Schwarze Schafe, ein schwarzer Esel und Zerberus

Und wieder gibt es neue Bilder von Leserseite. Diesmal sind es leibhaftige schwarze Schafe:

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Die Fotografin, Justina, teilt mit uns auch die Geschichte dieser Bilder:

Diese Schafherde (es sind bayr. Bergschafe) haben wir per Zufall auf der Rückreise von Umbrien vor 3 Wochen in der Nähe von Schloß Emrau entdeckt. Ursprünglich sollte hier im Forum ein Pecorino nero aus der Nähe von Perugia  stehen. Blöderweise hatte ich an dem Tag keine Kamera dabei. Angestachelt von dem „Verlust“ – dieses kleinen Schafs (mit  einem kleinen weißen Fleck auf dem Kopf), es zeigte sich nie mehr, es hat wohl seine neue Weidefläche von da an geheimgehalten – ging ich nie mehr ohne Fotoapparat aus dem Haus. Es sollte bis zu unserem Zwischenstopp in der Nähe von Garmisch dauern, bis ich wieder fündig wurde. Dieses Mal war es eine weiße Schafherde mit einem schwarz-weiß gepunkteten Lamm und einem  schwarzen Lamm mit zwei weißen Füßen. Welch unerwartete „Beute“! Bis wir die Kamera einsatzbereit hatten, waren aber auch diese Lämmchen weg, dieses Mal im Stall. Die davorstehende, nicht sehr freundliche „Gralshüterin“ gab uns unmißverständlich zu verstehen, daß die Tiere im Stall seien (als ob man im Stall nicht fotografieren könnte). Zufällig hat die Bedienung des Landgasthauses, in dem wir abgestiegen waren, unseren Frust mitbekommen und uns den Tipp mit der komplett schwarzen Schafherde im Nachbarort in nobler Schloßnähe gegeben, und wir haben diese sofort nach Rücksprache mit dem sehr freundlichen Besitzer abgelichtet. Am nächsten Morgen begaben wir uns dennoch  nochmals kampfbereit zu dem ersten Schafstall. Gerne hätten wir auch den danebenstehende bildschönen rabenschwarzen Esel fotografiert. Es muß wohl das „schwarze Schaf“ unter den Eseln gewesen sein.  Leider stand auch dieses Mal der Zerberus an Ort und Stelle, die Blicke waren eindeutig. Nun, dafür  hatten wir  die Fotos  einer ganzen Herde bildschöner schwarzer Schafe im Kasten.
Viele Grüße Justina

Also die Schafe im ersten Bild sind doch wirklich schon eine kleine schwarze Herde …!

Herzlichen Dank für Bilder und Geschichte dazu. Und für die Erkenntnis, dass es auch unter den Eseln schwarze Schafe gibt.

Peter Teuschel

Bilder: ©Justina

 

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Schwarze Schafe sind was ganz Besonderes

Wunderbar, wenn die User des Forums Bilder schicken. Hier ein ganz besonderes Exemplar. Eingeschickt hat es Cindy, die sich sehr über diese Karte gefreut haben dürfte!

Besonderes schwarzes Schaf

Vielen Dank fürs Mitgestalten der Seite!

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Ja, is denn jetzt scho Ostern vorbei?

Dieses wunderschöne Bild einer gemischten schwarz-weißen Schafherde erreichte mich pünktlich zu Ostern. Da ich damals keine Zeit hatte, es einzustellen, möchte ich das jetzt nachholen.

Danke an Justina für das Gruppenbild!

© Justina

© Justina

Peter Teuschel

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Kuckuckskinder: Seltener als gedacht?

Kuckuckskinder sind oft klassische „schwarze Schafe“. Sie haben darunter zu leiden, dass sie vom Vater (mitunter auch von beiden Eltern) schikaniert, weggeschoben und unter Umständen sogar verstoßen werden. Hintergrund ist die Annahme (oder die Gewissheit) des Vaters, dass das Kind nicht von ihm, sondern von einem anderen Mann ist.

