Buchrezension: „Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger

Kuckuckskinder sind eine Unterform des „schwarzen Schafes“. Bei dieser Gruppe ist der Grund für die Ausgrenzung innerhalb der Familie deutlich: Der leibliche Vater ist ein anderer als der gesetzliche. Viele „schwarze Schafe“ rätseln, ob sie vielleicht Kuckuckskinder sein könnten, ohne je Gewissheit zu bekommen.

Bei Sophie Christina Aichinger ist das anders. Sie ist sich mittlerweile sicher. Bis zu dieser Erkenntnis war es aber ein langer Weg. Diese Erfahrung hat sie in einem Buch niedergeschrieben:

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Zurückblickend auf eine belastete Kindheit erfährt die Autorin durch einen Zufall, dass der Mann, den sie für ihren Vater gehalten hat, nicht ihr leiblicher Vater ist. Damit beginnt eine Suche, die sie über Jahre beschäftigen wird. Nur ihrer Beharrlichkeit und ihrer Entschlossenheit ist es zu verdanken, dass sie auf diesem Weg nicht aufgibt, sich nicht ins Bockshorn jagen lässt. Und es sind einige Menge Schwierigkeiten, die sie bewältigen muss, um endlich Sicherheit zu haben.

An einen „biographischen Roman“ gehe ich als Rezensent immer mit einem eher mulmigen Gefühl heran. Bei allem Verständnis für die persönliche Betroffenheit des Autors stellen sich bei dieser Gattung mehrere Fragen: Ist die Handlung auch für jemand anderen interessant? Wollen das nur Kuckuckskinder lesen? Wie ist der Stil? Ist es also mehr als nur „Betroffenheitsliteratur“?

„Meine Geschichte habe ich einfach so drauflos geschrieben“ steht in der Danksagung am Ende des Buches. Kann so etwas gut gehen?

Um die Spannung nicht noch weiter zu steigern: Es geht gut!

Die Autorin hat einen lockeren Stil mit viel Dialog und wörtlicher Rede. Das liest sich leicht und geschmeidig. Der Spannungsbogen des linear aufgebauten Textes ergibt sich aus der schnell einsetzenden Identifikation des Lesers mit der Hauptperson, deren persönliche Betroffenheit gut rüberkommt und mit der man schnell „mitfiebert“. Die Geschichte ist detailreich erzählt und wirkt über manche Strecken fast wie ein Krimi.
So ein Buch steht und fällt natürlich mit der Begabung der Autorin zum Schreiben. Sophie Christina Aichinger braucht sich hier nicht zu verstecken. Sie schreibt abwechslungsreich, farbig und emotional.

„Ungewollt“ ist nicht nur für Kuckuckskinder lesenswert. Letztlich ist es die Geschichte einer Frau, die mit großem Einsatz um ein Stück ihrer Identität kämpft.
Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen.

Peter Teuschel

„Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger
books on demand
ISBN 978-3837015027

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21 Kommentare zu Buchrezension: „Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger

  1. osterhasebiene langnase sagt:

    Das Buch „Ungewollt“ von Christina Sophie Aichinger habe ich auch gelesen und kann dem, was Herr Dr. Teuschel schreibt wirklich zustimmen. Das Buch liest sich flüssig, ist lebendig geschrieben und spannend. Ich habe mich nur gefragt, wieso die Autorin, obwohl sie bereits sehr früh „weiß“ (zwar ohne rechtlichen Beleg) wer ihr leiblicher Vater ist, trotzdem so viele Jahre Gerichtsprozesse um den Vaterschaftstest führt. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht ist es ein Versuch der Aufarbeitung und Bewältigung der Kindheit und des Mangels. In jedem Fall hat es die Autorin aber dahin geführt, wo sie heute steht und dort scheint es gut für sie zu sein.

