Anmerkungen zum Kontaktabbruch innerhalb der Familie

Heißt Distanz immer Kontaktabbruch?

In den Kommentaren zur Nachtcafe-Sendung kam die Frage auf, wie ich zum Thema Beziehungsabbruch bei familiären Konflikten stehe und warum ich nicht prinzipiell zum „Ausstieg“ aus der Familie rate. Das ist ein wichtiges Thema, das ich hier noch einmal aufgreifen möchte.

Im Buch „Das schwarze Schaf“ habe ich als Ziel jedes Menschen, der Opfer innerfamiliärer Benachteiligung geworden ist, die Distanz angeführt. Darunter verstehe ich Abstand von allen Menschen innerhalb und außerhalb der Familie, die mir schaden und, in meinen Augen noch wichtiger, Distanz zu eigenen Einstellungen und Bewertungen.
Ich darf mich hier einmal selbst zitieren: „Abkehr bedeutet nicht, diesen Menschen den Rücken zu kehren und sie zu meiden. Das kann in Einzelfällen gut und richtig sein, aber in der Regel empfiehlt es sich, die „eigene Stellung zu halten“ , also im Kontakt mit diesen Menschen zu bleiben und sich gegen Benachteiligung zu wehren.“ (S. 238 im Buch, 3.Auflage)

Im Laufe der Jahre, die seit der Veröffentlichung des Buches vergangen sind, habe ich sehr viele schwarze Schafe kennengelernt, die auf unterschiedliche Weise diese Distanz hergestellt haben. Es waren auch viele darunter, die den Kontaktabbruch mit der Familie als einziges Mittel gesehen haben, mehr als ich zuvor gedacht hatte.
Aber mein obiges Zitat würde ich trotzdem wieder so schreiben.

In sehr vielen Fällen ist der Kontaktabbruch nicht das geeignete Mittel, um das Schicksal als schwarzes Schaf zu bewältigen.

Nur ein Beispiel dazu: Nach einem Leben als benachteiligtes Familienmitglied kommt der große Hammer mit Enterbung und Verstoßen aus der Familiengemeinschaft zu einem Zeitpunkt, wenn das schwarze Schaf bereits Kinder hat. Diese Kinder haben regelmäßigen Kontakt mit den Großeltern. Wie soll das schwarze Schaf sich nun verhalten? Den Kindern den Umgang mit den Großeltern verbieten? Eine überaus knifflige Situation, die ich mehrere Male miterlebt habe. Die in dieser Konstellation von den Betroffenen gewählte Art der Distanz war nie der Kontaktabbruch, was ich gut nachvollziehen konnte.

Aber auch in allen anderen, nicht so speziellen Situationen wählen viele schwarze Schafe eine Form der inneren Distanz, die einen Kontakt mit den Eltern und/ oder Geschwistern, wenn auch meist in deutlich reduzierter Frequenz, noch möglich macht. Die Gründe für diesen Weg sind vielfältig, aber meist verstehbar. Häufig habe ich auch erlebt, dass ein schwarzes Schaf zunächst einmal komplett die Beziehung abgebrochen, aber nach einiger Zeit in deutlich distanzierterer Weise wieder aufgenommen hat.

Ich rate schwarzen Schafen nicht zum Kontaktabbruch.
Ich rate schwarzen Schafen aber auch nicht, den Kontakt nicht abzubrechen.

Wann immer ich beteiligt bin, rate ich dazu, sich keinen Weg von vorne herein zu verbieten, sondern die jeweils für den einzelnen am besten passende Lösung zu suchen.

Soviel zum Thema „schwarzes Schaf“.

„Familie“ geht weit über das Thema „schwarze Schafe“ hinaus

Nun behandle ich aber nicht nur schwarze Schafe, sondern habe ein wesentlich weiter gefasstes Betätigungsfeld in meiner Rolle als Psychiater und Psychotherapeut.

Was Kontaktabbrüche in der Familie allgemein betrifft, habe ich schon alles gesehen: Wichtige und erforderliche Beziehungspausen, die unter Umständen ein Leben lang andauern. Nach Jahren der Distanz erfolgte und sinnvolle Wiederannäherung. Ich kenne Beziehungsabbrüche aus Rache, zur Bestrafung und vor dem Hintergrund eines schlechten Einflusses Dritter auf den Kontaktabbrecher. Mir sind Fälle bekannt, in denen jemand sich als schwarzes Schaf bezeichnet, aber durch sein Verhalten bewirkt hat, dass keiner in der Familie mehr etwas mit ihr oder ihm zu tun haben will.

Kontaktabbrüche können gut oder schlecht, sinnvoll oder leichtfertig, unmotiviert, grausam, bestrafend oder die einzige Rettung sein.

Aus Sicht eines schwarzen Schafes, das für sich den Weg des Beziehungsabbruchs wählt, mag dies befremdlich erscheinen. Aber niemand sollte sein eigenes Schicksal als Maßstab für allgemeine Handlungsanweisungen verstehen. Und auch wenn die eine oder der andere die Welt ausschließlich durch die eigenen Augen sehen will, so mag dies für sie oder ihn in Ordnung sein.

Ich selbst kann mir diese prinzipielle Einengung auf richtig/ falsch oder gut/ schlecht  nicht erlauben und sie entspricht auch nicht meiner Einstellung. So einfach gestrickt ist das Leben nicht. Als Psychiater (und als solcher saß ich im Nachtcafe) muss ich mir meinen Weit- und Überblick behalten, der sich zum einen aus meiner Ausbildung und zum anderen aus meiner Erfahrung ergibt.

Das bedeutet nun nicht, dass es nicht für viele schwarze Schafe die beste und einzige Lösung ist, die Beziehung und den Kontakt zu ihrer Familie abzubrechen. Hinter diesen Menschen stehe ich genauso wie hinter allen, die andere Wege gehen und wieder anderen, die mit dem Thema „Familie“ ganz andere Probleme haben.

Peter Teuschel

 

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236 Kommentare zu Anmerkungen zum Kontaktabbruch innerhalb der Familie

  1. Justina sagt:

    Eine super, super – differenzierte (noch differenzierter als vorher) Pro- und Kontra-Darstellung für einen Bruch oder Nicht-Bruch mit seiner Familie. Ich persönlich habe jetzt zumindestens kein schlechtes Gewissen mehr für meine Entscheidung. Eine andere Entscheidung (Annäherung) würde ich theoretisch für mich nicht ausschließen – nur, wie bewegen sich die anderen? Wie immer, nichts dazu gelernt bzw. „wir haben doch Recht“…. Ein weites Feld…. Jedenfalls dieser Kommentar von Ihnen Herr Dr. Teuschel hat sicherlich nicht nur bei mir, Zweifel ausgeräumt und war , wie ich schon sagte, super. Justina

  2. osterhasebiene langnase sagt:

    Das für mich Entscheidende an dieser Diskussion ist: Steht die Familie als Gemeinschaft über dem Individuum und muss diese Gemeinschaft um jeden Preis aufrecht erhalten werden? Wie hoch ist der Preis? Jeder Mensch (davon gehe ich aus, da wir Gruppenwesen sind) möchte sich zu seiner Familie zugehörig fühlen. Es gibt leider dysfunktionale Gruppen/Familien, die einem Schwächeren (meist unbewusst) die Schuld für begangenen Misshandlungen/Opfer zuweisen und sich an ihnen schadlos halten (keine akademische Ausbildung schützt davor, sondern hilft eher noch zur geschickten Verschleierung). Dann wird Familie zum Konkurrenzkampf, zur Leistungsgemeinschaft. Lange Zeit hat man die Opferhaltung eingenommen, die (negativen) Erwartungen bedient, um dazuzugehören, bis man merkt, dass man sein eigenes Leben opfert und seine eigene Wünsche (nach Liebe und Anerkennung) nicht verwirklichen kann, weil die eigene Kraft zersetzt wird. Man bekommt immer das falsche Feedback. Jedes zarte Pflänzchen an Eigenem (das man stolz präsentiert) wird in dieser Gruppe niedergemacht. Diese Opferhaltung muss im Interesse der Selbsterhaltung gestoppt werden. Es ist nötig, einen sicheren Ort zu finden, um die
    eigenen Kräfte sammeln zu können, einen Ort, an dem Eigenes wachsen und sich entfalten kann. Um das psychische Ausbluten zu verhindern, muss eine neue schützende und unterstützende Umgebung gefunden werden. Ich glaube, dass das eine realistische Sichtweise ist. Nur innere Distanz („da steh ich drüber“ ist esoterisches Geschwätz) in alten destruktiven Strukturen kann kaum funktionieren. Was bekomme ich real von dieser Familie zurück? Ist das „Wir haben dich lieb!“ auch sichtbar und fühlbar z.B. in Form von selbstloser Unterstützung und selbstloser Anerkennung und Freude oder wird jede Leistung sofort abgewertet, um sich größer zu machen, sein Selbstbewusstsein aufzupolieren auf Kosten des anderen. Gibt die Familie Kraft oder raubt sie diese? Wird gefragt: Was ist dir wirklich wichtig? oder wird gesagt: „Was dir wichtig ist, zählt nicht? Wenn unter dem Strich nur Minus rauskommt, dann sollte man sich auf den Weg machen. Man muss andere einfach lassen, ablassen und es als Illusion erkennen, hier wirklich (Seelen)Nahrung zu bekommen. In tausend Mythen und Märchen wird dieser Schritt als Entwicklungsweg in die eigene Individuation beschrieben. Und ich denke, wer
    nie auszieht, wird auch nie (bei sich) ankommen und das finden, was ihn wirklich nährt.

    • iceandsnow sagt:

      Unendlichen Dank für Ihren Kommentar, der mir aus der noch immer verwundeten Seele spricht!

      Wenn nach unzähligen Anläufen in vielen Jahrzehnten, die Familienliebe und Anerkennung zu erringen, NICHTS zurückkommt außer Zynismus und Kälte, weiß man es gibt nur einen AUS-Weg:

      K O N T A K T A B B R U C H !

      Es schmerzt anfangs, aber die ewigen Zurückweisungen, das ewige Zurück-Gestoßenwerden, OBWOHL ich in meinem Leben viel erreicht habe, schmerzen weitaus mehr. Wahrscheinlich ist es die Eifersucht, DASS ich mehr als sie und mein Versager-Bruder erreicht habe.

      Jedenfalls bin ich unendlich erleichtert, dass zynisch-hämische Grinsen meiner Mutter nicht mehr sehen zu müssen.

      Ehrliche Beziehungen und Freundschaften sind Goldes Wert!

      Noch einen erholsamen Advent!

      iceandsnow

  3. Sabine sagt:

    Danke für die erläuternden Ausführungen. Bei mir passt die Kategorie letzte Rettung, lach. Ausserdem gehört das Problem immer dem, der es hat. Insofern sehe ich überhaupt nicht ein, das ich mich mit deren Problemen auseinandersetze. Ich mag mich daran echt nicht mehr abarbeiten. Und tschüss und mir gehts gut so …

  4. cindy sagt:

    Vorweg möchte ich sagen, dass ich die Sendung „Nachtcafe“ (noch) nicht gesehen, aber aufgezeichnet habe…

    Ich habe da eine Frage an Herrn Teuschel und dazu zitiere ich ihn: „Mir sind Fälle bekannt, in denen jemand sich als schwarzes Schaf bezeichnet, aber durch sein Verhalten bewirkt hat, dass keiner in der Familie mehr etwas mit ihr oder ihm zu tun haben will.“
    Um welche Verhaltensweisen ging es da? War das schwarze Schaf kriminell, psychisch krank oder hat es vielleicht nur manchem Familienmitglied lieber die Wahrheit ins Gesicht gesagt, anstatt hinter dem Rücken des Betroffenen zu tuscheln? Und gerade dann, wenn beim schwarzen Schaf Kriminalität oder eine psychische Krankheit vorliegt, sollten sich die lieben Familienmitglieder nicht vielleicht doch mal überlegen, welchen Beitrag sie selbst zu diesen „Verfehlungen“ geleistet haben?!

    Für mich ist der Kontaktabbruch die beste Lösung, insbesondere, seit mir klar ist, dass mein Erzeuger ein Narzisst ist und Narzissten kennen keine Kompromisse – sie sind egoistisch, wollen nur ihren eigenen Kopf durchsetzen, da helfen auch keine Gespräche, das ist mir bei der Anklage meiner Erzeuger vor Gericht erst so richtig klargeworden…
    Ich selbst wäre sogar bereit für eine erneute Kontaktaufnahme, aber nur unter der Bedingung, dass vorher eine Familientherapie durchgeführt wird, jedoch wurde mir auch schon von einer Psychologin gesagt, dass Menschen wie meine Erzeuger sich auf so etwas niemals einlassen würden, denn da könnte ja herauskommen, dass sie vielleicht doch nicht so perfekt sind, wie sie allen weismachen wollen…
    Wenn Narzissten in der Familie sind, dann halte ich einen Kontaktabbruch auf jeden Fall für ratsam, denn wenn man bleibt, wird man krank oder selbst zum Narzisst…!

    Wenn das schwarze Schaf Kinder hat, sollte es den Kontakt zu den Großeltern nur dann zulassen, wenn sicher ist, dass die Großeltern sich nicht über Anweisungen der Eltern hinwegsetzen oder die Enkel gar gegen ihre Eltern aufhetzen – ansonsten kommt es beim Kind zu einem Loyalitätskonflikt und der Kontakt zu den Großeltern sollte abgebrochen werden!
    Und eine drohende Enterbung sollte auch nicht der einzige Grund für eine Aufrechterhaltung des Kontaktes mit der Familie sein – wie letztendlich das Testament aussieht, erfährt man meist erst nach dem Tod des Erblassers…!

    • Peter Teuschel sagt:

      Die pseudo-schwarzen Schafe habe ich im Buch im Kapitel über die „Pechmarie“ beschrieben. Und nein, nicht immer trägt die Familie eine Mitschuld. Genauso wenig wie das typische schwarze Schaf eine Mitschuld trägt.

      • Roswitha sagt:

        Mir ist eine Konstellation bekannt, die so ähnlich verlief wie bei diesem Märchen.
        Da wurden die Geschwister (Brüder) aufgeteilt in Sonnenvogel und Nesthocker.
        Der eine bekam jegliche Hilfe und Nachsicht. Der Andere musste stolze Erwartungen erfüllen
        und sich um die Familie kümmern.

        Leider kann ich nicht sagen wer nun die schlechteren Karten hat.
        Der Nesthocker wurde traumatisiert und gleichzeitig auch der Sonnenvogel. Beschreiben kann ich es nicht.
        Den Sonnenvogel hab ich geheiratet und ich liebe ihn.
        Das Nesthäkchen ist mein Schwager. Ich kann auch ihn verstehen, – auch wenn mich seine Entscheidungen nerven. Das Verständnis kostet mich aber viel Überwindung. Das Trauringe ist; Sie verstehen sich untereinander nicht.

        Die Verantwortung liegt auch hier bei der ungleichen Behandlung in der Erziehung.

        Es gibt einen enormen Unterschied zwischen Goldenen Schafen und Sonnenvögel.
        Goldene Schafe sind es gewohnt ständig für jeden Pups Bewunderung zu ernten. Mein Mann braucht das nicht und bekam nur ungeduldige Anweisungen was zu tun sei. Er ist stark und selbstbewusst und hat Empathie. Ich muss nur aufpassen, nicht in Bequemlichkeit zu verfallen und mich öfter selbst in den Haushalt ein zu bringen.
        Sonnenvögel würden selbst mit Magen- Darm -Virus und einem gebrochen Bein in die Arbeit rennen und anschließend die Frau und Kinder fragen, was sie erlebt hätten oder ob es ihnen gut ging. Wenn die Frau jammern würde, dass es ihr schlecht ging, dann würde ein Sonnenvogel sogar nebenbei den Haushalt machen, -ungeachtet davon ob er selbst krank wäre.

        Die Achtsamkeit liegt darin, dass ich hinter die Fassade sehen kann.
        Auch wenn mein Mann wenig auf seine eigenen Bedürfnisse achtet. Ich könnte ihn ermuntern sich ohne ein schlechtes Gewissen eine Auszeit zu gönnen.
        Ob nun mein Schwager ein echtes Schwarzes Schaf ist?
        Das kann ich nicht beurteilen.
        Ob echt oder nicht, spielt keine Rolle. Ob er nun richtige Entscheidung traf oder ständig Bockmisst verursacht, spielt auch keine Rolle. Fakt ist; Es fand eine Ungleichbehandlung statt. Das ist Grund genug Toleranz und Verständnis zu haben.
        LG

        • cindy sagt:

          Roswitha, da hast du echt Glück gehabt, einen solchen Ehemann abbekommen zu haben!!!!
          Ich gönn’s dir wirklich von ganzen Herzen und ich bin mir sicher, dass du das bei deinem Mann auch niemals ausnutzen würdest!
          Leider geraten die Sonnenvögel oft gerade an Partner, die diese Charaktereigenschaft gnadenlos ausnutzen – so scheint es bei meinen Schwiegereltern der Fall zu sein… Er ist der Sonnenvogel und hat sich fast das ganze Leben lang von ihr ausnutzen lassen – sie wurde richtig verwöhnt, ging jede Woche zum Friseur, tolle Klamotten, teure Kosmetik, ging selbst nicht arbeiten, hatte lediglich eine kleine 3-Zimmer-Wohnung zu versorgen, hatte ein eigenes Auto, obwohl die Söhne selbst zu Fuß zur Schule oder zum Sportverein gingen… Er hat viel gearbeitet und trotzdem noch wochenends für die Familie gekocht, während sie ein bequemes und luxoriöses Leben führte…
          Jetzt sind beide über 70, sie ist hochgradig dement, liegt nur noch, wird gefüttert, gewindelt und gewaschen, lebt aber noch immer zuhause, während er sich jetzt auch noch rund um die Uhr um seine Frau kümmert – und das mit 77 Jahren!!!!
          Da hat er sich jahrelang abgerackert dafür, dass jetzt der letzte Rest seines Lebens kaputtgeht, er seine eigene Gesundheit gefährdet und am Ende dafür vielleicht noch sein Leben lässt…!
          Von ihm habe ich zu hören bekommen, dass ich egoistisch sei, weil ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen habe – ich habe versucht, ihm zu erklären, dass ich einen gesunden Egoismus pflege, aber das will er mit seinem ständigen Gelaber von Güte einfach nicht begreifen…

          • maro sagt:

            Entschuldigung, wenn ich einfach in die Unterhaltung mit herein komme. Mir ist dazu etwas eingefallen. Immer mal wieder lese ich von solchen oder ähnlichen Konstellationen. Einer gibt – der andere nimmt. Es sieht nach ausnutzen aus. Ist es vielleicht auch einerseits. Andererseits lässt sich der Ausgenutzte ausnutzen. Warum?! Was hat er davon? Mögliche Gründe können mehrere sein. Der gebende Teil hat auch einen Nutzen davon. Und der nehmende Teil hat auch einen Schaden dabei. Vorausgesetzt es gleicht sich nicht gegenseitig aus.

