BLACK SHEEP is back in Europe

Der Travel Bug BLACK SHEEP, der im Paralleluniversum der Geocacher unterwegs ist, um allen schwarzen Schafen in der Welt die Botschaft zu überbringen, dass sie nicht alleine sind, ist nach seinem längeren Aufenthalt in USA wieder wohlbehalten, wenn auch etwas derangiert, in Europa angekommen. Genauer gesagt befindet er sich derzeit in Irland. Ich bin sehr gespannt, wohin ihn seine mittlerweile über 37000 km lange Reise noch führt.
Die Wege von BLACK SHEEP dokumentiere ich hier.

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Die schwarze Herde ist wieder online

Nachdem die schwarze Herde zwei Tage lang nicht erreichbar war, funktioniert jetzt wieder alles. Schuld war ein Konflikt mit einem plugin.

Ich selbst war durchgehend eingeloggt und habe deswegen den Ausfall gar nicht mitbekommen. Erfreulicherweise hat mich Userin maro per email darauf aufmerksam gemacht.

Wann immer etwas nicht stimmt, bitte melden Sie es mir, damit ich versuchen kann, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.

Allen noch ein schönes Rest-Pfingsten!

Peter Teuschel

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Schwarze Schafe. Und ein weißes.

Und wieder hat Userin Justina ein wunderbares Foto für die schwarze Herde geschickt.

Bei dieser Familie scheint die friedliche Koexistenz von weißen und schwarzen Schafen kein Problem darzustellen. Vielen Dank für das Bild!

 

Peter Teuschel

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Nachösterliches Prachtschaf

Dieses schöne Exemplar eines schwarzen Schafes im braunen Pelz hat Userin Justina an der Nordseeküste entdeckt und an die schwarze Herde geschickt.

Besten Dank!

Peter Teuschel

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Allen schwarzen Schafen schöne Ostertage!

Gerade an Feiertagen wie Weihnachten oder eben auch Ostern ist das Thema „Ausgrenzung aus der Familie“ brandaktuell.

Ich wünsche allen, die von dieser schlimmen Erfahrung betroffen sind, ruhige, stimmige und tröstliche Ostern, in Gesellschaft lieber Menschen oder ganz zufrieden alleine mit sich selbst.

Peter Teuschel

 

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Google Sheep View

Userin Sophie hat einen schönen Artikel aufgetan. Darin geht es um die Färöer Inseln, denen bisher eine Kartierung durch Google Street View versagt geblieben war. Nun aber wird doch aufgezeichnet: Mit der Hilfe von Kameras auf dem Rücken von Schafen!

Google has arrived

Eine schöne Geschichte über Schafe allgemein, ihre Nützlichkeit und die Zusammenarbeit zwischen schwarzen und weißen Vertretern dieser Spezies.

Vielen Dank fürs Finden und Teilen!

Peter Teuschel

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Anmerkungen zum Kontaktabbruch innerhalb der Familie

Heißt Distanz immer Kontaktabbruch?

In den Kommentaren zur Nachtcafe-Sendung kam die Frage auf, wie ich zum Thema Beziehungsabbruch bei familiären Konflikten stehe und warum ich nicht prinzipiell zum „Ausstieg“ aus der Familie rate. Das ist ein wichtiges Thema, das ich hier noch einmal aufgreifen möchte.

Im Buch „Das schwarze Schaf“ habe ich als Ziel jedes Menschen, der Opfer innerfamiliärer Benachteiligung geworden ist, die Distanz angeführt. Darunter verstehe ich Abstand von allen Menschen innerhalb und außerhalb der Familie, die mir schaden und, in meinen Augen noch wichtiger, Distanz zu eigenen Einstellungen und Bewertungen.
Ich darf mich hier einmal selbst zitieren: „Abkehr bedeutet nicht, diesen Menschen den Rücken zu kehren und sie zu meiden. Das kann in Einzelfällen gut und richtig sein, aber in der Regel empfiehlt es sich, die „eigene Stellung zu halten“ , also im Kontakt mit diesen Menschen zu bleiben und sich gegen Benachteiligung zu wehren.“ (S. 238 im Buch, 3.Auflage)

Im Laufe der Jahre, die seit der Veröffentlichung des Buches vergangen sind, habe ich sehr viele schwarze Schafe kennengelernt, die auf unterschiedliche Weise diese Distanz hergestellt haben. Es waren auch viele darunter, die den Kontaktabbruch mit der Familie als einziges Mittel gesehen haben, mehr als ich zuvor gedacht hatte.
Aber mein obiges Zitat würde ich trotzdem wieder so schreiben.