    • cindy sagt:

      Liebe osterhasebiene, ich habe das Buch nicht gelesen, aber je nachdem, wie viele Jahre das schon her ist, kann ich mir vorstellen, dass es früher auch vor Gericht schwierig war, Kenntnis über seine eigene Herkunft zu erlangen…
      Die Zeiten haben sich geändert: Heutzutage wird dem Recht eines Menschen auf Kenntnis seiner Herkunft sehr viel mehr Bedeutung zugesprochen – das hat sich auch vor ein paar Jahren bei dem Rechtsstreit einer aus einer Samenspende gezeugten jungen Frau aus Deutschland gezeigt, die am Ende tatsächlich die Klinik zur Herausgabe der Daten des Samenspenders zwingen konnte! Hier ging das Recht der jungen Frau auf Kenntnis ihres leiblichen Vaters sogar über das Recht des Samenspenders auf seine eigene Anonymität…!

    • „Ich habe mich nur gefragt, wieso die Autorin, obwohl sie bereits sehr früh „weiß“ (zwar ohne rechtlichen Beleg) wer ihr leiblicher Vater ist, trotzdem so viele Jahre Gerichtsprozesse um den Vaterschaftstest führt. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.“

      Liebe Osterhasebiene Langnase,
      das kann ich dir mit wenigen Worten erklären:
      Ich wollte meine Wurzeln finden, mein Fremdheitsgefühl bestätigt haben.
      Ich denke schon, dass es schwer nachzuvollziehen ist, wenn man nicht in den gleichen Schuhen geht.
      LG Sophie

      PS. Vielen Dank für dein Interesse an meinem Buch.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Liebe Sophie,

        dass man seine Wurzeln finden und kennen muss, das verstehe ich sehr gut. Ich hätte meine Halbschwester auch gerne kennengelernt und vor allem hätte ich auch von ihr moralische Unterstützung gut gebrauchen können. Vieles, was Du in Deinem Buch beschreibst, habe ich auch erfahren, wie z.B. die Ablehnung und Abwertung meiner Halbschwester und ihrer Mutter durch meine Geschwister und meine eigene Mutter. Das ist aus meiner Sicht schwer zu verstehen, weil ich mich meiner Halbschwester immer sehr nahe fühlte. Bei den anderen ist es wohl Selbstschutz und Konkurrenzdenken, Kampf um die Gunst und Liebe des Vaters. Von meinem Vater weiß ich, dass er schwer unter diesem Umstand gelitten hat und am Ende haben dadurch alle verloren.
        LG osterhasebiene

      • osterhasebiene langnase sagt:

        …zum Verständnis: Natürlich haben wir als Familie nicht dadurch versagt, weil mein Vater an seiner leiblichen unehelichen Tochter gehangen und sie auch heimlich unterstützt hat. Das spricht für das gute Herz meines Vaters und seine Empfindsamkeit! Es scheiterte letztendlich an der Sturheit und Intoleranz meiner Mutter, die jede Kompromissbereitschaft zur Integration ablehnte. Aber ironischerweise wurde gerade sie zu meiner Beschützerin.
        Alles ziemlich ambivalent und verwirrend. LG

      • cindy sagt:

        Liebe Kuckuckstochter,

        dass man als Kind seine Wurzeln finden will, kann ich sehr gut nachvollziehen, nur ist es manchmal die Frage, um welchen Preis…
        Ich selbst habe eine Tochter, die durch Spendersamen gezeugt wurde und ich habe sie auch schon recht früh darüber aufgeklärt. Sie ist jetzt 13 Jahre alt und wüsste schon manchmal ganz gerne, wie ihr Erzeuger aussieht oder wie er so ist. Ich selbst weiß nichts über den Spender, würde ihr aber bei der Suche behilflich sein, ihr aber zur Achtung vor diesem Mann und vor allem seiner Anonymität raten! Dieser Mann hat mir mit meiner Tochter das größte Geschenk gemacht, was man machen kann und ich möchte nicht, dass deswegen vielleicht seine eigene Partnerschaft oder Familie zerstört wird! Deshalb sollte man das – wenn überhaupt – ganz vorsichtig angehen und nicht ganz plötzlich in dessen Leben hineinplatzen…

        • Liebe Cindy
          Ich zitiere: „Dieser Mann hat mir mit meiner Tochter das größte Geschenk gemacht, was man machen kann und ich möchte nicht, dass deswegen vielleicht seine eigene Partnerschaft oder Familie zerstört wird!“
          Das kommt, entschulidge bitte, bei mir reichlich egoistisch rüber.