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Das ist eine verzwickte Konstellation, maro. Der „offiziell“ nehmende Teil (ist in Wirklichkeit der Gebende), er nimmt, obwohl er gar nicht möchte, um sich weniger schuldig zu fühlen (Woher kommt das Schuldgefühl?), um sich freizukaufen, dabei verstrickt er sich aber immer mehr. Ein Teufelskreis. Das Muster: „Was kann ich tun, dass es dir besser geht?“ (der Nehmende) „Friss meinen Scheiß!“ (der Gebende). Keiner bekommt, was er will. Der eine nicht die Freiheit, der andere nicht die Erfüllung. Die Methode ist, sich für sich selbst etwas über eine andere Person verschaffen (Bedürfnisse über andere befriedigen). Die klassische Hexen-Haus-Situation. Der Nehmende kann dadurch gedemütigt werden ohne Ende, steht nun immer mehr in der Schuld des anderen (obwohl er sich eigentlich von seinem Schuldgefühl freikaufen wollte) eine wahre Schuld-Falle. (Ist das die gewünschte Befriedigung?). Das Selbstbewusstsein des Nehmenden kann dadurch am Boden zerstört werden. Eine sehr perverse Situation. Die einzige Lösung, die mir einfällt: Muster durchschauen und bewusst durchbrechen. Selbstwert aufbauen. Hexe verbrennen (metaphorisch).
              LG

              • maro sagt:

                Die Interaktionen aller Beteiligten können ein inneres Gefängnis für jeden Einzelnen sein. Gewinn und Verlust verzeichnet jeder auf individuelle Weise.
                Kürzlich habe ich ein sehr interessantes Buch gelesen, das die Interaktionen zwischen (Ehe)Partnern in Abhängigkeitsverhältnissen sehr gut veranschaulicht. Vielleicht hatte ich es bereits empfohlen. Auch wenn es dabei um abhängige Partnerschaft geht, ist das Thema übertragbar auf andere Beziehungen. An dieser Stelle möchte ich das Buch noch mal nennen:
                „Sie küssen und sie schlagen sich“ von Barbara Kiesling.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Danke für den Tipp, das Buch kenn ich noch nicht. Nach „küssen“ ist mir leider überhaupt nicht mehr zumute. Was ich auch tue (Hausverbot, Kontaktabbruch, neue Telefonnummern…) sie findet einen Weg, mir Schuldgefühle zu machen und das macht mich langsam wirklich wahnsinnig. Therapie? Das glaubt mir doch keiner!!!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Die schlimmste und schmerzhafteste Verletzung/Demütigung, die man einem Menschen zufügen kann, ist der Angriff auf seine geschlechtliche Identität, seinen innersten (Wesens)Kern (z.B. Männer als „Schlappschwänze“ und „Versager“, Frauen als „Flittchen“). Diese Abwertung und Ablehnung kann nur schwer oder gar nicht verziehen werden. Eine Verletzung, die sich über Generationen hinweg fortsetzen kann, wenn sie nicht bewusst geheilt und überwunden wird.

                • maro sagt:

                  Ich zitiere Osterhasebiene Langnase: „Danke für den Tipp, das Buch kenn ich noch nicht. Nach „küssen“ ist mir leider überhaupt nicht mehr zumute.“
                  Es ist zwar traurig, wenn man nicht mehr küssen will, aber vielleicht kommt es eines Tages doch noch mal anders.
                  Ihre Befürchtung, dass Ihnen kein Therapeut glaubt, will ich gar nicht in frage stellen. Geben Sie einem Therapeuten die Chance Ihnen zu zeigen, dass er/sie Ihnen glaubt, auch wenn innerlich alles dagegen spricht. Ich wünsche Ihnen wirklich, dass Sie die Last Ihrer Schuldgefühle hinter sich lassen können.

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Wer leidet, der lebt wenigstens noch – hab ich mal gelesen.
                  Frohe Weihnachten

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  So gesehen, bin ich doch ein Glückspilz, maro.

                • maro sagt:

                  So gesehen stehen Sie voll im Leben. 🙂

                  Ihnen und allen Schwarzen Schafen und Herrn Teuschel wünsche ich auch

                  Schwarzschöne Weihnachten!

                • cindy sagt:

                  Ob man in einer Partnerschaft der Gebende oder der Nehmende ist, hängt meiner Meinung nach zunächst einmal davon ab, was oder welcher Zustand dem Einzelnen von klein an am Wichtigsten ist, z.B. ob jemandem die Befriedigung seiner (materiellen) Bedürfnisse oder eher Ruhe und Frieden wichtig erscheinen…

                  Schon in seiner Kindheit strebt der Mensch danach, seine für ihn wichtigsten Bedürfnisse zu stillen und lernt aber auch, welche Strategien in seiner Herkunftsfamilie am besten zum Ziel führen – am Beispiel meiner Schwiegereltern sehe ich zum einen meinen geradezu harmoniesüchtigen Schwiegervater, der jedem Konflikt aus dem Weg geht, nur um seine vermeintliche Ruhe und seinen Frieden zu haben, auch wenn er dafür sogar seine eigene Gesundheit auf’s Spiel setzt und auch seine sonstigen Bedürfnisse völlig hintenan stellt und zum anderen meine Schwiegermutter, der materielle Dinge und Äußerlichkeiten schon immer das Wichtigste waren und die diese Ziele schon als Kind am besten erreicht hat, indem sie angefangen hat, zu jammern, zu meckern oder auch zu heulen…
                  Man merkt förmlich, wie unangenehm es meinem Schwiegervater ist, wenn jemand z.B. anfängt, zu weinen und dann tut er tatsächlich alles in seiner Macht stehende, damit der Betreffende damit aufhört – das habe ich leider schon zu oft bei seinem Umgang mit meinen Kindern beobachtet, die das dann auch schon mal gerne für sich ausnutzen wollten…!

                  Das Kurioseste an der Sache ist, dass sich solche gegensätzlichen Persönlichkeiten dann auch noch finden und fast perfekt ergänzen – zumindest so lange, bis einer der beiden körperlich und/oder seelisch zusammenbricht oder stirbt…
                  Einige kriegen eventuell doch noch vorher die Kurve und es kommt zur Trennung…

                  Bei meinen Erzeugern ist der Fall ähnlich gelagert – er, dem Geld und Macht das Wichtigste sind, sucht sich eine unterwürfige Partnerin mit vermögenden Eltern und findet die auch noch, wobei er sich sogar ihre Faulheit zunutze macht, um sie zu seinem willenlosen Anhängsel zu machen!!!!

                  So gesehen hat in solchen Konstellationen tatsächlich erst mal jeder einen Nutzen davon, aber spätestens wenn der gebende Partner „ausgeschlachtet“ ist, hat die Sache ein Ende…
                  Bei meinen Erzeugern hingegen scheint ein gegenseitiges Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen zu herrschen, wobei beide dann aber lieber von anderen Menschen, insbesondere von ihren Kindern genommen, diese regelrecht für ihre eigenen Bedürfnisse ausgenutzt haben…!

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Das o.g. Buch von Barbara Kiesling habe ich jetzt auch gelesen, fand es interessant, aber es hat mir auch ein wenig Bauchschmerzen bereitet – ehrlich gesagt! Mit der Traumatheorie von Prof. Dr. Franz Ruppert bin ich ja vertraut, sie ist einleuchtend, wenn auch wissenschaftlich nicht ganz beweisbar: ein Modell, das tatsächlich zu funktionieren scheint (in der Aufstellungsarbeit). Hierauf stützt Riesling ihre Ausführungen im Wesentlichen. Was ich schon aus der Hermetik (durch Rüdiger Dahlke u.a.) kenne, dass das (Missbrauchs-)Opfer (eigentlich) die Täterrolle einnimmt, indem es eigene nichtgelebte Aggressionen an einen misshandeln Partner, einen initiierten Unfall oder eine schwere Krankheit delegiert, also das Opfer auch Täter ist, leuchtet schon ein, aber inwieweit nutzt dieses Wissen dem Heilungsprozess? Auch die Annahme, dass ein Trauma nur dann geheilt werden kann, wenn es 1. voll erinnert und 2. nochmals mit allen schrecklichen Schmerzen durchlebt wird, ist -soweit ich weiß- nicht mehr auf dem neuesten Stand der Erkenntnis. Wie sollte durch so eine Tortur dann auch (automatisch) ein liebesfähiger Mensch entstehen? Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Heilung immer nur mit Wahnsinnsschmerzen einhergehen muss, schon eher mit positiven (Einheits)Erfahrungen und Gefühlen. Der Gedanke, dass Schuldgefühle entstehen oder übernommen werden, um eine unkontrollierbare Situation kontrollierbar zu machen, leuchtet mir sehr wohl ein, habe ich so in der Funktion noch nicht realisiert. Mein Fazit: Ich denke, liebevolle Zuwendung/Akzeptanz heilt und es ist nicht Liebe, wenn es weh tut. Das Schreckliche muss nicht in jedem Detail nochmal durchlebt werden.
                  Liebe Grüße

                • maro sagt:

                  @osterhasebiene langnase, bzgl. Ihrer Frage: …, aber inwieweit nutzt dieses Wissen dem Heilungsprozess?“

                  Zunächst lässt sich mit der Erklärung des Zusammenhangs von Täter und Opfer das System zwischen beiden veranschaulichen. Es ist eine Hilfe zum Verständnis und zur Auflösung der Täter-Opfer-Verstrickung.
                  Wird in der Therapie beim (erwachsenen) Opfer nach den Ursachen gesucht, werden schädigende Ereignisse ans Tageslicht gebracht, die das damalige Opfer als Kind erleiden musste, z.B. Gewalt. Diese Erinnerung ist so schmerzhaft wie es als Kind erlebt wurde. Da die ursächlichen Ereignisse vom Kind verdrängt wurden, weil das die Psyche nicht verkraftet hat, bleibt das unverarbeitete Ereignis im Unbewussten stecken. Damit bleiben auch die Bewältigungsstrategien des Opfers erhalten. Diese können sich auf vielfältige Weise zeigen, z.B. Alkoholmissbrauch, Prostitution, Gewalt, Depression usw.
                  Der Heilungsprozess beginnt mit der Integrierung/Wiedererleben des Ereignisses und den damit verbundenen Schmerzen. Über dieses geistige UND emotionale Wiedererleben wird echte Empathie beim Opfer möglich. Diese ist keine rein verstandesgemäße Empathie, die sich der Mensch über seinen Kopf mittels gedanklicher Vorstellungskraft ermöglichen kann. Empathie ist ein Mitfühlen auf körperlicher, seelischer Ebene. Reales Erleben, das auch den Schmerz eines anderen Menschen konkret fühlt, und sich nicht nur im Kopf vorstellen kann.
                  Über das Wiedererleben der gemachten Erfahrungen, sind diese dann integriert im Bewussten, d.h. man weiß um das zuvor Abgespaltene, Verdrängte. Man versteht jetzt seine Bewältigungsstrategien, seine Abwehr, seine Ängste, sich selbst UND man fühlt mit sich (und anderen) mit.
                  Der Heilungsprozess ist kein Auslöschen vorgefallener Ereignisse, sondern eine Integration des Abgespaltenen ins Bewusste. Dadurch wird das eigene vorherige Handeln verstehbar UND änderbar. Das bedeutet z.B., das erfahrener Missbrauch nicht mehr mit selbstschädigendem Alkoholkonsum abgetötet werden muss. An dieser Stelle heilt Trauer das Entbehrte. Ein Verlassen der schädigenden Situation ist möglich. Es erwächst ein neues liebendes Selbst-Mit-Gefühl und setzt neue konstruktive Energien frei. Es können neue, förderliche Verhaltensweisen eingeübt und Zukunftsperspektiven angegangen werden.
                  Dieser heilende Prozess ist im Alleingang m.E. nicht möglich, insbesondere nicht bei schweren Erfahrungen. Es bedarf eines mitfühlenden Therapeuten, der Halt und Orientierung durch die schwierige Zeit bietet.
                  Da Menschen sehr verschieden sind, ist dieser Weg eine mögliche Lösung, aber nicht von jedem gewünscht oder jedem möglich. Die Entscheidung trifft jeder selbst.

      • cindy sagt:

        Früher dachte ich, ich sei ganz allein schuld an meiner Situation in meiner Herkunftsfamilie – schließlich war ich lt. meiner Erzeuger schon immer ein eigenwilliges und damit schwieriges Kind, während meine 4 Jahre jüngere Schwester eher die Unterwürfige von uns beiden war… Wie oft durfte ich mir Sätze anhören wie „Der Klügere gibt nach!“ oder „Warum bettelst du nicht um gut Wetter wie deine Schwester?“ (Original-Ton meiner Erzeuger!) anhören!
        Wenn ich dann irgendwann mal gesagt habe, dass ich mich doch verteidigen müsse, wurde ich von meinem narzisstische Erzeuger direkt in meine Schranken gewiesen, indem er mich dann noch kindisch nachäffte!!!!
        Als ich im Erwachsenenalter manchmal erwähnt habe, dass ich gegenüber meiner Schwester ungerecht behandelt worden wäre, wurde es meist abgestritten, manchmal aber doch zugegeben. „Deine Schwester war halt leichter zu lenken“ hieß es dann von ihnen…
        Eigenwillig und dann auch noch weiblich – das passte so gar nicht in die Welt dieser patriarchalischen Familie!!!!

        Als wir später im Deutschunterricht der Mittelstufe mal das Stück „Nora oder Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen durchnahmen, bekam ich zum ersten Mal eine Ahnung, wie meine Herkunftsfamilie tatsächlich gestrickt ist und leider hat sie sich bis zur jüngsten Generation bis heute nicht verändert…!
        Genauso lernte ich eigenwillige und freche Kinder kennen, die aber nicht wie ich zum Außenseiter wurden, sondern gerade aufgrund ihrer Durchsetzungsfähigkeit eine Menge Freunde hatten, während mir meine Erzeuger immer weismachen wollten, dass ich selbst schuld sei, dass ich keine Freunde hatte, weil ich doch so böse war – irgendetwas konnte da doch nicht stimmen!!!!
        Ich war nie kriminell, habe nie Drogen genommen oder Zigaretten o.ä. geraucht, bin bis jetzt keiner Sucht verfallen, mein Abitur habe ich trotz des damaligen Rauswurfs geschafft, während meine liebe Schwester erst ein Jahr nach ihrem Abitur erstmal auf eine Sprachenschule geschickt wurde („Und dann waren wir froh, als sie nun endlich auch aus dem Haus war!“)…

        Dass ich die in Herrn Teuschels Buch beschriebene Pechmarie bin, glaube ich daher nicht, eher vielleicht das Kind überforderter oder narzisstischer Eltern – oder was würden Sie dazu sagen, Herr Teuschel?
        In Ihrem Buch konnte ich mich bis jetzt leider noch nicht so richtig in die richtige Sorte von schwarzen Schafen einordnen…

        • Peter Teuschel sagt:

          Aufgrund der kurzen Schilderung ist eine Einordnung schwierig. Und letzten Endes ist das ja auch gar nicht immer möglich oder auch erforderlich. Sie beschreiben ja schön, was zur Ausgrenzung geführt hat: das Freche, Unangepasste, Widerspenstige, Eigenwillige. Dass die Eltern damit nicht zurechtkamen, lässt am ehesten auf überforderte (oder unwillige, eingeengte, sehr konservative) Eltern schließen. Aber da kann ich nur mutmaßen, ich kenne Ihre Eltern ja nicht und will keine Beurteilungen mir Unbekannter vornehmen oder Ferndiagnosen stellen. Von „Pechmarie“ kann ich hier aber weit und breit nichts erkennen.

          • cindy sagt:

            Danke Herr Teuschel, dass Sie mich nicht als Pechmarie ansehen, denn mir wurde von meinen Erzeugern wie oft auch Faulheit unterstellt und dabei ist doch eher meine Erzeugerin, die nie in ihrem Leben gearbeitet und sich auch vor Haushalt, Kindererziehung und vielen anderen Dingen nach Möglichkeit immer gedrückt hat, diejenige, die faul ist!!!!
            Da haben wir wieder ein Beispiel, wie Eltern ihre eigenen schlechten Eigenschaften gerne in ihre Kinder hineinprojezieren, um ja selbst nicht schlecht dazustehen – auch das ist mir erst nach dem Kontaktabbruch so richtig klargeworden!!!!
            Kontaktabbruch kann also auch dazu dienen, dass man sich über manche Dinge bewusst wird, die man vielleicht unter Beibehaltung des Kontaktes niemals so gesehen hätte!

            • Kiwi sagt:

              Liebe Cindy,
              mir ging es wie dir. Ich bin die Unangepasste, die Dinge hinterfragt, nicht pariert und den autoritären cholerischen und narzisstischen Vater provoziert. Wie passend war da ein Satz im Struwwelpeter: Und die Mutter blicket stumm….. Genau so ist es noch heute bei meinen Eltern. Ich betrachtete mich jahrelang als Pechvogel. Pech, in die falsche Familie geboren zu sein. Dank ihres Buches Herr Teuschel wurde mir bestätigt, was ich jahrelang vermutete. Meine Familie konnte einfach nicht mit mir umgehen, war überfordert, weil ich mich deren System nie anpasste.
              Den Kontakt habe ich noch nicht abgebrochen, jedoch drastisch reduziert auf die nötigsten Familienfeiern. Aufgrund des Alters meiner Eltern und der Krebserkrankung meiner Mutter bin ich mit meiner Familie an Weihnachten wieder dort und hoffe, dass es mich emotional nicht wieder mitnimmt, wenn meine Geschwister ihr inniges Verhältnis demonstrieren.
              Mir wurde und wird immer Neid vorgeworfen. Neidisch auf deren Leben bin ich überhaupt nicht.
              Gruß, Kiwi

              • cindy sagt:

                Liebe Kiwi,

                der Kontaktabbruch ist vielleicht oft nur eine Frage der Zeit und hängt auch davon ab, wie lange man bereit ist, sich diese Demütigungen noch weiter gefallen zu lassen…
                Ich war mit meiner Familie am Ende auch immer seltener bei meinen Erzeugern, weil ich gemerkt habe, dass wir dort im Grunde nicht willkommen waren, was sie uns immer häufiger spüren ließen – nach dem gefühlten 100sten Mal „Nächstes Jahr sind wir in der Karibik!“ ist einfach das Maß voll und man hat einfach keine Lust mehr, quasi darum betteln zu müssen, zu Besuch kommen zu dürfen…
                Ich habe dann einen Schlussstrich gezogen, indem ich einfach nicht mehr bei meinen Erzeugern angerufen habe – sie haben sich von sich aus sowieso so gut wie nie bei mir gemeldet und ich wollte denen einfach nicht mehr weiter hinterherlaufen…

                • Kiwi sagt:

                  Liebe Cindy,
                  du hast recht, es ist eine Frage der Zeit. Seit Sommer hat meine Mutter Krebs, wer weiß wie lange es noch geht. Mein Vater wird immer schwerhöriger und vergesslicher.
                  Mit meinen Schwestern rede ich nur das Nötigste und habe keinerlei Erwartungen mehr. Den Weihnachtspflichtbesuch haben wir gut überstanden.
                  Ich fiel in kein Loch, sondern bin dankbar, dass ich einen wundervollen Mann und ebenso wundervolle Kinder habe, die voll hinter mir stehen.
                  Ein gutes Neues Jahr 2017 wünsche ich dir.
                  Gruß, Kiwi

                • cindy sagt:

                  Liebe Kiwi,

                  ein gutes Neues Jahr 2017 – das wünsche ich dir und allen anderen hier auch!!!!