In sehr vielen Fällen ist der Kontaktabbruch nicht das geeignete Mittel, um das Schicksal als schwarzes Schaf zu bewältigen.

Nur ein Beispiel dazu: Nach einem Leben als benachteiligtes Familienmitglied kommt der große Hammer mit Enterbung und Verstoßen aus der Familiengemeinschaft zu einem Zeitpunkt, wenn das schwarze Schaf bereits Kinder hat. Diese Kinder haben regelmäßigen Kontakt mit den Großeltern. Wie soll das schwarze Schaf sich nun verhalten? Den Kindern den Umgang mit den Großeltern verbieten? Eine überaus knifflige Situation, die ich mehrere Male miterlebt habe. Die in dieser Konstellation von den Betroffenen gewählte Art der Distanz war nie der Kontaktabbruch, was ich gut nachvollziehen konnte.

Aber auch in allen anderen, nicht so speziellen Situationen wählen viele schwarze Schafe eine Form der inneren Distanz, die einen Kontakt mit den Eltern und/ oder Geschwistern, wenn auch meist in deutlich reduzierter Frequenz, noch möglich macht. Die Gründe für diesen Weg sind vielfältig, aber meist verstehbar. Häufig habe ich auch erlebt, dass ein schwarzes Schaf zunächst einmal komplett die Beziehung abgebrochen, aber nach einiger Zeit in deutlich distanzierterer Weise wieder aufgenommen hat.

Ich rate schwarzen Schafen nicht zum Kontaktabbruch.
Ich rate schwarzen Schafen aber auch nicht, den Kontakt nicht abzubrechen.

Wann immer ich beteiligt bin, rate ich dazu, sich keinen Weg von vorne herein zu verbieten, sondern die jeweils für den einzelnen am besten passende Lösung zu suchen.

Soviel zum Thema „schwarzes Schaf“.

„Familie“ geht weit über das Thema „schwarze Schafe“ hinaus

Nun behandle ich aber nicht nur schwarze Schafe, sondern habe ein wesentlich weiter gefasstes Betätigungsfeld in meiner Rolle als Psychiater und Psychotherapeut.

Was Kontaktabbrüche in der Familie allgemein betrifft, habe ich schon alles gesehen: Wichtige und erforderliche Beziehungspausen, die unter Umständen ein Leben lang andauern. Nach Jahren der Distanz erfolgte und sinnvolle Wiederannäherung. Ich kenne Beziehungsabbrüche aus Rache, zur Bestrafung und vor dem Hintergrund eines schlechten Einflusses Dritter auf den Kontaktabbrecher. Mir sind Fälle bekannt, in denen jemand sich als schwarzes Schaf bezeichnet, aber durch sein Verhalten bewirkt hat, dass keiner in der Familie mehr etwas mit ihr oder ihm zu tun haben will.

Kontaktabbrüche können gut oder schlecht, sinnvoll oder leichtfertig, unmotiviert, grausam, bestrafend oder die einzige Rettung sein.

Aus Sicht eines schwarzen Schafes, das für sich den Weg des Beziehungsabbruchs wählt, mag dies befremdlich erscheinen. Aber niemand sollte sein eigenes Schicksal als Maßstab für allgemeine Handlungsanweisungen verstehen. Und auch wenn die eine oder der andere die Welt ausschließlich durch die eigenen Augen sehen will, so mag dies für sie oder ihn in Ordnung sein.

Ich selbst kann mir diese prinzipielle Einengung auf richtig/ falsch oder gut/ schlecht  nicht erlauben und sie entspricht auch nicht meiner Einstellung. So einfach gestrickt ist das Leben nicht. Als Psychiater (und als solcher saß ich im Nachtcafe) muss ich mir meinen Weit- und Überblick behalten, der sich zum einen aus meiner Ausbildung und zum anderen aus meiner Erfahrung ergibt.

Das bedeutet nun nicht, dass es nicht für viele schwarze Schafe die beste und einzige Lösung ist, die Beziehung und den Kontakt zu ihrer Familie abzubrechen. Hinter diesen Menschen stehe ich genauso wie hinter allen, die andere Wege gehen und wieder anderen, die mit dem Thema „Familie“ ganz andere Probleme haben.

