, das am Kind vorbeierziehen und herumziehen. Aus dieser Fragmentierung und Zerstückelung entsteht dann das Überlebens-Ich, die Rolle. Aber die gute Nachricht ist: Wir wissen und spüren, dass wir das nicht wirklich sind, was wir da hätten werden sollen. Das heißt doch, dass wir irgendwann einmal die Erfahrung gemacht haben müssen wie sich das anfühlt, wenn wir wirklich wir sind. Das muss neuronal irgendwo angelegt worden sein, ist also real da. Und diese Erinnerung, dieser Vergleich mit dem, was aus uns jetzt geworden ist, wie weit wir uns von uns selbst entfernt haben, das denke ich, ist der Schmerz, den wir fühlen. Und dieser Schmerz treibt uns voran, die Teile wieder richtig zusammenzusetzen, also das Drehbuch so umzuschreiben, dass es für uns passt und nicht für die Rolle, hinter der wir uns verstecken mussten, um den Vergewaltigungsschmerz aushalten zu können. Das ist das Ziel der Suche. Liebe Grüße

        • Roswitha sagt:

          Ja- und das interessante dabei ist; Unsere Eltern wollen nicht mehr umdenken. Sie glauben, sie können die Probleme mit uns Kinder immer noch auf die gleiche Art lösen wie es damals funktioniert hatte. Sie glauben wir seien immer noch erpressbar und naiv.
          Sie wünschen sich noch immer ein kleines niedliches fröhliches abhängiges Kind und fauchen und ärgern sich über unsere erwachsene Sturheit.
          Und ihren Ärger und ihre Wünsche bringen sie auch klar zum Ausdruck – gleich im Zusammenhang mit allen Formen der Manipulation.
          Meine Eltern brauchen vielleicht eine kleine Heidi aus den Bergen – die es mit Fräulein Rottenmayer ausgehalten hatte. Das kleine fröhliche und liebe Mädchen, welche ihren Großvater aus der Depression gerettet hatte und mit den Ziegen gespielte.
          Besser wäre noch für sie wenn ich ein Baby wäre und mit ihnen eine Symbiose Beziehung hätte. Da könnte ich alles toll finden was sie machen und überhaupt nicht widersprechen.
          Es ist aber nicht meine Aufgabe ihre für mich gedachte Rolle zu spielen in ihrem Drehbuch.
          Da gibt’s noch die restliche Verwandtschaft (Onkel, Tante, Schwiegereltern, Cousin. …) die glauben mit ein paar netten Worten könnte man das Problem einfach lösen. Das Problem liegt aber tiefer und läßt sich nicht einfach wegträumen. Ich habe gar keine Vorstellung wer oder was ich in der Fantasie meiner Eltern sein soll. Ich weiß nur wer ich für mich sein möchte.
          Liebe Grüße

          • cindy sagt:

            Das mit dem Drehbuch ist gut und erinnert mich an eine Sitzung mit meiner Therapeutin, wo ich sie mal fragte, warum ich nicht so wie meine Schwester bin, die das Spiel mitmacht, ihr Fähnchen nach dem Wind hängt und sich schon immer regelrecht bei den Eltern eingeschleimt hat – von meinen Ex-Eltern kam ständig der Vorwurf, warum ich denn nicht „um gut Wetter bettle wie meine Schwester“…
            Die klare Antwort meiner Therapeutin lautete: „Weil diese Rolle schon besetzt war!“

            Familie ist wie ein Theaterstück oder ein Film, in dem jeder seine Rolle zugewiesen bekommt und einige Familien kommen nicht damit klar, wenn jemand die ihm zugewiesene Rolle nicht so spielen will, wie es im Drehbuch steht…
            Auch hier gibt’s wieder die 3 Möglichkeiten: Man spielt die ungeliebte Rolle (wobei die Dreharbeiten beim Film irgendwann abgeschlossen sind, während es in der Familie leider weitergeht), man macht nicht mehr mit und kündigt oder man übernimmt selbst die Regie!

            Intolerante Familien kommen nicht damit klar, wenn sich jemand nicht in die ihm zugewiesene Rolle einfügt – in meiner Herkunftsfamilie war dies in erster Linie die Rollenverteilung der Geschlechter… Ein Mann hatte einen guten Job zu haben um die Familie finanziell gut zu versorgen und die Frau hatte sich um den Haushalt zu kümmern, ihrem Mann treu zu sein, ihn zu verwöhnen und sich ansonsten keine eigene Meinung zuzulegen… Die Emanzipation hätte es in den Augen meines Ex-Vaters besser nie gegeben – sie sei doch schuld an allen schlechten Entwicklungen in der Gesellschaft (z.B. an der hohen Arbeitslosigkeit, weil doch alle diese arbeitenden, sich-selbst-verwirklichenden Frauen den Männern die Arbeitsplätze wegschnappen oder die vielen Scheidungen, die ja nur wegen eigenwilligen Ehefrauen zustande kommen usw….)!

            Wenn narzisstische Eltern ihre Einstellung haben, dann behalten sie diese auch, da kann man machen, was man will – ich habe mir jahrelang die Zähne an denen ausgebissen und bin es leid, mich ständig mit denen zu streiten, denn am Ende ziehe ich sowieso immer wieder den Kürzeren…!
            Leider gibt es immer noch zu viele Menschen, die das nicht verstehen wollen, ob innerhalb oder außerhalb der Herkunftsfamilie…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Hahaha…..! Die Heidi von den Bergen…, ja genau. Irgend sowas in der Art muss in ihren Köpfen rumschwirren. Kein gutes Drehbuch für die gute Heidi, das wird böse für sie im Burnout enden, eine wunderbare Geschichte über emotionalen Missbrauch. Scheint also auch im kollektiven Unbewussten verankert zu sein, dieses Frauenbild.
            Als Jugendliche hatte ich wirklich Mordfantasien, habe Psychokrimis geliebt und mir gedacht, nach 15 Jahren hast du immer noch ein Leben und der Spuk ist vorbei. Ich war mir aber nie sicher, ob das eine wirklich gute Lösung ist, so habe ich es gelassen. Dann hat es irgendwann klick gemacht und mein Kopf hat sich von meinem Körper abgespalten, der wurde nur noch mitgeschleift, und ich habe scharfe Waffen geschmiedet (im Hirn). Später dann habe ich meinen Körper wieder eingesammelt und doch mit auf die Reise genommen, aber mein Geist war umnachtet, ich versuchte mich anzupassen so gut es ging, aber es ging mir mit der Zeit immer schlechter, ich schlitterte ganz langsam in eine Depression hinein, eine unheimliche Schläfrigkeit überfiel mich, ich wurde willensschwach, ängstlich und mir wurde eiskalt. Ich konnte mich den äußeren Einflüssen einfach nicht entziehen.

            Heute morgen habe ich ein wirklich gutes Statement von Prof. Dr. Spitzer über Burnout gesehen. Er sagt ungefähr so: Wer nicht für das brennt und noch nie gebrannt hat, was er tut, hat Burnout oder bekommt es. Meine schwer depressive Schwester, die den Beruf der Psychotherapeutin ausübt, hat mit aller Macht versucht, mir mein Feuer auszutreiben. Sie kann es nicht ertragen, wenn Menschen Dinge mit Begeisterung und Lebensfreude tun, wenn sie mit Vertrauen ihren Weg gehen und Erfolg haben und sogar glücklich sind. Auch meine Mutter war in gewisser Weise so (und doch ganz anders), aber da ich so „schwierig“ war, hat sie mich einfach gelassen und mir gegeben, was ich wollte. Meine Schwester nie, sie wollte alle gegen mich aufhetzen und mich immer bei der Stange halten. Und ich kann heute sagen: ich habe eindeutig zu viele Kompromisse gemacht, um es ihr recht zu machen und meine Ruhe zu haben. Davon bekommt man seine Ruhe aber nicht. Nur durch eindeutige Entscheidungen bekommt man seine Ruhe, das weiß ich jetzt.
            Ich verstehe nicht, warum niemand von der Kassenärztliche Vereinigung vorbeispaziert ist und gesagt hat: bitte Führerscheinabgabe! Kümmern Sie sich erst mal um sich selbst! (der Staat hat ja keinen so großen Schaden: die Hälfte des Vermögens kommt als Erbschaftssteuer wieder zurück und die psychisch Kranken sind auch erst mal von der Straße)
            Mit einem blinden Taxifahrer würde man auch nicht mitfahren, auch wenn er den Stadtplan auswendig kennt. Manche Menschen sind eine Pest, eine Plage und nichts weiter. Da ist sonst gar nichts, sie sind auf der Welt als Irrlicht unterwegs. Die ahnungslosen Patienten werden in die Depression geführt, sie kennt alle Schleichwege dorthin. („Glücklich-Sein, schminken Sie sich mal besser gleich ab, davon wird man höchstens arm und wenn Sie nicht direkt eine Million auf dem Konto haben, sollten Sie besser die Wasser-und-Brot-Diät einhalten“) Wenn man zu einem Therapeuten geht, dann sollte der ein Vorbild sein (sowie Eltern eben auch), jemand, der so ist, wie man auch sein möchte (z.B. offen, frei, positiv, zugewandt, lebensfroh, ect.). Aber wer will am Ende arbeitsunfähig oder in einer Anstalt pflegebedürftig sein? Niemand hat je hinter die Kulisse geschaut: schon als Kind hat sie andere Kinder gequält, sich in der Ehe psychisch und physisch prügeln lassen, unfähig ein eigenständiges Leben zu führen, ein psychischer Pflegefall, der kaum die Nase aus der Haustüre zu halten wagt, dessen Fortbildung darin besteht, sich seit Jahren mit ein oder zwei ortsansässigen Kollegen einmal im Monat zum Ratschen zu treffen, das nennt sich dann „Kompetenzzirkel“, und so ziemlich der einzige Außenkontakt, ein Mensch, der nie eine Reise alleine gemacht, niemals alleine gewohnt hat, keine Hobbies oder sonstigen Interessen hat… Die Verwandtschaft hat sich größtenteils schon zurückgezogen, obwohl ein gutes Erbe winkt. Und jetzt bin ich auch noch abgesprungen. Ich habe keine Lösung. Ich weiß nur, dass ich mit dieser Sache nichts mehr zu tun haben möchte. Absolut nicht. Nie mehr. Vielleicht ist das ein Buch, das noch geschrieben werden muss.
            Liebe Grüße

            • Roswitha sagt:

              Hallo, ihr Schwarze Schafe, wir sind hier eine freundschaftliche und nette Gruppe geworden.
              Die Heidi aus den Bergen wurde emotional missbraucht. Aber da gibt es noch die Pippi Langstrumpf. Die Pippi würde jeden Narzissten dazu bringen, dass dieser sein eigenes Erbrochenes wieder essen müsste.
              Die Pippi ist so zu sagen ein Beispiel wie wir mit Narzissten sprechen oder umgehen könnten.
              Sie hat Autonomie, Ironie, Humor, Stärke (denn Narzissten können nicht nur manipulieren sondern auch gegebenfalls zuschlagen) und ein großes Herz mit allen Gefühlen
              Liebe Grüße

              • osterhasebiene langnase sagt:

                So sprach der Narzisst: Du kannst mein Kacki essen, mein Pippi auftrinken und dann mein Arschi abwischen, das steht dir zu, mehr nicht! Arschlocharschlocharschloch. Viele liebe Grüße an alle Narzissten-Geschädigten hier in der Schwarzen Herde.

              • cindy sagt:

                Liebe Roswitha,

                die Pippi Langstrumpf ist das Wunschbild aller Kinder (und vielleicht auch manches Erwachsenen) – welches Kind hätte nicht gern eine liebe Mutter im Himmel, dafür aber einen Vater, der sie nicht maßregelt, sondern spannende Abenteuer mit ihr erlebt und auf die Hilfe der Tochter angewiesen ist, ihr aber trotzdem Geld ohne Ende zur freien Verfügung stellt? Pippi ist stark, unabhängig, muss nicht in die Schule, sich von niemandem etwas sagen lassen, hat auch noch unverschämtes Glück und kommt trotzdem prima durchs Leben – so einen Menschen wird es leider niemals geben… Ein Märchen, wo am Ende immer die Gerechtigkeit siegt, die Bösen ihre gerechte Strafe bekommen und die Guten glücklich leben bis ans Ende ihrer Tage… Wäre die Wirklichkeit so, dann gäbe es am Ende keine schwarzen Schafe mehr…

            • cindy sagt:

              Liebe osterhasebiene,

              die Heidi aus den Bergen hätten sich meine Ex-Eltern bestimmt nicht gewünscht – man hat sie emotional missbraucht, aber letztendlich ist sie dann doch den Weg gegangen, der sie selbst glücklich macht… Und dann ihr aufmüpfiges Benehmen, das doch so total unweiblich war – geht ja gar nicht…!
              Meine Kinder mochten Heidi sehr gerne und ich war Fan von Biene Maja – die sich auch nicht an die Regeln gehalten hat, aber dann ihren eigenen Weg gegangen bzw. geflogen ist, ihre eigenen Erfahrungen gemacht hat und am Ende sogar selbst Bienenlehrerin geworden ist…!

              Deine Schwester scheint mir den Weg genommen zu haben, selbst zum Narzissten zu werden – sie hält sich scheinbar für jemand besonders Tolles, merkt nicht, dass SIE in Wirklichkeit krank ist und gönnt anderen, insbesondere denen, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen, ihr Glück nicht…

  30. osterhasebiene langnase sagt:

    Ich finde es auch ganz schlimm, dass in unserer Gesellschaft so viele junge intelligente Menschen, mit 17, 18, 19 Jahren in der Altenpflege verheizt werden, bei einem Gehalt, von dem sie nicht mal selbständig leben können und weiter auf Eltern und Partner angewiesen sind (die sie meist auch nicht gut behandeln). Das ist moderne Sklaverei, eine Tragödie.

    • Roswitha sagt:

      Das Gleichnis vom Taxifahrer hat mir gefallen. Ein ähnliches Gleichnis kommt auch in der Bibel vor. Es ist eine bildliche Beschreibung davon, wenn die Intelligenz und die Gefühle nicht im Einklang sind.
      Liebe Grüße

    • Roswitha sagt:

      Liebe Osterhasenbiene Langnase – unsere Wirtschaft ist so aufgebaut; Die Bösen sind unsere Könige und die Guten sind die Untergebenen. Es ist nur Narzisstem möglich auf die Spitze der Elite zu gelangen. Wenn die Obersten die Liebe hätten – dann täten sie keine Nacht ruhen ohne mit einem einzigen Fingerschnippen den Welthunger zu stoppen.
      In unserer Familie ist auch das System aufgebaut wie eine Pyramide. Die Zweituntersten verarschen und belügen – die Untersten. Die Drittuntersten belügen – die Zweituntersten und Untersten. Die Viertuntetsten erniedrigen die Dritt- Zweit und Untersten.
      Am Schluss werden alle belogen und vor einen Karren gespannt.
      Keiner merkt und spürt es – dass jeder Opfer und Täter gleichzeitig ist.
      Denn wenn einer es zugeben würde Opfer zu sein vor dem der über ihm steht, dann müsste er sich eingestehen einen Schaden zu haben. Gleichzeitig rutscht er eine Etage tiefer. Kein Narzisst würde seine weiße Weste freiwillig ausziehen. Wenn sie Verantwortung tragen müssten, dann würden sie innerlich zerreißen. Denn sie können den feinen Unterschied zwischen Verantwortung und Schuld nicht begreifen.
      Deshalb ist es so schwierig mit ihnen auf Augenhöhe zu sprechen.
      Wir können uns nur unterordnen.
      Sie fürchten das offene Gespräch – tun aber nach außen hin als ob sie die Anliegen der Anderen ernst nehmen wollten.
      Das ganze wird zu einem typischen Double-Bind Gespräch.
      Wenn wir Botschaft eins durchleuchten möchten – dann wird Botschaft eins abgestritten und auf Botschaft zwei hingewiesen. Wenn wir offen über Botschaft zwei sprechen möchten dann wird diese ebenfalls geleugnet und auf Botschaft eins hin gewiesen.
      Solche Gespräche dienen nicht zur Klärung sondern sind ein Weiteres Mittel den Untegebenen zu erdrücken. Jetzt bin ich zum Ergebnis gekommen- dass dieser Umstand kein äußerer Umstand ist – den es zu klären gibt, sondern mir bleibt ja noch ein freier Geist in mir.
      So gibt es auch einen freien Geist für diejenigen die arm sind und mit schlecht bezahlten Jobs leben müssen, auf dieser Erde.
      Wir müssen uns innerlich befreien.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das hast Du schön gesagt, wirklich weise. Mir tun nur die Jungen so leid, die noch so viel vor sich haben und ich würde das Rad so gerne anhalten, um etwas besseres weiterzugeben. Und ich würde so gerne nicht als ganz großes A… sterben. Was glücklich macht, ist mit sich einigermaßen im Reinen zu sein. Liebe Grüße

    • cindy sagt:

      Ja, das ist allgemein ein Problem in unserer Gesellschaft, dass Menschen (insbesondere junge) immer mehr arbeiten müssen für immer weniger Geld – mittlerweile sind mindestens 1/3 der Löhne in Deutschland im oder unterhalb des Billiglohnsektors, Tendenz steigend und immer mehr alte Menschen müssen zu ihrer Rente noch etwas dazuverdienen, damit’s überhaupt zum leben reicht…
      Das Alter wird auch für unsere Generation nicht gerade rosig – entweder arbeitet man sich kaputt, so dass man die Rente, deren Alter ja auch immer weiter in die Höhe getrieben wird, gar nicht erst erreicht, oder man wird dement und muss gepflegt werden, oder man muss bis ins hohe Alter noch schuften oder irgendwelche pflegebedürftigen Angehörigen vesorgen oder pflegen, so wie mein Schwiegervater mit 77 Jahren noch seine demente Ehefrau pflegt…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das sind viele Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft. Die Altenpflege so wie sie heute ist, ist ein vorübergehendes Phänomen, das von der wohlhabenden Nachkriegsgeneration geschaffen wurde, denke ich. Wir werden bestimmt nicht mehr so gepflegt nach dem Solidarprinzip. In der Altenpflege werden vermehrt Ausländer und Flüchtlinge ausgebeutet, was ich genauso schlimm finde. Überall verschärfen sich die Herr-Knecht-Verhältnisse in der Gesellschaft. Daher auch diese Wahlergebnisse.

        • Roswitha sagt:

          Die Finanzielle und somit auch Äußere Unabhängigkeit von uns Schwarze Schafe ist auch ein interessantes Gespräch wert. Manche sind finanziell und äußerlich unabhängig, werden aber immer noch an den Marionettenfaden von den Eltern gezogen.
          Da gibt es auch leider Schwarze Schafe die in einer großen finanziellen Not sind und aber trotzdem nicht auf die Hilfe von ihren Eltern angehängt sein wollen.
          Viele halten die Situation schon in der Jugend und Teenagerzeit nicht aus und landen auf der Straße.
          Wie die politische Lage zur Zeit im allgemeinen ist; das ist wiederum ein anderes spannendes Thema.
          Liebe Grüße

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Viel entscheidender ist vermutlich nicht das was man hat (woher auch immer), sondern die innere Einstellung, ob man das was man hat auch wirklich „verdient“ hat. Also sind wir wieder bei der Psyche angekommen. Manche Menschen haben unendlich viel und denken trotzdem, sie seien bettelarm. Liebe Grüße

            • Roswitha sagt:

              Genau Richtig so ist’s.
              Das gleiche steht auch in der Bibel. Nur anders formuliert.
              Jesus ist unter Anderem mit Schwarzen Schafen solidarisch umgegangen. Er hat auch in mehreren Gleichnissen beschrieben, dass es Gott nicht immer nur um Leistung und Recht und Kontrolle geht. So wie es uns leider manchmal von der Kirche und auch von unseren Eltern vermittelt wurde. Ich gehöre zu keiner Glaubensgemeinschaft sondern lese das Buch allein.
              In vielen Gleichnissen hat Jesus liebevoll davon erzählt, dass für Gott die Bindung an ihn und die Bedürfnisse von uns Menschen im Mittelpunkt stehen.
              Ich möchte es hier zur Erbauung erzählen und keinen mit meinem Gottesbild nerven. Es gibt viele Christen die von Gott sprechen – aber nicht für die Stärkung von uns, sondern um sich mit seiner/ihrer eigenen Scheinheiligkeit vor uns aufzublähen. Wir können unsere Gefühle als Werkzeug benutzen um besser als diese falschan Propheten zu sehen und wir sollten uns nicht anpassen sondern in innerer Freiheit leben. Ganz Wichtig; Wir sollten unsere Anpassung vermeiden an alle faschistischen Gruppen die wir erkennen! LieneGrüße

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Die Bibel mag ich auch sehr, ohne Kirche, vor allem das Neue Testament. Es ist ein gutes Ziel, Faschismus zu erkennen (was oft gar nicht einfach ist, weil er sich im Gewand des „Guten“ verbirgt) und zu umgehen. Mehr ist gar nicht zu tun.

  31. cindy sagt:

    Liebe schwarze Schafe,

    das Verhältnis zum Geld spielt meiner Meinung nach eine große Rolle, wie man sich entwickelt – egal ob man ein schwarzes Schaf ist oder nicht…
    Diejenigen, die oben sind, das sind meist Narzissten (wie Roswitha schon richtig angemerkt hat) und wollen uns aussaugen… Ich gehe mittlerweile sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass Menschen in hohen und gutverdienenden Positionen, seien es Prominente, Politiker, Schauspieler, Politiker oder auch Manager einfach etwas Narzisstisches haben MÜSSEN, sonst bleiben sie nicht lange in dieser Position oder kommen da gar nicht erst hin… Wir sind ganz eindeutig eine Ellenbogengesellschaft und es liegt an uns, ob wir mitmachen, uns unterdrücken lassen oder uns da ganz raushalten…

    Am Beispiel meiner Herkunftsfamilie kann ich es sehr gut sehen: Alle wissen sie, was meine Ex-Eltern getan haben und wie egoistisch sie sind, doch fast alle halten zu denen, die meisten, weil sie auf das Millionenerbe hoffen… Meine Schwester ist vielleicht die Einzige, wo auch noch eine emotionale Abhängigkeit mit reinspielt – sie ist alleinstehend, hat meines Wissens nach auch außerhalb der Familie keine guten Freunde und anscheinend Angst, ganz alleine dazustehen, wenn sie nicht bei denen „mitmacht“…

    Meiner Meinung nach muss man das richtige Verhältnis zum Geld entwickeln, verantwortungsvoll damit umgehen, möglichst keine Schulden machen, aber dafür auch nicht „über Leichen gehen“ oder sich bei den Wohlhabenden bis zum Erbrechen einschleimen… Wer bereits als junger Mensch so eingestellt ist, hat die Chance, sich von seiner Familie unabhängig zu machen und kann sich im Bedarfsfall auch besser abgrenzen, als wenn er dauernd auf irgendeine Erbschaft hofft oder Schulden bei Familienangehörigen hat…

    Hier und da ist es halt auch mal notwendig, dass man seine finanziellen Ansprüche herunterschraubt, um unabhängig zu bleiben, sowohl von der Familie als auch von anderen Menschen…!

  32. osterhasebiene langnase sagt:

    Geld ist ein ziemlich interessantes Phänomen, finde ich. Meine Mutter hatte als Selbständige mal mehr mal weniger – so wurde es auch ausgegeben. Geld war immer im Fluss und wurde nicht gehortet, das ist meine Prägung. Für wichtige Dinge war immer Geld da und ich hatte diesbezüglich nie Mangel ohne jemals viel zu haben. Das empfinde ich als großes Geschenk, weil es bei mir eine relative Gleichgültigkeit erzeugt hat und keine Fixierung. Anders bei meinen Geschwistern, hier wurde Geld zum Symbol für Mangel. Dadurch entstand eine Horteritis, ein Wir-kaufen-uns-die Welt-dann-kann-uns-keiner-mehr-was. Meine Geschwister haben so ein Klan-Denken (daher haben sie sich auch so gut mit meiner angeheirateten Verwandtschaft verstanden), was bei mir das Gefühl von Sekte hervorruft. Sie nehmen, was sie kriegen können. Meine Familie kam mir immer vor wie eine ganz üble Räuberhöhle, jeder schleppt davon soviel er tragen kann. Der Wert eines Menschen wird danach gemessen, wieviel er hat. Das ist ein ganz blödes Monopoly-Spiel. Meine Mutter hatte dieses Denken gar nicht und wird deshalb auch als Verschwenderin und Versagerin angesehen, obwohl sie in gutem Einklang mit dem Umfeld war (faire Löhne zahlte, Leute beschäftigte…). Sie hat erhalten UND gelebt, das finde ich bis heute nachahmenswert.

    • cindy sagt:

      Bei uns war es ein wenig anders – man hat uns auch finanziell ziemlich klein gehalten und uns das als richtig verkauft – Kinder sollen ja auf keinen Fall verwöhnt werden, damit sie später gut mit Geld umgehen können und somit auch ein gutes Leben führen können, genauso, wie es meine reiche Omi angeblich auch mit meiner Ex-Mutter getan hat, die ja deshalb auch so gut mit Geld umgehen kann… Immer haben uns meine Ex-Eltern weisgemacht, sie hätten selbst nicht viel…
      Erst jetzt ist mir klargeworden, dass alle meine Großeltern auch schon zu Lebzeiten doch recht großzügig zu meinen Ex-Eltern waren – so hatten sie meinen Ex-Eltern schon zu ihrer Hochzeit kleine Firmenanteile überschrieben (uns wurde von meinen Ex-Eltern immer nur versprochen, dass wir auch zumindest mal einen kleinen Anteil bekommen würden, aber das wurde nie gehalten!), mein Ex-Vater bekam von meinem Großvater ein Grundstück geschenkt, die wurden von beiden Familien finanziell und auch anderweitig unterstützt und das sind nur die Dinge, die ich weiß…
      Mein Ex-Vater ist eben ein besonders raffinierter Narzisst, der es mit den Jahrzehnten geschafft hat, sich mit seiner verlogenen Art ins Vertrauen seiner reichen Schwiegereltern einzuschleimen, obwohl er besonders seine Schwiegermutter gehasst hat, was er vor ihr geschickt verborgen, aber dann zuhause herausgelassen hat – und das Hauptziel war ich, da ich ihr ja so ähnlich bin und auch noch am gleichen Tag Geburtstag habe wie sie… Die Faust, die er bei ihr in der Tasche gemacht hat, bekam am Ende ich ab – ich wurde zum Abschaum abgestempelt, der alle schlechten Eigenschaften der Familie in sich trug, insbesondere die meiner Omi…

      Das Geld trägt meiner Meinung nach die Hauptschuld daran, dass ich zum schwarzen Schaf wurde und dann mache ich den ganzen Mist noch nicht einmal mit, verhalte mich nicht wie eine Frau, vergöttere meinen Ex-Vater und seine Gattin nicht, klatsche nicht bei allem, was sie tun noch Beifall, so wie es der größte Teil der Familie tut – das konnte früher oder später nur zum Bruch mit der Familie führen…
      Es ärgert mich, dass meine Kinder und ich fast leer ausgehen, während das Geld, die Firmenanteile und die Immobilien, also das ganze Vermögen, das schuld an allem ist und eigentlich auch meinen Kindern und mir versprochen war, jetzt sehr wahrscheinlich an diesen verlogenen Teil der Familie gehen wird, wenn auch wohl erst nach dem Tod meiner Ex-Eltern… Die können auf ein sorgenfreies Leben blicken, während meine Kinder und ich zusehen können, wo wir bleiben… Wir müssen hier einen Schicksalsschlag nach dem anderen durchleben, während die gesund und munter bleiben und ein Leben wie die Made im Speck führen – es ist einfach nicht gerecht!!!! Das Schicksal kann wirklich ein ganz gemeiner Verräter sein…!