                  Ein Kontaktabbruch zwischen Kindern und Eltern geschieht nicht einfach so aus einer Lust oder Laune heraus – oft ist es ein jahrelanger Prozess und am Ende nicht mehr zu vermeiden… Dieses ewige Getue meiner Herkunftsfamilie hätte ich mir vielleicht noch jahrelang angetan und wäre dabei immer mehr kaputtgegangen… Ich wollte einfach nicht begreifen, dass ich bei den Besuchen eigentlich immer nur gerade mal so geduldet wurde – meine Erzeuger wollten nur etwas Unterhaltung in ihrer sonst vermutlich immer langweiliger werdenden „Super-Ehe“ und dazu brauchten sie meine Kinder und die Arbeit wollten sie dagegen aber nicht haben, haben diese lieber vollständig uns Eltern überlassen… Faule verwöhnte Neureiche eben, die sich aus dem Leben nur noch die Rosinen herauspicken möchten und denen andere Menschen im Grunde egal sind – selbst wenn es ihre eigenen Kinder und Enkel sind…
                  Die sind wahrlich nicht gestraft durch den Kontaktabbruch, im Gegenteil: Jetzt können sie ihr Leben in vollen Zügen genießen und brauchen sich um niemanden mehr zu kümmern, außer sich selbst…

  5. maro sagt:

    Wie auch immer man sich entscheidet, Kontakt oder Kontaktabbruch, es sind die Zusammenhänge mehrerer Faktoren auf Seiten des Schwarzen Schafs und auf Seiten der Familie und die daraus entstehenden Bedingungen für das Schwarze Schaf und für jedes einzelne Familienmitglied auf jeweils individuelle Weise.
    Die Zusammenhänge mit ihren verschiedenen Variablen tragen zur Wirksamkeit bei und damit zu den Konsequenzen für jeden Einzelnen. Es gibt ständig Wechselwirkungen. Negative und Positive.
    Beispiel: Wer sein Kind benachteiligt, gestaltet eine Beziehung, die nicht nur das Kind schädigt, sondern auch sich selbst, da daraus Konsequenzen folgen, die der Erwachsene genauso zu tragen hat wie das Kind. Das Ungleichgewicht zwischen Erwachsener und Kind habe ich dabei nicht berücksichtigt, da dies eine Frage der Verantwortung ist. Das Kind muss mit der Benachteiligung fertig werden, der Erwachsene mit den Folgen, z. B. Rückzug des Kindes im Erwachsenenalter.

    • Roswitha sagt:

      Ja, Maro.. Die Eltern schädigen sich selbst, im Umgang mit ihrem Schwarzen Schaf Nachwuchs. Denn sie werden durch ihre Missbrauchshandlung noch narzisstischer. Das ist so, als ob wir einem Spielsüchtigen Geld geben würden,
      einem Drogensüchtigen die Drogen usw.
      Also wenn wir nun den Kontakt abbrechen, dann stoppen wir diesen Kreis. Der Abbruch ist somit eine Handlung der Liebe und nicht Rache.
      Für Schwarze Schafe ist dieser Schritt eine Chance zur Echtheit und zum authentischen Erleben von sich selbst.
      Ich habe doch vor dem Kontaktabbruch schon alles versucht.
      Was hätte ich denn noch tun sollen?
      LG

      • Roswitha sagt:

        Zum Thema Kontaktabbruch hätte ich noch eine Ansammlung von Gedanken:
        Ich muss einen Weg gehen. Er muss mich hinweg führen von der Heuchelei und der unmöglichen Anpassung in ein System Familie. Er soll mich zur Authentizität und Freiheit führen.
        Damit diese Entwicklung gelingt, muss ich von dem ablassen, was meinem Weg hinderlich ist.
        Denn der Umgang in Ursprungsfamilie bringt mich nicht ans Ziel. Wie schon erwähnt, hab ich im Kreise meiner Familie schon alles erdenkliche versucht. Also muss ich diesen Weg gehen außerhalb der Situation.
        Jetzt habe ich die Ruhe, darüber nachzudenken was zu tun ist.
        Mein Ziel ist es, das Glück zu finden. Es geht auch hier, bei diesem Abstand nicht um Rache. Denn ich wünsche meinen Eltern genau – ebenfalls das Glück. Nur ist es nicht meine Aufgabe, sie zum Glücklich sein zu führen.

        Im Christentum wird gesagt, dass der Weg zum Paradies, – ein Weg von Hier nach Dort sei. Im Buddhismus wird gesagt, dass der Weg zum Nirvana, ein Weg von Dort nach Hier ist.
        Dann möchte ich lieber den Weg zum Hier wählen. Was für ein Glück! Wenn ich den christlichen Weg genommen hätte müsst ich hier weg. Das traue ich mich zu sagen, obwohl ich Christ bin. Aber das Christentum befürwortet auch das Leben und nicht den Tod. Trotzdem erdenken Christen das Paradies erst nach dem Sterben. Leider wählen manche Menschen den Freitod, um Freiheit zu finden. An die, möchte ich mit Liebe denken. Aus buddhistischer Sicht, sind sie aus einer Welt geflohen die möglicherweise das Paradies sein könnte. Vorausgesetzt, wenn sie die Weisheit von Buddha erreicht hätten. Na das schaffen wir alle doch mit links. Weisheit haben wir doch alle. 🙂 Also landen wir alle hier im Glück.

        Wenn ich nun räumlich den Abstand gewählt hatte, dann bringt es mich nicht hin zur vollkommenen Freiheit. Solange ich hier schreibe, ein Schwarzes Schaf zu sein und erwähne dass meine Eltern narzisstisch sind. So halt ich an meinem Leiden fest – und bin immer noch gefangen in meiner Unfreiheit. Was sollte ich stattdessen denken?

        Meine Eltern haben in mir immer das gesehen, was ich nicht bin, aber nach ihrer Vorstellung sein sollte. (Nach dem Motto: Sei so wie du nicht bist, dann lieben wir dich und akzeptieren dein Sein)
        Jetzt komme ich, und sehe in meinen Eltern, was sie nicht sind, aber, nach meiner Vorstellung sein sollten.
        Ich imitiere ihr Verhalten also.
        Wenn ich HIER IM NIRVANA ankommen möchte, darf ich aber mein Denken und Handeln – nicht selbst verurteilen. Sondern, Solidarität zu dem was ich bis jetz geschrieben und gedacht habe empfinden. Ich verurteile auch andere Menschen nicht, die es aussprechen und denken, Opfer zu sein.
        Ich merke nur, dass es mich nicht weiter bringt, wenn ich an meiner alten Rolle haften bleibe in meinem Denken.
        Alles ist wandelbar. Eine Blume, war früher Erde und ist später verwelkt.

        Ich habe in früheren Kommentaren erwähnt, dass mein Bewusstsein, entscheiden möchte, wer ich sein soll und diese Entscheidung selbstverwirklichen möchte.
        Wie auch mein Bewusstsein diese Entscheidungen trifft, könnte also auch meine Seele Entscheidungen treffen. Was wäre nun, wenn meine Seele gewählt hätte ein tapferes Herz zu haben, welches Schwierigkeiten stand halten könnte. Dann wäre meine Familie sozusagen ein Paradies für die Selbstverwirklichung meiner Seele, die tapfer und geduldig sein möchte.

        Ebenfalls hatte ich schon in früheren Kommentaren erwähnt, dass meine Eltern das authentizische Erleben dürfen, meiner bewussten Entscheidung, wer ich sein möchte, mit meinen echten Emotionen, abgelehnt hatten. Das kann ich jetzt nicht verändern.
        Was ich jetzt machen könnte ist; Ich könnte die getroffenen Entscheidungen meiner Seele annehmen.
        Ist es nicht auch ein spannendes Erlebnis was geschehen ist? Hätte ich nicht hier alle Kommentare lesen dürfen und alle hier kennen lernen sollen? Was ich gelesen und erfahren habe. usw. Die Medaille hat eine positive Seite.

        Ich stelle mir meine Seele vor, wie sie ein Kind ist und lernen möchte. Sie möchte erleben und verstehen und ausprobieren wozu sie fähig ist – und wer sie selbst ist. Wieviel Liebe steckt eigentlich in unser aller Seelen?
        Um zu lernen, bittet sie also ihren Vater, ihr ein Spielzeug zu geben.
        Sie bekommt Bauklötze, die sie sich selbst ausgesucht hat.
        Die Bauklötze sind doof und nervig. Sie lassen nichts mit sich anfangen und lassen sich nicht übereinander stapeln. Also weint die Seele und ist frustriert.
        Vielleicht müsste meine Seele, sich nicht selbst verurteilen für ihre Wahl – und einfach, – wenn sie aus diesem Spiel heraus gewachsen ist- ein anderes Spiel wählen. So wie Kinder sich einfach trösten lassen, wenn sie beim Spielen Frust erleben, und weiter machen, oder auch ein anderes Spiel wählen.
        Unsere Situation mit unseren Eltern ist auch nur ein Erfahrungsspiel.
        Der einfachste Weg, um Etwas Belastendes los zu werden ist; Ich nehme dieses Etwas an und schrieb es nicht vor mir her.

        Ich weiß es doch selbst nicht, was für mich noch zu tun und zu denken ist um im Hier zu verweilen. Ein achtsames munteres Erleben des Alltags ohne das zurück Erinnern was anderes oder besser hätte laufen sollen. Was jetzt besser laufen würde, wenn das Gestern anders gewesen wäre. Usw.
        Diese Gedanken laufen ständig vorweg und vernebeln die Sicht, zu erkennen, ob ich nicht eigentlich am gewünschten Ziel bin. Einfach Vertrauen haben und geduldig nachdenken! Es ist auch damit zu Rechnen, dass es auch manchmal Rückschläge gibt im Vorwärts kommen.
        Das ist auch nicht tragisch. Es geht immer zwei Schritte vor und einen zurück. Irgendwie werden alle ankommen am Ziel.
        LG

      • cindy sagt:

        Egal, was du getan hättest, liebe Roswitha, es hätte nichts genutzt und der Kontaktabbruch war auch in deinem Fall noch das Vernünftigste, was du tun konntest! Den Vergleich mit einem Süchtigen finde ich sehr passend – man hilft ihm am besten, wenn man ihm nicht das gibt, was seine Sucht noch nährt, sondern sich zurückzieht, ihn zumindest vorerst mal „in den Dreck fallen“ lässt und das dient zusätzlich auch dem Wohl des Co-Abhängigen…
        Leider wirkt dieser Rückzug sowohl bei einem Süchtigen als auch bei unseren Herkunftsfamilien nur dann, wenn sie keine anderen Quellen (mehr) haben, aus denen sie ihre „Sucht“ noch befriedigen können – dann entsteht bei denen nämlich kein Leidensdruck und somit gibt es für sie auch keinen Anlass, sich zu ändern… Oder sie geben die Schuld für ihr Leiden einfach den anderen, insbesondere dem schwarzen Schaf und auch dann wird für sie kein Anlass bestehen, auch mal an sich selbst zu arbeiten und dann wird sich auch für das schwarze Schaf nichts zum Positiven ändern…

  6. osterhasebiene langnase sagt:

    Wenn sie in einer Familie immer wieder sagen: „Uns steht alles zu und dir nichts“ (und sie haben „ihre“ Gründe für diese Sichtweise), dann sage ich in letzter Konsequenz: „Ja, ihr könnt alles haben. Aber ohne mich.“ Besser gehen (und für sich selbst sorgen) als um jeden Krümmel kämpfen/betteln, der einem gnädig angeboten wird, der in ihrer unermesslichen Großzügigkeit für einen abfällt. Man fühlt sich in solchen Familien immer als der Bettler und Bittsteller (egal wie viel man tatsächlich kann und besitzt). Zeigt man dann aber mal Selbstbewusstsein (ich habe dieselbe Rechte, ich wurde auch geliebt und gewollt), dann schlägt die falsche Großzügigkeit sofort in offenen Hass um. So erkennt man, mit wessen Geistes Kind man es zu tun hat. Sie kontrollieren und bestimmen, was einem zusteht und was nicht. Man selbst hat darüber nicht die geringste Kontrolle. Das nenne ich Psychoterror.

    • cindy sagt:

      Da fällt mir nur wieder der vielsagende Satz ein, den ich mir von meinem Erzeuger anhören durfte. „Warum bettelst du nicht um gut Wetter wie deine Schwester?“
      Solche Familien fühlen sich wie Gott, es grenzt schon fast an Blasphemie…!

  7. maro sagt:

    Danke, Roswitha, für den Beitrag.
    Es ist eine menschliche Tragödie, aus der manche den Weg finden und manche nicht.
    Eine Verurteilung möchte ich nicht vornehmen. Alle Betroffenen sind in diesem schädigenden System verstrickt. Als Erwachsener tragen wir Verantwortung gegenüber Kindern, die noch nicht soweit entwickelt sind. Es ist eine Chance für Eltern, wenn ihre Kinder Signale setzen. Schmerz innerlich zu betrachten ist nicht leicht. Aber ein Weg, der vielleicht zusammenführt.

  8. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe schwarze Schafe,

    ich sage Euch eins: Ich gehe da nie nie wieder hin! Mir kommt bei dem Gedanken schon tausendfach die Kotze! In meiner Familie (Geschwister) wurde ich rumgereicht und behandelt wie ein Flittchen. Was immer kommen mag, mich bringen keine zehn Pferde mehr in diesen Dunstkreis. Ich habe mich so geschämt. Für mich sind Familientreffen der wahrste Hexensabbat. Das alles konnte ich vor vielen Jahren nicht mal richtig fühlen (ausser durch Angst), so taub und abgestumpft war ich schon.
    LG

  9. Justina sagt:

    Ad Schwarze Schafe generell:
    Ich möchte hier nur noch einen (uralten) Literaturtipp geben, auf den ich rein zufällig beim Kramen gestoßen bin: Heinrich Böll, Die schwarzen Schafe. Böll wurde dafür kurz nach dem Erscheinen dieser Erzählung 1951 als noch nicht sehr bekannter Schriftsteller mit dem Literaturpreis in Bad Dürkheim ausgezeichnet. Justina

  10. osterhasebiene langnase sagt:

    Dafür, dass meine Geschwister verprügelt und psychisch misshandelt wurden und ich nicht (durch meine Eltern), dafür kann ich mit Sicherheit überhaupt nichts, auch dafür nicht, dass ich Papas Nesthäkchen war…Es tut mir aufrichtig leid! Da hatte ich wohl einfach verdammtes Glück und ich bin froh und dankbar, dass meine Seele nicht so zerstört wurde.

    • Roswitha sagt:

      Vielen Dank, Justina! Der Vorschlag hat mich interessieret.
      Es gibt noch zwei Ikonen die ebenfalls sehr hilfreiche Interviews und Referate im Internet anzubieten hätten. Umzwar: -Hans-Joachim Mazz und -Arno Gruen

      Osterhasenbiene Langnase, kann ich gut verstehen.

      Viel Spaß beim zuhören der beiden klugen Köpfe LG

  11. osterhasebiene langnase sagt:

    In einem Buch über Naturtherapie (Autor leider nicht zur Hand) sagt der Autor, dass unsere Erde letztendlich einzig und alleine durch gesunden und oft so verpönten Narzissmus gerettet werden kann (nicht durch staatliche Intervention), wenn Menschen sich für die gesunde Selbstliebe entscheiden und die daraus folgenden Konsequenzen ziehen. JA und NEIN jedes Einzelnen entscheidet über die Zukunft auf diesem Planeten. Davon bin ich auch überzeugt.

    In diesem Sinne wünsche ich allen schwarzen, weißen und andersartigen Schafen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr

  12. osterhasebiene langnase sagt:

    Mein Buchtipp (zu Kommentar oben): „Ökopsychologie – Der entwurzelte Mensch und der Ruf der Erde“ von Theodore Roszak

    • cindy sagt:

      Gesunder Narzissmus ist nie gefährlich, im Gegenteil…

      Ich wünsche allen hier ein gutes Neues Jahr, dass wir alle hier einen gesunden Narzissmus pflegen und diesen vom schädlichen Narzissmus klar unterscheiden können!!!!

  13. osterhasebiene langnase sagt:

    Hallo liebe schwarze Herde,

    vielleicht kann der eine oder andere mit dieser Geschichte etwas anfangen:
    Die russische Version des „Aschenputtels“ finde ich persönlich noch viel schöner und heilsamer, als die Grimmsche. Darin wird die Entwicklungsgeschichte und (Er-)Lösung von Aschenputtel noch stärker herausgearbeitet, die „Rettung“ durch den Prinzen fehlt völlig. Aschenputtel heißt hier Vasalisa. Sie lebt unter ähnlichen Umständen: (pathologisch) narzisstische Stiefmutter und zwei Stiefschwestern demütigen, verspotten sie und lassen sie die niedrigen Arbeiten verrichten. Einer ihrer Hauptaufgaben besteht darin das Herdfeuer im Haus
    zu hüten (sie hat so auch Macht über die Frauen, denn diese können sich nicht selbst (er-)wärmen, zeigt aber auch den dauernden emotionalen Missbrauch). Eines Tages beschließen die drei Frauen Vasalisa endgültig loszuwerden, denn sie sind zu neidisch auf ihre Schönheit und Tugendhaftigkeit. Deshalb löschen sie das Herdfeuer (riskieren so auch ihr eigenes Leben) und schicken Vasalisa in den Wald zur Hexe Baba Jaga, um neue Glut zu holen. Sie wissen, dass die Hexe jeden auffrisst, der sich ihrem Häuschen nähert. So denken sie, Vasalisa für immer loszuwerden. Natürlich klappt der Plan nicht, sonst wäre das Märchen ja zu Ende!
    Vasalisa macht sich auf den Weg zur Hexe Baba Jaga. Sie hat einen „Helfer“, von dem die bösen Frauen nichts wissen. Die leibliche Mutter hat Vasalisa vor ihrem Tod eine Puppe geschenkt, die genauso aussieht wie Vasalisa selbst (inneres Kind, Intuition). Mit Hilfe dieser Puppe findet sie problemlos den Weg zur Hexe. Das Hexenhäuschen steht auf Hühnerfüßen, die sich bewegen und ist von einem Zaun aus Knochen und aufgespießten Totenschädeln umgeben. Die Hexe stürzt sich sogleich auf Vasalisa, um sie zu töten. Dann lässt sie sich aber doch auf einen Deal ein: Vasalisa muss drei Aufgaben erfüllen: 1. der Hexe Essen kochen und mit ihr essen (das Böse annehmen und in sich aufnehmen) 2. das Hexenhäuschen aufräumen (das Böse integrieren und einen Platz zuweisen) 3. aus der Asche im Ofen innerhalb einer Nacht alle Linsen heraussuchen und auf einen Haufen legen. Die beiden ersten Aufgaben erledigt Vasalisa ohne Schwierigkeiten. Bei der dritten Aufgabe fühlt sie sich überfordert und fragt ihr „inneres Kind“, die Puppe, um Rat. Diese sagt, dass sie sich keine Sorgen machen brauche und sich nur Schlafen legen solle. Am Morgen sei alles erledigt (Vertrauen in die Selbstheilungskräfte, im Schlaf trennt sich Brauchbares von Unbrauchbarem, nicht in Aktionismus fallen) Vasalisa vertraut der Puppe und am Morgen ist alles getan, alle Linsen sind von der Asche getrennt. Die Hexe ist zufrieden, will Vasalisa aber immer noch nicht gehen lassen und stellt eine Zusatzaufgabe. In der kommenden Nacht muss sie aus einem Erdhaufen vor dem Haus alle Mohnsamen heraussuchen und von der Erde trennen. Gelingt es nicht, so müsse sie sterben. Auch diesmal legt sich Vasalisa auf Anraten der Puppe schlafen und am Morgen liegen alle Samen säuberlich getrennt von der Erde auf einem Haufen. Die Hexe gibt Vasalisa nun die gewünschte Glut in einem aufgespießten Totenschädel und schickt sie fort, ohne ihren Dank anzunehmen (Vasalisa ist frei und nicht in der Schuld der Hexe). Den Weg findet sie mithilfe der Puppe, der Totenschädel gruselt sie aber so entsetzlich, dass sie ihn am liebsten von sich schleudern möchte. Dieser spricht ihr jedoch immer wieder Mut zu (auf dem Nachhauseweg muss sie sich allen Lebenslügen und Illusionen stellen und sie „verbrennen“, sich der eigenen Wahrheit stellen). Die Stiefschwestern und Stiefmutter sind sehr erschrocken, als sie Vasalisa wiedersehen, aber auch froh, weil sie es nicht fertiggebracht haben, das Feuer im Ofen neu zu entfachen. Dann sehen sie, dass Vasalisa sich verändert hat (sie ist sich ihrer eigenen Kraft bewusst geworden) und die Frauen erkennen in ihr ihre eigene Kleinheit und verwandeln sich sogleich in drei Aschehäufchen. Von nun an lebt Vasalisa zufrieden und glücklich…mit oder ohne Prinz.
    Was für die (Selbst-)Entwicklung also notwendig sind (laut Märchen): Mut, dem Tod zu begegnen, Vertrauen in die Selbstheilungskraft und Intuition sowie Geduld und Ausdauer. Mehr von solchen Entwicklungsgeschichten findet man in dem Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinola Estes, Psychoanalytikerin (nach der Lehre von C.G. Jung) und Geschichtenerzählerin.