          Jeder Mensch hat das Recht auf Kenntnis seiner Abstammung.

          Ist es für deine Tochter auch das größte Geschenk?

          Deine Tochter hat einen Vorteil, sie ist früh darüber in Kenntnis gesetzt worden, wessen Kind sie nicht ist.
          Es kommt vielleicht auf die jeweilige Familiensituation an, ob ein Kind auf die Suche gehen möchte oder halt nicht. Hat sie einen Papa der auch Papa ist – sie angenommen hat wie sein eigenes Kind, ihr Liebe und Geborgenheit geben kann, sie stabil in die Welt gehen kann, mag der Wunsch nach den eigenen Wurzeln vielleicht nicht so tief sitzen.
          Ich habe Kuckuckskinder kennen gelernt, die daran zerbrechen, deren Mütter schweigen und das Geheimnis mit ins Grab nehmen.
          Zum Thema Samenspende, die haben doch gerade viel Wirbel gemacht und das Recht auf Kenntnis der Vaterschaft durchgesetzt.
          Mit 13 hätte ich nicht wissen wollen, wer mein Vater ist, dennoch war dieses Fremdheitsgefühl immer da. Dieses irgendetwas stimmt nicht Gefühl.

          In meinem Fall wusste mein Vater, dass es mich gibt. Er wäre derjenige gewesen, der den Weg hätte vorgeben müssen, wie ich zu meinen Wurzeln finden kann und wenn man ein Kind in die Welt setzt, dann muss derjenige damit rechnen, dass das „Kind“ plötzlich in seine heile Welt hineinplatzt.

          • osterhasebiene langnase sagt:

            „Dass das Kind plötzlich in seine heile Welt hineinplatzt…“
            1. Woher weißt Du, dass seine Welt „heil“ ist?
            2. Mit dem Leben wurde nicht automatisch das „Recht auf Versorgung“ mitgeliefert
            3. Das hat nicht das geringste mit Gerechtigkeit und Liebe zu tun
            4. Es ist eine (selbst-)zerstörerische Art und Weise mit Menschen umzugehen, weil es anmaßend anderen gegenüber ist.
            5. Es ist ein unreifer Versuch das eigene Leben zu stabilisieren, zu gestalten und macht Beziehungen kaputt.
            6. Es ist eine grundsätzliche Ignoranz und Respektlosigkeit, etwas von anderen zu verlangen, was diese nicht leisten können/wollen.
            Das ist meine Ansicht.
            LG

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Die Methode im Buch hat was von Selbstjustiz. Das ist das Gefährliche an „Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger: Man wird als Leser leicht verführt zu denken, dass es der fiese, stinkreiche Millionär (der leibliche Vater) gar nicht anders verdient hat. Hier wird der Leser auf ein ganz bedenkliches Glatteis geführt. Aussprüche der Autorin im Buch, wie: „Dem (Vater)
              geb ich´s…“ oder „Mit mir nicht!…“ – sollten einem schon zu denken geben. Aufarbeitung oder Rachefeldzug? Spannende Geschichte, aber moralisch nicht unbedenklich.
              Viele Grüße

            • cindy sagt:

              Der Schuss kann auch nach hinten losgehen – wenn ein Vaterschaftstest vor Gericht durchgesetzt und die Vaterschaft positiv festgestellt wurde, kann nicht nur das Kind Unterhalt vom Vater verlangen, sondern im Falle der Bedürftigkeit des Vaters auch Unterhalt vom Kind verlangt werden…