      • Roswitha sagt:

        Liebe tapfere Cindi, bei mir ist die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Vielleicht bin ich naiv noch an eine zukünftige Gerechtigkeit zu glauben. Aber wie auch immer es weiter geht, es ist nicht unsere Schuld.
        Wir können nichts dafür und leider müssen wir das Schicksal so hin nehmen wie es ist.
        Ich fühle mich in meiner Situation so -als wäre ich auf dieser Welt in ein tiefes gefährliches Meer geworfen worden.
        Es scheint meine Lebensaufgabe zu sein, für mich nach einem Schwimmring zu suchen und abzuwarten bis wieder ein Schiff kommt um mich zu retten.
        Das ist mein Durst nach der Gerechtigkeit.
        Denn so wie unsere Lage jetzt im Augenblick ist, kann es gar nicht gerecht sein. Uns ist die Verantwortung für unsere Eltern auferlegt worden. Normalerweise sind Kinder verantwortlich; -sich die Zähne zu putzen – Hausaufgaben zu machen – keine Schimpfwörter zu sagen. ….
        Normalerweise sind aber Kinder niemals verantwortlich; -für die gute oder schlechte Laune ihrer Eltern – die Tränen oder Sorgen der Eltern – die Stimmung in der Familie . …Die Verantwortung haben wir durch unseren Kontaktabbruch weggebrochen. Das ist schon mal ein Stück Schwimmring.
        Die gesamte Botschaft unserer Familie lautet. 》“Sei so wie du jetzt nicht bist, dann bist du liebenswert“《
        Es geht hier niemals um Bindung und Nähe zu ihnen, sondern ausschließlich um Kontrolle.
        Wir sind vier Kinder und natürlich können unsere Eltern nicht alle gleich kontrollieren. Also haben sie sich einfach emehrere geschickte Schachzuge einfallen lassen. -Sie nehmen Geld als Druckmittel. -Sie schaffen unter den Kindern eine Hierarchie damit wir uns gegenseitig unter Kontrolle halten.(Ich bin in dieser Hierarchie ganz unten) -Sie versuchen es mit Angst oder Schuldgefuhle einreden. – Sie benutzen Gott als Sprachrohr um ihrer eigenen Meinung mehr Gewicht zu geben. (Das will ich nicht näher beschreiben, weil es eine Geschichte für sich ist) -Sie versuchen sich aufzublasen indem sie eine Ausbildung vorweisen Nach dem Motto: „Mein Sohn darf doch gar nicht unglücklich sein, seine Mutter ist Erzieherin…..“
        (Herr Teuschel können Sie sich folgendendes vorstellen; Ihr Kind würde zu Ihnen kommen und beklagen, dass es unglücklich sei – und sie würden Antworten 》“Das ist doch nicht möglich und darf nicht sein. Mein Kind du hast doch so einen gebildeten und erfahren Vater. Ich bin doch Psychologe also habe ich alles richtig gemacht. Da muss das Problem wohl an dir liegen. „《 ) 🙂
        Jetzt kann ich darüber lachen, weil es so absurd ist. Für meine Mutter ist es aber bitterer ernst, so in dieser Form zu argumentieren.
        In einem ähnlichen Wortlaut habe ich das erlebt und sogar ausschweifendender. Da werden sämtliche Arbeitskollegen und Nachbarn ….. aufgezählt die keine schlechten Erfahrungen mit ihr gemacht hatten. Nur um zu beweisen, dass mit ihr alles stimmt und die Schuld bei mir liegt.
        Wir Schwarze Schafe haben unterschiedliche Arten der Manipulation erleben müssen, aber unser Schicksal bleibt das selbe.
        Tschüß

        • Peter Teuschel sagt:

          Tja, das kann ich mir in der Tat nicht vorstellen. 🙂

          • cindy sagt:

            Das Schlimme ist ja, dass unsere Problematik gerade deshalb von vielen Außenstehenden und selbst innerhalb der Familie oft nicht verstanden wird – wie oft durfte ich mir schon anhören „Aber dein Vater ist doch Pädagoge, ein Lehrer, wie kann der so etwas tun?“ Allein schon der Beruf scheint viele Menschen unfehlbar zu machen, seien es Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter, Psychiater, Psychologen oder auch Menschen mit juristischen oder kirchlichen Berufen…

        • cindy sagt:

          Danke Roswitha, für Deine aufmunternden Worte! Einige haben mir schon gesagt, dass die irgendwann doch ihre gerechte Strafe bekommen werden, aber nach den „netten“ Karten aus Australien an die Kinder sieht es halt bis jetzt so gar nicht danach aus…
          Geld und Vermögen als Kontroll-, Druck- oder vor allem Machtmittel zu benutzen, scheint durchaus üblich zu sein – eine meiner größten Ängste ist es, dass meine Ex-Eltern zum 18. Geburtstag meiner Kinder plötzlich auf der Matte stehen und versuchen werden, auch sie damit zu locken und gegen mich aufzubringen, denn bei den anderen haben sie es ja schon geschafft…!

      • Roswitha sagt:

        Mir ist noch etwas eingefallen was ich noch schreiben wollte;
        Wenn im allgemeinen Kinder auf diese Welt kommen, dann sind sie von sich aus an Bindung interessiert. Eltern geben ihren Kindern Bindung und bekommen dafür etwas geschenkt. Umzwar bekommen die Eltern Autorität vor ihren Kindern. Je besser die Beziehung und Bindung desto besser folgen die Kinder und haben Respekt und Vertrauen. Diese Autorität gibt’s gratis als Folge der Beziehung.
        Wenn nun die Eltern nicht fähig sind sich an das Kind zu binden, dann kriegen sie keine Autorität.
        Wir müssen verstehen, dass dies eine enorme Belastung für die Eltern ist. Die Kinder machen quasi was sie wollen und hören nicht was die Eltern sagen.
        Ich möchten alle Schwarzen Schafe bitten – mit mir – eine Runde Mitleid mit unseren Eltern zu haben. Das sage ich in großer Solidarität in die Runde, denn ich bin selbst ein Schwarzes Schaf.
        Denn sunsere Eltern hatten es wirklich schwer mit uns. Wichtig ist nur zu wissen, dass wir nicht daran Schuld sind. Das Schicksal ist Schuld aber nicht wir und auch nicht unsere Eltern.
        Deshalb versuchen unsere Eltern es bis heute mit allen Mitteln, diese Ehre und Autorität zu bekommen.
        Die Mittel haben wir schon aufgedeckt: Geld, Status, Gewalt, Manipulation, Erpressung und Verdrehen/Lügen . ….Das wenden sie aber nur in ihrer Hilflosigkeit und Not an.
        Ich glaube an ihre Unschuld.
        Sie wissen und könnten halt nicht anders. Unsere Eltern sind verantwortlich dafür was passiert ist aber unschuldig. Das ist meine Theorie und es hilft mir zu vergeben.
        Nochmal Tschüß

        • Roswitha sagt:

          Herr Teuschel, da bin ich echt beruhigt wenn Sie mir das sagen.
          Bei meiner Verwandtschaft und Familie ist das nicht der Fall. Die plappern alles nach, was sie von meinen Eltern hören und glauben an deren Dogmen.
          Da kriege ich das gleiche zu hören; 》“Du musst doch nicht verzweifeln. Deine Mutter ist doch eine erfahrene Pädagogin. Die kann mit allen Menschen gut umgehen…..“《
          Es scheint mir als hätte ich die Pflicht glücklich zu sein, weil die ANDEREN ja alle so toll und nett sind.
          Ich bin aber unglücklich im Kreis meiner Familie.
          Genau das ist der ganze Energieraub.
          Meine Mutter hatte aber schwere Depressionen als ich klein war. Keiner glaubt mir, dass meine Spiegelneuronen mir das ganze Leid mitfühlen haben lassen.
          Da kriege ich zu hören》“Ach das hast du doch alles nicht erleben müssen. Das hat nichts mit dir zu tun. Alles Einbildung“《
          Natürlich hatte der Grund ihrer Depressionen nichts mit mir zu tun. Das ist doch nicht das Problem was ich meine. Fakt ist, dass ich Empathie empfunden und gelitten habe. Das diese Erfahrungen für mich belastend waren. Obwohl mir meine Familie zuspricht – ich sei eher böse und kalt.
          Ich könnte mir eine neue Beziehung mit meinen Eltern vorstellen, wenn diese alten Muster aufgelöst währen und dadurch für mich eine Nähe zu meinen Eltern entstehen könnte. Eine Nähe die nur über ihre Gefühle entwickelt sei, umzwar für mich.
          Das würde ich mir wünschen.
          Dabei geht es mir nicht meine Eltern vorzuführen oder eine Entschuldigung zu bekommen von ihnen. Es müssten nur die alten Irrtümer aufgedeckt und über die Emotionen neue Nähe entstehen in unserer Familie.
          Tschüß

        • Roswitha sagt:

          Meine Eindrücke und Erfahrungen mit meiner Herkunftsfamilie möchte ich noch etwas genauer beschreiben.
          Ich habe das Ganze Verhalten meiner Mutter für mich sortiert und glaube zu erkennen, dass sie mehrere Facetten in sich trägt. Ich bin wohl die einzige verrückte in meiner Familie die das wahrnehmen kann.
          Umzwar beschreibe ich diese Charaktere in verschiedene Gesichter. Jetzt werden vielleicht auch Sie Herr Teuschel denken. 》“Die spinnt jetzt total“《
          Aber ich schreib es trotzdem auf.
          Gesicht 1: Die Bettlerin: Sie entschuldigt sich mit Tränen in den Augen und demütig für meine Empfindlichkeit. Obwohl sie nicht weiß was sie angeblich falsch gemacht hat.
          Gesicht 2: Die Wutbürgerin: Sie ist empört weil ich den Kontakt zu der Familie abgebrochen habe. Sie rechnet mir vor was sie alles für mich gemacht hat und/oder noch tun würde. Sie profezeit mir, dass es mir schlecht gehen würde, wenn ich nicht brav meinen alten Platz einnehmen würde.
          Gesicht 3: Die traurige /besorgte Mutter: Sie ist traurig über die „Krankheit“ „Verrücktheit“… von mir und wünscht mir gute Besserung
          Gesicht 4: Die aufgeblasene Mutter: Sie beteuert alles richtig gemacht zu haben. Sie sei doch eine kompetene, kluge, allseits beliebte und so weiter. … geschulte Fachkraft von Erzieherin.
          Gesicht 5: Die Heilige: Sie gibt vor, interessiert zu sein – darüber – was mich bedrückt. Und ermutigt mich, dass ich mich ihr anvertrauen sollte. (Wenn ich mich darauf einlassen täte, dann würde sie mich bei jedem meiner Sätze unterbrechen und mich nicht aussprechen lassen)
          Sie würde meine Emotionen keinen Zentimeter nahe an sich heran lassen.
          Ich glaube, wenn sie das eine Gesicht spielt, dann weiß sie nicht von der Existenz der anderen Gesichter. Herr Teuschel, diese Gesichter meiner Mutter wechseln sich im Eiltempo ab – und ich fühle mich dabei wie in einer Geisterbahn gefangen. Das ist wirklich gruselig. Was noch gruseliger für mich ist – die Tatsache – dass alle anderen Familienmitglieder die Gesichter meiner Mutter imitieren und nachplappern.
          Sogar entfernte Verwandte erkennen das Geplapper meiner Mutter als normal an. Sie sprechen mit mir in den Worten die sie von meiner Herkunftsfamilie gehört und für Richtig empfunden haben.
          Ich beschreibe die Situation aus meinem Gefühl heraus.
          Tschüß Schwarze Herde

          • cindy sagt:

            Nein Roswitha, das ist nicht verrückt – das sind die Gesichter einer narzisstischen Mutter, wobei die Gesichter 1, 3 und 5 nur vorgespielt werden – Narzissten sind hervorragende Schauspieler, vor allem, wenn es darum geht, IHRE Ziele zu erreichen…!
            Dieses Gesicht vom mitfühlenden Menschen setzte mein Ex-Vater auch gerne auf, vor allem nach Streits mit meinen Ex-Eltern – dann umarmte er mich sogar, murmelte „So, jetzt ist aber endlich Friede!“… Nur widerwillig ließ ich diese Umarmung über mich ergehen – ich habe damals schon gespürt, dass diese Umarmung nicht echt war und die Probleme nicht wirklich löste…!

        • cindy sagt:

          Tut mir leid, Roswitha, für meine Ex-Eltern kann ich kein Mitleid empfinden…
          Ich habe mir schon oft den Kopf zermartert, nach Entschuldigungen für ihr Handeln gesucht und einfach nichts gefunden… Meine Ex-Eltern sind keine Kriegskinder, mein Ex-Vater ist erst 1948 und meine Ex-Mutter 1950 geboren und beiden ging es immer gut – sie haben den Krieg nicht mehr miterlebt, mussten keine Schicksalsschläge ertragen und sind beide von ihren Familien mehr als gut behandelt, regelrecht verwöhnt worden! Wäre meine Omi, die beide Kriege miterleben musste, so bösartig gewesen, hätte ich Verständnis aufbringen können! Aber Omi war gut, großzügig und hilfsbereit…

          • Roswitha sagt:

            Liebe Cindy, ich glaube vergeben habe ich meinen Eltern in mir drinnen. Das würde ich Ihnen auch persönlich sagen. Der haken dabei ist der, dass sie mir ihrerseits erklären müssten wofür sie Vergebung annehmen möchten.
            Das können sie aber nicht. Pech für sie, denn ich kann zwar vergeben aber ich bin nicht dumm. Ich habe auch meine Würde und die lasse ich mir nicht nehmen. Sie brauchen nicht erwarten, dass ich ihnen meine Kränkung erklären muß. Diese Spielchen sind vorbei.
            Hinzu kommt noch, dass ich meinen Eltern sehr gerne emotional nahe sein möchte. Der Haken dabei ist; Die hatten so viel Zeit meine Emotionen kennen zu lernen und wissen doch nichts. Jetzt habe ich keine Energie mehr dafür zu verschwenden, denn meine Emotionen werden gegen mich mißbraucht. Eine Möglichkeit hätten meine Eltern ihrerseits, wenn sie die Emotionen, die ich Ihnen früher gezeigt hatte, wieder in ihre Erinnerungen zurück rufen könnten. Dann müssten sie diese nur richtig spiegeln. Das können die aber auch nicht. Das kann ich auch nichts daran ändern.
            Ich bin immer der Meinung; Eltern können immer ihr Kind zurück gewinnen, wenn sie es wollten. Selbst wenn ihr Kind in den Brunnen gefallen wäre.
            Ich glaube sogar, dass ich diese Gefühle der Nähe sofort spüren würde, wenn sie in den Herzen meiner Eltern da wären.
            Das alles was ich hier beschrieben hatte ist so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Wir leben aber leider in der harten Realität – aber träumen wird man ja davon wenigstens können.
            Tschüß

            • cindy sagt:

              Für mich ist eines sicher: Wenn ich jemandem verzeihen soll, setzt das entweder einen wirklich guten Grund für sein Handeln oder zumindest dessen ehrliche Bitte um Verzeihung voraus! Ersteres kann ich nicht erkennen und eine ehrlich gemeinte Entschuldigung setzt Einsicht von Seiten dieser Person aus – und die wird es bei meiner Ex-Eltern und deren Gefolgschaft nie und nimmer geben, damit habe ich mich abgefunden…

  33. Frida sagt:

    Ich empfinde es als nicht so wichtig, ob andere Menschen mehr Erfahrungen haben oder mit ihrer Entwicklung schon viel weiter sind als ich. Durch das von Ihnen moderierte Forum, ihre Beiträge
    und die Meinungsvielfalt, die ich hier vorfinde, kann ich doch auch von ihnen lernen, meine eigenen Wahrnehmungen bestätigen lassen und an Perspektive hinzugewinnen. Viele Dinge kann ich erst dann wirklich verstehen, wenn ich von den Wahrnehmungen und Erfahrungen, den Gefühlen und
    den Berichten anderer Menschen lese oder höre, das ist eine Art die Welt besser Verstehen zu
    lernen. Ehrlich gesagt, bin ich für diese Erfahrungen dankbar, sie wären mir ohne die anderen Menschen nicht möglich gewesen, daher ist es eben auch nicht so wichtig, wenn mir andere Forumsteilnehmer an Erfahrungen und Lebensweisheiten überlegen sind. In gewisser Weise teilen sie diese mit mir, wenn sie sich hier austauschen. Das hat mir schon oft geholfen und deshalb möchte
    ich es hier einmal schreiben.

    • cindy sagt:

      Hallo Frida,

      schön, dass sich jetzt noch jemand mit in unsere Diskussionsrunde einreiht!
      Jeder ist mit seinen Erfahrungen an unterschiedlicher Stelle – die einen haben z.B. noch Kontakt mit ihrer Herkunftsfamilie, die anderen nicht mehr, manche sind in einer Art Zwischenstadion und überlegen, ob sie den Kontakt einschränken oder abbrechen sollen, manche waren noch nie in Therapie, andere hatten schlechte, wieder andere gute Erfahrungen mit Therapeuten – es ist, wie das Leben so spielt und hat meiner Meinung nach nichts mit Über- oder Unterlegenheit zu tun…
      Egal, an welcher Stelle sich ein schwarzes Schaf gerade befindet – wir sitzen alle im gleichen Boot!!!!

      Liebe Grüße

      • Roswitha sagt:

        Genau so ist es- hier gibt es nur Schwarze Schafe in einem Boot! 🙂

      • maro sagt:

        Ich bin mir da nicht so sicher, ob alle in einem Boot wirklich sitzen.
        Die Erlebensweise und Verschiedenheit der Erfahrungen ist doch recht unterschiedlich.

        • maro sagt:

          Anm.: „Der Neurobiologe J. Bauer hat hinsichtlich der „sozialen Konstruktion des Gehirns“ erklärt, inwiefern die Gestaltung der Nervenzell-Netzwerke von den Erfahrungen, insbesondere von den Beziehungserfahrungen abhängt: Sämtliche Erfahrungen, die ein Säugling durch seine Mutterfigur macht, werden vom Gehirn in bioelektrische Impulse umgewandelt. … Das im Außen Erlebte wird auf diese Weise im Gehirn in innere Bilder umgesetzt. … Durch traumatische Erfahrungen werden im Gehirn Alarmbilder erzeugt, welche sich in den Gedächtnisspeicher einbrennen und so etwas wie eine „Narbe in der Gehirnsubstanz“ hinterlassen. … Die Erinnerungen an das Trauma werden in den bewusstseinsfernen Gehirnarealen und insbesondere auch in den Körperzellen gespeichert. … In einer Situation, die der einstigen Traumasituation ähnlich ist, wird das ursprüngliche Trauma reaktiviert. Der Organismus würde in diesem Fall erneut in einen Alarmzustand geraten. Entscheidend für diese Reaktion ist die SUBJEKTIVE Bewertung … Eine solche Einschätzung wird innerhalb der Gehirnstrukturen durch einen in Sekundenbruchteilen vollzogenen Abgleich mit sämtlichen abgespeicherten Erinnerungen vollzogen. … Da die Gehirnstrukturen aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsbedingungen bei jedem Menschen unterschiedlich beschaffen sind, kann auch die Bewertung, ob eine Situation bedrohlich ist oder nicht, sehr unterschiedlich ausfallen. Das heißt, selbst wenn die aktuelle Situation „objektiv“ identisch ist, fällt ein Abgleich aufgrund unterschiedlicher Vorerfahrungen von Person zu Person verschieden aus.“
          Aus: Barbara Kiesling, „Sie küssen und sie schlagen sich“, Psychosozial-Verlag.

  34. osterhasebiene langnase sagt:

    Danke an Euch @Roswitha und Cindy: Ausgrenzung ist Ausgrenzung ob so (gute Kindheit aber Neider und Eifersüchtige) oder so (vom keinem angenommen werden). Ressourcen (positive Erfahrungen) sind dazu da, um aus zugeschriebenen Rollen auszubrechen und das Eigene zu finden. Ich bin meinen Ausgrenzern fast 50 Jahre lang nachgelaufen, weil ich die Wahrheit nicht wahrhaben wollte, mich schämte und mich schuldig fühlte (für Krankheiten, die ich nicht hatte)Natürlich hat das alles Spuren hinterlassen. Oft wird mir Egoismus oder Hartherzigkeit vorgeworfen. Da kann ich aber ganz beruhigt sein, das bin ich nicht! Aber ich schaue, was mir gut tut, denn ich möchte nicht krank werden, weil das noch viel mehr negative Folgen hätte für alle anderen ebenfalls. Ich bin glücklich darüber, in vollem Umfang fühlen zu können und ich lasse mich auch nicht (mehr) aus dem Boot werfen.

    • Roswitha sagt:

      Danke Osterhasenbiene langnase.

      Liebe Cindy, deine Oma hatte dich lieb. Die selbe Erfahrung machte ich mit meinem Opa. Leider ist er an Alzheimer erkrankt und später verstorben. Ob er mit meiner Mutter (seine Thochter)auch liebevoll umging kann ich aber nicht wirklich wissen. Vielleicht hat meine Mutter in mir das kleine Mädchen gesehen die sie selbst mal gewesen war. Zu der Zeit als meine Mutter die Nähe brauchte von ihrem Vater – da könnte er aber noch traumatisiert gewesen sein – vom Krieg. Ich kann nur vermuten, dass sie erleben musste, wie er seinem Enkel gegeben hatte was sie sich wünschte. Ich war wirklich für diesen Opa das liebste Enkel, vor allen anderen Enkelkinder. Vielleicht ist dies der Grund weshalb meine Mutter mich als Sündenbock auserwählt hatte.
      So sehe ich es in meiner Ahnengeschichte. Ich kann nicht wissen was meine Mutter bewegt hatte, vielleicht trieb sie der unbewusste Neid.
      Deine Oma hat vielen geholfen und auch deine Eltern unterstützt.
      Du hast wirklich eine nette Oma gehabt.
      Meine Mutter hatte auch ein liebevolles Verhältnis zu meinen Kindern.
      Sie verhielt sich in der gesamten Großmutterrolle nicht wirklich wie eine Großmutter. Sie verhielt sich eher so, als sei sie die Mutter ihrer Enkel, deren Autorität über meiner stand. Das kriegten meine Kinder nicht mit. Das kann man schwer beschreiben. Die typische Rollenverteilung lag in ihrer Hand. Ich hatte nicht die Rolle der Mutter meiner Kinder – vor ihr. Und ich durfte auch nicht Ideen preisgeben, wie ich mir die Erziehung vorstellen würde. Das wäre eine Todsünde oder Frechheit. Eher spielte ich die Rolle der Dienstleisterin oder Tagesmutter und sie belehrte mich. So fühlte ich mich auch vor ihr und im Verhältnis zu meinen Kindern. Wenn ich den Kontakt nicht abgebrochen hätte, dann hätte es der Bindung zu meinen Kindern und mir geschadet. Es ist wie Gift welches in die Beziehung zu meinem Mann und meinen Kindern und mir geschüttet wird. In befehlen gab sie mir Anweisungen wie ich mit meinen Kindern umgehen sollte. Dabei hat sie mir erzählt, dass meine Schwester und sie sich darüber beraten hatten, was ich mit meinem Kind machen soll.
      Ich habe mich nicht einmal getraut zu widersprechen. Viel zu dominant wehre ihr Zorn. Lieber argumentierte ich mit den Meinungen von Anderen.
      Wenn ich zum Beispiel erklärt hatte; „Die Kindergärtnerin hätte mir geraten, dass ich …“ -so wurde die Erzieherin (die übrigens sehr nett ist) schlecht geredet.
      Meine Mutter war chronischen unzufrieden mit der Förderung und Entwicklung ihrer Enkel. Schuld daran war ich, weil ich ihrem Enkel kein Gedicht lernte, und so weiter. … Dann wiederum stellte sie fest, dass ihr Enkel hoch intelligent sei. Natürlich pralte sie damit, dass sie die einzige Schlaue sei die das gemerkt hatte. Ich sei zu doof dafür. 》Er ist meiner Meinung nach weder entwicklungsverzogert noch hoch intelligent – sondern normal. 🙂 《
      In der Kommunikation mit Narzissten gibt es widersprüchliche Aussagen die natürlich nicht aufgedeckt werden können. Das sind Doppelbindungen die abgestritten werden. Zwischen der einen Behauptung (Kind sei nicht richtig gefördert) und der anderen Aussage (Kind sei hoch intelligent) liegt natürlich eine Zeitspanne.
      Wir alle Schwarze Schafe kennen den Satz; 》“Das habe ich nie gesagt“《 von unseren Eltern. Darüber müsste man ein eigenes Buch schreiben.

      Liebe Maro, hier sind wirklich alle individuell. Neulich freute ich mich darüber weil ich privat ein Schwarzes Schaf kennen gelernt habe. Ihre Geschichte ist wieder anders als meine und als die der anderen die ich kennen gelernt habe.
      Sie schreibt jährlich eine Weihnachtskarte für die Familie, welche sie verstoßen hatte.
      Wir können uns alle austauschen.
      Das ist das Spannende auf dieser Wiese. Jeder bringt seine Ideen mit.
      Liebe Grüße

      • maro sagt:

        @Roswitha:
        Ja, Menschen sind individuell mit ihren Erfahrungen, Gefühlen, Bewertungen, Denken und Handeln.