  14. osterhasebiene langnase sagt:

    Kontaktabbruch ist das Mittel der Wahl, wenn…
    – es hilft, die eigene Wahrheit und Integrität zu schützen, z.B. Familienmythen nicht weiterhin aufrecht erhalten, wie: Wir sind eine uns gegenseitig liebende und unterstützende Gemeinschaft, wenn das Empfinden ein völlig anderes ist, wie, die Familie ist der erbittertste Konkurrenzkampf und jeder sucht nur seinen eigenen Vorteil auf Kosten des anderen (wobei es Bündnisse gibt, die einen Schwächeren ausbeuten)
    – es hilft, in die eigene Stärke zu kommen und sie zu schützen (vor dauernder Abwertung)
    – es dem Aufbau eines eigenen funktionsfähigen Lebens dient (Autonomie)
    – es deutlich macht, in welchem Ausmaß die Schuldzuweisung der Familie absurd und ungerechtfertigt ist
    – es die Würde und den Wert des eigenen Lebens wieder bewusst macht
    – es hilft Symptome wie Angst und Panik z.B. in Kreativität und Mut zu verwandeln
    – wenn man erkannt hat, dass Beziehungen zu manchen Menschen toxisch sein können und man sich bewusst abgrenzen darf (emphatische Menschen und gestörte Narzissten= toxischer geht nicht!!!)
    – es ein Signal ist, dass Dinge sich ändern müssen (Entwicklungschance für alle Beteiligten, wobei keiner verantwortlich ist für die Entwicklung des anderen)
    – es die Lebensfreude und Vitalität deutlich steigert und es einfach eine Erleichterung des Lebens darstellt, man das Gefühl hat, eine Bürde und Last abgelegt zu haben
    – wenn materielle Verluste die gewonnene Lebensfreude um ein vielfaches überwiegen
    – wenn man wieder frei atmen kann
    – wenn das wunderbare Gefühl der Selbstwirksamkeit zurückkehrt
    – es hilft, die Realität zu erkennen und sie für das eigene Leben zu nutzen
    und und und
    (soweit aus meiner persönlichen Erfahrung)
    LG

  15. osterhasebiene langnase sagt:

    …und Kontaktabbruch hat sich vor allem (!!) dann gelohnt, wenn man seine eigene Empathie-Fähigkeit (wieder) ausleben darf – ohne gnadenlos ausgenutzt zu werden und man sich somit als vollständiges menschliche Wesen fühlen darf (statt als Mangelwesen). Die Einschränkung der Empathiefähigkeit in der Familie war (in der Vergangenheit) notwendig, um zu überleben. Das, glaube ich, ist der Hauptgewinn.

  16. osterhasebiene langnase sagt:

    @maro: zur Traumaheilung (bezgl. Barbara Kiesling „Sie küssten und sie schlugen sich“) Ich verstehe Ihre Ausführungen voll und ganz. Das Problem soll bei der Wurzel angepackt werden, der Eiter aus der Wunde gedrückt und das Problem ein für alle mal beseitigt werden: eine sehr logische und konsequente, aber auch mechanistische Vorstellung, die so leider nicht funktioniert, auch nicht bei bestem Willen. Leider führt es oft zum Gefühl des Versagens und zu Frustration. Ein Problem kann nicht auf dem selben Weg gelöst werden, auf dem es es entstanden ist, das hat übrigens schon Einstein erkannt. Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Trauma beschäftigt. Ein Problem entsteht auf der psychischen Ebene und kann letztendlich nur auf der spirituellen Ebene (erweiterte Wahrnehmung) gelöst werden. Schmerz verursacht immer wieder neuen Schmerz (und neue Abwehr) und damit neues Trauma. Unser Körper unterscheidet nicht zwischen gutem (heilsamem) und schlechtem Schmerz. Einsicht ja, Verzweiflung nein. Also geht es letztendlich um Akzeptanz und Verzeihen, das Geschehene (wobei Erinnerung nicht Realität bedeutet) kann dann mit anderen Augen gesehen und neu bewertet werden. Die heutige Traumatherapie meidet in jedem Fall Re-Traumatisierung und stützt sich viel mehr auf Ressourcen-Arbeit. Leid und Schmerz sind aber gute Motivationen (wenn nicht die besten!) um Dinge zu verändern und neue Wege zu suchen.

    • maro sagt:

      In Kliniken mit psychosomatischer Abteilung und Fachärzten für Neurologie und Psychiatrie, sowie Kunsttherapeuten und weiteres Fachpersonal werden die Ressourcen des Patienten gestärkt, Kräfte wiederbelebt und hilfreiche Methoden gegen akute Stimmungen erlernt, um z.B. eine schwere Erschöpfung so gut wie möglich zu reduzieren und zu stabilisieren. Ein 6 – 8-wöchiger Aufenthalt wäre viel zu kurz, um eine tiefenpsychologische Behandlung wie beim ambulanten Psychotherapeuten durchzuführen. Sinn und Zweck eines solchen Klinikaufenthalts ist die Stabilisierung und Verbesserung des Gesundheitszustandes auf körperlicher und psychischer Ebene. Traumata werden durch Ärzte und Therapeuten selbstverständlich nicht geöffnet.

      Es gibt die Möglichkeit über die EMDR-Methode an einem Trauma zu arbeiten. Diese Methode ist relativ jung. Dafür gibt es speziell ausgebildete Traumatherapeuten, die zahlenmäßig weit weniger vorhanden sind, als tiefenpsychologisch arbeitende Psychologen/Psychotherapeuten.

      In der Psychotherapie wird zuerst an der Stabilisierung und Stärkung des Patienten gearbeitet, nachdem das Vertrauensverhältnis gebildet wurde. Erst wenn der Patient stabil genug ist, werden die Probleme angegangen. Auch Traumata! Durch das Vertrauen zum Therapeuten ist es dem Patient möglich sich den Themen zu stellen. Es ist der hierfür notwendige Halt durch den Therapeuten vorhanden. Dieser Halt ermöglicht die nähere Betrachtung der Traumata und darüber hinaus Schritt für Schritt die Integration ins Bewusste. Diese Methode ist alles andere als mechanisch! Es ist ein lebendiger Prozess! Dies erfordert Wille und Mut seitens des Patienten. Ein großer Leidensdruck kann den Weg in die Psychotherapie ebnen.

      Aber nicht jeder sucht die wirkliche Klärung seiner Themen. Manche bleiben lieber in der Opfer- und Vorwurfshaltung oder sind noch nicht bereit für diesen Schritt.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        In den verschiedenen Ansätzen (z.B. somatisch-emotionale-Integration) zur Trauma-Heilung (Schock-und Entwicklungstrauma) wird -vereinfacht gesagt- versucht aus dem Kopf (Als-Ob-Schleife) wieder vermehrt in den Körper zu gelangen, zu spüren und zu reagieren, also das Wiedererlernten des ganzheitlichen Fühlens/Seins. Schamanische Praktiken tun hier nichts anderes: Die Seele soll wieder in den Körper zurückgeholt werden. Daher greifen linkshemisphärisch- rationale Therapieformen (Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, auch Kunsttherapie…)hier überhaupt nicht. Es bleibt bei ichzentrierter Nabelschau, was neue Probleme mit sich bringt.
        Das WIE des Gesagten ist viel wichtiger als das WAS (Kommunikation mit dem ganzen Sein), Körpersprache kommt an. Der Mensch ist kein rigides, sondern ein offenes System, d.h. jede Einwirkung/Beeinflussung von außen führt zur Veränderung des gesamten Systems. Eine Rückkehr in den Ur-Zustand ist nicht möglich, es findet immer eine Weiterentwicklung und Umstrukturierung statt. Daher hat „Klärung“ für mich in diesem Zusammenhang einen eher negativen Beigeschmack, denn geklärt kann eigentlich nichts werden. Die Seele ist keine Maschine, die man reparieren kann.

        Menschen vorzuhalten sich nicht genug um „Klärung ihrer Themen“ zu bemühen, finde ich persönlich eine sehr überhebliche und arrogante Haltung, die nicht auf Menschenliebe und Achtung basiert. Ich bin davor leider auch nicht immer gefeit – muss ich fairerweise zugeben!

  17. Ein Mann sagt:

    „„eigene Stellung zu halten“ , also im Kontakt mit diesen Menschen zu bleiben und sich gegen Benachteiligung zu wehren.“

    Pure Energieverschwendung!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Lieber Ein Mann,
      ganz im Gegenteil: Es ist nicht Zeitverschwendung, denn solange du nicht weißt und zwar ganz genau weißt, WARUM sie „es“ getan haben, tappst du im Dunkeln und immer wieder in die gleiche Falle, suchst „Kompromisslösungen“, die keine sind, sondern das gleiche in Grün. Früher dachte ich auch so wie du. Nichts wie weg! Ich weiß jetzt -in meinem Fall- warum sie mich gemeinschaftlich (eiskalt) geopfert hätten. Das gibt ein ganz neues Selbstbewusstsein und vor allem die endgültige ERLAUBNIS zu gehen und sein eigenes Leben voll und in ganzen Zügen zu leben.
      Bei mir sollten psychische Defizite (um es mal gelinde auszudrücken!) stabilisiert und unsichtbar gemacht werden. Dafür habe ich mich opfern sollen. Beide Haupttäter (meine Schwester und später mein Mann) hatten das große Primär-Beziehungstrauma, dass sie kein bisschen bedingungslos geliebt wurden. Daher konnten sie sich NUR mit Menschen sicher fühlen, die all ihre Wünsche unterdrückten und sich GANZ für sie zur Verfügung stellten. Das war der große Missbrauch, der von den anderen Familienmitgliedern zwar gesehen, aber vertuscht, verheimlicht und mitgetragen wurde (aus Hass, Rache?). Eine gigantische Fassade sollte aufgebaut werden, zur Stabilisierung musste sich ein Doofi (ich!) opfern. Ich habe lange gebraucht, um mithilfe meines Studiums (psychologische Interpretation), eigener Forschung, mir wohlgesonnener Menschen, konsequenter Beobachtung und natürlich der Schwarzen Herde herauszufinden, welches pechschwarze Spiel gespielt wird.
      Es ist ein großes Unrecht an Einzelnen und jeder Fall hat eine ganz eigene Geschichte. Weglaufen nützt gar nichts! Jeder Fall ist lösbar. Es lohnt sich immer, detektivisch tätig zu werden, weil das wirklich in die Freiheit führt und die Angst nimmt, mit der das schwarze Schaf ständig geködert wird.
      Viele liebe Grüße
      OL

      • cindy sagt:

        Ursachen klären und detektivisch tätig werden, um sich über seine Situation als schwarzes Schaf klar zu werden, ist wichtig!
        Wenn man aber trotz aller Klärungsversuche immer nur auf Unverständnis seitens der Herkunftsfamilie stößt, ist die Aufrechterhaltung des Kontakts tatsächlich Energieverschwendung!!!!

  18. Lucy30 sagt:

    Auch ich bedanke mich für den Text von Herrn Teuschel,
    Ich bin jetzt 57 Jahre und musste bis vor kurzem wieder demütigendes Verhalten seitens meiner Mutter erfahren. Um mich selber zu schützen, sehe ich mich gezwungen, den Kontakt zu meiner Mutter für mehrere Monate abzubrechen. Denn seit ca. 6 Monaten zieht mich schon bei jedem Treffen herunter.
    Ich bin seit meiner Kindheit der Sündenbock der Familie. (unehelich geboren und das noch von einem ausländischen Vater, das war damals ein Makel). Wenn ich von ihren Geschwistern angegriffen wurde, hat sich niemals verteidigt und das bis heute nicht. Ich war weder kriminell noch habe ich starke Drogen genommen. Ich habe studiert und ein Projekt vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Da hieß es von ihr: Ach, ob das überhaupt jemand kauft! Untermalen mit einer

  19. Lucy30 sagt:

    ablehnenden Handbewegung.
    27 Jahre lang, suggerierte sie mir, dass der Familienhund wegen mir gestorben sei. Ich war daran schuld. Als ich dann nachfragte hieß es: Der Hund war alt und hatte einen Herzinfarkt. Weitere Eigenschaften meiner Mutter: eitel, will ständige Bewunderung, unangemessene Kommentare und abwertende Sätze bezügl. meiner Person, streitet ab, bestimmte Dinge gesagt zu haben, bei Gegenrede hinsichtl. sachlicher Themen wird sie aggressiv und bezichtigt mich aggressiv zu sein und meint plötzlich ich sei neidisch auf ihr Leben, keine Umarmungen seit der Kindheit usw. Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Narzissmus und denke, dass meine Mutter zumindest viele narz. Eigenschaften besitzt.
    Nach dem letzten Schlag vor ein paar Wochen, der mich noch bis heute beschäftigt, muss ich vorerst den Kontakt abbrechen – auch jetzt habe ich schon wieder Schuldgefühle und zweifle.

  20. Lucy30 sagt:

    Sie bezieht niemals eine eigene Stellung. Sie mauschelt mit ihrem Bruder am Telefon über mich – in meiner Anwesenheit . Das habe ich 2 mal mitbekommen. Sprach ich sie darauf an, spricht sie schlecht über ihren Bruder. Sie hat mich innerhalb der Familie nie in Schutz genommen oder verteidigt. Obwohl ihr Bruder sich wegen seit Tochter verschuldet hat.
    Ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber das führt zu weit. Leider kann ich mit meiner Therapeutin nicht ausführlich darüber sprechen, daher würde ich mich über Antworten in diesem Blogg freuen!
    Erst seit kurzer Zeit ist es mir richtig bewusst geworden, dass mit meiner Familie etwas nicht stimmt und ich gar nicht – böse – bin, sondern ich in diese Rolle gezwungen wurde. Ich bin aber immer noch unsicher.

    • Lucy30 sagt:

      Danke für den Link!

      Ich für meinen Teil habe mich jetzt erst mal entschlossen, den Kontakt für eine Weile abzubrechen, da ich merke, dass es meiner Gesundheit im psychischen Sinne extrem schadet.

      Ich bin froh, hier im Blogg zu sein.

      Viele Grüße!

    • maro sagt:

      Liebe Lucy30,

      das Verhalten Ihrer Mutter kenne ich auch so. Das schwierige daran waren für mich die Verstörungen, die durch dieses Verhalten hervorgerufen wurde. Als Kind war das für mich sehr schwierig und ich zweifelte auch an mir. Als Erwachsene habe ich erkennen können, dass meine Wahrnehmung in Ordnung ist und ich konnte letztlich die Zweifel an mir ablegen hinsichtlich meiner Mutter. Ich denke, meine Mutter war sich dessen nicht bewusst, auch nicht was sie damit bei mir als damaliges Kind bewirkte. Das ist nur eine Erklärung, keine Entschuldigung. Ich kann gut nachfühlen wie verunsichert Sie sind. Glauben Sie Ihrer Wahrnehmung. Wenn die Zweifel wieder aufkommen, sagen Sie sich, dass Sie in Ordnung sind und das was Sie sehen und erleben mit Ihrer Mutter kein Irrtum ist. Trotzdem halte ich es für wichtig gemeinsam mit Ihrer Therapeutin den Sachverhalt näher zu betrachten. Sie ist dafür da. Eine nähere Reflexion schafft Klarheit und Sie kommen gestärkt aus der Sache heraus, auch wenn viele Enttäuschungen und Trauer darüber deutlich werden. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich.

      Alles Gute!
      maro

      • Lucy30 sagt:

        Ich danke dir für deine Antwort!
        Seitdem ich das Ganze gestern mal so richtig loswerden konnte, ging es mir schon besser. Außenstehende sagten immer: Aber es ist doch deine Mutter. Dadurch bekam ich wieder ein schlechtes Gewissen. Neu ist für mich, dass ihr ihr Verhalten nicht bewusst ist.
        Ich habe bald einen Termin bei meiner Therapeutin und werde mit ihr übe

      • Lucy30 sagt:

        – der Button zum Absenden war wieder weg – ihr über das Thema nochmal sprechen. Nochmals vielen Dank und liebe Grüße! Lucy

        • cindy sagt:

          Liebe Lucy30,

          „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!“
          Ungewollt Kinderlose können diesen Satz so nicht unbedingt unterschreiben, alle anderen schon…!
          Es gibt einfach Menschen, die sollten besser keine Kinder in die Welt setzen, zu denen gehören meine Erzeuger auch und deshalb kann ich sie einfach nicht mehr „Eltern“ nennen!!!!

  21. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe Lucy30,
    meine Erfahrung mit Trennung von Menschen, die einem nicht gut tun, ist: das gemeinsam- verbindende suchen. Das ist oft ein Schmerz (Enttäuschung, Zurückweisung, Herzlosigkeit…). Es verbindet Menschen im negativen/destruktiven Sinne. Man kommt von der verletzenden Person erst los, wenn man sich von diesem Schmerz lossagt (den Originalschmerz findet). Da man ohne den Schmerz nicht glaubt leben zu können, weil dann ein Loch da wäre, klebt man daran. Es ist wichtig, parallel dazu ein Gegenprogramm zu starten, das alle negativen Denkmuster entlarvt. Zur Stärkung ist es gut, alle möglichen Ressourcen zu mobilisieren und ins Feld zu führen. Alles das spielt sich auf der inneren Bühne ab. Dann erübrigt sich mit der Zeit die Frage nach Kontaktabbruch ja oder nein. Denn man sieht, dass es sowieso keinen wirklichen Kontakt gab und man den erst herstellen müsste (bei Interesse), man hat also gar nichts verloren oder zu verlieren – ausser den Schmerz. Ein Therapeut kann gut sein, wenn er unparteiisch ist. LG OL

    • Lucy30 sagt:

      Danke für die Sichtweise!

      Grüße von Lucy!