Über die Häufigkeit von Kuckuckskindern gab es bislang nur Mutmaßungen oder aber Zahlen aus Vaterschaftstests, die wegen des Verdachts ehelicher Untreue durchgeführt wurden. Dabei kursierten Häufigkeiten von 10 bis 20 %.

Jetzt hat eine belgische Forschergruppe der Universität in Leuven die genetische Linie von 500 Belgiern unter Zuhilfenahme der Ahnenforschung ausgewertet. Sie fanden eine Häufigkeit von unter einem Prozent (0,9%) an Kuckuckskindern pro Generation.
Das Team um Larmuseau zitiert auch Studien aus Italien, Spanien, Südafrika und Mali, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

Muss der Mythos von der Häufigkeit der Kuckuckskinder also revidiert werden?

Wie so oft sagen Prozentwerte nichts aus über das Leid, das im Einzelfall für Betroffene entsteht. Aus meiner Erfahrung sind auch die Fälle, in denen der Vater lediglich vermutet, das Kind könne nicht von ihm sein, außerordentlich einschneidend für die „entliebten“ Töchter oder Söhne. Umgekehrt gibt ein nicht erklärliches abweisendes Verhalten eines Vaters immer wieder Anlass zur Frage: „Bin ich ein Kuckuckskind?“ Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass die „Mär“ von den 10 bis 20% unehelichen Kindern, die einem Vater untergeschoben werden, natürlich auch das Misstrauen vieler Männer befeuert hat.

Strict father punishes his son

Insofern sind die neuen Zahlen wichtig, um gerade zu rücken, dass Kuckuckskinder bei weitem nicht in dieser Häufigkeit auftreten wie es immer wieder kolportiert wird.
Ein Trost für von dieser Thematik auf die eine oder andere Weise Betroffene ist das aber natürlich nicht.

Peter Teuschel

 

P. S. Zu diesem Thema habe ich vor einiger Zeit einen Gastbeitrag im Kuckucksvaterblog geschrieben: Der Dolch.

 

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BLACK SHEEP in USA

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Der Travel Bug BLACK SHEEP kommt weit herum. Auf der entsprechenden Seite hält BLACK SHEEP uns auf dem Laufenden. Nachdem eine Info über das Thema „schwarzes Schaf“ in englischer Sprache mitreist, ist es nicht ausgeschlossen, dass sich von dort mal jemand meldet.

Peter Teuschel

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Collage „Das schwarze Schaf“

Gerade habe ich per email eine Collage zugeschickt bekommen. Sie zeigt, was aus schwarzen Schafen werden kann, wenn sie es schaffen, ihre Rolle in der Familie abzustreifen und sich Wahl-Beziehungen zu suchen.

Gefällt mir super gut und mit Erlaubnis des Collagenkünstlers präsentiere ich sie hier allen schwarzen Schafen (bitte nur bewundern und nicht kopieren, ist Eigentum des Erstellers!):

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Peter Teuschel

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Bunte Schafe unerwünscht?

Gerade findet auf Twitter und in Facebook ein kleiner Shitstorm statt. Hier springe ich gerne mal auf den fahrenden Zug auf, weil das Thema ein klassisches „Bunte-Schafe“-Problem ist.

Gerade diejenigen Kinder, die ihre künstlerische Ader nicht nur im Privaten ausleben, sondern einen Beruf daraus machen wollen, haben es in vielen Familien nicht leicht.

© Vera Kuttelvaserova - Fotolia.de

© Vera Kuttelvaserova – Fotolia.de

Jeder kann nachvollziehen, dass Eltern für Ihre Kinder „nur das Beste wollen“ und sich für diese einen Beruf wünschen, mit dem sie später einmal ihr Geld verdienen können.
Es gibt aber auch Kinder (und ich kenne einige von diesen ehemaligen Töchtern und Söhnen), die kreuzunglücklich werden, wenn sie von ihrem künstlerischen Weg abgedrängt und in eine Ausbildung gezwängt werden, die nur den Eltern sinnvoll erscheint.