      • cindy sagt:

        Ja, Roswitha, meine Omi hatte mich wirklich lieb!!!! Sie war zwar in manchen Dingen sogar strenger als meine Ex-Eltern (z.B. Benehmen oder Fleiß), aber sie meinte es nicht böse, wollte, dass wir alle (auch meine Ex-Mutter!) selbstständige Menschen werden, die ihr Leben im Griff haben!
        Der Vater meiner Ex-Mutter verwöhnte das einzige Kind sehr, während meine Omi sozusagen den Gegenpol bildete und versuchte, ihre Tochter auf eigene Beine zu stellen – so schickte sie sie in der 7. Klasse ins Internat (wo sie es aber nur 1 Jahr aushielt), später auf eine Haushaltsschule und schließlich auf die Sprachenschule, als sie dann noch sehr jung auf meinen hochintelligenten Ex-Vater traf… So war dann erstmal allen gedient: Meine Omi hatte einen neuen guten lebenslangen Versorger für ihr einziges Töchterchen und mein Ex-Vater hatte sein Goldvögelchen mit reichen Eltern, dass sich nur zu gut manipulieren ließ…! Welche weiteren Konsequenzen das aber für uns Kinder hatte, konnte meine Omi wohl nicht absehen – der narzisstische Charme meines Ex-Vaters hatte leider auch sie geblendet…!

    • cindy sagt:

      Genauso sehe ich das auch – wir alle hier werden von unseren Herkunftsfamilien ausgegrenzt, wenn es auch unterschiedliche Gründe sind… Früher dachte ich immer, schwarze Schafe in einer Familie seinen Kriminelle, Süchtige oder einfach nur böse Menschen, deshalb habe ich mich zunächst auch nicht als schwarzes Schaf gesehen… Wohl habe ich gemerkt, dass da irgendetwas nicht stimmt – obwohl ich eigentlich nichts Böses getan habe, nicht kriminell und auch nicht süchtig war, wurde ich trotzdem immer als die Böse hingestellt, die alle schlechten Eigenschaften beider Familien geerbt hat und an allem schuld war, sei es an der „vielen“ Arbeit, die meine Ex-Eltern mit mir hatten oder an den Magenbeschwerden meines Ex-Vaters, den Gallenkoliken meiner Ex-Mutter und, und, und…
      Auf einem Schiff oder Boot befinden sich oft auch viele Menschen aus unterschiedlichsten Herkünften, unterschiedlichen Alters und natürlich auch unterschiedlichsten Erfahrungen, aber Fakt ist, dass sie eben jetzt alle hier an diesem einen Ort sind und gegen die selben Flauten, Unwetter und Nöte kämpfen…

  35. osterhasebiene langnase sagt:

    Weil auch von Hochbegabung bei Kindern gesprochen wurde möchte ich aus meiner Erfahrung hinzufügen: Meine Tochter ist tatsächlich hochbegabt (ohne dass ich irgendetwas dafür speziell getan hätte) ´Das bestätigten die Leistungen, die Leichtigkeit des Begreifens/Lernens und die soziale Kompetenz, die Lehrer und Psychologen. Meine Schwester(n), Ärztin und Lehrerin, argumentierten vehement dagegen und ich fing an alles herunterzuspielen und mich zu schämen. Am Ende war das Kind komplett verwirrt. Jetzt weiß ich was dahintersteckt. Meine Schwester(n) als Autoritäten wusste schon immer alles besser und es geht darum: Wer ist die Schönste und Beste im Land? Es hätte mich zu sehr aufgewertet. Die Trennung von meiner Ursprungsfamilie kommt vor allem mir und meinen Kindern zugute.

  36. osterhasebiene langnase sagt:

    Anmerkung: Hochbegabte sind nicht gleich Narzissten. Das wird oft gleichgesetzt. Und Hochbegabte sind ganz normale Menschen. Hochbegabte sind auch nicht per se gestört oder fehlentwickelt und sie sind auch nicht sozial inkompetenter als andere – wie oft behauptet wird. Hochbegabte sind oft sogar weniger ehrgeizig, weil sie ein lohnendes/sinnvolles Ziel brauchen.

    • Roswitha sagt:

      Es ist wie es ist – sagt die Liebe. 🙂

      Mich hat der Umfang mit meiner Mutter auch sehr verwirrt.
      Denn wenn ich mein Kind eingepackt hatte um meine Mutter zu besuchen; – So ging ich hin mit dem Kind und dem dazugehörigen Gefühl von diesem Kind die Mutter zu sein.
      Als ich nun mein Kind bei ihr einpackte um wieder heim zu fahren; – So ging ich hin mit diesem Kinde aber ohne das Gefühl für dieses Kind die Mutter zu sein, sondern nur das Dienstmädchen welches den Auftrag bekommen hatte für das Kind zu sorgen. Dafür bekam ich von meiner Mutter eine Gebrauchsanweisung für mein Kind, wie ich es zu erziehen habe. Denn darüber hatte sie sich schon mit meiner Schwester beratschlagen können.
      Dafür sollte ich auch noch dankbar sein, weil sie sich alle Sorgten.
      So wurde mir im Herzen etwas geraubt und dafür in mein Kopf eine Belehrung gegeben. Mir ist es schon fast selbst peinlich darüber zu schreiben. Denn ich musste gerade eingestehen; Meine Liebe zu meinem Kind hatte einen Riss bekommen und der Gedanke – es meinen Eltern recht zu machen verführte mich.
      Ich habe aber die so genannte Kurve gekriegt, um meine Beziehung und Bindung zu meinem Kind zu retten und mich zu lösen von all den Irrtümer.
      Es ist für mich selbst schon erschreckend welchen Einfluss meine Eltern auf die Gefühle von mir und auch von meinen Geschwistern haben. Denn diesem enormen Einfluss ist zu zu schreiben dass meine Geschwister mich jetzt hassen im Namen meiner Eltern. Meine Schwester sprach mir diesen Haß wörtlich ins Gesicht, im beisein meines Kindes. (Mein Sohn war damals 3) Sie sagte; 》“ Ich hasse dich dafür, was du deinen Eltern mit diesem Kontaktabbruch angetan hast“《
      Ich kann aber auf meine Schwester nicht wirklich wütend sein dafür. Sie verfolgt nur die Irrlehre die sie eingetrichtert bekommen hatte.
      Es wäre nur ganz alleine, die Verantwortung meiner Mutter das ganze Schmierentheater zu beenden.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das oben gesagte ist für mich absolut nachvollziehbar. Ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht, ich konnte mich aber zeitweise relativ gut abschotten, da ich nach der Hausrückgabe an meine Schwester, dieser auch Hausverbot erteilt hatte. Sie hat sich aber über meine andere Schwester wieder an meine Kinder „rangemacht“ und ich war dann wieder die „Böse“. Ich hätte den Kontakt zur ganzen Familie abbrechen müssen, dann wäre ich aber ganz der Familie meines Mannes ausgeliefert gewesen. Ich habe die Augen vor der Wahrheit verschlossen und der Preis war hoch.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ich war hauptberuflich Dienstmädchen und mein Hobby war abgeschlossenes Hochschulstudium und drei abgeschlossene Berufsausbildungen…jetzt bin ich gerade am konvertieren. Und der freigewordene Hass muss entsorgt werden, Karma hin oder her. Jetzt fliegen die Fetzen und es knallt gewaltig. Liebe Grüße

        • Roswitha sagt:

          Danke Osterhasenbiene langnase ♥ Ich kann hier auch jeden sehr gut verstehen.
          Dem ist nichts hinzuzufügen.
          Liebe Grüße 🙂
          ♡♥♡♥♡

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das ist meine Empfindung: ich habe die Kinder fremder Leute großgezogen. Ich hatte keine eigene Familie, mein Mann gehörte seiner Mutter. Ich hatte nichts (wesentliches) zu bestimmen. Meine Schwester(n) und meine Schwiegermutter/vater haben das Schiff gelenkt. Nicht mal der Hund ist mir geblieben. All meine Arbeit war für andere…so ist die bittere Wahrheit. Nichts ist so wie ich es mir erträumt habe, weil mich mein Umfeld nicht unterstützte. Und wenn ich so weitergemacht hätte, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich todkrank. Falsches Umfeld,,,falscher Film…

  37. cindy sagt:

    Liebe Roswitha, liebe osterhasebiene,

    meine Ex-Eltern haben uns vor 2 Jahren verklagt, weil sie nach dem Kontaktabbruch Umgang mit unseren Kindern einforderten, und zwar in der Art, dass wir ihnen unsere Kinder in den Ferien quasi wie eine Pizza in eines ihrer 3 Häuser liefern (das am kürzesten entfernte liegt 200 km weit weg) und sie nach einer Woche dann wieder dort abholen sollten – man kann sich den Scherbenhaufen, der aufgrund deren Manipulationen zwischen uns und unseren Kindern dann entstanden wäre, vorstellen…! Meine Ex-Eltern haben beide ein Auto, müssen nicht (mehr) arbeiten, sind beide unter 70, gesund und haben Zeit und Geld ohne Ende, aber an unserem Vorschlag, ihre Enkelkinder z.B. an einem Samstag zu einem Tagesausflug abzuholen, waren sie nicht interessiert…
    Nach dem Gerichtsgang meiner Ex-Eltern wurde mir schlagartig klar, dass ich für sie die ganze Zeit anscheinend nur als Geburts- und Arbeitsmaschine gedient habe, die ihnen prächtige Enkelkinder liefert, über die sie dann nach Lust und Laune verfügen können und die sie schön im Städtchen vorführen können – wie Puppen eben…! Ich glaube, wenn ich behinderte Kinder gehabt hätte, hätten sie sich diesen Gerichtsgang erspart, denn die wären für sie uninteressant, wenn nicht sogar peinlich gewesen…!
    Alles, was Narzissten tun, tun sie ausschließlich für ihr eigenes Wohl, ohne Rücksicht auf andere! Es ist nur schade, dass auch viele Jugendämter und Familienrichter dies nicht erkennen – als ich der Mitarbeiterin des Jugendamtes erklärte, wie meine Eltern früher wie heute mit mir umgehen, kriegte ich zu hören, dass das Verhältnis zwischen denen und mir nichts mit dem Verhältnis zu den Enkeln zu tun habe, sie können ja trotzdem liebevolle Großeltern sein… Nach außen hin mag das vielleicht auch so sein, aber so wie ihre Kinder sehen meine Ex-Eltern auch ihre Enkel doch nur als Puppen an, an denen man nach Herzenslust herummanipulieren kann – so entsteht dann ein Loyalitätskonflikt zwischen den Enkeln und deren Eltern…

    • Roswitha sagt:

      Die vom Jugendamt können sich nicht in unsere Lage hinein versetzen weil sie nicht demnUmgang mit Narzissten kennen. Sie gehen immer von ihren Standpunkt und Erfahrungen aus.
      Sie hatten womöglich eine „Normale Mutter“. Natürlich kritisieren „Normale Mütter“ ihre Kinder auch. Aber es ist nicht das Selbe.
      Wenn wir zum Beispiel unsere Kinder mit Dinkelbrei füttern, so würde eine „Normale Mutter“ sagen 》“Ich würde ihm lieber Suppe geben“《
      Eine narzisstische Mutter sagt da; 》“Warum quälst du dein Kind?“《
      Wenn wir zum Beispiel unserem Kind lieber Tee geben wenn es Fieber hat und nicht gleich einen Fiebersaft, dann würde eine „normale Mutter“ sagen 》“Ich hatte euch als ihr kleiner ward immer Fiebersaft gegeben“《
      Eine narzisstische Mutter antwortet anders, wenn es nicht nach ihrem Sinne geht. Sie würde in der gleichen Situation sagen; 》“Warum vernachlässigst du dein Kind im Fieber“《
      Es würde auch nichts bringen wenn man einer narzisstischem Mutter erklären täte, welche guten Absichten hinter unserer Entscheidung stecken. Die würde jedes Argument ignorieren und abermals antworten. 》“Warum gibst du deinem Kind nicht was es braucht? „《
      Die vom Jugendamt kennt nur die normale Kritik.
      Wenn wir den Fremden erklären, dass wir ständig kritisiert werden, dann gehen die von der Normalität aus. Die denken sich, dass wir empfindlich seien oder verrückt.
      Ja sogar Therapeuten blicken manchmal nicht durch, was wir meinen.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ja, die narzisstische Mutter sagt immer (auch durch die Blume): Ich bin besser als du. Das versteht nur der, der es erlebt hat, dieses innerliche In-die-Ecke-gedrängt-werden. Und die Ohnmacht, die daraus folgt, wenn man nicht gaaaanz viel Abstand hat und das Spiel sofort durchschaut. Ich glaube, für manche Menschen steht das Tor zur Hölle (wenn es sie gibt) sehr weit offen…und ich kann einfach (noch) kein Mitleid oder Mitgefühl empfinden. Liebe Grüße

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Zu meinen Kindern: Sie haben überlebt und es geht ihnen gut (so scheint es). Sie müssen ihren Platz im Clan finden, auch wenn ich als Mutter entmächtigt wurde. Ich habe aufgehört, an ihnen herumzuziehen. Ich habe auf diesem Feld verloren.

      • cindy sagt:

        @osterhasebiene, das hört sich für mich so an, als haben sie es alle tatsächlich geschafft, sogar Deine Kinder gegen Dich aufzuhetzen – ein furchtbarer Gedanke…!
        Trotz momentanem Kontaktabbruch habe auch ich Angst, dass meine Ex-Eltern spätestens zum 18. Geburtstag meiner Ältesten bei ihr auf der Matte stehen und versuchen werden, sie vor allem mit ihrem Geld und Vermögen zu locken, ihr wieder falsche Versprechungen machen („Wir nehmen dich auch mal mit auf eine unserer tollen Reisen!“) usw….
        Ich kann nur hoffen, dass wenigstens meine Kinder bis dahin so vernünftig sind, um dieses Spiel zu durchschauen und sich vor allem nicht durch das Geld locken lassen, so wie die anderen…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Eine Tochter lebt (noch) bei mir (sie hat jetzt einen Freund und wird bald ausziehen), die andere beim Vater. Die Verlockung durch Geld spielt ebenfalls eine große Rolle. Den Hund hat mein Ex-Mann nun auch zu seinem Eigentum erklärt (gut, dann ist das jetzt auch geklärt und ich mache mir keine weiteren Gedanken mehr – auch wenn´s sehr schwer war) Mein (neues)Prinzip ist: Ich arbeite nicht mehr umsonst und was mir nicht gehört, geht mich (zunächst) nichts an. Ich stecke meine Kraft nur noch in das, was „mein“ (zu mir gehörig) ist. Die Besitzverhältnisse (so blöd das klingt) müssen klar sein. Ich bin ein richtiger Besitzfanatiker geworden. Klare Grenzen: mein und dein.
          Bei den Kindern ist mir nur noch wichtig, dass es ihnen gut geht, wo und mit wem auch immer. Die Samen (der Freiheit), die ich hoffentlich gesät habe, werden bestimmt mal aufgehen. Sie werden sich nicht einfach fremdbestimmen lassen. Aber ich habe in einen Clan hineingeheiratet und diese Seite ist auch ein Teil von ihnen. Aus diesem Clan ist bisher noch niemand (lebend) ausgebrochen. Ich bin die erste. Manche haben mich nach der Scheidung auch wieder gesiezt, das war komisch. Ich hoffe, dass meine Kinder mir nachfolgen werden oder auch nicht. Meine Belastungen/Verstrickungen waren zu groß, um sie gleich mitzunehmen. Ich verstehe, dass sie mir nicht vertraut haben, weil ich selbst zu unklar war. Insgesamt bereue ich nichts.

  38. osterhasebiene langnase sagt:

    Danke!!! Ich fühle mich hier auf der Weide wirklich in bester Gesellschaft (mal was ganz Neues):-)

    Wir brauchen eigentlich nicht so sehr auf die Islamischen Gesellschaften herabzuschauen, denn bei uns geht es in vielen oder sogar den meisten Familien-Clans nicht anders zu.
    Ein Kennzeichen der „Neureichen“ ist auch, dass sie schlecht Geld ausgeben können und alles selber machen wollen, um Geld zu sparen (auch so war meine Mutter nicht). Meine Schwester wollte meinen Kindern, als sie noch klein waren, weis machen, dass sie u.a. so reich geworden ist, weil sie nie zum Frisör ging. Meine Kinder gingen dann eine Zeitlang nicht mehr zum Frisör und schnitten sich die Haare selber. Nur ein Beispiel für Irrsinn.

    Meine diversen Ängste rührten vermutlich daher, dass ich mich von Anbeginn in einer Dissonanz zu meiner Familie befand, das aber nicht verbalisieren und verständlich ausdrücken konnte. Es fand eine Verschiebung von der Dissonanz zur Angst hin statt und die Dissonanz wich einer Scheinharmonie (plus Symptom Angst) Wie ein Vulkan bricht diese Dissonanz jetzt (fast todesmutig) heraus und will gesehen werden.

    Heute kam mir (beim Joggen) der Gedanke: Meine Schwester hatte sich derart auf mich fixiert, weil ich für sie das Bindeglied zu unserer (für sie unerreichbaren) Mutter war und damit auch zu ihrer nicht lebbaren Weiblichkeit. Sie wollte über mich eventuell die Nähe zur Mutter herstellen. Deshalb war ich für sie so wichtig (sodass ich schon beinahe Verfolgungswahn bekam).
    Liebe Grüße

    • Roswitha sagt:

      Es herrscht in deutschen Familien der Haussegen genau gleich schief als in anderen Kulturen. Bei uns ist das Schmierentheater nur subtiler.

      Eine übliche Art der Manipulation heißt Suggestion. (Ihr dürft jetzt nicht an einen rosaroten Elefant denken. Ups jetzt denkt doch jeder an einen rosaroten Elefanten. Das habe ich jetzt nicht gesagt.
      Hier ist echt jeder selbst Schuld, an einen rosaroten Elefanten gedacht zu haben. 🙂 )
      Unsere Eltern äußern ihere Kritik in einer Form, in der man ihnen die Absicht nicht nachweisen kann.
      Es bleibt aber trotzdem etwas von ihrer Absicht hängen im Raum.
      Normale Menschen Ärgern sich ebenso wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Sie respektieren jedoch die andersartigkeit des Anderen und suggestieren ihrem Gegenüber nicht das Böse zu.
      Es bringt nichts wenn wir versuchen einem Narzissten zu erklären, dass wir zwar andere Ideen haben, jedoch eine gute Absicht in unseren Taten, dann ist es so als täten wir gegen eine Wand sprechen.
      Wenn wir einen anderen Teppich kaufen oder andere Musik hören …..als wie sie es sich wünschen, dann machen wir das aus Bosheitt – aus ihrer Sicht
      Ein normaler Mensch würde nur sagen; 》“Der Teppich/Musik gefällt mir nicht“《
      Meine Eltern würden sagen; 》“Den Teppich hast du gekauft um uns zu provozieren/ Die Musik hörst du um zu provozieren“《 Und dann würden sie noch eis draufsetzen und suggestieren.
      Sie würden in Gleichnissen erklären wie böse es ist, solche Musik zu hören. Ohne tatsächlich darüber zu sprechen was sie sagen. Ich denke jeder weiß hier was ich meine.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Jetzt kann ich den Unterschied formulieren: Meine Mutter hat mir meine eigenen Sachen machen lassen, meine Therapeuten-Schwester hat mir gesagt, dass es „böse“ ist, seine eigenen Sachen zu machen, weil wir im Kommunismus leben und da wird geteilt, nur den besseren steht mehr zu
        Und wer die besseren sind, entscheidet der Therapeut, weil er auch die Kompetenz hat…logisch oder? Die „Gerechten“ holt der Teufel…Liebe Grüße

        • Roswitha sagt:

          Auf Therapeuten ist kein 100º/. Verlas. Ich bereue aber nicht da hin gegangen zu sein, weil sie verschiedene Fachbegriffe in den Raum geworfen hatte. Diese gaben den Anstoß selber zu forschen -in Bücher oder Internet.
          Meine Therapeutin war nicht solidarisch zu mir. Wenn ich nicht zusätzlich meinen Mann und Freunde gehabt hätte, die mich emotional unterstützt hätten wäre ich allein mit ihr verloren gewesen.
          Ich erzählte ihr, dass ich den Kontakt zwischen meinen Eltern und meinen Kindern auch nicht wollte wegen dem Solidaritätskonflikt.
          Sie meinte; 》“Das liegt doch in ihrer Verantwortung, ob nun ihre Kinder an Konflikten leiden müssten“《
          Auf deutsch gesagt; Die ging davon aus, dass meine Eltern sowieso alles richtig machen. Ich sei nur Verantwortlich ……Ich kann aber nur authentisch sein mit meinen Kindern und nicht heucheln, dass zwischen meinen Eltern und mir alles in Butter sei.
          Ich erzählte ihr, dass ich kein Vertrauen hätte zu meinen Eltern. Sie daraufhin; 》“Da kann man doch daran arbeiten, dass dieses Vertrauen wieder kommt. „《 …..Ich fühle mich im Nachhinein verarscht
          Liebe Grüße

          • osterhasebiene langnase sagt:

            „Therapeut“ steht bei mir ja nicht wirklich für die Zunft – hier habe ich auch keine Erfahrung – sondern für meine obergescheite Schwester, die sich ihr Leben so zusammenzimmert, wie es ihr passt und Rollen zu verteilen sucht, wie es ihr genehm ist. (vielleicht ist sie ja eine super Therapeutin, als Schwester ist sie eine Mega-Katastrophe) Sie könnte auch Oberlehrerin oder Richterin oder Pastorin sein.
            Gute Therapeuten dürften -meiner Meinung nach- Gefühlen, die der Klient hat, nicht direkt widersprechen oder sofort Lösungen in den Raum stellen. Erst muss ausreichend geachtet werden, was gerade ist. Und der Klient findet dann eine Lösung, wenn er möchte oder auch nicht. Es kann nicht alles gelöst werden. Vor allem darf man sich beim Psychotherapeuten nicht schon wieder belehrt oder abgekanzelt fühlen, da soll man stark und selbstbewusster rausgehen und zum nachdenken angeregt werden. Mehr ist eigentlich nicht nötig. Was zu tun ist fällt einem schon selber ein. Wenn man gerade kein Vertrauen hat, dann hat man eben keins, wie soll man dann daran arbeiten. Man will akzeptiert werden, erst dann kann sich etwas öffnen.
            Diese Therapeutin, bei der Du warst, scheint mir schon sehr forsch gewesen zu sein. Das weiß man ja selbst, dass man die Verantwortung für seine Kinder hat und dass man dafür sorgen muss, dass sie nicht in Konflikte mit hineingezogen werden. Ich glaube, das wäre mir auch aufgestoßen. Liebe Grüße

            • osterhasebiene langnase sagt:

              @Roswitha: Man sollte sich von dem Denken verabschieden, dass Psychotherapeuten grundsätzlich weise und reife Menschen sein müssen – meiner Meinung nach. Sie sind vor allem „Handwerker“ mit einem ganzen Sack voll Techniken und Methoden. Manchmal passt es, manchmal nicht. Sie können nicht das Wissen des Patienten haben.

        • cindy sagt:

          @osterhasebiene, mich würde sehr interessieren, wer von deinen Eltern der (narzisstische) Haupttäter ist – deinen Schilderungen nach scheint es wohl eher der Vater zu sein…

          Mein Ex-Vater hat meine Ex-Mutter scheinbar auf Händen getragen, sie wurde und wird noch heute von ihm buchstäblich wegen jedem Furz bis über den grünen Klee gelobt und er scheint sich ihr unterzuordnen…
          Heute weiß ich, dass das alles nur Theater ist… Mein Ex-Vater braucht (benutzt) meine Ex-Mutter – schon kurze Zeit nach deren Kennenlernen wusste er, wie wenig Selbstbewusstsein sie hat und wie bequem sie ist, ideale Voraussetzungen also, um sich sein folgsames „Hausweibchen“ zu schaffen, das noch nicht einmal auf die Idee kommt, auch nur mal kritisch über ihn zu denken… Und dann war sie auch noch die einzige Tochter aus vermögendem Hause…
          Bei keinem Paar bin ich mir so sicher, dass die sich niemals scheiden lassen werden, wie bei denen – sie ist psychisch mittlerweile so abhängig von ihm, dass sie ohne ihn nicht mehr lebens- oder handlungsfähig ist und er weiß genau, dass sie im Falle einer Trennung das ganze durch ihre Eltern geerbte Vermögen mitnehmen würde und dann wär’s vorbei mit seinem „Dolce Vita“…!
          Sollte mein Ex-Vater der erste von den beiden sein, der stirbt, würde meine Ex-Mutter zunächst mal in ein riesengroßes Loch fallen, aus dem sie dann aber die raffgierige Verwandtschaft bald befreien wird – und schon sind die Milliönchen wieder ein Stück näher und das ist auch der Grund, warum sich auch die ganze Verwandtschaft von meinen Kindern und mir abgewandt hat: Die hoffen jetzt alle darauf, dass ich enterbt und sie dafür ins Testament gesetzt werden!!!! Und ich bin mir fast zu 100% sicher, dass zumindest meine Streichung aus dem Testament schon lange dingfest gemacht wurde – die fackeln da nicht lange, das musste ich durch den Gerichtsgang erfahren…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            @cindy: Danke, dass Du mir diese Frage stellst. Der Narzissmus kommt ganz klar von der Seite meines Vaters und zwar von seiner Mutter. Sie war so eine grande dame, sie hatten in der Familie viel Grundbesitz und gesellschaftliches Ansehen war sehr wichtig. Die Familie hatte aber bereits ihren Zenit überschritten, es fehlten innovative Ideen. (heute ist dieses Gut so herunter gewirtschaftet, dass man alles nur noch mit dem Bagger wegschieben kann) Sie hat auch ihren Sohn mit meiner Mutter verkuppelt, weil meine Mutter Besitz hatte. Dabei wurde meine Mutter skrupellos belogen und betrogen (man verschwieg, dass mein Vater bereits Frau und Kind hatte). Nach der Hochzeit hat man meine Mutter eiskalt „fallengelassen“ (vielleicht weil sie zu naiv und ungebildet war) Sie war damals sehr enttäuscht, das hat sie mir später oft erzählt. Diesen Betrug an ihr mussten die Kinder (meine drei Geschwister) ausbaden. Meine Mutter wurde durch die Heirat entmächtigt, der Mann hatte auf ihrem Hof das Sagen. „Seine“ Kinder (die ja auch ihre waren) wurden von ihr wie Dienstboten behandelt. Meine Mutter war aber nicht böse, sondern ihr fehlte einfach die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Ich denke, dass dies nicht mal auf fehlende Schulbildung zurückzuführen ist, sondern weil sie so sehr verwurzelt war in Tradition, Natur und Religion (gar nicht mal Kirche, sondern wirklich Glaube). Meine Mutter hatte so etwas archaisches, sie war immer ganz bei sich.
            Als mein Vater (der gebildet war und sogar Patente hatte) starb, übernahm meine Mutter wieder das Geschäft, das sie von ihrem Vater bekommen hatte. Sie gab richtig Vollgas, hat modernisiert und umgebaut. Sie war ganz in ihrem Element und wie ausgewechselt, weil sie ihren Freiraum wieder hatte. Ich hatte eine völlig andere Mutter als meine Geschwister. Sie war -ich würde sagen- von innen heraus, intuitiv, tolerant (ich/und andere konnte(n) so sein wie ich/wir wollte(n) und man hat mir nur die Konsequenzen meines Tuns vor Augen geführt), großzügig (ich bekam, was für mich wichtig war, aber nicht alles, was ich wollte) und sie beschütze mich, mischte sich aber nicht in meine Angelegenheiten ein. Ihre Großzügigkeit haben meine Geschwister sehr ausgenutzt – sie hatten ja auch Nachholbedarf. Meine Mutter war gleich-gültig: sie wertete nicht, sie tratschte nicht, für sie war jede Form von Bildung gleich viel wert, etwas war einfach so wie es war und es war gut, weil sinnvoll, und wer böses tat, musste sich selbst verantworten. Sie war auch keine Kuschel-Mama (obwohl ich immer bei ihr sein durfte) und oft hätte ich mir gewünscht, dass sie mir einfach sagt, was ich tun soll, aber sie hat mir immer erklärt, warum sie etwas so machte. Sie war bestimmt keine Narzisstin. Später hat sie nochmal geheiratet und der Mann tat alles für sie und hing sehr an ihrem Rockzipfel, das hat sie irgendwann fürchterlich genervt.