    • cindy sagt:

      Liebe osterhasebiene, in dem Punkt muss ich dir widersprechen: Ich glaube nicht, dass es völlig unparteiische Therapeuten gibt – wie du ja an deiner „tollen“ Schwester siehst, sind auch Therapeuten „nur“ Menschen… Wichtiger ist, dass der Therapeut Erfahrung hat, das Gift, das Narzissten versprühen, kennt und die „Chemie“ zwischen Therapeut und Patient stimmt…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Unparteiisch ist nicht ganz der richtige Ausdruck, ich meine, dass der Th. nicht in Resonanz mit dem Leid des P. gehen soll – so wie das meine Schwester eben nicht tut, weil dadurch der Schmerzkörper genährt und vergrößert wird. So wird der P. schwach. Er sollte emphatisch sein, aber nicht dem Leid sein eigenes hinzufügen. Mitgefühl macht ihn sympathisch und menschlich. So wichtig wäre mir das nicht mal, wenn er mir ansonsten klar spiegelt, wo´s hakt. Th. und P. sind eben nicht Freunde.

        • cindy sagt:

          Ich denke, das ist eine Kunst im Beruf eines Therapeuten: Man soll emphatisch sein, dabei aber gleichzeitig objektiv bleiben – das stelle ich mir nicht einfach vor und dazu ist bestimmt nicht jeder Mensch geeignet und deine tolle Schwester am wenigsten…! Deshalb weigern sich gute Therapeuten auch oft, Angehörige oder Freunde zu behandeln…

      • maro sagt:

        Was macht einen guten Therapeuten aus?
        Mit dieser Frage hat sich Frau Dr. med. Andrea Schleu ausführlich beschäftigt. In Stichworten kurz gefasst:

        1. Aufklärungspflicht
        2. Machtgefälle nicht missbrauchen
        3. Verantwortung für Machtmissbrauch u. Grenzüberschreitung liegt beim Therapeuten
        4. Abstinenzregeln, d.h. keine privaten, beruflichen oder ökonomischen Abhängigkeitsverhältnisse mit dem Patienten eingehen, u.a. unterlassen von narzisstischem Missbrauch seitens des Therapeuten, keine sex. Beziehungen zu Patienten.
        5. Karenzzeit von 2 Jahren einhalten nach Abschluss einer Psychotherapie.

        Quelle: Karl Heinz Brisch, „Bindungstraumatisierungen“ ausführlicher Beitrag von Andrea Schleu ab S.23 – Ein sehr empfehlenswertes Buch!

        Andrea Schleu ist Vorsitzende des Ethikvereins, http://www.ethikverein.de

        Der Ethikverein befasst sich mit der Einhaltung von Ethikstandards in der Psychotherapie. Es gibt eine kostenlose Beratung für Patienten und Therapeuten, die Grenzverletzungen innerhalb der Therapie festgestellt haben, oder dies vermuten, bzw. als Therapeut auf ein Problem bei sich stossen und beraten werden wollen.
        Die BeraterInnen sind alle ärztliche und/oder psychologische Fachkräfte.
        Der Ethikverein beschäftigt sich m.M.n. mit einer sehr wichtigen Aufgabe.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Um Ethik-Komissionen schert sich kein Mensch, Maro! Wer soll da was einklagen? Der psychisch Kranke? Es müsste schon in der Zeitung stehen: „Vorsicht! XY ist ein Arschloch!“

          • maro sagt:

            Ihre Meinung kann ich nicht bestätigen. Da habe ich positive Erfahrungen. Zudem gab es mal einen Fall in USA, bei dem eine Patientin ihren Analytiker verklagte.
            Abgesehen davon finde ich Ihren Ton nicht angemessen.

          • osterhasebiene langnase sagt:

            …denn alles ist begründbar oder kaum beweisbar. Das einzige Mittel: Arztwechsel bei genug Kraft und Mut.

          • cindy sagt:

            Wahrscheinlich gibt es einen Unterschied zwischen Ethikverein und Ethikkommission…

        • cindy sagt:

          Ich hatte mal Kinderwunschbehandlungen und kenne die Ethikkommission nur in dem Zusammenhang, dass sie darüber beraten, bei wem und in welcher Form Kinderwunschbehandlungen zulässig sind – so soll das behandlungswillige Paar in Deutschland verheiratet sein, Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland verboten usw…. Auch stellen sie sich gegen die Präimplantationsdiagnostik (Untersuchung der künstlich befruchteten Eizelle vor dem Einsetzen in die Gebärmutter auf mögliche Erbkrankheiten), aber die ist in Deutschland mittlerweile zum Glück eingeschränkt erlaubt…
          Bin da guter Hoffnung, dass mit der Einführung der „Ehe für alle“ in Deutschland demnächst mal ein weniger konservativer Wind weht…!

          • maro sagt:

            Hierzu habe ich keine Erfahrungen. Daher kann ich nichts dazu sagen.
            Zu der Hoffnung auf weniger „konservativen Wind“ wäre mir auch noch gelebte Toleranz wichtig, nicht nur in Bezug auf die Ehe für alle.

            • cindy sagt:

              Die Ehe für alle hat für mich eher symbolischen Charakter, denn rein rechtlich gesehen gibt es nicht viele Unterschiede zwischen eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe, außer dem Recht in der Ehe, auch fremde Kinder adoptieren zu dürfen und dass da homosexuelle Ehepaare überhaupt eine Chance haben, bezweifle ich…
              Aber die Ehe für alle bedeutet für mich einen Schritt in eine nicht mehr so konservative Richtung…

        • cindy sagt:

          Dachte auch, dass man sich bei Problemen mit Psychotherapeuten eher an die Ärztekammer oder einen Psychologenverband wendet…

  22. osterhasebiene langnase sagt:

    Aufopferung für andere (das „Päckchen“ für die Mutter ect. tragen) ist insofern destruktiv und unverantwortlich, da diese (un)freiwillige Last unbewusst an dritte (Schwächere) weitergegeben wird, die sie entweder entschlossen zurückweisen (dann werden sie als böse und kaltherzig beschimpft) oder sie freiwillig-unfreiwillig auf sich nehmen, leiden und andere wiederum (indirekt) belasten (durch ihre Unerfülltheit). Grenzen setzen und Eigenverantwortung für die psychische und körperliche Gesundheit übernehmen ist DIE Lösung für alle beteiligten. Für „bessere“ Lösungsmöglichkeiten bin ich stets offen, aber ich glaube nicht, dass es die einfache, leichte Variante gibt, im Sinne „es allen recht machen“. So wie Kompromisse niemandem dienen, weil keiner bekommt, was er möchte (keine Entwicklung), Vereinbarungen hingegen wenigstens zeitweise eine Person zufriedenstellen und die andere sich wenigstens darüber freuen kann. Wenn das im Wechsel geschieht, ist alles perfekt, m.E.

    • cindy sagt:

      Deshalb bin ich ja überall, auch bei meinem Schwiegervater jetzt „die Böse“, weil ich mir diese Lasten nicht (mehr) aufdrücken lasse!!!! Aber lieber „die Böse“ sein, als sich weiter ausnutzen zu lassen!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Erst mal aushalten, dass du „böse“ bist – wenn sie merken, dass da plötzlich (das sind sie nicht gewohnt!!) ein Widerstand ist (Streit, also „Wehren“ ist eher Abwehr als Widerstand) kann sich der Wind schnell drehen. Nicht mehr das Reiz-Reaktions-Schema bedienen. Den Kampfanzug ablegen ist für mich das Schwierigste. Das Ausnutzen-Lassen und die Wut darüber sind so kräfteraubend. Das Vertrauen in Beziehungen kann langsam wieder wachsen- durch Abstand.

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Ausnutzen-Lassen=Zulassen, dass negative Denkmuster auf andere projiziert werden. Die ethische Forderung: Das darf man aber nicht – nutzt gar nichts! Der „Täter“ kann nicht anders.

  23. Lucy30 sagt:

    @cindy
    Wenn ich antworten will, ist der Absendebutton weg, daher so.
    Deine Sätze beruhigen mich. Auch ich habe in den letzten Jahren zu mir selbst gesagt: Das ist nicht meine Mutter!!!! Und bekam natürlich gleich wieder ein schlechtes Gewissen. Bin froh, dass es noch andere gibt, die so denken.
    Habe beschlossen, falls ich sie doch noch mal treffen muss, sie nur noch mit meinem Sohn zu kontaktieren, denn wenn andere anwesend sind, hält sie sich zurück.
    LG Lucy

  24. Lucy30 sagt:

    Ich möchte noch etwas loswerden. Ich habe seit mehreren Jahren die Frührente wegen psychischen Problemen und bin mir sicher, dass dies auch mit meiner Position in der Familie zu tun hat.
    Es wird jedoch auf mich nicht bisschen Rücksicht genommen, im Gegenteil, man hackt weiter auf mir rum und demütigt. (den letzten Sachverhalt, erläutere ich viell. noch mal später).
    Es wurde ja schon geschrieben, dass dieses Verhalten unbewusst geschieht.
    Im Moment entwickle ich Wut, die jedoch nicht gegen mich gerichtet ist, sondern habe Wut gegen diese Sippschaft, entschuldigt den Ausdruck. Für meine Begriffe haben sie es nötiger einen Psychiater zu kontaktieren. Aber das haben sie ja ihrer Meinung nicht nötig, weil sie sich nach außen hin als Saubermänner darstellen.
    Das ist jetzt kein sachlicher Kommentar, – so weit bin ich noch nicht – ich musste mir jedoch noch mal Luft machen. Lucy

    • maro sagt:

      @ Lucy: Das Unbewusste bezog sich auf meine Mutter. Und dabei auch nur zum Teil. Das heißt nicht, dass das bei allen Situtionen so ist. Ich kenne Ihre Mutter nicht und auch nicht die Gegebenheiten in Ihrer Familie. Pauschalieren wird der Sache nicht gerecht. Man muss immer die individuelle Situation genau betrachten.

      • Lucy30 sagt:

        @maro
        Alles klar. Viele Grüße!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Bei Schwere der Konsequenzen für Betroffene finde ich klare Worte nötig. Es geht um Leben statt gelebt werden! Ich kämpfe auch für meine Kinder/Alte ect. um ein selbstbestimmtes Leben.

    • cindy sagt:

      Liebe Lucy30, auch das ist bei schwarzen Schafen völlig normal, dass man die „Schuld“ immer erstmal nur bei sich selbst sucht – schließlich wurden wir ja unser ganzes Leben lang darauf getrimmt… Und dass die anderen in der Herkunftsfamilie es mindestens genauso nötig haben, sich in eine Therapie zu begeben, ist auch oft so und meistens ist es dann doch nur das schwarze Schaf, dass zumindest mal darüber nachdenkt, sich in eine Therapie zu begeben… Und Narzissten begeben sich sowieso selten von sich aus in eine Therapie und wenn doch, dann nur wegen irgendwelcher Folgekrankheiten wie Depressionen oder Suchterkrankungen…
      Ich bin übrigens auch schon seit mehreren Jahren u.a. wegen psychischer Probleme in Frührente und meine Therapeutin hat festgestellt, dass diese Probleme durch meine Erzeuger verursacht wurden…

      • Lucy30 sagt:

        Hallo Cindy, schade, dass ich nicht schon früher in den Blog eingetreten bin. Ich erkenne mich in Euren Kommentaren wieder. Ja das mit den Schuldgefühlen. Ich hörte stets: Du bist schuld. Ich muss jedoch sagen, dass es mir schon ein Stück weit besser geht, seitdem ich hier bin und ich danke Dir und den anderen für die Kommentare. Auch ich bin mir sicher, dass meine Unruhe etc. mit ,Familie zu tun haben. Ich habe mich seit kur-

      • Lucy30 sagt:

        2. Teil: kurzer Zeit innerlich etwas von meiner Mutter distanziert und mit meinem Sohn einen Plan entwickelt, keinen Racheplan. Er wird mit ihr bald mal Tacheles reden. Aber Einsicht kann man da höchstwahrscheinlich nicht erwarten. Darauf warte ich auch nicht mehr. Ich wünsche dir alles Gute! Lucy

  25. cindy sagt:

    Hoffe, dass dein Sohn stark genug ist, Niederlagen zu verkraften, denn ich glaube auch nicht daran, dass „Tacheles reden“ da wirklich hilft… Narzissten können es überhaupt nicht leiden, wenn man etwas gegen sie sagt und reagieren auf Kritik ablehnend oder gar aggressiv – eher geht da ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ob von Seiten des Narzissten Verständnis oder Einsicht kommt…! Es ist vernünftig, da nichts dergleichen zu erwarten…

    • Lucy30 sagt:

      Du hast recht. Wir haben darüber gesprochen. Er will ihr einfach mal so richtig die Meinung sagen ohne dass er eine Antwort hören will. Es wird eh alles von ihr abgestritten oder geleugnet oder sie wurde aggressiv, so macht sie es immer bei mir. Seltsamerweise zeigt sie nur bei mir diese Verhaltensweisen und wenn Außenstehende nicht anwesend sind. Deswegen glaubten mir viele Leute nicht, die sie kennen. Bei anderen ist sie die – Heilige. Aber mein Sohn tritt dominanter auf wie ich. na ja, ich lass ihn mal. Wichtig ist für mich, dass sie jetzt merken soll, dass sie ihr Verhalten bei mir zügeln muss. Ehrlich gesagt, ich will sie nur noch ganz selten sehen. Wozu für etwas kämpfen, dass dann ohnehin nicht eintritt. Hast du noch Kontakt zu deinen – Erzeugern?

  26. cindy sagt:

    Nicht mehr und diesmal ist es endgültig!
    Meine Erzeuger haben mich mit 18 schon mal ohne wirklichen Grund aus dem Haus geworfen – damals stand ich kurz vor dem Abitur und der Kontakt bestand dann jahrelang nur über meine Omi, die mich damals aufgenommen hat. Viele Monate nach meinem bestandenen Abitur drängte Omi dann auf Versöhnung und meine Erzeuger gaben klein bei, vermutlich weil sie um Omis Erbe fürchteten… Eine Aussprache hat es nie gegeben und der Rauswurf wird von meinen Erzeugern mittlerweile geleugnet…!
    Immer wieder gab es bei Besuchen Streits, bei denen ich mich immer wieder verteidigt habe, jedoch zwecklos… Am 01.01.2014 hatte ich dann endgültig die Nase voll und habe mich einfach nicht mehr bei denen gemeldet, worauf meine Erzeuger dann einige Monate später tatsächlich einen Antrag auf Umgangsrecht mit meinen Kindern vor Gericht stellten…! Seit deren Rücknahme des Gerichtsantrags wegen zu geringer Erfolgsaussichten herrscht jetzt endgültige Funkstille…

    • cindy sagt:

      Durch die Entfernung unserer Wohnorte habe ich meine Erzeuger oft sowieso nur ein paarmal im Jahr gesehen, Anrufe kamen meist nur von mir aus und auch Kontaktabbrüche auf Zeit haben nichts gebracht – daher gehe ich davon aus, dass dieser Kontaktabbruch jetzt endgültig ist! Außerdem ist Omi vor fast 8 Jahren verstorben, meine Erzeugerin ist nun wie gewünscht Alleinerbin von Omis Millionenerbe mitsamt den Firmenanteilen und somit gibt es jetzt für meine Erzeuger keinen Grund mehr, sich mit mir zu versöhnen…
      Schlimm für uns ist halt auch, dass sich der geldgierige Teil der Familie, auch meine Schwester, seit dem Gerichtsantrag voll auf die Seite meiner Erzeuger gestellt hat und keinen Kontakt mehr mit uns will, auch nicht mit meinen Kindern…!

      • Lucy30 sagt:

        Nein!!!!!!!!!!Ist das alles furchtbar! Mir stehen die Haare zu Berge.
        Ich bin bei meiner Oma aufgewachsen. Mit ihr verstand ich mich am Besten. Auch sie ist schon gestorben.
        Bei dem letzten Schlag ging es auch ums Geld und das dauert bis jetzt an. Aber das kann ich jetzt nicht schreiben, sonst ärgere ich mich noch

  27. Lucy30 sagt:

    @ Cindy Button war weg.

    noch mehr. Deine Sündenbockrolle kommt natürlich deiner Schwester jetzt gelegen, wegen dem Geld. Ich habe deine oberen Kommentare noch nicht gelesen, das hole ich aber nach. Lucy.

    • cindy sagt:

      Meine Schwester ist da vielleicht noch nicht einmal die treibende Kraft, vielmehr die ältere Schwester meines Erzeugers, die sich jetzt mitsamt ihrer Sippe auf die Seite meiner Erzeuger geschlagen hat! Sie war meine Patentante und hat einen ledigen Sohn und eine Tochter, die mittlerweile 2 Kinder hat.
      Früher hatte ich zu meiner Patentante und ihren Kindern ein gutes Verhältnis, das jedoch merklich abkühlte, als ich endlich mein erstes Kind bekam und sie einige Jahre später zum erstem Mal Oma wurde.
      Unter normalen Umständen hätte nach dem Tod meiner Erzeuger sowohl meine Schwester, als auch ich das Vermögen und vor allem auch die Firmenanteile zu gleichen Teilen geerbt, eventuell hätten meine Erzeuger in einem Testament auch meine Kinder bedacht. Meine geldgierige Tante und deren Sippschaft wären dann sehr wahrscheinlich leer ausgegangen.

      • cindy sagt:

        Selbst wenn es der geldgierigen Verwandtschaft nicht gelingen sollte, meinen Erzeugern etwas von dem Riesenvermögen abzuschwatzen, so wird das ganze Vermögen (außer meinem Pflichtteil, der aber nicht aus Firmenanteilen besteht) auf meine Schwester übergehen, die aber selbst dann niemanden hat, an den sie wiederum das Vermögen weitervererben kann – und da schlägt dann die geldgierige Verwandtschaft zu: Meine Kinder und ich sind jetzt aus dem Spiel und es wird denen ein Leichtes sein, meine alleinstehende Schwester zu einem Testament zu überreden, in dem natürlich sie dann bedacht werden! Auch wenn meine Tante selbst das wahrscheinlich nicht mehr erleben wird, aber ihre Kinder könnten davon noch profitieren und deren Nachkommen sowieso…!

        • cindy sagt:

          Die Firmenanteile und das Vermögen, das meine Großeltern mütterlicherseits aufgebaut haben, wird letztendlich in einen angeheirateten Teil der Familie übergehen, der mit meinen Großeltern überhaupt nichts zu tun hat – Omi würde sich im Grab herumdrehen, wenn sie das wüsste und sehen müsste, wie man mich und meine Kinder quasi „hinauskatapultiert“ hat!!!!
          Die Firmenanteile sind von einer Sprudelfirma, die praktisch krisensicher ist und können vielen Generationen ein mehr als sorgenfreies Leben sichern – dafür würde so mancher vielleicht auch ein Verbrechen begehen…!