Geradezu sinnbildlich für dieses Thema sind die Mädchen-T-Shirts von GAP, die derzeit für einigen Unmut sorgen:

Foto: Huffington Post

Foto: Huffington Post

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Huffington Post kann man einen entsprechenden Artikel dazu lesen.

Seltsam: Die Künstlerin (es sind ja Mädchen-T-Shirts) wird durchgestrichen zugunsten eines anderen Berufes. Wieso ? Warum?

Mich beruhigt es immerhin, dass offenbar auch andere Menschen diese T-Shirts nicht gerade gelungen finden.

Peter Teuschel

 

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Wie geht es den schwarzen Schafen nach Weihnachten?

Manchmal zeigen Bilder wirklich deutlicher, wofür man sonst viele Worte bräuchte.

Dass gerade Weihnachten für sehr viele schwarze Schafe ein hoch problematisches Fest ist, wird jedem einleuchten: Wo sonst lastet ein größerer Druck auf allen Familien, sich zu treffen, beieinander zu sein, sich aber zumindest Rechenschaft abzulegen, wie man zu einander steht?

Ob das schwarze Schaf an den Feiertagen Kontakt zur Familie hatte oder diesen vermeiden musste/ sollte/ konnte: In jedem Fall ist es eine emotional sehr belastende Zeit, vielleicht die schlimmste im ganzen Jahr für viele Menschen, die die Erfahrung machen mussten, aus der eigenen Familie ausgegrenzt oder gar ausgestoßen zu sein.

Gerade an solchen Tagen zeigt sich, wie wichtig der Grundgedanke der schwarzen Herde ist: Gleichgesinnte an einem Ort zu wissen, an dem diese Benachteiligung allen anderen bekannt ist, man nicht viel erklären muss und man auch etwas „Dampf ablassen“ kann, wenn einem danach ist.
Manchmal reicht es aber auch schon, vorbeizuschauen, ein bisschen zu lesen, sich bestätigt und nicht mehr so alleine zu fühlen.

Hier die Aufrufstatistik der schwarzen Herde in den Tagen vor und nach Weihnachten.

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Alle schwarzen Schafe sind hier herzlich willkommen, ob vor, an oder nach Weihnachten.

Peter Teuschel

 

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Beim Kommentieren bitte mit dem Namen aufpassen!

Nachdem es immer wieder zu Postings kommt, die versehentlich mit voller Namensnennung abgegeben werden:

Bitte achten Sie darauf, mit welchem Namen Sie hier kommentieren!

Wenn Sie einen Kommentar abgeben, sehen Sie in der Regel ein solches Formular:

Screenshot 2015-12-27 21.58.10

Unter „Name“ müssen Sie NICHT Ihren echten Namen abgeben, sondern können sich ein Pseudonym aussuchen. Ich kann leider nicht kontrollieren, unter welchem Namen Sie posten!

Sollte Ihnen das Missgeschick passiert sein, dass Sie Ihren echten Namen angegeben haben und Sie das nicht wollen, schicken Sie mir bitte zeitnah eine email. Ich korrigiere das dann so schnell ich kann.

Peter Teuschel

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Schwarzschafige Weihnachten

Meine Weihnachtswünsche auf Schräglage möchte ich hier noch einmal explizit für alle schwarzen Schafe wiederholen (nicht alle lesen ja auch dort mit):

Ich wünsche Weihnachten!

Nein, nicht einfach nur „schöne Weihnachten“.

Einige werden die nicht haben und von anderen weiß ich, dass es ihnen am liebsten wäre, wenn die Feiertage nur schnell vorübergehen würden.

Also wünsche ich allen die Weihnachten, die sich sich erhoffen: Festliche, fröhliche, besinnliche, lange, kurze, flüchtige, im Kreise von Familie, Freunden, oder in bester Gesellschaft mit sich alleine.

Für alle, die Weihnachten genießen können: Feiern Sie schön!

Für alle, die Weihnachten nicht genießen können: Es sind nur ein paar Tage. Die gehen auch vorbei.

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Und für Weihnachten gilt ebenso wie für den Rest des Jahres:

Ich habe keine 

Macken

das sind

Special Effects!

Peter Teuschel

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