            • cindy sagt:

              @osterhasebiene, eine sehr bewegte Familiengeschichte und dein Vater hat dann den dritten Weg gewählt, der bei einem narzisstischen Elternteil möglich ist: Er wurde selbst zum Narzissten!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                @cindy, so ist es…und da helfen auch ein paar gute Taten nicht. Ich fühle mich mit der verstoßenen Tochter solidarisch. Meine drei Geschwister halten sich für was besseres und meinen ihnen stehe mehr zu. Mit meinen Eltern habe ich aber Frieden geschlossen und ich kann sie trotzdem lieben.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Das Fatale für mich war, dass meine Schwester(n) meine Vaterlosigkeit (meinen Wunsch nach Führung) ausgenutzt haben und mich durch ihren Narzissmus in die Irre (von meinem Weg weg) geführt haben (mich zu ihrer Bediensteten degradieren wollten). So waren wir auf eine sehr destruktive Art und Weise verstrickt. Diese Vaterlosigkeit ist und bleibt eine Schwäche in meiner Vita und ich muss immer wieder daran „arbeiten“, das Kommando über mein Leben zu behalten. Das ist auch keine Frage der Kompetenz, es ist einfach eine „Lücke“.

                • cindy sagt:

                  @osterhasebiene,

                  meinen Ex-Eltern kann ich keine Liebe mehr entgegenbringen – zu viel haben sie bereits an und in mir kaputtgemacht und mir am Ende auch noch das einzige Zuhause, was ich jemals hatte (das Haus meiner geliebten Omi, bei der ich immer willkommen war) genommen – alleine das ist schon nicht mehr gutzumachen, denn das Haus ist nun in den Händen fremder Menschen… Auch die Tatsache, dass ich weiß, dass von denen aus niemals ein Funken Einsicht kommen wird, macht es mir unmöglich, ihnen zu verzeihen oder sie gar zu lieben…

                  Meiner Schwester könnte ich eher verzeihen, denn sie ist eigentlich auch nur ein Opfer dieser egoistischen Eltern – sie hat den Weg der Unterordnung gewählt, leidet an Angst- und Panikattacken, geht arbeitsmäßig auf einen Burnout zu und will noch immer nicht merken, dass sich ihre Eltern im Grunde auch für ihre Probleme überhaupt nicht interessieren, geschweige denn, ihr mal Hilfe zu geben…

                • maro sagt:

                  @cindy
                  Jede(r) hat seine Zeit. …
                  Zeit bis zur Erkenntnis.
                  Der/Die eine früher oder später.
                  Es kommt wie es kommt.

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Korrektur: hier hat sich vielleicht bei mir ein Denkfehler eingeschlichen, der aus einer immer noch vorhandenen Idealisierung meiner Mutter resultiert: Es könnte auch so sein, dass meine Mutter eine Narzisstin gewesen ist und mein Vater sich eine solche aufgrund seiner narzisstischen Mutter „gesucht und gefunden“ (er wurde ja von seiner Mutter mit dem Holzhammer darauf gestoßen) hat. Es heißt ja, dass Männer immer eine der Mutter ähnliche Frau suchen. Ich glaube so stimmt es besser. Denn Menschen machen selten eine Wesensveränderung um 180 Grad durch. Tja, wahrscheinlich hatte ich eine narzisstische Mutter und einen schwachen Vater, der dennoch präsent war. Vermutlich wäre ich auch gerne so mächtig und stark wie meine Mutter gewesen. Bin ich aber zum Glück nicht und ist mir auch nie gelungen! Für Narzissten gibt es ja den Spruch: Es hackt eine Krähe der anderen das Auge aus. Passt.

              • cindy sagt:

                Da sieht man mal wieder, wie gut sich manche Narzissten verstecken können, so dass es noch nicht einmal die nächsten Angehörigen merken…
                Bei mir war es ähnlich – während meiner ganzen Kindheit habe ich auch geglaubt, meine Mutter wäre diejenige, die die Hosen anhat, also die Narzisstin, nach deren Pfeife alle zu tanzen haben, aber gerade die letzten Jahre haben mir gezeigt, dass es genau umgekehrt ist…
                Zu dieser Erkenntnis haben mich auch viele Aussagen meines Ex-Vaters geführt, die sich jetzt wie ein Puzzle in meinem Kopf zusammensetzen und sein wahres Gesicht zeigen!!!! Einer seiner markantesten Aussprüche lautete: „Ich bringe Menschen dazu, das zu wollen, was ich will, ohne dass die es merken!“ Eigentlich sagt dieser Spruch doch schon alles, aber welches Kind glaubt schon, dass seine Eltern wirklich so ein falsches Spiel treiben?!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Narzissten können ungemein nett, zuvorkommend und freundlich sein, wenn sie was von einem wollen (für sich selbst und oft getarnt als zum Wohl des anderen). So wie die Hexe aus Hänsel und Gretel…
                  Was mir lange so rätselhaft war, ist, dass meine Mutter mich so verschont (ich hab mir nichts gefallen lassen und wurde trotzdem nicht bestraft, nicht mal indirekt mit Liebesentzug) und meine Geschwister so geschlagen und gedemütigt hat…Es muss mit meinem Vater zusammenhängen. Ich glaube, er hat mich beschützt, dadurch, dass er mich als sein Kind angenommen hat (hier hat er sich durchgesetzt). Sie hat sich nicht getraut, sich an mir zu vergreifen und hat mir sogar ihr Bestes (was sie hatte) gegeben. Wir sind oft aneinandergeraten, aber sie hat mich respektiert. Komischerweise habe ich auch heute noch so eine „Aura des Beschütztseins“ um mich – obwohl das ziemlich esoterisch klingt. Meinen Schwestern gegenüber hatte ich furchtbare Schuldgefühle und mich deshalb von ihnen unterbuttern lassen.
                  Woran man Narzissten auch erkennt, ist, dass sie sich nicht wirklich in andere hineinversetzen können und immer die Ego-Brille aufhaben (was ist gut für MICH).

  39. cindy sagt:

    @Roswitha, diese Psychologin weiß nichts über Narzissten, genauso wie viele Jugendamtmitarbeiter auch – jemand, der sich mit Narzissmus auskennt, weiß, dass es unmöglich ist, vernünftig mit Narzissten zu reden und würde niemandem raten, dies auch nur zu versuchen, eine Versöhnung anzustreben oder gar einem Narzissten zu vertrauen… Der einzige Rat, der bei Narzissten hilft, lautet: Sieh‘ zu, dass du wegkommst!!!!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Narzissten haben ihre eigene Biografie, aber dafür können wir nichts und wir können sie auch nicht „heilen“, schon gar nicht durch Unterordnung. Sie bräuchten eine „spezielle“ Therapie. Da bin ich vollkommen Deiner Meinung: Nichts wie weg!!!

      • Roswitha sagt:

        Narzissmus therapieren? Wie soll das denn bitte gehen Osterhasenbiene langenase?
        DAS GEHT NICHT!
        Jeder Narzisst auf dieser Welt könnte jedem beliebigen Psychologen den Hut klauen.
        Kein studierter würde es merken. Was ein perfekter Heuchler so alles drauf hat, dass kann man nicht in einem Studium lernen.
        Es ist eher wahrscheinlich, dass der Therapeut am Ende selbst eine Therapie braucht.
        Denkbar wäre auch, dass der Therapeut als Marionette oder Fürsprecher befohlen wird und/oder selbst zum Mittäter wird.

        Da hilft wirklich nur Abstand.
        (Meine Meinung)
        Liebe Grüße

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Ja, das kann gut sein, dass der Therapeut dann selber Therapie braucht…hahaha. Das müsste schon wirklich ein ganz hartgesottener sein, aber vielleicht gelänge es mit viel Geduld, mit „Füttern“ UND „Grenzen setzen“ UND „Liebe“. Hinter Narzissmus steht ja ein riesiges Minderwertigkeitsgefühl. Da müsste man ansetzen. Doch wer hat schon so viel Zeit und Geduld. Ein normaler Mensch geht dabei kaputt. Die Angst des Narzissten, seine Kleinheit zu zeigen und einzugestehen ist so groß, dass alle Register gezogen werden. Es können letztendlich nur die Symptome behandelt werden, wie z.B. Sucht oder Depression.
          Liebe Grüße

        • cindy sagt:

          Unmöglich scheint das Therapieren eines Narzissten nicht zu sein, aber es gibt da einfach zu viele Hindernisse…

          Das größte Hindernis ist die Tatsache, dass für eine erfolgreiche Therapie die Erkenntnis des Patienten da ist, dass irgendetwas bei ihm „schiefläuft“ und da hapert’s dann meist schon, denn Narzissten halten sich selbst für unfehlbar – bei ihnen läuft nichts „schief“ und wenn doch, dann ist es höchstens die Schuld der anderen, die sich dann gefälligst selbst in eine Therapie begeben sollten… Narzissten sind nicht in der Lage, zu erkennen, dass sie selbst krank sind…! In meiner Herkunftsfamilie wurden da passenderweise die jüngere Schwester meines Ex-Vaters und ich als „krank“ bezeichnet, wir beiden schwarzen Schafe also…

          Falls sich ein Narzisst dann doch einmal in eine Therapie begeben sollte, dann meist wegen anderer Krankheiten, z.B. Depressionen oder Suchterkrankungen – meist Folgeerscheinungen seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung, wenn er mit seinen Machenschaften nicht mehr durchkommt und/oder keine Opfer mehr da sind…
          Hier bedarf es der Feinfühligkeit eines guten und kompetenten Therapeuten, denn er darf dem Narzissten gegenüber nicht überlegen erscheinen, ansonsten bricht der Narzisst die Therapie sofort ab, aber er darf sich auch nicht vom Narzissten „einlullen“ lassen, dann ist die Therapie ebenso gescheitert…

          Ich möchte daher nicht sagen, dass es völlig unmöglich ist, dass sich ein Narzisst tatsächlich erfolgreich therapieren lässt, aber zu 99% schon…
          Daher weiß ich auch sicher, dass es keine wirkliche Versöhnung mit meiner Herkunftsfamilie geben wird, zumindest solange mein narzisstischer Ex-Vater noch lebt…! Aber auch nach seinem Tod wäre es mehr als fraglich, denn meine Ex-Mutter und meine Schwester sind schwach und hilflos und der Rest der Familie dann immer noch hinter deren Geld her…

          Im Internet bin ich auf eine interessante Seite gestoßen, die der eine oder andere vielleicht schon kennt, aber da steht auch etwas über Weitere Beziehungen -> Narzissten in der Familie und Hilfe im Umgang -> Therapie drin:
          http://www.umgang-mit-narzissten.de

  40. osterhasebiene langnase sagt:

    @cindy, das mit dem Haus deiner Oma ist eine Bosheit und Gemeinheit, die nur bestätigt, wie Deine Eltern sind. Es spiegelt ihren Charakter. Das mit deiner Schwester tut mir leid, sie ist da wohl in eine ähnliche Schiene geraten, in der ich auch war. Der Weg führt nirgend wo hin und endet höchstens im Zusammenbruch. Ich hatte auch den „komischen“ Gedanken, durch immer mehr Unterwerfung, meine Schwester(n) ändern zu können. Das ist eine seltsame Verblendung, man denkt, die müssten doch sehen, wie man leidet, man das letzte auch noch gibt…tun sie aber nicht, sondern sie wollen immer mehr, nehmen sich immer mehr raus, drängen dich immer mehr in die Ecke. Aber andererseits fühlt man sich auch geschützt, weil man etwas tut, das man kennt, was man immer schon so gemacht hat, will sagen: man kennt nichts anderes von früh an. Das ist ein schlimmer Kreislauf. Die Angst und Panik kommt daher, weil man nicht ausdrücken kann, was man eigentlich empfindet, nämlich Wut.

    • Roswitha sagt:

      Die Schwester des Vaters – nicht die Schwester von Cindi. … liebe Osterhasenbiene langnase
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Wie jetzt?…schon die Schwester von cindy. Aber von der Schwester des Vaters war auch schon die Rede. Liebe Grüße

    • cindy sagt:

      … Und gerade die Sache mit dem Haus meiner verstorbenen Omi zeigt sehr gut, wie mein narzisstischer Ex-Vater Dinge tut, die äußerlich dem Wohl anderer, in Wirklichkeit aber seinem eigenen Wohl dienen – in einer seiner letzten Mails an uns hat er geschrieben „Wir haben das Haus nur wegen dir gehalten!“… Er tat das aber nicht, um mir etwas Gutes zu tun, sondern um ein Druckmittel gegen mich in der Hand zu haben – als ich denen nämlich nicht meine Kinder wie gewünscht ausliefern wollte, mich ihnen also tatsächlich widersetzt hatte, sind sie nicht nur direkt zu einem Anwalt gegangen, sondern haben auch sofort einen Makler mit dem Verkauf des Hauses beauftragt, denn nun hatte es für sie seinen Zweck verloren…
      Auch kam öfter der Vorwurf, meine Ex-Mutter habe ja nicht arbeiten gehen können, weil sie ja viel zu früh mit mir schwanger wurde, aber in Wirklichkeit gaben meine Großeltern meinen Ex-Eltern finanzielle Unterstützung, damit sie sich gut um Kind und Haushalt kümmern konnte und nicht noch arbeiten gehen musste, denn mein Ex-Vater befand sich zu der Zeit noch in der Ausbildung… So war meinen Ex-Eltern doch beiden gedient: Meine faule Ex-Mutter musste nun nicht mehr arbeiten gehen und hat aber auch im Haushalt und für uns Kinder gerade mal das Nötigste getan, während mein Ex-Vater sein Hausweibchen hatte, was mit der Zeit immer mehr seine Eigenständigkeit verlor und psychisch immer abhängiger von ihm geworden ist…
      Um uns Kinder wurde sich nicht wirklich gesorgt und wir waren nur Mittel zum Zweck – man hatte seine „Staatsbürgerpflicht“ erfüllt, wegen uns kam finanzielle Unterstützung von den Großeltern, man kassierte durch uns Kindergeld, Wohngeld und Baugeld, mein Ex-Vater bekam als Beamter nachher für uns Familienzuschläge, bei der Steuer brachten wir auch noch finanzielle Vorteile und trotzdem hieß es für uns immer nur sparen, sparen, sparen… Als sie meiner tollen Schwester ein Jahr nach ihrem Abitur „endlich“ einen Ausbildungsplatz in einer 300-400 km entfernten Stadt besorgt hatten, lautete der Ausspruch meine Ex-Vaters nur: „Und dann waren wir froh, dass sie nun auch aus dem Haus war!“ Diese Leute sind einfach nur Rabeneltern, die es nicht verdient haben, Kinder oder Enkel zu haben und deshalb bin ich auch nicht mehr in der Lage, denen auch nur noch einen Funken Liebe entgegenzubringen – schade, dass meine Schwester das nicht erkennen will…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        @cindy, lange und intensiv habe ich darüber nachgedacht, wie diese unsere Nachkriegsgeneration „tickt“. Meine Schwestern sind 1948 und 1950 geboren, mein Bruder 1952. Diese Kinder litten noch direkt unter den traumatisierten Kriegsgenerationen. Sie mussten vor allem eins lernen: eigene Bedürfnisse unterdrücken. Sie durften sie nicht mal äußern, sonst wurden sie (oft) bestraft. Wenn sie dann weinten, wurden sie fürs Weinen bestraft usw. So haben sie nie gelernt, sich um sich selbst zu kümmern und ihre eigenen (ureigen) Grundbedürfnisse ernst und wichtig zu nehmen. Sie haben sie verdrängt. Dadurch sind sie aber auch psychisch auf den jeweiligen Entwicklungsstufen von ein- und zweijährigen Kindern stehengeblieben und sie tragen ein großes Hasspotential in sich. Die psychischen Defizite haben sie so gut es geht versucht zu kompensieren v.a. durch Karriere und Materielles. Sie haben sich genommen, was immer sie kriegen konnten, ohne zu differenzieren, ob es tatsächlich für sie das Richtige und ihnen Zuträgliche ist (Dr. Gerald Hüter beschreibt das sehr gut/ Vorträge können auf YouTube angeschaut werden). Sie haben verlernt, was sie wirklich brauchen und verlangen vor allem nach (generalisierter) Entschädigung. Dieser (narzisstischen) Menschen-Typ schufen unseren Sozial- und Beamtenstaat. Das ist meine Theorie, die ich mir aus Lektüre und meinen Studien/Erfahrungen – in hier sehr verkürzter/vereinfachter Form – zusammengebastelt habe.
        Dieser Sozialstaat gleicht einem großen Selbstbedienungsladen, er wird gerade von den psychisch Defizitären benutzt, aber auch am Leben erhalten. Sie wollen/können keine Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit übernehmen. Das wäre ein schwieriger Weg und würde ja wieder mit Verzicht/Kränkung einhergehen (Verzicht wollen sie unbedingt vermeiden). So schleppen sie sich in die Arztpraxen und verlangen „Reparatur“. Die psychische Nachreifung bleibt auf der Strecke. Heute bevölkert diese Generation unsere Altenheime. Weise Alte habe ich dort noch nicht getroffen, sondern vorwiegend regredierte (Klein-)kinder, die enttäuscht und verwundert sind, dass ihre Kinder so materialistisch sind. Wie sollten sie es auch nicht sein, wenn sie es nicht anders vorgelebt bekommen haben!
        Meine Schwestern meinten, dass ich es auch so „gut“ (im materialistischen Sinn) hätte haben können wie sie, wenn ich nicht so „blöd“ gewesen wäre. Der Unterschied ist nur, dass ich es nie so wollte, weil das für mich kein stimmiges Leben ist und ich sehr wohl in der Lage bin zu differenzieren, was für mich wichtig und gut ist und was nicht. (Ich war nur solange im Zweifel, ob ich „normal“ bin und ob ich überhaupt „normal sein darf“. )
        Dieser Staat in seiner jetzigen Form hat keine Überlebenschance, da bin ich mir ziemlich sicher. Vielleicht fallen wir wieder zurück in monarchische Verhältnisse, so wie es uns Russland gerade vormacht oder wir fahren das Ding schnurstracks an die Wand. Wer Eigeninitiative verlangt, der gehört ja schon irgendwie zu den „Bösen“. Obwohl es auch sehr viele Menschen gibt, die umdenken, die vorgegebenen Strukturen sind einfach viel zu festgefahren. Die EU hat vor allem Neoliberalismus gefördert.
        Wir können Menschen nicht ändern, vor allem solche mit narzisstischer Prägung nicht, aber wir können sie ignorieren und an ihnen „vorbei“ leben. Wir müssen nicht mit ihnen leben, wir können unsere Zelte neben ihren Palästen aufschlagen und unser eigenes Leben führen, vielleicht als eine Art „Subkultur“. Ich bin nicht gegen einen Sozialstaat, nur gegen einen unendlich dehnbaren Sozialstaat. Es muss (begrenztes)Privateigentum geben, aber auch Staatseigentum, und zwar unantastbar.

        • cindy sagt:

          @osterhasebiene,

          1948 ist auch das Geburtsjahr meines Ex-Vaters und deine Beschreibungen dieser Generation treffen auf ihn durchaus zu… Er stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie, seine Mutter war überängstlich und er der männliche und auch noch hochintelligente Stammhalter der Familie – so ging er schon als Kind alleine zu Ämtern und Ärzten, weil seine Mutter zu viel Angst vor Beamten und Ärzten hatte, um mitzukommen… Die ältere geldgierige Schwester meines Ex-Vaters wurde 6 Jahre nach ihm geboren und war auch laut meiner anderen Tante immer sehr fleißig, aber eben nur des Geldes wegen… Gegen meinen Ex-Vater konnte keine seiner jüngeren Schwestern ankommen, da sie eben „nur“ Mädchen waren…
          Meine 1950 geborene Ex-Mutter hingegen ist das einzige Kind vermögender Eltern und lernte dann auch recht jung meinen Ex-Vater kennen – sie ist diejenige, die ein naives kleines Kind geblieben ist, denn sie hat Not nie kennengelernt und musste nie irgendetwas leisten… Nie in ihrem Leben stand sie mal alleine da (so wie ich schon oft genug), da sie immer jemanden hatte, der für sie sorgte – zuerst ihre Eltern und dann ihren narzisstischen Mann, der sie jetzt wegen ihres geerbten Vermögens garantiert nicht mehr freiwillig verlassen wird… Und ein Verbrechen wird er auch nicht begehen, da er viel zu viel Angst davor hat, dafür bestraft zu werden oder gar hinter Gitter zu kommen…

          Mit alten Menschen komme ich mittlerweile auch nicht mehr klar, denn irgendwie scheinen sie alle nur noch von Sturheit oder Demenz beherrscht zu sein – sie jammern nur noch rum, sind alles andere als ein Stütze und fordern noch von uns, obwohl wir mit unserem Leben (Kinder, Beruf, Haushalt, eigene Altersvorsorge) sowieso schon am Limit sind und noch nicht einmal wissen, wer sich später um uns kümmert und ob wir überhaupt noch eine Rente bekommen…

          Was aus unserer Gesellschaft in Zukunft wird, weiß ich nicht, aber ich glaube daran, dass es irgendwann einen ganz großen Knall geben wird und sich gewisse Leute dann noch einmal schön umschauen werden…!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Prof. Dr. Gerald Hüther, sorry. (PS hoffentlich kann ich mir das irgendwann mal merken!)

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Jeder „bezahlt“ irgendwann @cindy, für die Taten in seinem Leben. Mich hat meine Familie brutal unterdrückt, aufgrund der schon genannten Persönlichkeitsstörungen. In meiner Ehe wurde ich in der gleichen Weise unterdrückt statt unterstützt. Und das Schlimmste ist, dass ich so lange dachte, ich hätte es nicht anders verdient. Doch wußte ich (irgendwo im Hinterkopf) immer, dass ich dieses „Spiel“ irgendwann nicht mehr mitspiele. So ist es gekommen. Jetzt geht es darum, die Erfahrung zu machen, dass es auch andere Menschen gibt (solche, die einen nicht vorrangig nur für ihre Zwecke „benutzen“ wollen, sondern solche, die sich wirklich für einen und das, was man tut/denkt interessieren, die einem weiterhelfen, mit denen man sich austauschen kann und man am Ende nicht immer der Blödi ist). Das ist nicht so einfach, weil man so schnell in die gelernten Muster (z.B. darauf anspricht, aufgewertet und dann umso mehr wieder abgewertet zu werden) zurückfällt und sich selbst dauernd beobachten und prüfen muss. Ich nehme mir aber nun die Freiheit, dass ich Menschen nach meinem Bauchgefühl beurteile. Ich meide sie, wenn sie bei mir nur Stress erzeugen, und wenn ich merke, dass sie dieses Aufwertungs-/Abwertungsspiel spielen. Ich brauche weder Bewunderer noch Abwerter. Ehrliches Lob (das sehr selten ist!) tut natürlich immer gut. Dafür bin ich auch (sehr) dankbar. So muss man eben wieder ganz klein anfangen. Schritt für Schritt und nichts überstürzen und übersehen (wollen). Insgesamt bin ich bestimmt noch zu ablehnend, aufgrund meiner Erfahrungen, aber das bessert sich ständig. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen…
            Zum Karma möchte ich noch sagen: Jeder bekommt, was er verdient – das glaube ich ausnahmslos. Meine Ex-Schwiegermutter war auch vollkommen abhängig. Als ihr Mann gestorben ist, wurde sie für die Familie zum Horror-Fall (egozentrisch und fordernd) und kann nur noch mit Psychopharmaka beruhigt werden. Das Tragische am Leben ist aber, dass wir meistens „unschuldig (weil unwissend) schuldig werden“.
            Immer schön langsam: Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, so wird irgendwann das Unmögliche möglich werden. Den Spruch mag ich. Liebe Grüße und alles Gute

            • cindy sagt:

              Ja, liebe osterhasebiene, was den Kontakt zu anderen Menschen angeht, bin ich auch ungefähr an diesem Punkt – zum dritten Mal verheiratet aber immer noch nicht glücklich und Freundschaften sind mir auch schon einige kaputtgegangen, weil man mich letztendlich nur ausgenutzt hat… So hatte eine „Freundin“ z.B. versucht, mir meinen Ehemann auszuspannen und einer anderen wurde meine „Jammerei“ nach dem endgültigen Bruch mit meiner Familie zu viel – sie hat mir am Ende Egoismus vorgeworfen und dass es ja kein Wunder sei, dass auch meine Schwester nichts mehr mit mir zu tun haben wolle und hat auch noch einen anderen Freund gegen mich aufgehetzt!!!! Mittlerweile bereue ich, dass ich diese „Freundinnen“ vorher unterstützt habe – die erste hatte ich finanziell unterstützt und ihr sogar Geld geliehen (was ich nie wieder zurück bekommen habe) und der anderen habe ich vorher stundenlang zugehört und beigestanden, als sie wegen massiver Probleme in ihrer neu bezogenen Wohnung und der Trennung von ihrer Lebenspartnerin in einer schweren Lebenskrise steckte…
              Mittlerweile glaube ich, dass ich anscheinend gar nicht mehr fähig bin, wirkliche Freunde zu finden, weil mich meine Familie, insbesondere meine Ex-Eltern, innerlich so kaputt gemacht haben, ich vielleicht die Menschen, die wirklich gut zu mir wären, nicht erkennen kann…

            • cindy sagt:

              … Und ich wünschte mir so sehr, dass du damit recht hast, dass jeder am Ende bekommt, was er verdient – bis jetzt sieht es vor allem bei meinen im Geld schwimmenden, beliebten, kerngesunden und durch die Welt gondelnden Ex-Eltern überhaupt nicht danach aus…

  41. cindy sagt:

    Ja, osterhasebiene, meine Schwester tut mir auf der einen Seite leid – früher dachte ich, wenigstens sie hätte Verständnis, da wir ja beide unter den selben Eltern leiden, wenngleich sie aufgrund ihrer Unterwürfigkeit doch noch etwas besser behandelt wurde als ich…
    Als sie mir aber bei einem unserer letzten Gespräche an den Kopf geknallt hat, dass sie ja immer die Liebe sein musste, da ich ja so böse war und ICH mit meiner Agressivität auch noch schuld an ihren Angst- und Panikattacken sei, da wusste ich, dass auch sie geblendet und nicht mehr zu retten ist…

    • osterhasebiene langnase sagt:

      cindy, deine Schwester scheint noch nicht zu wissen, wer die Schuldigen sind, weil sie ihre Eltern wahrscheinlich immer noch idealisiert. Wenn die Rollen so verteilt sind, dass das eine Geschwister immer lieb sein muss, damit das andere aggressiv sein kann, dann ist das ein Zeichen von destruktiver Symbiose in der Familie, weil einem immer etwas fehlt. Es ist eins der schwierigsten Dinge, seine Eltern so zu sehen, wie sie wirklich sind, weil man dann die volle Verantwortung für sein Leben übernehmen muss. Dafür muss man sehr stark sein. Es wäre die Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, dass jedes Kind alles sein kann und darf und dass auch negative Gefühle den Eltern gegenüber in Ordnung sind. Autoritäre Eltern haben damit oft ein Problem, oft wollen sie, dass die Kinder alles an ihnen toll finden und ihnen dauernd huldigen – das sind eben die narzisstischen Eltern.