        • Lucy30 sagt:

          Dir wurde übel mitgespielt! Bei uns – der Absendebutton ist weg,

          • cindy sagt:

            In der Tat und ich kann dagegen nichts unternehmen, kann keinen von denen dafür anzeigen oder verklagen, mir bleibt lediglich das Einklagen meiner Pflichtanteile beim Tod meiner Erzeuger und diese bestehen nur aus einem finanziellen Ausgleich… Ein Anrecht auf die Firmenanteile habe ich im Falle einer Enterbung sehr wahrscheinlich nicht…

      • Lucy30 sagt:

        Das alles ist sehr komplex bei dir. Bei uns ist es einfacher gestrickt und es ist auch nicht so viel Geld da. Trotzdem: Mein Stiefvater hat mir und meinem Sohn 3.000 Euro für bestimmte Arztkosten versprochen. Er ist im Februar gestorben. Und wieder mauschelte meine Mutter, die ja jetzt Geld von ihrem Mann geerbt hat, mit ihrem Bruder. Der Setzte 2seitenlange Verträge auf, die wir zu erfüllen hätten. Es geht um ihren U

    • Justina sagt:

      Ich habe die oberen Kommentare nur flüchtig gelesen. Ich will aber mein neueres Erlebnis bezügl. Kontaktabbruch mitteilen. Ich habe – um den Kontext herzustellen – vor Jahren den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen. Ich habe meinem Bruder vor ca. 10 J.meine Kündigung mit einem Zitat von Dr Teuschel geschickt ( meine eigene Argumente hätten nichts gegolten ,schließlich wurde ich im Gegensatz zu ihm als Einser-Schüler als dumm abqualifiziert). Nun wurde in der vergangenen Woche mein Cousin (69J) beerdigt. Ich bekam die Nachricht von seinem Tode von wem auch immer, und es war mir ein Bedürfnis an der Beerdigung teilzunehmen. . Meine Ursprungsfamilie und ich standen uns gegenüber. Ich hätte diejenige sein müssen, offensichtlich – die ihnen die Hand hätte geben müssen. Ich tat es nicht. Schließlich waren sie es, die sich mir gegenüber schlecht verhalten haben. Mein Bruder, der verhätschelte, sich schlecht benehmende Sohn, kam im roten Porsche. Auch das imponiert mir nicht. Für mich zählen andere Werte.

  28. osterhasebiene langnase sagt:

    Es zählen andere Werte, auch für mich! Ganz sicher. Das sog. „sorgenlose“ Leben kenne ich, es ist alles andere als sorgenlos. Ich hatte Angst um mein Leben.

    • cindy sagt:

      In meiner Herkunftsfamilie ist Geld sehr wahrscheinlich der Hauptgrund, warum man mich und meine Kinder verstoßen hat!

      • cindy sagt:

        Es wäre für mich ein innerer Vorbeimarsch, wenn meine Erzeuger das ganze Vermögen jemand ganz anderem, z.B. einem Tierschutzverein o.ä. vermachen würden und die ganze Baggage am Ende leer ausgeht!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Geld ist immer nur Ersatz für etwas, das nicht erreichbar ist oder war…Geld macht niemand wirklich glücklich. Glück ist harte (aber befriedigende) Arbeit an sich selbst.

        • cindy sagt:

          Meine Erzeuger sind glücklich! Das geerbte Vermögen ermöglicht ihnen jetzt ein sorgenfreies Leben in Luxus und die benötigte Aufmerksamkeit geben sie sich, indem sie sich gegenseitig beweihräuchern. Sie fühlen sich wie König und Königin und andere Menschen sind für sie nur Untertanen – die guten dürfen bleiben, die bösen werden fortgejagt…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Wir (3 Geschwister) bekamen alle nur eine kleine Abfindung, mein Bruder erbte alles (auch die Pflichten). Früher war das oft so üblich.

  29. osterhasebiene langnase sagt:

    Liebe cindy, bitte informiere uns, wenn der erste Mord passiert! Dann schreiben wir einen ordentlichen Krimi und verdienen eine Menge Kohle…! Liebe Grüße.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Immer öfter frage ich mich allerdings wozu Ehe überhaupt gut sein soll (ausser zum Sparen von Versicherungsbeiträgen)…Was ist der Sinn der Ehe? – etwas zu versprechen, von dem man nicht weiß, ob man es halten kann? Zur Motivation, um an der Partnerschaft zu arbeiten? Das scheint mir alles vordergründig, denn das tut man ja sowieso, wenn einem jemand wichtig ist…

      • cindy sagt:

        Der Mensch wurde ursprünglich nicht dazu geschaffen, um ewig monogam zu leben – warum sonst wird in jeder 2. festen Liebesbeziehung fremdgegangen?
        Die Ehe ist ein Lebensmodell, das der menschlichen Natur widerspricht…

    • cindy sagt:

      Osterhasebiene, da muss ich dich leider enttäuschen – dazu sind die alle viel zu feige…!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Vielleicht ist die Ehe da, um Vermögen gerechter zu verteilen, so dass Geld nicht angesammelt wird. Der Gedanke des Teilens gefällt mir sehr. Als Ritual ist die Ehe auch unübertroffen. Ich würde es trotz allem noch mal tun (aber den Richtigen). Cindy, ich glaube schon an die Monogamie. Beim Menschen gibt es keine „Natur“, sondern nur den freien Willen. Alles andere ist Ausrede. Aber Ehe hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, deshalb ist das neue Gesetz längst überfällig.

        • cindy sagt:

          Leider ist genau das Gegenteil der Fall – Vermögen wird nicht gerecht verteilt, weil arm meistens arm heiratet und reich leider oft reich…

          • cindy sagt:

            Woran erkennt man, wer wirklich der Richtige ist?

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Ja, das kommt vor…aber oft kommt´s anders, da heiratet der Hotelier die Friseuse z.B….

            • cindy sagt:

              Das gibt’s nur immer seltener und das habe ich auch neulich bei einem Fernsehbericht gehört – die Schere zwischen arm und reich klafft immer mehr auseinander und Reiche und Arme bleiben dann wiederum auch immer mehr unter sich…

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Cindy, glaub bitte nicht alles was glänzt!!! Die Kehrseite der Medaille: innere Einsamkeit, Existenzkampf, Wut, Aggression, Krankheit, Depression statt menschlicher Nähe und Freude.

          • cindy sagt:

            Bei den anderen in meiner Herkunftsfamilie bin ich überzeugt, dass die nicht glücklich sind und auch nicht werden, aber meine Erzeuger haben’s geschafft: Sie fühlen sich nicht einsam, denn sie haben ja sich, Existenzängste haben sie auch nicht, denn sie haben so viel Geld, dass sie es alleine fast gar nicht mehr ausgeben können…

            • cindy sagt:

              … Agressionen reagiert mein Erzeuger beim Schießverein ab, sie sind gesund und Depressionen kommen bei dem Luxusleben, das aus drei Wohnsitzen und vielen anderen Reisen besteht, auch nicht auf…!

              • cindy sagt:

                … Und vor dem Schießverein gab’s ja mich, woran man die angestaute Wut über die reiche verhasste Schwiegermutter auslassen konnte…!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              „Die haben´s geschafft!“- CAVE!!!!!!!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Authentizität beiderseits! – das beste Mittel, den Richtigen zu bekommen.

          • cindy sagt:

            Richtig, beiderseits! Ist halt nur schlecht möglich, wenn man andauernd an Lügner, Faulpelze und Versager gerät, die noch immer nicht kapiert haben, dass man seinen Hintern SELBST erheben muss, wenn man etwas haben möchte!!!!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Was gefällt dir an denen? Die Mutter?

              • cindy sagt:

                Wenn man sein Leben lang gesagt bekommt, dass man ja so komisch, blöd und böse ist, dass man keinen abbekommt, dann nimmt man jeden, der sich gerade anbietet…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Hast du aber nicht nötig, ehrlich! Manchmal ist es gar nicht der Falsche, den man hat, sondern man lässt ihm nur keine Wahl, weil man irgend einem Ideal hinterherläuft.

                  • cindy sagt:

                    Kurz bevor ich meinen ersten Versager-Ehemann kennenlernte, war ich unheimlich in den Klassenbesten verliebt, ein sehr intelligenter, ruhiger Mensch! Aber der wollte mich nicht und so habe ich dann wahrscheinlich aus Frust meinen ersten Mann genommen, für den ich alles getan und zu dem ich gehalten habe, obwohl meine Erzeuger natürlich gar nichts von ihm hielten! Leider kam von diesem Mann auch nicht viel zurück, er belog mich, mal liebte er mich, dann wieder nicht, er spielte regelrecht mit mir, es war eine ON-OFF-Beziehung…
                    Als ich nach der letzten Trennung plötzlich ein Brief von seinem Scheidungsanwalt im Briefkasten hatte, war dieser Mann für mich erledigt! Ich wollte ihn nicht mehr, auch nicht, als er 3 Monate später wieder angekrochen kam…
                    Immer wieder war ich der Ansicht, der Spatz in der Hand sei besser als die Taube auf dem Dach, aber genau so möchte ich jetzt nicht mehr denken!!!!

                    • osterhasebiene langnase sagt:

                      Kann ich gut verstehen, Cindy. Völlig richtig! Da ist Trennung wohl das Beste, wenn du nur der Lückenbüßer bist.

                    • cindy sagt:

                      Mit diesem Ex habe ich heute noch lockeren Kontakt per Facebook und WhatsApp – nach mir hat er eine andere genommen, ist auch Vater einer 13jährigen Tochter, aber seit einigen Monaten lebt er von der Frau getrennt…
                      Per WhatsApp „gestand“ er mir dann vor ein paar Wochen, dass er angeblich nach der Trennung (Die ist jetzt über 20 Jahre her!) sogar eine Selbstmordversuch unternommen hätte und mich noch immer lieben würde – das ist doch alles verrückt, oder?!

  30. Lucy30 sagt:

    @ Cindy. Umzug. 1. Wir müssen beim Umzug helfen, mit sämtlichen Ausführungen. Der Witz ist der, wir wollten den Umzug sowieso machen. Es wurden ca. 5 Punkte aufgeführt. Die demütigenden Verträge haben wir nicht unterschrieben und mit Rückzug gedroht. Plötzlich lenkte sie ein und gab uns das Geld ohne Verträge. Ein weiterer Witz ist der, ihr Bruder steckt in seine Tochter alles rein, hat sich wegen ihr verschuldet und lief jahrelang mit kaputten Zähnen rum. Und nun setzt er Verträge für uns auf. Nach diesem Eklat, kam heraus, dass sie weiterhin mit ihrem Bruder mauschelt und wir in ein Licht gerückt werden, dass es so erscheint, als wollten wir beim Umzug nicht helfen. Mein Sohn und ich haben schon zigmal gesagt, dass wir helfen. Ich kann mich da auch nicht wehren, ich bin wieder mal in der Sündenbockrolle. Das verletzt meine Gefühle. Aber ich weiß, das hört nicht auf. Meine Mutter ist jetzt im Urlaub, ich melde mich nicht mehr bei ihr. Ich kann ihr nicht mehr in die Augen sehen, da das alles so unehrlich und hintenrum.

  31. Lucy30 sagt:

    Nach dem Urlaub steht der Umzug an. Wir helfen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass andere da längst gesagt hätten: Mach deinen Umzug alleine! Das Schizophrene ist, dass meine Mutter und die ganze Familie weiß, dass der Bruder der Tochter alles zusteckt, wie gesagt bis zur Verschuldung seinerseits. Und trotzdem lässt sie den Bruder Verträge aufsetzen. Der Stiefvater hat uns das Geld ohne Gegenleistung versprochen. Dies war die letzte demütigende Geschichte. Und die Mauscheleien hören nicht auf. Das geht aber schon Jahrzehnte schon. Ich habe von meiner Mutter noch nie in meinem Leben Geld verlangt! Da gibt es noch 1000 Geschichten, die ich erzählen könnte. Lucy

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Habe nach dem Tod meiner Mutter die Hälfte des geerbten Geldes (ein paar tausend Euro) freiwillig mit meiner Schwester (Nr.2) geteilt. Sie hat nicht mal „danke“ gesagt. Trotzdem war´s für mich in Ordnung. Aber ich würde es nicht nochmal tun. Damals hatte ich noch eine (Schein)Beziehung zu ihr. In Beziehung teilen ist gut, jemand, der keine Beziehung will (egal ob Mann oder Frau) etwas nachzuschmeißen ist dumm. Beziehungen kann man nicht kaufen!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ich habe nicht in ihren „Pilcher“ gepasst…eine unüberwindliche Bewusstseinsgrenze. Sie WOLLEN ihre guten Eltern! Auch wenn das in Fantasia stattfindet. Sowas muss man irgendwann akzeptieren. Da ist zu wenig innerer Halt da, um der Wahrheit ins Auge zu schauen. Bestenfalls wundern sie sich, dass manches nicht funktioniert. Konfrontation hat dazu geführt, dass mir ein Kübel Hass drübergekippt wurde. Selbstvertrauen stärken/Glauben an sich selbst nicht verlieren – ist das Gegenmittel!

      • cindy sagt:

        Doch, das kann man! Nur sind das bestimmt keine guten Beziehungen!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Gekaufte Beziehungen mag ich nicht!

          • cindy sagt:

            Ich auch nicht, aber genau das sind die Beziehungen, die in meiner Herkunftsfamilie existieren – wie meine andere Schwarze-Schaf-Tante habe ich das nicht mehr mitgemacht und bin raus…

    • cindy sagt:

      Lucy30, könnte es sein, dass dein Onkel irgendwie finanziell abhängig von deiner Mutter ist, vielleicht auch Schulden bei ihr hat? Das würde für mich erklären, warum er für sie solche Sachen ausheckt…

      • cindy sagt:

        Egal, ob du beim Umzug mithilfst oder nicht – du bist und bleibst da die Böse und dann kannst du dir besser eine schöne Zeit machen, als da mitzuhelfen…

      • Lucy30 sagt:

        Hallo Cindy, nein er hat keine Schulden bei meiner Mutter. Ich kann es mir nur so erklären, dass er seine inneren Aggressionen, die er vermutlich gegenüber seiner Tochter hat, an uns ausleben will. Und er sich stark fühlt, wenn er uns erniedrigt. Denn gegen seine Tochter, die sich immer mit seiner Frau verbündet, kommt er nicht an.

        • cindy sagt:

          So wie es mein narzisstischer Erzeuger an mir ausgelassen hat, dass er bei seiner verhassten Schwiegermutter wegen des Erbes immer eine Faust in der Tasche gemacht hat…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Ging´s da wirklich nur ums Erbe? Geld ist wichtig zur Sicherung der Existenz – mehr nicht!!!

            • cindy sagt:

              Für meinen narzisstischen Erzeuger bedeutet Geld nun mal auch Macht, denn damit kann man Menschen auf seine Seite ziehen oder unangenehme Arbeiten, wie z.B. Haus- oder Gartenarbeiten auf andere abwälzen und sich ein schönes Leben machen – darauf hat er doch schließlich jahrzehntelang hingearbeitet und sich bei seiner verhassten Schwiegermutter eingeschleimt! Omi liebte mich und ich entwickelte mich zu einer ernsten Gefahr für seine Pläne…!

      • Lucy30 sagt:

        Teil: Ich habe mich als einzige in der Familie um meine Großmutter gekümmert, als sie im Altersheim war. Also um die Mutter meiner Mutter und ihres Onkels. Trotzdem, die Sündenbockrolle erhalten – die – aufrecht, das weiß ich. Aber immerhin hat es bei mir jetzt endlich mal gewaltig Klick gemacht und ich mache das Spiel nicht mehr mit. Ich danke dir für deine Antworten.

  32. osterhasebiene langnase sagt:

    Eigentlich wurde ich ja doppelt ausgeschmiert, zuerst Abfindung/Enterbung durch das elterliche System und dann auch noch Ausgrenzung und Ablehnung durch die Geschwister wegen eines Fehltritts meines Vaters (der vertuscht wurde)…das ist schon ziemlich heftig. Die elterliche Enteignung hatte ich schon fast als Kavaliersdelikt abgetan (Cindy, danke!). Immer dieser Wunsch nach Idealisierung der Eltern. Es wird wirklich Zeit, um endlich ganz aufzuwachen. Meine „gute“ Schwester hat sogar auf den Pflichterbteil verzichtet, aber keinen Dank erhalten, sondern ist vor die Tür gesetzt worden. Da fehlt´s im elterlichen System einfach so weit!!! Was haben die sich früher nur gedacht, dass Menschen leblose Figuren sind, die man nach Belieben auf einen Platz stellen kann und dann auch noch Liebe und Respekt dafür bekommt. So geht das nicht.

    • cindy sagt:

      Das ist auch das Credo, wie in meiner Herkunftsfamilie gehandelt wird: Gefühle und Bedürfnisse hat es nicht zu geben und alles, was man braucht, kann man sich mit Geld kaufen! Menschen werden in so einem System wie Sachen behandelt und wer da nicht „funktioniert“, wird ausgegrenzt oder fliegt raus!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Ja, sogar noch besser, Cindy: Gefühle und Bedürfnisse HAT man nicht! Gibt´s nicht, sind nicht auf der Landkarte. Und positive schon überhaupt gar nicht!!! Leiden ist erlaubt. Jederzeit. Wo käme man denn mit so einem Schlendrian hin. Geld wird vernünftig investiert! (Immobilien, Land, Gold…)Bei deinen Eltern schlagen halt wirklich auch die 68er durch:) Hat meine Schwester komplett ausgeblendet. Sie musste ja ihre Existenz aufbauen! Kein Spass!!! Im Ernst!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Sie fährt ein furchtbar schäbiges Auto, trägt (fast) nur grau, geht nie zum Friseur. Das Gegenteil bei meinem Bruder: Überfluss, wo´s nur geht. Wäre beinahe mal bankrott gegangen.

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Wer das mal erbt? Der Staat vermutlich: Gegeben und genommen! – wie die narzisstische Mutter.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Cindy, gerade beschäftige ich mich wieder mit dem Märchen „Die Gänsemagd“ und es geht mir nicht aus dem Sinn: Trägst du eventuell die Last deiner Mutter (ihr ungelöstes/ungeklärtes Verhältnis zu der Oma)? Hat sich deine Mutter aus dem Staub gemacht (mit dem Geld ins Luxusleben) und ihr Problem einfach auf dich abgegeben? Bist du deshalb so wütend und denkst, dass das Geld schuld ist? Wenn die Oma gewollt hätte, dass du reich bist, dann wärst du es!
        Wenn das so ist, ist es wirklich total überfordernd für dich. Sie ist mit der Oma nicht fertiggeworden und konnte nur zu deinem Vater fliehen. Solange du dich aber nicht halbwegs mit deiner Mutter identifizieren kannst (sie wenigstens verstehen!), findest du deine Identität als Frau nicht und kommst an falsche Partner. Es ist bestimmt nicht das Geld. Vielleicht kannst du rausfinden, was zwischen deiner Oma und deiner Mutter wirklich passiert ist (vielleicht war sie eifersüchtig auf sie). Familienaufstellungen sind da oft sehr gut. Ich will dir ganz bestimmt nichts einreden, es ist alles deine Sache, aber irgendwie finde ich immer wieder Parallelen. Ich kann auch nichts für das schlechte Verhältnis meiner Schwester zu meiner Mutter (was sie völlig abstreiten würde) und musste dafür büßen (was ich nicht mehr tue, indem ich mich nicht mehr von ihr beeinflussen lasse, ich lege ihre Denke ab wie ein Kleid, das mir nicht steht).
        Glaub mir, du wirst ihnen das Geld/Spass gönnen, wenn du die wahre Bürde los bist. Du wirst sogar froh sein, dass du es nicht hast. Es ist alles auflösbar. Vielleicht bekommst du es auch (halte ich nicht für abwegig).
        Dein Vater hat dich event. sogar vor dem Schicksal deiner Mutter bewahren wollen. Sicherlich waren deine Eltern nicht reif genug für Kinder, aber deine Oma hat da was verbockt- meiner Ansicht nach. Die 68er-Kinder hatten es alle schwer.
        Inwiefern beeinflusst dich die Oma heute noch (Denkweisen)? Oft tun Menschen so als wollten sie was Gutes, aber auf das Ergebnis kommt es an. Mir sind die Bösen oft lieber, weil sie oft mehr Gutes bewirken. Das sind alles nur Gedankenanstöße von mir. Ich bin auch kein Psycho-Profi.