          • cindy sagt:

            Liebe Kuckuckstochter,

            bevor die Behandlung mit Spendersamen überhaupt durchgeführt wurde, musste das zu behandelnde Paar einen notariellen Vertrag unterschreiben, der auch dem Spender Anonymität zusichert. Der Spender ist also zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen, dass seine Anonymität gewahrt bleibt!
            Ich finde es nicht korrekt, dass jetzt der Klage der jungen Frau auf Kenntnis des Samenspenders stattgegeben und somit der notarielle Vetrag mit dem Schutz des Spenders einfach übergangen wurde!!!!
            Vielleicht hätte der Spender seinen Samen nicht gespendet, wenn er damals gewusst hätte, dass da auf einmal ein leibliches Kind vor seiner Haustür stehen könnte?!
            Ich habe viele ungewollt kinderlose Paare kennengelernt, für die eine Behandlung mit Spendersamen der einzige Weg war, überhaupt ein Kind zu bekommen – denen wird diese einzige Hoffnung jetzt auch noch zerstört, denn wer weiß, wie viele Männer überhaupt noch zu einer Samenspende bereit sein werden, wenn jetzt noch nicht einmal mehr deren Anonymität garantiert wird?!
            In Fall einer Samenspende fände ich es eher egoistisch vom so entstandenen Kind, wenn es unter Umständen das Leben seines Erzeugers zerstört, nur um seinen eigenen Drang nach Kenntnis seiner Herkunft zu befriedigen!!!!

            Meine Tochter ist froh, dass es sie gibt und dass sie eine Mutter hat, die sie über alles liebt und ich wäre froh gewesen, wenn ich das auch gehabt hätte, denn ich war wirklich ungewollt, obwohl ich leider bei meinen leiblichen Eltern aufgewachsen bin – für mich wäre es besser gewesen, ich wäre zu anderen Menschen gekommen, die zwar nicht meine leiblichen Eltern sind, mich aber lieben und so annehmen, wie ich bin!!!! Und da spielt die genetische Herkunft für mich keine Rolle…

            • Das Recht auf Kenntnis der Abstammung ist im Grundgesetz verankert. Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1

              • cindy sagt:

                Und was ist mit dem Recht des Samenspenders auf Schutz seiner Daten und seiner Privatsphäre? Hier stehen – wie so oft – die Rechte zweier Menschen gegeneinander und es kann nicht sein, dass dann das Recht des einen einfach ausgehebelt wird… Meine Lösung zu dieser Spendersamengeschichte wäre, dass die Klinik, die seinerzeit die Frau mit dem Spendersamen behandelt hat, verpflichtet wird, den Spender anzuschreiben, dass es da ein leibliches Kind gibt, das ihn gerne kennenlernen möchte, aber der Spender dann immer noch das Recht hat, „Nein“ zur Herausgabe seiner Daten zu sagen und dann muss sich das Kind eben damit abfinden, dass sein genetischer Vater nichts mit ihm zu tun haben will… Und ein Mensch, der nichts mit einem zu tun haben will, der kann einem doch gestohlen bleiben!!!!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Wenn ein Mensch „Nein“ sagt, kann er einem nicht nur gestohlen bleiben, sondern man muss diese Grenze auch (erst mal) akzeptieren, ganz einfach…alles andere ist Gewalt. Eine gerichtliche Auseinandersetzung bringt einem den Menschen nicht näher auch wenn man „gewinnt“. Ausser beide sagen (nach einem Rechtsstreit): Jetzt haben wir uns ausgetobt und fallen uns in die Arme…sehr fragwürdig.