  42. cindy sagt:

    Stimmt, osterhasebiene, es war von zwei Schwestern die Rede, einerseits meiner und auf der anderen Seite die ältere Schwester meines Ex-Vaters, also meine Tante (die jüngere Tante ist das schwarze Schaf der Generation vor mir).
    Meine Schwester ist tatsächlich die einzige, von der ich glaube, dass sie nicht nur vom Geld getrieben ist – sie ist alleinstehend, wohnt zwar 300 km weit von meinen Ex-Eltern entfernt, hat auch eine Eigentumswohnung, die sie noch selbst abbezahlen muss, ist aber eher emotional abhängig von ihnen – sie hat schon immer ihr Fähnchen in den Wind gehangen und kennt es wohl nicht anders…
    Meine ältere Tante hingegen ist einfach nur geldgierig – sie hat ähnliches schon einmal bei ihrer reichen alleinstehenden Tante versucht, mit der sie vorher kaum Kontakt hatte und sie nachher andauernd im Altenheim besucht hat, jedoch ohne Erfolg, da deren Erbe nachher dann doch gleichmäßig auf alle verbliebenen Verwandten verteilt wurde…! Das Schlimme ist, dass die Tochter meiner Tante (also meine liebe Kusine) voll in die Fußstapfen ihrer Mama tritt und ihr der ganze Clan gefolgt ist und das alles nur, um dann per Testament an das Vermögen und vor allem wohl an die Firmenanteile zu kommen – was man nicht alles für Geld tut… Manche begehen dafür sogar Verbrechen…!

    • Roswitha sagt:

      Von den lieben Verwandten ist hier die Rede. 🙂
      Ein Narzisst ist ja gar nicht so schlimm. Das Problem ist, dass den Opfern keiner glauben schenkt. Aber vielleicht ist es doch kein Problem wenn wir uns das System genau anschauen. Eine Intrige von Narzissten ist es, sein Opfer zu isolieren von den Anderen. Ich habe schon oft von meiner Mutter gehört:》“Mir glauben mehr als dir. Du bist alleine mit deiner Meinung. „《
      Die Anderen werden so sehr mit Hybris gefüttert und die Symbiose hakt sich wie ein Klettverschluss an den Narzissten, (am stärksten vom Goldenen Schaf) dass die nicht mehr selber denken können.
      Aber was ist denn die Wahrheit? Ist es zwangsläufig die Meinung, an die, die Mehrheit glaubt?
      Muss uns die Mehrheit glauben schenken, oder wissen wir tief in uns drinnen, dass wir in der Wahrheit liegen?
      Es sind schon bestimmt viele Menschen heilig gesprochen worden, weil die Mehrheit glauben tut, dass diese heilig seien und sie sind es nicht.
      Es sind auch viele Menschen als Hexe verbrannt worden, weil die Mehrheit geglaubt hat, dass diese böse seien und sie sind es nicht.
      Es bedeutet gar nichts, ob man die Mehrheit als Ruckenwind hat oder ob man mit seinem Schicksal allein ist. Die Mehrheit irrt sich auch oft – und ein einzelner Menschen könnte in der Wahrheit liegen. Wir müssen nur in der Geschichte suchen und werden fündig, dass oft Leute zu unrecht verteufelt wurden.
      Hauptsache wir bleiben uns selbst treu und glauben an uns. Sollte der Narzisst die anderen gewinnen aber uns nicht.
      Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Sich selber treu bleiben – liebe Roswitha – ist das einzige, was wirklich wichtig ist und zählt. Jeder ist mit seiner Meinung mehr oder weniger allein, weil zwei genau identische Meinungen gibt es gar nicht. Man auch mal sagen, ich tue das jetzt, obwohl es nicht meiner Meinung entspricht, dann ist man sich auch treu… Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Das Problem beim Kontakt mit Narzissten ist, denke ich, dass unmerklich das Selbstbewusstsein/vertrauen des Gegenübers immer weniger wird, bis es ganz verschwindet – quasi vom Narzissten aufgesaugt oder abgesaugt wird. Daher: Vorsicht! Liebe Grüße

      • osterhasebiene langnase sagt:

        …dann baut der Narzisst das selbstwert-geschwächte Objekt, das vergessen hat wer es ist und was seine eigenen Interessen sind, in sein System als eine Art erweitertes Selbst ein. Es hat den anderen einverleibt…der andere ist zu einer Marionette des Narzissten geworden.So funktionieren auch Sekten, man denke nur an die Bhagwan-Sekte: Bhagwan/Osho als Ober-Narzisst (obwohl seine Bücher teilweise recht gut sind).

      • cindy sagt:

        Richtig Roswitha, denn WIR gehören zu denjenigen, die die Wahrheit sehen (wollen) und nicht den Kopf in den Sand stecken…!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Cindy, manchmal ist es gut, Dinge nicht zu bekommen, weil man im Nachhinein, niemals dieselbe Eigeninitiative entwickelt hätte…schade, dass Menschen auf der Jagd nach Geld hängenbleiben. Liebe Grüße

      • Roswitha sagt:

        Liebe Grüße, der Austausch hier hat mir geholfen, das Geschehen ins Bewusstsein zu rufen. Ich fühle mich getröstet und meine Trauer und Wut verlieren ihre Stärke.
        Danke – Tschüß

  43. osterhasebiene langnase sagt:

    Narzissten (die, nichts als Sich-Selbst-Hasser sind) brauchen eine Angriffsfläche beim anderen, ansonsten laufen ihre Aktionen ins Leere. Meine Schwester(n) hat bei mir an der Schuld-Schraube gedreht (diese Schraube war bei mir locker), wie an einem Gummiband hat sie mich kontrolliert, mal war es weiter dehnbar (dann durfte ich sogar Ausbildungen machen), dann war es wieder eng (und meine Mühen wurden als Schmarrn abgewertet). Daraus haben sie u.a.ihre Lust, ihr Lebenselixier bezogen. Dieser Psychoterror kann bei Nicht-Reflexion zu Mord führen – zweifelsohne. (Guter Stoff für einen Krimi) Bei mir hat es dazu geführt, dass ich den Glauben an unser Gesundheitssystem, unser Gesellschaftssystem, unser Schulsystem, unser Finanzsystem …verloren habe. Was ich nicht verloren habe, ist der Glaube an die Menschlichkeit, die in jedem einzelnen Menschen schlummert.
    Eine Psychotherapie ist für mich Augenwischerei/Geschäftemacherei, wenn sie nicht auch die systemische Komponente mit einbezieht. Denn ein Einzelner vermag wenig. Alles ist Beziehung und alles ist miteinander verbunden. Das ausschließliche gegenseitige Sich-Trösten von Therapeut und Patient ist langfristig schlimmer Missbrauch (destruktive Symbiose, Komplizenschaft), der nicht belohnt werden darf. Die wirklichen Ursachen und Probleme werden schön säuberlich unter den Teppich gekehrt- eine Abwärtsspirale. Das ist Teufelswerk. Wer nicht bereit ist, sein Leben ehrlich zu reflektieren und den Willen hat, Dinge zu verändern, der sollte besser Abstand von einer Psychotherapie nehmen – das würde unser Gesundheitssystem erheblich entlasten.

    • cindy sagt:

      Liebe osterhasebiene,

      es ist kein Wunder, dass wir den Glauben an unser Gesundheitssystem, unser Gesellschaftssystem, unser Schulsystem, unser Finanzsystem usw. verlieren – ist es doch der ideale Nährboden für Narzissten!!!!
      Schon das Schulsystem fördert den Narzissmus unter den Schülern – wer arrogant, skrupellos und gemein ist und sich dann noch prima bei den Lehrern einschleimt, gewinnt (zumindest musste ich das auch bei meiner älteren Tochter in der Grundschule beobachten), in der Wirtschaft behalten letztendlich nur die Narzissten die hohen Posten, Arbeitgeber scheren sich immer weniger um ihre Fürsorgepflichten gegenüber den Arbeitnehmern, soziale Gerechtigkeit gibt es auch immer weniger, gesundheitliche Versorgung ist immer zunehmender nur noch den Erfolgreichen und Reichen vorbehalten und auch die Justiz erkennt diese erfolgreichen Narzissten nicht und lässt sie daher gewähren – so bekommen Narzissten ihre narzisstische Zufuhr und werden immer mehr, anstatt auszusterben…!

      • Roswitha sagt:

        Das Thema, worüber es hier geht, müsste in unseren Schulen im Lehrplan unterrichtet werden. Die ganzen Formen von Gewalt im Elternhaus (emotional und subtil) und mobbing / Heuchelei müsste den Kindern erklärt werden. Dann würde es unsere Krankenkassen enorm entlasten.
        Liebe Grüße

  44. cindy sagt:

    Ja, liebe Roswitha, das wäre zu schön, aber wenn ich mir da unsere Grundschule so anschaue, glaube ich nicht daran, dass das wirklich mal Realität wird… Gerade in der Klasse meiner Ältesten haben sich Schüler und Eltern dermaßen eingeschleimt – da backt ein einzelnes Kind mit der Mutter einen Kuchen zum Geburtstag der Lehrerin (anstatt dass alle gemeinsam für ein Geschenk zusammenlegen), die Schülerin massiert die Lehrerin (und schaut währenddessen hämisch zu meiner Tochter hinüber!)… Die Lehrerin hat solche Dinge einfach zugelassen, aber was will man auch erwarten, wenn es die Leiterin dieser Schule zulässt, dass nur die Kinder, die auf ihr Sparbuch bei der örtlichen Sparkasse einzahlen, großzügige Geschenke bekommen, während die anderen Kinder, die entweder kein Sparbuch oder eins bei einer anderen Bank haben, leer ausgehen? Und das Ganze wird dann auch noch als pädagogischer Nutzen verkauft…!
    Schon bei den Kleinsten geht es los – da wird geschmiert, belogen und betrogen und da leisten die Narzissten in unserer Gesellschaft schon ganze Arbeit!!!!
    Die einzigen, die noch etwas tun können, sind vielleicht ein paar wenige vernünftige Eltern so wie wir – an uns liegt es, unseren Kindern genau diese Missstände in unserer Gesellschaft aufzuzeigen, bei solchen Heucheleien nicht mitzumachen und so den Narzissten zumindest ein wenig die Luft wegzunehmen, auch wenn das manchmal ein Kampf gegen Windmühlen ist…!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Liebe Roswitha und Cindy,
      das Fach Psychologie z.B. müsste -meiner Ansicht nach- unbedingt als Pflichtfach an allen Schulen gelehrt werden, die Lehre von den Grundbedürfnissen des Menschen, Entwicklungspsychologie…usw. Die Kinder müssten lernen, für sich selbst zu sorgen (sich wehren dürfen), statt Herrschaft über andere auszuüben/sich unterzuordnen. Der Haken ist, dass narzisstischen Lehrern dann ganz schnell das Wasser abgegraben würde…unsere Schulen haben leider andere Funktionen, sie fördern nicht Selbstverantwortung und Selbstmanagement. Sie fördern das Denken in Kategorien gut/schlecht, ausgebildet werden Karrieristen/Versager. Von meinen Schul-und Jugendfreunden, gerade denen, die Karriere gemacht haben, habe ich mich radikal verabschiedet. Sie gehen mir nämlich nur auf die Nerven, laufen jedem Trend hinterher, springen auf jeden Zug auf, konsumieren alles, was sich bietet und bezahlbar ist und haben Null eigene Ideen und Vorstellungen. Sie werden aggressiv, wenn sie mal nicht sofort bedient werden…usw. Mir ist der Mensch am Liebsten, der gerade vor mir steht: der Postbote, die Nachbarin…wer immer. Den „Tollen“ laufe ich nicht mehr nach. Da habe ich im Freundeskreis „tabula rasa“ gemacht, wenn das Spiel „mein Name ist Doofi und du bist toll“ gespielt wird. Es genügt oft nur ein sachlich-freundlicher Ton, um sie zu vergraulen, statt der (gewohnten) Begeisterung (die ich nicht mehr aufbringen kann).
      Sobald die Quelle der narzisstischen Zufuhr wegbricht, Partner sie verlassen oder sterben,
      Karriereeinbrüche oder Jobverlust …zeigen sich ihre inneren Muster und Fixierungen. Bei meiner Ex-schwiegermutter kam (zwar im hohen Alter) krass zum Vorschein, die lebenslange Konkurrenz mit der Tochter (extreme Hassattacken) und die Besitzansprüche dem Sohn gegenüber (klammern, fordern, kontrollieren, drohen). Meine Schwester wird dann immer depressiv, wenn es anderen gut geht (z.B. bei Hochzeiten und Feiern) oder bei materiellen Verlusten. Da zeigt sich, dass die Kompensation nicht hält, was sie verspricht. Leider muss ich jetzt erkennen, wie sehr ich „benutzt“ wurde, behindert und von meinem eigenen Weg abgelenkt. Um wieder ein gutes Selbstwertgefühl zu bekommen, ist es auch notwendig, sie selbst zu vergeben, was man sich „freiwillig“ angetan hat.

      • cindy sagt:

        Wehren darf man sich an der Grundschule meiner Kinder nicht – eine Lehrerin für Englisch und Religion meinte sogar mal, dass zurückschlagen schlimmer sei als mit dem Schlagen anzufangen…!

  45. Roswitha sagt:

    Es ist nicht immer ein Kampf gegen Windmühlen. Manchmal stoßen auch Narzissten auf ihre Grenzen. Bei Prominenten kommen dann Familiengeheimnisse ans Tageslicht. Ebenso treten auch bei Sekten Opfer in die Öffentlichkeit. Es ist interessant zu beobachten. Für uns ist es eine Hoffnung.
    Wir können uns dann still denken; „Siehst du mein „Grandioser“ es klappt nicht immer so, wie du es dir vorstellst. ,,
    Die Enkel werden nicht wie eine Pizza freihaus geliefert. ……. Mein Vater hatte kurze Zeit später, nachdem er mir rofezeit hatte, dass es mir schlecht gehen werde, wenn ich dihnenpe verlassen täte, Gehirnblutung bekommen. Das habe ich nicht gewollt, dass es so kommen wird. Das letzte Gespräch welches ich aber mit ihm führte ging unter anderem auch darum, dass er mir weissagte; Ein Schicksalsschlag würde über mich kommen, und dann wäre ich auf Gedeihen und Verderben auf deren Hilfe angewiesen. So werde ich auf Knieen angekrochen kommen zu ihm und um Verzeihung bitten und ihnen Recht geben in allem was sie sagen und tun. Jetzt nach seiner Gehirnblutung, lebt er noch, aber er ist ein Pflegefall. Ich habe zwar keinen Kontakt mehr zu ihm, aber dieses Gespräch hat gereicht für mich, um zu begreifen, woras seine Liebe für mich besteht. Im Grunde ist unser Ziel nur ein begreifen und verstehen. Unser Ziel ist kein Kampf gegen Windmühlen und auch nicht ein wieder gut machen der Wunden unserer Eltern. Dazu haben wir unseren Hintern zu weit unten. 😉
    Im Geheimen sind sie auch nur aus Fleisch und Blut. Liebe Cindy, die sind nicht so mächtig wie sie tun. Wir sind keine ausgelieferten Kinder mehr und sie können uns nicht mehr verwirren und klein halten. Natürlich wünschen wir uns wieder Gutmachung aber das ist nur ein Tupfer Sahne auf unserm Eis. Unser Eis besteht nämlich aus Freiheit, Autonomie und Verstehen. Bleib so wie du bist liebe Cindy.
    Tschüss

    • cindy sagt:

      Liebe Roswitha, der ewige Kampf gegen Windmühlen ist mein ständiger Lebensbegleiter – im Gegensatz zu vielen anderen (insbesondere meiner Ex-Mutter) wurde mir im Leben nichts geschenkt, musste so viele Lebenskrisen überstehen… Nach dem Rausschmiss aus dem Hause meiner Eltern habe ich trotzdem das Abitur bestanden, Mobbing auf der Arbeit, mein zweiter Mann war alkoholabhängig und gewalttätig, meine erste Tochter konnte nur aufgrund einer Kinderwunschbehandlung entstehen, Baupfusch beim Neubau, dann der Gerichtsstreit mit meinen Ex-Eltern, um nur die schlimmsten zu nennen… Wer weiß, wo ich heute stände oder ob ich überhaupt noch am leben wäre, wenn ich diesen Kampfgeist nicht hätte…?

      Es gibt nur 2 Gelegenheiten, wo ich meinen Ex-Eltern die Stirn bieten konnte:
      Die erste war nach dem Rausschmiss, als meine Omi auf Frieden gedrängt und ich die Bedingung gestellt hatte, dass ich nur mit meinem Freund wiederkäme – das erste Mal in meinem Leben haben sie tatsächlich mir gegenüber nachgegeben, aber heute bin ich überzeugt, dass sie sich nur aus Angst vor Enterbung durch meine Großmutter wieder mit mir „vertragen“ hatten…!
      Die zweite war dieser Gerichtsstreit, wo meine Ex-Eltern den Antrag zurückgezogen hatten, nachdem ihnen klar war, dass es tatsächlich mal nicht nach ihren Kopf geht… Sicher, die Kinder werden ihnen jetzt erstmal nicht wie eine Pizza geliefert, aber das wird von meinem Ex-Vater jetzt erstmal als „Verlustgeschäft“ abgeschrieben und ich glaube nicht, dass er die Enkel schon endgültig aufgegeben hat – er ist es gewohnt, Menschen, die nicht so handeln, wie es in seinen Kopf passt, abzuschreiben – er hat es bereits mit seiner jüngeren Schwester und mir getan und wenn die Kinder später nach ihrem 18. Geburtstag auch nicht nach seiner Pfeife tanzen, schreibt er diese auch endgültig ab…!
      Krankheit oder der Verlust des Vermögens würde meinem Ex-Vater eher an die Nieren gehen, aber bei deren unverschämten Glück werden die ihr Vermögen behalten, bei bester Gesundheit und einem Leben in Luxus mit vielen weiteren tollen Reisen auch noch steinalt werden und gemeinsam einen kurzen schmerzlosen Tod haben, während ich hier von einer Pechsträhne nach der anderen verfolgt werde…

  46. osterhasebiene langnase sagt:

    Nur soviel zu „Gerechtigkeitsfanatiker“ und selbsternannten Richtern: Als ich zehn Jahre alt war, hat meine Mutter einen Herzinfarkt erlitten, nachdem am Abend zuvor drei erwachsene Kinder über sie „hergefallen“ waren, um sie mit allen Versäumnissen aus der Kindheit zu konfrontieren. Ich hatte damals fürchterliche Angst, dass sie stirbt. Und mein Vater starb zwei Wochen nachdem seine leibliche, uneheliche Tochter brieflich angekündigt hatte, ihn in seinem Haus aufzusuchen und ihn mit seiner Vaterschaft zu konfrontieren… Da könnte man mal drüber nachdenken, ob egozentrisches „gerechtes“ Verhalten, Vergeltung, Rache u.ä. immer der Königsweg sind, oder ob man Dinge nicht einfach mal gut sein lässt, so wie es eben gekommen ist… das Beste aus der Lage zu machen und das Unheil nicht noch zu mehren. Für Gerechtigkeit ist das Universum zuständig. Das ist meine Meinung. Liebe Grüße

    • cindy sagt:

      Narzissten kennen nur eine Gerechtigkeit, nämlich die SELBSTGERECHTIGKEIT!
      Weil ich das weiß, habe ich auch keine Angst, Verständnis oder gar Mitleid gegenüber denen, denn das bringen die ihren Mitmenschen gegenüber auch nicht auf – selbst für die nicht, die sich ihnen gegenüber (scheinbar) loyal verhalten…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Alles hat eine lange, lange Geschichte…die sich (letztendlich) unserem Fassungsvermögen entzieht, weil wir immer nur einen kleinen Ausschnitt wahrnehmen können. Alles hat einen guten Grund, den wir nicht immer erforschen können und alles ist nicht einfach so „ungerecht“. Pech wird oft kompensiert mit dem was man für gut hält, doch irgendwann stellt sich heraus, dass es vielleicht langfristig keine gute Entscheidung war. Der Kluge lernt daraus. Was zählt, sind eigene Ziele und Taten. Menschen sind nicht mit Gewalt (eingeforderter Loyalität) zu binden. Belehrung und Verbot funktionieren so gut wie nie. Wenn du deinen Kindern vorleben kannst, wie ein erfülltes und glückliches Leben geht, werden sie bei dir bleiben, wenn nicht, werden sie andere Vorbilder suchen und finden. Und das ist ihr gutes Recht. Lernen, sich um sich selbst zu kümmern, ist die beste Ausgangslage für ein glückliches, zufriedenes Leben. Man muss es sich selbst recht machen, nicht den anderen, sich selbst beweisen, nicht anderen. Wer die Welt „reparieren“ will, muss scheitern und macht die Lage nur noch schlimmer. DAS ist Größenwahn und Narzissmus. (Es gibt nur gute und schlechte Taten, die in der Summe etwas bewirken) Positives schaffen, zieht Positives an. Hass zieht Hass an. Und ich DARF wählen und darf nehmen, was für mich gut ist. Das ist nicht Narzissmus sondern Selbstliebe. Die Frage ist: Was will Ich (für mich)? Das ist der Ausgangspunkt, der zum Anderen führt, nicht umgekehrt: Der andere muss sich ändern, dass es mir gut geht. Das funktioniert niemals.

        • cindy sagt:

          Liebe osterhasebiene, leider kann ich mir nicht nehmen, was mir guttut und von Dingen oder Personen, die mir nicht guttun, darf ich mich auch nicht trennen – z.B. kann ich meine Kinder nicht einfach aus dieser Schule nehmen und so bin ich gezwungen, mit diesen teilweise arroganten Eltern, unwissenden Lehrern und vor allem dieser Schulleiterin auskommen zu müssen… So weit es geht, habe ich mich schon von den ganzen Idioten getrennt – ich habe fast keine Familie mehr, von vielen Freunden habe ich mich getrennt, von gewissen Eltern halte ich mich fern und auch zu meinem dummen Schwiegervater meide ich den Kontakt und rede nur noch das Nötigste mit ihm…
          Am liebsten würde ich meine Kinder packen und mit ihnen irgendwo in der Einsamkeit ein ruhiges, beschauliches und glückliches Leben führen, aber das ist ja leider nicht möglich…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Liebe cindy, ich glaub, das ist das berühmte „Nadelöhr“, von dem auch in der Bibel die Rede ist. Das Austreten aus den vorgegebenen Clan-Strukturen/Rollen und Erstellen der eigenen Landkarte. Es ist wie ein Löschen der Festplatte und Neuinstallation der eigenen Programme/Ziele. Am Anfang steht man davor wie vor einer undurchdringlichen Nebelwand. Ich bin schon einige Zeit in diesem Stadium, nachdem alle Versuche gescheitert sind, ein „normales“ Leben zu führen. Gerettet haben mich auf dem Weg Bücher, streckenweise „beste“ Freunde, mit denen ich exzessiv Sport betrieben habe. Bücher und Sport, das sind aber nur Ersatz fürs Leben…Gerade lese ich (wieder mal) ein Buch über bunte Zebras, das sind Menschen mit Hochbegabung, Hochsensibilität und Hochsensitivität…hört sich hochstaplerisch an, aber ich glaube, dass ich zu denen gehöre. Wir müssen rausfinden, welche speziellen Gaben wir haben und wie wir uns im Leben einbringen können. Meine Erfahrung ist, dass hinter der Nebelwand eine ungeheure Lust aufs Leben und eine Wahnsinnsenergie zum Vorschein kommt, die unabhängig von anderen Menschen ist. Man darf nur nicht aufgeben. Man muss wie auf einer leeren Leinwand, mit einem Strich, einem Punkt einfach anfangen. Der eigene Plan ist nur verschüttet, das Geröll (der Anderen) muss zuerst von der Seele entfernt werden.
            Diese Energie, die dann zum Vorschein kommt, zieht auch das Richtige an. Alles wird gut – nur nicht aufgeben! „Normal“ funktioniert nicht bei jedem. Deine Eltern mögen „normal“ sein, DU hast deinen eigenen Plan. Gerade am Anfang scheint es so, als ob sich die ganze Welt gegen einen verbündet hätte. Das sind aber nur die eigenen Selbstzweifel.