Peter Teuschel

 

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So wars im Nachtcafe …

Auf meinem Blog Schräglage habe ich einen kurzen Rückblick zu meiner Teilnahme am SWR Nachtcafe „Pulverfass Familie“ gepostet:

Als Psychokommentator-Sidekick im SWR Nachtcafe

 

Peter Teuschel

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„Pulverfass Familie“ im SWR Nachtcafe

Hier ein für alle schwarzen Schafe sicher interessanter Programmhinweis:

Am Freitag, den 9.12.2016, läuft im SWR die Sendung „Nachtcafe„. Viele werden sie kennen, es ist eine der dienstältesten Talkrunden im TV.
Für die Adventszeit haben sich die Verantwortlichen das Thema „Pulverfass Familie“ vorgenommen und – Freude und Ehre – mich in die Sendung eingeladen.

Nachdem ich seit Mitte November mit sehr sehr vielen Patienten über die „drohenden“ Weihnachtstage spreche, weiß ich, dass dieses Thema sicher auf großes Interesse stößt.

Falls jemand Lust und Zeit hat, hier die Sendezeiten:

Freitag, 9.12.16 um 22:00
Samstag, 10.12.16 um 10.15
Donnerstag, 15.12.17 um 01:45

Peter Teuschel

Beitragsbild © Mat Hayward – Fotolia.com

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Buchrezension: „Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger

Kuckuckskinder sind eine Unterform des „schwarzen Schafes“. Bei dieser Gruppe ist der Grund für die Ausgrenzung innerhalb der Familie deutlich: Der leibliche Vater ist ein anderer als der gesetzliche. Viele „schwarze Schafe“ rätseln, ob sie vielleicht Kuckuckskinder sein könnten, ohne je Gewissheit zu bekommen.

Bei Sophie Christina Aichinger ist das anders. Sie ist sich mittlerweile sicher. Bis zu dieser Erkenntnis war es aber ein langer Weg. Diese Erfahrung hat sie in einem Buch niedergeschrieben:

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Zurückblickend auf eine belastete Kindheit erfährt die Autorin durch einen Zufall, dass der Mann, den sie für ihren Vater gehalten hat, nicht ihr leiblicher Vater ist. Damit beginnt eine Suche, die sie über Jahre beschäftigen wird. Nur ihrer Beharrlichkeit und ihrer Entschlossenheit ist es zu verdanken, dass sie auf diesem Weg nicht aufgibt, sich nicht ins Bockshorn jagen lässt. Und es sind einige Menge Schwierigkeiten, die sie bewältigen muss, um endlich Sicherheit zu haben.

An einen „biographischen Roman“ gehe ich als Rezensent immer mit einem eher mulmigen Gefühl heran. Bei allem Verständnis für die persönliche Betroffenheit des Autors stellen sich bei dieser Gattung mehrere Fragen: Ist die Handlung auch für jemand anderen interessant? Wollen das nur Kuckuckskinder lesen? Wie ist der Stil? Ist es also mehr als nur „Betroffenheitsliteratur“?

„Meine Geschichte habe ich einfach so drauflos geschrieben“ steht in der Danksagung am Ende des Buches. Kann so etwas gut gehen?

Um die Spannung nicht noch weiter zu steigern: Es geht gut!

Die Autorin hat einen lockeren Stil mit viel Dialog und wörtlicher Rede. Das liest sich leicht und geschmeidig. Der Spannungsbogen des linear aufgebauten Textes ergibt sich aus der schnell einsetzenden Identifikation des Lesers mit der Hauptperson, deren persönliche Betroffenheit gut rüberkommt und mit der man schnell „mitfiebert“. Die Geschichte ist detailreich erzählt und wirkt über manche Strecken fast wie ein Krimi.
So ein Buch steht und fällt natürlich mit der Begabung der Autorin zum Schreiben. Sophie Christina Aichinger braucht sich hier nicht zu verstecken. Sie schreibt abwechslungsreich, farbig und emotional.

„Ungewollt“ ist nicht nur für Kuckuckskinder lesenswert. Letztlich ist es die Geschichte einer Frau, die mit großem Einsatz um ein Stück ihrer Identität kämpft.
Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen.

Peter Teuschel

„Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger
books on demand
ISBN 978-3837015027

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