                • cindy sagt:

                  Worum geht es der Autorin des Buches „Ungewollt“?
                  Ich versuche, mich in ihre Lage hineinzuversetzen: Wenn es mir wirklich nur darum geht, für mich selber Bestätigung zu bekommen, ob der, den ich vermute, wirklich mein genetischer Vater ist, ich also wirklich nur meine Wurzeln finden will, dann hätte ich vermutlich keinen langwierigen Prozess angestrebt, sondern vielmehr versucht, einen heimlichen Vaterschaftstest durchführen zu lassen, dessen Ergebnis ich aber dann für mich behalten hätte… Ich weiß, dass das eigentlich nicht erlaubt ist, aber so hätte ich wenigstens für mich selbst Gewißheit…

  2. Kiwi sagt:

    Hallo,
    gelesen haben ich das Buch noch nicht. Ich bin ein leibliches Kind, sollte jedoch ein Junge werden. Als Kind sah ich genauso aus und war auch ungewollt…..

  3. Vielen lieben Dank, Herr Teusche,l für Ihre Rezension.

  4. cindy sagt:

    Als meine Ex-Mutter Ende der sechziger Jahre mit mir schwanger wurde, war sie gerade mal 19 Jahre alt und besuchte eine Sprachenschule, wo sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin machte. Damals schon viel zu unreif für ein Kind brach sie diese Schule ab und hat seither nie mehr gearbeitet… Ich dachte auch, dass ich damals ungewollt und dass das der Grund für meine Schwierigkeiten mit meinen Ex-Eltern war, aber das wurde von denen immer vehement abgestritten…
    „Ungewollt“ kann viele Gründe haben: Man ist zum falschen Zeitpunkt geboren, hat das falsche Geschlecht, den falschen Erzeuger oder auch einfach das falsche Aussehen oder andere körperliche Eigenschaften, die irgendwelchen Familienmitgliedern nicht passen – eins ist jedoch bei allen gemeinsam: Es sind alles Gründe, an denen der oder die Betroffene keine Schuld trägt…

    • cindy sagt:

      … oder man wurde schlicht und einfach in die falsche Familie hineingeboren!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        …definitiv! Ich war wurde behandelt wie ein Kuckuckskind, stellvertretend für das uneheliche Kind meines Vaters.Aber nicht ich habe meine Geschwister aus dem Nest geschmissen, wie das Kuckucke tun, sondern sie mich beinahe und ohne meine Mutter wäre es ihnen bestimmt gelungen.

  5. osterhasebiene langnase sagt:

    Ich drehe die Schablone mal um: Ungewollt sind oder fühlen sich diejenigen, die andere (Opfer) zu Ungewollten machen und dabei von äußeren Umständen (z.B. Wirtschaftswunder…) unterstützt wurden. Das nennt man dann Erfolg und Leistung. Wo ist Erfolg, wenn man im Lehrerkollegium jahrelang gemobbt wird und es bis zur Pensionierung aussitzt? Oder bei anderen Gehirnwäsche betreibt, um seine eigenen Traumata nicht anzurühren und sich die Taschen dabei vollschiebt? Zwar haben sie jahrelang Therapie und Selbsterfahrungskurse gemacht, hat halt nicht geholfen! So ein Pech! Geholfen hat es denen, die Geld damit verdienten. Was hilft also wirklich, um den Kreislauf zu durchbrechen? Es geht nur mit eigenem Willen zur Veränderung und Disziplin, dazu muss aber auch eine äußere Not kommen (Leidensdruck). Solange diese Kurse und Therapien nur lustig und spassig sind, kann man das genauso gut lassen. Der Traumaanteil denkt sich: Schön für euch! Der Überlebensanteil denkt sich: Nichts geht über Spaltung! Wo ist der Trottel, der die Arbeit für mich macht?
    Die Eigenschaften der „Ungewollten“ (schwarzen Schafe) passen den Familienmitgliedern nicht, weil es ihre eigenen Ängste und Hirngespinste sind. Die „Ungewollten“ haben diese Eigenschaften nicht, sie wurden ihnen angedichtet und drübergerotzt. Hätte man sich gewehrt, wäre man einfach fertiggemacht worden.

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