            • cindy sagt:

              Liebe osterhasebiene, schon so oft habe ich von anderen (nicht von meiner Herkunftsfamilie) gehört, dass ich meinen eigenen Weg finden, Karriere machen soll usw., aber das wollte ich irgendwo nie…
              Alles, was ich schon immer wollte, war, eine eigene Familie zu haben, in der ich Liebe bekomme, aber auch Liebe geben kann – dieser Wunsch in mir war so groß, dass ich mir wohl aufgrund meiner Torschlusspanik immer die falschen Männer ausgesucht und mich aufgrund der Unfruchtbarkeit meines 2. Mannes sogar nervenaufreibenden Kinderwunschbehandlungen unterzogen habe… Ich wollte eine Familie haben, weil ich selbst als Kind aus meiner Familie ausgegrenzt wurde, also quasi gar keine hatte – man kann es vergleichen mit der Sehnsucht eines Heimkindes nach einer Familie…
              Meine Ex-Eltern sind bestimmt nicht „normal“, aber ich bin auch nicht hochbegabt oder hochintelligent und habe auch gar keine Kraft oder Lust, irgendetwas „Besonderes“ aus meinem Leben zu machen – ich weiß nur, dass ich endlich einen Ort finden möchte, wo ich hingehöre, meine Kinder über alles liebe und sie auf keinen Fall verlieren möchte…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Liebe cindy, das verstehe ich so gut!!! Weil auch ich meine Möglichkeiten, meinen Job an den Nagel gehängt
                habe, um eine eigene Familie zu gründen und dort alles gegeben habe. Der Schuss ging aber zum Teil nach hinten los, denn ich hatte am Ende auch nichts mehr zu bestimmen. Und meine Kinder bekamen das Bild vermittelt: Die Mama kann gar nichts und bringt nichts auf die Reihe. So wollen wir mal nicht werden. Ich habe meine Kinder sehr bedürfnisorientiert erzogen, mein Mann drängte sie immer ins Gymnasium. Einerseits bin ich jetzt auch froh darüber, andererseits wäre es auch schöner gegangen über die Montessori-Schule (was immer mein Wunsch war) und aus ihnen wäre auch was geworden. Meine begabte Tochter (ohne Frühförderung) wollte nicht so werden wie ich (Mutter und Hausfrau) und hat sich in der Pubertät von mir abgewandt. Ich habe sie gelassen und mich um meine (vernachlässigten) Fähigkeiten
                gekümmert…und siehe da, sie kommt
                zurück (und auch meine Fähigkeiten) und wenn sie Hilfe braucht, dann sucht sie mich auf. Sie weiß, dass Geld nichts bedeutet. Aber sie will ihre Möglichkeiten ausleben und auch Erfolg (d.h. gesehen werden) haben. Was ich sagen will ist, sein Licht unter den Scheffel zu stellen ist schädlich, für einen selbst und andere. Und vor allem führt das langfristig nicht zur Zufriedenheit.

                • cindy sagt:

                  Bevor ich Kinder bekam, wollte ich erstmal beruflich auf sicheren Beinen stehen, habe nach dem Abitur nicht studiert (das dauerte mir dann doch zu lange und ich wollte endlich finanziell unabhängig von meinen Eltern sein), sondern eine Ausbildung in der mittleren Beamtenlaufbahn abgeschlossen. Jetzt hatte ich den Beamten in der Tasche, stand beruflich zwar auf sicheren Beinen, aber das Unternehmen, in dem ich arbeitete, wurde andauernd umstrukturiert, alle Mitarbeiter dort immer mehr vera… und insbesondere uns Beamte wollte man nur noch loswerden… Woanders hatte ich mit meiner Form von Ausbildung keine Chance und so bin ich nach der Geburt meiner 2. Tochter ganz gegangen… Von den wenigen ehemaligen Arbeitskollegen, die noch bei dieser Firma geblieben sind, bekomme ich nur Schlechtes zu hören und auch über andere Arbeitgebern höre ich immer öfter, dass man dort nur noch ausgenutzt und unfair behandelt wird – ich war und bin heilfroh, dass ich nicht mehr arbeiten gehen muss!!!!

                  Ich habe kein Problem damit, „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein und meine Kinder auch nicht – was auch immer man tut, man sollte es nur richtig und mit ganzem Herzen tun, nicht so wie meine Ex-Mutter, die nie in ihrem Leben arbeiten gegangen ist und vor lauter Faulheit selbst in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter versagt hat…!

  47. osterhasebiene langnase sagt:

    Mein Job in der Lokalredaktion einer Tageszeitung war auch auf Dauer nicht wirklich spannend mit (männlichen) Kollegen, die mehr oder weniger Suchtprobleme hatten, und immer gleichen Themen…das muss ich ehrlich sagen (wenn auch gut bezahlt). Ich war auch dankbar, nicht mehr arbeiten zu müssen. Leider konnte ich meine eigenen Vorstellungen/Ideen in der Groß-Familie/Firma nicht verwirklichen und das ist es, was mich so erschöpft und unzufrieden gemacht hat, ich musste irgendwann nur noch funktionieren in der Betreuerrolle, ohne eigene Entscheidungen treffen zu dürfen, ohne eigenes Geld. Da helfen auch ein paar schöne Urlaube und ein schönes Haus nicht drüber weg. Erst die Kinder (was ich wirklich gerne gemacht habe), dann die Mutter, dann die Schwiegermutter, dann die (depressive) Schwester und nicht zuletzt der Ehemann…Ich fühlte mich irgendwann nur noch ausgenutzt. Was mir wichtig war, wurde als Schmarrn abgewertet, weil nicht lukrativ, z.B. Umweltschutz, Naturheilkunde…So habe ich auch meine HP-Ausbildung in Raten abstottern müssen, obwohl Geld genug da gewesen wäre, erst nach der Scheidung bekam ich das Geld zurück.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      …und, um die Geschichte fertig zu erzählen, nach dem HP habe ich, (vermutlich) aus lauter schlechtem Gewissen (Erwartungsdruck) eine Ausbildung zur staatl. gepr. Altenpflegehelferin gemacht…bin also wieder zurückgerudert (um es allen wieder recht zu machen, braves Mädchen)…aber dann war das Maß voll…richtig voll. Jetzt ist Schluß mit „mach mal, tue mal…)LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      …und da, in der Altenpflege, wurde mir tatsächlich bewusst: Sie (meine Ursprungsfamilie) hätte mich eiskalt „verheizt“ und „ausgebeutet“. Keiner meiner Geschwister hat je meine Entwicklung gefördert oder mein Wohl bedacht oder mich unterstützt. Nur meine Mutter drängte mich zum Studium und hat es mir ermöglicht. Das haben sie mit geneidet und schlecht gemacht, wie alles, was ich für mich getan habe. Die Altenpflege wäre (ihnen) recht gewesen. „Komischerweise“ hat mir meine Psycho-Schwester auch alles, was mit Psychologie zusammenhing (Ausbildung, Studium, Therapie) immer ausgeredet – warum wohl? Und deshalb sage ich: „böse Stiefschwestern“. Und wie das ausgegangen ist, erzählt das Märchen „Aschenputtel“…

    • cindy sagt:

      Das Unternehmen, in dem ich arbeitete, ist groß und bundesweit vertreten – meine Tätigkeit in der ersten Abteilung erschien mir auch eintönig und langweilig… Ein paar Jahre später bekam ich die Chance, in die telefonische Kundenberatung zu wechseln, was mir damals wirklich großen Spaß machte, denn die Arbeit war abwechslungsreich, man hatte mit vielen Menschen zu tun, die KollegInnen waren supernett und das Gehalt stimmte auch…
      Dann wurde mal wieder umstrukturiert, aus den kleinen gemütlichen Büros wurde ein Großraumbüro, immer mehr zählten nur noch Verkaufszahlen und die Anzahl der abgefragten Anrufe pro Stunde, wobei die Zufriedenheit der Kunden immer mehr in den Hintergrund rückte…
      Immer nur noch Zahlen, Zahlen, Zahlen, Quantität statt Qualität und das bereitet jemandem wie mir, der nicht schnell arbeitet, jedoch dafür ordentliche Arbeit abliefert, große Probleme…
      Leider ist das mittlerweile überall das Gleiche, egal wo man hinschaut – alles muss nur noch schnell, schnell, schnell gehen, immer mehr muss gearbeitet werden für immer weniger Geld, die Qualität bleibt auf der Strecke und diejenigen, die noch Arbeit haben, gehen immer mehr kaputt – die Folgen sind dann z.B. Mobbing oder Burnouts… Ich kriege das von überall her mit – da ist mein Mann, der sich für sein weniges Geld in einem Krankenhaus immer mehr abschuften muss und dessen Kollegen und er selbst vom neuen Chef zum Narren gehalten werden… Dann ist da auch eine frühere Schulfreundin, die schon von klein auf Krankenschwester werden wollte, diesen Weg auch konsequent verfolgt hat, anfangs auch Freude an ihrem Beruf hatte, aber die Arbeit und die Schichten immer mehr wurden, so dass sich immer mehr Überstunden anhäuften, die aufgrund Krankheit von Kolleginnen nicht mehr abgebaut werden konnten – das Ende vom Lied war, dass meine Freundin immer arbeitsunfähiger und am Ende auch krank wurde…
      Und wenn man sich selbstständig macht, hat man mit Behörden und zahlungsunwilligen Kunden zu kämpfen, die einen am Ende auch alle ruinieren…

      Ich kenne wirklich kaum noch jemanden, dem die Arbeit wirklich Spaß macht – die Arbeitsbedingungen der heutigen Zeit machen jede Freude an der Arbeit zunichte – das sind zumindest die Erfahrungen, die ich sammeln musste… Ich hoffe nur, dass meine Kinder einen Job finden, durch den sie ihr Leben finanzieren können und der sie nicht kaputtmacht… Ewig kann das doch auch nicht so weitergehen in dieser heutigen Zeit, irgendwann muss es doch einfach mal knallen…!

  48. osterhasebiene langnase sagt:

    „böse Stiefschwestern“: Dieser Menschenschlag ist in unserer Gesellschaftsform nicht selten: Sie leben nach der Zehen/Verse-hau-ab-Methode, d.h. sie ziehen sich jeden Schuh mit Gewalt an und fragen nicht, ob er passt oder nicht. (denn wie sagt die Stiefmutter: wenn du Königin bist, dann musst du nicht mehr gehen) Da wird alles ausgesessen statt gelöst (z.B. Mobbing) oder nach der Auge-zu-und-durch-Methode vorgegangen. Der Preis ist hoch (Blut ist im Schuh). Sie bekämpfen diejenigen, die in ihrem Leben nach Sinn/Wahrheit suchen, machen ihnen Angst, unterdrücken ihre Ideen und Wünsche, machen ein ihnen schlechtes Gewissen. Durch ihr Bankkonto wollen sie beweisen, dass sie recht haben, alles richtig gemacht machen. Wohin bringt das unsere Gesellschaft: noch mehr Kranke, Gewalt, Spaltung (arm und reich) und am Ende Zusammenbruch der Gemeinschaft…Dann müssen die „blöden“ Sinnsucher her (Philosophen u.a.) und das Ganze reparieren. Geht aber leider nicht.

  49. cindy sagt:

    In Märchen gibt es auch ganz oft schwarze Schafe, aber am Ende geht alles gerecht aus: die Guten werden belohnt, die Bösen bestraft… Wie schade, dass das in der Wirklichkeit nicht genauso läuft…
    Als Kind mochte ich Märchen gerne, vielleicht gerade deshalb, weil ich mich unbewusst mit dem schwarzen Schaf identifiziert und mir diese Gerechtigkeit immer gewünscht habe…

  50. cindy sagt:

    Ich mochte „Brüderchen und Schwesterchen“ gerne – zwei schwarze Schafe, von ihrer Stiefmutter und deren Tochter verjagt, die trotzdem immer zusammenhalten!
    Am Ende geht es für die Kinder natürlich gut aus, während die Stiefmutter und deren Tochter ihre gerechte Strafe bekommen…!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Die Märchen sind voller schwarzen Schafe…deshalb liebe ich sie auch so sehr…sie zeigen immer einen Weg, sodass am Ende die Gerechtigkeit siegt.

      • Roswitha sagt:

        Ich liebe Märchen, weil sie in Bildern und Gleichnissen die Gefühle und Psyche / Marotten und Schwächen offen zeigen, welche im Realen Leben oft geleugnet werden. Diese, welche jedoch unterbewusst da sind und uns lenken und in der Abhängigkeit beherrschen. Märchen wecken in mir das Bewusstsein zu erkennen und zu verstehen, wie das Böse tickt und/oder die Liebe in den Menschen wirkt. Wie sollte ein Mensch sein Befinden besser beschreiben als in Gleichnissen Geschichtem oder Bildern. Es gibt so viele Begriffe – um Gefühle zu beschreiben. Jedoch sind sie leichter zu erfassen und zu spiegeln in diesen Märchen.
        Ich hatte oft die verschiedensten Gefühle und Bedürfnisse, welche in der Realität nicht von meinen Eltern mit Namen genannt worden sind. In den Märchen erfuhr ich die Namen – wie die Gefühle nun heißen. Die sieben Ziegen hatten Angst und das Rotkäppchen erschrak vor dem Wolf. Wenn ich mich im Realen Leben erschrocken habe, hätte mir keiner erklärt; „Du hast dich wohl erschrocken, vor etwas ….? “ So nützen die Schriften um das Wissen zu erweitern.

        Die Bösen in den Büchern, haben alle eine Sache gemeinsam;
        Sie wollen Gott ähnlich sein.
        Sie möchten Macht, Kontrolle, Gold, Ruhm und Ehre. Sie haben keine Freunde, sondern meist hörige Untertane. Manchmal tun/sagen die Bösen auch Nettigkeiten. Das machen sie aber nicht aus Liebe sondern um zu manipulieren.
        Die Guten haben eine andere Gemeinsamkeit;
        Sie sind Erwachsene- wenn es darum geht zu verstehen und sie sind einfältig gegenüber dem Bösen. Meistens wissen sie welche eigenen Stärken in ihnen sind und nutzen diese auch um weiter zu kommen. Die Guten haben manchmal auch gute Freunde, auf die sie vertrauen. Die Freunde erkennen die Guten und sprechen ihnen die Verleumdungen, die sie von den Bösen angehängt bekommen – ab. Oft sind die Guten aber auch auf sich allein gestellt.
        Wenn es am Ende zur Gerechtigkeit kommt, dann wird die Heuchelei und Lüge offenbart.
        Die Bösen werden vernichtet oder bestraft. Ich halte diese Strafen aber meist für zu brutal. Die Pechmarie wurde mit flüssigem Pech übergossen weil sie zu faul gewesen ist. Das ist wirklich nicht human. Es gibt von diesem Märchen auch eine Version; Da ging das Pech wieder ab, nachdem die Pechmarie gute Taten gemacht haben sollte. Die Version finde ich auch nicht gut. Dann tut sie ja nur Gutes um ihr Pech wieder zu verlieren und nicht aus der Liebe.

        Die Hexe wurde verbrannt in einem anderen Märchen. Mir sind die Geschichten lieber, die kein brutales Ende haben. Es sollte lediglich die Bosheit ihre Macht verlieren und die Wahrheit ans Tageslicht kommen. Übertrieben finde ich auch, diese Idealisierung der Guten in diesen Geschichten. Da sind die Guten immer nur die leidenden, schuldfreien Opfer. Im Realen Leben wird in unserer Gesellschaft, den Opfern von Gewalt leider nur Empathie zu gesprochen wenn diese scheinbar selbst ohne Sünde sind und eine weiße Weste aufzeigen.
        Meistens sind die Opfer von Gewalt – in der Realität, selbst aber nicht so rein und stark wie in diesen Märchen.
        Viele haben Süchte, Depression und Selbstzweifel und verfallen selbst in Sünde. Muß man denn eine markellose Märchenfigur sein, um Glaubwürdigkeit zu bekommen, wenn es um geschehenes Unrecht geht? Diese Märchen sind zwar schön und nützlich,in dem oben genannten Sinne, aber sie schüren doch auch ein Schwarzweißdenken in den Köpfen, wenn sie in die falschen Hände von unbewussten Menschen kommen. Was ist also, wenn nun Schwarze Schafe versuchen- das Subtile Lügennetz zu enthüllen? Was wird dann geschehen? Dann kommt das große berühmte Splitterrichten und schwups ist das Schwarze Schaf wieder Mundtot. Jedet Versuch endet mit einer Selbstanklage, also sollten wir dies unterlassen. Es ist unbeschreiblich nervig aber auch interessant. Manchmal werden dem Schwarzen Schaf die Symptome zum Vorwurf gemacht, welche eigentlich Folge der Trauma sind, wofür die ungeklärten Gemeinheiten Ursache und Wirkung wurden. Unsere eigene Geschichte ist ein spannende Märchen – Liebe Schwarze Schafe –
        Tschüß

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Danke, Roswitha, besser könnte man die Wirkung und Bedeutung von Märchen gar nicht beschreiben. Ich möchte nur noch hinzufügen, dass Märchen lediglich bei unreflektierten Menschen das Schwarz-Weiß-Denken fördern, denn alle Figuren im Märchen sind Aspekte des ich und auch immer vorhanden, es kommt nur auf die richtige Gewichtung und Versöhnung der Anteile an. Und um diesen Ausgleich geht es in den Märchen, nicht darum, vollkommen gut und rein und ohne Schuld zu sein. Es gibt in der Realität nicht nur gut und böse, Menschen sind immer beides. Die Märchen zeigen aber einen Entwicklungsweg, wie man mit dem Bösen in uns selbst und im Aussen umgehen kann, sodass daraus ein glückliches Leben entstehen kann. Sie zeigen auch, dass man dafür etwas tun muss und nichts einfach geschenkt bekommt. Es ist sehr interessant, welche Märchen der einzelne bevorzugt, das sagt viel über den Menschen aus und gibt einen Anhaltspunkt, woran er eventuell arbeiten soll oder wo sein Kernthema liegt. Ich kann mich noch vage erinnern, dass mir mein Vater als ich noch ganz klein war immer und immer wieder das Märchen „Sternthaler“ vorlesen musste. Es ist, soweit mir bekannt, das einzige Märchen, indem der Held nichts tun muss, um gerecht entlohnt zu werden (nur das Hemdchen aufhalten). Vielleicht hatte ich ganz früh schon das Gefühl alles von mir hergeben zu müssen, das Ausbeuter-Thema steckt da schon drin. Und daraus hat sich dann die Aschenputtel-Thematik ergeben, die eindeutig die Botschaft des aktiven Handelns transportiert, ohne welche das Opferdasein nicht verlassen werden kann. Ohne aktives Handeln kein Happy End. Aktives Handeln heißt aber immer auch schuldig zu werden, List anzuwenden, auszugrenzen, sich abzugrenzen, zu urteilen, narzisstisch und egoistisch zu sein usw.
          Ich denke, dass Märchen durch ihre Komplexität sehr therapeutisch wirken. Dies gilt auch für andere Gleichnisse und Geschichten z.B. aus der Bibel. LG

          • cindy sagt:

            Mir fällt da doch ein Märchen ein, wo es Vergebung anstatt Strafe gibt – das Märchen der weißen Schwäne, wo die Mutter des jungen Königs dessen neue Frau nicht leiden konnte und loswerden wollte… Sie hat die beiden Kinder des jungen Königspaares versteckt, die Hände der Königin mit Flusswasser bestrichen und überall behauptet, die junge Königin habe ihre Kinder im Fluss ertränkt…
            Nachdem sich am Ende alles aufgeklärt hat, holte die Schwiegermutter die beiden Kinder aus dem Versteck, bat die Königin reuemütig um Verzeihung und da diese ein gutes Herz hatte, verzieh sie ihr…

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Die schlimmen Strafen, die am Ende oft die „Bösen“ im Märchen bekommen, sind die Konsequenzen ihres Handeln und gar nicht mal vorrangig die Rachsucht der Geschädigten. Die von den Tauben ausgepickten Augen der narzisstischen Stiefschwestern sind Bilder für die nicht erreichbare Selbsterkenntnis und DAS ist die Höchststrafe! Genauso wie das Aus-dem- Land-verjagen bedeuten kann, von sich selbst abgeschnitten zu sein. Oder die Strafe, in einem Fass, das innen mit Nägeln bestickt ist, den Berg hinabrollen zu müssen, heißt, in der eigenen inneren Hölle gefangen zu sein. Das sind alles im Grunde psychische Qualen, die sich aus falschem Handeln ergeben. Durch das Verzeihen alleine können sie nicht erlöst werden, nur, wenn sie ihren Irrtum zutiefst bereuen und sich grundlegend ändern (wollen). Auch deshalb sind Märchen einfach genial…Durch selbstbezogenes egozentrisches Handeln bestraft man sich am Ende selbst. Das ist höhere Gerechtigkeit und hat für mich schon was Tröstliches, das mich zurücklehnen und abwarten lässt, statt in blinden Aktionismus zu verfallen.

  51. cindy sagt:

    Mir wurde von meinen Ex-Eltern auch andauernd schwarz-weißes Denken vorgeworfen, obwohl sie es gerade selbst sind, die nur in schwarz oder weiß denken… Die Ganz-oder-gar-nicht-Cindy – so wurde ich auch immer von denen genannt…
    Am Beispiel des Umgangsrechtsverfahrens haben meine Ex-Eltern ganz deutlich gezeigt, wer hier „ganz-oder-gar-nicht“ denkt: Mit unserem Vorschlag, die Enkel samstags im Rahmen eines Tagesausflugs zu sehen, gaben sie sich nicht zufrieden und als ersichtlich war, dass der Richter nicht für deren geforderten Aufenthalt der Enkel für eine Ferienwoche in einem ihrer Häuser gestimmt hätte, haben sie lieber den Antrag zurückgezogen…
    Das ist jetzt 2 Jahre her und sie haben seither keinen Kontakt mehr zu ihren Enkeln, geschweige denn zu uns Eltern gesucht – sie wollen die Kinder in ihrem Haus haben, um sie dort schön manipulieren zu können, ansonsten eben lieber gar nicht…

    Meine Psychologin hat mir erklärt, dass das auch ein ganz typisches Verhalten von solchen Leuten wie meinen Ex-Eltern ist: anderen genau die Sachen vorzuwerfen, die sie selber falsch machen – im Grunde sollten die sich alle besser mal einen Spiegel vorhalten…!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Ganz ehrlich, Cindy…wie kann man vor Gericht darum kämpfen (gegen die eigene Tochter). Enkelkinder zeitweise „haben“ zu dürfen, das alleine reicht schon, um verständnislos abzuwinken. Wie kann man menschliche Interaktionen erzwingen wollen, als handle es sich um Gegenstände oder willenlose Sachen? Das zeugt von ungeheuerer Ignoranz sich selbst und anderen gegenüber. Was hat man von jemandem, der einem per Gerichtsbeschluss ins Haus geliefert wird? Es ist eine entsetzlich destruktive Art und Weise, mit Menschen umzugehen. So ohne Gespür dafür, was Menschen sich freiwillig geben können. Vermutlich haben solche Menschen freiwillig nie irgendetwas Gutes von anderen (oder genug) bekommen und kennen diese Erfahrung nicht. LG

  52. cindy sagt:

    Ja, liebe osterhasebiene, das ist genau das Dilemma, in dem ich stecke – erst in den letzten Jahren ist mir klargeworden, wie oder wer meine Ex-Eltern und vor allem mein Ex-Vater wirklich sind, dass vor allem er andere Menschen (auch meine liebe Schwester!) nur als Gegenstände betrachtet, die man zu sich nehmen oder einfach fortwerfen kann, sobald sie nicht (mehr) so „funktionieren“, wie man es gerne hätte… Wenn ich daran denke, dass ich von solchen Menschen großgezogen worden bin, wird mir übel, ich schäme mich, solche Menschen als „Eltern“ gehabt zu haben (darum bezeichne ich sie ja auch immer als „Ex-Eltern“) und dann kommt noch die Angst hinzu, am Ende genauso oder ähnlich wie die zu werden, denn deren Verhalten wurde ja nicht nur nicht bestraft, sondern auch noch belohnt!!!! Allein schon durch ihre dauernde Reiserei von Wohnsitz zu Wohnsitz und von einem Fleck zum nächsten werden sie zwangsläufig immer weniger wirkliche Freunde haben, da es ein solches Leben allein schon unmöglich macht, Freundschaften zu pflegen – hinzu kommt dann auch noch das zwar zurückhaltende, aber dennoch arrogante Auftreten meines Ex-Vaters, hinter dessen Rücken die Leute teilweise auch schon die Augen verdrehen… Aber das alles scheint denen absolut nichts auszumachen – sie haben jetzt genug Geld, um sich in ihrer Ehesymbiose ein wunderschönes Leben zu gönnen und das genügt ihnen vollkommen… Der Verlust einer Tochter oder der Enkel lässt sich leicht verschmerzen – dann „kauft“ und manipuliert man sich eben neue zurecht und die lassen sich im verblieben Teil der Familie in Gestalt der Nichte und deren Kinder finden…!

    Wie oft habe ich schon nach Entschuldigungen für ein solches Verhalten gesucht und ich wäre so froh, wenn meine Ex-Eltern z.B. Kriegskinder oder in ihrer Kindheit vernachlässigt worden wären, so dass ich eine Entschuldigung hätte, aber genau das Gegenteil ist der Fall: Meine Ex-Mutter wurde als einziges Kind ihrer vermögenden Eltern mit Liebe und Fürsorge überschüttet… Mein hochintelligenter Ex-Vater durfte sein Leben lang alles, bekam im Gegensatz zu seinen Schwestern das Gymnasium und Studium finanziert und wurde auch ansonsten wie ein Prinz bzw. jetzt wie ein König behandelt, zu dem die ganze Familie aufschaut – außer mir und der jüngeren verstoßenen Schwester meines Ex-Vaters…!

    • Roswitha sagt:

      Wir Menschen sehen manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht.
      Anstatt das anzunehmen was da ist, wollte dein Vater nur seine Ideen und Wünsche verwirklicht sehen.
      Ich muss mich korrigieren bezüglich meinem Kommentar von letztens mal.
      Da schrieb ich; 》Die Bösen wollen Gott ähnlich sein.
      Das ist nicht das Schlimme, sondern ich meinte; Sie wollen alles selbst bestimmen und entscheiden und ihre Wahrheit erschaffen.
      Diese Eigenschaft hat eigentlich Gott nicht, denn er lässt uns frei sein.
      Liebe Grüße

    • Roswitha sagt:

      Da gibt es noch einen Witz zum Thema; Nicht sehen was da ist, sondern danach streben was sein sollte.
      Eine Frau sitzt kurz vor Feierabend im Büro. Der Mann ruft die Ehegattin an und bittet sie, etwas am Heimweg einzukaufen. Sie stand unter Stress und hastete zum Supermarkt. In Gedanken ging sie die Regale durch und überlegte was Zuhause alles fehlt und nicht da ist. Mit gepacktem Einkauf ging sie Richtung nach hause und zweifelte, ob sie wirklich an alles gedacht habe was im Kühlschrank fehlt. Als sie dann am Park vorbei kam, sprang ein Perverser aus den Büschen und entblößte sich vor ihr. Sie schaute ihn an und sprach zu sich selbst: „Ach jetzt fällt es mir ein, was ich vergessen habe. Ich habe die Würstchen vergessen. “ Sie dreht um und geht nochmal zum Supermarkt.