        • cindy sagt:

          Meine Omi mütterlicherseits wurde im Jahr 1914 geboren, hat beide Weltkriege mitgemacht und im zweiten ihren ersten Mann und ein ungeborenes Kind verloren usw. usw…. Nach dem Krieg kam sie dann mit ihrem zweiten Mann, meinem Opi zusammen und bekam damals mit 36(!) Jahren noch meine Erzeugerin, womit sie nicht mehr gerechnet hatte, sich aber darüber dennoch sehr gefreut hat! Leider verwöhnte Opi sein einziges Töchterchen zu sehr… Omis erster Fehler war meiner Meinung nach, dass sie es trotz aller Bemühungen nicht geschafft hat, ihrem Mann da entgegenzuwirken und ihre Tochter auf eigene Beine zu stellen! Natürlich war meine Erzeugerin darüber nicht gerade begeistert und hatte deshalb auch oft Streit mit ihrer Mutter…
          Als meine Erzeugerin dann diesen netten hochintelligenten jungen Mann, der auch in seiner Herkunftsfamilie schon der Prinz war (goldenes Schaf), kennenlernte und heiratete, fiel meiner Omi ein Stein von der Brust, denn sie wähnte ihr Töchterchen versorgt und in guten Händen!
          Das Täuschen von Menschen ist das Lebenswerk meines Erzeugers – er hat es geschafft, seinen miesen Charakter vor ALLEN Menschen in seiner Umgebung zu verbergen, mich selbst nehme ich da auch nicht aus!!!!
          Omi hat auch mich sehr geliebt, aber da auch sie ihren Schwiegersohn nicht durchschaute, hat sie kein Testament gemacht – wozu auch, da sie doch dachte, dass ihre Tochter als Alleinerbin und deren lieber, netter Ehemann das Vermögen gerecht auf ihre Nachfahren verteilen und weitergeben…
          Liebe osterhasebiene, ich bin mir sicher, dass Omi ein Testament zu Gunsten ihrer Enkel gemacht hätte, wenn sie ihren Schwiegersohn durchschaut hätte!!!! Das war ihr zweiter Fehler, aber den Fehler, den wahren Charakter meines Erzeugers nicht zu erkennen, den haben wir schließlich alle gemacht! In meiner Herkunftsfamilie ist mein narzisstischer Erzeuger, dieser hinterlistige kleine Teufel, eindeutig der Böse und es ärgert mich einfach, dass er damit (noch immer!) durchkommt!!!!

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Liebe Cindy, natürlich kann ich das alles nicht wirklich beurteilen, weil ich die Personen in deiner Familie nicht persönlich kenne. Vor meinem geistigen Auge entsteht halt so ein Gesamtbild/eine Struktur, verbunden mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich versuche, mich da hineinzuversetzen, mir vorzustellen und zu fühlen, was die Personen antreibt. Ich glaube dir, dass dein Erzeuger ein richtig schleimiger, autoritärer, eingebildeter Typ ist. Aber auch von sowas darf man sich zuletzt nicht blenden lassen. Ich denke da noch mit Entsetzen an unseren Direktor im Gymnasium! (aber zum Abi hat er mir ganz persönlich gratuliert und sich gefreut, dass ich´s auch geschafft hatte, während kein einziger aus meiner Familie an der Abi-Feier teilnahm oder mir gratulierte) Da hieß es nur: “ Und? Was machst du jetzt?“ – der einzige Kommentar!
            Der Krieg hat alle so sehr geprägt, am Ende zählte nicht mehr die persönliche Zuneigung, sondern nur noch das Überleben. Eine gute Partie musste her. So war das auch bei uns. Wie haben sich alle gefreut, als ich einen Reichen geheiratet habe. Da wird nicht nach Liebe gefragt, gepasst hat´s hinten und vorne nicht, auf der persönlichen Ebene. Aber egal, was soll´s. Ich habe versucht, mich anzupassen und alles wegzustecken, aber dabei mich selbst beinahe verloren. Ich glaube ohne mein Studium, das war immer mein Anker (dafür bin ich meiner Mutter wirklich dankbar), wäre ich untergegangen. Der Vorteil so einer standesgemäßen Ehe ist, dass du die Beschränkungen des anderen ganz genau kennst, akzeptierst und verstehen kannst! Das ist vielleicht auch eine Art Liebe – aber keine Entwicklung.
            Gut gemeint haben es vermutlich alle Beteiligten, aber das kommt eben oft nicht gut an. Ich glaube, dass diese Zeit von extremem Egoismus geprägt war und im Grunde jeder nur an sich selbst dachte, da waren keine Ressourcen frei für das Du (was die 68er ändern wollten und nicht konnten). Jeder holte sich was er kriegen konnte und der Schwächere blieb auf der Strecke.
            Gefühl und Selbstverwirklichung wurden als Spinnerei und Luxus abgetan. Zeiten, in denen die Gesetze des Überlebens galten. Viele wollten gar nicht sehen! Der Ehemann meiner Schwester -ebenfalls Arzt- und hochgepriesen von meiner Mutter, war alles andere als ein idealer Lebensgefährte. Allein mit der Geschichte könnte man schon Bände füllen, was mich als Kind bestimmt schwer traumatisierte. Wir konnten uns nur teilweise gegen die negativen Einflüsse abschirmen und schützen.
            Wenn mir jemand meine Selbständigkeit vorwirft (ich kann wirklich nur schwer Hilfe annehmen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Hilflosigkeit gnadenlos ausgenutzt wird) dann weiß ich jetzt, dass ich am Vertrauen einfach arbeiten muss. So ein Macho hätte bei mir keine Chance.
            Ich begegne immer wieder Menschen, die denken: „Na, mit der kann man´s ja machen! Die checkt das gar nicht! Da kann man was kostenlos holen!“
            Z.B. wollen sie mir Pflegebedürftige in der Nachbarschaft aufhalsen (und mir dafür im Winter ein wenig Schneeräumen) Haha – das bisschen Räumen schaff ich schon alleine! Eine Schulfreundin, die heute im Umweltministerium sitzt, hat plötzlich wieder meine Nähe gesucht: Warum? – ihre pflegebedürftige Mutter lebt ganz in der Nähe, da könnte ich doch öfter mal vorbeischauen – während sie mit ihrem Mann um die Welt düst. Das sind aktuell die Herausforderungen meines Lebens: Nicht mehr auf das geprägte Rollenmuster reinfallen, sich nicht erpressen und angst machen lassen. Ich weiß, was ich kann! Und ich kann weit mehr als A… abwischen. Ja, Cindy, das kann und will ich nicht tun!
            Wie Menschen schleimen können, wenn sie was von dir wollen, das ist schon manchmal fast wieder zum Totlachen!!!
            Diesen gesunden Egoismus hab ich von meiner narzisstischen und geschäftstüchtigen Mutter gelernt, denke ich.
            Der ausgeprägt Anti-Egoismus meiner Schwester ist sehr selbstschädigend, ein Opfer-Prinzip, das sich auch die katholische Kirche zunutze macht.
            Soweit ich mitbekommen habe, ist ihr Spezialgebiet „Frührente“, jedenfalls hat sie öfter mal erwähnt, dass sie wieder einen Fall durchgebracht hätte. Ansonsten spricht sie nicht über ihre Arbeit. Meiner Einschätzung nach ist meine Schwester ein schwerst-traumatisierter Mensch, menschlich nicht greifbar, irgendwie nebulös und allgemein…(man darf sie auch nicht anfassen, ausser Händedruck…ich hätte niemals als Kind gewagt, sie zu kitzeln oder irgendwie zu ärgern…ich glaube, da hätte sie einen getötet)
            Ich ärgere mich nicht mehr darüber, dass sie sich aus der Solidar-Kasse bereichert. So sind unsere Zeiten eben!
            Zwischen meinen Schwestern und meiner Mutter sind schlimme Dinge vorgefallen, die wir alle kennen, aber niemand spricht darüber. Meine Schwester verteidigt die Mutter sogar, aber ich habe in der Sterbewoche/Beerdigung meiner Mutter vieles beobachtet…was mit sehr zu Denken gab.
            Da ist so viel Schleim, Unaufgearbeitetes und Unehrlichkeit! Man weiß gar nicht, wo anfangen.
            Von ein paar unschönen Charaktereigenschaften lasse ich mich schon lange nicht mehr blenden (wenn einer so einen kleinen Spleen hat, was solls), ich habe mir angewöhnt, auf die Resultate zu schauen. Wie beeinflusst er sein Umfeld? Welche Schwingung entsteht dabei? Positiv-motivierend oder negativ-lähmend? Was löst er bei anderen aus? Wie ist er selbst motiviert? Was tut er, wenn du nicht seinen Erwartungen entsprichst? Meistens schmieren sich die Menschen gegenseitig aus und/oder einer gewinnt vordergründig. Oft muss ich feststellen, dass auch meine Schwingung nicht die beste ist!
            Märchen sind mir immer ein Trost und Hoffnung/Glauben an die persönliche Entwicklung!!! Ich stelle mit Menschen oft als Hexe, Teufel. Zwerg oder Ungeheuer vor…und wie ich sie besiegen kann -immer mit dem Ziel vor Augen, das Reich (meine Persönlichkeit) weise zu regieren, den Prinzen zum König zu machen und das ewige Leben…
            Ich glaube an die persönliche Entwicklung, Cindy!

            • cindy sagt:

              Da hast du recht, osterhasebiene, von solchen Narzissten wie meinem Erzeuger soll man sich nicht blenden lassen, aber ich selbst bin auch viel zu lange auf ihn hereingefallen und Kinder denken von Natur aus zunächst mal nichts Schlechtes über ihre Eltern…
              Eine frühere Schulfreundin, die damals auch den Rausschmiss aus meinem Elternhaus und das ganze Theater drumherum mitbekommen hatte, meinte neulich, ich hätte meinen Erzeuger damals sogar bewundert und sie hatte recht – schließlich vergötterten ihn doch alle in meiner Herkunftsfamilie, einschließlich seiner eigenen Eltern…!
              Es klingt vielleicht komisch, aber früher wollte ich tatsächlich so werden wie er und sogar auch Gymnasiallehrerin werden!
              Irgendwann merkte ich aber, dass es nahezu unmöglich war, so gut zu werden wie er – sein Abiturzeugnis hatte lauter Einsen, außer in Kunst und Sport, da hatte er jeweils „nur“ eine Zwei…
              Für meinen Werdegang interessierten sich meine Erzeuger aber nicht wirklich, sonst hätten sich mich ja auch nicht in der 12. Klasse rausgeschmissen und auf meiner Abifeier war auch keiner von meiner Familie dabei, nur mein damaliger erster Freund…

              Für meine naive und verwöhnte Erzeugerin war mein Erzeuger die beste Partie, die sie kriegen konnte und die beiden bildeten die perfekte Symbiose (so nennt meine Therapeutin das auch), zu der andere Menschen nicht wirklich Zugang haben, selbst die eigenen Kinder nicht… Zerstört werden kann diese Symbiose nur durch eine Sache auf der Welt: den Tod!!!! Im Gegensatz zu dir ist meine Erzeugerin mittlerweile jedoch so gelähmt, dass sie gar nicht mehr willens oder in der Lage wäre, da auszubrechen – sie ist in ihrer Entwicklung auf dem Stand des Mädchens stehengeblieben, das mein Erzeuger damals geheiratet hat und genau das gehörte auch zu seinem Plan…

              Deinen Sätze „Na, mit der kann man´s ja machen! Die checkt das gar nicht! Da kann man was kostenlos holen!“, den scheine ich auch auf der Stirn stehen zu haben, so oft bin ich halt schon auf Partner oder „Freunde“ hereingefallen, für die ich getan und gemacht habe, die mich aber, sobald ICH mal etwas brauchte, dann wie eine heiße Kartoffel haben fallen lassen…
              Ich bin dabei, genau dieses Muster von mir abzulegen, auch wenn es mich ein ganzes Stück einsamer macht, aber lieber alleine bleiben, als sich weiter ausnutzen zu lassen!!!!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Lieber allein – solange bis man das gelernt hat, was manche schon im Kindergarten können.

                • cindy sagt:

                  In den Kindergärten und Schulen heutzutage – ja, aber das geht meiner Meinung nach oft auch schon wieder in eine elternverachtende Richtung…
                  Oft gibt es mal wieder nur Schwarz oder Weiß, kein Grau…!

                  • osterhasebiene langnase sagt:

                    Wir Schafe müssen uns erst mal gegen unsere Verursacher abgrenzen (auch, um das Problem klar identifizieren zu können, um Klarheit zu bekommen) und unsere Kinder müssen das auch tun, wenn sie alt genug sind. Da gibt es aber immer zwei Ebenen: eine verbindende und eine trennende. Kinder von den Eltern zu trennen, halte ich auch für einen großen Fehler. Man muss
                    immer mit beiden arbeiten. In der TCM heißt ein Grundsatz: Wer die Mutter schwächt, der schwächt das Kind! Man kann nicht das Kind haben ohne die Mutter.

                    • cindy sagt:

                      Genau mein Reden osterhasebiene!!!! Leider erlebe ich es in unserer Gesellschaft andauernd, dass an Eltern, insbesondere Mütter nur noch Forderungen gestellt werden, anstatt dass wirklich Hilfe angeboten wird!
                      Das Verhalten von Jugendämtern und Familiengerichten halte ich oft für geradezu skandalös: Da trennt sich eine Ehefrau (endlich!) von ihrem narzisstischen oder gewalttätigen Ehemann und muss sich nachher tatsächlich noch mit diesem Tyrann „an einen Tisch setzen“ um „zum Wohl der Kinder gütliche Einigungen zu erzielen“!!!! Eine Mutter, die durch das Verhalten dieses Mannes sowieso schon krank und am Ende ihrer Kräfte ist – wie soll diese Frau noch Kraft genug haben, um gut für ihre Kinder sorgen, ihnen überhaupt noch eine gute Mutter sein zu können?!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Was ich einfach nicht akzeptieren kann, ist, das Leute mit schweren persönlichen Problemen in unserer Gesellschaft Macht und Reichtum erlangen, dabei andere nur entmutigen und falsche, pessimistische Lebensbilder verbreiten!
              Nach dem Abi hätte meine Schwester auch zu mir sagen können: So, jetzt bist du 20, da kannst du jetzt schon mal über die Frührente nachdenken! Das Leben lohnt sich sowieso nicht! Das war der geistige Nährboden meiner Herkunft: Wann gibst du endlich auf? Da kann ich nur entgegnen: Niemals! Da habt ihr euch mal schön gebrannt, ihr Lieben!
              Dieser Pessimismus und diese grundsätzliche Lebensfeindlichkeit sind nur eins: behandlungsbedürftig! Dafür kommt man nicht mal in den Himmel!

              • cindy sagt:

                Da gibt es für mich nur eine Antwort, osterhasebiene: Sie erniedrigen dich, damit du sie nicht von ihrem Thron stürzt, ihnen womöglich ihr Geld und ihre Macht wegnimmst!!!!
                So hat es mein Erzeuger doch auch mit mir gemacht: Es wurde nichts getan, um aus mir eine starke selbstbewusste Persönlichkeit zu machen, im Gegenteil: Ich wurde erniedrigt, mir wurden sämtliche schlechte Eigenschaften von Familienmitgliedern angedichtet, um meine Ausbildung haben sich meine Erzeuger keine Gedanken gemacht und mit dem Rauswurf war klar, dass es ihnen auch egal war, ob ich überhaupt mein Abitur schaffe…
                Meine Omi hat mich sehr gemocht und dann hat sie mich auch noch bei sich aufgenommen – für meinen Erzeuger war ich daher, was das Vermögen und die damit verbundene Macht angeht, ganz klar eine Konkurrenz!!!! Heute ist mir klar, dass sich meine Erzeuger nie wieder mit mir „vertragen“ hätten, wenn Omi nicht gewesen wäre! Mit ihrem Tod im Herbst 2009 und der daraus folgenden Erbschaft gab es für meinen Erzeuger keinen Grund mehr, noch eine Verbindung zu mir aufrecht zu erhalten und der große Knall war nur eine Frage der Zeit…

                • osterhasebiene langnase sagt:

                  Natürlich versuchen sie dich als Konkurrenten auszuschalten, Cindy. Wieweit das bewusst oder berechnend geschieht, kann ich nicht beurteilen. Aber die Schadenfreude auf ihrem Gesicht, wenn du dich selbst wieder mal zurückgestuft hast, verrät sie. Wenn sie dir deine Schwächen unter die Nase reiben, statt deine Stärken zu unterstützen, wenn sie lachen, wenn du immer wieder hinfällst. Wenn sie sagen, dass du das besser gar nicht versuchen sollst, weil das eh nichts wird…usw.

  33. Lucy30 sagt:

    Cindy, das ist ähnlich in bezug auf meinen Onkel. Sie wohnen in einem Haus, die Frau wollte dann noch ein Landhaus und die Tochter ein eigenes Haus, obwohl sie nie regelmäßig gearbeitet hat. So hat sich der Onkel verschuldet. Vermögen war nicht vorhanden. Das ist mir auch egal, jedoch hat er sich wegen diesen paar Tausend Euro nicht in die Geldangelegenheiten meiner Mutter einzumischen. Und das Schlimmere ist, dass meine Mutter noch mitmacht. Das ging die ganzen Jahrzehnte so, da ging es jedoch nicht um Geld. Für mich sind die 2 Intriganten und fühlen sich halt besser, wenn es einen Sündenbock in der Familie gibt. Ich habe ja anfangs schon geschrieben, dass ich als Kind schon das schwarze Schaf war, unehelich und von einem Ausländer, das war damals so etwas wie eine Schande. Und als Kind musste ich mir von meiner Mutter anhören: Du bist schuld, dass ich keinen Mann finde. Ich möchte mit diesen Sätzen das Bild vervollständigen. Entschuldige, dass ich auf deine Angelegenheit noch nicht so richtig eingegangen bin, das hole ich aber nach. Es ist das erste Mal, also hier, dass ich mal die ganzen Zus.hänge beschreibe. Lucy

    • osterhasebiene langnase sagt:

      @Lucy, das ist echt nervig mit dem Button, ist bei mir auch so. Ich nutze die Beschränkung, um alle überflüssigen Füllwörter rauszustreichen, auch ganz gut – einerseits.

      • Peter Teuschel sagt:

        Mittlerweile bin ich so weit, das als jetpack-bug identifiziert zu haben, was die Sache allerdings nicht behebt. Mal sehen, was der jetpack-Support damit anfangen kann.
        Also: Ich bin an dem Thema dran, kann es aber noch nicht beseitigen.