      So sehen auch unsere Eltern nicht was da ist, sondern nur ihre Wünsche und was sie sich in ihrem Ehrgeiz für uns ausdenken, was da sein sollte. Sie sehen nicht uns.
      Was ist da? Was hätte sein sollen, was wir nicht sind?

      TSCHÜSS IHR LIEBEN

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Dann sollten wir wohl sagen: Pech gehabt, liebe Eltern! Das Wichtigste haben wir schon erkannt, dass wir nämlich nur die Phantasie und die Wunschprojektion von anderen sind. Jetzt sollten wir uns auf die Suche nach dem Echten, dem Stimmigen für uns machen und faule Kompromisse vermeiden. Ja genau, liebe Roswitha, wir sollten uns erinnern (lassen), wer wir wirklich sind und alle Projektionen dahin zurückschicken, woher sie gekommen sind. Damit säubern wir unseren eigenen Spiegel und spiegeln auch nicht mehr so viel Irrsinn in die Welt zurück. LG

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Es ist gut, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, liebe Cindy. Das ist nicht einfach. Wir wollen alle starke Eltern und Familien und leugnen das Schwache, weil nur das Starke unser Überleben zu sichern scheint. Hitler ist immer wieder ein gutes (Negativ-)Beispiel dafür. „Des Kaisers neue Kleider“ wäre auch ein Beispiel dafür. Wir Menschen sind aber darauf angewiesen, uns im Spiegel der anderen zu erkennen und DAS ist das wirkliche Dilemma. Was passiert mit uns, wenn wir immer in einen Zerrspiegel schauen? Wir müssen zwangsläufig ein Zerrbild von uns selbst entwickeln. Wir denken am Ende, selbst gestört oder irre zu sein. Eine mögliche Folge ist auch, dass wir uns selbst als übermächtig stark phantasieren und daraus Anspruchsdenken usw. ableiten. Wie kommt man also zu einem realistischen Selbstbild in einer verrückten Welt? Ich glaube tatsächlich, dass es viel mit Gleichgültigkeit zu tun hat, Dinge beobachten, nicht bewerten und ziehen lassen. Weniger handeln und immer mehr einfach präsent sein. In der Ruhe liegt die Kraft.

      • Roswitha sagt:

        Das ist richtig, liebe Osterhasenbiene langnase. Wir können uns mit Hilfe von Beziehung selbst kennen lernen. Die Beziehung ist somit die einzige Chance um uns selbst kennen zu lernen. Doch haben wir den freien Willen zu entscheiden wer wir im Kontex zu dem Anderen sein wollen. Das funktioniert einfach nach dem Verfahren; will ich selbst sein – will ich nicht selbst sein.
        Aus dieser Sicht betrachtet ist es somit egal welche Menschen in unser Leben treten. Jeder Mensch kann uns helfen beim selbst entdecken. Denn wenn wir nur nette Leute (in Relation unserer Entscheidung) kennen lernen, dann können wir nicht wählen wer wir sein möchten, oder nicht sein möchten. So betrachtet sind unsere Eltern kein Fluch sondern ein Segen. Du darfst sie nicht, als Spiegel deiner selbst sehen. Denn du bist nicht das was sie dir spiegeln. Du bist das was du entschieden hast zu sein. Es ist egal, ob ihr Spiegel verwischt oder gestreift oder eine andere Macke hat. Wir alle können nicht die Opfern der Marotten unserer Eltern sein, sondern die Nützlichkeit erkennen.
        Habe ich das wirklich geschrieben?
        Ups – ich muss mal schnell weg und mich kennen lernen!
        Tschüß ihr Lieben

      • Roswitha sagt:

        Der Witz bei der ganzen Beobachtung ist der , dass unsere Eltern nicht selbst entscheiden wollen wer SIE sein möchten, in der Relation zu den Anderen. Sie möchten entscheiden wer wir sein sollten, nach dem Maßstab den sie für Ideal halten. Dieses Verfahren nennen sie Erziehung.
        Wenn wir aber den Kontakt zu unseren Eltern abbrechen, dann ist dieser Abbruch keine Strafe sondern eine Chance für sie.
        Die Einsamkeit wäre die einzige Lösung, die Aufmerksamkeit unserer Eltern von uns – zu ihrem Inneren Bewusstsein zu lenken. I
        Denn wer hat ihnen erzählt, dass sie nicht frei sein dürfen, in der Entscheidung, wer sie selbst sein möchten? Wer hatte Angst davor, in Frage gestellt zu werden? Denn wenn unsere Eltern selbst entscheiden hätten dürfen,(ohne mit Schuld und Scham) wer sie selbst sein hätten wollen, dann hätten sie wiederum unsere Großeltern in Frage stellen müssen. Das ganze ginge wieder nach dem Prinzip; will ich sein- will ich nicht sein. Genau das wäre ein ungeschriebenes Verbot gewesen in der Pubertät unserer Eltern.
        Ich breche alle Tabus, die es gibt, denn es ist mein verdammtes Recht frei zu sein. Ich habe den freien Willen von Gott bekommen!
        LG

        • Roswitha sagt:

          Die Pubertät hat Gott erfunden. Wenn er gewollt hätte, dass wir lebenslänglich erzogen werden sollten und in Abhängigkeit bleiben sollen, dann hätte er sie abgeschafft.
          Diese wichtige Zeit welche in unseren Familien große Empörung ausgelöst hatte ist ein wertvoller Schritt.
          Genau betrachtet ist er die erste Lektion für uns, zu lernen die Menschen die wir selbst sein möchten zu lieben und die Menschen die wir nicht sein wollen zu lieben.

          Der Ausgangspunkt dafür wäre Toleranz gewesen. So hätte das ganze nicht so dramatisch werden müssen.

          Wie hätte es funktionieren müssen mit dem Kennenlernen zwischen meinen Eltern und mir?
          Ich vermute das Interesse wäre nur im Wechselspiel zwischen Selbstliebe und Nächstenliebe zustande gekommen. Das ist wie bei einem Computer. Da werden die Daten gespeichert im Wechsel zwischen Stromkreislauf offen und Stromkreislauf geschlossen. Wenn ich zum Beispiel jemanden fragen würde; „Weißt du denn wer ich sein will? “
          Dann könnte es sein, dass diese Person, bei jener das Wechselspiel Selbstliebe und Nächstenliebe lebendig wäre – Neugierde erwecken. Sie würde zugewandt fragen; „Das ist interessant. Was denn?“
          Wenn dieses Wechselspiel nicht funktioniert, dann würde diese Person zusammenzucken und sich abwenden. Sie würde sich beleidigen, die Frage als Vorwurf betrachten
          und antworten; „Natürlich weiß ich es, du bist. …!“
          Genau das ist das Dilemma. Es ist keine Nähe möglich
          und auch kein Kennenlernen. Das beschreibe ich in meiner Beobachtung und nicht als Vorwurf. Das ärgerliche ist nicht, was sie in mir sehen oder wie sie mich spiegeln, sondern weil sie nicht wirklich wissen möchten wer ich sein will.
          LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Stimmt, liebe Roswitha, Du betrachtest das Ganze nur aus einem anderen Blickwinkel und beschreibst es mit Deinen Bildern. Das Interesse am anderen fehlt. Es kann kein wirklicher, lebendiger Kontakt entstehen, weil ihre Festplatte so voll ist, dass sie auf den anderen nur immer sich selbst projizieren, vielleicht so als ob sie im anderen dauernd Sicherungskopien von sich anlegen wollten. Da gibt es ein Lied von Alligathoah da heißt es „…weil ich mich nicht klonen kann, hab ich einen Sohnemann…“ Sie sind nicht beim anderen angekommen (grundsätzlich) und wissen nicht, dass es außer ihnen auch noch andere Menschen gibt. Auch darin stimme ich mit Dir überein: Die Trennung von ich und du, die ja schon mit ca. 2. Jahren normalerweise vollzogen wird (Trotzphase) und dann in der Pubertät auch im tatsächlichen Leben stattfindet, wurde bei unseren (gestörten, dysfunktionalen) Familien nicht durchlaufen. Daher sehe ich die gestörte Beziehung als Folge eines Entwicklungsdefizits der einzelnen Mitglieder, die wie Zecken oder Vampire nur vom Blut der anderen leben (oder immer noch an der Nabelschnur hängen) und nicht wissen, wer sie selbst sind (dass sie eigene Ichs sind) und was sie eigentlich hier wollen. Wie sollten sie da noch echtes Interesse und Offenheit für das Nicht-Ich aufbringen können, wenn sie sich selbst nicht einmal von anderen unterscheiden können, das würde ja bedeuten, sich von der (allumfassenden) Nahrungsquelle abschneiden. Dann wäre das Nicht-Ich ja frei und könnte sie jederzeit verlassen. Also leugnen sie vehement das Andere/Nicht-Ich. Da muss das Nicht-Ich als Bedrohung erscheinen und bekämpft werden. Der eigene Dynamo funktioniert bei diesen Menschen nicht, es besteht kein Zugang zur eigenen Quelle, aus der sie schöpfen könnten. Sie brauchen ständige Ablenkung und Input von aussen und die von ihnen abhängigen Menschen (Kinder, Klienten…) werden emotional missbraucht und ausgesaugt. Daher fehlt auch die echte Empathie. Sie wird nur vorgespiegelt, um etwas zu bekommen. Kindern wird dadurch ein fertiges Bild suggeriert, weil sie nicht den Raum bekommen, ihr eigenes zu entwerfen und zu entwickeln. Dadurch entstehen die Schuld- und Schamgefühle, weil das, was man sein sollte (aufgedrückt bekommt), nicht mit der eigenen inneren Realität überein stimmt. Irgendwie stimmt da nichts in solchen Beziehungen, da fließt nichts, da schwingt nichts, da entwickelt sich nichts, da herrscht nur Angst und Abschottung oder Vermeidung und Lüge. „Beziehungslose Beziehung“ heißt es mal im „Schwarzen Schaf“, das finde ich sehr treffend. Es sind Pseudo- oder Phantombeziehungen und sie fressen unsere Energie auf. Begibt man sich in die Nähe, schwups…schon wird man vergewaltigt oder guckt verständnislos. Man mag sie eigentlich nicht, darf es als Kind/Abhängiger aber nicht äußern, weil man ja angewiesen ist auf den Kontakt. So entsteht das große Beziehungstrauma. Ich glaube, dass man das auflösen kann, indem man die Menschen in ihrer defizitären Persönlichkeit erkennt und daher auch klar sieht, dass hier Beziehung, gegenseitige Resonanz und Respekt nicht möglich ist. Man muss, denke ich, seine Erwartungen drastisch herunterschrauben und die Begrenzungen sehen (wollen), sich eingestehen und vor allem den Raum zwischen sich selbst und ihnen ausweiten lernen. Allmählich verliert man dann als beziehungs-traumatisierter Mensch auch die Scheu vor anderen, nicht so gestörten Menschen. LG

            • Roswitha sagt:

              Ja, danke! Es ist wirklich eine interessante Sache. Wenn ich nun nichts erwarte und Abstand dazu bekommen habe, dann ist es einfach nur spannend und ich wage schon zu sagen; Es ist witzig. Wir haben Komödie und Unterhaltung live.
              LG

              • cindy sagt:

                Meine Herkunftsfamilie ist für mich eher ein Trauerspiel, wo ich leider nichts Humoriges finden kann…
                Eine Spezialität meines Ex-Vaters ist es auch, seine Gier nach narzisstischer Zufuhr durch Humor zu überspielen – wenn er z.B. mal gekocht hatte, forderte er immer unser aller Lob ein und wenn ich das nicht mitmachte, meinte er, dass seine Selbstbeweihräucherei doch nur Spaß sei und weil ich das nicht so gesehen habe, wurde ich auch noch als humorlos abgestempelt…

  53. cindy sagt:

    Was bleibt, ist für mich immer noch die Frage nach dem „Warum“ oder besser gesagt, nach dem „Wie“…
    Wie können Eltern z.B. wegen einer solchen Kleinigkeit gegen die eigene Tochter vor Gericht ziehen? Oder wie kann insbesondere eine Mutter ihre eigene Tochter und sogar ihre eigenen Enkel so dermaßen „abschreiben“?
    Wie kann sich die eigene Schwester, die doch unter den selben „Eltern“ leiden musste, so von mir und auch meinen Kindern abwenden, anstatt sich mit mir zusammenzutun?
    Wie kann es sein, dass sich meine Tante und deren Tochter, die tatsächlich gut für ihre eigenen Kinder bzw. Enkel sorgen, so gegen mich stellen, mich als „krank“ bezeichnen und mir vorwerfen, ich solle „mal überlegen, was meine Eltern schon alles für mich getan haben“? Und das, obwohl meine Ex-Eltern es in Wirklichkeit finanziell meist bei leeren Versprechungen beließen und sich auch ansonsten vor jeglicher Art von Hilfe nach Möglichkeit drückten…
    Dann ist da ja auch noch mein Schwiegervater: Wie kann es sein, dass er, obwohl er weiß, was meine Ex-Eltern getan haben und sogar die gerichtlichen Schreiben gelesen hat, sich trotzdem auf deren Seite stellt und sogar noch den Spion für sie spielt?

    Wie kann mein Ex-Vater so übermächtig sein und fast alle Menschen in meiner Umgebung so dermaßen einlullen? Für mich ist er kein Gott, sondern ein kleiner Teufel in Menschengestalt!!!!
    Womit habe ich das verdient? ICH HABE DOCH NICHTS BÖSES GETAN !!!!
    Manchmal denke ich, dass ich wirklich verrückt werde…!

    • maro sagt:

      Die Verzweiflung kann ich gut nachvollziehen. Ich stand auch mal vor dieser Frage „Wie kann es sein …“ Ich kann inzwischen mit der offen gebliebenen Antwort leben. Es gibt Extreme, die schwer oder gar nicht begreifbar sind. Und da glaubt man fast verrückt zu werden. Ich habe um mich gekämpft und durchgehalten. Das war sehr schwer, aber ich habe es geschafft.
      Ihre Geschichte klingt nach einem solchen Extrem. Je extremer eine Geschichte ist, desto unfassbarer ist sie. „Verdient“ haben Sie das auf keinen Fall. Niemand verdient einen so schweren Gang durch’s Leben. Und doch geschehen diese Dinge. Leider. Kämpfen Sie für sich, bleiben Sie dran und geben Sie nicht auf daran zu glauben, dass Sie es schaffen.

      • Roswitha sagt:

        Liebe Schwarze Schafe, mir fällt jetzt einfach der Lieblingsspruch meiner Mutter ein:
        Wenn alle Menschen dich verlassen. Wenn alle Leute spotten dein. Auf zwei kannst du dich dann verlassen. -Auf Gott und auf dein Mütterlein.

        Dieser Spruch hat in mir bewirkt, dass ich Gottes Liebe auch für klein gehalten habe. Er spiegelt auch ihren eigenen Wunsch wieder. Sie wollte eine Erzieherin und eine unersetzliche Meisterin, für immer sein. Ich sollte mich für immer klein und abhängig von ihrem Wohlwollen fühlen. Das ist keine Einbindung, liebe Cindy und du weißt auch, dass du alles richtig erkannt hast. Wir sind nicht verrückt. Welcher guter Lehrer würde den Kindern nicht helfen selbst klug zu werden? Und welcher Ausbilder würde nicht wollen einen selbstständigen Arbeiter zu bilden.

        Heute weiß ich, dass es nicht so ist, dass ich mich auf sie verlassen müsste. Ich kann mich auf Gott und meine inneren Ressourcen verlassen. Der Spruch ist, so schön wie er auch klingen mag – nicht richtig. Denn letztendlich muss jeder seine Krankheit oder seinen Stress mit den Anderen oder seine Probleme selbst lösen.

        LG

        • cindy sagt:

          Liebe Roswitha, der Spruch an sich ist meiner Meinung nach gar nicht so verkehrt, aber die entscheidende Grundbedingung ist, dass das Verhältnis zu beiden (Gott und Mütterlein) in Ordnung ist!
          Das Verhältnis zwischen schwarzen Schafen und Elternteilen ist jedoch massiv gestört und somit verliert dieser Spruch in diesem Fall seine Gültigkeit, genauso wie auch das Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren!“…

          Ich erinnere mich an einen anderen Spruch, den witzigerweise meine Ex-Mutter öfters losgelassen hat: „Wenn man sich auf dich verlässt, dann ist man verlassen!“ – das passt eher…!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Liebe Roswitha, in dem Spruch, den Dir Deine Mutter nahegebracht hat, fehlt nur das Selbst, dass man sich zuerst auf sich selbst verlassen kann und erst, wenn man nicht mehr klarkommt, nach Hilfe ruft. So sehe ich das, aber vielleicht habe ich auch zu sehr die Autonomiebrille auf, weil ich mich in meiner Familie nie wirklich auf jemanden ganz verlassen konnte. Und dann gibt es ja noch den Spruch: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.
          LG

      • cindy sagt:

        Danke maro, kämpfen werde ich weiter, auch meiner Kinder wegen…
        Ich weiß, dass ich von meinen Ex-Eltern nichts (mehr) erwarten kann, außer meinem Pflichtanteil vom Erbe! Um den werde ich auf jeden Fall auch kämpfen, schon allein, weil meine Omi mütterlicherseits garantiert nicht gewollt hätte, dass ich völlig leer ausgehe, aber auch deswegen, weil ich ihr Vermögen auch nicht ganz der Familie meiner Tante väterlicherseits überlassen möchte!!!!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Liebe Cindy, ich verstehe gut, dass Du um das Pflichterbe kämpfen musst, auch wegen Deiner Kinder. Ich habe auch beschlossen, um das zu kämpfen, was mir zusteht. LG

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Liebe cindy, der Zusammenhalt und die „Liebe“ vieler, wenn nicht der meisten Familien beruht auf ökonomischen Faktoren. Das ist leider eine Tatsache, die man irgendwann akzeptieren muss, wenn man nicht dauernd enttäuscht werden will. Und die Firma schafft an. Wer nicht mitmacht, bekommt auch nichts. Wenn einem das nicht passt, muss man gehen…und eine Familie mit einem anderen Fundament d.h. anderen Werten gründen. Das ist meine Erfahrung. Doch schwarze Schafe haben oft nicht mal die Chance zum Mitmachen bekommen, weil sie von vornherein als seelische Mülleimer der Familienmitglieder herhalten mussten.

          • Roswitha sagt:

            Keine Chance zum Mitmachen! Schwarze Schafe haben von Anfang an ein bestimmtes Mäntelchen übergestülpt bekommen, mit negativen Stigma.
            Diese gehen von; doof bis humorlos, hässlich, verwirrt, psychisch krank oder empathielos. ….usw.

            Man könnte es mit anderen Diskriminierungen vergleichen.
            Wir könnten uns eine rüstige, gut horige, und gut sehende, gesunde, intelligente und weltoffene reife Dame vorstellen. Dieser Dame ziehen wir ein Mäntelchen über mit negativen Stigma die uns über alte Leute einfallen. Wir könnten die gute Frau, unserer Vorstellung, zu uns einladen und sie ärgern.
            Wir schenken ihr einen Gehstock oder Wärmepflaster mit der Begründung, -sie hätte bestimmt Verwendung dafür. Wir sprechen in ihrer Anwesenheit besonders laut und langsam. Wir bieten ihr etwas matschiges zu Essen an und nehmen uns selbst eine Hartwurst, mit der Begründung, -sie könnte es sowieso nicht beißen. Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, geben ihr eine Spielbeschreibung zu lesen und bieten ihr eine Lupe als Lesehilfe an. Wir erklären alles worüber gesprochen wird, obwohl sie offensichtlich sowieso schon alles verstanden hat. Wenn sie einen ironisch gemeinten Witz erzählt, tun wir so als hätte sie es ernst gemeint und stellen ihrnen Irrtum richtig. Wenn sie aufsteht bieten wir ihr eine Hand zur Stütze an obwohl sie keine Hilfe braucht….. usw

            Dieses Beispiel klingt witzig aber ich habe es geschrieben, als ein Gleichnis, um zu erklären wie die subtile Behandlung bei uns Schwarze Schafe passiert. Wenn so etwas im echten Leben geschieht, ist es für die Betroffenen nicht witzig.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Projektion, Projektion, Projektion…alle abgespaltenen Anteile, die die „lieben“ Familienangehörigen nicht bei sich selbst sehen und anerkennen wollen/können, werden dem wehrlosen Schaf übergestülpt, bis es ganz schwarz geworden ist. Das ist ein zutiefst unbewusster Vorgang! Das schwarze Schaf macht solange gezwungenermaßen mit, bis es stark genug ist, den ganzen Dreck abzuschütteln und zu rufen: Das bin ich nicht! Das gehört nicht zu mir! Manche schwarzen Schafe haben nicht soviel innere Kraft und Unabhängigkeit erwerben können (woher auch immer) und gehen dabei psychisch kaputt, das sind die Opfer der gestörten Familien. Es dauert oft lange, bis man klar zwischen ich und du, mein und dein unterscheiden kann. Mut zur gesunden Aggression muss erst wachsen, nicht selten als Todesmut. Das Immunsystem des schwarzen Schafs ist oft so gestört, dass es nicht mehr zwischen Freund und Feind unterschieden kann und nur noch blind und überschießend auf alles, was sich nähert, reagiert. Klar zu erkennen, wer man ist und was man will, scheint mir der einzige Ausweg zu sein. Leitfaden ist für mich, dass alle Menschen (Männer und Frauen) die gleichen Grundbedürfnisse haben, die gleichen Rechte und das Recht, für sich selbst einzutreten und zu sorgen, auch das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (das „wie“ ist entscheidender als das „was“). Ungerechtfertigte und überzogene Ansprüche müssen abgewehrt werden, je sicherer die Person sich ihrer selbst ist, um so gewaltfreier funktioniert das. Amoklaufen bringt nichts, wenn man nicht weiß, was man statt dessen will. Ein eigenes Programm muss her und es muss auch nicht alles schlecht sein, was von weißen Schaf kommt, bestimmt nicht. Ein wenig Narzissmus braucht jeder, um nicht unterzugehen.
              LG

              • Roswitha sagt:

                Deshalb gegehört alles Wissen über das Unbewusste und die Psychologie des Menschen in die Köpfe der Öffentlichkeit und in die Schulen. Es ist das globale Übel des Planeten.
                Aber die Leute wollen nichts davon wissen und sie können es auch nicht glauben. Sie haben ihre Gefühle abgespalten und wollen sich auch nicht erinnern an ihre abgespaltenen Werte. Sie kennen nicht einmal ihre Bedürfnisse und halten alle Bewussten für verrückt. Dies ist auch kein Wunder, denn die Unbewussten sind in der Überzahl.
                Die Drangsal wird auf unserer Erde bald stärker werden und in Zukunft werden viele gezwungen werden, in ihrer Not, sich ihrer selbst bewusst zu werden. Ich glaube das wird unsere Zukunft sein.
                LG

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Liebe wächst nur auf der Grundlage von Bedürfnisbefriedigung. Ich hab so einen kleinen Bedürfnisnavigator auf meinem Schreibtisch stehen,
                  da prüfe ich und schaue immer wieder, wo was fehlt. Ich glaube, die Welt ist nicht zu retten, solange Menschen ausgebeutet werden oder sich selbst ausbeuten, weil dadurch Hass und Gewalt entsteht und die Zerstörung der Umwelt fortschreitet
                  LG

              • cindy sagt:

                Genau so ist es mir ergangen – ständig wurden mir von meiner Herkunftsfamilie schlechte Eigenschaften „übergestülpt“, auch wenn sie diese selbst haben:
                So wurde mir ständig vorgeworfen, ich sei genauso ein „Sturkopf“ wie meine Omi, aber wie nennt man wohl das Verhalten meiner Ex-Eltern, die ihre eigenen Kinder direkt vor Gericht zerren, wenn es dann mal nicht nach deren Kopf geht?!
                Ich wurde als „krank“ bezeichnet, aber sind das narzisstische Verhalten meines Ex-Vaters und das extrem unterwürfige meiner Ex-Mutter etwa gesund?!
                Es ist genau das, was meine Psychologin meinte: Man projektiert quasi seine eigenen schlechten Eigenschaften auf jemand anderen, um von sich selbst abzulenken und zusätzlich noch jemanden zu haben, den man dafür erniedrigen und demütigen kann – so werden direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!!!!
                In gesunden Familien arbeitet jeder an sich selbst und es herrscht Toleranz und in kranken Familien dagegen versucht jeder nur, seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen und übrig bleiben dann wir schwarzen Schafe, die den ganzen Müll abbekommen… An uns selbst liegt es aber dann, ob wir den Müll schlucken oder ihn abschütteln können…

  54. osterhasebiene langnase sagt:

    Jetzt habe ich die passende Bezeichnung für die „lieben“, „wohlmeinenden“ immer um uns „besorgten“ Anverwandten gefunden (dank eines Beitrags auf FB, der in meine Timeline geflattert ist): NARZISSTISCH PERVERSE. Das sind Menschen, die an emotional Geschwächten/Abhängigen ihre eigenen Traumata ausleben, Spinnen, die andere in ihre Netze locken, um sie aufzufressen. Steter Tropfen höhlt den Stein – bis vom anderen nichts mehr übrig ist. Diese hochmanipulativen Menschen schreien in Wahrheit um Hilfe. Da sie keinen Zugang mehr zu ihren abgespaltenen Trauma-Anteilen haben, projizieren sie diese auf andere und bekämpfen sie im anderen. Das bedeutet, sie bringen Menschen dazu, so zu sein, weswegen sie selbst schlimme Dinge erlebt haben, um diese Eigenschaften dann am anderen zu bekämpfen: sie lächerlich zu machen, abzuwerten, bemitleiden, sich über sie zu stellen…Wer diesen Kreislauf nicht durchbricht, landet irgendwann ganz unten, verliert sein Selbstwertgefühl und wird zur Marionette der Traumatisierten. Wir können ihnen auf diese Weise nicht behilflich sein. Es ist eine Form von Co-Abhängigkeit, die sofort unterbrochen werden muss. Diese perversen Narzissten brauchen professionelle Hilfe, aber nicht vom „Opfer“!!!
    LG

    • cindy sagt:

      … professionelle Hilfe, die von solchen Menschen aber nur im allerseltensten Fall angenommen wird…
      Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass mein narzisstischer Ex-Vater ein wahrer Fan von Spinnen ist, diese regelrecht in seinem Gewächshaus hält und sie sogar füttert?!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ist das cool, cindy…Narzissten-Hobbys: eine meiner Schwestern hat gleich gar kein Hobby, ausser anderen Leuten den Spass zu verderben (z.B. am Feiern), die andere hatte lange Zeit ein einziges Hobby: Schmetterlinge und Insekten töten und aufspießen, jetzt ist sie aber in die Eso-Szene gewechselt, da tut man sowas nicht, da ist man Veganer. Hahaha…

        • cindy sagt:

          Insekten aufgespießt hat mein Ex-Vater auch – um sie dann in Gießharz einzugießen und sie so für die Ewigkeit zu erhalten…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Solche „toten“ Hobbys finde ich wirklich interessant, es spricht Bände, darin zeigt sich der unbewusste Wunsch, Lebendiges zu fixieren und beherrschbar zu machen – also die Angst vor Lebendigkeit. Was hat das Leben ihnen angetan, dass sie es so fürchten? Psychokrimis anfangen oft so an….