  34. osterhasebiene langnase sagt:

    Wir machen hier (fast) alle (sorry, wenn ich für alle spreche!) einen Fehler, der keinen Millimeter weiter bringt: Wir zeigen mit dem Finger auf andere und sagen „Der ist schuld“. Das ist zwar im Kern richtig, aber nützt nichts. Wir mussten auf vieles verzichten: Zuneigung, echtes Interesse, Wertschätzung, Nähe, Geborgenheit, moralische Unterstützung, Solidarität…Das ist alles nicht mit Geld und Besitz zu bekommen. Deshalb müssen diese Dinge anders erreicht werden. Der erste Schritt ist, sich einzugestehen, dass es nur darum geht. Der zweite Schritt: herauszufinden, auf welch unproduktivem, schädlichem Weg man versucht diese Dinge zu erlangen (über andere Menschen, die man beschuldigt?) Der dritte Schritt: Loslassen von untauglichen Mitteln (die viel kaputtmachen), den Mangel bei sich selbst sehen, Schritt für Schritt das Defizit ausgleichen (durch Bewusstwerdung der Gesamtsituation). Das tut weh! Wenn sich das Mangeldenken weitgehend aufgelöst hat, ist das Ziel erreicht. Hält man am Wunschdenken fest, müssen die Kinder die bittere Erfahrung machen, dass das sog. Luxusleben eine große Enttäuschung sein kann.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Und: Wer viel arbeitet (aber wenig nachdenkt!) ist nicht automatisch der moralisch bessere Mensch, sondern oft der Sklaventreiber, der andere in den Burnout/Krankheit/Depression treibt. Arbeit macht Sinn, wenn mit Sinn und Gefühl auf ein selbstgewähltes Ziel hingearbeitet wird. Menschen dabei zu unterstützen macht Sinn UND Freude. Man nennt es auch Selbstverwirklichung. Ich glaube daran. Burnout ist derart auf dem Vormarsch, dass der Schaden für uns alle als Gesellschaft unermessliche Ausmaße annimmt. Erst kürzlich habe ich mit einer Personal-Chefin darüber gesprochen und sie meinte nur, dass die Situation „ganz, ganz schlimm“ sei.

      • osterhasebiene langnase sagt:

        …meine Nachbarin hat kürzlich zu mir im Beisein der Enkeltochter geklagt, dass diese ja so faul sei (versteckter Hinweis auf die Schwiegertochter?), weil sie nicht gerne mit dem Fahrrad den Berg hoch fährt. Sie ist 3 Jahre alt. So fängt´s nämlich an…ich hab sofort gesagt, dass ich auch viel lieber bergab fahre usw., weil das viel mehr Spass macht…Die Kleine hat dann gesagt, dass sie jetzt heim möchte…und die Oma war enttäuscht. So geht kindliche Prägung!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Genau mein Thema!! Was Arbeit ist, kann nur jeder für sich selbst definieren! „Wer essen will, der muss auch arbeiten!“ sagt die böse Stiefmutter zu Aschenputtel, was für die Stiefschwestern aber nicht zu gelten scheint. Ist Glück/Zufall/Spekulation Arbeit? Viele große Firmen wurden genau dadurch reich. Sorry, aber darüber muss ich mich jetzt mal richtig auskotzen!!!

        • cindy sagt:

          Jeder definiert „Arbeit“ anders…
          Für vermögende Menschen ist es schon „Arbeit“, das richtige Personal zu finden – jammern auf hohem Niveau…

          • osterhasebiene langnase sagt:

            Da muss ich leider widersprechen, Cindy. Das richtige Personal zu finden und zu suchen, IST Arbeit, weil man sich die Mühe machen muss Menschen nach ihren wahren Interessen und Potenzialen zu erforschen. Das erfordert Intelligenz, Zeit und psychologisches Gespür bzw. Wissen.

            • cindy sagt:

              Das mag für den Verantwortlichen für das Personal einer Firma gelten, für denjenigen ist das tatsächlich Arbeit und erfordert das richtige Gespür!
              Ich denke beim „Jammern auf hohem Niveau“ aber eher an solche nur durch Erbschaft oder Spielgewinn reich gewordene wie meine Erzeuger, die mir doch tatsächlich schon mal weismachen wollten, wie schwierig es doch sei, gutes Personal für’s Putzen, die Gartenarbeiten und das Aufpassen auf ihre 3 Häuser zu bekommen…!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Ja, für Arbeiten wie Putzen u.ä., da muss man eben was drauflegen -wer macht das schon wirklich gerne als Lebensaufgabe – was den Reichen meistens in der Seele weh tut. Das ist auch das Anspruchsdenken, dass andere für sie was tun müssen, ihnen zu Diensten sein, weil sie sich als was ganz Tolles empfinden. Das Oben-Unten-Denken!

      • cindy sagt:

        Mein narzisstischer Erzeuger hasst allein schon das Wort „Selbstverwirklichung“! Insbesondere, wenn Frauen dies tun, ist das für ihn ein Frevel, da macht er auch keinen Hehl draus!!!!

      • cindy sagt:

        Mein narzisstischer Erzeuger hasst schon das Wort „Selbstverwirklichung“! Und insbesondere, wenn dies auch noch Ehefrauen oder Mütter tun, ist das für ihn ein Frevel, da macht er auch keinen Hehl draus!!!!
        Überhaupt sollen seiner Meinung nach Ehefrauen überhaupt nicht arbeiten gehen, da sie ja den Männern die Arbeitsplätze wegnehmen…!

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Das, cindy, sind für mich schräge Auswüchse, Potenz-und Protzgehabe, Imponierposen – das kann kein Mensch ernst nehmen! Da macht sich dein Papa nur lächerlich, was zeigt, wie schwach und hilflos er eigentlich ist. Sorry!

          • cindy sagt:

            Früher habe ich die Sprüche meines Erzeugers nicht ernst genommen und es war auch eine seiner Taktiken, solche Sprüche hinterher als „Spaß“ zu tarnen… Mittlerweile ist mir aber klar geworden, dass diese Sprüche doch kein Spaß waren, sondern sein bitterer Ernst!!!! Mein Erzeuger ist ein narzisstischer frauenverachtender Macho, der Frauen, die nicht nach seinem Gusto denken und handeln, gnadenlos von sich stößt (so wie seine jüngste Schwester und mich), es sei denn, er kann von ihnen Geld erwarten (wie von meiner Omi).

    • osterhasebiene langnase sagt:

      „Wenn das Innen verkümmert und das Außen glänzende Formen annimmt, was nützen da Gesetze?“ Tschuang-tse (Weisheiten aus China)

    • cindy sagt:

      Fast ein ganzes Leben lang wurde mit dem Finger auf uns gezeigt und gesagt „Du bist schuld!“ Jetzt ist es eben an der Zeit, dass auch mal auf diejenigen gezeigt wird, die vorher andauernd mit dem Finger auf uns gezeigt haben!!!!

  35. osterhasebiene langnase sagt:

    So, noch ein Abstecher in die Altenpflege: diese so rechtschaffenen, arbeitssamen, selbstgerechten, fleißigen UND grantigen, unzufriedenen, lustlosen, unmotivierten, unfreundlichen, kranken Menschen erheben irgendwann Anspruch auf Pflege. Aber wer tut es? Angehörige haben oft besseres zu tun, verständlicherweise. Aber auch hier gilt: Wen man liebt, den kann man pflegen. Ansonsten ist es beidseitig nicht sehr erfreulich. (Was man liebt, das soll man tun! Immer – ohne Ausrede. Oder man soll das tun, was man liebt – oder es bitte sein lassen.) Junge Mädchen zu verdonnern (wegen schlechter Ausbildung u.a.) diese mürrischen, oft zynischen Alten zu versorgen, das ist so, wie dem bösen Drachen jeden Tag eine Jungfrau zu opfern! Es traumatisiert sie, es demoralisiert sie. Scheidungen und Misshandlungen in der Ehe, psychosomatische Krankheiten sind an der Tagesordnung. Ich habe selbst erfahren, dass einem plötzlich vieles egal wird. Das liegt auch nicht nur an der miesen Bezahlung. Es ist so ein Sch…job! Diese Frauen brechen oft einfach aus und werden unberechenbar. In unserer Kultur überfordern wir uns alle gegenseitig.

    • cindy sagt:

      Einen Job in der Altenpflege könnte ich nicht machen und auch privat kann und möchte ich niemanden pflegen, dafür habe ich nicht die nötige Geduld…
      Aber da bin ich wenigstens ehrlich, auch zu mir selbst!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Vorsichtig bin ich immer, wenn jemand meine Seele haben möchte, die bekommt er nicht! Meine Seele gehört nur mir allein. Mein Herz
        bekommen Menschen/Dinge schon. Das ist nämlich auch so ein Zeichen von Religion (im Sinne von Konfession/Kirche) und Sekte (wenn ich das jetzt zusammenschmeiße, ist es nicht korrekt, Religion ist einfach nur Rück-Bindung), dass sie die Seele wollen, nicht das Herz. Sie wollen alles! Dein Herz, das wollen sie gar nicht, nein, sie wollen deine Seele besitzen und beherrschen. Vielleicht gibt es einen Weg, den Menschen/Angehörigen sein Herz (Mitgefühl) zu schenken, aber die Seele zu behalten. Geht´s nicht auch darum?

        • osterhasebiene langnase sagt:

          Der Narzisst ist nur scharf auf deine Seele. Das verleiht ihm Macht und Potenz. Die Liebe/Herz will der Narzisst gar nicht. Dein Herz/Wünsche ist/sind ihm egal. Deshalb ignoriert er es. Er möchte dein Denken und dein Wesen ganz vereinnahmen, dich ganz abhängig machen. Nur das ist ihm wichtig. Du sollst ihm ganz hörig sein/gehören. Cindy, dein Vater ist ein harmloser Wicht, ein Großmaul! (du darfst mich jetzt hassen!) Das Böse lauert im Hintergrund und zieht dort seine Fäden (ich halte nichts von Verschwörungstheorien!). So ist meine Intuition und Empfindung, tut mir leid. Deinem Vater wurde eine unwürdige Rolle übertragen und er spielt sie gut (mit geballter Faust). Er ist der Bösewicht in der Geschichte. Das Geld empfindet er vielleicht als Seelentrost und er prahlt damit, um seine verletzte Männlichkeit wieder aufzupolieren. Aber er ist ein Opfer in der Konstellation. Ein Narzisst bewundert andere nicht, er verachtet sie, macht sie nieder im Wechsel mit Lob (das tut er bei seiner Ehefrau nicht). Aber er hasst die Schwiegermutter. Der Hass erstreckt sich möglicherweise von der eigenen Mutter bis hin zu den Töchtern, zu allen Frauen – ausser der einen, die er zur Madonna erklärt. Man kann sich nicht ein Leben lang verstellen, schon gar nicht ein Narzisst. Deine Mutter hat die Rolle selbst gewählt!!! Beide sind Opfer einer Hexe – könnte ich mir vorstellen. (Auch Prinzen sind Opfer!) Cindy, ich hoffe sehr du nimmst mir das jetzt nicht persönlich übel oder siehst es als persönlichen Angriff. Deine persönlichen Empfindungen möchte ich dir niemals ausreden. Du bist liebenswert!!! Vielleicht weiß deine Therapeutin einen Rat.

          • cindy sagt:

            Liebe osterhasebiene, ich hasse dich nicht!
            Ich sehe das Ganze nur etwas anders als du – meine Erzeuger sehe ich nicht als Opfer (von wem oder für wen denn auch?), ich sehe sie als Täter und die kriegen von mir überhaupt nichts mehr – weder meine Seele, noch mein Herz und auch kein Verständnis!!!! Dieses könnte ich nur aufbringen, wenn sie z.B. als Kinder selber in irgendeiner Form gelitten hätten, z.B. unmittelbar durch den Krieg… Und auch der Krieg muss Menschen nicht automatisch böse machen, dazu hätte meine Omi dann wahrlich mehr Grund gehabt!!!!

            • osterhasebiene langnase sagt:

              Liebe Cindy, man könnte -um nicht einzelne Personen herauszugreifen und zu beschuldigen- auch besser sagen:
              Das Böse im Hintergrund (das die Fäden zieht) ist so was wie eine ideologische Ur-Suppe!!!

              • osterhasebiene langnase sagt:

                Nietzsche hat das das Böse auch die Herrenmoral genannt. Der gütige Herr (oder die Herrin), der es dem anderen nur gut meint…(und dabei ureigentlich nur an sich selbst denkt)

                • cindy sagt:

                  Eine Taktik, die insbesondere weibliche Narzissten gerne anwenden: So tun, als ob man es nur gut mit dem Kind (oder der Schwester) meint und in Wirklichkeit nur zum eigenen Vorteil handeln…!

                  • osterhasebiene langnase sagt:

                    Ja, das ist ganz typisch weiblich und besonders fies. Männer gehen da wesentlich offensiver und aggressiver vor. Sie schüchtern Menschen eher ein.

  36. osterhasebiene langnase sagt:

    Cindy, zu deinem Kommentar oben konnte ich nicht mehr antworten und habe es dann aus dem Auge verloren – über all den ernsten Themen! Zu „Sex mit dem Ex“, da gibts einen wirklich sehenswerten Film mit Meryl Streep in der Hauptrolle „Wenn Liebe so einfach wäre“!

    • osterhasebiene langnase sagt:

      🙂 🙂 🙂

    • cindy sagt:

      Kenne den Film leider (noch) nicht, aber ich glaube, dass viele Menschen Liebe mit „haben wollen“ verwechseln – gerade, wenn man ihnen als Kind keine oder zu wenig Grenzen gesetzt hat… Irgendwie meinen solche Menschen anscheinend, das geht dann im Erwachsenenleben so weiter, dass sie alles bekommen, was sie wollen, aber ohne etwas dafür tun oder auch mal zurückstecken zu müssen… An solche Menschen gerate ich anscheinend immer wieder, weiß der Geier, warum…
      Mein Ex lässt übrigens jetzt seit einigen Wochen nichts mehr von sich hören, da ich auf seine Anmachen nicht so reagiert habe, wie er es gerne gehabt hätte – laut seiner Aussage hat er gelernt, aber an diesem Verhalten erkenne ich, dass er in den ganzen Jahren kein Bisschen schlauer geworden ist und sich auch nicht geändert hat – es ist so typisch für ihn!!!!

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Genau darum geht´s in dem Film, um „haben wollen“, aber nichts dafür tun wollen – in der Liebe (verwöhnte Muttersöhnchen). Sehr differenziert in Szene gesetzt und ohne moralischen Zeigefinger. Die Hauptfigur hat sich weiterentwickelt (im Gegensatz zum Mann) und deshalb funktioniert´s nicht mehr. Der Neue punktet mit anderen Qualitäten. Und es geht vor allem um die Entwicklung des Selbstbewusstseins der Frau.

  37. Lucy30 sagt:

    Ich möchte mal die Eigenschaften meiner Mutter beschreiben. Sie ist voller Minderwertigkeitskomplexe. Sie tritt nirgendwo selbstbewusst auf, weder bei Ärzten, im Supermarkt, bei ihren Geschwistern noch früher bei ihren Kollegen. Sie passte sich jahrelang ihre Mann an und es kam nur wenig Widerspruch. Sie warf mir Sachen ins Gesicht, die ich zum Teil noch niemanden erzählt habe, weil ich mich dafür schäme, dies auszusprechen. Es geht jetzt weiter mit Mauscheleien mit ihrem Bruder, der sie eigentlich noch nie für voll genommen hat, über mich und meinen Sohn. Vollkommen unbegründet, da wir noch nie Geld gefordert haben. Ich war schon immer das Ventil für ihr eigenes Leben. Dass sie mit ihrem Bruder über uns weiterhin mauschelt, kann ich mir nur so erklären, dass sie Sündenböcke weiterhin braucht und sich somit auf die Stufe der Geschwister stellen will. Weil innerhalb der Geschwister war sie immer die im Rang Unterste. So hat sie sich immer gefühlt. Es ist für mich jedoch schizophren, sich dann ihre Abkömmlinge auszusuchen – also mich und meinen Sohn um uns in ein schlechtes Licht zu rücken. Das alles übersteigt meinen Verstand und ich weiß trotzdem, hier bin nicht ich falsch, sondern sie. Aber vom Psychischen her geht es mir dann schlecht, so wie im Moment. Aber da muss ich halt durch.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Lucy, selbstunsichere Menschen verstecken sich oft hinter einer Rolle (spielen die Kompetenz) oder hinter Menschen (machen Schwächere zum Sündenbock und unterwerfen sich Stärkeren). Als Kind durchschaut man das nicht, aber man spürt, dass da was nicht richtig oder echt ist.

      • Lucy30 sagt:

        Ich danke dir für die Antwort. Genau so ist es bei meiner Mutter! Wie schon oben beschrieben. Das ist der Kern der Sache bzw. bei meiner Mutter. Du bringst es auf den Punkt. Das war mir nicht so recht bewusst.

        Viele Grüße!

    • cindy sagt:

      So wie bei meiner Erzeugerin auch – sie spielt die Grand Madame, die ja so toll ist, weil sie ja auch so einen tollen Ehemann hat, aber in Wirklichkeit ist sie zur Marionette ihres Mannes mutiert… Bin echt mal gespannt, was passiert, wenn er mal nicht mehr sein sollte und ob es die liebe Verwandtschaft dann endgültig schafft, sich an den Goldesel und meine Schwester dranzuhängen – ansonsten wird’s ein anderer, z.B. ein Heiratsschwindler o.ä. tun…

      • osterhasebiene langnase sagt:

        Alle Schwindler und Schleimer dieser Erde werden sich an deine Mutter/Schwester hängen, Cindy, und ihr alles Mögliche einreden und ihr das Geld aus der Tasche ziehen – wenn sie es nicht lernen, für ihre eigenen Interessen einzustehen und für sich selbst zu sorgen. Meine Schwester zog auch viele Verwandte und Bekannte an, die sich was erhofften. Als sie sahen, wie sie mit mit umging, haben sie sich zum größten Teil zurückgezogen, um ihre Kinder zu schützen. Sie wird mal einsam in ihrem Altenheim sterben. Meine Kinder habe ich aufgeklärt. Sie sollen nur tun, was sie selbst wollen. Dafür ist mir nichts zu teuer! Lieber tausend Umwege selbst gegangen, als den Boden unter den Füßen verlieren und zur Marionette werden.

  38. Lucy30 sagt:

    Ich werde demnächst das Buch von Herrn Teuschel bestellen, damit ich mehr erfahre.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Das ist ein sehr gutes Buch, Lucy! Es tröstet und kann auch vorübergehend Wut auslösen, aber es führt tendenziell in die richtige Richtung, motiviert, der Sache
      (man weiß schon lang, dass was faul ist!) wirklich auf den Grund zu gehen.

      • Lucy30 sagt:

        Ja, das ist was ober-, oberfaul. Ich muss jetzt schon beinahe lachen. Aber das ist ja auch mal erlaubt in so einer Situation. Wurde aber auch Zeit, dass mir das mal so richtig bewusst wurde und ich die einzelnen Familienmitglieder – mit Hilfe von der Seite – durchleuchten konnte.

        Viele Grüße!

  39. osterhasebiene langnase sagt:

    Ich muss ganz ehrlich sagen, meine narzisstische Mutter war für mich immer eine bewundernswerte und taffe Frau, aber gemocht habe ich sie nie. Erst im hohen Alter, als sie hilfebedürftig wurde, habe ich irgendwie angefangen sie zu lieben, das waren so ca. 3 Jahre. Nach dem Tod hat sie mir zum Teil gefehlt, aber es war auch eine große Befreiung. Sie hat mir aber beigebracht, wie man sich durchsetzt, wie man Qualität erkennt und was einen Wert hat und was nicht – obwohl mir das meine Schwester konsequent austreiben wollte.

    • osterhasebiene langnase sagt:

      Ein Teil meiner Schwester mag mich bestimmt auch (was sie halt darunter versteht, Fürsorge usw.), aber ein anderer Teil hasst mich auch und will mich kleinmachen (Neid, Konkurrenz…), weil der Hass in ihr tief drinnen steckt (Trauma). Ich kann und will mich dem nicht mehr aussetzen, es kostet zu viel Lebenskraft, die ich für mich selbst brauche.

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