            • cindy sagt:

              Hobbys hat mein Erzeuger viele, auch lebendige Tiere, wie z.B. Fische… Aber Fische sind kontrollierbar, weil sie im Aquarium gefangen sind und noch nicht einmal weglaufen könnten…
              Auch von unserem Hund war mein Erzeuger begeistert, weil er doch so schlau war – für ein Häppchen Essbares machte er jedes Kunststück… „Er ist bestechlich!“ sagte er dann immer ganz stolz…!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Wer ist bestechlicher der Hund oder der Hundehalter?
                Fische sind stumm, können nicht widersprechen und sie sind sehr dekorativ.
                Was will man(n) mehr!
                LG

                • cindy sagt:

                  Hihihi, Narzissten umgeben sich sehr gern mit dekorativen Dingen und Lebewesen – Hauptsache die widersprechen nicht… Im Idealfall ist es die Partnerin, die man sich als dekoratives Anhängsel hält…!

    • Roswitha sagt:

      Ja, so ist es!
      Wir können da nichts ändern. Das einzige was wir tun können, ist zu entscheiden wer wir sein wollen und diese Entscheidung wer wir selbst sein möchten, zu erleben.
      Das geht aber nur dann, wenn wir uns von Narzissten fern halten. In der Beziehung zu einem Narzissten, kann man nicht praktisch das umsetzen wuzu man sich entscheidet, sein zu wollen.
      Ein Narzisst engt sein Opfer ein und lässt andere nicht sein wer diese selbst sein möchten.
      Wenn ich mich zum Beispiel entscheide ein humorvoller Mensch zu sein, dann kann ich zwar wissen dass ich dies bin und auch daran glauben. Es ist aber auch ein Bedürfnis, dieses praktisch zu erleben. Genau dieses praktische erleben des eigenen seins wird jedoch vom Narzissten resolut verhindert.
      Was macht also ein Narzisst mit seinem Opfer wenn dieser merkt, dass sein Opfer humorvoll sein möchte?
      Darf also ein Schwarzes Schaf dann einfach einen Witz erzählen, ohne dass der Narzisst die Augen rollt.
      Was ist, wenn der Narzisst merkt, dass sein Opfer großzügig sein möchte?
      Der Narzisst wird kein Geschenk annehmen.
      Was ist, wenn ein Narzisst merkt, dass sein Opfer sich selbst beschenken lassen möchte?
      Er wird sein Opfer als Habgierig beschimpfen.
      Was ist, wenn der Narzisst bemerkt, dass sein Opfer zuruckhaltend sein möchte?
      Was ist, wenn ein Narzisst merkt, dass sein Opfer traurig sein möchte?
      Er wird nichts annehmen oder feiern, was sein Opfer auch tut oder sagt oder von seiner Persönlichkeit zeigen wird.
      Die Beispiele können noch endlos weiter gehen. Egal wuzu wir uns entscheiden, sein zu wollen; Wir können es nur praktisch erleben, wenn wir mit Menschen zusammen sind die lieben.

      Es geht nicht darum, dass wir keinerlei Selbstbewusstsein hätten. Es geht darum dass wir vielleicht die einzigen in der Familie sind, die selbstbewusst sind. Wir sind diejenigen, die das Bedürfnis haben unser Selbstbewusstsein zu erleben und nicht nur zu erträumen. Wir Schwarzen Schafe kennen unsere Bedürfnisse.
      Ich will nicht die Marionette eines Anderen sein und eine Rolle spielen. Als Theatermarionette – weiß ich zwar welche Rolle mir der Narzisst zuspricht aber ich kenne das Drehbuch nicht. Ich weiß zwar wer ich sein kann, wenn ich nicht an Fäden gehalten werde, darf es aber nicht erlebenn im Kreis meiner Herkunftsfamilie. Ich darf es aber sein im Kreise von Freunden.
      LG

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Exaktamente! Es fehlt die Liebe zu sich selbst, zu anderen und zur ganzen Welt. LG

        • Roswitha sagt:

          Während normale Menschen kontrollieren möchten, wie sie ihren eigenen Arm bewegen wollen oder ob sie selbst Fisch oder Gemüse essen sollten – da haben Narzissten ein viel weiteres Kontrollbedürfnis.
          Wir könnten uns mal das Leid vorstellen, welches unsere Eltern durchmachen. Jetzt gelingt es ihnen nicht dieses Bedürfnis; -》“ uns kontrollieren zu wollen „《- zu stillen.
          Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre!
          Ich stelle mir dieses Gefühl ziemlich zermürbend vor.
          Jetzt gibt es welche, die glauben, dass Narzissten nicht leiden würden.
          Wenn ich mir dieses Verhalten als Bedürfnis vorstelle oder als antrainierte Zwänge. (Wenn sie unterbewusst glauben, dass es gefährlich sein könnte, für ihre Existenz, wenn sie ihr Umfeld nicht kontrollieren könnten)
          Ich könnte mir zum Vergleich, vorstellen wie ich mich fühlen würde, wenn ich meinen Arm nicht mehr kontrollieren könnte.

          Wenn ich mich in die Leiden meiner Eltern hinein fühle, dann empfinde ich Mitgefühl. Liebe Osterhasenbiene Langnase, ich stimme dem Kommentar von 16. November zu – Professionelle Hilfe. …
          LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Ja, es muss die totale Ohnmacht gewesen sein, Erstarrung und Unfähigkeit zur Handlung oder Befreiung/Abwehr. Vielleicht muss das später zwanghaft immer wiederholt werden, wenn man es nicht ausleben konnte. Alles und jeder muss kontrolliert werden und alles muss passieren, wie man das haben will – egal wie destruktiv und unsinnig es ist. Hauptsache Oberwasser. Echt schlimm. Für betroffene Bezugspersonen fühlt sich das dann so sektenmäßig, so verrückt an…ich könnte bei der puren Vorstellung schon eine Panikattacke entwickeln: Psychoterror (Falschinterpretation des Gehörten), Verhörtechnik, „von XY habe ich gehört, dass…“ – mit Grabesstimme, Gegenüberstellung von Wir und Du (du wirst nie so sein wie wir- egal was du machst). Unsere Angehörigen sind schwer traumatisierte Menschen, die in ihrem Trauma gefangen sind, das aber nicht realisieren und ihre verzerrte, begrenzte Sicht für die Realität halten.
            Sie leben in einer gigantischen Illusion! Weil wir uns nicht ihrem Kontrollzwang unterwerfen, sind wir in ihren Augen „böse“. Ich habe beschlossen, diese Bestrebungen ins Leere laufen zu lassen, liebe Roswitha.
            LG

            • cindy sagt:

              Liebe Roswitha, liebe osterhasebiene,

              in den meisten Punkten stimme ich euch voll zu, nur nicht in dem, dass Narzissten immer Traumata erlebt haben und leiden, zumindest was meine Ex-Eltern angeht – als Nachkriegskinder hatten sie keine schlimmen Erlebnisse und wurden beide von ihren Familien mehr als gut behandelt: Die Eltern meiner Ex-Mutter waren vermögend und das einzige Kind wurde vor allem vom Vater sehr verwöhnt und die Eltern meines Ex-Vaters waren zwar nur einfache Arbeiter, gaben aber für ihren hochintelligenten Jungen alles, damit er auf’s Gymnasium gehen und studieren konnte – er hatte quasi Narrenfreiheit und alles, was er tat (auch später mit uns Kindern) wurde toleriert, denn er war der Prinz in der Familie!!!!
              Mittlerweile ist mein Ex-Vater zum Familienoberhaupt und König geworden und hat alles erreicht, was er will: Durch das durch meine Ex-Mutter geerbte Vermögen kann er fast alles machen, was er will, Menschen oder Dinge, die ihn stören, werden weggeworfen oder ggf. ersetzt, die Familie hält weiterhin zu ihm, egal, was er macht und da ist auch niemand mehr, der ihn aufhalten könnte oder würde…
              Bei meinen Ex-Eltern fehlt somit der Leidensdruck komplett – sie sind glücklich, so wie es jetzt läuft und warum sollte man dann noch etwas ändern? Sicher, sie haben eine Tochter und ihre einzigen beiden Enkelkinder verloren, aber dafür wartet ja schon der Ersatz in der Herkunftsfamilie in Gestalt meiner tollen Kusine und deren Kinder, die alle auf das Vermögen schielen, was meinem Ex-Vater auch durchaus bewusst sein wird und er dies wiederum für seine manipulativen Spielchen ausnutzt…!

              Es gibt bestimmt viele Narzissten, die tatsächlich leiden, aber der Leidensdruck ist meist nicht groß genug für die Erkenntnis, dass es vielleicht NICHT die Schuld der anderen ist, sondern dass sie selbst etwas ändern müssen…

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Du hast auch recht, liebe Cindy. Eventuell sind Narzissten nie wirklich mit dem Leben in Berührung gekommen (Erfahrung von Begrenzung und Not) und fürchten sich deshalb so davor. Da fällt mir wieder der Froschkönig ein, der im Brunnen sitzt und meint, sich die Liebe zur Prinzessin erkaufen zu können, dann der Größenwahn und seine Forderungen. Der Fluch einer bösen Hexe (wollt sie ihn ganz für sich haben?) hat den Prinzen in einen Frosch verwandelt und ihn in den Brunnen gesperrt…aber das IST eben das große Entwicklung-Trauma.
                Das Erwachen/Heilung wäre, den Frosch zu desillusionieren, dann käme der Prinz zum Vorschein. Aber wer macht den Job? Der Frosch zieht alle Register, um das zu verhindern…

      • maro sagt:

        Stimmt. Im Kreis der eigenen Freunde kann man sein und sagen was man denkt, ohne eine Verdrehung der Aussagen. Die aufgedrückte Rolle durch die Familie ändert sich nicht. Es kostet die eigene Energie daran festhalten zu wollen in der Hoffnung auf Veränderung im familiären System. Loslassen ist dort gesünder, wo eine Erkrankung nicht geheilt werden will. Man hat nicht alles in der Hand. Aber man kann fürsorglich mit sich selbst sein.

        • Roswitha sagt:

          Danke – liebe Schwarze Schafe!♥
          Wir werden ständig von unseren Eltern in dem Glauben verführt, etwas an diesen Rollen verändern zu können. Nach dem Motto 》“Sei mal so wie du nicht bist- dann lieben wir dich“ 《Im Grunde ist es aber ein abgekartetes Spiel, was da abgeht. Diese berühmte Köder vor dem Karren.
          Die Liebe wird uns in Aussicht gestellt.
          -Das erinnert mich an die Kirche vor der Reformation. Der Verkauf von Entlassungsbriefe.
          -Es erinnert auch an diese Anrufe, von Calcenter; 》Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen. …《

          Es geht hier nicht um Realität, sondern um ein so tun als ob, in diesem Spiel.
          Das ist, als ob wir zu einem Restaurant gehen würden und der Kellner serviert und ein Teller mit einem Zettelchen, auf dem da steht 》Schnitzel mit Pommes《
          Da haben wir unser Schnitzel mit Pommes und können nicht beweisen, dass es nicht echt ist. So beschreibe ich die Heuchelei.

          LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Dazu fällt mir ein: „Wenn du die Linsen in zwei Stunden aus der Asche gepult hast, dann darfst du auch mit zum Ball, Aschenputtel – ehrlich!“ Zwei Stunden später. „Oh nein, Aschenputtel…geht leider nicht, Du bist doch unser Aschenputtel -sorry!“ Ghost-Rider! Vergiss es!
            LG

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Das Zettelchen „Schnitzel mit Pommes“ sind die puren Proteine, liebe Roswitha, die zum Überleben nötig sind, aber ohne den Genuss, den Geruch und die sinnliche Freude am Essen – das alles ist überflüssig, denn schließlich geht´s doch ums Überleben. Und wo kämen wir denn da hin, wenn das Leben auf einmal schön wäre. Das wäre doch viel zu gefährlich! Genießende Menschen sind ein Sicherheitsrisiko, sie sind unkontrollierbar, und tun am Ende noch, was sie wollen…Wir müssen doch überleben!

  55. osterhasebiene langnase sagt:

    Die Nachkriegsgeneration wollte das Leben möglichst „sicher“ machen, so entstand unsere Wohlstandsgesellschaft – meiner Theorie nach. Das ist auf Kriegstraumatisierung (Verlust- und Todeserfahrung) zurückzuführen. Sehr nachvollziehbar eigentlich, der Traum von Sicherheit. Nur ist es eine Illusion, denn das Leben ist grundsätzlich unsicher und wird auch nicht sicherer, wenn Tod, Krankheit, Alter und Not „weggesperrt“ und verleugnet werden. Diese Generation hat sich ihr eigenes Grab geschaufelt, weil die schlimmen Erfahrungen des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs nicht verarbeitet, sondern verdrängt wurden. Mütter haben ihre Söhne und Töchter an der Entwicklung gehindert, indem sie sie aus Angst vor Verlust überbehütet oder sie in den Konkurrenzkampf geschickt haben, um Sicherheit zu sichern. Die Hochglanz-Sicherheits-Gesellschaft holt jetzt das Irrationale ein. Die Menschen fühlen eine Leere. Der Fluss von Geben und Nehmen (echte Bedürfnisse) ist gestört. Ersatzbefriedigung wird überall angeboten. Und deshalb darf der Tod auch nicht länger tabuisiert werden, das schneidet die Menschen von ihrer Lebendigkeit ab. Ich glaube nicht, dass das Problem mit mehr sozialer Gerechtigkeit zu lösen ist (Kommunismus war eine Katastrophe), sondern nur mit der Bewusstwerdung echter Bedürfnisse und Mut zur Unsicherheit. Die Gesellschaft steckt in einem Entwicklung-Trauma/Defizit fest. Sobald die äußere Sicherheit ein wenig zu bröckeln beginnt, kommen ungeheuere Wut und Aggression zum Vorschein, die ihren Ursprung in der Abgeschnittenheit vom Leben (Abenteuer, Autonomie, Verantwortung…) haben. Hab ich mir mal so zusammenspekuliert…

    • cindy sagt:

      Da könnte sehr gut was dran sein, liebe osterhasebiene, und genau in dieser Generation nach denen, die durch den/die Krieg(e) traumatisiert wurden, finden sich wohl auch meine Erzeuger wieder – die erlebten Traumata wurden an die Söhne und Töchter weitergegeben!
      So wurde meine Erzeugerin überbehütet und verwöhnt, während man sich in der anderen Familie krummlegte, um meinem Erzeuger die bestmöglichste (Aus-)Bildung zu ermöglichen, während die Schwestern fleißig sein und hart arbeiten sollten… So ist ja dann auch die jüngere Schwester meines Erzeugers zum schwarzen Schaf geworden: Während sich die ältere für ein Apfel und ein Ei abschuftet, so dass jetzt sogar ihre Gesundheit darunter leidet, hält die jüngere sich zurück und wurde deshalb ständig als „faul“ abgestempelt! Dabei ist sie keineswegs faul – davon habe ich mich jetzt nach 20 Jahren, nachdem ich mich nach dem Bruch mit meinen Erzeugern endlich getraut habe, wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen, überzeugen können!!!!

      • Roswitha sagt:

        Hallo, liebe Schwarze Schafe.
        Dieses Generationenthema lässt sich mit einem Witz beschreiben. Den erzähle ich hier:
        Es gab im Wald einen Bären, der im Besitz eines Buches war, in dem darin stand, wer bald sterben musste. Bald sprach es sich im Wald herum und kurz darauf kam schon das neugierige Reh und wollte wissen ob es bald sterben musste. Der Bär hat geantwortet: ,, Ja, du stehst darin. “
        Das Reh viel in Ohnmacht, vor Angst und wachte nicht mehr auf. Dann kam der Dachs und bekam vom Bär die gleiche Antwort.
        Der Dachs vergrub sich selbst vor Angst und kein anderes Tier hat ihn jemals zu Gesicht bekommen.
        Dann kam ein Spatz. Der Spatz stand auch in dem Buch, worin stand wer bald sterben musste.
        Nachdem der Spatz diese Nachricht erfahren hatte fragte der Spatz den Bär: ,, Du Bär kannst du mich aus dem Buch streichen? “ Der Bär lachte und sprach:,, Ja, klar.“

        Jetzt kommt meine Idee dazu:
        Unsere Großeltern sind die Rehe, die vor Angst unbewusst/bewusstlos geworden sind.
        Die Eltern sind Dachse, welche sich selbst und ihre Gefühle vergraben haben. (Aus Angst)
        Wir sind die Spatzen und finden eine Lösung!!!♥
        Lg

  56. Klasse Erklärungen zum Thema Narzissmus.

    Als ich mein Buch geschrieben habe ist mir klar geworden, was Narzissmus eigentlich bedeutet. Ich habe dieser Person in meinem Buch dennoch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, da es nicht um sie, sondern um mich ging.

    All das was hier in diesem Strang über Narzissmus ge- und beschrieben wurde, bestätigt mein Gefühl.
    Narzissmus erlaubt keine zweite Meinung. Nur die eine zählt – und zwar die des Narzissten. Kontrollzwang. Ich habe es miterlebt und konnte anfangs nicht verstehen, was da innerhalb einer nach Außen getarnten, gutgehenden Ehe passiert. Das ich letztendlich selbst zum „Opfer“ der Narzisstin wurde, ist mir erst im Laufe der Zeit klar geworden. Ich hatte die Kraft mich aus deren Fängen zu lösen. Letztendlich wurde mir unterstellt, ich sei die Narzisstin. Ist es nicht komisch?

    • Roswitha sagt:

      Hallo, Kuckuckstochter! Es ist schön wen alle zu uns kommen. ♥Willkommen

    • cindy sagt:

      Liebe Kuckuckstochter, das ist leider nicht komisch, sondern für Narzissten normal – sie projektieren alle ihre schlechten Eigenschaften in die Opfer hinein, damit sie dann einen guten Grund haben, sie abzuwerten, auf ihnen herumzuhacken und vor allem von sich selbst abzulenken…
      Bei meinem Erzeuger musste alles immer so laufen, wie er es wollte, aber ich wurde als „Sturkopf“ bezeichnet… Genauso wurde ich als „krank“ abgestempelt, während doch in Wirklichkeit der Narzisst der Kranke und seine Anhänger Co-Narzissten sind…!

  57. cindy sagt:

    Herr Teuschel, hier wurde jetzt schon so viel über das Thema Narzissmus geschrieben – wäre das nicht auch ein Thema im Forum wert?

  58. Roswitha sagt:

    Wenn wir einen Psychologen darum bitten, uns Schwarze Schafe die Narzissten zu erklären, dann ist es das selbe als ob wir einen Biologen darum bitten, dem Tarzan die Psyche der Affen zu erklären.
    Ich möchte damit nicht sagen, dass Psychologen nichts wissen. Es macht nur keinen Sinn liebe Cindy. Wir Schwarze Schafe kennen doch den Narzissten. Vertrauen wir doch einfach unserem Wissen und Gefühl. Wir brauchen keinen Meister und Führer und Herr Teuschel ist ein guter Psychologe, wenn er uns Meister werden lässt, in dieser Sache.
    LG

    • cindy sagt:

      Hallo Roswitha, ich meinte kein eigenes Forum, sondern das Thema Narzissmus als Unterthema im Forum auf der Schwarzeherde-Seite… Das Thema, in dem wir hier schreiben, lautet eigentlich „Ja, is denn jetzt scho Ostern vorbei?“ mit dem Bild einer Schafherde aus Figuren und da gibt es mittlerweile 280 Kommentare, bei denen in vielen über Narzissmus geschrieben wurde… Da antwortet der eine direkt auf den nächsten Kommentar, andere Antworten werden direkt an das Oberthema gehängt, es wird unübersichtlich und auf dem Handy kann man vieles schon gar nicht mehr lesen… Als Thema im Forum hier wäre das Ganze einfach etwas übersichtlicher und Herr Teuschel sieht sich die Beiträge im Forum genauso an, wie er es hier auch tut…

  59. osterhasebiene langnase sagt:

    Ich fände eine Einschätzung von Herrn Teuschel in Bezug auf Narzissmus und schwarzes Schaf schon sehr interessant. Vielleicht haben wir uns ja mittlerweile mit unseren wilden Theorien und Spekulationen schon heillos verrannt. Oder es gibt möglicherweise effektivere Wege und Spuren, die zum Ziel führen. Er würde uns nicht bevormunden oder abkanzeln – glaub ich nicht.
    LG

    • Peter Teuschel sagt:

      Natürlich ist es naheliegend, dass narzisstische Eltern in einem hohen Maße gefährdet sind, ein Kind abzuwerten, vor allem, wenn es sich nicht in die Vorstellungswelt der Eltern einordnet. Ich habe auch Eltern erlebt, die ein Kind aufgrund einer bestimmten Eigenschaft nicht akzeptieren konnten, hier konnte man die Entstehung eines schwarzen Schafes quasi von Anfang an beobachten. Die Ausführungen hier in den Kommentaren konnte ich meist gut nachvollziehen und ich glaube, dass diese Diskussion viele andere, die hier mitlesen, zum Nachdenken anregt. Natürlich sind jetzt nicht alle Eltern schwarzer Schafe narzisstisch. Ich bin deshalb am Überlegen, ob ein eigenes Unterforum das Thema überrepräsentiert oder ob es sich wirklich um ein zentrales Phänomen in Familien schwarzer Schafe handelt.

      • cindy sagt:

        Gewiss ist die Ursache der Entstehung eines schwarzen Schafs nicht immer ein narzisstischer Elternteil – die Eltern meiner Schwarze-Schaf-Tante zeigten meines Wissens nach keine Anzeichen von narzisstischem Verhalten, eher das von osterhasebiene beschriebenem Verhalten kriegstraumatisierten Eltern, die aus lauter Angst, es könnte ihren Kindern später genauso schlecht ergehen wie ihnen, vor allem ihren Sohn zu Hochleistungen antrieben, da er es doch schließlich einmal besser haben sollte als sie selber… Meine Tante wurde dann von den Geschwistern zum schwarzen Schaf abgestempelt, weil sie nicht so geldgierig wie die anderen ist und ihr ein Partner, der sie liebt, wichtiger ist als einer, der viel Geld hat oder verdient…

        Dennoch glaube ich, dass Narzissmus bei schwarzen Schafen in vielen Fällen eine große Rolle spielt, ob nun die Eltern Narzissten sind oder auch die Geschwister, wie man hier an den Beiträgen auch gut erkennen kann…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Sehe ich genauso, cindy. Gerade die zu Hochleistung angetriebenen oder sich selbst antreibenden Kinder, die ihre Gefühle dafür opfern mussten, später dann viele Geld verdienen und gesellschaftlich aufgestiegen und „angesehen“ sind, das wurden die Narzissten. Sie neiden den einfachen Leuten alles, wollen bedient werden und haben Ansprüche ohne Ende. Bei ihnen blieb die Liebe auf der Strecke.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Narzissten wurden jene, die ihren ursprünglichen Forschergeist und ihre Neugier, die aus ihnen selbst und ihren Empfindungen stammten unterdrückten (gezwungenermaßen!), um etwas ausserhalb von ihnen zu erreichen, das für sie selbst gar nicht erstrebenswert war und sie nur noch mehr in die Spaltung von ihren ursprünglichen Gefühlen (wie zum Beispiel Wut und Hass) getrieben haben. So irren sie umher, immer auf der Suche nach Bestätigung von aussen…und leben in der Illusion für andere das „Gute“ zu tun. Das können sie aber gar nicht, weil sie sich selbst vergewaltigt haben. Sie können andere nur wieder vergewaltigen. Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen Leben von außen eingehaucht wird, weil sie sich selbst nicht mehr fühlen können. Sie sind von ihrer Quelle und Lebendigkeit abgetrennt. Das ist eine große menschliche Tragödie. Man darf sich von Narzissten nicht verführen lassen. Sie sind wie die Hexe von Hänsel und Gretel, wer an ihrem Häuschen knabbert, wird eingesperrt, gemästet und am Ende verspeist.
          Wer grenzt einen anderen Menschen aus einem natürlichen Antrieb aus? Niemand. Nur aufgrund einer Spaltung und Projektion geschieht dies. Wie kann man eine Brücke bauen? Indem man die Realität erkennt und unbeirrt weitergeht. Jede Verstrickung wird zur Co-Abhängikeit. LG

  60. Roswitha sagt:

    Liebe Cindy, jetzt habe ich verstanden was du meintest. Es wäre übersichtlicher für andere, wenn unsere Kommentare unter der jeweiligen Rubrik zusammengefasst wären. Hast ja Recht. ..!
    Liebe Osterhasenbiene Langnase, ich fühle mich nicht übergangen.
    Es gäbe noch viele andere Themen außer Narzissmus die für Schwarze Schafe interessant wären.
    ZB. Der Rosenthaleffekt, Quantenphysik, Entspannungstechniken oder Meditation, Gruppenzwang oder Ignoranz zum Zwecke des dazu gehören. …Es könnte sein, dass diese Themen auch etwas mit Schwarzen Schafen zu tun haben.
    Es muss ja nicht sein, dass nicht jeder an den Themen Interesse hat, aber es wäre ja eine Möglichkeit die Menschen auf dieser Welt kennen zu lernen und sich selbst.
    LG

    • cindy sagt:

      Bestimmt, liebe Roswitha, dafür ist diese Seite und dieses Forum sicher auch da, um das herauszufinden…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Und jetzt haben wir fast Weihnachten und hängen immer noch an Ostern rum…aber Hauptsache die Diskussion läuft, denn viele Augen sehen mehr als zwei…wie man sieht.

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